Zum Gesetzesinhalt

PachtkredG

§ 4

Pachtkreditgesetz

(1) Gehört ein Inventarstück nicht dem Pächter, so erwirbt der Gläubiger gleichwohl ein Pfandrecht, es sei denn, daß ihm im Zeitpunkt der Niederlegung des Verpfändungsvertrages bekannt ist oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt ist, daß das Inventarstück dem Pächter nicht gehört.
(2) Ist ein Inventarstück mit dem Recht eines Dritten belastet, so findet die Vorschrift des Absatzes 1 mit der Maßgabe Anwendung, daß das Pfandrecht dem Rechte des Dritten vorgeht. Das Verhältnis des Pfandrechts des Kreditinstituts zu dem gesetzlichen Pfandrecht des Verpächters bestimmt sich ausschließlich nach § 11.
(3) Die Vorschrift des § 935 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bleibt unberührt.
Fassungsangaben der Quelle

Stand: Geändert durch Art. 4 Nr. 4 G v. 8.11.1985 I 2065

Quelle: Gesetze im Internet · Abruf: 04.10.2026

Konsolidierter, nicht amtlicher Text. Maßgeblich ist die jeweilige Verkündung.

Herkunft und Textnachweis

Quellenkennung: BJNR003990926

Prüfsumme des Quellarchivs (SHA-256): b0dc5b39c8d9e1a55e29978aa5e74b52372579cc4bc0f1e1684669c0fe9aa905

XML-Quelle beim Herausgeber

Normen im Zusammenhang

Nachgewiesene Nennungen im Gesetzestext. Die Links öffnen die Fassung dieses Bestands, keine historischen Fassungen.

Im Text genannte Vorschriften (1)
  • § 935 BGBKein gutgläubiger Erwerb von abhanden gekommenen Sachen

    „… etzlichen Pfandrecht des Verpächters bestimmt sich ausschließlich nach § 11. (3) Die Vorschrift des § 935 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bleibt unberührt.“