GenTAufzV
§ 2Aufzeichnungen bei gentechnischen Arbeiten oder bei Freisetzungen
Verordnung über Aufzeichnungen bei gentechnischen Arbeiten und bei Freisetzungen
- 1.
- Namen und Anschrift des Betreibers und Lage der gentechnischen Anlage, in der die gentechnischen Arbeiten durchgeführt werden,
- 2.
- Namen des Projektleiters,
- 3.
- Namen des oder der Beauftragten für die Biologische Sicherheit,
- 4.
- bei gentechnischen Arbeiten nach § 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 Satz 2, § 9 Abs. 2 Satz 1 oder Abs. 4 des Gentechnikgesetzes den Zeitpunkt der Anzeige oder Anmeldung der gentechnischen Arbeiten, bei gentechnischen Arbeiten nach § 9 Abs. 1 den Zeitpunkt der Aufnahme der gentechnischen Arbeit,
- 5.
- Aktenzeichen und Datum der Anzeige, der Anmeldung oder des Genehmigungsbescheides oder Datum der Zustimmung gemäß § 12 Abs. 5 Satz 1 des Gentechnikgesetzes,
- 6.
- die Sicherheitsstufe,
- 7.
- Zeitpunkt des Beginns sowie des Abschlusses der gentechnischen Arbeiten,
- 8.
- Art der Ausgangsorganismen und der Ausgangsstoffe:
- a)
- Organismen als Spender der genetischen Information,
- b)
- Reinigungsgrad der Nukleinsäuren,
- c)
- Vektor, soweit benutzt,
- d)
- Merkmale des Empfängerorganismus, soweit sie für die Sicherheitsbeurteilung der gentechnischen Arbeiten von Bedeutung sind,
- 9.
- für die Sicherheitsstufe bedeutsame Merkmale des gentechnisch veränderten Organismus,
- 10.
- im Falle gentechnischer Arbeiten mit humanpathogenen Organismen der Sicherheitsstufe 2, 3 oder 4 die weiteren Personen, die an der unmittelbaren Durchführung beteiligt sind, und
- 11.
- jedes Vorkommnis, das nicht dem erwarteten Verlauf der gentechnischen Arbeiten entspricht und bei dem der Verdacht einer Gefährdung der in § 1 Nr. 1 des Gentechnikgesetzes bezeichneten Rechtsgüter nicht auszuschließen ist,
- 12.
- Informationen über die Abfall- und Abwasserentsorgung.
- 1.
- im Falle von weiteren gentechnischen Arbeiten der Sicherheitsstufe 1 Beschreibung der gentechnischen Arbeiten einschließlich ihrer Zielsetzung und
- 2.
- Änderungen der Sicherheitsstufe unter Angabe der Begründung hierfür und des Zeitpunktes.
- 1.
- Darstellung des Prinzips der Herstellung und Aufarbeitung, soweit zum Schutz der in § 1 Nr. 1 des Gentechnikgesetzes bezeichneten Rechtsgüter erforderlich, einschließlich Beschreibung des durch die gentechnischen Arbeiten herzustellenden Erzeugnisses,
- 2.
- die bei der Herstellung zu verwendenden Geräte, die zur laufenden Kontrolle während der Herstellung (Inprozeßkontrolle) zu verwendenden Verfahren und Geräte und
- 3.
- Anzahl der Ansätze einschließlich der einzelnen Produktionsvolumina.
- 1.
- die einzelnen Arbeitsschritte, die den Nachvollzug der gentechnischen Arbeiten ermöglichen, nach Zeitpunkt, Inhalt und unmittelbar beteiligten Personen,
- 2.
- bei gentechnischen Arbeiten im Laborbereich die voraussichtliche Anzahl der gentechnisch veränderten Organismen bei den einzelnen Ansätzen, jeweils zumindest nach Mindest- und Höchstmenge, sowie bei Mikroorganismen oder Zellkulturen das voraussichtliche Volumen des größten einzelnen Ansatzes und
- 3.
- bei gentechnischen Arbeiten im Produktionsbereich die Anzahl der gentechnisch veränderten Organismen bei den einzelnen Ansätzen, jeweils zumindest nach Mindest- und Höchstmenge.
- 1.
- Namen und Anschrift des Betreibers, Lage der Freisetzungsfläche und Parzellenbelegung,
- 2.
- Namen des Projektleiters,
- 3.
- Namen des Beauftragten für die Biologische Sicherheit,
- 4.
- Aktenzeichen und Datum des Genehmigungsbescheides,
- 5.
- Zeitpunkt des Beginns und der Beendigung der Freisetzung,
- 6.
- Beschreibung der freigesetzten Organismen einschließlich der gentechnischen Veränderung,
- 7.
- Anzahl oder Menge der ausgebrachten gentechnisch veränderten Organismen,
- 8.
- Verbleib der gentechnisch veränderten Organismen nach Beendigung der Freisetzung,
- 9.
- Anzahl der auf oder in der Umgebung der Freisetzungsfläche im Zusammenhang mit dem Freisetzungsvorhaben gelagerten gentechnisch veränderten Organismen,
- 10.
- Ort, Beginn und Ende der Lagerung,
- 11.
- Zeitpunkt und Ergebnis der Kontrollgänge,
- 12.
- wesentliche Maßnahmen zur Behandlung der Freisetzungsfläche und
- 13.
- jedes Vorkommnis, das nicht dem erwarteten Verlauf der Freisetzung entspricht und bei dem der Verdacht einer Gefährdung der in § 1 Nr. 1 des Gentechnikgesetzes bezeichneten Rechtsgüter nicht auszuschließen ist.
Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 4.11.1996 I 1644;
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 V v. 28.4.2008 I 766
Quelle: Gesetze im Internet · Abruf: 04.10.2026
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Herkunft und Textnachweis
Quellenkennung: BJNR023380990
Prüfsumme des Quellarchivs (SHA-256): 261dd4bc15e0a7d31f091938b8183a06892af7b181cf40e918e49a2044f885f0