Europäische Union

Beschluss der Kommission vom 20. März 2014 zur Festlegung des Standpunkts der Europäischen Union für einen Beschluss der nach dem Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte eingesetzten Verwaltungsorgane zur Aufnahme von Spezifikationen für Computerserver und die unterbrechungsfreie Stromversorgung in Anhang C des Abkommens und zur Überarbeitung der Spezifikationen für Displays und bildgebende Geräte in Anhang C des Abkommens (Text von Bedeutung für den EWR) (2014/202/EU)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32014D0202. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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alen Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand Dabei gilt: — PIDLE_MAX ist die geforderte maximale Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand, — PBASE ist die grundlegende Leistungstoleranz im Leerlaufzustand, bestimmt nach Tabelle 3, — PADDL_i ist die Leistungstoleranz im Leerlaufzustand für zusätzliche Komponenten, bestimmt nach Tabelle 4. a) Diese Grenzwerte für die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand gelten nur für Systeme mit einem oder zwei Sockeln. b) Für die Einstufung der Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand gilt Abschnitt 6.1 des ENERGY-STAR-Prüfverfahrens für Computerserver. c) Die Kategorie „ausfallsichere Server“ in Tabelle 3 gilt nur für Systeme mit zwei Sockeln, die der Begriffsbestimmung für ausfallsichere Server gemäß Anlage B entsprechen. d) Alle Mengenangaben (außer den installierten Prozessoren) in Tabelle 3 und Tabelle 4 beziehen sich auf die Zahl der im System tatsächlich installierten Komponenten, nicht auf die Höchstzahl der vom System unterstützten Komponenten (also z. B. den installierten Arbeitsspeicher, nicht den unterstützten Arbeitsspeicher). e) Die zusätzliche Toleranz für Netzteile kann für jedes in der Konfiguration genutzte redundante Netzteil in Anspruch genommen werden. f) Zur Bestimmung der Leistungstoleranzen im Leerlaufzustand werden alle Arbeitsspeicherkapazitäten auf den nächsten GB-Wert (10) gerundet. g) Die zusätzliche Toleranz für E/A-Geräte kann für alle E/A-Geräte der Grundkonfiguration in Anspruch genommen werden (d. h. Ethernet-Geräte ab dem dritten Port mit mindestens 1 Gbit/s, integrierte Ethernet-Anschlüsse sowie Nicht-Ethernet-E/A-Geräte), auch für integrierte E/A-Geräte und zusätzliche, an Erweiterungssteckplätzen installierte E/A-Geräte. Diese Toleranz gilt für alle folgenden E/A-Funktionsarten: Ethernet, SAS, SATA, Fibre-Channel und Infiniband. h) Die zusätzliche Toleranz für E/A-Geräte wird anhand der angegebenen Übertragungsgeschwindigkeit eines Einzelanschlusses berechnet und auf den nächsten Gbit-Wert gerundet. Für E/A-Geräte mit einer Geschwindigkeit unter 1 Gbit gibt es keine zusätzliche Toleranz für E/A-Geräte. i) Die zusätzliche Toleranz für E/A-Geräte gilt nur für E/A-Geräte, die werkseitig aktiv/aktiviert und bei Anschluss an einen aktiven Switch funktionsfähig sind. Tabelle 3 Grundlegende Leistungstoleranzen im Leerlaufzustand für 1S- und 2S-Server Kategorie Höchstmögliche Zahl installierter Prozessoren (# P) Verwalteter Server Grundlegende Leistungstoleranzen im Leerlaufzustand, PBASE (Watt) A 1 Nein 47,0 B 1 Ja 57,0 C 2 Nein 92,0 D 2 Ja 142,0 Ausfallsicher 2 Ja 205,0 Tabelle 4 Zusätzliche Leistungstoleranzen im Leerlaufzustand für zusätzliche Komponenten Systemmerkmale Gilt für: Zusätzliche Leistungstoleranz im Leerlaufzustand Zusätzliche Netzteile Ausdrücklich für redundante Stromversorgung installierte Netzteile 20 Watt pro Netzteil Festplatten (einschließlich Halbleiterfestplatten) Jede installierte Festplatte 8,0 Watt pro Festplatte Zusätzlicher Arbeitsspeicher Mehr als 4 GB installierten Arbeitsspeicher 0,75 Watt pro GB Zusätzlicher gepufferter DDR-Kanal Installierte gepufferte DDR-Kanäle ab dem 9. Kanal (nur für ausfallsichere Server) 4,0 Watt pro gepufferten DDR-Kanal Zusätzliche E/A-Geräte Installierte Geräte ab dem dritten 1-Gbit-Port mit ≥ 1 Gbit, integriertes Ethernet < 1 Gbit: keine Toleranz = 1 Gbit: 2,0 Watt/aktiver Port > 1 Gbit und < 10 Gbit: 4,0 Watt/aktiver Port ≥ 10 Gbit: 8,0 Watt/aktiver Port 3.7.   Kriterien für die Effizienz im Leerlaufzustand — Server mit drei Sockeln (3S) und Server mit vier Sockeln (4S) (keine Blade- oder Multi-Node-Server) Angabe der Daten zum Leerlaufzustand: Die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PIDLE) wird gemessen und sowohl in den Einstufungsunterlagen als auch gemäß Abschnitt 4 angegeben. 3.8.   Kriterien für die Effizienz im Leerlaufzustand — Blade-Server 3.8.1. Angabe der Daten zum Leerlaufzustand: Die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PTOT_BLADE_SYS) und (PBLADE) wird gemessen und sowohl in den Einstufungsunterlagen als auch gemäß Abschnitt 4 angegeben. 3.8.2. Die Prüfung von Blade-Servern auf Übereinstimmung mit Abschnitt 3.8.1 erfolgt unter folgenden Bedingungen: a) Die Messung und Angabe der Leistungswerte erfolgt mit einem halbbelegten Blade-Gehäuse. Bei Blade-Servern mit mehreren Stromversorgungsbereichen, wird die Zahl der Bereiche gewählt, die einem halbbelegten Blade-Gehäuse am nächsten kommt. Bestehen zwei Möglichkeiten, die der Hälfte gleich nahe kommen, wird mit dem Bereich bzw. der Kombination von Bereichen mit der höheren Zahl von Blade-Servern geprüft. Die Zahl der Blades, die bei der Prüfung des halbbelegten Blade-Gehäuses geprüft wurden, ist anzugeben. b) Die Leistungsaufnahme eines vollbelegten Blade-Gehäuses darf zusätzlich gemessen und angegeben werden, sofern auch die Daten für das halbbelegte Gehäuse angegeben werden. c) Alle im Blade-Gehäuse installierten Blade-Server müssen gleich konfiguriert (homogen) sein. d) Die Berechnung der Leistungswerte pro Blade erfolgt nach Gleichung 2. Gleichung 2: Berechnung der Leistungsaufnahme eines Einzel-Blades Dabei gilt: — PBLADE ist die Leistungsaufnahme pro Blade, — PTOT_BLADE_SYS ist die gesamte gemessene Leistungsaufnahme des Blade-Systems, — NINST_BLADE_SRV ist die Zahl der im geprüften Blade-Gehäuse installierten Blade-Server. 3.9.   Kriterien für die Effizienz im Leerlaufzustand — Multi-Node-Server 3.9.1. Angabe der Daten zum Leerlaufzustand: Die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PTOT_NODE_SYS) und (PNODE) wird gemessen und sowohl in den Einstufungsunterlagen als auch gemäß Abschnitt 4 angegeben. 3.9.2. Die Prüfung von Multi-Node-Servern auf Übereinstimmung mit Abschnitt 3.9.1 erfolgt unter folgenden Bedingungen: a) Die Messung und Angabe der Leistungswerte erfolgt mit einem vollbelegten Multi-Node-Gehäuse. b) Alle Multi-Node-Server in dem Multi-Node-Gehäuse müssen gleich konfiguriert (homogen) sein. c) Die Berechnung der Leistungswerte pro Node erfolgt nach Gleichung 3. Gleichung 3: Berechnung der Leistungsaufnahme eines Einzel-Nodes Dabei gilt: — PNODE ist die Leistungsaufnahme pro Node, — PTOT_NODE_SYS ist die gesamte gemessene Leistungsaufnahme des Multi-Node-Servers, — NINST_NODE_SRV ist die Zahl der im geprüften Multi-Node-Gehäuse installierten Multi-Node-Server. 3.10.   Sonstige Prüfkriterien APA-Anforderungen: Für alle Computerserver, die mit APA verkauft werden, gelten folgende Kriterien und Bestimmungen: a) Für Einzelkonfigurationen: Alle Prüfungen im Leerlaufzustand müssen sowohl mit als auch ohne installierte APAs durchgeführt werden. Die Leistungsmesswerte zum Leerlaufzustand sowohl mit installierten APAs als auch ohne APAs müssen dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission als Teil der ENERGY-STAR-Einstufungsunterlagen eingereicht werden. b) Für Produktfamilien: Die Prüfung im Leerlaufzustand wird sowohl mit als auch ohne installierte APAs in der in Abschnitt 1.8.2 genannten Höchstverbrauchs- bzw. Konfiguration im oberen Leistungsbereich durchgeführt. Die Prüfungen mit und ohne installierte APAs können auch an den anderen Prüfpunkten durchgeführt und mitgeteilt werden. c) Die Leistungsmesswerte zum Leerlaufzustand sowohl mit installierten APAs als auch ohne APAs müssen dem US-EPA bzw. der Europäischen Kommission als Teil der ENERGY-STAR-Einstufungsunterlagen eingereicht werden. Diese Messwerte sind für jedes einzelne zum Verkauf in der eingestuften Konfiguration bestimmte APA-Produkt einzureichen. d) Die Messungen für PIDLE in den Abschnitten 3.6 und 3.7, PBLADE in Abschnitt 3.8 und PNODE in Abschnitt 3.9 werden ohne APAs durchgeführt, selbst wenn diese werkseitig installiert sind. Diese Messungen sind dann mit jedem, jeweils einzeln installierten APA zu wiederholen, um für jeden installierten APA jeweils die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand zu ermitteln. e) In den eingestuften Konfigurationen darf die Leistungsaufnahme jedes installierten APA im Leerlaufzustand 46 Watt nicht übersteigen. f) Für jedes einzelne APA-Gerät, das in einer eingestuften Konfiguration verkauft wird, ist die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand anzugeben. 4.   Anforderungen an die anzugebenden Standardinformationen Anforderungen an die anzugebenden Daten 4.1. Für jeden ENERGY-STAR-gerechten Computerserver und jede Computerserver-Produktfamilie müssen der Europäischen Kommission alle geforderten Datenfelder des Einstufungs-Datenformulars („Qualified Product Exchange“-Formular) der ENERGY-STAR-Version 2.0 übermittelt werden. a) Obwohl die Europäische Kommission auch einen Datensatz pro eingestufte Produktfamilie akzeptiert, wird den Partnern empfohlen, je einen Datensatz für jede einzustufende Produktkonfiguration zu übermitteln. b) Zur Einstufung einer Produktfamilie müssen Daten für alle in Abschnitt 1.8.2 festgelegten Prüfpunkte — soweit zutreffend — eingereicht werden. c) Soweit möglich, müssen die Partner auch einen Hyperlink zu einem detaillierten Leistungsrechner auf ihrer Website angeben, mit dem sich die Käufer über Strom- und Leistungsdaten bestimmter Konfigurationen innerhalb einer Produktfamilie informieren können. 4.2. Folgende Daten werden auf der ENERGY-STAR-Website der EU als Ergebnis einer Produktsuche angezeigt: a) Modellbezeichnung und -nummer, SKU-Nr. und/oder Konfigurations-ID; b) Systemmerkmale (Format, verfügbare Sockel/Steckplätze, Leistungsangaben usw.); c) Systemtyp (unverwaltet, verwaltet, skalierbar usw.) d) Systemkonfiguration(en) (einschließlich Konfiguration im unteren Leistungsbereich, Konfiguration im oberen Leistungsbereich, Konfiguration mit der niedrigsten Leistungsaufnahme, Konfiguration mit der höchsten Leistungsaufnahme und typische Konfiguration für die Einstufung der Produktfamilie); e) Stromverbrauchs- und Leistungsdaten aus der geforderten Prüfung der Kriterien für die Effizienz im Aktiv- und Leerlaufzustand, einschließlich der Dateien results.xml, results.html, results.txt, results-details.html, results-details.txt sowie aller „results-chart“- und „results-details-chart“-png-Dateien; f) vorhandene und aktivierte Stromsparfunktionen (z. B. Energieverwaltung); g) eine Liste ausgewählter Daten aus dem ASHRAE Thermal Report; h) Messwerte der Ansauglufttemperatur vor dem Beginn der Prüfung, zum Ende der Prüfung im Leerlaufzustand und zum Ende der Prüfung im Aktivzustand; i) zur Einstufung von Produktfamilien: eine Liste ENERGY-STAR-gerechter Konfigurationen mit ENERGY-STAR-gerechten SKU-Nummern oder Konfigurations-IDs und j) für einen Blade-Server: eine Liste der kompatiblen Blade-Gehäuse, die die ENERGY-STAR-Einstufungskriterien erfüllen. 4.3. Das US-EPA und die Europäische Kommission können diese Liste je nach Bedarf regelmäßig überarbeiten und werden die Interessengruppen hiervon in Kenntnis setzen und sie zur Mitwirkung auffordern. 5.   Anforderungen an die Standard-Leistungsdatenmessung und -ausgabe 5.1.   Messung und Ausgabe 5.1.1. Ein Computerserver muss Daten über die Eingangs-Leistungsaufnahme (W), die Ansauglufttemperatur (°C) und die durchschnittliche Auslastung aller logischen Prozessoren (CPU) ausgeben. Die Daten müssen in öffentlich oder für Benutzer zugänglicher Form und in einem durch Dritte mit nichtproprietärer Verwaltungssoftware lesbaren Format über ein Standardnetz verfügbar sein. Bei Blade- und Multi-Node-Servern und -systemen können die Daten auf Gehäuseebene zusammengefasst werden. 5.1.2. Für Computerserver, die gemäß EN 55022:2006 als Geräte der Klasse B eingestuft sind, müssen keine Daten über die in Abschnitt 5.1.1 genannte Eingangs-Leistungsaufnahme und Ansauglufttemperatur angeben werden. Klasse B bezieht sich auf Haushalts- und Bürogeräte (zum Einsatz im häuslichen Bereich). Alle Computerserver müssen im Rahmen des Programms die Anforderungen und Bedingungen für die Berichterstattung über die Auslastung aller logischen Prozessoren (CPU) erfüllen. 5.2.   Implementierung der Berichterstattung 5.2.1. Produkte können Endnutzern Daten entweder über eingebettete Komponenten oder über mit dem Computerserver verbundene Zusatzgeräte bereitstellen (z. B. einen Dienstprozessor, ein eingebettetes Leistungs- oder Temperaturmessgerät (oder sonstige Technik) oder aber ein vorinstalliertes Betriebssystem). 5.2.2. Produkte mit vorinstalliertem Betriebssystem müssen alle erforderlichen Treiber und Programme enthalten, damit Endnutzer auf die in dieser Spezifikation genannten Standarddaten zugreifen können. Produkten ohne vorinstalliertes Betriebssystem muss eine gedruckte Dokumentation darüber beiliegen, wie auf Register, die einschlägige Sensorinformationen enthalten, zugegriffen werden kann. Diese Anforderung kann entweder durch gedruckte Unterlagen oder eine elektronische Dokumentation, die mit dem Computerserver geliefert wird, oder durch Informationen erfüllt werden, die auf der Website des Partners an der Stelle öffentlich zugänglich sind, an der Informationen über den Computerserver zu finden sind. 5.2.3. Sobald eine offene und allgemein verfügbare Datenerfassungs- und Berichterstattungsnorm vorliegt, sollten die Hersteller die allgemeine Norm in ihren Systemen verwenden. 5.2.4. Die Bewertung der Vorgaben für Messgenauigkeit (5.3) und Messintervalle (Sampling) (5.4) wird durch eine Überprüfung der Daten aus den Produktdatenblättern der Komponenten ergänzt. Fehlen solche Daten, werden Messgenauigkeit und Messintervalle anhand einer Erklärung des Partners bewertet. 5.3.   Messgenauigkeit 5.3.1. Eingangs-Leistungsaufnahme: Die Messergebnisse müssen für den Betriebsbereich von Leerlauf bis Volllast mit einer Mindestgenauigkeit von ± 5 % des tatsächlichen Werts angegeben werden, wobei für jedes installierte Netzteil eine Höchstgenauigkeit von ± 10 W gilt (d. h. die Genauigkeit muss für jedes Netzteil niemals besser als ± 10 W sein). 5.3.2. Prozessorauslastung: Die durchschnittliche Auslastung muss für jeden logischen Prozessor (CPU), der für das Betriebssystem erkennbar ist, geschätzt und dem Betreiber oder Benutzer des Computerservers über die Betriebsumgebung (Betriebssystem oder Hypervisor) gemeldet werden. 5.3.3. Ansauglufttemperatur: Die Messergebnisse müssen mit einer Mindestgenauigkeit von ± 2 °C angegeben werden. 5.4.   Messintervallvorgaben 5.4.1. Eingangs-Leistungsaufnahme und Prozessorauslastung: Dem Computerserver müssen intern Messwerte für die Eingangs-Leistungsaufnahme und Prozessorauslastung jeweils mindestens einmal alle 10 aufeinanderfolgenden Sekunden bereitgestellt werden. Dem Computerserver muss intern mindestens alle 10 Sekunden ein gleitender Mittelwert über höchstens 30 Sekunden bereitgestellt werden. 5.4.2. Ansauglufttemperatur: Die Messung der Ansauglufttemperatur darf intern im Computerserver jeweils nicht öfter als einmal alle 10 Sekunden erfolgen. 5.4.3. Zeiterfassung: In Systemen mit Erfassung des Zeitpunkts der Messung von Umgebungsdaten erfolgen die Messungen intern im Computerserver jeweils nicht öfter als einmal alle 30 Sekunden. 5.4.4. Verwaltungssoftware: Alle erfassten Messwerte müssen entweder mittels passiver Abfragemöglichkeit oder durch koordinierte aktive Übertragung für eine externe Verwaltungssoftware verfügbar gemacht werden. In beiden Fällen sorgt die Verwaltungssoftware des Systems für die Festlegung des zeitlichen Rahmens der Datenübertragung, während der Computerserver sicherstellt, dass die gelieferten Daten den obigen Vorgaben für Messintervalle und Messgenauigkeit entsprechen. 6.   Prüfung 6.1.   Prüfverfahren 6.1.1. Die ENERGY-STAR-Einstufung von Computerservern erfolgt nach den in Tabelle 5 aufgeführten Prüfverfahren. Tabelle 5 Prüfverfahren für die ENERGY-STAR-Einstufung Produktart oder Komponente Prüfverfahren Alle ENERGY-STAR-Prüfverfahren für Computerserver (Rev. März 2013) Alle Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC), Server Efficiency Rating Tool (SERT — Server-Effizienzbewertungswerkzeug), Version 1.0.0, Rev. 26. Februar 2013 6.1.2. Während der Prüfung von Computerservern müssen im zu prüfenden Gerät alle Prozessorsockel belegt sein. Unterstützt ein Computerserver eine Prüfung mit komplett belegten Prozessorsockeln nicht, so muss im System die funktionsgemäß maximale Sockelzahl belegt sein. Für solche Systeme gilt die grundlegende Leistungstoleranz im Leerlaufzustand entsprechend der im System vorhandenen Sockel. 6.2.   Erforderliche Anzahl zu prüfender Geräte Zur Prüfung werden repräsentative Modelle nach folgenden Anforderungen ausgewählt: a) Zur Einstufung einer Einzelkonfiguration eines Produktes wird die einzelne Konfiguration, die als ENERGY-STAR-gerecht vermarktet und gekennzeichnet werden soll, als repräsentatives Modell betrachtet. b) Zur Einstufung einer Produktfamilie, die aus allen Produktarten besteht, wird für jeden der fünf in den Begriffsbestimmungen in Abschnitt 1.8.2 genannten Punkte eine bestimmte Produktkonfiguration als repräsentatives Modell betrachtet. Alle diese repräsentativen Modelle haben dieselben gemeinsamen Produktfamilieneigenschaften gemäß Abschnitt 1.8.1. 6.3.   Einstufung von Produktfamilien 6.3.1. Den Partnern wird empfohlen, einzelne Produktkonfigurationen zu prüfen und die entsprechenden Daten zur ENERGY-STAR-Einstufung einzureichen. Die Partner können aber auch mehrere Produktkonfigurationen unter einer Produktfamilienbezeichnung einreichen, wenn jede zu der Familie gehörige Konfiguration folgende Anforderungen erfüllt: a) Die einzelnen Produkte beruhen auf derselben Plattform, kommen für eine Einstufung nach denselben besonderen Kriterien dieser Spezifikation in Frage, erfüllen diese und sind in jeder Hinsicht mit der geprüften Produktkonfiguration identisch, außer in Bezug auf das Gehäuse und die Farbe oder b) die einzelnen Produkte erfüllen die Kriterien einer Produktfamilie gemäß Abschnitt 1.8. Die Durchführung der Prüfung und die Einreichung der Daten erfolgt in diesem Fall gemäß Buchstabe b. 6.3.2. Die Partner müssen für jede zur Einstufung eingereichte Produktfamilie ein Power and Performance Data Sheet vorlegen. 6.3.3. Alle Produktkonfigurationen innerhalb einer zur Einstufung eingereichten Produktfamilie müssen die ENERGY-STAR-Anforderungen erfüllen, auch Produkte, für die keine Daten angegeben wurden. 7.   Inkrafttreten 7.1. Als Datum des Inkrafttretens dieser Version 2.0 der ENERGY-STAR-Spezifikation für Computerserver wird der Tag des Inkrafttretens des Abkommens festgelegt. Um als ENERGY-STAR-gerecht zu gelten, muss ein Produktmodell die zum Herstellungsdatum geltende ENERGY-STAR-Spezifikation erfüllen. Das Herstellungsdatum bezieht sich stets auf das jeweilige Einzelgerät und ist der Zeitpunkt, zu dem das Gerät vollständig zusammengebaut worden ist. 7.2. Künftige Änderungen der Spezifikation: Das US-EPA und die Europäische Kommission behalten sich vor, diese Spezifikation zu ändern, wenn deren Nützlichkeit für die Verbraucher, die Industrie oder die Umwelt aufgrund der technischen Entwicklung und/oder veränderter Marktbedingungen beeinträchtigt werden sollte. Wie bisher werden Änderungen der Spezifikation stets im Gespräch mit den Interessengruppen ausgearbeitet. Für den Fall einer Änderung der Spezifikation wird darauf hingewiesen, dass die ENERGY-STAR-Einstufung nicht automatisch für die gesamte Lebensdauer eines Produktmodells gilt. 8.   Überlegungen für künftige Änderungen 8.1. Kriterien für die Effizienz im Aktivzustand: Das US-EPA und die Europäische Kommission beabsichtigen, in Version 3.0 Kriterien für die Effizienz im Aktivzustand für alle Computerserver-Kategorien festzulegen, zu denen genügend SERT-Daten für eine angemessene Produktdifferenzierung vorliegen. 8.2. Angemessene Dimensionierung der Netzteile: Das US-EPA und die Europäische Kommission werden untersuchen, wie in Version 3.0 die Verwendung angemessen dimensionierter Netzteile gefördert werden kann. 8.3. Einbeziehung von GS/GS-Computerservern: Das US-EPA und die Europäische Kommission empfehlen den Herstellern, die Unterstützung von GS-Servern im SERT gemeinsam mit der SPEC zu entwickeln, damit GS-Computerserver in Version 3.0 für eine Einstufung in Frage kommen können. 8.4. Einbeziehung zusätzlicher Systemarchitekturen: Das US-EPA und die Europäische Kommission empfehlen den Herstellern, die Unterstützung von Architekturen, die derzeit vom SERT nicht unterstützt werden, aber einen erheblichen Anteil des Computerservermarkts ausmachen, gemeinsam mit der SPEC zu entwickeln. Das US-EPA und die Europäische Kommission werden alle Architekturen berücksichtigen, die vor Ausarbeitung der Version 3.0 vom SERT unterstützt werden. 8.5. Streichung des Zusatzes für zusätzliche redundante Netzteile: Das US-EPA und die Europäische Kommission haben Kenntnis von Technik, mit der sich redundante Netzteile im Standby-Zustand halten und nur bei Bedarf aktivieren lassen. Das US-EPA und die Europäische Kommission empfehlen den Einsatz solcher Technik in Computerservern und werden untersuchen, ob der derzeitige Zusatz für zusätzliche redundante Netzteile in Version 3.0 noch nötig ist. 8.6. Anforderungen an Hilfs-Verarbeitungsbeschleuniger (APA): Das US-EPA und die Europäische Kommission beabsichtigen in Version 3.0 eine Überprüfung und gegebenenfalls Erweiterung der APA-Anforderungen aufgrund der APA-Daten aus Version 2.0 und einer möglichen Aufnahme der APA-Bewertung in das SERT. 8.7. Anforderungen für die Angabe thermischer Werte und die thermische Prüfung: Das US-EPA und die Europäische Kommission planen eine Überprüfung der derzeitigen Anforderungen an Temperaturangaben und an die Temperaturprüfung, damit Gerätehersteller und Betreiber von Rechenzentren einen möglichst großen Nutzen aus den erhobenen Daten ziehen können. Anlage A Beispielberechnungen 1.   Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand Zur Bestimmung der für die ENERGY-STAR-Einstufung geforderten maximalen Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand sind zu der grundlegenden Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand aus Tabelle 3 die Leistungstoleranzen aus Tabelle 4 (in Abschnitt 3.6 dieser Einstufungskriterien) hinzuzurechnen (siehe Beispiel). Beispiel: Standard-Computerserver mit einem Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher, zwei Festplatten und zwei E/A-Geräten (das erste mit zwei 1-Gbit-Ports und das zweite mit sechs 1-Gbit-Ports) 1.1. Grundtoleranz: a) Bestimmen Sie die grundlegende Toleranz im Le

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.