Europäische Union

Beschluss der Kommission vom 20. März 2014 zur Festlegung des Standpunkts der Europäischen Union für einen Beschluss der nach dem Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte eingesetzten Verwaltungsorgane zur Aufnahme von Spezifikationen für Computerserver und die unterbrechungsfreie Stromversorgung in Anhang C des Abkommens und zur Überarbeitung der Spezifikationen für Displays und bildgebende Geräte in Anhang C des Abkommens (Text von Bedeutung für den EWR) (2014/202/EU)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32014D0202. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ung an einen primären Gleichstromausgang zur Stromversorgung eines Computerservers abzugeben. Netzteile mit Einzelausgang können einen oder mehrere Standby-Ausgänge haben, die stets aktiv bleiben, solange das Netzteil mit einer Eingangsstromquelle verbunden ist. Für die Zwecke dieser Spezifikation darf die gesamte Nennausgangsleistung sämtlicher zusätzlicher Ausgänge des Netzteils, die keine primären oder Standby-Ausgänge sind, nicht größer als 20 W sein. Netzteile, die mehrere Ausgänge mit der gleichen Spannung wie der primäre Ausgang aufweisen, gelten als Netzteile mit Einzelausgang, es sei denn, 1. diese Ausgänge werden von separaten Stromrichtern gespeist oder haben separate Gleichrichterstufen oder 2. die Ausgänge haben unabhängige Strombegrenzungen. d) Netzteil mit mehreren Ausgängen: ein Netzteil, das dafür ausgelegt ist, den Hauptteil seiner Nennausgangsleistung an mehr als einen primären Gleichstromausgang zur Stromversorgung eines Computerservers abzugeben. Netzteile mit mehreren Ausgängen können einen oder mehrere Standby-Ausgänge haben, die stets aktiv bleiben, solange das Netzteil mit einer Eingangsstromquelle verbunden ist. Für die Zwecke dieser Spezifikation beträgt die gesamte Nennausgangsleistung sämtlicher zusätzlicher Ausgänge des Netzteils, die keine primären oder Standby-Ausgänge sind, mindestens 20 W. 1.4.2. E/A-Gerät: ein Gerät, das eine Funktion zur Dateneingabe und Datenausgabe zwischen einem Computerserver und anderen Geräten bereitstellt. Ein E/A-Gerät kann in die Hauptplatine eines Computerservers integriert sein oder mittels Erweiterungssteckplatz (z. B. PCI, PCIe) an die Hauptplatine angeschlossen werden. E/A-Geräte sind beispielsweise diskrete Ethernet-Geräte, InfiniBand-Geräte, RAID/SAS-Controller und Fibre-Channel-Geräte. E/A-Port: physische Schaltung innerhalb eines E/A-Gerätes, mit der eine unabhängige E/A-Sitzung aufgebaut werden kann. Ein Port ist nicht das Gleiche wie eine Anschlussbuchse, denn eine einzige Anschlussbuchse kann mehrere Ports derselben Schnittstelle bedienen. 1.4.3. Hauptplatine: die Hauptleiterplatte des Servers. Für die Zwecke dieser Spezifikation umfasst die Hauptplatine auch Anschlüsse zur Anbringung zusätzlicher Platinen sowie üblicherweise folgende Komponenten: Prozessor, Arbeitsspeicher, BIOS und Erweiterungssteckplätze. 1.4.4. Prozessor: logische Schaltungen, welche die Grundbefehle für den Betrieb eines Servers beantworten und verarbeiten. Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Prozessor die zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) des Computerservers. Eine solche CPU ist üblicherweise ein physisches Prozessormodul, das auf der Hautplatine entweder auf einen Sockel aufgesteckt oder direkt aufgelötet wird. Das Prozessormodul kann einen oder mehrere Prozessorkerne enthalten. 1.4.5. Arbeitsspeicher: Für die Zwecke dieser Spezifikation ist der Arbeitsspeicher ein außerhalb des Prozessors befindlicher Teil des Servers, in dem Informationen für die sofortige Nutzung durch den Prozessor gespeichert werden. 1.4.6. Festplattenlaufwerk (HDD): das Hauptspeichergerät eines Computers, das Daten auf eine oder mehrere rotierende magnetische Scheiben schreibt und von dort ausliest. 1.4.7. Halbleiterfestplatte (SSD): ein Speichergerät, in dem Speicherchips anstelle rotierender magnetischer Scheiben zur Datenspeicherung eingesetzt werden. 1.5.   Sonstige Ausrüstung für Rechenzentren: 1.5.1. Netzausrüstung: ein Gerät, dessen Hauptfunktion darin besteht, Daten zwischen mehreren Netzschnittstellen weiterzuleiten und eine Datenverbindung zwischen den vernetzten Geräten (z. B. Router und Switch) herzustellen. Die Datenverbindung erfolgt durch Weiterleitung von Datenpaketen, die gemäß Internet-Protokoll, Fibre-Channel, InfiniBand oder ähnlichen Protokollen aufgebaut sind. 1.5.2. Speicherprodukt: ein voll funktionsfähiges Speichersystem, das Datenspeicherdienste für direkt angeschlossene oder über ein Netz verbundene Clients und Geräte bereitstellt. Komponenten und Teilsysteme, die fester Bestandteil der Architektur des Speichergeräts sind (die beispielsweise die interne Kommunikation zwischen Controllern und Festplatten abwickeln), werden als Teil des Speicherprodukts betrachtet. Komponenten, die normalerweise einer Speicherumgebung auf der Ebene des Rechenzentrums zugeordnet werden (z. B. Geräte, die für den Betrieb eines externen SAN nötigt sind), werden nicht als Teil des Speicherprodukts betrachtet. Ein Speicherprodukt kann sich aus integrierten Speichercontrollern, Speichergeräten, eingebetteten Netzelementen, Software und anderen Geräten zusammensetzen. Speicherprodukte können zwar einen oder mehrere Prozessoren enthalten, diese Prozessoren verarbeiten aber keine vom Benutzer aufgespielten Softwareanwendungen, sondern können datenspezifische Anwendungen ausführen (z. B. Datenreplizierung, Backup-Programme, Datenkomprimierung, Installationsprogramme). 1.5.3. Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV): Kombination von Stromrichtern, Schaltern und Energiespeichern (wie Batterien), die ein Stromversorgungssystem bildet, das bei Ausfall der Eingangsstromversorgung eine beständige Versorgung der Last sicherstellt. 1.6.   Betriebszustände und Leistungsaufnahmezustände 1.6.1. Leerlaufzustand: Betriebszustand, in dem das Betriebssystem und sonstige Software vollständig geladen sind, der Computerserver in der Lage ist, Arbeitsvorgänge auszuführen, aber keine aktiven Arbeitsvorgänge vom System angefordert wurden oder anhängig sind (d. h. der Computerserver ist betriebsbereit, verrichtet aber keine Nutzarbeit). Bei Systemen, für die ACPI-Normen gelten, entspricht der Leerlaufzustand nur dem ACPI-Zustand S0. 1.6.2. Aktivzustand: Betriebszustand, in dem der Computerserver infolge vorheriger oder aktueller Befehle (z. B. eines Befehls über das Netz) Arbeit verrichtet. Zum Aktivzustand gehören sowohl 1. die aktive Verarbeitung als auch 2. das Aufsuchen/Auslesen von Daten aus dem Arbeitsspeicher, Cache-Speicher oder aus internen/externen Datenspeichern in Erwartung weiterer Befehle über das Netz. 1.7.   Weitere wichtige Begriffe 1.7.1. Steuersystem: ein Computer oder Computerserver, der einen Leistungsbewertungsprozess (Benchmark) verwaltet. Das Steuersystem hat folgende Funktionen: a) Starten und Stoppen der Segmente (Phasen) der Benchmark-Leistungsmessung; b) Steuern der für die Benchmark-Leistungsmessung geforderten Arbeitsbelastung; c) Starten und Stoppen der Datenerfassung des Leistungsanalysators, damit die Strom- und Leistungsdaten der einzelnen Phasen einander zugeordnet werden können; d) Speichern der Protokolldateien mit den Benchmark-Strom- und Leistungsangaben; e) Konvertieren der Rohdaten in ein Format, das sich für die Benchmark-Berichterstattung sowie die Einreichung und Validierung eignet, und f) Erfassen und Speichern von Umgebungsdaten, soweit dies für den Benchmark-Prozess automatisiert ist. 1.7.2. Netzclient (für Prüfzwecke): ein Computer oder Computerserver, der einen Verkehr von Arbeitsvorgängen zur Übertragung an ein per Netz-Switch angeschlossenes zu prüfendes Gerät generiert. 1.7.3. RAS-Merkmale: Abkürzung für Reliability, Availability und Serviceability, d. h. Funktionsmerkmale für Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartbarkeit. RAS wird manchmal um ein Kriterium der Verwaltbarkeit („Manageability“) auf RASM erweitert. Die drei RAS-Hauptbestandteile werden in Bezug auf einen Computerserver wie folgt definiert: a) Zuverlässigkeitsmerkmale: Merkmale, die dafür sorgen sollen, dass der Server seine Funktion ohne durch Ausfall von Komponenten bedingte Unterbrechungen erfüllen kann (z. B. durch Auswahl der Komponenten, Herabsetzung der Temperatur- und/oder Spannungswerte, Fehlererkennung und -korrektur). b) Verfügbarkeitsmerkmale: Merkmale, die bei gegebener Ausfalldauer für einen maximalen Betrieb mit normaler Kapazität sorgen sollen (z. B. Redundanz [auf Mikro- und Makroebene]). c) Wartbarkeitsmerkmale: Merkmale, die dafür sorgen, dass ein Server ohne Betriebsunterbrechung gewartet werden kann (z. B. Anschluss bei laufendem Betrieb). 1.7.4. Serverprozessorauslastung: Verhältnis der aktuellen Rechenaktivität des Prozessors gegenüber der Volllast-Rechenaktivität des Prozessors bei einer bestimmten Spannung und Frequenz, gemessen als Momentanwert oder als kurzzeitiger Durchschnittswert für eine Reihe von Aktiv- und Leerlaufzyklen. 1.7.5. Hypervisor: eine Hardware-Visualisierungstechnik, die ermöglicht, dass mehrere Gast-Betriebssysteme gleichzeitig in einem einzigen Host-System laufen. 1.7.6. Hilfs-Verarbeitungsbeschleuniger (APA — Auxiliary Processing Accelerator): Rechner-Erweiterungssteckkarte, die in einem Universal-Erweiterungssteckplatz installiert wird (z. B. eine GPGPU in einem PCI-Steckplatz). 1.7.7. Gepufferter DDR-Kanal: Kanal oder Speicherport, der in einem Computerserver einen Speichercontroller mit einer festgelegten Anzahl von Speichergeräten (z. B. DIMMs) verbindet. Ein gängiger Computerserver kann mehrere Speichercontroller haben, die wiederum einen oder mehrere gepufferte DDR-Kanäle unterstützen können. Jeder gepufferte DDR-Kanal spricht dabei nur einen Bruchteil des gesamten in einem Computerserver adressierbaren Speicherplatzes an. 1.8.   Produktfamilie: Eine übergeordnete Bezeichnung für eine Reihe von Computern mit der gleichen Gehäuse/Hauptplatinen-Kombination, die oftmals Hunderte von möglichen Hardware/Software-Konfigurationen umfasst. 1.8.1.   Gemeinsame Produktfamilieneigenschaften: eine Reihe gemeinsamer Merkmale aller Modelle/Konfigurationen innerhalb einer Produktfamilie, die einen gemeinsamen Grundaufbau bilden. Alle Modelle/Konfigurationen innerhalb einer Produktfamilie müssen Folgendes gemeinsam haben: a) Sie gehören zu derselben Modellreihe oder Maschinenart; b) sie haben entweder das gleiche Format (d. h. Rack-, Blade-, Standgerät) oder die gleiche mechanische und elektrische Auslegung mit nur oberflächlichen mechanischen Unterschieden, um einen Aufbau zu ermöglichen, der sich für mehrere Formate eignet; c) sie sind mit Prozessoren ausgestattet, die entweder zu einer bestimmten, gleichen Prozessorserie gehören oder aber in denselben Sockeltyp passen; d) sie haben die gleichen Netzteile mit Wirkungsgraden, welche mindestens den Wirkungsgraden an allen geforderten Lastpunkten gemäß Abschnitt 3.2 entsprechen (d. h. 10 %, 20 %, 50 % und 100 % der maximalen Nennlast für Netzteile mit Einzelausgang bzw. 20 %, 50 % und 100 % der maximalen Nennlast für Netzteile mit mehreren Ausgängen). 1.8.2.   Getestete Produktkonfigurationen für Produktfamilien a) Verschiedene Kaufüberlegungen 1. Konfiguration im unteren Leistungsbereich: die Kombination aus Prozessorsockel-Leistung, Netzteilen, Arbeitsspeicher, Speichermedien (HDD/SDD) und E/A-Geräten, die innerhalb der Produktfamilie die Rechenplattform mit einem niedrigeren Preis- oder Leistungsniveau darstellt. 2. Konfiguration im oberen Leistungsbereich die Kombination aus Prozessorsockel-Leistung, Netzteilen, Arbeitsspeicher, Speichermedien (HDD/SDD) und E/A-Geräten, die innerhalb der Produktfamilie die Rechenplattform mit einem höheren Preis- oder Leistungsniveau darstellt. b) Typische Konfiguration: Typische Konfiguration: eine Produktkonfiguration, die zwischen der Konfiguration mit der niedrigsten und der höchsten Leistungsaufnahme liegt und repräsentativ für ein Produkt mit hohen Verkaufszahlen ist. c) Leistungsaufnahmevarianten: 1. Konfiguration mit der niedrigsten Leistungsaufnahme: die Mindestkonfiguration, die unterstützte Betriebssysteme starten und ausführen kann. Die Mindestkonfiguration umfasst den Prozessorsockel mit den niedrigsten Leistungswerten, die geringste Zahl installierter Netzteile, Arbeits- und Datenspeicher (HDD/SDD) und E/A-Geräte, die handelsüblich sind und die ENERGY-STAR-Anforderungen erfüllen. 2. Konfiguration mit der höchsten Leistungsaufnahme: die vom Verkäufer ausgewählte Kombination aus Komponenten, die nach Zusammenbau und Inbetriebnahme die höchste Leistungsaufnahme innerhalb der Produktfamilie aufweist. Die Höchstkonfiguration umfasst den Prozessorsockel mit der höchsten Leistung, der höchsten Zahl installierter Netzteile, Arbeits- und Datenspeicher (HDD/SDD) und E/A-Geräte, die handelsüblich sind und die ENERGY-STAR-Anforderungen erfüllen. 2.   Anwendungsbereich 2.1.   Einbezogene Produkte Die Produkte müssen der Begriffsbestimmung eines Computerservers in Abschnitt 1 dieser Spezifikation entsprechen, um für eine ENERGY-STAR-Einstufung nach dieser Spezifikation in Frage zu kommen. In Version 2.0 ist die Einstufung beschränkt auf Computerserver im Blade-, Multi-Node-, Rack- oder Stand-Format mit höchstens vier Prozessorsockeln im Computerserver (bzw. pro Blade/Node bei Blade-/Multi-Node-Servern). In der Version 2.0 ausdrücklich ausgeschlossene Produkte sind in Abschnitt 2.2 angegeben. 2.2.   Ausgeschlossene Produkte 2.2.1. Produkte, die unter andere ENERGY-STAR-Produktspezifikationen fallen, kommen für eine Einstufung nach dieser Spezifikation nicht in Frage. Die Liste der jeweils geltenden Spezifikationen ist abrufbar unter www.eu-energystar.org/. 2.2.2. Folgende Produkte kommen für eine Einstufung nach dieser Spezifikation nicht in Frage: a) vollständig fehlertolerante Server, b) Server-Appliances, c) Hochleistungsrechnersysteme (HPC-Systeme), d) Großserver, e) Speicherprodukte einschließlich Blade-Server und f) Netzausrüstung. 3.   Einstufungskriterien 3.1.   Maßgebliche Kommastellen und Rundung 3.1.1. Alle Berechnungen werden mit direkt gemessenen (ungerundeten) Messwerten durchgeführt. 3.1.2. Soweit nicht anders festgelegt, wird die Einhaltung der Spezifikation aufgrund direkt gemessener oder berechneter Werte ohne jeglichen Rundungsvorteil beurteilt. 3.1.3. Direkt gemessene oder berechnete Werte, die zwecks Berichterstattung an die ENERGY-STAR-Website übermittelt werden, sind entsprechend der Angabe in den betreffenden Spezifikationsanforderungen auf die nächste maßgebliche Dezimalstelle zu runden. 3.2.   Anforderungen an die Stromversorgung 3.2.1. Netzteil-Prüfdaten und -Prüfberichte der vom US-EPA für die Durchführung von Netzteilprüfungen anerkannten Prüfstellen werden für die ENERGY-STAR-Einstufung der Produkte anerkannt. 3.2.2. Kriterien für den Wirkungsgrad von Netzteilen: Netzteile in Produkten, die für eine Einstufung nach dieser Spezifikation in Frage kommen, müssen bei der Prüfung gemäß dem Generalized Internal Power Supply Efficiency Test Protocol, Rev. 6.6 (allgemeines Prüfprotokoll für die Effizienz interner Netzteile) (abrufbar unter www.efficientpowersupplies.org) folgende Anforderungen erfüllen. Netzteildaten, die gemäß Rev. 6.4.2 (wie in Version 1.1 gefordert), 6.4.3 oder 6.5 erfasst wurden, sind ebenfalls zulässig, wenn die Prüfung vor dem Inkrafttreten der Version 2.0 dieser Spezifikation durchgeführt wurde. a) Stand- und Rack-Server: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, darf ein Stand- oder Rack-Server nur mit Netzteilen konfiguriert sein, welche werkseitig die jeweiligen Effizienzanforderungen in Tabelle 1 erfüllen oder übertreffen. b) Blade- und Multi-Node-Server: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, muss ein mit Gehäuse gelieferter Blade- oder Multi-Node-Server so konfiguriert sein, dass alle Netzteile, die Strom für das Gehäuse bereitstellen, werkseitig die jeweiligen Effizienzanforderungen in Tabelle 1 erfüllen oder übertreffen. Tabelle 1 Effizienzanforderungen an Netzteile Netzteilart Nennausgangsleistung 10 % Last 20 % Last 50 % Last 100 % Last Mehrere Ausgänge (WS-GS) Alle Ausgangsleistungen Entfällt 85  % 88  % 85  % Einzelausgang (WS-GS) Alle Ausgangsleistungen 80  % 88  % 92  % 88  % 3.2.3. Kriterien für den Leistungsfaktor von Netzteilen: Netzteile in Computern, die für eine Einstufung nach dieser Spezifikation in Frage kommen, müssen bei der Prüfung gemäß dem Generalized Internal Power Supply Efficiency Test Protocol, Rev. 6.6 (allgemeines Prüfprotokoll für die Effizienz interner Netzteile) (abrufbar unter www.efficientpowersupplies.org) folgende Anforderungen erfüllen. Netzteildaten, die gemäß Rev. 6.4.2 (wie in Version 1.1 gefordert), 6.4.3 oder 6.5 erfasst wurden, sind ebenfalls zulässig, wenn die Prüfung vor dem Inkrafttreten der Version 2.0 durchgeführt wurde. a) Stand- und Rack-Server: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, darf ein Stand- oder Rack-Server nur mit Netzteilen konfiguriert sein, die unter allen Lastbedingungen, bei denen die Ausgangsleistung mindestens 75 Watt beträgt, werkseitig die jeweiligen Leistungsfaktoranforderungen in Tabelle 2 erfüllen oder übertreffen. Die Partner müssen den Leistungsfaktor der Netzteile unter Lastbedingungen von weniger als 75 Watt messen und angeben, wobei aber keine Mindestanforderungen an den Leistungsfaktor gelten. b) Blade- oder Multi-Node-Server: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, muss ein mit Gehäuse gelieferter Blade- oder Multi-Node-Server so konfiguriert sein, dass alle Netzteile, die Strom für das Gehäuse bereitstellen, unter allen Lastbedingungen, bei denen die Ausgangsleistung mindestens 75 Watt beträgt, werkseitig die jeweiligen Leistungsfaktoranforderungen in Tabelle 2 erfüllen oder übertreffen. Die Partner müssen den Leistungsfaktor der Netzteile unter Lastbedingungen von weniger als 75 Watt messen und angeben, wobei aber keine Mindestanforderungen an den Leistungsfaktor gelten. Tabelle 2 Effizienzanforderungen an Netzteile Netzteilart Nennausgangsleistung 10 % Last 20 % Last 50 % Last 100 % Last WS-GS, mehrere Ausgänge Alle Ausgangsleistungen Entfällt 0,80 0,90 0,95 WS-GS, Einzelausgang Ausgangsleistung ≤ 500 W Entfällt 0,80 0,90 0,95 Ausgangsleistung > 500 W und Ausgangsleistung ≤ 1 000 W 0,65 0,80 0,90 0,95 Ausgangsleistung > 1 000  W 0,80 0,90 0,90 0,95 3.3.   Anforderungen an die Energieverwaltung 3.3.1. Serverprozessor-Energieverwaltung: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, muss ein Computerserver eine Prozessor-Energieverwaltung aufweisen, die standardmäßig im BIOS und/oder durch einen Verwaltungscontroller, Dienstprozessor und/oder das mit dem Computerserver gelieferte Betriebssystem aktiviert ist. Alle Prozessoren müssen die Leistungsaufnahme bei geringer Auslastung folgendermaßen verringern können: a) Verringerung der Spannung und/oder Frequenz durch Dynamic Voltage and Frequency Scaling (DVFS — dynamische Spannungs- und Frequenzanpassung) oder b) Versetzung des Prozessors oder Prozessorkerns in einen Zustand verminderter Leistungsaufnahme, wenn ein Kern oder Sockel nicht verwendet wird. 3.3.2. Supervisor-Energieverwaltung: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, muss ein Produkt mit vorinstalliertem Supervisor-System (z. B. Betriebssystem, Hypervisor) eine standardmäßig aktivierte Energieverwaltung durch das Supervisor-System aufweisen. 3.3.3. Angaben zur Energieverwaltung: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, müssen alle standardmäßig aktivierten Energieverwaltungsverfahren im Power and Performance Data Sheet einzeln aufgeführt sein. Dies gilt für Energieverwaltungsfunktionen im BIOS, im Betriebssystem sowie an anderer, vom Benutzer konfigurierbarer Stelle. 3.4.   Kriterien für Blade- und Multi-Node-Systeme 3.4.1. Wärmeregelung und -überwachung in Blade- und Multi-Node-Servern Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, muss ein Blade- oder Multi-Node-Server eine standardmäßig aktivierte Funktion zur Echtzeit-Überwachung der Gehäuse- oder Blade-/Node-Ansaugtemperatur und zur Regelung der Lüftergeschwindigkeit bieten. 3.4.2. Mitglieferte Dokumentation für Blade- und Multi-Node-Server: Um für die ENERGY-STAR-Einstufung in Frage zu kommen, müssen einem ohne Gehäuse an den Kunden ausgelieferten Blade- oder Multi-Node-Server Unterlagen beiliegen, die den Kunden darüber informieren, dass die ENERGY-STAR-Kennzeichnung des Blade- oder Multi-Node-Servers nur dann gilt, wenn der Server in einem Gehäuse installiert wird, das die Anforderungen in Abschnitt 3.4.1 dieser Spezifikation erfüllt. Die Produktunterlagen des Blade- oder Multi-Node-Servers müssen eine Liste ENERGY-STAR-gerechter Gehäuse mit Bestellangaben enthalten. Diese Anforderungen können entweder durch gedruckte Unterlagen oder eine elektronische Dokumentation, die mit dem Blade- oder Multi-Node-Server geliefert wird, oder durch Informationen erfüllt werden, die auf der Website des Partners an der Stelle öffentlich zugänglich sind, an der Informationen über den Blade- oder Multi-Node-Server zu finden sind. 3.5.   Kriterien für die Effizienz im Aktivzustand 3.5.1. Angaben zur Effizienz im Aktivzustand: Zur ENERGY-STAR-Einstufung eines Computerservers oder einer Computerserver-Produktfamilie müssen folgende Informationen gänzlich offengelegt und im Zusammenhang mit dem vollständigen Prüfbericht über die Bewertung der Effizienz im Aktivzustand eingereicht werden: a) Endergebnisse des SERT (Server-Effizienzbewertungswerkzeugs), einschließlich der Ergebnisdateien (im HTML- und Textformat) und aller png-Dateien mit den Ergebnisdiagrammen und b) Zwischenergebnisse des SERT (Server-Effizienzbewertungswerkzeugs) für den gesamten Prüfdurchlauf, einschließlich der Ergebnisdetaildateien (im HTML- und Textformat) und aller png-Dateien mit den Ergebnisdetaildiagrammen. Auf die Anforderungen an die anzugebenden Daten und die Formatierung wird in Abschnitt 4.1 dieser Spezifikation eingegangen. 3.5.2. Unvollständige Angaben: In der Dokumentation für die Kunden und in Marketingunterlagen dürfen die Partner weder selektiv Einzelergebnisse der Arbeitslastmodule anführen noch die Ergebnisse des Effizienzbewertungswerkzeugs in anderer Form als dem vollständigen Prüfbericht präsentieren. 3.6.   Kriterien für die Effizienz im Leerlaufzustand — Server mit einem Sockel (1S) und Server mit zwei Sockeln (2S) (keine Blade- oder Multi-Node-Server) 3.6.1. Angabe der Daten zum Leerlaufzustand: Die maximale Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PIDLE_MAX) wird gemessen und sowohl in den Einstufungsunterlagen als auch gemäß Abschnitt 4 angegeben. 3.6.2. Effizienz im Leerlaufzustand: Die gemessene Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PIDLE) muss, nach Gleichung 1 berechnet, niedriger oder gleich der geforderten maximalen Leistungsaufnahme im Leerlaufzustand (PIDLE_MAX) sein. Gleichung 1: Berechnung der maxim

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.