Europäische Union

Beschluss 2008/616/JI des Rates vom 23. Juni 2008 zur Durchführung des Beschlusses 2008/615/JI zur Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus und der grenzüberschreitenden Kriminalität

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Quellenkennung: 32008D0616. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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5.1.1.   Feld 4.001: Logical record length (LEN) Dieses 4-Byte-Feld enthält die Länge des Typ-4-Datensatzes und gibt die Gesamtanzahl von Bytes, d. h. jedes Byte von jedem im Datensatz enthaltenen Feld, an. 5.1.2.   Feld 4.002: Image designation character (IDC) Hierbei handelt es sich um die 1-Byte-Binärdarstellung der IDC-Nummer die im Typ 1 festgelegt wurde. 5.1.3.   Feld 4.003: Impression type (IMP) Der Abdrucktyp ist ein 1-Byte-Feld, das das sechste Byte des Datensatzes belegt. Tabelle 4: Fingerabdrucktyp Code Description 0 Live-scan of plain fingerprint 1 Live-scan of rolled fingerprint 2 Non-live scan impression of plain fingerprint captured from paper 3 Non-live scan impression of rolled fingerprint captured from paper 4 Latent impression captured directly 5 Latent tracing 6 Latent photo 7 Latent lift 8 Swipe 9 Unknown 5.1.4.   Feld 4.004: Finger position (FGP) Dieses Feld mit einer festen Länge von 6 Bytes belegt die siebte bis zwölfte Byte-Position im Typ-4-Datensatz. Es enthält die möglichen Fingerabdruckpositionen und beginnt mit dem äußersten linken Byte (Byte 7 des Datensatzes). Die bekannte bzw. wahrscheinlichste Fingerabdruckposition wird der Tabelle 5 entnommen. Maximal 5 weitere Finger können durch Aufnahme der alternativen Fingerabdruckpositionen in den verbleibenden 5 Bytes unter Verwendung desselben Formats referenziert werden. Sollen weniger als 5 Referenzwerte für Fingerabdruckpositionen verwendet werden, werden die ungenutzten Bytes mit dem Binärwert 255 belegt. Um alle Fingerabdruckpositionen zu referenzieren, wird der Code 0 (= unbekannt) verwendet. Tabelle 5: Fingerabdruckpositionscode und maximale Größe Finger position Finger code Width (mm) Length (mm) Unknown 0 40,0 40,0 Right thumb 1 45,0 40,0 Right index finger 2 40,0 40,0 Right middle finger 3 40,0 40,0 Right ring finger 4 40,0 40,0 Right little finger 5 33,0 40,0 Left thumb 6 45,0 40,0 Left index finger 7 40,0 40,0 Left middle finger 8 40,0 40,0 Left ring finger 9 40,0 40,0 Left little finger 10 33,0 40,0 Plain right thumb 11 30,0 55,0 Plain left thumb 12 30,0 55,0 Plain right four fingers 13 70,0 65,0 Plain left four fingers 14 70,0 65,0 Für Tatortspuren sollten nur die Codes 0 bis 10 verwendet werden. 5.1.5.   Feld 4.005: Image scanning resolution (ISR) Dieses 1 Byte große Feld belegt das 13. Byte eines Typ-4-Datensatzes. Enthält es „0“, so wurde das Bild mit der bevorzugten Scan-Rate von 19,68 Pixel/mm (500 Pixel/Inch) abgetastet. Enthält es „1“, dann wurde das Bild mit einer anderen Scan-Rate als der für den Typ-1-Datensatz empfohlenen Scan-Rate abgetastet. 5.1.6.   Feld 4.006: Horizontal line length (HLL) Dieses Feld belegt die Bytes 14 und 15 im Typ-4-Datensatz. Es legt die Anzahl der Pixel in jeder horizontal verlaufenden Linie (scan line) fest. Die höchstwertige Stelle ist das erste Byte. 5.1.7.   Feld 4.007: Vertical line length (VLL) Dieses Feld erfasst in den Bytes 16 und 17 die im Bild vorhandene Anzahl vertikaler Linien (scan lines). Die höchstwertige Stelle ist das erste Byte. 5.1.8.   Feld 4.008: Gray-scale Compression Algorithm (GCA) Dieses Feld erfasst den zur Bilddatencodierung verwendeten Graustufenkomprimierungsalgorithmus. Hierbei gibt Binär „1“ an, dass die WSQ-Komprimierung (Anlage 7) verwendet wurde. 5.1.9.   Feld 4.009: Image Dieses Feld enthält einen Bytestrom, der das Bild darstellt. Natürlich richtet sich seine Struktur nach dem verwendeten Komprimierungsalgorithmus. 6.   Typ-9-Datensatz: Minutiendatensatz Typ-9-Datensätze enthalten ASCII-Text mit einer Beschreibung der Minutien und zugehörigen codierten Informationen zu einer Spur. Im Hinblick auf die Spurensuche gibt es keine Beschränkung für Typ-9-Datensätze in einer Datei, da jeder Datensatz zu einer anderen Ansicht oder Spur gehört. 6.1.   Minutienextraktion 6.1.1.   Identifizierung des Minutientyps Dieser Standard legt drei Bezeichner fest, die zur Beschreibung des Minutientyps verwendet werden. Sie sind in Tabelle 6 aufgeführt. Ein Papillarlinienende wird als Typ 1, eine Gabelung als Typ 2 bezeichnet. Lässt sich eine Minutie nicht eindeutig einem der beiden vorgenannten Typen zuordnen, wird sie als Typ 0 „Sonstige“ bezeichnet. Tabelle 6: Minutientypen Type Description 0 Other 1 Ridge ending 2 Bifurcation 6.1.2.   Minutienposition und -typ Damit Schablonen die Anforderungen des Abschnitts 5 der Norm ANSI INCITS 378-2004 erfüllen, ist für die Bestimmung der Position (Lage und Neigung) jeder einzelnen Minutie die folgende Methode zu verwenden, die eine Verbesserung gegenüber der zurzeit geltenden Norm INCITS 378-2004 darstellt. Bei einer Minutie, die ein Papillarlinienende darstellt, bildet der Verzweigungspunkt im Talbereich des Papillarlinienbildes unmittelbar in Höhe des Papillarlinienendes den Minutienort. Sind die drei Stränge im Talbereich zu einer 1 Pixel dünnen Papillarlinie verdünnt, dann bildet der Kreuzungspunkt den Minutienort. Analog dazu ist die Minutienposition einer Gabelung die Erhöhung im Gabelungspunkt. Wenn sich jeder der drei Linienstränge zu einer 1 Pixel dünnen Papillarline verjüngt, dann bildet der Punkt, an dem die drei Stränge sich kreuzen, den Minutienort. Nachdem alle Papillarlinienenden in Gabelungen umgewandelt sind, werden alle Minutien des daktyloskopischen Bildes als Gabelungen dargestellt. Die Pixelkoordinaten x und y des Schnittpunkts der drei Stränge jeder Minutie können direkt formatiert werden. Die Bestimmung der Minutienrichtung kann aus jedem Papillarlinienbild abgeleitet werden. Die drei Stränge jeder Papillarliniengabelung müssen untersucht und der Endpunkt jedes Strangs muss ermittelt werden. Abbildung 6.1.2 zeigt die Methoden zur Bestimmung des Strangendes mit einer Scan-Auflösung von 500 ppi. Die Endung wird nach dem zuerst eintretenden Ereignis ermittelt. Die Pixelzählung basiert auf einer Scan-Auflösung von 500 ppi. Unterschiedliche Scan-Auflösungen würden auch unterschiedliche Pixelzählungen bedeuten: — eine Distanz von 0,064″ (der 32. Pixel); — das Ende des Skelettlinienstrangs, das sich in einer Distanz zwischen 0,02″ und 0,064″ (vom 10. bis 32. Pixel) befindet; kürzere Stränge werden nicht verwendet; — eine zweite Gabelung befindet sich auf einer Strecke von 0,064″ (vor dem 32. Pixel). Abbildung 6.1.2 32 pixels 32 pixels 32 pixels 32 pixels Der Minutienwinkel wird bestimmt, indem drei virtuelle Strahlen, ausgehend von der Gabelung bis zum Ende jedes Strangs, konstruiert werden. Der kleinste der drei von den Strahlen gebildeten Winkel wird halbiert und ergibt so die Minutienrichtung. 6.1.3.   Koordinatensystem Das zur Darstellung der Minutien eines Fingerabdrucks verwendete Koordinatensystem ist ein kartesisches System. Die Minutienorte werden durch ihre x- und y-Koordinaten dargestellt. Koordinatenursprung ist die linke obere Ecke des Originalbildes, wobei x nach rechts, y nach unten ansteigende Werte aufweist. Sowohl die x- als auch die y-Koordinate einer Minutie ist vom Ursprung ausgehend in Pixeleinheiten darzustellen. Es sei darauf verwiesen, dass Ursprungsort und Maßeinheiten nicht der Konvention für Begriffsbestimmungen der Typ-9-Datensätze aus der Norm ANSI/NIST-ITL 1-2000 entsprechen. 6.1.4.   Minutienrichtung Winkel werden im üblichen mathematischen Format ausgedrückt, d. h. Nullwinkel rechts, ansteigende Winkel entgegen Uhrzeigerrichtung. Erfasst wird bei Papillarlinienenden die Richtung entlang der Papillarlinie und bei Gabelungen die Richtung zur Mitte des Talbereichs. Diese Konvention ist um 180 Grad versetzt gegenüber der Winkelkonvention, wie sie in den Begriffsbestimmungen für Typ-9-Datensätze in der Norm ANSI/NIST-ITL 1-2000 beschrieben ist. 6.2.   Felder von Typ-9-Datensätzen im INCITS-378-Format Alle Felder von Typ-9-Datensätzen sind als ASCII-Text zu speichern. Binärfelder sind in diesem nummerierten Datensatz nicht zulässig. 6.2.1.   Feld 9.001: Logical record length (LEN) Dieses obligatorische ASCII-Feld enthält die Länge des Datensatzes und gibt die Gesamtanzahl von Bytes, d. h. auch jedes Zeichen von jedem im Datensatz enthaltenen Feld, an. 6.2.2.   Feld 9.002: Image designation character (IDC) Dieses obligatorische 2-Byte-Feld ist für die Kennzeichnung und Lokalisierung der Minutiendaten zu verwenden. Der in diesem Feld enthaltene IDC muss mit dem IDC übereinstimmen, der sich in dem Feld „Dateiinhalt“ des Typ-1-Datensatzes befindet. 6.2.3.   Feld 9.003: Impression type (IMP) Dieses obligatorische 1-Byte-Feld beschreibt, auf welche Weise die daktyloskopischen Bildinformationen gewonnen wurden. Der ASCII-Wert des aus der Tabelle 4 ausgewählten Codes wird zur Kennzeichnung des Abdrucktyps in dieses Feld eingegeben. 6.2.4.   Feld 9.004: Minutiæ format (FMT) Dieses Feld enthält ein „U“ als Hinweis darauf, dass die Minutien nach dem M1-378-Standard formatiert wurden. Zwar können die Daten nach dem M1-378-Standard codiert werden, doch müssen alle Datenfelder des Typ-9-Datensatzes weiterhin als ASCII-Textfelder formatiert sein. 6.2.5.   Feld 9.126: CBEFF information Dieses Feld enthält 3 Informationselemente. Das erste Informationselement enthält den Wert „27“ (0x1B). Hierbei handelt es sich um die Kennung des CBEFF-Formatinhabers, die von der International Biometric Industry Association (IBIA) dem Technischen Ausschuss M1 von INCITS zugewiesen wurde. Das Zeichen <US> soll dieses Informationselement von dem CBEFF-Formattyp abgrenzen, dem ein Wert „513“ (0x0201) zugewiesen wurde, um anzugeben, dass dieser Datensatz nur Daten über Ort und Neigung ohne sonstige Daten des erweiterten Datenblocks enthält. Das Zeichen <US> grenzt dieses Datenelement von der CBEFF-Produktkennung (PID) ab, die auf den „Eigentümer“ der Codiereinrichtung hinweist. Dieser Wert wird vom Lieferant festgelegt. Er kann von der IBIA-Website (www.ibia.org) abgerufen werden, sofern er veröffentlicht wird. 6.2.6.   Feld 9.127: Capture equipment identification Dieses Feld enthält 2 durch das Zeichen <US> getrennte Informationselemente. Das erste Informationselement erhält die Zeichen „APPF“, wenn zertifiziert wurde, dass das für die Bilderfassung zuerst eingesetzte Gerät die Anforderungen des Anhangs F (IAFIS Image Quality Specification, January 29, 1999) der Norm CJIS-RS-0010 (FBI-Spezifikation zur elektronischen Übertragung von Fingerabdrücken) erfüllt. Andernfalls hat das Informationselement den Wert „NONE“. Das zweite Informationselement enthält die Erfassungsgerätekennung, bei der es sich um die dem Lieferer zugewiesene Erzeugnisnummer des Erfassungsgerätes handelt. Der Wert „0“ gibt an, dass keine Erfassungsgerätekennung gemeldet wurde. 6.2.7.   Feld 9.128: Horizontal line length (HLL) Dieses obligatorische ASCII-Feld enthält die Anzahl der Pixel einer einzelnen horizontalen Zeilenlänge des übertragenen Bildes. Das maximale Horizontalmaß ist auf 65 534 Pixel begrenzt. 6.2.8.   Feld 9.129: Vertical line length (VLL) Dieses obligatorische ASCII-Feld enthält die Anzahl der im übertragenen Bild enthaltenen horizontalen Zeilen. Das maximale Vertikalmaß ist auf 65 534 Pixel begrenzt. 6.2.9.   Feld 9.130: Scale units (SLC) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die Maßeinheiten für die Angabe der Bildabtastfrequenz (Pixeldichte) an. Eine „1“ in diesem Feld bedeutet Pixel/Inch, eine „2“ steht für Pixel/cm. Eine „0“ in diesem Feld bedeutet, dass keine Maßeinheit vorgegeben wurde. In diesem Fall liefert der Quotient aus HPS/VPS das Seitenverhältnis. 6.2.10.   Feld 9.131: Horizontal pixel scale (HPS) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die ganzzahlige Pixeldichte in horizontaler Richtung an, wenn im SLC-Feld eine „1“ oder eine „2“ steht. Andernfalls gibt es die horizontale Komponente des Seitenverhältnisses an. 6.2.11.   Feld 9.132: Vertical pixel scale (VPS) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die ganzzahlige Pixeldichte in vertikaler Richtung an, wenn im SLC-Feld eine „1“ oder eine „2“ steht. Andernfalls gibt es die vertikale Komponente des Seitenverhältnisses an. 6.2.12.   Feld 9.133: Finger view Dieses obligatorische Feld enthält die zu diesem Datensatz gehörende Fingernummer. Die Nummer beginnt bei „0“ und geht in Einerschritten bis „15“. 6.2.13.   Feld 9.134: Finger position (FGP) Dieses Feld enthält den Code der Fingerabdruckposition, die die Daten zu diesem Typ-9-Datensatz erzeugt hat. Ein Code zwischen 1 und 10 aus Tabelle 5 bzw. der entsprechende Handabdruckcode aus Tabelle 10 ist für die Angabe der Finger- bzw. Handabdruckposition zu verwenden. 6.2.14.   Feld 9.135: Finger quality Dieses Feld gibt die Qualität der Daten der Fingerminutien an; die Werte hierfür liegen zwischen 0 und 100. Die Zahl erfasst die gesamte Qualität des Fingerdatensatzes und spiegelt die Qualität des Originalbilds, der Extraktion der Minutien und weitere Arbeitsabläufe, die den Minutiendatensatz beeinflussen können, wider. 6.2.15.   Feld 9.136: Number of minutiæ Dieses obligatorische Feld nennt die Zahl der in diesem Datensatz erfassten Minutien. 6.2.16.   Feld 9.137: Finger minutiæ data Dieses obligatorische Feld enthält 6 durch das Zeichen <US> getrennte Informationselemente. Es besteht aus mehreren Unterfeldern, die jeweils die Details zu den einzelnen Minutien enthalten. Die Gesamtzahl der Minutienunterfelder muss mit der in Feld 136 angegebenen Zahl übereinstimmen. Das erste Informationselement ist die Minutienindexzahl, die mit „1“ beginnt und sich für jede weitere Minutie des Fingerabdrucks um „1“ erhöht. Das zweite Informationselement stellt die Pixelkoordinate x, das dritte die Pixelkoordinate y der Minutien dar. Das vierte Informationselement ist der in 2-Grad-Schritten erfasste Minutienwinkel. Dieser Wert darf nicht negativ sein; er reicht von 0 bis 179. Das fünfte Informationselement ist der Minutientyp. Ein Wert „0“ bezeichnet den Minutientyp „SONSTIGE“, der Wert „1“ ein Papillarlinienende und der Wert „2“ eine Gabelung. Das sechste Informationselement bezeichnet die Qualität der jeweiligen Minutie. Die Zahl reicht vom Mindestwert 1 bis zum Höchstwert 100. Ein Wert „0“ besagt, dass keine Qualitätsangabe vorliegt. Jedes Unterfeld wird vom nächsten durch das Trennzeichen <RS> getrennt. 6.2.17.   Feld 9.138: Ridge count information Dieses Feld besteht aus einer Reihe von Unterfeldern, die jeweils 3 Informationselemente enthalten. Das erste Informationselement des ersten Unterfelds gibt die Methode zur Bestimmung der Papillarlinienanzahl an. Eine „0“ bedeutet, dass keine Vorgaben zur Methode zur Bestimmung der Papillarlinienanzahl oder zur Reihenfolge der Papillarlinienzahl bestehen. Eine „1“ bedeutet, dass für jede zentrale Minutie Linienzähldaten bis zur nächsten Nachbarminutie in den 4 Quadranten extrahiert und Linienzählungen für jede zentrale Minutie gemeinsam aufgelistet werden. Eine „2“ bedeutet, dass für jede zentrale Minutie Linienzähldaten bis zur nächsten Nachbarminutie in den 8 Oktanten extrahiert und Linienzählungen für jede zentrale Minutie gemeinsam aufgelistet werden. Die verbleibenden 2 Informationselemente des ersten Teilfelds enthalten jeweils „0“. Die Informationselemente werden durch das Trennzeichen <US> voneinander getrennt. Die folgenden Unterfelder enthalten als erstes Informationselement die Indexnummer der zentralen Minutie, als zweites Informationselement die Indexnummer der Nachbarminutie und als drittes Informationselement die Zahl der gekreuzten Papillarlinien. Die Unterfelder werden durch das Trennzeichen <RS> voneinander getrennt. 6.2.18.   Feld 9.139: Core information Dieses Feld besteht aus einem Unterfeld für jeden im Originalbild enthaltenen Kern. Jedes Unterfeld enthält 3 Informationselemente. Die ersten beiden Informationselemente geben die Pixelkoordinaten x bzw. y an. Das dritte Informationselement enthält den Winkel des Kerns, der in 2-Grad-Schritten erfasst wird. Der Wert darf nicht negativ sein; er reicht von 0 bis 179. Mehrere Kerne werden durch das Trennzeichen <RS> voneinander getrennt. 6.2.19.   Feld 9.140: Delta information Dieses Feld besteht aus einem Unterfeld für jedes im Originalbild enthaltene Delta. Jedes Unterfeld enthält 3 Informationselemente. Die ersten beiden Informationselemente geben die Pixelkoordinaten x bzw. y an. Das dritte Informationselement enthält den Winkel des Deltas, der in 2-Grad-Schritten erfasst wird. Der Wert darf nicht negativ sein; er reicht von 0 bis 179. Mehrere Kerne werden durch das Trennzeichen <RS> voneinander getrennt. 7.   Typ-13-Datensatz mit Bildern von Fingerabdruck- und Handflächenabdruckspuren in variabler Auflösung Der Typ-13-Datensatz mit nummerierten Feldern enthält Bilddaten, die aus Bildern von Fingerabdruck- und Handflächenabdruckspuren erfasst wurden. Diese Bilder sollen an Stellen übermittelt werden, die die gewünschten Merkmalsinformationen aus diesen Bildern entweder automatisch oder durch Eingriff ihrer Mitarbeiter für eine Weiterverarbeitung extrahieren. Angaben zur gewählten Scan-Auflösung, Bildgröße und zu sonstigen erforderlichen Parametern für die Bildverarbeitung werden im Datensatz in nummerierten Feldern erfasst. Tabelle 7: Aufbau des Typ-13-Datensatzes Ident Cond. code Field number Field name Char type Field size per occurrence Occur count Max. byte count min. max. min. max. LEN M 13.001 LOGICAL RECORD LENGTH N 4 8 1 1 15 IDC M 13.002 IMAGE DESIGNATION CHARACTER N 2 5 1 1 12 IMP M 13.003 IMPRESSION TYPE A 2 2 1 1 9 SRC M 13.004 SOURCE AGENCY/ORI AN 6 35 1 1 42 LCD M 13.005 LATENT CAPTURE DATE N 9 9 1 1 16 HLL M 13.006 HORIZONTAL LINE LENGTH N 4 5 1 1 12 VLL M 13.007 VERTICAL LINE LENGTH N 4 5 1 1 12 SLC M 13.008 SCALE UNITS N 2 2 1 1 9 HPS M 13.009 HORIZONTAL PIXEL SCALE N 2 5 1 1 12 VPS M 13.010 VERTICAL PIXEL SCALE N 2 5 1 1 12 CGA M 13.011 COMPRESSION ALGORITHM A 5 7 1 1 14 BPX M 13.012 BITS PER PIXEL N 2 3 1 1 10 FGP M 13.013 FINGER POSITION N 2 3 1 6 25 RSV   13.014 13.019 RESERVED FOR FUTURE DEFINITION — — — — — — COM O 13.020 COMMENT A 2 128 0 1 135 RSV   13.021 13.199 RESERVED FOR FUTURE DEFINITION — — — — — — UDF O 13.200 13.998 USER-DEFINED FIELDS — — — — — — DAT M 13.999 IMAGE DATA B 2 — 1 1 — Zeichenlegende: N = numerisch; A = alphabetisch; AN = alphanumerisch; B = binär. 7.1.   Felder von Typ-13-Datensätzen In den nachfolgenden Absätzen werden die Daten beschrieben, die in jedem Feld eines Typ-13-Datensatzes enthalten sind. In Typ-13-Datensätzen sind die Daten in nummerierten Feldern einzugeben. Es ist notwendig, dass die Reihenfolge für die ersten beiden Felder des Datensatzes eingehalten wird und dass das Feld mit den Bilddaten das letzte physikalische Feld im Datensatz bildet. Zu jedem Feld des Typ-13-Datensatzes enthält Tabelle 7 folgende Angaben: Bedingungscode (condition code) mit dem Wert „M“ (mandatory — obligatorisch) oder „O“ (optional — fakultativ), Feldnummer (field number), Zeichensatz (character type), Feldgröße (field size) und quantitative Begrenzung der Vorkommnisse (occurrance limits). Die letzte Spalte gibt anhand einer 3-stelligen Feldnummer die maximale Feldgröße in Bytes an. Wenn mehr Stellen für die Feldnummer verwendet werden, steigt auch die maximale Bytezahl. Die beiden Einträge unter „field size per occurrence“ umfassen alle im Feld verwendeten Trennzeichen. Unter „maximum byte count“ fallen die Feldnummer, die Information und alle Trennzeichen einschließlich des „GS“-Trennzeichens. 7.1.1.   Feld 13.001: Logical record length (LEN) Dieses obligatorische ASCII-Feld enthält die Gesamtzahl an Bytes im Typ-13-Datensatz. Das Feld 13.001 gibt die Datensatzlänge, einschließlich jedes Zeichens in jedem Feld des Datensatzes und der Trennzeichen, an. 7.1.2.   Feld 13.002: Image designation character (IDC) Dieses obligatorische ASCII-Feld wird verwendet, um die Spurbilddaten im Datensatz zu kennzeichnen. Dieser IDC muss mit dem IDC übereinstimmen, der im Feld Dateiinhalt (CNT) des Typ-1-Datensatzes angegeben ist. 7.1.3.   Feld 13.003: Impression type (IMP) Dieses aus 1 bzw. 2 Byte bestehende obligatorische ASCII-Feld gibt an, wie die Spurbildinformation gewonnen wurde. Der entsprechende Spurbildcode wird aus Tabelle 4 (Fingerabdruck) bzw. Tabelle 9 (Handabdruck) ausgewählt und in dieses Feld eingetragen. 7.1.4.   Feld 13.004: Source agency (SRC) Dieses obligatorische ASCII-Feld bezeichnet die Behörde oder Organisation, die das im Datensatz enthaltene Spurenbild ursprünglich erfasst hat. In der Regel enthält dieses Feld die Absenderkennung (Originating Agency Identifier — ORI) der Stelle, die das Bild erfasst hat. Das Feld besteht aus 2 Datenelementen, die das Format CC/agency haben. Das erste Datenelement enthält den Interpol-Ländercode, der sich aus 2 alphanumerischen Zeichen zusammensetzt. Das zweite Datenelement, „ agency “, dient der freitextlichen Bezeichnung der betreffenden Stellen mit maximal 32 alphanumerischen Zeichen. 7.1.5.   Feld 13.005: Latent capture date (LCD) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt das Datum an, an welchem das im Datensatz enthaltene Spurenbild erfasst wurde. Das Datum besteht aus 8 Zeichen im Format CCYYMMDD. Die Zeichen CCYY geben das Jahr der Bilderfassung, die Zeichen MM die Zehner- und Einer-Stelle des Monats und die Zeichen DD die Zehner- und Einer-Stelle des Tags des entsprechenden Monats an. 20000229 bedeutet beispielsweise 29. Februar 2000. Das vollständige Datum muss ein gesetzliches Datum ergeben. 7.1.6.   Feld 13.006: Horizontal line length (HLL) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die Pixelzahl einer einzelnen horizontalen Zeilenlänge des übertragenen Bildes an. 7.1.7.   Feld 13.007: Vertical line length (VLL) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die Zahl der im übertragenen Bild enthaltenen horizontalen Zeilen an. 7.1.8.   Feld 13.008: Scale units (SLC) Dieses obligatorische ASCII-Feld nennt die Maßeinheiten für die Angabe der Bildabtastfrequenz (Pixeldichte). Eine „1“ in diesem Feld bedeutet Pixel/Inch, eine „2“ steht für Pixel/cm. Eine „0“ in diesem Feld bedeutet, dass keine Maßeinheit vorgegeben wurde. In diesem Fall liefert der Quotient aus HPS/VPS das Seitenverhältnis. 7.1.9.   Feld 13.009: Horizontal pixel scale (HPS) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die ganzzahlige Pixeldichte in horizontaler Richtung an, wenn im SLC-Feld eine „1“ oder eine „2“ steht. Andernfalls gibt es die horizontale Komponente des Seitenverhältnisses an. 7.1.10.   Feld 13.010: Vertical pixel scale (VPS) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die ganzzahlige Pixeldichte in vertikaler Richtung an, wenn im SLC-Feld eine „1“ oder eine „2“ steht. Andernfalls gibt es die vertikale Komponente des Seitenverhältnisses an. 7.1.11.   Feld 13.011: Compression algorithm (CGA) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt den zur Komprimierung von Graustufenbildern verwendeten Algorithmus an. Siehe Komprimierungscodes in Anlage 7. 7.1.12.   Feld 13.012: Bits per pixel (BPX) Dieses obligatorische ASCII-Feld gibt die zur Darstellung eines Pixels verwendete Anzahl von Bits an. Für normale Graustufenwerte zwischen „0“ und „255“ wird in dieses Feld der Wert „8“ eingetragen. Jeder größere Wert als „8“ in diesem Feld bezeichnet einen Graustufenpixel mit höherer Präzision. 7.1.13.   Feld 13.013: Finger/palm position (FGP) Dieses obligatorische nummerierte Feld gibt eine oder mehrere mögliche Finger- oder Handflächenposition an, die der latenten Spur entsprechen können. Der Dezimalcodewert, der der bekannten oder wahrscheinlichsten Fingerposition bzw. Handflächenposition entspricht, ist der Tabelle 5 bzw. der Tabelle 10 zu entnehmen und als 1- oder 2-stelliges ASCII-Unterfeld einzugeben. Verweise auf zusätzliche Finger- und/oder Handflächenpositionen können durch Eingabe der alternierenden Positionscodes als mit dem „

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.