Europäische Union

Beschluss 2008/616/JI des Rates vom 23. Juni 2008 zur Durchführung des Beschlusses 2008/615/JI zur Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere zur Bekämpfung des Terrorismus und der grenzüberschreitenden Kriminalität

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Quellenkennung: 32008D0616. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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t nicht erforderlich, zwischen den Trennzeichen fiktive Daten einzufügen. Für die Definition eines Felds, das aus 3 Informationselementen besteht, gilt Folgendes. Fehlt die Information für das zweite Informationselement, so würden 2 nebeneinander stehende Informationstrennzeichen „US“ zwischen dem ersten und dem dritten Informationselement erscheinen. Würde sowohl das zweite als auch das dritte Informationselement fehlen, so sollten 3 Trennzeichen verwendet werden, nämlich 2 „US“-Trennzeichen zusätzlich zu dem abschließenden Trennzeichen für das Feld oder Unterfeld. Allgemein lässt sich sagen, dass die entsprechende Zahl von Trennzeichen eingefügt werden sollte, wenn ein oder mehr obligatorische oder fakultative Informationselemente für ein Feld oder Unterfeld nicht vorhanden sind. Es können 2 oder mehr der 4 zur Verfügung stehenden Trennzeichen nebeneinander kombiniert werden. Wenn Daten für Informationselemente, Unterfelder oder Felder fehlen oder nicht zur Verfügung stehen, muss es ein Trennzeichen weniger geben als die erforderliche Zahl der Datenelemente, Unterfelder oder Felder. Tabelle 1: Verwendete Trennzeichen Code Type Description Hexadecimal Value Decimal Value US Unit Separator Separates information items 1F 31 RS Record Separator Separates subfields 1E 30 GS Group Separator Separates fields 1D 29 FS File Separator Separates logical records 1C 28 2.2.   Datensatzlayout Bei Datensätzen mit nummerierten Feldern muss jedes verwendete Informationsfeld gemäß diesem Standard nummeriert werden. Das Format für jedes Feld muss aus der Nummer des Datensatztyps, gefolgt von einem Punkt „.“, einer Feldnummer gefolgt von einem Doppelpunkt „:“, gefolgt von der dem Feld entsprechenden Information bestehen. Die Feldnummer kann aus einer Zahl mit den Ziffern 1 bis 9 zwischen dem Punkt „.“ und dem Doppelpunkt „:“ bestehen. Die Feldnummer ist als vorzeichenloser Ganzzahlenwert zu betrachten. Dies bedeutet, dass die Feldnummer „2.123:“ der Feldnummer „2.000000123:“ entspricht und in der gleichen Weise ausgelegt werden sollte. Zu Illustrationszwecken in diesem Dokument wird eine 3-stellige Zahl für die Felder verwendet, die in jedem der beschriebenen nummerierten Datensätze enthalten sind. Feldnummern haben die Form „TT.xxx:“, wobei „TT“ für den Datensatztyp mit 1 oder 2 Zeichen steht, gefolgt von einem Punkt. Die nächsten 3 Zeichen enthalten die entsprechende Feldnummer, gefolgt von einem Doppelpunkt. Die beschreibenden ASCII-Informationen oder die Bilddaten folgen auf den Doppelpunkt. Die logischen Typ-1- und Typ-2-Datensätze enthalten nur ASCII-Textdatenfelder. Die gesamte Länge des Datensatzes (einschließlich Feldnummern, Doppelpunkten und Trennzeichen) wird als erstes ASCII-Feld innerhalb dieser Datensatztypen verzeichnet. Das Kontrollzeichen des ASCII-Dateitrennzeichens „FS“ (das das Ende des Datensatzes oder der Transaktion bezeichnet) folgt auf das letzte Byte der ASCII-Information und wird in die Länge des Datensatzes mit einbezogen. Im Gegensatz zum Konzept der nummerierten Felder enthält der Typ-4-Datensatz ausschließlich binäre Daten, die als geordnete binäre Felder mit fester Länge verzeichnet werden. Die gesamte Länge des Datensatzes wird im ersten binären Feld mit 4 Bytes eines jeden Datensatzes verzeichnet. Bei diesem binären Datensatz wird weder die Datensatznummer mit dem Punkt noch die Feldnummer und der darauf folgende Doppelpunkt verzeichnet. Darüber hinaus werden die 4 Trennzeichen („US“, „RS“, „GS“ oder „FS“) ausschließlich als binäre Daten interpretiert, da alle Feldlängen dieses Datensatzes entweder festgelegt oder spezifiziert sind. Das Trennzeichen „FS“ darf bei dem binären Datensatz nicht als Datensatztrennzeichen oder Zeichen für das Transaktionsende verwendet werden. 3.   Typ-1-Datensatz: File Header Dieser Datensatz beschreibt die Dateistruktur, den Dateityp und andere wichtige Informationen. Der Zeichensatz für Typ-1-Felder darf nur den 7-Bit-ANSI-Code für den Informationsaustausch enthalten. 3.1.   Felder für Typ-1 logischer Datensatz 3.1.1.   Feld 1.001: Logical Record Length (LEN) Dieses Feld enthält die Gesamtzahl der Bytes im gesamten Typ-1 logischen Datensatz. Das Feld beginnt mit „1.001:“, gefolgt von der Gesamtlänge des Datensatzes einschließlich der Zeichen in jedem Feld inklusive der Trennzeichen. 3.1.2.   Feld 1.002: Version Number (VER) Um sicherzustellen, dass die Nutzer wissen, welche Version des ANSI/NIST-Standards verwendet wird, ist in diesem Feld mit 4 Bytes die Versionsnummer des Standards angegeben, die von der Software oder dem System, das die Datei anlegt, benutzt wird. Die ersten beiden Bytes geben die führenden Stellen der Versionsnummer an, die zweiten beiden Bytes die Revisionsnummer. Beispielsweise würde der ursprüngliche Standard von 1986 als die erste Version betrachtet und „0100“ genannt, während der gegenwärtige ANSI/NIST-ITL 1-2000-Standard „0300“ genannt wird. 3.1.3.   Feld 1.003: File Content (CNT) In diesem Feld ist jeder der Datensätze in der Datei nach Datensatztyp und der Reihenfolge aufgeführt, in der die Datensätze in der Datei erscheinen. Es besteht aus einem oder mehreren Unterfeldern, von denen jedes wiederum 2 Informationselemente enthält, die einen einzelnen Datensatz beschreiben, der sich in der vorliegenden Datei befindet. Die Unterfelder werden in der gleichen Reihenfolge angegeben, in der die Datensätze gespeichert und übertragen werden. Das erste Informationselement im ersten Unterfeld ist „1“; damit wird Bezug auf diesen Typ-1-Datensatz genommen. Darauf folgt ein zweites Informationselement, das die Anzahl aller Datensätze in der Datei enthält. Diese Zahl ist gleich der Anzahl der Unterfelder von Feld 1.003. Jedes der Unterfelder gehört zu einem Datensatz innerhalb der Datei, und die Reihenfolge der Unterfelder entspricht der Reihenfolge der Datensätze. Jedes Unterfeld enthält 2 Informationselemente. Das erste Informationselement dient zur Identifizierung des Datensatztyps. Das zweite ist der IDC des Datensatzes. Das Trennzeichen „US“ wird verwendet, um die beiden Informationselemente voneinander abzugrenzen. 3.1.4.   Feld 1.004: Type of Transaction (TOT) Dieses Feld enthält ein Mnemonik aus 3 Buchstaben, das den Transaktionstyp bezeichnet. Diese Codes können sich von den Codes unterscheiden, die von anderen Anwendungen des ANSI/NIST-Standards verwendet werden. CPS: Criminal Print-to-Print Search. Diese Transaktion ist eine Anfrage zu einer Suche, mit einem Datensatz, der in Verbindung mit einer Straftat steht, in einer Fingerabdruck-Datenbank. Die Fingerabdrücke der Person müssen als WSQ-komprimierte Bilder in der Datei enthalten sein. Wird kein Treffer festgestellt (No-HIT), so sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz. Bei einem Treffer (HIT) sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz, — 1-14 Typ-4-Datensätze. Der CPS-TOT wird in Tabelle A.6.1 (Anlage 6) zusammengefasst. PMS: Print-to-Latent Search. Diese Transaktion wird verwendet, wenn ein Satz Fingerabdrücke mit einer Datenbank abgeglichen werden soll, die nichtidentifizierte Fingerabdruckspuren enthält. Die Antwort enthält die Hit/No-Hit-Entscheidung des abgefragten AFIS-Systems. Wenn multiple nichtidentifizierte Fingerabdruckspuren vorliegen, sind multiple SRE-Transaktionen das Ergebnis, mit einer Fingerabdruckspur pro Transaktion. Die Fingerabdrücke der Person müssen als WSQ-komprimierte Bilder in der Datei enthalten sein. Wird kein Treffer festgestellt (No-HIT), so sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz. Bei einem Treffer (HIT) sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz, — 1 Typ-13-Datensatz. Der PMS-TOT wird in Tabelle A.6.1 (Anlage 6) zusammengefasst. MPS: Latent-to-Print Search. Diese Transaktion wird verwendet, wenn eine Fingerabdruckspur gegen eine Fingerabdruck-Datenbank abgeglichen werden soll. In der Datei müssen die Informationen zu den Minutien der Fingerabdruckspur und das Bild (WSQ-komprimiert) enthalten sein. Wird kein Treffer festgestellt (No-HIT), so sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz. Bei einem Treffer (HIT) sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz, — 1 Typ-4- oder Typ-15-Datensatz. Der MPS-TOT wird in Tabelle A.6.4 (Anlage 6) zusammengefasst. MMS: Latent-to-Latent Search. Bei dieser Transaktion enthält die Datei eine Fingerabdruckspur, die gegen eine Datenbank mit nichtidentifizierten Fingerabdruckspuren abgeglichen werden soll, um Bezüge zwischen verschiedenen Tatorten festzustellen. In der Datei müssen die Informationen zu den Minutien der Fingerabdruckspur und das Bild (WSQ-komprimiert) enthalten sein. Wird kein Treffer festgestellt (No-HIT), so sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz. Bei einem Treffer (HIT) sind die folgenden logischen Datensätze das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz, — 1 Typ-13-Datensatz. Der MMS-TOT wird in Tabelle A.6.4 (Anlage 6) zusammengefasst. SRE: Diese Transaktion wird von der Empfangsstelle als Antwort auf die Suchanfrage mit daktyloskopischem Material rückübermittelt. Die Antwort enthält die Hit/No-Hit-Entscheidung des angefragten AFIS-Systems. Bei multiplen Kandidaten sind multiple SRE-Transaktionen das Ergebnis, mit einem Kandidaten pro Transaktion. Der SRE-TOT wird in Tabelle A.6.2 (Anlage 6) zusammengefasst. ERR: Diese Transaktion wird von der AFIS-Empfangsstelle rückübermittelt, um einen Transaktionsfehler anzuzeigen. Sie enthält ein Nachrichtenfeld (ERM), mit dem der festgestellte Fehler angegeben wird. Die folgenden logischen Datensätze sind das Ergebnis: — 1 Typ-1-Datensatz, — 1 Typ-2-Datensatz. Der ERR-TOT wird in Tabelle A.6.3 (Anlage 6) zusammengefasst. Tabelle 2: Zulässige Codes bei Transaktionen Transaction Type Logical Record Type 1 2 4 9 13 15 CPS M M M — — — SRE M M C — (C in case of latent hits) C C MPS M M — M (1*) M — MMS M M — M (1*) M — PMS M M M* — — M* ERR M M — — — — Schlüssel: M = Obligatorisch (Mandatory). M* = Nur einer der beiden Datensatztypen kann aufgenommen werden. O = Fakultativ (Optional). C = Abhängig davon, ob Daten vorliegen. — = Nicht zulässig. 1* = Abhängig von Legacy-Systemen. 3.1.5.   Feld 1.005: Date of Transaction (DAT) Dieses Feld gibt das Datum an, an dem die Transaktion gesendet wurde, und muss der ISO-Standard Schreibweise YYYYMMDD entsprechen, wobei YYYY das Jahr, MM den Monat und DD den Tag bezeichnet. Vorangestellte Nullen werden bei 1-stelligen Zahlen verwendet. So steht beispielsweise „19931004“ für den 4. Oktober 1993. 3.1.6.   Feld 1.006: Priority (PRY) Dieses fakultative Feld legt mit Stufen von 1 bis 9 die Priorität der Anfrage fest. „1“ ist die höchste Prioritätsstufe und „9“ die niedrigste Prioritätsstufe. Transaktionen der Prioritätsstufe „1“ sind unverzüglich zu bearbeiten. 3.1.7.   Feld 1.007: Destination Agency Identifier (DAI) In diesem Feld wird der Empfänger für die Transaktion angegeben. Es besteht aus 2 Informationselementen in folgendem Format: CC/agency. Das erste Informationselement enthält den Ländercode nach dem Standard ISO-3166 und ist 2 alphanumerische Zeichen lang. Das zweite Element, agency, ist eine Freitextangabe der Empfangsstelle, die bis zu 32 alphanumerische Zeichen lang sein kann. 3.1.8.   Feld 1.008: Originating Agency Identifier (ORI) In diesem Feld wird der Absender der Datei angegeben; es hat das gleiche Format wie das DAI-Feld (Feld 1.007). 3.1.9.   Feld 1.009: Transaction Control Number (TCN) Dies ist eine Kontrollnummer zu Referenzzwecken. Sie sollte vom Computer generiert werden und folgendes Format haben: YYSSSSSSSSA. Dabei steht YY für das Jahr der Transaktion, SSSSSSSS ist eine 8-stellige Seriennummer, und A ist ein Prüfzeichen, das nach dem Verfahren in Anlage 2 generiert wird. Ist keine TCN vorhanden, so wird das Feld YYSSSSSSSS mit Nullen ausgefüllt und das Prüfzeichen wie oben angegeben generiert. 3.1.10.   Feld 1.010: Transaction Control Response (TCR) In der Antwort auf eine übermittelte Anfrage wird dieses fakultative Feld die Transaction Control Number (TCN) der Anfragenachricht enthalten. Es hat daher das gleiche Format wie ein TCN-Feld (Feld 1.009). 3.1.11.   Feld 1.011: Native Scanning Resolution (NSR) In diesem Feld wird die native Scan-Auflösung des Aufnahmesystems angegeben. Die Auflösung wird in Form von 2 Ziffern, gefolgt von einem Dezimalpunkt und 2 weiteren Ziffern angegeben. Bei allen Transaktionen nach dem Beschluss 2008/615/JI beträgt die Abtastrate 500 Pixel/Inch oder 19,68 Pixel/mm. 3.1.12.   Feld 1.012: Nominal Transmitting Resolution (NTR) In diesem Feld mit 5 Bytes wird die nominale Übertragungsauflösung der übermittelten Bilder angegeben. Die Auflösung wird in Pixel/mm im gleichen Format wie das NSR-Feld angegeben (Feld 1.011). 3.1.13.   Feld 1.013: Domain Name — DOM In diesem obligatorischen Feld wird der Domänenname für die benutzerdefinierte Implementierung des Typ-2-Datensatzes angegeben. Es besteht aus 2 Informationselementen und lautet: „INT-I{US}4.22{GS}“. 3.1.14.   Feld 1.014: Greenwich Mean Time (GMT) Dieses obligatorische Feld bietet einen Mechanismus, mit dem das Datum und die Uhrzeit in universellen Einheiten der Greenwich Mean Time (GMT) ausgedrückt werden kann. Sofern es verwendet wird, enthält das GMT-Feld das universelle Datum zusätzlich zu dem lokalen Datum in Feld 1.005 (DAT). Mit der Verwendung des GMT-Feldes fallen Unvereinbarkeiten der Ortszeit weg, die bestehen, wenn eine Transaktion und ihre Antwort zwischen zwei Orten übertragen werden, zwischen denen mehrere Zeitzonen liegen. GMT bietet unabhängig von den Zeitzonen ein universelles Datum und eine Uhrzeit im 24-Stunden-Modus. Die Darstellung ist „CCYYMMDDHHMMSSZ“, eine Kette mit 15 Zeichen, bei der es sich um die Verkettung des Datums mit der GMT, abgeschlossen durch ein „Z“, handelt. Die Zeichen „CCYY“ stehen für das Jahr der Transaktion, die Zeichen „MM“ für die Zehner- und Einerstellen des Monats, die Zeichen „DD“ für die Zehner- und Einerstellen des Monatstags, die Zeichen „HH“ für die Stunde, die Zeichen „MM“ für die Minute und die Zeichen „SS“ für die Sekunde. Das vollständige Datum darf nicht über das aktuelle Datum hinausgehen. 4.   Typ-2-Datensatz: Beschreibender Text Die Struktur des größten Teils dieses Datensatzes entspricht nicht dem ursprünglichen ANSI/NIST-Standard. Der Datensatz enthält Informationen von besonderem Interesse für die Stellen, die die Datei aussenden oder empfangen. Um zu gewährleisten, dass die miteinander kommunizierenden daktyloskopischen Systeme kompatibel sind, dürfen nur die unten angegebenen Felder in dem Datensatz enthalten sein. Dieses Dokument gibt an, welche Felder obligatorisch und welche fakultativ sind, und es legt ferner die Struktur der einzelnen Felder fest. 4.1.   Felder für Typ-2-Datensätze 4.1.1.   Feld 2.001: Logical Record Length (LEN) Dieses obligatorische Feld enthält die Länge dieses Typ-2-Datensatzes und gibt die Gesamtmenge von Bytes an; darin enthalten sind alle Zeichen in allen Feldern des Datensatzes sowie die Informationstrennzeichen. 4.1.2.   Feld 2.002: Image Designation Character (IDC) Das in diesem obligatorischen Feld enthaltene IDC ist eine ASCII-Darstellung des IDC, das im Feld Dateiinhalt (File Content — CNT) des Typ-1-Datensatzes (Feld 1.003) definiert ist. 4.1.3.   Feld 2.003: System Information (SYS) Dieses Feld ist obligatorisch und enthält 4 Bytes, die angeben, welcher Version der Interpol-Implementierung (INT-I) dieser Typ-2-Datensatz entspricht. Die ersten 2 Bytes geben die führende Nummer der Version an, während die weiteren 2 Bytes die Revisionsnummer angeben. Diese Implementierung basiert beispielsweise auf der INT-I-Version 4 Revision 22 und würde somit als „0422“ dargestellt werden. 4.1.4.   Feld 2.007: Case Number (CNO) Diese Nummer wird von der örtlichen Daktyloskopiestelle einer Sammlung von Fingerabdruckspuren, die an einem Tatort gesichert wurden, zugeordnet. Dabei wird folgendes Format verwendet: CC/number wobei CC der Interpol-Ländercode ist (2 alphanumerische Zeichen) und „number“ den jeweiligen Leitlinien vor Ort entspricht und aus bis zu 32 alphanumerischen Zeichen bestehen kann. Mit diesem Feld kann das System Fingerabdruckspuren identifizieren, die mit einer bestimmten Straftat verbunden sind. 4.1.5.   Feld 2.008: Sequence Number (SQN) Dieses Feld gibt jede Sequenz von Fingerabdruckspuren im Rahmen eines bestimmten Falls an. Es kann aus bis zu 4 numerischen Zeichen bestehen. Eine Sequenz ist eine Fingerabdruckspur oder eine Reihe von Fingerabdruckspuren, die zum Zwecke der Archivierung und/oder Suche zusammengefasst werden. Aufgrund dieser Definition müssen auch einzelne Fingerabdruckspuren eine Sequenznummer erhalten. Dieses Feld kann zusammen mit dem Feld MID (Feld 2.009) benutzt werden, um eine bestimmte Fingerabdruckspur innerhalb einer Sequenz zu identifizieren. 4.1.6.   Feld 2.009: Latent Identifier (MID) Dieses Feld bezeichnet eine einzelne Fingerabdruckspur innerhalb einer Sequenz. Der Wert besteht aus einem einzelnen oder 2 Buchstaben, wobei „A“ die erste Fingerabdruckspur und „B“ die zweite Fingerabdruckspur bezeichnet, bis zu maximal „ZZ“. Dieses Feld wird analog zur Fingerabdruckspur-Sequenznummer verwendet (siehe Beschreibung von Feld 2.008 SQN). 4.1.7.   Feld 2.010: Criminal Reference Number (CRN) Dies ist eine eindeutige Referenznummer, die eine nationale Behörde einer Person zuteilt, die zum ersten Mal beschuldigt wird, eine Straftat begangen zu haben. Innerhalb eines Landes hat eine Person nie mehr als eine CRN, und es haben nie zwei Personen dieselbe CRN. Eine Person kann jedoch Straftäter-Referenznummern in mehreren Ländern haben; in diesem Fall unterscheiden sie sich durch den Ländercode. Für das CRN-Feld wird folgendes Format verwendet: CC/number wobei CC der Ländercode nach ISO 3166 ist (2 alphanumerische Zeichen) und „number“ den jeweiligen nationalen Leitlinien der ausstellenden Behörde entspricht und aus bis zu 32 alphanumerischen Zeichen bestehen kann. Für Transaktionen gemäß dem Beschluss 2008/615/JI wird dieses Feld für die nationale Straftäter-Referenznummer der Behörde, die den Datensatz erstellt, verwendet; diese Nummer ist mit den Abbildungen in den Typ-4- oder Typ-15-Datensätzen verknüpft. 4.1.8.   Feld 2.012: Miscellaneous Identification Number (MN1) Dieses Feld enthält die im Rahmen einer CPS- oder PMS-Transaktion übermittelte CRN (Feld 2.010) ohne den vorangestellten Ländercode. 4.1.9.   Feld 2.013: Miscellaneous Identification Number (MN2) Dieses Feld enthält die im Rahmen einer MPS- oder MMS-Transaktion übermittelte CNO (Feld 2.007) ohne den vorangestellten Ländercode. 4.1.10.   Feld 2.014: Miscellaneous Identification Number (MN3) Dieses Feld enthält die im Rahmen einer MPS- oder MMS-Transaktion übermittelte SQN (Feld 2.008). 4.1.11.   Feld 2.015: Miscellaneous Identification Number (MN4) Dieses Feld enthält das im Rahmen einer MPS- oder MMS-Transaktion übermittelte MID (Feld 2.009). 4.1.12.   Feld 2.063: Additional Information (INF) Bei einer SRE-Transaktion im Anschluss an eine PMS-Anfrage enthält dieses Feld Informationen über den Finger, der den möglichen Treffer (HIT) ergeben hat. Das Feld hat folgendes Format: NN wobei NN der in Tabelle 5 definierte Fingerpositionscode ist (2 Zeichen). In allen anderen Fällen ist das Feld fakultativ. Es besteht aus bis zu 32 alphanumerischen Zeichen und kann zusätzliche Informationen über die Suchanfrage enthalten. 4.1.13.   Feld 2.064: Respondents List (RLS) Dieses Feld enthält mindestens 2 Unterfelder. Das erste Unterfeld beschreibt die Art der durchgeführten Suche anhand der aus 3 Buchstaben bestehenden Mnemonik, die die Art der Transaktion im TOT (Feld 1.004) bezeichnen. Das zweite Unterfeld enthält ein einziges Zeichen. Ein „I“ bedeutet, dass ein HIT gefunden wurde, und ein „N“ gibt an, dass keine Übereinstimmung gefunden wurde (NOHIT). Das dritte Unterfeld enthält die Sequenz-Kennnummer für die gefundenen Kandidaten und die Gesamtzahl der Kandidaten, getrennt durch einen Schrägstrich. Bei mehreren Kandidaten werden entsprechend mehrere Mitteilungen gesendet. Bei einem möglichen HIT enthält das vierte Unterfeld die Trefferzahl (score) aus bis zu 6 Zeichen. Wurde der HIT überprüft, so enthält dieses Teilfeld den Wert „999999“. Beispiel: „CPS{RS}I{RS}001/001 {RS}999999{GS}“ Teilt das AFIS der ersuchten Stelle keine Trefferzahlen (score) mit, so sollte an der entsprechenden Stelle die Trefferzahl Null verwendet werden. 4.1.14.   Feld 2.074: Status/Error Message Field (ERM) Dieses Feld enthält aus den Transaktionen hervorgehende Fehlermeldungen, die im Rahmen einer Fehlertransaktion an die ersuchende Stelle zurückgesandt werden. Tabelle 3: Fehlermeldungen Numerischer Code (1-3) Bedeutung (5-128) 003 ERROR: UNAUTHORISED ACCESS 101 Mandatory field missing 102 Invalid record type 103 Undefined field 104 Exceed the maximum occurrence 105 Invalid number of subfields 106 Field length too short 107 Field length too long 108 Field is not a number as expected 109 Field number value too small 110 Field number value too big 111 Invalid character 112 Invalid date 115 Invalid item value 116 Invalid type of transaction 117 Invalid record data 201 ERROR: INVALID TCN 501 ERROR: INSUFFICIENT FINGERPRINT QUALITY 502 ERROR: MISSING FINGERPRINTS 503 ERROR: FINGERPRINT SEQUENCE CHECK FAILED 999 ERROR: ANY OTHER ERROR. FOR FURTHER DETAILS CALL DESTINATION AGENCY. Fehlermeldungen im Bereich zwischen 100 und 199: Diese Fehlermeldungen beziehen sich auf die Validierung der ANSI/NIST-Datensätze und sind wie folgt definiert: <error_code 1>: IDC <idc_number 1> FIELD <field_id 1> <dynamic text 1> LF <error_code 2>: IDC <idc_number 2> FIELD <field_id 2> <dynamic text 2>… wobei — error_code ein Code ist, der sich ausschließlich auf einen spezifischen Grund bezieht (siehe Tabelle 3); — field_id die ANSI/NIST-Feldnummer des nicht korrekten Feldes ist (z. B. 1.001, 2.001 usw.), und zwar im Format <record_type>.field_id>.sub_field_id>; — dynamic text eine genauere Beschreibung des Fehlers ist; — LF ein Zeilenvorschub (Line Feed) als Trennung zwischen Fehlern ist, wenn mehrere Fehler auftreten; — für Typ-1-Datensätze das IDC als „-1“ definiert wird. Beispiel: 201: IDC - 1 FIELD 1.009 WRONG CONTROL CHARACTER {LF} 115: IDC 0 FIELD 2.003 INVALID SYSTEM INFORMATION Dieses Feld ist bei Fehlertransaktionen obligatorisch. 4.1.15.   Feld 2.320: Expected Number of Candidates (ENC) Dieses Feld enthält die von der anfragenden Stelle erwartete Höchstzahl von Kandidaten zur Überprüfung. Der Wert des ENC-Feldes darf die in Tabelle 11 definierten Werte nicht übersteigen. 5.   Typ-4-Datensatz: Hochauflösendes Bild in Grautönen Typ-4-Datensätze sind binär codiert, sie haben keine ASCII-Zeichen. Daher wird jedem Feld eine Position im Datensatz zugewiesen, was bedeutet, dass alle Felder obligatorisch zu besetzen sind. Der Standard ermöglicht es, sowohl Bildgröße als auch Auflösung im Datensatz zu spezifizieren. Typ-4-Datensätze werden zur Einbindung daktyloskopischer Bilddaten benötigt, die mit einer nominalen Pixeldichte von 500 bis 520 Pixel/Inch übertragen werden. Bevorzugte Pixelrate bei neuen Grafiken ist 500 Pixel/Inch oder 19,68 Pixel/mm. Eine Dichte von 500 Pixel/Inch wird von der INT-I-Norm vorgeschrieben; allerdings können vergleichbare Systeme auch ohne Einhaltung dieser bevorzugten Pixelrate miteinander kommunizieren, sofern sich die Rate zwischen 500 und 520 Pixel/Inch bewegt. 5.1.   Felder von Typ-4-Datensätzen

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.