Europäische Union

Beschluss (EU) 2025/1167 der Kommission vom 29. November 2024 über die staatliche Beihilfe SA.50952 (2022/C) (ex 2018/FC) Deutschlands zugunsten der DB Cargo (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2024) 8610)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32025D1167. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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verkehrssegment sowohl Seeverkehrsunternehmen als auch Terminalbetreiber vertikale Integrationsstrategien verfolgten, um ihre Kundenbindung zu erhöhen, die Transportkapazität zu sichern und die Margen zu internalisieren. Deutschland macht ferner geltend, dass für den DB Cargo-Seeverkehrsbetreiber TFG solche strategischen Entwicklungen seiner Wettbewerber ein Risiko von Mengenverlusten darstellten, wenn ihre wichtigsten Kunden, d. h. die Seeverkehrsunternehmen, ihr Volumen auf Wettbewerber verlagern würden, mit denen sie z. B. im Zusammenhang mit der oben genannten vertikalen Integration zusammenarbeiten würden. Gleichzeitig ist Deutschland der Auffassung, dass eine Investition eines Partners TFG in die Lage versetzen könnte, Mengen zu sichern und einen direkten Endkundenzugang zu erhalten. Deutschland erklärt ferner, im Rahmen des Umstrukturierungsplans von DB Cargo derzeit diesbezügliche Partnerschaftsoptionen zu prüfen. 4.1.4.1.1.5.6.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 12: Neudimensionierung des Landverkehrs-Teilsegments Kombiverkehr (209) Deutschland gibt an, dass DB Cargo Anteile (nicht jedoch eine Mehrheitsbeteiligung) an der Kombiverkehr GmbH & Co. KG (im Folgenden „KVG“), einem der beiden führenden europäischen Betreiber, besitze (50 % der Anteile befänden sich im Eigentum der DB Cargo und die übrigen 50 % in der Hand von über 200 Spediteuren). Deutschland ist der Auffassung, dass Änderungen des derzeitigen Geschäftsmodells, bei dem DB Cargo nur ein Anbieter reiner Traktionsdienstleistungen ist, notwendig seien, um eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Deutschland erläutert ferner, dass die gemeinsamen Gespräche über ein neues partnerschaftliches Geschäftsmodell zur Erzielung der Rentabilität im August 2023 begonnen, jedoch nicht zu einem erfolgreichen Ergebnis geführt hätten. (210) In diesem Zusammenhang erklärt Deutschland ferner, dass die Beziehungen, die nicht zu den erforderlichen Margen führen, bis spätestens Januar 2025 schrittweise eingestellt werden würden. Seit dem dritten Quartal 2024 habe die KVG damit begonnen, große Teile ihres Zugprogramms auf Drittanbieter von Traktionsdienstleistungen umzustellen, damit Spediteure, die kombinierte Verkehrsdienstleistungen in Anspruch nehmen, auch in Zukunft Zugang zum größten Teil des Streckennetzes der KVG hätten. Alle durch DB Cargo mit der KVG erbrachten Leistungen, die keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für DB Cargo bieten, seien inzwischen eingestellt worden, um weitere Verluste zu stoppen. 4.1.4.1.1.5.7.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 13: Veränderung der Produktion im Teilsegment des kombinierten Landverkehrs (211) Deutschland erklärt, dass Züge des kombinierten Verkehrs derzeit aus einem integrierten Produktionssystem mit Einzelwagen- und Ganzzugbetrieb hergestellt werden würden, dass jedoch die Synergien einer integrierten Produktion geringer seien als die daraus resultierende Komplexität, die zu störungsbedingten Qualitätsproblemen und einem höheren Ressourcenbedarf im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern von DB Cargo führe. Deutschland macht daher geltend, dass im Rahmen des Umstrukturierungsplans zwei Maßnahmen durchgeführt würden: a) Dem Segment des kombinierten Landverkehrs würden zweckgebundene Mittel zugewiesen, um die Produktionsqualität zu verbessern und die Produktion von Zügen zu ermöglichen, die zuvor wegen Nichtverfügbarkeit der Produktion storniert wurden. b) Im Rahmen des Interessenausgleichs, der am 2. Oktober 2024 vereinbart wurde, hätten sich die Parteien darauf geeinigt, die bestehenden arbeitsrechtlichen Vorschriften des Unternehmens in Bezug auf den kombinierten Landverkehr zu ändern. Im Ergebnis werde jetzt die gleiche Produktivitätssteigerung erreicht wie bei einer Auslagerung der Traktionsdienste an Tochtergesellschaften im Traktionsdienstleistungsbereich mit größerer Flexibilität in ihren Arbeitsverträgen und damit einer höheren Produktivität der Triebfahrzeugführer (z. B. Aufenthalt in einer Außenstelle, Sonderausgleich für Fahrzeiten), was ursprünglich angestrebt war. Deutschland weist ferner darauf hin, dass DB Cargo nach Abschluss dieser Vereinbarung im Oktober 2024 sowie aufgrund der neuen arbeitsrechtlichen Vorschriften, die ab 2025 eine höhere Produktivität ermöglichen würden, nun in der Lage sein werde, Triebfahrzeugführer, produktionsbezogene Gemeinkosten und Control-Tower-Personal zu reduzieren. Dadurch werde DB Cargo nicht gezwungen sein, den Betrieb auf Tochtergesellschaften aus dem Bereich der Traktionsdienstleister zu verlagern. 4.1.4.1.1.5.8.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 14: Optimierung des Portfolios im Teilsegment des Spediteursgeschäfts (212) Deutschland erklärt, dass die Portfoliooptimierung bereits im Rahmen des Umstrukturierungsplans von DB Cargo im Jahr 2023 für diejenigen Vorhaben eingeleitet worden sei, die derzeit nicht die erforderliche Marge erzielen und keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive bieten würden. Transportangebote mit geringer Marge, die das erforderliche Margenziel nicht erreichen können, und/oder Fälle, in denen Kunden die erforderlichen Preisanpassungen nicht akzeptieren, würden aus dem Portfolio entfernt. Deutschland erläutert ferner, dass die Reaktionen der Kunden auf Preisanpassungen derzeit auf der Grundlage der Erfahrungen des Vertriebsteams von DB Cargo geschätzt würden und entsprechende Anpassungen geplant seien. Deutschland geht davon aus, dass das Volumen im Jahr 2024 um etwa […] % und im Jahr 2025 um etwa […] % gegenüber den Mengen von 2023 verringert würde und dass der Umfang der Verringerung angepasst werde, falls mehr DB-Cargo-Kunden keine Preisanpassungen akzeptieren würden. 4.1.4.1.1.5.9.   Auswirkungen der im Segment des kombinierten Verkehrs gemäß dem Umstrukturierungsplan geplanten Maßnahmen auf die EBIT-Prognosen von DB Cargo 4.1.4.1.1.6.   Maßnahmen im Rahmen des Umstrukturierungsplans bei den europäischen Tochtergesellschaften von DB Cargo (213) Deutschland erklärt, dass DB Cargo ausländische Tochtergesellschaften in den folgenden 13 Ländern habe: Niederlande, Frankreich, Dänemark, Italien, Schweiz, Belgien, Vereinigtes Königreich, Spanien, Polen sowie in den vier Ländern des östlichen europäischen Korridors (Tschechien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn). Die Tochtergesellschaften würden weitgehend als Produktionskostenstellen fungieren, die in Ergänzung des Eisenbahnbetriebs Schienenverkehrsdienstleistungen in ganz Europa anbieten. Deutschland macht geltend, dass das Ziel des europäischen Netzes von DB Cargo darin bestehe, durchgängig grenzüberschreitende Logistiklösungen auf dem gesamten Kontinent mit Ausgangs- und Bestimmungsorten innerhalb und außerhalb Deutschlands und mit Deutschland als Transit- oder Versand-/Empfängerland anzubieten. (214) Deutschland erklärt, dass auf die europäischen Tochtergesellschaften von DB Cargo etwa ein Drittel der Gesamtbeschäftigtenzahl entfalle. Sie seien daher für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens wichtig. Deutschland macht ferner geltend, dass diese Tochtergesellschaften ein wesentlicher Bestandteil des Umstrukturierungsplans von DB Cargo und auf ihr Kosteneinsparungspotenzial hin untersucht worden seien. Deutschland macht daher geltend, dass drei übergreifende Hebel zur Kostenoptimierung umgesetzt würden. 4.1.4.1.1.6.1.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 15: Optimierung des Portfolios europäischer Tochtergesellschaften (215) Erstens werde eine Portfoliooptimierung durch die Überprüfung der Transportprozesse im Hinblick auf die Rentabilität und die anschließende Festlegung von Effizienzmaßnahmen in den drei Segmenten Einzelwagenverkehr, Ganzzugverkehr und kombinierter Verkehr vorgenommen. Deutschland erklärt, dass unrentable Transporte durch eine Kombination aus Preisanpassungen, Frequenzreduzierungen und Bündelung von Ausgangs- und Zielorten optimiert oder von DB Cargo eingestellt würden. Deutschland erklärt ferner, dass diese Maßnahme eng auf die Strategien in allen drei Segmenten abgestimmt sei. 4.1.4.1.1.6.2.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 16: Kostensenkungen bei den europäischen Tochtergesellschaften (216) Zweitens würden Kostensenkungen durch die Konsolidierung von Depots, z. B. zwischen Deutschland und den Niederlanden oder Deutschland und der Schweiz, oder durch die Verringerung von Büroflächen im Rahmen des Umstrukturierungsplans von DB Cargo erreicht. Darüber hinaus macht Deutschland geltend, dass die Produktions- und die Verwaltungsgemeinkosten von DB Cargo z. B. durch die Zentralisierung von Kundendienstaufgaben im Control Tower oder durch eine Verringerung der externen Neueinstellungen verringert würden. 4.1.4.1.1.6.3.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 17: Betriebliche Effizienz der europäischen Tochtergesellschaften (217) Drittens würden Maßnahmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz im Rahmen des DB-Cargo-Umstrukturierungsplans umgesetzt, und zwar durch die Optimierung des grenzüberschreitenden Fahrereinsatzes (z. B. zwischen Deutschland und den Niederlanden oder Deutschland, der Schweiz und Italien), die Steigerung der Produktivität von Vermögenswerten sowie durch die Einführung einer standardisierten IT-Infrastruktur bei DB Cargo. 4.1.4.1.1.6.4.   Auswirkungen der für die europäischen Tochtergesellschaften im Rahmen des Umstrukturierungsplans vorgesehenen Maßnahmen auf die EBIT-Prognosen von DB Cargo 4.1.4.1.1.7.   Maßnahmen im Rahmen des Umstrukturierungsplans bei der Verwaltung von DB Cargo (218) Deutschland erklärt, dass die Verwaltungsabteilung in der geschäftsbereichsübergreifenden Funktion von DB Cargo wichtige Dienstleistungen für DB Cargo erbringe. Deutschland macht geltend, dass sein Umstrukturierungsplan Ineffizienzen, die sich aus redundanten Prozessen, Überkapazitäten und Dienstleistungen mit begrenztem Mehrwert ergäben, angehen und beseitigen werde. (219) Deutschland erklärt, dass die Verringerung der Komplexität in den verschiedenen Geschäftsbereichen von DB Cargo voraussichtlich die erforderlichen Verwaltungskapazitäten reduzieren werde und dass die Maßnahmen ab 2024 zu einem Gesamtabbau von mehr als 80 Vollzeitäquivalenten gegenüber der Beschäftigtenzahl im Juli 2023 (ca. 17 % der betrachteten Abteilungen) führen sollten. (220) Deutschland erklärt, dass folgende DB Cargo-Kostenstellen eingehend analysiert worden seien: IT-Abteilung, (Miet-)Gebäudekosten, CEO-Abteilung, Finanzabteilung, Abteilung Angebotsmanagement, Verwaltungskosten der inländischen Tochtergesellschaften und sonstige Verwaltungskosten sowie Managementstrukturen. 4.1.4.1.1.7.1.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 18: Vereinheitlichung der IT in der Verwaltung (221) Deutschland macht geltend, dass die hohen Betriebskosten auf die hohen Altlasten in der IT-Landschaft und die Beschaffung von DB Cargo zurückzuführen seien. Deutschland erklärt, dass die Betriebskosten im Rahmen des DB-Cargo-Umstrukturierungsplans durch die Optimierung von Dienstleistungsvereinbarungen, Cloud-Lösungen, die Modernisierung aktueller Anwendungen sowie die Außerbetriebsetzung veralteter Anwendungen gesenkt würden. Darüber hinaus gibt Deutschland an, dass das IT-Projektportfolio erheblich reduziert und die Personalbeschaffung über einen externen Dienstleister verringert würde. 4.1.4.1.1.7.2.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 19: Verringerung der Büroflächen der Verwaltung (222) Deutschland erklärt, dass DB Cargo derzeit viele Immobilien in Deutschland (ca. 760) angemietet habe. Deutschland macht geltend, dass DB Cargo aufgrund der verstärkten Telearbeit Mietverträge kündigen und damit ca. 25 % der Mietkosten an den Hauptstandorten (Mainz, Duisburg, Mannheim, München, Berlin und Leipzig) im Jahr 2024 einsparen werde. Deutschland gibt an, dass DB Cargo ab 2025 auch Büroflächen an allen anderen Standorten in ganz Deutschland verringern werde, nachdem das produktionsbezogene Personal in allen DB-Cargo-Management-Regionen reduziert worden sei. 4.1.4.1.1.7.3.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 20: Abbau von strategischen und Marketingaktivitäten mit der DB AG (223) Deutschland erklärt, dass in den Strategie- und in den Politik-/Regulierungsbereichen von DB Cargo Doppelarbeit beseitigt werde, was zu einem geringeren Ressourcenbedarf führen werde. Darüber hinaus macht Deutschland geltend, dass das relativ hohe Marketingbudget von DB Cargo nach unten korrigiert werde, da der Bedarf von DB Cargo an Marketingmaßnahmen bei weniger Marketingkampagnen und -projekten geringer sei. 4.1.4.1.1.7.4.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 21: Digitalisierung und Automatisierung der manuellen Finanzprozesse der Verwaltung (224) Deutschland erklärt, dass die Finanzabteilung von DB Cargo die wichtigsten Organisationseinheiten Buchhaltung und Fakturierung, Entitätscontrolling sowie Produktkontrolle und -steuerung umfasse. Deutschland erklärt, dass die derzeit hohe Zahl manueller Verwaltungsprozesse in allen Bereichen durch Digitalisierung oder Automatisierung abgebaut werde, insbesondere im Bereich der Abrechnungs- und Berichtsverfahren, wodurch die Verwaltungsgemeinkosten umfassend gesenkt würden. 4.1.4.1.1.7.5.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 22: Anpassung der Größe der Abteilungen für Angebotsmanagement und Servicedesign (225) Deutschland erklärt, dass die Doppelung von Aufgaben und Zuständigkeiten in den Abteilungen für Angebotsmanagement und Servicedesign von DB Cargo zur Entwicklung überdimensionierter Strukturen mit erheblichem Optimierungspotenzial geführt habe. Im Rahmen des Umstrukturierungsplans von DB Cargo werde der Personalbestand in diesen Bereichen verringert. 4.1.4.1.1.7.6.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 23: Harmonisierung der Verwaltungsstruktur und der inländischen Vertriebsgesellschaften (226) Deutschland erklärt, dass die Trennung der Aufgaben und Zuständigkeiten der internen Vertriebsabteilungen von DB Cargo und der Vertriebs-Tochtergesellschaften unklar sei. Deutschland macht geltend, dass die DB Cargo beabsichtige, durch die Zusammenlegung von Doppelfunktionen Einsparungen bei den Verwaltungsgemeinkosten zu erzielen. 4.1.4.1.1.7.7.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 24: Anpassung der Größe der Verwaltungsstruktur (227) Deutschland macht geltend, dass es aufgrund der historischen Entwicklung von Parallelstrukturen innerhalb von DB Cargo überdurchschnittlich viele Führungskräfte gebe, was zu Ineffizienzen und hohen Personalkosten führe, wie z. B. aufgrund der Überschneidung von Aufgaben zwischen den einzelnen DB-Cargo-Abteilungen und den in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Deutschland macht ferner geltend, dass die organisatorische Komplexität auch den Verwaltungs- und Managementaufwand erhöhe. Deutschland weist darauf hin, dass der Umstrukturierungsplan einen Abbau von Führungspositionen in Verwaltungsabteilungen vorsehe, z. B. durch Zusammenlegung von Teams oder Auslagerung von Tätigkeiten. 4.1.4.1.1.7.8.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 25: Sonstige Kostensenkung durch die Verwaltung (228) Deutschland erklärt, dass die sonstigen im Rahmen des Umstrukturierungsplans zu senkenden Verwaltungskosten unter anderem freiwillige Leistungen für Arbeitnehmer und ein überdimensioniertes Catering-Angebot (angesichts der verstärkten Nutzung von Telearbeit) umfassen würden. 4.1.4.1.1.7.9.   Auswirkungen der für die Verwaltung im Rahmen des Umstrukturierungsplans vorgesehenen Maßnahmen auf die EBIT-Prognosen von DB Cargo 4.1.4.1.1.8.   Maßnahmen im Rahmen des Umstrukturierungsplans von DB Cargo in Bezug auf Gemeinkosten der Produktion und des Control Tower (229) Deutschland erklärt, dass sich der Umstrukturierungsplan von DB Cargo in Bezug auf Gemeinkosten der Produktion und des Control Tower auf die Verringerung der Komplexität der Planung, die Ressourcenverfügbarkeit und die Lenkung konzentrieren werde, insbesondere die Verkleinerung des Servicekatalogs und die Vereinfachung der Verfahren, um die für die Ausführung der jeweiligen Aufgaben erforderlichen Ressourcen zu verringern. (230) In diesem Zusammenhang macht Deutschland geltend, dass die Maßnahmen zur Vereinfachung der Produktionsmodelle in jedem DB-Cargo-Segment, z. B. der Übergang von einer integrierten Produktion zu segmentspezifischen Produktionssystemen, zu vereinfachten Verfahren in den produktionsbezogenen Gemeinkosten und im Control Tower führen würden. Deutschland erklärt, dass als direkte Folge des robusteren Netzes weniger DB-Cargo-Kapazitäten z. B. für die Planung von Zügen und für die Lenkung von Produktionsanlagen erforderlich seien. Deutschland macht ferner geltend, dass ähnliche Auswirkungen durch deutlich weniger Schnittstellen und einen deutlich geringeren Anpassungsbedarf zwischen der Planung und dem Dispatching der verschiedenen DB-Cargo-Segmente erzielt würden. (231) Deutschland erklärt, dass laut den Planungen von DB Cargo die Einführung einer Verfahrensvereinfachung zu einem erheblichen Abbau des für Planung und Dispatching, Wartung, den Control Tower und die Kapselung des kombinierten Verkehrs erforderlichen Personals führen werde. In Bezug auf Planung und Dispatching macht Deutschland geltend, dass der Hauptansatz der DB Cargo darin bestehe, Funktionen zusammenzulegen, um mehr Synergien zu erzielen, den Automatisierungsgrad zu erhöhen sowie unwichtige Prozessschritte abzubauen, was zu einer Verringerung des erforderlichen Personals um mehr als 50 Vollzeitäquivalente im Vergleich zu Juli 2023 führen sollte. Die folgenden Maßnahmen sollen zum Erreichen dieses Ziels beitragen und sind im Umstrukturierungsplan enthalten. 4.1.4.1.1.8.1.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 26: Integration der Lenkung von Vermögenswerten und der Personalplanung in Verbindung mit der Produktion und dem Control Tower (232) Deutschland erklärt, dass die Integration der DB Cargo-Funktionen der Vermögensverwaltung (Planung der Rangierbahnhöfe (im Folgenden „ZBA“)) und der Personalplanung zu einer einheitlichen Aufsicht durch das Planungspersonal führe. Die Rolle des Planungspersonals beschränke sich auf die Festlegung des unmittelbaren Zeitrahmens (von Donnerstag bis Sonntag der folgenden Woche). Deutschland führt weiter aus, dass alle nach Beginn der Planung vorgenommenen Schichtänderungen durch die ZBA-Planung geregelt würden, die die Folgen der nachgelagerten Flugplanung für die Folgewoche (z. B. Ruheintervalle der Beschäftigten) berücksichtige. Deutschland ist der Auffassung, dass diese bewusste wechselseitige Berücksichtigung bei Planungs- und Ausführungsaspekten zu einem geringeren Bedarf an Personalvermittlern bei DB Cargo und in der Folge zu einer Verringerung des Personalbestands von DB Cargo führen werde. 4.1.4.1.1.8.2.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 27: Reduzierung der detaillierten Planung für Produktion und Control Tower (233) Deutschland erklärt, dass durch die Straffung der Planungsverfahren bei DB Cargo eine spürbare Verringerung der wesentlichen Aufgaben erreicht werden könne, was zu einer Verringerung des für die Anlagenplanung erforderlichen Personals führe. Deutschland macht insbesondere geltend, dass bei der künftigen Planung der DB-Cargo-Rangierbahnhöfe (ZBA) und Knotenbahnhöfe (Kbf) der Schwerpunkt auf der Durchführung einer lediglich jährlichen vorläufigen Planung liegen werde. Diese Planung werde sich auf die Erfüllung von minimalen Schichtanforderungen beschränken und keine Änderungen im Laufe des Jahres mit sich bringen. Darüber hinaus werde eine kooperative Planung für das DB-Cargo-Bodenpersonal von Rangierern (AB) und Wagenmeistern (TWB) entwickelt. 4.1.4.1.1.8.3.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 28: Konsolidierung der Personaleinsatzplanungsfunktionen in Produktion und Control Tower (234) Deutschland erklärt, dass zur Verringerung der Anzahl der regionalen Zugdispatcher und Regionalnetzmanager von DB Cargo der Gebiets-Controller von DB Cargo in Zukunft auch die Verantwortung des lokalen Dispatchers übernehmen werde. Deutschland macht geltend, dass die Einsatzplanung entweder vom zentralen Kontrollzentrum aus oder direkt vor Ort erfolgen werde und dass dieser Prozess in enger Zusammenarbeit mit den im Control Tower stationierten Netzwerkmanagern durchgeführt werde. 4.1.4.1.1.8.4.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 29: Optimierung der Schichtplanung in der Produktion und für den Fernverkehr durch den Control Tower (235) Deutschland erklärt, dass durch die Umsetzung der IPS (integrierte Planung und Steuerung) der Schichtplanungsprozess von DB Cargo im Fernverkehr auf Optimierung und Automatisierung ausgerichtet sei, was zu erheblichen Kapazitätseffizienzen führe. Deutschland erklärt ferner, dass im geplanten Status des Verkehrstags (VT) die Zusammenführung von VT und KT (Kalendertagen) und die Feinschichtplanung durch das IPS begleitet würden, was sowohl zu einer Konsolidierung als auch zu Automatisierung führe. Deutschland macht geltend, dass dieser einheitliche Ansatz die verfahrenstechnische und regionale Verantwortung für alle DB-Cargo-Streckenzuweisungen übernehme. Deutschland macht geltend, dass das Ergebnis eine einzigartige, übergreifende Schichtinformation sei, die sowohl das Betriebspersonal für den Fern- als auch den Kurzstreckenverkehr umfasse. Deutschland ist der Auffassung, dass diese Prozessverbesserungen das Potenzial bergen würden, bei der Planung von DB Cargo bemerkenswerte Kapazitätseinsparungen zu erzielen. 4.1.4.1.1.8.5.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 30: Digitalisierung der Wartungsprozesse in der Produktion und im Control Tower (236) Deutschland erklärt, dass digitale Wartungslösungen eingeführt würden, um das erforderliche Personal zu verringern und bis 2027 Kosteneinsparungen für DB Cargo zu erreichen, indem beispielsweise die Aufsichtsfunktion des MöB (lokales Inbetriebnahmepersonal) über die Einrichtungen durch die nahtlose Integration von Asset & Maintenance und die Nutzung digitaler Lösungen wie BISON (bildbasierte Malware-Erkennung) und WMS (Werkstattmanagementsystem) erheblich verringert werde. Deutschland erklärt ferner, dass eine solche Verschiebung bedeute, dass nicht jede ergänzende Maßnahme ausdrücklich genehmigt werden müsse, da die Einrichtungen proaktiv in eigener Verantwortung betrieben würden. Anstatt sich primär auf eine strikte Aufsicht zu stützen, wären künftige Kontrollmaßnahmen auf kosteneffiziente Strategien und eine leistungsbasierte Bewertung ausgerichtet. Deutschland ist der Auffassung, dass diese Maßnahmen übermäßige Wartungsarbeiten an DB-Cargo-Güterwaggons einschränken sollten. Darüber hinaus verspreche die bevorstehende Aufnahme einer (virtuellen) Zentralisierung, die durch Kameraerkennung erleichtert werde, ein strafferes Management von Spitzenlasten. Deutschland kommt daher zu dem Schluss, dass diese Maßnahme im Rahmen des Umstrukturierungsplans das Potenzial für MöB von DB Cargo berge, Kapazitäten neu zuzuweisen und somit einen effizienteren operativen Rahmen zu schaffen. 4.1.4.1.1.8.6.   Umstrukturierungsplan – Maßnahme 31: Effizienzverbesserungen in der Produktion und im Control Tower (237) Deutschland erklärt, dass der Control Tower von DB Cargo eine Zentrale für die Koordinierung der Prozesse mit den Kunden sei. Seine Hauptaufgabe bestehe darin, die Lieferungen in ganz Europa zu überwachen und alle Partner vom Anfang bis zum Ende einzubeziehen. Er verbinde die Perspektive des Kunden mit dem Aspekt der Durchführbarkeit der Produktion, um Lösungen für die Kunden zu optimieren, wobei der Schwerpunkt auf der Effizienz und den Ergebnissen für DB Cargo liegt. Der Control Tower steuere jährlich über 650 000 Züge und mehr als 7 Millionen Transporte durch ganz Europa. Er sei 2022 gegründet worden und gehe aus dem DB Cargo Kundenservice und dem Operations Centre hervor. (238) Deutschland erklärt, dass der Umstrukturierungsplan von DB Cargo mehrere Initiativen zur Steigerung der Effizienz des Control Tower enthalte. Zum einen würden sich diese Initiativen auf die Entwicklung und Einführung weiterer IT-Prozesse/Anwendungen konzentrieren, die eine erhebliche Reduzierung manueller

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.