Europäische Union

1999/168/EG: Entscheidung des Rates vom 25. Januar 1999 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet der Benutzerfreundlichkeit in der Informationsgesellschaft (1998-2002)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 31999D0168. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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Inhalten ermöglichen, dem Benutzer neue Möglichkeiten der Interaktion und Steuerung eröffnen und Inhalte in neuen Formen, z. B. als virtuelle Objekte, oder in Umgebungen mit interagierenden Benutzern enthalten, sowie Inhalte, in die sich der Benutzer hineinversetzt und die sich aktiv entfalten. Drei sich schnell entwickelnde Anwendungsbereiche werden angesprochen: Veröffentlichung von Wissen, insbesondere von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Informationen; Lifestyle-Publikationen, insbesondere mit Nachrichten, Unterhaltung und Informationen für den Bürger; geographische und statistische Informationen, einschließlich weiterer sozioökonomischer Informationen, insbesondere dort, wo komplexe Informationen neue Darstellungsformen für den fachlich nicht vorgebildeten Benutzer erfordern. Im Bereich des digitalen Erbes und der kulturellen Inhalte soll der Zugang zum Kulturgut verbessert, dessen Erschließung erleichtert und die kulturelle Entwicklung gefördert werden, indem die von Bibliotheken, Museen und Archiven erbrachten Schlüsselbeiträge auch auf die entstehende "Kulturwirtschaft" ausgedehnt werden und die wirtschaftliche, wissenschaftliche und technische Entwicklung einbezogen wird. Die Maßnahmen werden sich insbesondere mit neuen digitalisierten Prozessen befassen und geschäftliche und wirtschaftliche Modelle erfassen, speziell solche, die neue Partnerschaften durch die Vernetzung und neue Dienstleistungen für den Bürger begünstigen. FTE-Prioritäten: - für das interaktive elektronische Publizieren: Erstellung kreativer Inhalte mit Hilfe fortgeschrittener, in Echtzeit arbeitender Autoren- und Gestaltungssysteme, bei denen mehrere Ersteller im Netz zusammenarbeiten, sowie Entwicklung entsprechender Qualifikationen (z. B. für den Entwurf von Anwendungen unter Einsatz dreidimensionaler Darstellungen oder virtueller Realität, konzeptionelle Modellierung); Systeme für die Entwicklung und Weiterverwendung von Inhalten verschiedener Medien; Zusammenarbeit bei kreativen Prozessen und beim Publizieren; Verwaltung digitaler Inhalte durch die Unterstützung dezentraler und vernetzter Inhalte; innovative Handhabung großer Datenmengen (z. B. Visualisierung, Szenario-Entwicklung, räumliche Analyse); Erarbeitung neuer Parameter für die Bewertung von Informationen; Personalisierung der Inhaltsbereitstellung (mit Push- oder Pull-Technologie) durch kostengünstige Bündelung von Inhalten, Werbung und Transaktionen, Erstellung von Kundenprofilen und Personalisierung bei der Gestaltung und Darstellung (unter Beachtung der Privatsphäre des Benutzers); Ausloten der Grenzen zwischen bereichsspezifischen und bereichsunabhängigen Inhalten; die Arbeiten werden durch Maßnahmen zur Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien, einschließlich Validierungen und Bewertungen, zusammen mit Maßnahmen für Erstnutzer und anderen Initiativen zur Verbreitung bewährter Praktiken ergänzt. - Im Bereich digitales Erbe und kulturelle Inhalte: integrierter und verbesserter Zugang zu heterogenen dezentralen und vernetzten Sammlungen und Archiven und deren Informationsbestand in digitalisierter und herkömmlicher Form (z. B. Bibliotheksbestände, Museumsausstellungen, öffentliches Archivmaterial, Archive mit multimedialer Kunst, Tonarchive, digitale Filmsammlungen und digitale Verteilnetze für Kinofilme); Verbesserung der Funktionalität umfangreicher Bestände von Inhalten durch die Bereitstellung vielfältiger und leistungsfähiger interaktiver Funktionen und fortgeschrittener Techniken zur Verwaltung und Einhaltung des Urheberrechts; Erhaltung von und Zugang zu wertvollen multimedialen Inhalten aus verschiedenen Quellen, u. a. elektronischen Medien und elektronischem Ersatz für gefährdete materielle Objekte; Übernahme der neuen Technologien: Validierungen und Demonstrationen bilden einen Schlüsselaspekt. - Aus- und Weiterbildung Es soll ein Modell für die EU erarbeitet werden, das eine nahtlose und kostengünstige Umsetzung fortgeschrittener Technologien zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildungssysteme ermöglicht. Schwerpunkte sind die gemeinsamen Anforderungen unterschiedlicher Lehr- und Lernprozesse, neue Ansätze für das lebensbegleitende Lernen und innovative Wege zur Integration von multimedialem Lehrmaterial. FTE-Prioritäten: Verbesserung des Lernprozesses durch eigenständiges und individuelleres Lernen: u. a.: örtliche Lernunterstützung, Lernen in der Gruppe, Fernunterricht, Systeme zur Curriculum-/Kursentwicklung, Akkreditierungssysteme; Entwicklung höherwertiger Lehrmaterialien durch bessere Inhalte, bessere pädagogische bzw. didaktische Konzepte und Anpaßbarkeit an die Bedürfnisse des Lernenden; die Arbeiten betreffen neue Hilfsmittel für die Unterrichtsgestaltung, Techniken zur Modellierung des Lernvorgangs, Modellierung von Methoden für den Wissenstransfer einschließlich der "Connected Intelligence", Lernergonomie, und reichen von einfachen Hypermedia-Inhalten bis hin zu komplexen Simulationen; erweiterter Zugang zu Lehrmitteln und -diensten für alle: gemeinsame Plattformen für den uneingeschränkten Zugang zu Diensten über heterogene Netze hinweg, einschließlich einer vereinheitlichten Kennzeichnung von Wissensquellen sowie eines einheitlichen Zugriffs darauf; Maßnahmen zur Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien. - SprachtechnologienSchwerpunkte der Arbeiten sind fortgeschrittene Technologien für natürliche Sprachen, die einen kostengünstigen sprach- und kulturübergreifenden Austausch ermöglichen, sowie natürliche Benutzeroberflächen von digitalen Diensten und eine stärker intuitiv geleitete Aufnahme und Verwendung multimedialer Inhalte. Gegenstand der Arbeiten sind Technologien für die geschriebene und gesprochene Sprache und deren Einsatz in Schlüsselbereichen wie z. B. Unternehmensveröffentlichungen, Aus- und Weiterbildung, kulturelles Erbe, globale Handelsgeschäfte und elektronischer Geschäftsverkehr, öffentliche Dienstleistungen und Personengruppen mit besonderen Bedürfnissen. Ebenso sollen elektronische Sprachressourcen in standardisierten und wiederverwendbaren Formaten entwickelt werden. FTE-Prioritäten: Ergänzung von Systemen auf allen Stufen des Informationszyklus um die Funktion Mehrsprachigkeit, einschließlich der Erzeugung und Vorhaltung von Inhalten in mehreren Sprachen, Lokalisierung von Software und Inhalten, automatisiertes Übersetzen und Dolmetschen, rechnergestützter Sprachunterricht; Verstärkung der natürlichen Interaktionsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit von Systemen, bei denen ein multimodaler Dialog, das Verstehen von Mitteilungen und kommunikativen Handlungen, die Verwendung nicht eingeschränkter Sprache für die Ein- und Ausgabe und ein tastaturloser Betrieb die Nutzung von Anwendungen erheblich verbessern kann; Verbesserung der aktiven Wissensaufnahme und Nutzung digitaler Inhalte, wobei Modelle, Werkzeuge und Techniken der Sprachverarbeitung für die Tiefenanalyse von Informationen, die Erzeugung von Metadaten, die Wissensextraktion sowie die Klassifizierung und Zusammenfassung der enthaltenen Bedeutung eingesetzt werden, einschließlich intelligenter sprachgestützter Assistenten; die Arbeiten werden durch Maßnahmen für die Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien ergänzt, zu denen Validierungen und Bewertungen zusammen mit Maßnahmen für Erstnutzer und andere Initiativen zur Verbreitung bewährter Praktiken gehören. - Informationszugang, -filterung, -analyse und -handhabung Schwerpunkt der Arbeiten werden fortgeschrittene Technologien für die Handhabung von Informationsinhalten sein, mit denen der Nutzer in die Lage versetzt wird, angesichts der immer zahlreicher werdenden, unterschiedlichen Informationsquellen genau die von ihm benötigten Informationen auszuwählen, einzuholen und zu bearbeiten (wobei der Schutz der Privatsphäre des Nutzers gewährleistet sein muß). Verbesserungen bei den Schlüsselfunktionen von Systemen zur Handhabung umfangreicher multimedialer Datenbestände (einschließlich der Weiterentwicklung des World Wide Web) werden die kostengünstige Bereitstellung von Informationsdiensten und deren Nutzung fördern. FTE-Prioritäten: Informationsbewältigung: umfassende deskriptive Modelle des mit allen menschlichen Sinnen erfaßbaren Inhalts digitaler Informationen über alle Medienarten hinweg, zusätzlich zu räumlich-zeitlichen Aspekten; damit zusammenhängende Werkzeuge, mit denen die Nutzer Informationsprofile, ggf. auf der Basis unscharfer Konzepte und unter Einsatz personalisierter Agenten, erstellen können; vollkommen neue kognitive Beziehungen zwischen dem System und den Nutzern über individuelle Metaphern oder Visualisierungstechniken; Systeme für die Informationsverwaltung: neue Methoden zur Organisation und Verwaltung multimedialer Informationsquellen: Erforschung fortgeschrittener Techniken für Datenlager mit integrierten Zugangskontrollmechanismen, Qualitätssicherung, Integritätskontrolle und technischem Schutz multimedialer "Fragmente"; Klassifizierung, Kennzeichnung und Filterung von Informationen im Hinblick auf einen selektiven Zugriff auf Informationen (einschließlich Navigieren und Suche auf der Grundlage von nicht in Textform vorliegender Information) und deren Filterung (einschließlich der Kontrolle illegaler und schädlicher Inhalte); Unterstützung bei der Übernahme der neuen Technologien: Maßnahmen für Erstnutzer und andere Maßnahmen für die Übernahme der neuen Technologien; die Arbeiten werden durch die Validierung und Bewertung bei Erprobungen und durch Konzertierungsmaßnahmen im Hinblick auf die Normung ergänzt. iv) Grundlegende Technologien und Infrastrukturen Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist es, das Leistungsniveau bei den Schlüsseltechnologien der Informationsgesellschaft zu erhöhen, die Einführung dieser Technologien zu beschleunigen und ihren Anwendungsbereich zu erweitern. Die Arbeiten werden sich mit der Konvergenz der Technologien und Infrastrukturen für die Informationsverarbeitung, die Kommunikation und die Vernetzung befassen. Der Schwerpunkt liegt auf Technologien und Infrastrukturen, die mehreren Anwendungen zugrunde liegen; die für eine bestimmte Anwendung spezifischen Technologien und Infrastrukturen werden im Rahmenprogramm an anderer Stelle im Zusammenhang mit der jeweiligen Anwendung behandelt. - Informationsverarbeitungs-, Kommunikations- und Netzwerktechnologien und -management, einschließlich Breitbandtechnologien, sowie deren praktische Umsetzung, Interoperabilität und Anwendung Schwerpunkt ist die Entwicklung und Konvergenz von Netz- und Systemtechnologien für die Informationsverarbeitung, die Telekommunikation und den Rundfunk. FTE-Prioritäten: Technologien und Werkzeuge für parallel arbeitende Systeme zur gemeinsamen und interaktiven Nutzung verteilter Ressourcen und zur gleichzeitigen Arbeit an verschiedenen Standorten unter Einsatz heterogener Hardware- und Software-Architekturen und -Systeme; Echtzeitsysteme zur Verarbeitung umfangreicher Datenmengen; Basistechnologien und Werkzeuge zur Unterstützung von Anwendungen für eingebettete Echtzeitsysteme - damit zusammenhängende Arbeiten sollten aktiv zur Erarbeitung von Normen beitragen oder bestehenden Normen entsprechen; Breitband-Telekommunikationsnetze: zuverlässige optische Terabit-Übertragung hoher Kapazität; schwerpunktmäßig Photonen-Technologien für eine durchgängige optische Transparenz in Kern- und Zugangsnetzen; Technologien und Architekturen, einschließlich rein optischer Netze: topologische und funktionelle Gestaltung, Vermittlung ("Switching") und Weiterleitung ("Routing"), Betrieb und Management; Technologien für die Netzintegration (insbesondere für die Konvergenz von Festnetzen und Mobilfunknetzen einschließlich Satellitennetzen) und neue, dienstunabhängige Architekturen und Systeme, um für alle Nutzer einen erschwinglichen Zugang zu ortsungebundenen multimedialen Breitbanddiensten sicherzustellen; Interoperabilität und Verknüpfung von Netzen, insbesondere auf der Ebene des Netzmanagements und der Dienste, um die Kapazität, Flexibilität und Funktionalität zu steigern und die Einführung von Wettbewerb und neuen intelligenten Netzdiensten (einschließlich der Weiterentwicklung des Internet) zu fördern; Methoden und Werkzeuge für generische Dienstleistungen, die einer erhöhten Netzkomplexität, neuen Architekturen und den Anforderungen an eine durchgängige "Dienstqualität" sowie die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Netze gerecht werden; Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien: Maßnahmen zur Förderung und Verbreitung bewährter Praktiken, zur Konzertierung im Hinblick auf die Normung und zur Prüfung und Validierung von Technologien und Diensten in Feldversuchen. - Software-, System- und Dienstleistungstechnologien und -technik, einschließlich hochwertiger Statistiksysteme Die Arbeiten werden sich auf Entwicklung, Einsatz, Betrieb und Weiterentwicklung softwareintensiver Systeme für Waren und Dienstleistungen sowie die Produktions- und Unternehmensprozeßunterstützung, einschließlich Technologien und Hilfsmittel für die Prüfung und Validierung auf allen Stufen, konzentrieren. FTE-Prioritäten: Software- und System-Engineering: zuverlässige, überlebensfähige und skalierbare Systeme, Verkürzung der Entwicklungszyklen und -kosten; Einsatz und gegebenenfalls Weiterentwicklung zuverlässiger Methoden und Hilfsmittel sind ein zentrales Thema; die Modularität der Software, vor allem die Integration kundenspezifischer und handelsüblicher Komponenten in Systeme wird ein Schlüsselaspekt sein; Service-Engineering: Integration heterogener Plattformen und Netze und zunehmende Komplexität und Verfeinerung neuer Dienste und deren Schaffung und Bereitstellung - mit dem Ziel, Techniken und Hilfsmittel für die schnelle, kundenspezifische und kostengünstige Schaffung, den Einsatz, die Bereitstellung und das Management von Diensten zu entwickeln, die eine offene Infrastruktur für Informations- und Kommunikationsdienste mit der notwendigen Zuverlässigkeit, Sicherheit und Dienstgüte gewährleisten; Softwaretechnologien: wissensgestützte Methoden und Werkzeuge, die die Nutzbarkeit wie auch die Systemfähigkeiten und die Netzintelligenz steigern - dazu gehört die rechtzeitige Erhebung, Erzeugung, Verbreitung und Übermittlung hochwertiger Informationen (einschließlich statistischer Daten und Managementinformationen); Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien: bewährte Praktiken und andere Maßnahmen für die Übernahme haben Vorrang; die Arbeiten werden durch die Validierung und Bewertung von Technologien, Systemen und Diensten in Feldversuchen und durch Konzertierungsmaßnahmen im Hinblick auf die Normung ergänzt. - Technologien für Echtzeit und großmaßstäbliche Simulation und Visualisierung Die Arbeiten werden sich mit der Entwicklung und Integration fortgeschrittener Simulations- und Visualisierungstechnologien und -umgebungen in allen Anwendungen befassen. Gegenstand der Arbeiten werden auch die verteilte Simulation und gemeinsam genutzte virtuelle Umgebungen sein. FTE-Prioritäten: Simulation und Visualisierung: Arbeiten zu Simulationsumgebungen einschließlich Vorverarbeitung, fortgeschrittener Nachverarbeitung (einschließlich Visualisierung und virtueller Realität) und Hilfsmittel für die Validierung von Simulationen mit experimentellen und archivierbaren Daten; Hilfsmittel für die Integration von Simulationsverfahren in Industrie- und Geschäftsprozessen haben Vorrang; Technologien und Hilfsmittel für die verteilte Simulation: der Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung der Interoperabilität heterogener Software- und Hardwaresysteme; gemeinsam genutzte virtuelle Umgebungen, die über große Netze hinweg skalierbar sind; Einsatz autonomer Agenten und Visualisierung, z. B. durch Avatare; die Arbeiten werden durch Unterstützung bei der Übernahme der neuen Technologien ergänzt, u. a. durch Validierungen und Bewertungen sowie Maßnahmen für Erstnutzer und andere Initiativen zur Verbreitung bewährter Praktiken. - Systeme und Dienste für mobile und private Kommunikation, einschließlich satellitengestützte Systeme und Dienste Übergang zu einem nahtlos integrierten Netz, das weltweit die Verbindungsfähigkeit für Privatpersonen sicherstellt und jedermann zu jeder Zeit und von jedem Ort aus den Zugang zur multimedialen Kommunikation und entsprechenden Diensten mit der Kapazität, Qualität und Leistungsfähigkeit ermöglicht, die denen von Festnetzdiensten vergleichbar sind. FTE-Prioritäten: Entwicklung bzw. Weiterentwicklung neuartiger kostengünstiger drahtloser Breitband-Architekturen, -Systeme und -Technologien (terrestrisch und satellitengestützt), Nutzung neuer Spektralbereiche für private und öffentliche Anwendungen, Förderung fortgeschrittener Dienste und größtmöglicher Effizienz bei der Nutzung des Spektrums und beim Netzbetrieb; vollständige Abdeckung durch eine Vielzahl von Funksystemen in einer mehrschichtigen, mehrdimensionalen Zellenarchitektur; Dienstmobilität und Endgeräte-Roaming über terrestrische und satellitengestützte Funk- und Festnetze wird Priorität haben; Netze, Systeme und Endgeräte, die softwaremäßig rekonfiguriert werden können, so daß eine bessere Netzplanung, die Interoperabilität und der Verbund vereinfacht werden; miniaturisierte, kostengünstige mobile und tragbare Endgeräte mit geringer Leistungsaufnahme (sowohl Hardware- als auch Software-Aspekte); Technologien, Dienste und Anwendungen, die interaktive, ortsungebundene und persönliche multimediale Dienste mit regionaler oder globaler Abdeckung - gegebenenfalls unter Einbeziehung terrestrischer und satellitengestützter Navigationsdienste - unterstützen; Unterstützung bei der Übernahme der neuen Technologien: die Validierung und Demonstration von interaktiven ortsungebundenen Multimedia-Breitbandtechnologien und -diensten werden einen Schlüsselaspekt bilden; Schwerpunkte werden die Technologiebewertung und die Konzertierung im Hinblick auf die Normung darstellen. - Mehrere Sinne ansprechende Benutzeroberflächen: Schaffung von Möglichkeiten, Informationen auf intuitive Weise zu erfassen und zu übermitteln und mit entsprechenden Systemen in Interaktion zu treten. Unter anderem Entwicklung und Integration fortgeschrittener Sensor-, Aktor- und Darstellungstechnologien. FTE-Prioritäten: multimodale und auf der Funktionsweise verschiedener Sinne basierende Schnittstellen und neuartige Werkzeuge und Geräte, Validierung und Bewertung werden hierbei eine zentrale Rolle spielen; Entwicklung und Integration von Technologien, unter anderem für die Ton- und Bildverarbeitung, -analyse und -erzeugung, um neue Lösungen für Anwendungen für Arbeit, Unterhaltung und Freizeit zu schaffen; Vorarbeiten zur Einführung von Technologien wie der erweiterten und virtuellen Realität; Entwicklung und Integration einer Reihe fortgeschrittener Darstellungstechnologien für gewerbliche und private Anwendungen mit dem Schwerpunkt auf kostengünstigen Benutzeroberflächen mit geringer Leistungsaufnahme sowie dem Einsatz flexibler Werkstoffe für tragbare und mobile Teilsysteme; einbezogen werden Fragen wie Nutzer-Anpassungsfähigkeit, Erkenntnisse über Auswirkungen auf die Gesundheit, Modellierung der Nutzerinteraktion und Nutzerprofile; die Übernahme der neuen Technologien wird insbesondere durch Maßnahmen für Erstnutzer gefördert. - Peripheriegeräte, Teilsysteme und Mikrosysteme fortgeschrittene intelligente Netz-Peripheriegeräte (für Rechner und Kommunikation), die trotz Funktionsvielfalt benutzerfreundlich sind. Teilsysteme: Bausteine der Informationsverarbeitungs- und Kommunikationssysteme und -netze. Intelligente Mikrosysteme: miniaturisierte Systeme mit Sensoren und/oder Aktoren, die Verarbeitungsfunktionen aufweisen und meist zwei oder mehr elektrische, mechanische, optische, chemische, organische, biologische, magnetische oder sonstige Eigenschaften nutzen und auf einem einzigen Chip oder einem Multichip-Hybridbaustein zusammengefaßt sind. FTE-Prioritäten: Integration, geringe Leistungsaufnahme und Miniaturisierung sind die treibenden Kräfte bei der technologischen Entwicklung von Peripherie- und Endgeräten mit moderner Display-Technik sowie von Software und Hardwaremodulen für die Erfassung, Speicherung und Bearbeitung von Inhalten; wichtige Voraussetzung ist die Entwicklung fortgeschrittener Massenspeicherverfahren; Teilsysteme: zusätzlich zu grundlegenden Bausteinen werden Systeme für den Einsatz zuhause einen wesentlichen Schwerpunkt darstellen; Mikrosysteme: Vorarbeiten zur breiteren Anwendung intelligenter Mikrosysteme, hauptsächlich für Anwendungen in den Bereichen Medizin, Biochemie, Umwelt, Kraftfahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik sowie in Meß-, Steuer- und Regelsystemen oder -teilsystemen; Hauptziel ist der Kompetenztransfer von der Forschung zum industriellen Einsatz und die Erleichterung des Zugangs zu bestehenden Technologien für die Fertigung von Prototypen und Kleinserien; Integration der optischen Verbindungselemente in mikroelektronische Teilsysteme und Mikrosysteme für Hochleistungsanwendungen (z. B. elektrooptische Schaltungen); die Arbeiten werden durch Maßnahmen im Programm "Förderung eines wettbewerbsorientierten und nachhaltigen Wachstums" ergänzt, das sich mit der Herstellbarkeit intelligenter Mikrosysteme und den zugehörigen Technologien für die Montage, Anschlußtechnik, Packung, Werkstoffe und Geräte befaßt, ferner durch die Unterstützung geeigneter Entwurfs- und Simulationsmaßnahmen; Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien: die Arbeiten werden durch eine konzertierte Koordinierung und Beiträge zur Normung sowie, insbesondere im Bereich der Mikrosysteme, durch Maßnahmen für Erstnutzer ergänzt. - Mikroelektrik Werkstoffe, Geräte, Verfahren, Entwurfs- und Prüfverfahren sowie Werkzeuge zur Entwicklung elektronischer Bauelemente, deren Packung, Anschlußtechnik und Anwendung. Es wird ein systemorientierter und anwendungsbezogener Ansatz verfolgt, bei dem die Stärken ausgebaut und technische Chancen genutzt werden sollen, indem geeignete Lösungen der Mikroelektronik herangezogen werden, die die generischen Anforderungen der Anwendungen am besten erfuellen. FTE-Prioritäten: Methoden und Werkzeuge für Anwendungen und den kombinierten Entwurf von Hardware und Software; den wichtigsten technologischen Anforderungen wird durch Förderung der Entwicklung und Bewertung von Halbleiterwerkstoffen und Ausrüstungen, einschließlich der Packungs- und Anschlußtechnik, insbesondere für die fortgeschrittensten Generationen, Rechnung getragen; breitere Anwendbarkeit durch die Entwicklung kostengünstiger aktiver und passiver Silizium-, auf Silizium basierender oder kombinierter Halbleiter-Bauelemente und Teilsysteme für Anwendungen mit generischen Merkmalen, insbesondere im Hinblick auf Mobilität (geringe Stromaufnahme, Hochfrequenz-Funkkommunikation), Systeme mit hoher Komplexität/hoher Leistungsfähigkeit und auch unter schwierigen Betriebsbedingungen zuverlässig arbeitende und langlebige Meß-, Steuer- und Regelsysteme; Entwicklung, Integration oder Anpassung fortgeschrittener Signal- und Datenverarbeitungsfunktionen in Teilsystemen zusammen mit den zugehörigen Speicher- und Eingabe/Ausgabe-Funktionen, sowie Makrozellen und Hilfswerkzeuge für Klassen von Anwendungen; optische Technologien: neue optische Quellen, optoelektronische integrierte Schaltkreise, aktive und passive optische Komponenten und Geräte für neue Wellenlängen, einschließlich optoelektronischer Geräte auf der Grundlage organischer Komponenten; Unterstützung der Übernahme der neuen Technologien: die Förderung der Anwendungs- und Entwurfskompetenz wird in thematisch gebündelter Form behandelt; wesentliche Anstrengungen konzentrieren sich auf die Technologiebewertung, Maßnahmen für Erstnutzer und sonstige Maßnahmen zur Verbreitung bewährter Praktiken. b) GENERISCH AUSGERICHTETE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN NEUE UND KÜNFTIGE TECHNOLOGIEN Die spezifische Maßnahme zu neuen und künftigen Technologien umfaßt Forschungsarbeiten, di

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.