Sachsen

SächsGKV

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Quellenkennung: 2654. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

Fundstelle und systematische Gliederungsnummer SächsGVBl. 2019 Nr. 3, S. 106 Fsn-Nr.: 242-1 · Gültigkeitszeitraum Fassung gültig ab: 1. Januar 2024

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Bekanntmachung der Neufassung des Gesetzes über den Kommunalen Versorgungsverband Sachsen Vom 30. Januar 2019 1Auf Grund des Artikels 8 Absatz 2 des Gesetzes vom 13. Dezember 2017 (SächsGVBl. S. 626) wird nachstehend der Wortlaut des Gesetzes über den Kommunalen Versorgungsverband Sachsen in der seit dem 1. Januar 2019 geltenden Fassung bekannt gemacht. 2Die Neufassung berücksichtigt: 1. die Fassung der Bekanntmachung des Gesetzes vom 22. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 358), 2. den am 30. Juli 2005 in Kraft getretenen Artikel 13 des Gesetzes vom 14. Juli 2005 (SächsGVBl. S. 167), 3. den am 25. November 2007 in Kraft getretenen Artikel 6 des Gesetzes vom 7. November 2007 (SächsGVBl. S. 478), 4. den am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Artikel 4 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 380), 5. das am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Gesetz vom 14. Dezember 2012 (SächsGVBl. S. 746), 6. den am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Artikel 7 des Gesetzes vom 28. November 2013 (SächsGVBl. S. 822), 7. den am 1. April 2014 in Kraft getretenen Artikel 4 des Gesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970), 8. den teils am 1. Januar 2018, teils am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Artikel 5 des eingangs genannten Gesetzes. Dresden, 30. Januar 2019 Der Staatsminister des Innern Prof. Dr. Roland Wöller Gesetz über den Kommunalen Versorgungsverband Sachsen (SächsGKV) Rechtsbereinigt mit Stand vom 1. Januar 2024 Inhaltsübersicht Erster Teil Aufbau und Rechtsstellung § 1 Rechtsstellung und Sitz § 2 Aufgaben § 3 Satzungen Zweiter Teil Mitglieder und Angehörige Erster Abschnitt Mitglieder § 4 Pflichtmitglieder § 5 Freiwillige Mitglieder Zweiter Abschnitt Angehörige § 6 Allgemeines § 7 Beginn und Anmeldung § 8 Beendigung Dritter Teil Leistungen und Erstattungen; weitere Aufgaben § 9 Allgemeines § 10 Versorgungsleistungen § 11 Leistungen bei Dienstunfällen § 12 Versorgungsleistungen an Angestellte § 13 Beihilfen § 14 Weitere Pflichtaufgaben § 15 Freiwillige Aufgaben § 16 Erstattungen Vierter Teil Verfassung und Verwaltung Erster Abschnitt Organe § 17 Organe Zweiter Abschnitt Verwaltungsrat § 18 Rechtsstellung und Aufgaben § 19 Zusammensetzung § 20 Amtszeit und Ergänzung § 21 Rechtsstellung der Mitglieder § 22 Geschäftsgang Dritter Abschnitt Direktor § 23 Rechtsstellung § 24 Aufgaben § 25 Beauftragung, Vollmacht, Verpflichtungserklärungen Vierter Abschnitt Beschäftigte § 26 Beschäftigte Fünfter Teil Finanzwirtschaft § 27 Wirtschaftsführung § 28 Umlage und Erstattung § 29 Auskunftspflicht § 30 Zahlung der Umlage Sechster Teil Aufsicht § 31 Aufsicht Siebter Teil Sonderkasse § 32 Allgemeines § 33 Verwaltungsausschuss der Zusatzversorgungskasse § 34 (weggefallen) § 35 (weggefallen) § 36 (weggefallen) § 37 (weggefallen) Achter Teil Übergangs- und Schlussvorschriften § 37a Übergangsbestimmungen § 38 Inkrafttreten und Schlussvorschriften Erster Teil Aufbau und Rechtsstellung § 1 Rechtsstellung und Sitz (1) 1Der Kommunale Versorgungsverband Sachsen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. 2Er verwaltet seine Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze unter eigener Verantwortung. 3Er besitzt das Recht, Beamte zu haben. (2) Sitz des Kommunalen Versorgungsverbands ist Dresden. § 2 Aufgaben (1) Der Kommunale Versorgungsverband gleicht die Lasten seiner Mitglieder aus, die durch die Versorgung von Beschäftigten und deren Hinterbliebenen sowie die Gewährung der Beihilfen entstehen. (2) 1Dem Kommunalen Versorgungsverband obliegt nach Maßgabe dieses Gesetzes die Gewährung von Versorgungsbezügen an Beamte und ausnahmsweise auch an Angestellte der Mitglieder, soweit die Beamten und Angestellten Angehörige des Kommunalen Versorgungsverbands sind. 2Der Kommunale Versorgungsverband gewährt ferner nach Maßgabe dieses Gesetzes Beihilfen gemäß § 80 und § 80a des Sächsischen Beamtengesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970, 971), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 6. Juli 2023 (SächsGVBl. S. 467), in der jeweils geltenden Fassung, erstattet die Beiträge zur Krankenversicherung gemäß § 80b des Sächsischen Beamtengesetzes für Versorgungsempfänger und nimmt die übrigen in diesem Gesetz bezeichneten Aufgaben wahr. (3) Der Kommunale Versorgungsverband kann auf Antrag die Aufgaben nach Absatz 2 auch für Nichtmitglieder erfüllen.1 § 3 Satzungen (1) Der Kommunale Versorgungsverband kann seine Angelegenheiten durch Satzungen regeln, soweit Gesetze oder Rechtsverordnungen keine Vorschriften enthalten. (2) 1Satzungen werden vom Verwaltungsrat beschlossen. 2Sie sind durch den Direktor auszufertigen und im Amtlichen Anzeiger zum Sächsischen Amtsblatt bekannt zu machen. 3Sie treten am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft, wenn sie keinen anderen Zeitpunkt bestimmen. 4Satzungen sind der Rechtsaufsichtsbehörde unverzüglich nach ihrem Erlass im vollen Wortlaut anzuzeigen. (3) § 4 Absatz 4 der Sächsischen Gemeindeordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. März 2014 (SächsGVBl. S. 146), die zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2017 (SächsGVBl. S. 626) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, gilt entsprechend. Zweiter Teil Mitglieder und Angehörige Erster Abschnitt Mitglieder § 4 Pflichtmitglieder Pflichtmitglieder des Kommunalen Versorgungsverbands sind 1. die Gemeinden, 2. die Verwaltungsverbände, 3. die Landkreise, 4. die Zweckverbände, 5. die Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung, 6. die öffentlich-rechtlichen Sparkassen, 7. der Kommunale Sozialverband Sachsen, 8. die Unfallkasse Sachsen. § 5 Freiwillige Mitglieder (1) 1Als freiwillige Mitglieder können vom Kommunalen Versorgungsverband auf Antrag aufgenommen werden 1. Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die im Freistaat Sachsen ihren Sitz haben, 2. juristische Personen des Privatrechts, denen ausschließlich oder mehrheitlich Mitglieder des Kommunalen Versorgungsverbands angehören oder die von diesen maßgeblich beeinflusst werden. 2Die Aufnahme kann von der Erfüllung von Bedingungen, insbesondere von der Zahlung eines Ausgleichsbetrages, abhängig gemacht werden. (2) Die Mitgliedschaft kann auch allein zum Zwecke der Übernahme der Gewährung von Beihilfen nach § 13 beantragt werden. (3) 1Ein freiwilliges Mitglied kann die Mitgliedschaft zum Ende eines Haushaltsjahres mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr kündigen. 2Dem Kommunalen Versorgungsverband steht dieses Recht ohne eine Kündigungsfrist zu, wenn ein freiwilliges Mitglied seinen Verpflichtungen gegenüber dem Kommunalen Versorgungsverband nicht nachkommt oder die Voraussetzungen des Absatzes 1 oder 2 nicht mehr erfüllt. 3Die Mitgliedschaft endet auch, wenn das Mitglied aufgelöst oder in eine andere juristische Person übergeführt wird. Zweiter Abschnitt: Angehörige § 6 Allgemeines (1) 1Folgende dienst- oder arbeitsfähige Bedienstete der Mitglieder sind Angehörige des Kommunalen Versorgungsverbands: 1. die hauptamtlichen Beamten auf Lebenszeit, auf Zeit und auf Probe, 2. die Angestellten und Dienstverpflichteten, wenn ihnen Versorgung nach beamtenrechtlichen Grundsätzen zugesichert ist, 3. die nach einer Dienstordnung im Sinne der Sozialversicherungsgesetze beschäftigten Angestellten, soweit sie nicht im Vorbereitungs- oder Anwärterdienst stehen. 2Einer Beschäftigung beim Mitglied steht es gleich, wenn der Angehörige vom Mitglied beurlaubt, entsandt oder zu einem anderen Dienstherrn abgeordnet ist oder die Rechte des Angehörigen aufgrund einer Mitgliedschaft im Europäischen Parlament, im Bundestag, in einem Landtag oder in der Bundes- oder einer Landesregierung oder wegen der Ausübung des Amtes eines Parlamentarischen Staatssekretärs ruhen. (2) 1Die in Absatz 1 bezeichneten Bediensteten bleiben Angehörige, wenn sie nach dem Ausscheiden Anspruch auf Versorgung oder Anspruch oder Anwartschaft auf Betriebsrente nach § 2 des Betriebsrentengesetzes vom 19. Dezember 1974 (BGBl. I S. 3610), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 14. August 2017 (BGBl. I S. 3214) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, aus dem Beschäftigungsverhältnis bei einem Mitglied haben; dem Anspruch auf Versorgung steht gleich der Anspruch auf Alters- und Hinterbliebenengeld nach den Bestimmungen des Sächsischen Beamtenversorgungsgesetzes vom 6. Juli 2023 (SächsGVBl. S. 467, 510), in der jeweils geltenden Fassung. 2Ihre anspruchsberechtigten Hinterbliebenen werden mit Beginn der Anspruchsberechtigung Angehörige. 3Anspruchsberechtigte eines neu aufgenommenen Mitglieds können als Angehörige aufgenommen werden.2 § 7 Beginn und Anmeldung (1) 1Die in § 6 Absatz 1 bezeichneten Bediensteten werden mit dem Eintritt in die versorgungsberechtigende Tätigkeit bei einem Mitglied Angehörige des Kommunalen Versorgungsverbands. 2In den Fällen des § 5 Absatz 1 und des § 6 Absatz 2 Satz 3 werden sie frühestens mit der Aufnahme des Mitglieds Angehörige. (2) 1Die in § 6 Absatz 1 bezeichneten Angehörigen sind vom Mitglied unverzüglich beim Kommunalen Versorgungsverband anzumelden. 2Das Nähere regelt die Satzung. § 8 Beendigung (1) 1Die Angehörigeneigenschaft der Angehörigen endet, 1. wenn sie aus der versorgungsberechtigenden Tätigkeit bei einem Mitglied ausscheiden; § 6 Absatz 2 Satz 1 und 2 bleibt unberührt, 2. wenn sie infolge Umbildung von Körperschaften in den Dienst eines Dienstherrn übernommen werden, der nicht Mitglied des Kommunalen Versorgungsverbands ist, 3. wenn das Mitglied, bei dem sie beschäftigt sind oder zuletzt beschäftigt waren, aus dem Kommunalen Versorgungsverband ausscheidet. 2Satz 1 Nummer 3 findet auf die in § 6 Absatz 2 bezeichneten Angehörigen keine Anwendung. (2) Im Falle des Absatzes 1 Satz 2 hat das ausscheidende Mitglied einen vom Kommunalen Versorgungsverband festzusetzenden, angemessenen Ausgleichsbetrag zu zahlen. Dritter Teil Leistungen und Erstattungen; weitere Aufgaben § 9 Allgemeines 1Der Kommunale Versorgungsverband gewährt den Angehörigen die Leistungen nach diesem Gesetz im Namen des Mitglieds. 2Insoweit trifft er auch im Namen des Mitglieds die notwendigen Entscheidungen und vertritt das Mitglied in Rechtsstreitigkeiten. 3Der Kommunale Versorgungsverband entscheidet über die Berücksichtigung von Zeiten als ruhegehaltfähige Dienstzeit aufgrund von Kannvorschriften im Einvernehmen mit dem Mitglied. 4Satz 2 gilt nicht für die Untersuchung und Entscheidung über die Anerkennung von Dienstunfällen. § 10 Versorgungsleistungen (1) 1Der Kommunale Versorgungsverband gewährt den Angehörigen Versorgung oder Alters- und Hinterbliebenengeld nach den beamtenrechtlichen Vorschriften oder den diesen entsprechenden Regelungen mit Ausnahme 1. der für den Sterbemonat zu zahlenden Bezüge, 2. der Erstattung von Sachschäden und des Schadenausgleichs in besonderen Fällen, 3. des Übergangsgeldes, 4. des Ausgleichs bei besonderen Altersgrenzen. 2Der Kommunale Versorgungsverband gewährt den leitenden Angestellten und Dienstverpflichteten der öffentlich-rechtlichen Sparkassen die Versorgung oder Alters- und Hinterbliebenengeld auch, wenn diese auf einem Anstellungsvertrag beruht, der den Empfehlungen des Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverbands nach § 20 Absatz 1 Satz 3 des Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute im Freistaat Sachsen und die Sachsen-Finanzgruppe vom 13. Dezember 2002 (SächsGVBl. S. 333), das zuletzt durch Artikel 16 des Gesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, entspricht. (2) 1Bei der Versetzung eines Angehörigen in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit ist vom Kommunalen Versorgungsverband bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Angehörige ohne Nachweis der Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden kann, das Ruhegehalt nur zu tragen, wenn die dauernde Dienstunfähigkeit nachgewiesen wird und keine Möglichkeit besteht, den Angehörigen zur Vermeidung der Versetzung in den Ruhestand anderweitig zu verwenden; § 52 Absatz 1 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes gilt entsprechend. 2Das Nähere regelt die Satzung.3 § 11 Leistungen bei Dienstunfällen Leistungen, die sich aus Entscheidungen eines Mitglieds über die Anerkennung von Dienstunfällen ergeben, übernimmt der Kommunale Versorgungsverband nur, wenn er diesen Entscheidungen zustimmt. § 12 Versorgungsleistungen an Angestellte (1) Versorgungsleistungen für die in § 6 Absatz 1 Nummer 2 und 3 bezeichneten Angehörigen werden außer im Falle des Todes des Angehörigen nur gewährt, wenn das Dienstverhältnis durch Umstände beendet wird, die bei einem Beamten auf Lebenszeit nach den beamtenrechtlichen Vorschriften zum Eintritt in den Ruhestand führen. (2) Versorgungsleistungen werden auch gewährt für 1. die Angestellten, leitenden Angestellten und Dienstverpflichteten der Pflichtmitglieder, sofern sie auf Zeit für eine Dauer von mindestens fünf Jahren angestellt und für ein Unternehmen des Pflichtmitglieds tätig sind, das als Eigenbetrieb oder in der Rechtsform des privaten Rechts nach § 95 Absatz 1 Nummer 2 oder Nummer 3 der Sächsischen Gemeindeordnung geführt wird, 2. die Geschäftsführer der kommunalen Landesverbände und ihre Stellvertreter, sofern sie auf Zeit für eine Dauer von mindestens sieben Jahren angestellt sind, 3. die nach den Vorschriften des Gesetzes über die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute im Freistaat Sachsen und die Sachsen-Finanzgruppe auf Zeit angestellten leitenden Angestellten und Dienstverpflichteten der öffentlich-rechtlichen Sparkassen, 4. den Direktor der Sächsischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung, sofern er in einem zeitlich befristeten privatrechtlichen Vertragsverhältnis, das eine Versorgung nach beamtenrechtlichen Grundsätzen gewährleistet, angestellt ist sowie 5. den Direktor des Kommunalen Versorgungsverbands, sofern er in einem zeitlich befristeten privatrechtlichen Vertragsverhältnis, das eine Versorgung nach beamtenrechtlichen Grundsätzen gewährleistet, angestellt ist, wenn die Voraussetzungen vorliegen, unter denen Beamte auf Zeit Versorgungsbezüge erhalten. § 13 Beihilfen Der Kommunale Versorgungsverband gewährt Beihilfen nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder den diesen entsprechenden Regelungen 1. an die Beschäftigten der Mitglieder, 2. an die Versorgungsempfänger der Mitglieder. § 14 Weitere Pflichtaufgaben 1Dem Kommunalen Versorgungsverband obliegt 1. die Gewährung von Unfallfürsorge an a) Ehrenbeamte, b) ehrenamtlich Tätige, die dieselben Rechte wie Ehrenbeamte haben, c) Beamte auf Widerruf und dienstordnungsmäßige Angestellte im Vorbereitungs- und Anwärterdienst, d) frühere Beamte und dienstordnungsmäßige Angestellte der Mitglieder sowie an die Hinterbliebenen dieser Personen, 2. die Gewährung der Unfallfürsorge an Angehörige nach § 6 Absatz 1, die für einen kommunalen Landesverband oder für einen anderen Verband, der überwiegend von Mitgliedern des Kommunalen Versorgungsverbands getragen wird, tätig sind, soweit ihnen für ihre Tätigkeit Unfallfürsorge nach den beamtenrechtlichen Vorschriften durch Satzung zugesichert wurde, sowie an die Hinterbliebenen dieser Angehörigen, 3. die Durchführung der Nachversicherung nach dem Sechsten Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung – in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 2002 (BGBl. I S. 754, 1404, 3384), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2575) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, für ausscheidende Angehörige ab Beginn der Angehörigeneigenschaft; dies gilt auch für Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst und für dienstordnungsmäßige Angestellte im Vorbereitungs- und Anwärterdienst, wobei sich die Leistungen auf die Zeit der Ausbildung während der Mitgliedschaft ihres Dienstherrn beim Kommunalen Versorgungsverband beschränken, 4. die Erstattung der Aufwendungen der Versicherungsträger nach den §§ 225 und 290 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch, 5. die Gewährung von Heilfürsorge für die Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes, 6. die Gewährung der Betriebsrente nach § 2 des Betriebsrentengesetzes an Angehörige, 7. die Erteilung von Auskünften an die Familiengerichte, 8. die Anforderung von Versorgungslastenbeteiligungen. 2In den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 und 2 gilt § 10 Absatz 1 Nummer 2 entsprechend. § 15 Freiwillige Aufgaben Dem Kommunalen Versorgungsverband obliegen, soweit die Satzung dies bestimmt, 1. die Erstattung von Bezügen an Mitglieder für Angehörige, die durch Krankheit an der Ausübung des Dienstes gehindert sind, 2. Dienstleistungen für die Mitglieder, soweit sie im Zusammenhang mit den Aufgaben des Verbands stehen, 3. die Gewährung von Bezügen an die Bediensteten der Mitglieder, soweit die Mitglieder diese beantragen und der Kommunale Versorgungsverband dem zustimmt. 4. die Gewährung der Aufwandsentschädigung an ehrenamtliche Bürgermeister nach § 155a des Sächsischen Beamtengesetzes sowie des Ehrensolds an ehemalige ehrenamtliche Bürgermeister nach § 155b des Sächsischen Beamtengesetzes, soweit die Mitglieder nach § 4 Nummer 1 dies beantragen und der Kommunale Versorgungsverband dem zustimmt.4 § 16 Erstattungen (1) Gewährt ein Mitglied Leistungen, die nach diesem Gesetz der Kommunale Versorgungsverband zu tragen hätte, so sind ihm diese vom Kommunalen Versorgungsverband innerhalb eines Monats nach der Anforderung zu erstatten. (2) Gewährt der Kommunale Versorgungsverband Leistungen, die er nicht zu tragen hat, so sind ihm diese vom Mitglied innerhalb eines Monats nach der Anforderung zu erstatten. (3) 1Versorgungsbezüge oder Teile davon, die Mitgliedern von Dritten für Angehörige des Kommunalen Versorgungsverbands erstattet werden, erhält der Kommunale Versorgungsverband. 2Dies gilt auch für die Kapitalbeträge, die in den Fällen des § 78 Absatz 1 des Sächsischen Beamtenversorgungsgesetzes zur Abwendung einer Kürzung der Versorgungsbezüge an die Mitglieder bezahlt werden. 3Für die Festsetzung dieser Kapitalbeträge gilt § 9 Satz 2 entsprechend. 4Versorgungsbezüge oder Teile davon, die von einem Mitglied einem Dritten für Angehörige oder frühere Angehörige aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen zu erstatten sind, trägt der Kommunale Versorgungsverband. Vierter Teil Verfassung und Verwaltung Erster Abschnitt Organe § 17 Organe Organe des Kommunalen Versorgungsverbands sind der Verwaltungsrat und der Direktor. Zweiter Abschnitt Verwaltungsrat § 18 Rechtsstellung und Aufgaben (1) 1Der Verwaltungsrat ist das Hauptorgan des Kommunalen Versorgungsverbands. 2Er beschließt über alle Angelegenheiten des Kommunalen Versorgungsverbands, soweit nicht der Direktor kraft Gesetzes zuständig ist oder ihm der Verwaltungsrat bestimmte Angelegenheiten überträgt. 3Er kann Grundsätze für die Verwaltung des Kommunalen Versorgungsverbands festlegen und überwacht die Ausführung seiner Beschlüsse. 4Er beschließt insbesondere über Anträge auf Erfüllung von Aufgaben für Nichtmitglieder nach § 2 Absatz 3, die Aufnahme freiwilliger Mitglieder nach § 5 sowie über die Anträge zur Gewährung von Bezügen an die Beschäftigten der Mitglieder nach § 15. 5§ 33 Absatz 1 bleibt unberührt. (2) 1Der Verwaltungsrat entscheidet über die Ernennung und Entlassung des Direktors. 2Er entscheidet ferner im Einvernehmen mit dem Direktor über die Ernennung und Entlassung der Beamten sowie über die Einstellung und Entlassung der Arbeitnehmer; das gleiche gilt für die nicht nur vorübergehende Übertragung einer anders bewerteten Tätigkeit bei einem Arbeitnehmer sowie für die Festsetzung der Vergütung oder des Lohnes, sofern kein Anspruch aufgrund eines Tarifvertrages besteht; kommt es zu keinem Einvernehmen, so entscheidet der Verwaltungsrat mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Anwesenden allein. 3Der Direktor ist zuständig, soweit der Verwaltungsrat ihm die Entscheidung überträgt. 4Die Entscheidung über Angelegenheiten nach § 18 Absatz 1 Satz 4 kann nicht dem Direktor übertragen werden. (3) 1Der Verwaltungsrat kann sich vom Direktor jederzeit über alle Angelegenheiten des Kommunalen Versorgungsverbands unterrichten lassen. 2Er kann vom Direktor verlangen, dass ihm oder den von ihm bestimmten Mitgliedern des Verwaltungsrats Akteneinsicht gewährt wird. § 19 Zusammensetzung (1) Der Verwaltungsrat besteht aus dem Vorsitzenden und zwölf weiteren Mitgliedern. (2) 1Die Mitglieder werden vom Staatsministerium des Innern aus den Organen und den Beamten der Mitglieder des Kommunalen Versorgungsverbandes berufen, und zwar zwölf Mitglieder auf Vorschlag der kommunalen Landesverbände sowie ein Mitglied auf Vorschlag der Sparkassen. 2Für jedes Mitglied ist in gleicher Weise ein Stellvertreter zu berufen. (3) Der Vorsitzende und sein Stellvertreter werden vom Verwaltungsrat bei dessen erstem Zusammentreten aus seiner Mitte gewählt. § 20 Amtszeit und Ergänzung (1) 1Die Mitglieder des Verwaltungsrats und die Stellvertreter werden auf die Dauer von fünf Jahren, längstens auf die Dauer ihres Hauptamts, berufen. 2Bis zum Zusammentreten des neugebildeten Verwaltungsrats führt der bisherige Verwaltungsrat die Geschäfte weiter. (2) Scheiden Mitglieder oder Stellvertreter im Laufe der Amtszeit aus, so werden für den Rest der Amtszeit neue Mitglieder oder Stellvertreter nach Maßgabe des § 19 Absatz 2 berufen. § 21 Rechtsstellung der Mitglieder 1Die Mitglieder des Verwaltungsrats sind ehrenamtlich tätig. 2Für ihre Rechtsverhältnisse gelten die für die Gemeinderäte maßgebenden Vorschriften mit Ausnahme des § 17 der Sächsischen Gemeindeordnung entsprechend; solange sie das Amt innehaben, sind sie zur Ausübung der Tätigkeit verpflichtet. 3Die Vorschriften über den Ausschluss wegen Befangenheit gelten nicht, wenn die Entscheidung Verpflichtungen der Mitglieder betrifft, die sich aus ihrer Zugehörigkeit zum Kommunalen Versorgungsverband ergeben und für alle ihm angehörenden Mitglieder nach gleichen Grundsätzen festgesetzt werden. § 22 Geschäftsgang (1) Auf den Geschäftsgang des Verwaltungsrats finden § 36 Absatz 2, 3 und 5 sowie §§ 38 bis 43 und 47 der Sächsischen Gemeindeordnung entsprechende Anwendung. (2) Der Verwaltungsrat kann Sachverständige mit beratender Stimme zu den Sitzungen zuziehen. (3) 1Der Vorsitzende des Verwaltungsrats muss Beschlüssen des Verwaltungsrats widersprechen, wenn er der Auffassung ist, dass sie gesetzwidrig sind. 2Er kann widersprechen, wenn er der Auffassung ist, dass sie für den Kommunalen Versorgungsverband nachteilig sind. 3Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung. 4Er muss unverzüglich, spätestens jedoch binnen einer Woche nach der Beschlussfassung, gegenüber den Mitgliedern des Verwaltungsrats ausgesprochen werden. 5Wenn die Angelegenheit nicht in der gleichen Sitzung bereinigt werden kann, ist spätestens vier Wochen nach der ersten Sitzung eine weitere Sitzung einzuberufen, in der erneut über die Angelegenheit zu beschließen ist. 6Ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Verwaltungsrats der neue Beschluss gesetzwidrig, muss er ihm erneut widersprechen und unverzüglich die Entscheidung der Rechtsaufsichtsbehörde herbeiführen. (4) 1In dringenden Angelegenheiten, deren Erledigung nicht bis zu einer Sitzung des Verwaltungsrats aufgeschoben werden kann, entscheidet der Vorsitzende des Verwaltungsrats an Stelle des Verwaltungsrats. 2Die Gründe für die Eilentscheidung und die Art der Erledigung sind den Mitgliedern des Verwaltungsrats unverzüglich mitzuteilen. Dritter Abschnitt Direktor § 23 Rechtsstellung (1) 1Der Direktor ist Leiter der Verwaltung. 2Er vertritt den Kommunalen Versorgungsverband. 3Der Direktor muss zuverlässig und fachlich geeignet sein. (2) 1Der Direktor ist Beamter auf Zeit. 2Die Amtszeit beträgt sieben Jahre. 3Sie beginnt mit dem Amtsantritt. 4Im Falle der Wiederbestellung schließt sich die neue Amtszeit an das Ende der vorangegangenen an. 5Die disziplinarre

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.