Bremen

Bremische Verordnung eines verbindlichen Lehrplans für die Ausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann, zur Pflegefachperson, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachperson, zur Altenpflegerin, zum Altenpfleger oder zur Altenpflegefachperson nach dem Pflegeberufegesetz (Bremische Pflege-Lehrplan-Verordnung - BremPflLPV)

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Quellenkennung: 269634. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

Drucken Senden zur Inhaltsübersicht Veröffentlichungsdatum:20.12.2022 Inkrafttreten04.04.2025 Zuletzt geändert durch:§ 2 geändert sowie Überschrift, § 3 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 03.04.2025 (Brem.GBl. S. 124) Fundstelle Brem.GBl. 2022, S. 1034 Zitiervorschlag: "Bremische Verordnung eines verbindlichen Lehrplans für die Ausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann, zur Pflegefachperson, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachperson, zur Altenpflegerin, zum Altenpfleger oder zur Altenpflegefachperson nach dem Pflegeberufegesetz (Bremische Pflege-Lehrplan-Verordnung - BremPflLPV) vom 20. Dezember 2022 (Brem.GBl. 2022, S. 1034), zuletzt § 2 geändert sowie Überschrift, § 3 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 3. April 2025 (Brem.GBl. S. 124)"

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e ein grundlegendes Wissen zu Bewältigungsformen und Unterstützungsangeboten für Familien in entwicklungs- und gesundheitsbedingten Lebenskrisen. Die Auszubildenden erheben gesundheits- und pflegebezogene Daten und erkennen Reifezeichen, Anpassungsstörungen sowie Entwicklungsverzögerungen des Kindes. Weiter erheben sie gesundheits- und pflegebezogene Informationen zur sozialen Situation, beobachten familiäre Interaktionsprozesse und integrieren diese Informationen in eine pflegediagnostische Situationseinschätzung. In der Gestaltung von Interaktions- und Pflegeprozessen stimmen die Auszubildenden ihre Interaktion auf den physischen, emotionalen und kognitiven Entwicklungsstand ab und integrieren Elemente von Humor, Ablenkung und Beschäftigung in ihr Pflegehandeln. In besonderer Weise berücksichtigen sie die triadische Gestaltung der Pflege, unterstützen so Eltern und Bezugspersonen und fördern sie bei der Entwicklung einer stabilen Beziehung zum Kind. Jugendlichen begegnen sie in der Anerkennung ihrer bereits entwickelten Selbständigkeit, verstehen die besonderen Herausforderungen der Entwicklungsaufgaben in dieser Lebensphase. Sie informieren Kinder und Jugendliche sowie ihre Bezugspersonen im Umgang mit gesundheitlichen, krankheits- sowie therapie- und pflegebedingten Anforderungen altersgerecht und orientieren sich hierfür an den Zielen größtmöglicher Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Im Kontext der klinisch-pädiatrischen Versorgung wirken die Auszubildenden durch eine gezielte Entlassungsplanung nach einem akut-stationären Aufenthalt an der Überleitung in andere Versorgungsbereiche oder das häusliche Umfeld mit und orientieren sich dabei an qualitätssichernden Instrumenten, wie z. B. dem einschlägigen Expertenstandard. Unterrichtsziele Die Auszubildenden reflektieren in diesem Lernfeld ihre Erfahrungen aus bereits durchgeführten Pflichteinsätzen in der pädiatrischen Versorgung bzw. bereiten sich auf einen entsprechenden Einsatz im Austausch mit der Lerngruppe vor. Dabei lernen sie das Spektrum der verschiedenen möglichen Einsatzfelder kennen und verstehen unterschiedliche Blickwinkel auf die Entwicklungs- und Gesundheitsförderung sowie die Pflege von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Die Auszubildenden erweitern ihre Kenntnisse zu Schwangerschaft und Geburt aus Lernfeld 4 um häufig auftretende Komplikationen und genetisch bedingte oder während der Schwangerschaft und unter der Geburt erworbene Gesundheitsstörungen. Sie vertiefen ihre Kenntnisse zu Theorien und Modellen der familienbezogenen Pflege und ziehen daraus Konsequenzen für die Pflegeprozessgestaltung bei der Versorgung von Kindern und ihren Familien. Sie üben vertiefend Handlings und Skills zur pflegerischen Versorgung von Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Die Auszubildenden verknüpfen die komplexen Zusammenhänge physischer, mentaler und psychischer Entwicklung, verstehen die Bedeutung des familiären Umfeldes und die Funktion von Erziehung für die kindliche Entwicklung und erläutern Theorien zu Erziehungsstilen und deren Auswirkungen. Am Beispiel ausgewählter Einzelfallsituationen erkennen sie physische, psychische und mentale Entwicklungsprobleme auf der Basis von Theorien der psychischen, körperlichen und sozialen Entwicklung. Ausgehend von der Reflexion eigenen Erlebens in dieser Entwicklungsphase und im Austausch über differente Sichtweisen von Erfahrungen vollziehen die Auszubildenden die Hintergründe nach, die das Verhalten von jugendlichen zu pflegenden Menschen leiten. Hierbei suchen sie auch Ansatzpunkte für den Umgang mit widerständigem Verhalten und bringen diese reflexiv in fallbezogene Lernprozesse ein. Daraus leiten sie Möglichkeiten ab, um Informations- und Anleitungskonzepte (Mikro-Schulungen) sowohl fachgerecht als auch altersgruppenspezifisch und bedürfnisorientiert zu gestalten und Adhärenz zu fördern. Die Auszubildenden erarbeiten exemplarisch die Krankheitslehre für ausgewählte, weit verbreitete Erkrankungen, z. B. im Bereich der Dermatologie und/oder der Ernährung bzw. des Stoffwechsels. Weiter berücksichtigen sie im Rahmen der Versorgung und Unterstützung von Kindern deren seelische und geistige Entwicklung, lernen ausgewählte, häufig vorkommende psychische Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters kennen und gewinnen damit einen fallbezogenen Einblick in das Spektrum der regionalen Versorgungsangebote zur Unterstützung und Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und ihren Familien. Für die Entwicklung ihres Fallverständnisses und die Ableitung ihrer pflegerischen Aufgaben aktivieren die Auszubildenden Wissenszusammenhänge aus den verschiedenen vorangegangenen Lernfeldern und verknüpfen sie sinnvoll. Sie erweitern ihre Fähigkeiten in der Recherche und Bewertung von wissenschaftlich fundiertem Wissen.   Inhalte, die den Situationsrahmen weiter ausdifferenzieren Handlungsmuster (Pflegerische Aufgaben / Konzepte) Pflegeanlässe (Phänomene / Bedürfnisse / Erkrankungen) • Konzepte der familienbezogenen Pflege bzw. Familie als Bezugspunkt in pflegetheoretischen Modellen und der Organisation des Pflegeprozesses - Familienbezogene Pflegemodelle für die Pflegeprozessplanung, z. B. ○ Calgary-Modell der familienzentrierten Pflege ○ M. L. Friedemann ○ Dependenzpflege (D. Orem) ○ Adaptions Model (C. L. Roy)) ○ M. Krohwinkel <-- Aufnahme, Vertiefung und Weiterführung aus LF 1B / LF 4 und LF 5 - hinterlegte Modelle sollen in LF 18, 19, 21 und 24 kontinuierlich mit unterschiedlichen Blickwinkeln fallspezifisch angewendet und erweitert werden • Elterliche Kompetenz und Bindungsfähigkeit unterstützen • Einbindung der Eltern in die Pflege- Aushandlungsprozesse zwischen den professionell Pflegenden und den Bezugspersonen gestalten <-- anknüpfend an LF 3B und LF 4 • Fallspezifische Anwendung eines bekannten Instruments zur Erhebung des Pflegebedarfs eines Kindes (z. B. ePA-Kids, PAS-P) <-- anknüpfend an LF 8 • Standardisierte Instrumente und Assessmentverfahren zur Einschätzung des körperlichen, kognitiven und seelischen Entwicklungsstandes von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen einsetzen und pflegediagnostisch nutzen ○ Risiken einer verzögerten sensomotorischen Entwicklung erkennen <-- anknüpfend an LF 4 ○ kindliche Sexualität im Entwicklungsprozess berücksichtigen (sexuelle Entwicklung im Kindesalter und im Jugendalter) • Pflegeprozess- und Entlassungsplanung für die Begleitung einer Familie mit einem Neugeborenen / Säugling mit Entwicklungsverzögerungen als Folge einer geburtstraumatischen Schädigung, bezogen auf ○ Veränderungen der Alltagsstruktur und Lebenssituation in einer Familie mit einem Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf ○ Auswirkungen auf das Familiensystem, insbesondere auf die Geschwisterkinder ○ Die pflegerische Versorgung von kranken Neugeborenen - spezifische Skills / Handlings • Pflegeprozess- und Entlassungsplanung in einer überschaubaren klinischen Fallsituation, Entwicklung v. Kriterien für die Prozessevaluation ○ z. B. bei Kindern • mit Verbrennungs-/Verbrühungsunfallunfall <-- vgl. LF 6 - dort oder hier streichen • nach einem Unfall mit Polytrauma • in Verbindung mit einer chirurgischen Korrektur bei Hüftdysplasie (Beckenosteotomie) • bei Herz-OP --> evtl. auch Lernfeld 18 oder 21 • Hypospadie • Vesico-urethraler Reflux • Phimose sowie mit Variationen in der jeweiligen sozialen / familiären Konstellation und in Verbindung mit überschaubaren Komplikationen durch Nebendiagnosen oder psychosoziale Anforderungen ○ selbständige Erarbeitung von erforderlichen Fachinformationen in der pädiatrischen Pflege ○ Erarbeitung der Sichtweisen anderer Berufsgruppen ○ Fallvorstellung und Diskussion der geplanten Pflege ○ Einarbeitung von Mitarbeitenden ○ Information und Anleitung der Eltern in den verschiedenen Fallsituationen • Rollenhandeln in der Kinderkrankenpflege • einen verständigungsorientierten Aushandlungsprozess mit einem Schulkind zur Vorbereitung auf eine schmerzhafte diagnostische oder therapeutische Intervention gestalten <-- anknüpfend an LF 5 • Pflegerische Versorgung / Ernährung von Kleinkindern <--anknüpfend an LF 4 • Überleitung von Kindern in eine andere Klinik, in das häusliche Umfeld bzw. das Wohnumfeld sowie in die ambulante Versorgung ○ Arbeit mit dem Expertenstandard „Entlassungsmanagement in der Pflege“ ○ Organisations- und Teamstrukturen im Krankenhaus sowie in den nachsorgenden Sektoren als Momente der Strukturqualität in die Planungsüberlegungen integrieren • Pflegeprozessplanung, pflegerische Unterstützung und Begleitung einer jugendlichen Patientin (und ggf. ihrer Bezugspersonen) bei der Erstdiagnose einer chronischen Erkrankung (z. B. Diabetes Mellitus Typ 1): ○ Angebote zur Stärkung der Gesundheitskompetenz (Health Literacy, Förderung der Adhärenz und Eigenverantwortung, Coping) --> altersgerechte Unterstützung, Information und Anleitung des Kindes/Jugendlichen (und/oder der Bezugspersonen) hinsichtlich der Gesundheitsförderung und Ernährung sowie zu einem speziellen pflegerischen Handling, z. B. • Unterstützung bei der Ernährung in schwierigen Pflegesituationen • s. c. Injektion / Insulin-Pen oder -Pumpe • BZ-Messung per CGM (kontinuierliche Glucosemessung) / Nutzung einer Diabetes - App • Befähigung zum frühzeitigen Erkennen einer Hypo-/Hyperglykämie • Wissen um die Vermeidung akuter Stoffwechselentgleisungen • Vorbeugung von Adipositas (Risiko „Doppeldiabetes“) / Prävention diabetesbedingter Folgeerkrankungen • Förderung von Eigenverantwortung und Selbstmanagement ○ Interprofessionelle Zusammenarbeit mit Diätassistentinnen/-assistenten ○ Individuelle (altersgerechte) Anpassung, Durchführung und Evaluation von vorliegenden Konzepten zur Mikro-Schulung <-- anknüpfend an bereits entwickelte kommunikative Interventionsstrategien, z. B. aus LF 2, LF 1B, LF 7 u. LF 8 --> Kompetenzen werden in LF 14 mit anderem Fokus gefestigt ○ Förderung von Adhärenz im Jugendalter - pflegerische Unterstützung und Begleitung von Anpassungsprozessen in der Transition vom Kindes- ins Jugendalter sowie Unterstützung und Begleitung bei Anpassungsprozessen und Geschlechtsinkongruenz <-- anknüpfend an LF 7 und LF 8 --> wird in LF 21 mit dem Fokus einer anderen chronischen Erkrankung im Jugendalter (cystische Fibrose) und stärkerem Familienbezug erweiternd und vertiefend aufgenommen - hier kann demzufolge stärker die Situation des Kindes / Jugendlichen fokussiert werden, währende die Herausforderungen für das Familiensystem evtl. eher wegfallen bzw. in den Hintergrund treten • Altersgerechte Beziehungsgestaltung und Beschäftigung ○ Humor in der Pflege und Einsatz eines Klinik-Clowns • unzureichender Geburtsverlauf - Beeinträchtigung des Kindes durch geburtstraumatische Schädigung / perinatale Sauerstoffunterversorgung • Gefahr einer verzögerten Entwicklung, z. B. infolge eines schwierigen Geburtsverlaufs • beeinträchtigte soziale Interaktion • Gefahr einer beeinträchtigten Bindung/Beziehung • Gefahr einer kognitiven und sozialen Entwicklungsverzögerung / Veränderungen im Entwicklungsverlauf, soziale Isolation • beeinträchtigte Elternkompetenz / Rollenüberlastung / Elterliche Rollenkonflikte • unterbrochene Familienprozesse (durch chronische Erkrankung in bedeutsamen Entwicklungsphasen oder durch andere, schwierige innerfamiliäre Ereignisse) unterbrochene Familienprozesse (und ihre Auswirkungen auf einzelne Familienmitglieder und das Familiensystem) / gefährdetes familiäres Coping • Risiken oder Beeinträchtigung der kindlichen Entwicklung, Gefahr der sozialen Isolation <-- die vorstehenden Punkte knüpfen an Kenntnisse und Kompetenzen u. a. aus LF 3B / LF 4 und LF 8 an und --> werden in den LF’n 16, 21, 23 und 24 vertieft • Ausgewählte Erkrankungen der Haut bei Kindern (ggf. als Nebendiagnose), z. B. ○ Atopisches Ekzem (s.o.) • großflächige Hautschädigungen, Kratzspuren, Krustenbildung und Hautblutungen • Juckreiz und Hautläsionen • Gefahr einer Hyperthermie, von Wärmestauungen und Unruhe • Infektionsgefahr der Hautläsionen • Schlafstörungen durch Juckreiz • Gefahr eines geringen Selbstwertgefühls • Gefahr von Entwicklungsverzögerung und Überforderung durch zu frühe Selbständigkeit oder erhöhte Anforderungen an die Selbständigkeit • Unwohlsein in Bezug auf das bei Geburt zugewiesene Geschlecht (Geschlechtsinkongruenz bzw. Geschlechtsdysphorie) • auffällige psychische Verhaltensformen, z. B. ○ erhöhte Unruhe und Aktivität infolge von ADHS ○ übergroße Ängstlichkeit / Angststörung oder ○ starke Zurückgezogenheit infolge einer kindlichen Depression <-- die vorstehenden Punkte knüpfen an Kenntnisse und Kompetenzen u. a. aus LF 3A/B, LF 4 und LF 10 an, sie werden in LF 16 u. LF 21 aufgenommen und vertieft • Risiken von Adipositas im Kindes- und Jugendalter • Erkrankungen des Stoffwechsels im Kindes- und Jugendalter ○ Diabetes Mellitus Typ 1 ○ Zöliakie • Gefahr eines instabilen Blutzuckerspiegels - Gefahr einer Gesundheitsschädigung bzw. einer Stoffwechselentgleisung • Gefahr einer Aktivitätsintoleranz • Wissensdefizite / zu vermeidende dysfunktionale Bewältigungsstrategien - unwirksame bzw. beeinträchtigte Adhärenz / Non-Adhärenz / unwirksames Therapiemanagement / unwirksames Management der eigenen Gesundheit / gefahrengeneigtes Gesundheitsverhalten • erforderliches Medikationsmanagement <-- die vorstehenden Punkte knüp-fen an Kenntnisse und Kompe-tenzen u. a. aus LF 3B, LF 4, LF 7 und LF 8 an, sie werden in LF 21 aufgenommen und vertieft • weitere Beeinträchtigungen des Neugeborenen, z. B. durch ○ Hypoglykämie (hier evtl. Gestationsdiabetes) ○ Polyglobulie ○ Amnioninfektionssyndrom • angeborene / erworbene Herzfehler (ASD, VSD, Fallot’sche Tetralogie, PDA) <-- anknüpfend an LF 5 u. LF 6 --> kann ggf. auch erst in LF 18 und/oder 21 erarbeitet werden • Hüftdysplasie <-- anknüpfend an LF 2 / LF 5d • Darmerkrankungen im Kindes- und Jugendalter ○ Morbus Crohn ○ Colitis Ulcerosa ○ Pylorusstenose ○ Invagination • Allergien (Lebensmittel) Situative Rahmenbedingungen • Rechtsstellung von Kindern und Jugendlichen • Erziehungsverantwortung der Eltern - rechtliche Stellung der Eltern • Lebensgestaltung und Rhythmen des Alltags und die damit verbundenen Anforderungen im Kindesalter (Familienalltag / Kindergartenalltag / Schulalltag) • Politische Konzepte zur Familiengesundheit und Konzepte der Gesundheitsversorgung im Kindes- und Jugendalter - Einrichtungen der Entwicklungs- und Gesundheitsförderung im Land Bremen / in der Region ○ Jugend- und Sozialamt, Beratungsstellen für Eltern, deren Kinder einen besonderen Beratungsbedarf aufweisen ○ niederschwellige Angebote zur Unterstützung von Familien und Kindern im Rahmen von frühen Hilfen, Schulgesundheitspflege, Familiengesundheitspflege, Schulgesundheitspflege • Selbsthilfegruppen • Elternschulungen <-- strukturierende Übersicht + unterschiedliche fallbezogene Recherchen • Finanzierung von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), Bewertung der DiGA durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte • Professionen und Angebote im Bereich der Entwicklungsförderung und der Kindes- und Familiengesundheit (z. B. Kindertagesstätten, Schulen, Horte, Kinderarztpraxen, Elternberatungsstellen, Jugendtreffs, regionale Projekte, Übersicht zur Vorbereitung auf mögliche Praxiseinrichtungen - sollte schulspezifisch fokussiert werden) • Aufgaben, Geschichte und Gegenwart de r Kinderkrankenpflege und/oder der Kinder- und Jugend-Psychiatrie • Ethische Grundlagen ○ Spannungsfeld Autonomieentwicklung des Kindes und elterliche Fürsorge ○ Gesetze, Leitlinien und Chartas, wie z. B. EACH-Charta, UN-Kinderrechtskonvention, Kinderrechte und Kinderschutzgesetz in Deutschland - Stand der Diskussion um Art. 6 d. Grundgesetzes, Sorgerecht, Selbstbestimmungsrecht von Kindern und Jugendlichen <--Anknüpfung an LF 3B und LF 10 • Versorgungssystem und konzeptionelle Ansätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie - fallbezogener Überblick --> wird in LF 16 erweitert und vertieft Ergänzende Wissensgrundlagen • Überblick über die Abwehrfunktion des Blutes und allergische Reaktionen im Kindesalter • Anatomie/Physiologie der hormonellen Steuerung <-- anknüpfend an die Grundlagen des endokrinen Systems in LF 7 - Veränderungen im Hormon- und Neurotransmitterhaushalt in der Pubertät und der Emotionsverarbeitung im Gehirn, sowie Hormoneinnahme bei anhaltender Geschlechtsinkongruenz <-- anknüpfend an LF 3B und LF 9 --> wird in LF 20 aufgenommen • Nährstoffbedarf und Ernährung von Kindern und Jugendlichen <-- anknüpfend an LF 3B und LF 4 • Therapeutika bei atopischem Ekzem (Neurodermitis) • Entwicklungspsychologie des Jugendalters (11 - 18 Jahre) ○ Pubertät und Adoleszenz ○ Krisen und Entwicklungsaufgaben des Kindes und Jugendalters <-- Fortführung und Vertiefung aus LF 4 (erstes Lebensjahr), LF 5 (Kindheit, 1 - 10 Jahre) und LF 10 (Erwachsenenalter) - Begriff der Entwicklungsaufgaben wird ggf. erst hier oder aber in Verbindung mit LF 10 neu eingeführt, Absprachen erforderlich • Erziehungsstile und ihre Auswirkung auf die kindliche Entwicklung • Psychotherapie-Einführung - Theoretische Ansätze und Interventionskonzepte in der (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie <-- anknüpfend an LF 10 --> wird in LF 18 erweitert und vertieft   Kompetenzaufbau I-Pflegeprozess / -diagnostik ... II-Kommunikation / Beratung III-Intra- / interprof. Handeln IV-Gesetze / Leitlinien V-Pflegewiss. / Berufsethik I.1.a-e/h I.2.a/b/c/d/f I.3.b I.5.a/b/c I.6.a/b/d/e 54 h II.1.a-c//e/f II.2.a/b II.3.b/c 20 h III.2.b III.3.a/b/d 10 h IV.1.b IV.2.b/c 8 h V.1.a/b/c V.2.d/e 8 h   Bezug zum Rahmenlehrplan der Fachkommission nach § 53 PflBG Anlage 1 für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht CE Nr. Titel h von ges.h in Anl. 1 CE 04 Gesundheit fördern und präventiv handeln 10 v. 80 CE 05 Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken 30 v. 200 CE 10 Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in pflegerischen Situationen fördern 40 v. 120 CE 11 Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und kognitiven Beeinträchtigungen personzentriert und lebensweltbezogen unterstützen 10 v. 80   Stunden zur Verfügung 10 v. 140   Vorschläge für Lerneinheiten / Lernsituationen, z. B. aus dem „Nationalen Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz in der Pflege“ (NaKomm) • Ls - Meine Bauchspeicheldrüse kann mich mal - (18 - 22 h) - Umgang mit einer chronischen Erkrankung im Jugendalter - Adhärenz fördern - Aufklärungsgespräche bzw. Mikroschulungen auf die Bedürfnisse der Zielgruppe einstellen. • Ls - zu einem Kind mit atopischem Ekzem - es werden Aushandlungsprozesse zwischen der professionellen Pflege und den Bezugspersonen des Kindes zur Aufgabenverteilung erforderlich, das Kind zeigt übergroße Ängstlichkeit (Verdacht auf Angststörung) - Information der Eltern zum Umgang mit Juckreiz und atopischem Ekzem - Situationsvorschlag aus dem Rahmenlehrplans skizziert, ist nicht im NaKomm enthalten. • Ls- zu einem Kind mit Entwicklungsverzögerung und besonderem Förderbedarf (z. B. als Folge von Sauerstoffunterversorgung während der Geburt) - Situationsvorschlag aus dem Rahmenlehrplan, ist nicht im NaKomm enthalten. • Fallsituationen zur selbständigen Erarbeitung von Pflegeprozess und Entlassungsplanung mit Kriterien für die Prozessevaluation - kann ggf. mit einer oder allen vorstehenden Lernsituationen umgesetzt werden und dann hier entfallen oder auch zur Erweiterung des Spektrums möglicher Pflegesituationen zusätzlich als Lernsituation konzipiert werden. • Kollegiale Beratung (2 h) - (in Anknüpfung an LF 8) - selbstorganisierte Durchführung einer Beratungseinheit 2. AUSBILDUNGSJAHR - LF 12 Lernfeld 12 60 Std. Menschen mit Demenz bei der Alltagsgestaltung und in der Bewältigung von weiteren gesundheitlichen Einschränkungen begleiten Voraussetzungen: LF 9 und LF 10 Hinweise zur Rahmung möglicher Lernsituationen Zielgruppe Setting • Menschen mit Demenz   • Stationäre Langzeitversorgung / Altenheim • Geriatrie / geriatrische Rehabilitation • Gerontopsychiatrie • Einrichtungen der Teil- und Kurzzeitpflege • Demenz-Wohngemeinschaft / Wohnprojekte für Menschen mit Demenz Kompetenzen Die Auszubildenden übernehmen Mitverantwortung bei der Planung und Durchführung von Pflegeprozessen bei Menschen mit Demenz. Sie nutzen bei Bedarf spezifische Assessmentinstrumente, um die Pflegediagnosen zu ermitteln und den Pflegebedarf zu beschreiben und handeln Pflegeziele mit den zu pflegenden Menschen und ggf. ihren Bezugspersonen aus. Sie setzen gesicherte Pflegemaßnahmen ein und bewerten gemeinsam die Wirksamkeit von Pflege. Zusammen mit den zu pflegenden Menschen entwickeln sie auf der Basis von sozialen, familialen und biographischen Informationen mögliche Angebote zur sozialen und kulturellen Teilhabe und beziehen zur Unterstützung und Bereicherung der Lebensgestaltung die familialen Netzwerke sowie freiwillig Engagierte ein. In der pflegerischen Beziehungsgestaltung sorgen die Auszubildenden für Sicherheit, geben Orientierung und begegnen Herausforderungen und Abwehrreaktionen durch eine am Konzept der Personzentrierung ausgerichtete Haltung. Bei ihren Pflegeinterventionen wahren sie das Selbstbestimmungsrecht insbesondere bei Menschen, deren Selbstbestimmungsfähigkeiten eingeschränkt sind. Sie erkennen Asymmetrie und institutionelle Einschränkungen in der pflegerischen Kommunikation. Die Auszubildenden beteiligen sich an der Organisation pflegerischer Arbeit und berücksichtigen dabei die Verantwortungs- und Aufgabenbereiche im qualifikationsheterogenen Team. Unterrichtsziele Aufbauend auf LF 2 und die inzwischen erworbenen Praxiserfahrungen erarbeiten sich die Auszubildenden erweiternde Kenntnisse zu Formen, Symptomen, Ursachen und der sozioepidemiologischen Bedeutung der Demenz. Ihre Kenntnisse zur Psycho-Biologie des Nervensystems und den Leistungen des Gehirns aus LF 5, 9 und 10 verbreitern sie mit Blick auf eine systematisierende Beschreibung (sprachlich-)kognitiver Prozesse, um damit die Einschränkungen bei einer Demenz präziser beobachten und erfassen zu können. Sie erläutern ausgewählte standardisierte Assessmentinstrumente sowie Demenzdiagnosen und deren Anwendung bei der Steuerung und Gestaltung sowie Evaluation von Pflegeprozessen. Weiter reflektieren sie den Nutzen dieser Instrumente für die Versorgungsqualität wie auch das mögliche Risiko einer Etikettierung. Die Auszubildenden charakterisieren das Konzept der personzentrierten Pflege und leiten Schlussfolgerungen für die praktische Versorgung ab. Sie erläutern medizinische und vor allem sozio- und pflegetherapeutische Konzepte zur Unterstützung betroffener Menschen und ihrer Bezugspersonen bei der Lebensgestaltung und stellen solche praktischen Angebote dar, deren externe und interne Evidenz belegt ist. Anhand von Fallbeispielen rekonstruieren sie mögliche Bedeutungen von Interaktionssituationen aus Sicht von Menschen mit Demenz. Sie nehmen eigene Gefühle wahr und akzeptieren eigene positive wie auch negative Emotionen als Voraussetzung für die Gestaltung eines verstehenden, wertschätzenden Zugangs zu den betroffenen Menschen. Die Auszubildenden arbeiten unterschiedliche Wohnformen und Möglichkeiten des längerfristigen Zusammenlebens für Menschen mit Demenz sowie Angebote der Teil- und Kurzzeitversorgung heraus und vergleichen Strukturen, Rechtsformen und Qualitätsmanagement mit denen in der stationären Akutversorgung. Sie kennen die Rechtsstellung älterer Menschen mit Einschränkung in der Entscheidungsfähigkei

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.