Bremen

Bremische Verordnung eines verbindlichen Lehrplans für die Ausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann, zur Pflegefachperson, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachperson, zur Altenpflegerin, zum Altenpfleger oder zur Altenpflegefachperson nach dem Pflegeberufegesetz (Bremische Pflege-Lehrplan-Verordnung - BremPflLPV)

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Quellenkennung: 269634. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

Drucken Senden zur Inhaltsübersicht Veröffentlichungsdatum:20.12.2022 Inkrafttreten04.04.2025 Zuletzt geändert durch:§ 2 geändert sowie Überschrift, § 3 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 03.04.2025 (Brem.GBl. S. 124) Fundstelle Brem.GBl. 2022, S. 1034 Zitiervorschlag: "Bremische Verordnung eines verbindlichen Lehrplans für die Ausbildung zur Pflegefachfrau, zum Pflegefachmann, zur Pflegefachperson, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegefachperson, zur Altenpflegerin, zum Altenpfleger oder zur Altenpflegefachperson nach dem Pflegeberufegesetz (Bremische Pflege-Lehrplan-Verordnung - BremPflLPV) vom 20. Dezember 2022 (Brem.GBl. 2022, S. 1034), zuletzt § 2 geändert sowie Überschrift, § 3 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 3. April 2025 (Brem.GBl. S. 124)"

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rankheitsbewältigung, Therapietreue und Gesundheitsförderung anregen ○ in der Pflege ihres Kindes anleiten ○ in ihrer Kompetenz fördern und stärken • die Gesprächsführung mit dem Kind auf die Förderung der Selbstbestimmung ausrichten, Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben trotz und mit Atemwegserkrankung suchen und für das Kind verständlich kommunizieren • pflegerische Interventionen zur Unterstützung der erwünschten Wirkung pharmakologischer Wirkstoffe (am Beispiel von Herz-Kreislauf- und Atemwegsmedikation) unter Berücksichtigung gendermedizinischer Erkenntnisse <-- anknüpfend an Schmerzmedikation in LF 5 • Elektrolyt- / Säure-Basen- / Wasser-Haushaltsmanagement • Interventionen zur Förderung der Durchgängigkeit der Atemwege und des Gasaustauschs - Therapeutika bei Atemwegserkrankungen verabreichen • Ausgewählte Interventionen zur Optimierung der Zirkulation von Blut und Flüssigkeiten im Gewebe • technisch-instrumentelle Pflegeaufgaben im klinisch internistischen Arbeitsfeld übernehmen - Strukturunterschiede zum chirurgischen Arbeitsfeld berücksichtigen ○ Mitwirkung bei der internistischen Diagnostik ○ Beobachtung / Monitoring / Bewertung (Parameter Lunge und Herz) ○ Maßnahmen der Pneumonieprophylaxe gezielt und begründet auswählen und umsetzen und damit Gesundheitsförderung und Prävention gezielt in den Pflegeprozess integrieren (--> an LF 2) ○ atemunterstützende Maßnahmen erfahren, durchführen reflektieren und mit Erkenntnissen der Pflegeforschung abgleichen ○ Infusionstherapie ○ ggf. Blasenverweilkatheter (legen und) versorgen --> Aufnahme, Vertiefung aus LF 5, soweit erforderlich bzw. Einführung, wenn dort noch nicht erfolgt • Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Lungenembolie durchführen - Reaktivierung von Kenntnissen der Notfallversorgung <--anknüpfend an LF 6 • kollegiale Beratung zur Reflexion von Praxiserfahrungen im klinischen Kontext nutzen • mit Mitarbeitenden aus anderen Berufsgruppen zusammenarbeiten (z. B. Medizin, medizinische Dokumentation, zentrale Aufnahmeeinrichtungen) • die Sicht der Pflege in Visiten und im interdisziplinären Konsil vertreten • Genese von Auseinandersetzungen und Konflikten im Team - Einführung --> wird ggf. in LF 15 sowie in LF 18 und LF 19 vertieft • Risiko einer gesundheitlichen Schädigung / Ko- und Multimorbidität • Stressüberlastungen und Stresserleben als gesundheitliche Belastungen <-- anknüpfend an LF 6 • Veränderung der Lebenssituation durch länger andauernde, chronische oder multiple Krankheitsepisoden ○ Handlungsunsicherheit, Wissens- und Informationsbedarf ○ beeinträchtigtes Wohlbefinden / belastende Gefühle der zu pflegenden Menschen (<-- Aufnahme aus LF 3A/B, 5 - hier Schwerpunkt situativ auf den psychischen Auswirkungen chronischer Erkrankungen) • Bereitschaft für eine verbesserte Selbstfürsorge --> vorstehende Punkte werden z. B. in LF 13, LF 14, LF 20, LF 21, LF 24 aufgenommen und weitergeführt) • Gefahr einer beeinträchtigten elterlichen Fürsorge / Bereitschaft für eine verbesserte elterliche Fürsorge • beeinträchtigte Resilienz - und an Fallbeispielen konkretisierte Bereitschaft für eine verbesserte Resilienz • unwirksame Adhärenz (Einführung von Begriff und Diagnose, wird in LF 11 aufgenommen und exemplarisch vertieft) • unwirksamer Atemvorgang infolge einer Atemwegserkrankung: ○ Pneumonie ○ Bronchitis ○ Respiratory Syncytial Virus (RSV) ○ Pleuraerguss ○ Chronisch obstruktive pulmonale Erkrankung (chronic obstructive pulmonary disease = COPD) • Asthma bronchiale Gefahr einer behinderten Atmung, Kurzatmigkeit, pfeifende Atemgeräusche, Luftnot sowie eine Unterversorgung mit Sauerstoff ○ Gefahr eines Asthmaanfalls, Hustenreiz und zäher Schleim, Atemnot bis zur Erstickungsgefahr, Ruhelosigkeit und Angst bei Luftnot ○ Gefahr einer allergischen Reaktion ○ Pseudokrupp • Verminderte Herz- / Kreislaufleistung / Reduzierte Nierenleistung --> Erkrankungen des Herzkreislaufsystems ○ Herzinsuffizienz ○ Lungenödem ○ Lungenembolie <-- können ggf. in LF 18 vertieft werden • Risiko eines Elektrolyt-, Säure-Basen- und Flüssigkeitsungleichgewichts Situative Rahmenbedingungen • Prinzip der Entwicklung von (Pflege)Leitbildern in einer Klinik als normative Orientierung in der Institution <-- Fortführung „Menschenbild“ aus LF 1B --> anwendungsorientierte Vertiefung in Verbindung mit Qualitätssicherung ggf. Aufnahme in LF 10, LF 12, LF 15, LF 20, LF22, LF 23 und/oder LF 24 • Klinische Arbeitsfelder ○ Grundlagen und Aufgabengebiete der Inneren Medizin ○ Grundlagen und Aufgabengebiete der Pädiatrie ○ Grundlagen und Aufgabengebiete der Geriatrie <-- in Ergänzung zu den chirurgischen Fachbereichen in LF 5 • Arbeitsorganisation und Abläufe in den verschiedenen klinischen Arbeitsfeldern und in der interdisziplinären Zusammenarbeit - Konsiliardienst innerhalb der Klinik • Medizinische Dokumentation und Organisation der Betriebsabläufe in einem Krankenhaus • Arbeitsstrukturen in Pflegeteams in unterschiedlichen akutstationären Einrichtungen • Finanzierung der Krankenhausversorgung ○ Einschätzung Pflegerelevanter Nebendiagnosen ○ Kostenstrukturen und Kostendruck ○ Leistungen gesetzlicher Krankenkassen und privater Versicherungsträger ○ Konsequenzen für die Krankenhausbetriebsführung / Krankenhausfinanzierung <-- anknüpfend an LF 5 • Präventionsgesetz <-- wurde grundlegend in LF 7 eingeführt, hier ggfs. fallbezogene Anwendung im Rahmen der Information zur evtl. möglichen individuellen Nutzung von Mitteln, kann in LF 15 und im letzten Ausbildungsdrittel in LF 22 kritisch reflexiv aufgenommen werden Ergänzende Wissensgrundlagen • Anatomie/Physiologie der Atmungsorgane (Besonderheiten im Säuglings- und Kleinkindalter berücksichtigen) <-- anknüpfend an LF 6 • Anatomie/Physiologie der Niere und des Wasser- und Elektrolythaushaltes <-- anknüpfend an LF 6 • Spezielle Arzneimittellehre: Resorption und Abbau von Medikamenten, Altersabhängigkeit der Dosierung, Wechselwirkungen unter Berücksichtigung von Multimorbidität, Pharmakokinetik, Berücksichtigung gendermedizinischer Erkenntnisse (wird im letzten Ausbildungsdrittel an unterschiedlichen Stellen aufgenommen) ○ Therapeutika bei Atemwegserkrankungen • Begriffe der Pflegeedukation und Gesundheitsförderung (Resilienz - Coping - Compliance - Adhärenz - Selbstwirksamkeit - Selbsthilfeaktivitäten - Empowerment) • Einführung in die Motivations- und Gesundheitspsychologie   Kompetenzaufbau I-Pflegeprozess / -diagnostik ... II-Kommunikation / Beratung III-Intra- / interprof. Handeln IV-Gesetze / Leitlinien V-Pflegewiss. / Berufsethik I.1.b-e/h/i I.2.a-d/f/g I.3.a/b I.4.a I.5.a-c I.6.a-e 42 h II.1.a/b/d II.2.a-c 20 h III.1.b/d/e(f) III.2.b-d III.3.a/b/e 20 h IV.1.a/b IV.2.b/d 8 h V.1.a/c V.2.c 10 h   Bezug zum Rahmenlehrplan der Fachkommission nach § 53 PflBG Anlage 1 für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht CE Nr. Titel h von ges.h in Anl. 1 CE 04 Gesundheit fördern und präventiv handeln 14 v. 80 CE 05 Menschen in kurativen Prozessen pflegerisch unterstützen und Patientensicherheit stärken 50 v. 200 CE 09 Menschen bei der Lebensgestaltung lebensweltorientiert unterstützen 6 v. 150 CE 10 Entwicklung und Gesundheit in Kindheit und Jugend in pflegerischen Situationen fördern 30 v. 120   Vorschläge für Lerneinheiten / Lernsituationen, z. B. aus dem „Nationalen Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz in der Pflege“ (NaKomm) • Kollegiale Beratung (4 h) - Vertiefende Einführung (in Anknüpfung an LF 1B u. LF 7) mit Verabredung des künftigen selbstorganisierten Vorgehens an der Schule. • Ls - Anleiten, Informieren, Schulen, Beraten (6 h) - Lernsituation zur grundlegenden Unterscheidung von verschiedenen kommunikativen Interventionsformen in der Pflege. • Ls - Henriette Schulz (32 - 36 h) - Einstieg über die Dokumentation einer Patientenakte im Vergleich mit Auszügen aus einem biographisch-narrativen Interview - im Anschluss ein biographisch-narratives Interview selbstorganisiert durchführen, gezielt zuhören, die erhobenen Daten auswerten und Informations- / Unterstützungsbedarf ermitteln, hierzu Angebote pflegebezogener Gesundheitsförderung und Prävention für Menschen mit weit verbreiteten chronischen Erkrankungen erarbeiten. Mit der Erarbeitung kann die Einführung in eine strukturierte Form der Fallbesprechung mit klinischem Fokus verknüpft werden - ist im NaKomm nicht erfolgt. • Ls - Raphael Maximilian - nicht im NaKomm (26 h) - Fallsituation der Lerninsel bezieht sich auf einen 8-jährigen Jungen mit Erstdiagnose Asthma - mit Information der Eltern und des Jungen zu gesundheitsbezogenen Fragestellungen und einer sinnvollen Anpassung des Lebensstils (bei divergierenden Ansichten im Pflegeteam) - auch: Information / Entwicklung von Ideen zur Integration der Erkrankung in den Alltag und das soziale Umfeld / die Entwicklung und soziale Integration des Kindes soll (durch Informations- und Schulungsangebote) gestärkt werden. • Ls - Motivierende Gesprächsführung - nicht im NaKomm (6 h) - Einführung in das Konzept am Beispiel der Unterstützung von zu pflegenden Menschen mit einer verminderten Herz-Kreislauf-Leistung --> müsste noch entwickelt werden und sollte ggf. in LF 15 und/oder im letzten Ausbildungsdrittel in Verbindung mit Beratung in seiner Begrenzung kritisch diskutiert werden - vgl. https://www.youtube.com/watch?v=iOGrL3siVbU • Ls - Wirksamkeit und fachlich begründete Auswahl / Evidenz von Pflegeinterventionen am Beispiel der Pneumonieprophylaxe (vgl. Arbeitsblatt „Pneumonieprophylaxe“ aus dem Cornelsen-Verlag) <-- Abstimmung mit LF 9 erforderlich, dort ggf. die Erarbeitung der ASE. 2. AUSBILDUNGSJAHR - LF 9 Lernfeld 9 70 Std. Menschen mit cerebralen Schädigungen pflegerisch unterstützen Voraussetzungen: Lernfelder des 1. Ausbildungsjahres Hinweise zur Rahmung möglicher Lernsituationen Zielgruppe Setting • akut Kranke, z. B. mit neurologischer Schädigung • Menschen im eingeschränkten / minimalen Bewusstseinszustand • Mitarbeitende im therapeutischen Team • Neurologie • Frührehabilitation • stationäre Langzeitversorgung   Kompetenzen Die Auszubildenden beteiligen sich an der Organisation, Steuerung, Durchführung und Evaluation des Pflegeprozesses bei zu pflegenden Menschen nach neurologischen Akutereignissen. Hierfür schätzen sie den Pflegebedarf der zu pflegenden Menschen ein, insbesondere wenn sie im Bereich der Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Interaktionsfähigkeit erheblich eingeschränkt sind. Sie verstehen das Verhalten der betroffenen Frauen und Männer und nonverbale Signale als Ausdrucksformen von Interaktion und reagieren darauf mit geeigneten verbalen und nonverbalen Interaktionsangeboten. Die Auszubildenden wählen gezielt gesicherte Pflegemaßnahmen aus, die zum Erhalt und zur Wiedererlangung von Alltagskompetenz beitragen können, evaluieren deren Wirkungen gemeinsam mit den zu pflegenden Menschen und bringen die Ergebnisse in den Austausch des Versorgungsteams ein. Sie kennen technische und digitale Hilfsmittel zur Kompensation verlorengegangener Fähigkeiten und unterstützen die zu pflegenden Menschen und ihre Bezugspersonen in Abstimmung mit anderen Berufsgruppen und Fachexperten bei der Auswahl und individuell anzupassenden Nutzung. Sie werden sich der besonderen Anforderungen, die der Bereich der rehabilitativen Pflege an die interprofessionelle Zusammenarbeit stellt, bewusst, kennen die Aufgaben der verschiedenen Professionen, bringen die pflegefachliche Sichtweise in das interprofessionelle Team ein und unterstützen die Kontinuität an den Schnittstellen. Anhand von ausgewählten, weit verbreiteten Pflegeinterventionen machen sie sich mit grundlegenden Anforderungen zur internen und externen Qualitätssicherung des unmittelbaren Pflegehandelns vertraut, anerkennen die Bedeutung einer wissensbasierten Pflege und die Notwendigkeit der Überprüfung der Wissensgrundlagen des eigenen Handelns und erschließen sich zu ausgewählten Fragestellungen pflegewissenschaftliche Theorien, Konzepte, Modelle und evidenzbasierte Studienergebnisse. Unterrichtsziele Die Auszubildenden erweitern ihr Verständnis von den physiologischen Zusammenhängen des Nervensystems (LF 5) und erklären häufig vorkommende neurologische Krankheitsbilder, die ihre Ursache insbesondere im Ausfall von bestimmten Bereichen im Gehirn haben. Sie analysieren die Folgen dieser neurologischen Erkrankungen für die betroffenen Menschen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Einschränkungen des Bewusstseins sowie der Wahrnehmung und Steuerung von Bewegungsabläufen sowie gut beobachtbare Einschränkungen bei der Durchführung von verschiedenen alltäglichen Handlungen und in der Interaktion. Die Auszubildenden arbeiten auf der Basis einer pflegetheoretisch begründeten Prozessgestaltung im Bereich der rehabilitativen Pflege solche Interventionen heraus, die zur Wiederanbahnung und Förderung von verlorengegangenen Ressourcen führen können. Ergänzend ordnen sie die Aufgaben und Kompetenzen der weiteren an der Versorgung und Behandlung der zu pflegenden Menschen beteiligten Berufsgruppen ein, erkennen Schnittstellen und Überschneidungen und leiten Ansatzpunkte für die Organisation der interprofessionellen Zusammenarbeit ab. Sie recherchieren technische und digitale Hilfen zur Kompensation und Erweiterung (verlorengegangener) menschlicher Fähigkeiten, gewinnen einen ersten Überblick über die Potenziale und Begrenzungen von (digitalen) Technologien und Robotik für die Pflege und die Rehabilitation. Weiterhin diskutieren sie Chancen und Grenzen der therapeutischen Wirksamkeit von Pflege am Beispiel eines „Totalausfalls“, den Menschen in der Situation des minimentalen Bewusstseinszustands - eines sogenannten Wachkomas - erfahren, und die zu einer Einweisung ins Pflegeheim führen. Sie werden sich der damit verbundenen ethischen Problemstellungen bewusst.   Inhalte, die den Situationsrahmen weiter ausdifferenzieren Handlungsmuster (Pflegerische Aufgaben / Konzepte) Pflegeanlässe (Phänomene / Bedürfnisse / Erkrankungen) • Pflegetheorien und -modelle der Rehabilitation ○ Definition von Begriffen im Arbeitsfeld Rehabilitation ○ theoretische Grundlagen zu Rehabilitation ○ Rehabilitation und Pflege ○ Anwendung einer bedürfnisorientierten Pflegetheorie auf die langfristige Pflegeprozessplanung (z. B. M. Krohwinkel) <-- anknüpfend an LF 3B • Sofortmaßnahmen bei Hirninfarkt - Akutversorgung in der Pflege auf der Stroke-Unit - Grundprinzipien <-- anknüpfend an LF 6 --> wird in LF 19 vertieft • Interprofessionelles Handeln am Beispiel der therapeutischen Berufsgruppen - Abgrenzungen, Schnittstellen und Zusammenarbeit aus der Perspektive der Pflege identifizieren ○ Physiotherapie ○ Ergotherapie ○ Logopädie - auf Schluck- und ggf. auf Sprechstörungen bezogen --> Aphasie in LF 19 --> wird in LF 10 und 19 aufgenommen, weitergeführt und vertieft • den Rehabilitationsprozess mit anderen Berufsgruppen im interprofessionellen Team umsetzen ○ die Grundprinzipien eines Modells der strukturierten, interprofessionellen Fallbesprechung kennenlernen <-- anknüpfend an das Modell mit klinischem Fokus aus LF 8 ○ in interprofessionelle Fallbesprechungen Beobachtungen zur Wirkung durchgeführter Interventionen aus der pflegerischen Versorgung einbringen --> Einführung, wird in LF 19 ausführlich bearbeitet • situationsspezifisch Assessmentinstrumente der Rehabilitation einsetzen ○ z. B. Mobilitätsassessment / Instrumente zur Einschätzung von Pflegebedürftigkeit --> wird in LF 19 aufgenommen und vertieft • situationsbedingte Festlegung von Rehabilitationszielen (gemeinsam mit den zu pflegenden Menschen / Bezugspersonen) • Verständigung mit Menschen, die aufgrund eines neurologischen Akutereignisses sehr stark eingeschränkt sind ○ im Minimalem Bewusstseinszustand ○ bei Locked-In-Syndrom • Verhaltensinterventionen / Pflegetherapeutische Interventionen (z. B. bei Bewegungsstörungen, zur Wahrnehmungs- und Ausdrucksförderung, zur Förderung motorischer und geistiger Fähigkeiten) ○ z. B. Basale Stimulation • z. B. Atemstimulierende Einreibung - auch hinsichtlich der Erforschung der Wirksamkeit von Pflegeinterventionen --> wird in LF 14 in Verbindung mit palliativer Pflege und ggf. in LF 19 und/oder 21 mit Blick auf Sensorische Integration aufgenommen ○ zur Förderung der Bewegungsfähigkeit und Rumpfstabilität • Mobilisierung von Menschen mit Hemiparese / Hemiplegie • Wahrnehmungsförderung bei der Positionierung im Bett oder Stuhl (z. B. orientiert am Bobath-Konzept) • Impulse zur Initiation von gezielter, bewusster Bewegung • Einsatz von Hilfsmitteln zur Unterstützung bei der Eigenbewegung - Recherche von bestehenden, aktuellen und projektierten Entwicklungen - z. B. Exo-Skelett --> wird in LF 19 aufgenommen und vertieft • zu pflegende Menschen und ihre Bezugspersonen im Rahmen der rehabilitativen Pflege ○ informieren bzw. erforderliche Informationen recherchieren und zusammenstellen • zu Therapiemöglichkeiten, • zu technischen und digitalen Hilfen und Lösungen, • zu Unterstützungsangeboten und Rehabilitationseinrichtungen, • zu Finanzierungsmöglichkeiten ○ darin anleiten und unterstützen, das im Rahmen von Therapieangeboten Erlernte in den persönlichen Alltag zu übernehmen ○ vor (Selbst-)Überforderung schützen ○ in andere Versorgungsbereiche verlegen bzw. an der Verlegungsplanung und Überleitung mitwirken ○ nach einem (Reha-)Klinikaufenthalt in das häusliche Umfeld begleiten und zu Möglichkeiten der Gestaltung eines barrierefreien Lebensraums informieren (Wohnumfeldberatung) --> Expertenstandard Entlassungsmanagement in LF 11 Einführung an einem überschaubaren Fallbeispiel mit vorrangig sensomotorischen Einschränkungen im Sinn eines Überblicks zur rehabilitativen Pflege --> wird in LF 19 an komplexen Fallbeispielen erweitert und vertieft • Ethische Fragestellungen in Verbindung mit der Pflege von Menschen im eingeschränkten / minimalen Bewusstseinszustand identifizieren und Dilemmata, z. B. im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Verantwortung / Fürsorge und Verteilungsgerechtigkeit reflektieren ausgewählte Pflegediagnosen im Arbeitsfeld der (neurologisch) rehabilitativen Pflege • Wahrnehmungsstörung • beeinträchtigte körperliche Mobilität <-- Aufnahme aus LF 2, 3A/B - hier Fokussierung der Bewegungssteuerung mögliche Ätiologie und medizinische Diagnosen zu den im Arbeitsfeld der (neurologisch) rehabilitativen Pflege betrachteten Pflegediagnosen: • raumgreifender Prozesse in der Großhirnrinde ○ Cerebrale Blutungen (Aneurysma, hämorrhagischer Infarkt, subdurale Blutungen) ○ Hirninfarkt/Cerebrale Ischämie • Transischämische Attacke • cerebrale Ischämien (TIA und PRIND) ○ Schädelhirntraumen (nur Prinzipien, ist Gegenstand in LF 18 und 19) ○ Hirntumor (nur Prinzipien - Tumorlehre folgt in Lernfeld 14) ○ hypoxische Schäden nach Ertrinkungsunfall --> wird in den LF 12 und LF 19 aufgenommen, weitergeführt und vertieft • Minimaler Bewusstseinszustand / Syndrom reaktionsloser Wachheit • Locked-In-Syndrom • Hemiplegie/Hemiparese - insbesondere infolge einer Schädigung im Bereich der linken Großhirnrinde mit Ausfall der (Bewegungs- / Körper-)Wahrnehmung (Propriozeption) und gezielten Bewegungssteuerung --> Aphasie und neuropsychologische Auffälligkeiten werden nach Grundlegungen zu den „höheren“ kognitiven Leistungen des Gehirns in LF 10 u. LF 12 in LF 19 aufgenommen und vertieft Situative Rahmenbedingungen • System und Angebotsstruktur der Rehabilitation in Deutschland im Überblick: ○ Ambulante, teilstationäre und stationäre Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, der Kinder- und Jugend-Rehabilitation, Nachsorgeeinrichtungen bzw. berufliche Rehabilitation, Einrichtungen der Anschlussheilbehandlungen (AHB), Rehabilitationskliniken sowie ambulante und häusliche Kontexte ○ Verknüpfung der Systeme am Beispiel Hirninfarkt: Stroke Unit - Neurologische Frührehabilitation - Anschlussheilbehandlung / Reha-Klinik ○ Epidemiologie, Behandlungs- und Pflegesituationen sowie -kosten der Versorgung von Menschen im eingeschränkten / minimalen Bewusstseinszustand --> wird in verschiedenen Lernfeldern - z. B. LF 10, 13, 14 - situativ aufgenommen und in LF 19 systematisiert und vertieft • Regulierungen und Konzepte zum Verständnis von Behinderung - Einführung und Überblick ○ UN-Behindertenrechtskonvention ○ Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF-Modell der WHO) ○ sozialrechtliche Sicht sowie relevante Gesetze im Umfeld von Rehabilitation: • SGB V, VII, IX, XI, XII <-- anknüpfend an LF7 • Bundesteilhabegesetz (BTHG) • Präventionsgesetz <-- wurde grundlegend in LF 7 eingeführt, hier ggf. fallbezogene Anwendung für die Nutzung von Mitteln --> kann ggf. in LF 15 und/oder im letzten Ausbildungsdrittel in LF 22 aufgenommen werden --> wird in LF 19 und ggf. in fallbezogenen Anwendungen in verschiedenen Lernfeldern vertieft • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum - Ansprüche, Realitäten, Konzepte Ergänzende Wissensgrundlagen • Pflegewissenschaftliche Begründung des Pflegehandelns und der Pflegeforschung - erweiterte Einführung <-- anknüpfend an LF 3B ○ Einführung in die evidenzbasierte Pflege - Prozess der Erkenntnisgewinnung --> Überprüfung der Evidenz anhand von Forschungsergebnissen zu Pflegeinterventionen aus dem Bereich der Wahrnehmungsförderung und Rehabilitation <-- anknüpfend an die grundlegende Einführung in die Pflegewissenschaft in Verbindung mit der Einführung der Expertenstandards in LF 3B sowie die Begründung von Pflegeinterventionen am Beispiel der Pneumonieprophylaxe in LF 8 - hier evtl. am Beispiel der Atemstimulierenden Einreibung weiterführen • Anatomie / Physiologie des Nervensystems, insbesondere des Gehirns - Schwerpunkt: Sensomotorik bzw. Körperselbstwahrnehmung (Propriozeption) und Bewegungssteuerung <-- anknüpfend an LF 5 --> wird in LF 10 in Bezug auf die Psychobiologie des Gedächtnisses und in LF 12 in Bezug auf die Kognition und Sprachfähigkeit erweitert • Wissenschaftliche Erklärungsansätze und Forschungsergebnisse (auch widersprüchliche) zu Prognose und Lebensqualität von Menschen im eingeschränkten / minimalen Bewusstseinszustand. • Analoge und digitale Steuerung - Einführung zum Verständnis der Zusammenhänge technischer Hilfssysteme --> kann in LF 10/12 mit Blick auf Fragestellungen zu den Entwicklungen der Digitalisierung im Bereich künstlicher Intelligenz und Robotik erweitert und in LF 22 im Rahmen der Diskussion entsprechender Zukunftsszenarien reflektiert werden   Kompetenzaufbau I-Pflegeprozess / -diagnostik ... II-Kommunikation / Beratung III-Intra- / interprof. Handeln IV-Gesetze / Leitlinien V-Pflegewiss. / Berufsethik I.1.a-i I.2.b/c/f/g I.4.a I.6.a-e 34 h II.1.a/b/c/e II.2.a II.3.c 12 h III.2.d III.3.a/b/d/f 8 h IV.2.b/c/d 6 h V.1.a-c 10 h   Bezug zum Rahmenlehrplan der Fachkommission nach § 53 PflBG Anlage 1 für den theoretischen und fachpraktischen Unterricht CE Nr. Titel h von ges.h in Anl. 1 CE 06 In Akutsituationen sicher handeln 4 v. 60 CE 07 Rehabilitatives Pflegehandeln im interprofessionellen Team 56 v. 80 CE 09 Menschen bei der Lebensgestaltung lebensweltorientiert unterstützen 4 v. 150   Stunden zur Verfügung 6 v. 140   Vorschläge für Lerneinheiten / Lernsituationen, z. B. aus dem „Nationalen Mustercurriculum Kommunikative Kompetenz in der Pflege“ (NaKomm) • Ls - Therapeutische Berührung / neurologische Grundlegung (ca. 22 h) - E

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.