Europäische Union

2002/365/EG: Entscheidung der Kommission vom 11. Juli 2001 über die Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.2314 — BASF/Eurodiol/Pantochim) (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 1856)

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Quellenkennung: 32002D0365. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ränkteren Aktionsradius, verfügen aber in der Regel über mehr als eine Produktionsstätte und sind ebenfalls Abnehmer von Massengutlieferungen. 1999 entfielen etwa [...]* der BASF-Kunden auf diese Kategorie, deren jährlicher Verbrauch bei [...]* liegt. Die restlichen [...]* waren Kunden vom Typ C mit auf das Inland beschränkten Geschäftstätigkeiten und einem Produktionsstandort sowie einer Abnahmemenge von weniger als [...]*, die als Massengut und/oder in Fässern geliefert wird. (97) Die GBL-Kundenstruktur ist mit einigen wenigen Großabnehmern (Kategorie A und B), auf die etwa [40-60 %]* des Gesamtabsatzes entfallen, ähnlich. Bei der Marktuntersuchung meinten einige Kunden, sie hätten wegen der Versorgungsengpässe bei GBL und der geringen Auswahl an Lieferanten keine Nachfragemacht. Sollte jedoch wieder mehr GBL auf dem Markt kommen, sehen sich einige Hauptabnehmer in einer starken Verhandlungsposition. Diese Kunden beziehen vor allem sonstige nicht verwandte Produkte von der BASF; verglichen mit den Ausgaben für diese Produkte dürften ihre Ausgaben für GBL eher gering sein. (98) [...]*. Die Marktuntersuchung der Kommission sieht ein jährliches Wachstum von 3 % bis 5 % voraus. Da die Kapazitäten der meisten Hersteller derzeit vollständig oder nahezu vollständig ausgelastet sind und derzeit kein wirtschaftlicher Anreiz besteht, die für den Eigenbedarf bestimmte Produktion auf dem freien Markt abzusetzen, ist kaum damit zu rechnen, dass der steigende Bedarf von den BASF-Wettbewerbern gedeckt werden kann (siehe Erwägungsgründe 90 und 95). (99) Deshalb dürfte sich das fusionierte Unternehmen bei der Deckung der gestiegenen Nachfrage gegenüber seinen Wettbewerbern wohl im Vorteil befinden. Obwohl die BASF angibt, [...]*. Die BASF könnte somit bei einem Anstieg der Eurodiol-Produktion GBL dem freien Markt zuführen. Da der Absatzmarkt für GBL im Vergleich zu den vorhandenen Kapazitäten außerdem relativ klein ist, braucht nur ein kleiner Teil der Kapazitäten (weniger als 1 %) auf den freien Markt gelenkt werden, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Trotzdem wäre für Wettbewerber eine weitere Steigerung ihres Absatzes aufgrund ihres augenblicklichen Eigenbedarfs schwierig, zumal für sie kein wirtschaftlicher Anreiz besteht, von der Produktion für den Eigenbedarf zur Produktion für den freien Markt überzugehen. Für die BASF gilt dies hingegen nicht, weil sie aufgrund der neu erworbenen Kapazitäten und der neuen Technologie flexibel agieren kann. Schlussfolgerung - GBL (100) Das Vorhaben hätte daher zur Folge, dass sich die beiden einzigen EWR-weiten Hersteller von GBL, die dieses Produkt auch auf dem freien Markt absetzen, zusammentun und sich auf diese Weise eine starke Stellung auf dem Markt verschaffen. Die Kunden werden sich kaum aussuchen können, von wem sie ihren künftigen Mehrbedarf an GBL beziehen. Dies führt zu dem Schluss, dass die Gefahr besteht, dass durch den geplanten Zusammenschluss eine beherrschende Stellung der Parteien auf dem EWR-Markt für GBL begründet wird. b) NMP (101) Die BASF schätzt, dass NMP 1999 weltweit hauptsächlich in der Elektronikindustrie [10-30 %]*, in Lacken [10-30 %]*, in Chemikalien für die verarbeitende Industrie [10-30 %]*, in Reinigungsmitteln [10-30 %]* und in Agrochemikalien [10-30 %]* zum Einsatz kam. In Europa waren die Gewichte bei den Anwendungen leicht verschoben; Lacke machten [10-30 %]*, in der verarbeitenden Industrie verwendete Chemikalien und Agrochemikalien knapp [10-30 %]* des Verbrauchs aus. Diese Verschiebung kommt daher, dass der Schwerpunkt der Elektronikindustrie in Asien und in den Vereinigten Staaten liegt, während der Drahtlackmarkt von den europäischen Herstellern beherrscht wird. (102) NMP wird aus GBL gewonnen. Nach Angaben der BASF können bei allen Verfahren mit 1 t GBL ca. [0,5-2 t]* NMP hergestellt werden. (103) In der Anmeldung schätzt die BASF den Absatz von NMP auf dem freien Markt auf [20-40 kt]* im Wert von [40-60 Mio. EUR]*. Tabelle 5 weist die weltweiten NMP-Kapazitäten, das Absatzvolumen im EWR und die mengenmäßigen Marktanteile für 1999 aus (Angaben der BASF)., Tabelle 5 Weltweite NMP-Kapazitäten, Absatzvolumen im EWR und Marktanteile auf dem freien Markt (Schätzungen der BASF für 1999) >PLATZ FÜR EINE TABELLE> (104) Die BASF schätzt ihren eigenen Marktanteil 1999 auf [35-45 %]* (gemessen an der Menge) bzw. [35-45 %]* (gemessen am Verkaufswert). Der Marktanteil von Eurodiol wurde von der BASF auf [10-20 %]* (Menge) bzw. [10-20 %]* (Verkaufswert) veranschlagt. Bei einem Zusammenschluss ergäbe sich bei NMP somit ein gemeinsamer mengen- und wertmäßiger Marktanteil von [50-60 %]*. Die Zahlen in der Rubrik "Sonstige" schließen auch Unternehmen ein, die Gebraucht-NMP aufkaufen und in einem Fraktions- und Destillationsverfahren wieder aufbereiten. Laut BASF wird das aufbereitete NMB anschließend wieder auf dem freien Markt verkauft. (105) Die von der Kommission durchgeführte Marktuntersuchung hat die obigen Angaben der BASF zu den Produktionskapazitäten weitgehend bestätigt. Sie zeigte auch, dass die Kapazitäten in den vergangenen drei Jahren nicht gestiegen, sondern gleich geblieben sind. Die Größe des Marktes und der Marktanteil von Eurodiol sind von der BASF hingegen etwas überbewertet worden. Nach Ansicht der Kommission wurde auch die Bedeutung der Recycling-Unternehmen überschätzt. Den Ergebnissen der Marktuntersuchung zufolge gelangt in Europa eine kaum nennenswerte Menge an wieder aufbereitetem NMP auf den freien Markt. Die meisten Recycling-Unternehmen bereiten das gebrauchte NMP im Auftrag von Unternehmen wieder auf, so dass es gar nicht erst auf den freien Markt kommt. Ausgehend von den Zahlen des Jahres 1999 schätzt die Kommission den Marktanteil der BASF daher auf [35-45 %]* und den gemeinsamen Marktanteil (gemessen an der Menge) auf [50-60 %]*. Die jüngsten Zahlen für 2000 verzeichnen einen leichten Rückgang des gemeinsamen Marktanteils, der aber immer noch bei [50-60 %]* liegt. Der nächstfolgende Wettbewerber setzt noch nicht einmal halb so viel NMP auf dem freien Markt ab. Laut BASF zeigt sich bei Betrachtung der Absatzzahlen im Zeitraum 1997 bis 2000, dass Eurodiol seinen Marktanteil [...]* hat ausbauen können. Die Kommission fand diesen Trend in ihrer Marktuntersuchung weitgehend bestätigt. (106) Nach dem Zusammenschluss wäre das fusionierte Unternehmen der einzige NMP-Hersteller im Europäischen Wirtschaftsraum, der das Produkt auch auf dem freien Markt anbietet. Die BASF würde über 50 % der weltweiten NMP-Produktionskapazitäten kontrollieren, während ihre Hauptwettbewerber für die Märkte in den USA produzieren. Zwar verfügt auch Osteuropa über geringfügige Produktionskapazitäten [...]*, doch fehlen bisher die Belege dafür, dass größere Mengen an NMP aus Osteuropa in den EWR importiert worden sind. Die BASF schätzt die Einfuhren aus Osteuropa im Jahr 2000 auf ca. [< 2 kt]*, doch gab keiner der befragten Abnehmer an, NMP von osteuropäischen Herstellern zu beziehen. Viele erklärten außerdem, die osteuropäischen Produkte seien sowohl von der Qualität her schlechter als auch teurer als andere Bezugsquellen und die Hersteller könnten keine fristgerechte und zuverlässige Lieferung garantieren. (107) Die Marktuntersuchung hat außerdem gezeigt, dass die Produktionskapazitäten aller Hersteller mit Ausnahme von Eurodiol vollständig oder nahezu vollständig ausgelastet sind. Eine baldige Aufstockung der NMP-Produktionskapazitäten in Europa ist nicht in Sicht. [...]*, wo im Jahr 2002 mit der BDO-Produktion begonnen werden soll. Offiziell wurde jedoch verlautbart, dass Lyondell den geplanten Ausbau seiner Anlage zur Herstellung von BDO-verwandten Produkten erst einmal aufgeschoben hat. Lyondells eigenen Aussagen zufolge dürfte jedoch, selbst wenn grünes Licht für die Produktion gegeben würde, bis zur Kommerzialisierung der Produkte einige Zeit vergehen. Deshalb kann nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass sich Lyondell auf dem Markt betätigen und einen Wettbewerbsdruck auf das fusionierte Unternehmen ausüben wird. (108) Der BASF zufolge werden auch im Mitsubishi-Werk in Japan neue NMP-Kapazitäten geschaffen, die Anfang 2002 kommerzialisiert werden sollen. Laut BASF würde dies eine Aufstockung der Kapazitäten [...]* bedeuten. Im Jahr 2000 gab es jedoch keine Einfuhren aus Asien, wohingegen Europa und Amerika im gleichen Zeitraum Nettoexporteure nach Asien waren. Außerdem ist nicht bekannt, ob diese Kapazitäten zur Deckung des Eigenbedarfs genutzt oder auf dem asiatischen Markt abgesetzt werden sollen. (109) Im Verlauf der Marktuntersuchung war von Herstellern zu hören, dass eine rasche Steigerung der Produktion nicht ohne erhebliche zusätzliche Investitionskosten möglich sei. Die Kommission hat deshalb die Bereitschaft der Hersteller zur Änderung ihres Produktmixes geprüft. Dabei gab die Mehrheit an, dass sie auch bei einem dauerhaften 10%igen Anstieg der relativen Preise für NMP im EWR ihren Produktmix nicht ändern würde, zumal sich dies allein schon wegen der fehlenden überschüssigen Kapazitäten als schwierig erweisen dürfte. Auch ist es angesichts eines Preisunterschieds von rund 50 % im Jahr 2000 unwahrscheinlich, dass für den US-amerikanischen Markt bestimmte Produkte auf den EWR-Markt umgelenkt werden. (110) Die NMP-Produktionskapazitäten von Eurodiol waren im Februar und März 2001 nur zu knapp [20-40 %]* ausgelastet. Die BASF prognostiziert für die Produktionsanlagen in Feluy bis zum Jahr 2003 einen Ausstoß von jährlich [20-35 kt/a]*, womit die Kapazitäten voll ausgelastet wären. Nach der Fusion müsste die BASF mit Hilfe des Eurodiol-Herstellungsverfahren bei effizientem Betrieb NMP billiger herstellen können als an anderen BASF-Produktionsstandorten. [...]*. Es könnte daher sein, dass die BASF nach der Fusion die Herstellung von BDO-verwandten Produkten in Feluy und die Herstellung von BDO in Ludwigshafen konzentriert. Doch [...]* könnte die BASF unabhängig von ihrer zukünftigen Strategie durch den Erwerb einer anderen Technologie besser auf Schwankungen der Nachfrage nach BDO und BDO-verwandten Produkten reagieren. (111) Die von der Kommission durchgeführte Marktuntersuchung hat gezeigt, dass es den Kunden relativ gleichgültig ist, woher sie das NMP beziehen, sofern es sich nicht um osteuropäische Hersteller handelt. Außerdem bestehen bei NMP im EWR derzeit Engpässe. Nach Ansicht der BASF stammen alle Importe aus Amerika und beliefen sich im Jahr 2000 auf [5-15 kt]*. Auf die BASF entfielen davon nur [< 2 kt]*, die auf dem freien Markt abgesetzt wurden. (112) Auf Importe aus den USA und Asien werden jedoch hohe Einfuhrzölle erhoben. Aussagen Dritter zufolge machen die Transportkosten und Zölle bis zu 20 % des Endpreises aus. Die von Importeuren gemachten Preisangaben für das Jahr 1999 zeigen jedoch, dass ihre Produkte höchstens 10 % über dem BASF-Preis für NMP lagen. (113) Den Stellungnahmen Dritter war außerdem zu entnehmen, dass der Eintritt in den Markt nicht einfach und zudem mit Risiken verbunden sei, da der Bau einer neuen Produktionsanlage erhebliche Investitionen sowie das Vorhandensein einer erprobten Technologie erfordere, die ebenfalls kostspielig sei. Damit sich eine solche Anlage lohne, müssten die Kapazitäten außerdem weitgehend ausgelastet sein. Da die meisten größeren Kunden von ihren Lieferanten eine interne Zulassung verlangten, lasse sich jedoch ein Kundenstamm nicht von heute auf morgen aufbauen. In den letzten fünf Jahren war Eurodiol innerhalb des EWR der einzige Neuzugang auf dem Markt. Dritten zufolge wurden die Probleme von Eurodiol dadurch verursacht, dass sein Marktanteil letztlich nicht ausreichte, um kostendeckend zu produzieren. (114) Die BASF gibt an, dass das Kundenspektrum bei Speziallösungsmitteln abgesehen von einigen weltweit tätigen Großabnehmern breit gestreut ist. Sie unterteilt ihre Kunden in Kunden der Kategorie A, B und C. Kunden der Kategorie A sind weltweit tätige Unternehmen mit mehreren Produktionsstätten in Europa/in der ganzen Welt, die große Mengen in Form von Massengutlieferungen benötigen. Ein Kunde der Kategorie A verbraucht mehr als [...]* Lösungsmittel jährlich. 1999 gehörten nur [...]* des BASF-Kundenstammes zur Kategorie A. Kunden der Kategorie B haben einen räumlich beschränkten Aktionsradius, verfügen aber in der Regel über mehr als eine Produktionsstätte und sind ebenfalls Abnehmer von Massengutlieferungen. 1999 entfielen [...]* der BASF-Kunden auf diese Kategorie, deren Verbrauch bei [...]* liegt. Die restlichen [...]* waren Kunden der Kategorie C mit auf das Inland beschränkten Geschäftstätigkeiten und einem Produktionsstandort sowie einer Abnahmemenge von jährlich weniger als [...]*, die als Massengut und/oder in Fässern geliefert wird. (115) Die NMP-Kundenstruktur unterscheidet sich von der generellen Kundenstruktur bei Speziallösungsmitteln; es gibt viele kleinere Kunden, die jeweils keine großen Mengen beziehen. Daher dürfte der von der Nachfrageseite ausgehende Druck gering sein. Bei der Marktuntersuchung meinten die Abnehmer, sie hätten wegen der Versorgungsengpässe bei NMP und der geringen Auswahl an Lieferanten keine Nachfragemacht. Sollte jedoch wieder mehr NMP auf den Markt kommen, sehen sich einige Hauptabnehmer in einer starken Verhandlungsposition. Diese Kunden beziehen vor allem andere Produkte von der BASF; verglichen mit den Ausgaben für diese Produkte dürften ihre Ausgaben für NMP eher gering sein. (116) [...]*. Die Marktuntersuchung der Kommission sieht ein jährliches Wachstum von 3 bis 4 % voraus. Da die Kapazitäten der meisten Hersteller derzeit vollständig oder nahezu vollständig ausgelastet sind, ist kaum damit zu rechnen, dass der steigende Bedarf von BASF-Wettbewerbern gedeckt werden kann. (117) Infolgedessen dürfte sich das fusionierte Unternehmen bei der Deckung des Nachfragezuwachses gegenüber seinen Wettbewerbern im Vorteil befinden. [...]*. Es wird angenommen, dass diese Mengen bereits auf dem freien Markt verkauft wurden und dass künftige zusätzliche Kapazitäten ebenfalls für den freien Markt bestimmt sind. Schlussfolgerung - NMP (118) Das Vorhaben hätte daher zur Folge, dass sich die beiden einzigen EWR-weiten Hersteller von NMP, die dieses Produkt auch auf dem freien Markt absetzen, zusammentun und sich auf diese Weise eine starke Stellung auf dem Markt verschaffen. Die Kunden werden sich kaum aussuchen können, von wem sie ihren künftigen Mehrbedarf an NMP beziehen. Deshalb dürfte die Gefahr bestehen, dass durch den Zusammenschluss eine beherrschende Stellung der Parteien auf dem EWR-Markt für NMP begründet wird. c) THF (119) Nach Angaben der BASF kommt das auf dem freien Markt abgesetzte THF vornehmlich in Pharmazeutika [40-60 %]* sowie in industriellen Anwendungen, vor allem als Lösungsmittel in Kunststoffen und Lacken [20-40 %]* und in der elektronischen Industrie [< 20 %]*, zum Einsatz. Das Gros der THF-Produktion ist jedoch für den Eigenbedarf bestimmt und wird insbesondere zur Herstellung von PTMEG verwendet. (120) Nach Schätzungen der BASF wurden im Jahr 1999 im EWR [25-35 kt]* THF im Wert von [50-60 Mio. EUR]* auf dem freien Markt abgesetzt. Tabelle 6 weist die weltweiten THF-Kapazitäten, das Absatzvolumen im EWR und die mengenmäßigen Marktanteile für 1999 aus. Tabelle 6 Weltweite THF-Kapazitäten, Absatzvolumen im EWR und Marktanteile auf dem freien Markt (Schätzungen der BASF für 1999) >PLATZ FÜR EINE TABELLE> (121) Die BASF schätzt ihren eigenen Marktanteil 1999 auf [25-35 %]* (gemessen an der Menge) bzw. [25-35 %]* (gemessen am Verkaufswert). Der Marktanteil von Eurodiol wurde von der BASF auf [10-20 %]* (Absatzvolumen) bzw. [10-20 %]* (Verkaufswert) beziffert. Bei einem Zusammenschluss ergäbe sich bei THF somit ein gemeinsamer mengen- und wertmäßiger Marktanteil von [40-50 %]*. (122) Die von der Kommission durchgeführte Marktuntersuchung hat die Angaben der BASF zu den Produktionskapazitäten, die in Tabelle 6 wiedergegeben sind, weitgehend bestätigt. Sie zeigte auch, dass die Kapazitäten in den vergangenen drei Jahren nicht gestiegen, sondern gleich geblieben sind. Die Angaben zu den Marktanteilen entsprechen ebenfalls dem Ergebnis der Marktuntersuchung. Den Erkenntnissen der Kommission zufolge beliefen sich die Marktanteile der Parteien im Jahr 1999 im EWR auf rund [25-35 %]* (BASF) bzw. [10-20 %]* (Eurodiol), woraus sich im Falle der Fusion ein gemeinsamer Marktanteil von ca. [40-50 %]* ergibt. Die BASF hat die Stellung ihres stärksten Konkurrenten auf dem Markt - ISP - offenbar leicht unterschätzt, wohingegen sich ihre Schätzung der Marktanteile von DuPont und Lyondell in der Marktuntersuchung weitgehend bestätigt fand. Die Herkunft der restlichen auf dem freien Markt im EWR abgesetzten [1-10 kt]* konnte von der BASF nicht bestimmt werden, und auch die Marktuntersuchung brachte diesbezüglich keine weiteren Erkenntnisse. Der Zusammenschluss würde daher die Vereinigung des Marktführers mit dem drittgrößten Hersteller bedeuten, wodurch der Abstand zum nächstgrößten verbleibenden Wettbewerber noch krasser würde. (123) Im Jahr 2000 ergab sich auf dem THF-Markt eine neue Situation. Der gemeinsame Marktanteil stieg auf rund [45-55 %]* an (BASF ca. [25-35 %]*, Eurodiol [20-30 %]*). In diesem Zeitraum nahm die BASF von Eurodiol größere Mengen an THF (insgesamt [1-5 kt]*) ab, die bei der obigen Berechnung der Marktanteile nicht mit berücksichtigt wurden, da sich hieraus ein verzerrtes Bild der Marktsituation im Anschluss an die Fusion ergeben hätte. Allerdings konnte die BASF auf diese Weise ihren Absatz im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um [30-40 %]* von [5-15 kt]* auf [5-15 kt]* steigern, während der nächstgrößte Wettbewerber ISP leichte Einbußen hinnehmen musste. Seit 1999 konnte die BASF ihre Marktposition somit deutlich verbessern; sie wäre nach der Fusion doppelt so stark wie die ihres größten Konkurrenten. (124) Nach dem Zusammenschluss würde die Zahl der Hersteller, die THF auf dem freien Markt anbieten, von vier auf drei schrumpfen. Die BASF hielte etwas weniger als 50 % der gesamten THF-Produktionskapazitäten im EWR und 45 % der weltweiten Kapazitäten in ihren Händen. Ihre Hauptwettbewerber wären ISP und Lyondell. DuPont produziert zwar auch für den freien Markt, aber nur geringe Mengen; das Gros der Produktion ist für den Eigenverbrauch bestimmt(8). Auch Osteuropa verfügt in kleinerem Umfang über Produktionskapazitäten (zum Beispiel in der Russischen Föderation, ca. 5 kt), doch fehlen bisher die Belege dafür, dass THF aus Osteuropa in den EWR importiert worden ist. Die BASF schätzte die Einfuhren aus Osteuropa auf [1-5 kt]*, da [< 3 kt]* für den Eigenverbrauch bestimmt sein dürften. Allerdings gab keiner der befragten Abnehmer an, THF von osteuropäischen Herstellern zu beziehen. Viele erklärten außerdem, die osteuropäischen Produkte seien sowohl qualitativ schlechter als andere Bezugsquellen und die Hersteller könnten keine fristgerechte und zuverlässige Lieferung garantieren. (125) Die Marktuntersuchung hat außerdem gezeigt, dass die Produktionskapazitäten aller Hersteller mit Ausnahme von Eurodiol vollständig oder nahezu vollständig ausgelastet sind. Eine baldige Aufstockung der THF-Produktionskapazitäten in Europa ist ebenfalls nicht in Sicht. [...]*, wo im Jahr 2002 mit der BDO-Produktion begonnen werden soll. Offiziell wurde jedoch verlautbart, dass Lyondell den geplanten Ausbau seiner Anlage zur Herstellung von BDO-verwandten Produkten erst einmal auf Eis gelegt hat. Lyondells eigenen Aussagen zufolge dürfte jedoch, selbst wenn grünes Licht für die Produktion gegeben würde, bis zur Kommerzialisierung der Produkte einige Zeit vergehen. Es kann daher nicht fest davon ausgegangen werden, dass sich Lyondell auf dem Markt betätigen und einen Wettbewerbsdruck auf das fusionierte Unternehmen ausüben wird. (126) Der BASF zufolge werden derzeit von Mitsubishi in Japan neue THF-Produktionskapazitäten ([...]*) geschaffen, die Anfang 2002 auf den Markt kommen sollen. Weitere Angaben betrafen TCC, Taiwan (Aufstockung der Kapazitäten [...]*; Beginn der Kommerzialisierung voraussichtlich 2001), Dairen, Taiwan ([...]* voraussichtliche Kommerzialisierung 2002), Nan Ya, Taiwan (voraussichtliche Kapazität [...]*; Beginn der Kommerzialisierung 2001) und schließlich Quihar Qianjin, China ([...]*, voraussichtliche Kommerzialisierung 2001). Im Jahr 2000 gab es jedoch keine Einfuhren aus Asien, wohingegen Europa und Amerika Nettoexporteure nach Asien waren. Außerdem ist nicht bekannt, ob diese Kapazitäten zur Deckung des Eigenbedarfs genutzt oder auf dem asiatischen Markt abgesetzt werden sollen. (127) Der von der Kommission durchgeführten Marktuntersuchung zufolge haben die Abnehmer keine Präferenzen in Bezug auf die Herkunft des THF(9). Da in Europa jedoch große Mengen zu niedrigen Preisen produziert werden, hielten sich die Einfuhren in Grenzen. Die BASF schätzt die Einfuhren aus Amerika im Jahr 2000 auf [1-5 kt]* (davon entfallen [1-2 kt]* auf die BASF). Über Importe aus anderen Teilen der Welt ist nichts bekannt. Mit einer Exportmenge von [5-10 kt]* ([...]*) ist Europa Nettoexporteur von THF. (128) Bei der Marktuntersuchung war von den Herstellern zu hören, dass eine rasche Steigerung der Produktion nicht ohne erhebliche zusätzliche Investitionskosten möglich sei. Die Kommission hat deshalb die Bereitschaft der Hersteller zur Umlenkung ihrer für den Eigenbedarf bestimmten Produktion auf den freien Markt geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass auch bei einem dauerhaften 10%igen Anstieg der relativen Preise die Hersteller ihre Eigenproduktion weder auf den freien Markt umlenken noch die Gewichte bei der Produktion verschieben würden (sofern dies angesichts fehlender überschüssiger Kapazitäten überhaupt möglich ist). Deshalb dürfte der Schluss nahe liegend sein, dass Produkte, die derzeit für die eigene Produktion verwendet werden, künftig wohl kaum auf dem freien Markt angeboten werden. Die THF-Marktpreise werden daher durch die für den Eigenverbrauch bestimmte Produktion nicht beeinflusst. (129) Die THF-Produktionskapazitäten von Eurodiol waren im Februar und März 2001 zu etwa [70-90 %]* ausgelastet. Die BASF prognostiziert für die Produktionsanlagen in Feluy bis zum Jahr 2003 einen Ausstoß von jährlich [35-45 kt]*, was [...]*(10) gemessen an den jetzigen Kapazitäten entspräche. Nach der Fusion müsste die BASF mit Hilfe des Eurodiol-Herstellungsverfahren bei effizientem Betrieb THF am Standort Eurodiol billiger herstellen können als in Ludwigshafen. [...]*. (130) Den Stellungnahmen Dritter war außerdem zu entnehmen, dass der Eintritt in den Markt nicht einfach und zudem mit Risiken verbunden sei, da der Bau einer neuen Produktionsanlage erhebliche Investitionen sowie das Vorhandensein einer erprobten Technologie erfordere, die ebenfalls kostspielig sei. Damit sich eine solche Anlage lohne, müssten die Kapazitäten außerdem weitgehend ausgelastet sein. Da die meisten größeren Kunden von ihren Lieferanten eine interne Zulassung verlangten, lasse sich jedoch ein Kundenstamm nicht von heute auf morgen aufbauen. In den letzten fünf Jahren war Eurodiol innerhalb des EWR der einzige Neuzugang auf dem Markt. Dritten zufolge wurden die Probleme von Eurodiol dadurch verursacht, dass sein Marktanteil letztlich nicht ausreichte, um kostendeckend zu produzieren. (131) Die BASF gibt an, dass das Kundenspektrum bei Speziallösungsmitteln abgesehen von einigen weltweit tätigen Großabnehmern breit gestreut ist. Sie unterteilt ihre Kunden in Kunden der Kategorie A, B und C. Kunden der Kategorie A sind weltweit tätige Unternehmen mit mehreren Produktionsstätten in Europa/in der ganzen Welt, die große Mengen in Form von Massengutlieferungen benötigen. Ein Kunde der Kategorie A verbraucht mehr als [...]* Lösungsmittel jährlich. 1999 gehörten nur [...]* des BASF-Kundenstammes zur Kategorie A. Kunden der Kategorie B haben einen räumlich beschränkten Aktionsradius, verfügen aber in der Regel über mehr als eine Produkti

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.