Europäische Union

2014/189/EU: Beschluss der Kommission vom 28. Dezember 2012 . über die staatliche Beihilfen (SA.33760 (12/N-2, 11/C, 11/N); SA.33763 (12/N-2, 11/C, 11/N); SA.33764 (12 N-2, 11/C, 11/N); SA.30521 (MC 2/10); SA.26653 (C9/09); SA.34925 (12 N-2, 12/C, 12/N); SA.34927 (12 N-2, 12/C, 12/N); SA.34928 (12 N-2, 12/C, 12/N) die vom Königreich Belgien, von der Französischen Republik und dem Großherzogtum Luxemburg zugunsten von Dexia, DBB/Belfius und DMA durchgeführt wurden (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2012) 9962) Text von Bedeutung für den EWR

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32014D0189(01). Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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gegenüber). — Diese Entflechtung wird innerhalb von 6 Monaten umgesetzt. — Interne Ratingsysteme — Die wenigen bei DMA verbliebenen Corporate-, Projekt- und US-Gegenparteien, die mit Hilfe der internen Ratingsysteme von Dexia bewertet werden sollten, werden auf die Standardmethode umgestellt und direkt von den NEC-Kreditanalysten überwacht. Die ausländischen Vermögenswerte bei DMA bestehen größtenteils aus Werten der öffentlichen Hand in Italien. Im Team Modellmanagement von NEC ist ein zusätzliches VZÄ für die Überwachung der Score-Funktion in Italien erforderlich. — Diese Entflechtung wird innerhalb von 6 Monaten umgesetzt. — Bewertung der Wertpapiere — Bei der Wertermittlung der bilanzierten Wertpapiere wird die neue Einrichtung NEC/DMA nicht mehr auf die Dexia-Mitarbeiter, sondern auf eigenes Fachwissen zurückgreifen, das noch aufgebaut werden muss. — Diese Entflechtung wird innerhalb von 6 Monaten umgesetzt. — Audit — Die gemeinsame Ressourcennutzung beim Überwachungsinstrument für Auditempfehlungen wird eingestellt. Jede Einheit wird eine eigene Ausstattung verfügen. — Diese Entflechtung wird innerhalb von 3 Monaten umgesetzt. 2.   Leistungen von NEC für Dexia Auch hier lautet der Vorschlag, die Leistungen von NEC für Dexia (ohne IT-Leistungen) einzustellen. Zunächst war geplant, dass die Kreditrisikoanalyse und das interne Ratingsystem für französische Gebietskörperschaften zusammen bleiben sollten; davon wurde nun doch Abstand genommen. In diesen Bereichen wird Dexia eigene Ressourcen aufbauen und seine Teams und seine Organisation entsprechend verstärken. — Kreditrisikoanalyse — Die Nutzung der NEC-Kreditrisikoanalystenteams für französische Gebietskörperschaften durch Dexia wird eingestellt. Es werden zwei verschiedene Teams gebildet, was zu einer Disynergie von insgesamt 9 Stellen führt (Näheres hierzu siehe in Anhang 1). — Internes Ratingsystem — Das interne Ratingsystem für französische Gebietskörperschaften soll nicht, wie zunächst geplant, gemeinsam genutzt, sondern dupliziert werden. Dexia und NEC werden somit voneinander unabhängige, eigene IRS-Systeme betreiben. So lässt sich vermeiden, dass sich die erwartete Herabstufung der Kalibrierung des IRS von Dexia nicht nachteilig auf die Kreditvergabe der neuen Einrichtung NEC/DMA auswirkt, und es werden die operativen und aufsichtsrechtlichen Schwierigkeiten durch die Datenbeschaffung und -aktualisierung für nur ein System durch zwei Banken ohne Kapitalverflechtung umgangen. Es wird eine Disynergie von 13 VZÄ erwartet (11 VZÄ bei Dexia und 2 VZÄ bei NEC. Näheres hierzu siehe in Anhang 1). Die Entflechtung dieser Leistungen wird innerhalb von 6 Monaten umgesetzt. ANHANG 1 DIE INTERNEN RATINGSYSTEME —   Grundsätze der vorgeschlagenen Organisation Angesichts der jüngsten Entscheidungen und Richtungsvorgaben für die Positionierung der Desensibilisierung, die vollständige Risikoübernahme von Dexia für dieses Portfolio und die fehlende Kapitalverflechtung zwischen Dexia und NEC lautet der Vorschlag, dass die internen Ratingsysteme (IRS) für den kommunalen Bereich von der neuen Einrichtung NEC/DMA und Dexia nicht mehr gemeinsam genutzt werden und somit auf gegenseitige Leistungen zwischen Dexia und NEC innerhalb dieses Prozesses verzichtet wird. Dexia und NEC werden dann jeweils über ein vollkommen eigenständiges Kreditanalysten-, Modellmanagement-, Modelling- und Freigabeteam verfügen, das dann alle Leistungen für das jeweilige Unternehmen erbringt. Dieser Organisationsvorschlag beruht auf folgenden Feststellungen: — drohende Herabstufung der IRS-Kalibrierung angesichts steigender Ausfallhäufigkeit innerhalb von Dexia, was sich negativ auf die Neukreditvergabe bei DMA auswirken würde; nun scheint es aber nicht konsequent, DMA die Folgen durch die Herabstufung des Dexia-Portfolios aufzubürden. — operative Schwierigkeiten, die IRS angesichts der fehlenden Kapitalverflechtung weiter gemeinsam zu betreiben: — Für die gemeinsame Nutzung der IRS durch Dexia und die neue Einrichtung NEC/DMA ist die Fähigkeit beider Unternehmen ausschlaggebend, alle Informationen zu beschaffen, die für die Pflege dieser Modelle erforderlich sind (Ausfälle, Verluste usw.). — Ohne Kapitalverflechtung und gemeinsame Politik würden auch die operativen Schwierigkeiten steigen, weiter eine gemeinsame Datenbank zu betreiben. Ohne gemeinsame und sehr hochwertige Datenbank könnten die IRS nicht mehr weitergeführt werden, da die Aufsichtsbehörden sie nicht mehr anerkennen würden. — Notwendigkeit eines eigenen Analystenteams bei Dexia, da Dexia das gesamte Kreditrisiko aus dem sensiblen Portfolio trägt, und Unmöglichkeit, für die beiden Unternehmen Dexia und NEC ein gemeinsames Team beizubehalten, das zwei verschiedene IRS-Systeme für dieselben Gegenparteien nutzt. —   Hauptfolgen für Dexia und NEC —   Auswirkungen auf die Personalausstattung Es werden zwei Analystenteams für die öffentliche Hand in Frankreich eingerichtet, eines bei NEC und das andere bei Dexia. Dadurch könnte der Zuständigkeitsbereich des bestehenden Analystenteams deutlich eingeschränkt werden: Das Team von NEC wird sich nämlich auf französische Gebietskörperschaften konzentrieren (und nur in geringerem Maße auf bestimmte internationale Gebietskörperschaften), dafür aber weniger mit Akteuren „spezialisierter Märkte“ zu tun haben, welche die interessantesten Fälle in der Analyse darstellen. Unter diesen Umständen sind Kündigungen nicht auszuschließen. Im Übrigen wird es nicht möglich sein, in erheblichem Maße auf intern vorhandene Fachkräfte zurückzugreifen, um die Analystenstellen in den Teams bei NEC und Dexia zu besetzen. Solche Fachkräfte sind auch auf dem Markt nur schwer zu finden. —   Disynergierisiken Sie liegen auf drei Ebenen: — Der Verzicht auf eine gemeinsame Nutzung der IRS durch Dexia und NEC und somit auch der Anwenderteams (Analysten) führt dazu, dass jedes Unternehmen Teams für die Modellentwicklung und -pflege (Modellmanagement, Modelling und Ausfallzentrum), die Modellfreigabe (methodische Freigabe, aber auch operative Freigabe und Qualitätskontrolle) und ihre Nutzung (Kreditanalysten) aufbauen muss. Das Team Modellmanagement von Dexia muss somit um 6 VZÄ, das Team Freigabe und Qualitätskontrolle um 2 VZÄ, das Modelling-Team um 1 VZÄ und das Team Ausfälle um 2 VZÄ verstärkt werden, das entspricht 11 zusätzlichen VZÄ bei Dexia. Bei NEC sind ein zusätzliches VZÄ für das Modellmanagement und ein zusätzliches VZÄ für Freigabe und Qualitätskontrolle, d. h. 2 zusätzliche VZÄ einzuplanen. — Der Abbau der gegenseitigen Leistungen für die Kreditrisikoanalyse bei Dexia und NEC (Kreditrisikoanalyse für die öffentliche Hand in Frankreich durch NEC für Dexia und Kreditrisikoanalyse für internationale Gegenparteien durch Dexia für NEC) führt zu einem höheren Personalbedarf von 9 VZÄ bei Dexia (keine Personalaufstockung bei NEC). — Und schließlich ist nach Einstellung der Leistung ‚Anleihenbewertung‘ durch Dexia ein zusätzliches VZÄ bei NEC erforderlich. ANHANG IV D ENTFLECHTUNG DER IT-SYSTEME VON DEXIA UND NEC Diese Mitteilung enthält die gewünschten Erläuterungen des Umstands, dass für eine vollständige Trennung der IT-Systeme von NEC und Dexia eine Frist von 24-30 Monaten für erforderlich gehalten wird. Nach Abschluss der beschriebenen Arbeiten wird das Anwendungssystem bei NEC von dem bei Dexia, wie bereits betont, völlig unabhängig sein. Dasselbe gilt für den Betrieb der Anwendungen und die technische Infrastruktur. Die vier Hauptphasen bei der Entflechtung der IT-Systeme von Dexia und von NEC wurden in der Mitteilung vom 26. September wie folgt beschrieben: Zeitplan 1 Vorlaufphase (3 Monate) 2 Duplizierung des Anwendungssystems (15 Monate) 3 Outsourcing der Leistungen (6 Monate) 4 Potenzielle Verzögerungen im Zeitplan (6 Monate) M0 M3 M18 M24 M30 Beschreibung Projektübergreifende Gesamtabstimmung und Verstärkung der technischen Infrastruktur Umsetzung der Trennung aller gemeinsamen Anwendungssysteme bei NEC und Dexia Migration der Anwendungssysteme auf ein neues Hostingsystem und Umstellung des Betriebs Die Komplexität des Projekts und die Abhängigkeit von externen Akteuren könnten zu Verwerfungen im Projekt führen. 1.   Vorlaufphase Wie in der Mitteilung vom 23. September 2012 angegeben, stehen hier zwei verschiedene Ziele im Vordergrund: die Erstellung einer detaillierten strategischen Planung für die anstehenden Arbeiten und die Verstärkung der technischen Infrastruktur als Voraussetzung für das Hosting der duplizierten Anwendungen. Die in dieser Mitteilung vorgestellten Denkansätze bilden die Vorstufe zu dem Entflechtungsplan, der in dieser Vorlaufphase erarbeitet werden muss. Sie müssen jedoch noch durch eine ausführliche Untersuchung bestätigt werden. 2.   Duplizierung des Anwendungssystems Anhand nachstehender Angaben wird deutlich, warum für eine erfolgreiche Trennung der Anwendungssysteme von Dexia und NEC eine Frist von mindestens 15 Monaten (ohne jedes andere Projekt) erforderlich ist. Beim jetzigen Stand geht es um eine erste Analyse, die in der (für die ersten drei Monate des Jahres 2013 geplanten) Abstimmungsphase für den Duplizierungsprozess noch bestätigt, ergänzt und genauer ausgeführt werden muss. Bei einer ersten Bestandsaufnahme zum Duplizierungsprozess (siehe Anhang 2) wurden 169 Anwendungen von den 248 Anwendungen erfasst, die heute zum IT-System von Dexia gehören. Zur Einschätzung des Arbeitsaufwands lassen sich die zu duplizierenden Anwendungen nach funktionaler und technischer Komplexität in 3 Gruppen einteilen: i) 12 Kernanwendungen des IT-Systems von DEXIA — Geschäftlicher Bereich: CRM-Software (Reflex), Angebotsbearbeitung (Phoenix), Finanzanalyse (Safir) — Operativer Bereich: Industrielles Kreditmanagement (SAB) und Kredit-Infocenter (Edouard) — Marktbereich: Verwaltung der Marktgeschäfte (OpenLink) und Überwachung der Nachschussmargen/Sicherheitenverwaltung (Algorithmics) — Finanzbereich: Rechnungswesen (ROC), ALM-Steuerung (RiskPro und zentrale Datenbank für Vermögenswerte) und Kontenabgleich (Intellimatch) — Risikobereich: Kreditrisikoüberwachung (Fermat Basel II) ii) 14 Hauptanwendungen angesichts ihres Funktionsumfangs, ihres höchst spezifischen Charakters und ihrer Vernetzung mit den anderen Anwendungen — Geschäftlicher Bereich: Geschäfts-Infocenter (EDC), Kundenprofilierung (Profil) — Operativer Bereich: Kreditmanagement (Bamaco), Einkaufs-Software (OASYS), Telefonverzeichnis und Berechtigungen (Habilis), Projektmanagement (Clarity) — Marktbereich: Cash- und Liquiditätsmanagement (Cahors), Steuerung der BdF-Pools und -Nachlässe (A3G) — Finanzbereich: Abschreibungsstaffelung (Image), aufsichtsrechtliche Meldungen (Evolan) — Risikobereich: interne Ratingsysteme (Cléo, SatPub und DirCor), Regelwerk Zinsen/Währungen (SmartCo) iii) 143 kleinere Anwendungen, deren Liste im Anhang beigefügt ist. Für jede dieser 169 Anwendungen ist der Duplizierungsprozess in folgende Abschnitte zu gliedern: a) Bedarfsermittlung und anwendungsspezifische Spezifikationen (Duplizierungs-, Speicherdump- und Ablagevorschriften, Prüfung der Berechtigungen und Profile usw.) b) Entwicklung der Duplizierungsprogramme und Erstellung der notwendigen Umgebungen in Verbindung mit dem jeweiligen Software-Haus (Software-Pakete) c) Einheitliche technische und funktionale Abnahme des ordnungsgemäßen Betriebs für die 2 dadurch entstandenen Teileinheiten Der Arbeitsaufwand für die Durchführung dieses einmaligen Ablaufs kann ausgehend von einem nach Schwierigkeitsgrad gestaffelten pauschalen Durchschnittswert ermittelt werden. Angesichts der Erfahrungen, die mit dem Entflechtungsprogramm bei Dexia/Belfius gesammelt werden konnten, scheint es realistisch, für die IT-System-Kernanwendungen pauschal 750 Manntage, für die Hauptanwendungen 250 Manntage und für die sogenannten kleineren Anwendung pauschal 30 Manntage anzusetzen. Es kann somit von einem Gesamtaufwand von 16 790 Manntagen für die Duplizierung ausgegangen werden. Zusätzlich zu diesem Einmalaufwand und im Sinne einer losweisen Lieferung sind für jedes der 4 geplanten Lose folgende Schritte einzuplanen: a) die Entwicklung vorübergehender Schnittstellen, so dass innerhalb jedes im Aufbau befindlichen IT-Systems die eigenen Anwendungen und noch gemeinsam genutzte Anwendungen nebeneinander lauffähig sind, b) die Durchführung einer globalen Integrationsabnahme, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Gesamtanlage und den stabilen Lauf jedes IT-Systems auf dieser Zwischenstufe freizugeben. Der entsprechende Arbeitsaufwand wird in jedem Los auf 500 Manntage für das Einrichten der Schnittstellen und auf 500 Manntage für die Gesamtabnahme, d. h. insgesamt auf 4 000 Manntage für alle Lose zusammen geschätzt. Angesichts des Gesamt-Leistungsaufwands, den wir beim derzeitigen Stand auf rund 20 800 Manntage schätzen, und der IT-Kapazitäten, die für eine erfolgreiche Anwendungsduplizierung bereitgestellt werden können, scheint eine Frist von mindestens 15 Monaten unumgänglich, wenn alle Kapazitäten der Direktion IT-Systeme für dieses Programm abgestellt werden. Zur Information: Die Gesamtkapazität der IT-Teams für die Projektdurchführung beträgt rund 18 000 Manntage/Jahr und ist zu einem erheblichen Teil bereits in den Entflechtungsprojekten bei Belfius (noch 7 000 Manntage bis Juni 2013) und den Servicing-Projekten bei LBP (mindestens noch 2 000 Manntage in diesem Zeitraum) gebunden. Daher scheint es schwierig, die gesamte Duplizierung des IT-Systems in weniger als 20-21 Monaten zu bewältigen. 3.   Migration der Neukreditvergabe Wie lange die Durchführung dieser Migration der Neukreditvergabe von Dexia hin zu einem externen Partner dauern wird, hängt weitgehend davon ab, welche Mittel dieser Partner dafür bereitstellt und welche Modalitäten für eine erfolgreiche Umstellung gewählt werden (Hosting, Umzug der Anlageninfrastruktur, Schulung der Betreiber, mögliche gemeinsame Nutzungen usw.). Man darf jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass der Funktionsumfang des Dexia-IT-Systems einerseits (siehe Anzahl vorgenannter Anwendungen) und die notwendige Abstimmung zwischen den verschiedenen Beteiligten (Thalès, DTS und IT Production DCL) andererseits diesen Vorgang ausgesprochen komplex machen. Die hierfür angesetzte Frist von sechs Monaten scheint daher sehr optimistisch. Fazit: Angesichts der Vorgaben in dieser Mitteilung lautet unsere Einschätzung, dass insgesamt ein Zeitraum von 30 Monaten notwendig sein wird, bis die IT-Systeme von Dexia und NEC vollständig unabhängig voneinander laufen.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.