Europäische Union

Beschluss (GASP) 2023/2064 des Rates vom 25. September 2023 über die Unterstützung der Union für die Tätigkeiten der Vorbereitungskommission der Organisation des Vertrags für das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) zur Stärkung ihrer Überwachungs- und Verifikationsfähigkeiten

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32023D2064. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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Vertragsstaaten CTBTO-Daten leichter und effizienter überprüfen und analysieren. Erwartetes Resultat — Verbesserung des Dienstangebots für NDCs und das IDC durch einen zentralen Dienst, bei dem SHI- und RN-Daten und -Erzeugnisse angefordert werden können. Erwartete Ergebnisse — Erweiterte Implementierung des FDSN-Webdienstes, der alle SHI- und RN-Daten, -Erzeugnisse und -Formate abdeckt. Erzeugnis 2: Entwicklung eines betriebsbereiten Instruments zur Schätzung des Xenonuntergrunds (XeBET II) Hintergrund Das CTBTO-Edelgasnetz beobachtet regelmäßig Radionuklidemissionen, die auf anthropogene globale Quellen im Zusammenhang mit friedlichen Aktivitäten zurückzuführen sind. Diese allgegenwärtigen und hochvariablen Emissionen beeinträchtigen die weltweite Überwachung in Bezug auf nukleare Explosionen. Da dieses komplexe Problem bekanntermaßen fortbestehen wird, herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass die derzeitigen Methoden weiterentwickelt werden müssen: In Bezug auf das Know-how im Bereich ATM und Radionuklide müssen erforderliche Innovationen vorangetrieben, gewonnene Erfahrungen einbezogen und interdisziplinäre Ansätze genutzt werden. Durch diesbezügliche Bemühungen wird es möglich, für jede IMS-Probe zu unterscheiden, ob die Beobachtung durch bekannte Quellen zu erklären ist oder ob ein Eintrag auf eine nukleare Explosion zurückzuführen ist. Der Weg für XeBET II wird gerade durch ein bereits vorhandenes wissenschaftliches Softwareentwicklungsprojekt, XeBET (Auftragsnr. 2022-1179), geebnet, das eine Softwareprototypisierungsumgebung bereitstellt, in der neue datengesteuerte wissenschaftliche Methoden getestet und demonstriert werden können. XeBET II ist die logische, wichtige Fortsetzung zu XeBET, in deren Rahmen der resultierende Prototyp zur Bereitstellung einer Software genutzt werden soll, die im Betrieb in der ATM-Pipeline die beste Kennzeichnung für die Schätzung des Untergrunds bietet. Durch XeBET II wird sich die Qualität der Aussortierung nuklearer Ereignisse also entsprechend verbessern. Erwartetes Resultat — Bereitstellung der betriebsbereiten XeBET-II-Software, die dahingehend einsatzbereit ist, dass Schätzwerte für die Radioxenonkonzentrationen der einzelnen Edelgasproben des IMS ermittelt werden können. Der Prototyp wird in der ATM-Pipeline eingesetzt werden, und die Ergebnisse werden — im Interesse der Verbesserung des automatischen Radionuklid-Berichts (Automated Radionuclide Report (ARR)), des überprüften Radionuklid-Berichts (Reviewed Radionuclide Report (RRR)) und des Bulletins über die aussortierten gewöhnlichen Ereignisse (im Folgenden „SSREB“, Standard Screened Radionuclide Event Bulletin) — in die Radionuklid-Pipeline integriert. Er wird auch im Instrumentarium für die technische Expertenanalyse und in der Paketlösung für NDCs zur Verfügung stehen. Erwartete Ergebnisse XeBET II ist eine Softwarelösung, die sofort in die ATM- und die Radionuklid-Pipeline integriert werden kann. So werden drei Ergebnisse erzielt: — Es gibt eine Lösung für die Kennzeichnung „Rückverfolgung zu bekannten Quellen“, die Teil des von der Kommission vereinbarten Einstufungssystems ist, aber noch nicht in die Radionuklidberichte des IDC einfließt. — Das SSREB wird dahingehend verbessert, dass es echte automatische Aussortierungsergebnisse liefert, statt lediglich Informationen aus dem RRR zu extrahieren. — Es gibt ein Instrument für die technische Expertenanalyse. Alle diese Funktionen werden NDCs mit dem Softwarepaket für NDCs bereitgestellt. XeBET II ist der Ausgangspunkt für weitere Verbesserungen und Zusätze. Durch die Aufnahme von XeBET II in die operative ATM-Pipeline kann besser abgeschätzt werden, ob ein anormales Signal auf eine nukleare Explosion oder auf bekannte Quellen zurückzuführen ist, sodass sich die Qualität des Verifikationssystems langfristig deutlich verbessert. Erzeugnis 3: Verbesserte ATM durch das Ensemblevorhersagesystem Hintergrund Das bei der CTBTO eingesetzte und verwendete ATM-Betriebssystem berechnet Quellrezeptor-Sensitivitätsfelder, die die Position der Luftmassen vor ihrem Eintreffen bei einer Radionuklidstation des Netzes des Internationalen Überwachungssystems (IMS) bestimmen. Die ATM-Berechnungen unterstützen also die Radionuklidtechnologie, indem die Verbindung zwischen nachgewiesenen Radionukliden und den Regionen, in denen sich potenzielle Quellen befinden, hergestellt wird. Eine häufige, legitime Frage in Bezug auf ATM-Erzeugnisse betrifft deren Unsicherheiten und Zuverlässigkeit. Es gilt als anerkannt, dass Unsicherheiten mithilfe einer Reihe äquivalenter Simulationen, das heißt anhand eines Ensembles statt einer einzelnen Simulation, geschätzt werden können. Im Rahmen der durch den Beschluss VII des Rates der EU (Abschnitt 1 Projekt 4) finanzierten Studie wurde festgestellt, dass ein Ensemble mit zehn beliebigen Mitgliedern bereits ausreicht, um von den Vorteilen eines Ensembles zu profitieren. Diese Schlussfolgerung ist vor allem im Zusammenhang mit der operativen Arbeit des IDC wichtig, die täglich mehr als 280 ATM-Simulationen erfordert. Das derzeitige ATM-Betriebssystem beruht auf dem Lagrangeschen Partikeldispersionsmodell FLEXPART. Die Finanzierung der Arbeiten zur Aktualisierung der FLEXPART-CTBTO-Version anhand aktueller wissenschaftlicher Verbesserungen, die in der Gemeinschaftsversion FLEXPART v10 implementiert wurden, erfolgte nach dem Beschluss VIII des Rates der EU. Die nächste verbesserte Version der aktualisierten FLEXPART-CTBTO-Version wird sich durch eine höhere Rechenleistung und eine zuverlässigere, stabilere Verarbeitung auszeichnen, da durch den Beschluss VIII des Rates der EU (Bezugnahme auf Abschnitt 1 Komponente 2 Projekt 4) finanzierte Hochleistungsrechenressourcen mit GPUs (Graphikprozessoren) zum Einsatz kommen. Es wird auch eine Überprüfung einer neuen, als FLEXPART v11 für 2023 angekündigten Gemeinschaftsversion sowie etwaiger Verbesserungen dieser Version geben, die, falls dies für notwendig erachtet wird, ebenfalls integriert werden soll. Das Projekt wird zu weiteren Verbesserungen führen, da die ATM-Fähigkeiten um die Ensemblemodellierung für zehn EPS-Mitglieder erweitert werden. Dank EPS-Analyse kann die Zuverlässigkeit der ATM-Richtwerte geschätzt werden. Um diese Aufgabe zu erfüllen, wird die mit dem Beschluss VII des Rates der EU entwickelte Prototyp-Software zur leichteren Schätzung von Unsicherheiten in modellierten Zeitreihen für Quellterminversionen weiter verbessert. Außerdem wird weiter untersucht werden, inwiefern modellierte ATM-Unsicherheiten für Analysen des Isotopenverhältnisses sowie Studien zum maschinellen Lernen verwendet werden können. Indem Unsicherheiten in die Vorhersagen der ATM aufgenommen werden, können Aussortierung und Zeitplan (Analysen des Isotopenverhältnisses) genauer analysiert und Quellen mit größerer Präzision geortet werden. Die Ensemblevorhersage eignet sich auch als Methode zur besseren Schätzung des Radionukliduntergrunds. Allgemein ermöglicht sie Vertragsstaaten, besser zu verstehen, wo sich die potenzielle Quelle der Radionuklidemission befindet und wann die Freisetzung erfolgt ist, das heißt, sie wird langfristig zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität des Verifikationssystems führen. Sie wird die Fähigkeiten des Überwachungs- und Verifikationssystems des CTBT erheblich stärken, da sie wesentliche Informationen liefert, die die Unterzeichnerstaaten in Bezug auf ATM-Unsicherheiten angefordert haben. Erwartetes Resultat — Verbesserung des ATM-Systems (ATM-EPS), sodass wesentliche Informationen über ATM-Unsicherheiten geliefert werden und somit die Zuverlässigkeit der ATM-Ergebnisse steigt. Erwartete Ergebnisse — Prototyp-Software, die es ermöglicht, mit Blick auf Analysen des Isotopenverhältnisses (Aussortierung und Zeitplan) sowie Studien zum maschinellen Lernen Unsicherheiten in ATM-Simulationen einzubeziehen. — Modernisierte ATM-Pipeline auf der Grundlage dieses ATM-EPS-Prototyps, die zusätzliche, wesentliche Informationen zu den ATM-Unsicherheiten und somit zuverlässigere ATM-Ergebnisse liefert. Erzeugnis 4 — Aktualisierung der Technologie für die Verarbeitung verschiedener Wellenformen und Interaktivität Hintergrund Die mit Mitteln gemäß dem Beschluss VIII des Rates der EU finanzierte Software für die Verarbeitung von hydroakustischen und Infraschalldaten DTK-(G)PMCC wurde beim IDC in Betrieb genommen und wird nun dank der Paketlösung für NDCs zusammen mit den Mitgliedstaaten genutzt. Dieser Erfolg hat dazu geführt, dass NDCs inzwischen anfragen, ob die Software weiter aktualisiert und die Verarbeitung hydroakustischer Daten mit dem Instrument verbessert werden könnte. Außerdem muss auch das zugehörige Instrument DTK-DIVA aktualisiert werden, das interaktive Analysen ermöglicht, bei denen Informationen über Grundrauschen bei Stationen und Verarbeitungsergebnisse kombiniert werden können und — bei Infraschalldaten — die Datenverarbeitungsanalyse mit dem Wissen über die Atmosphäre verknüpft werden kann. Mit der Bereitstellung einer Software erhalten das IDC und die NDCs verbesserte Lösungen für die Verarbeitung hydroakustischer Daten (über DTK-(G)PMCC) und die umfassende Analyse und Visualisierung (über DTK-DIVA). Die verbesserte Verarbeitung hydroakustischer Daten bewirkt, dass das Verifikationssystem unterseeische Nuklearversuche besser orten kann. Durch die Verbesserung von DTK-DIVA können Experten eine Vielzahl von Informationen aus seismischen, hydroakustischen und Infraschallnachweisen kombinieren und sich so einen genaueren Eindruck von einem Quellereignisses verschaffen. Erwartetes Resultat — Bereitstellung einer Software, die a) vom IDC verwendet wird und b) von NDCs zur Verarbeitung von hydroakustischen und Infraschalldaten und für interaktive Analysen genutzt wird. Erwartete Ergebnisse — Aufbau von hydroakustischen und Infraschallereignissen sowie umfassende Analyse dieser Ereignisse. Komponente 2: Fortsetzung der Kampagnen zur Messung des Radioxenonuntergrunds in verschiedenen Regionen der Welt Wirkung Weitere Verbesserung des wissenschaftlichen Verständnisses des Radioxenonuntergrunds und seines Einflusses auf die Edelgassysteme der CTBTO, wodurch die Fähigkeiten des Überwachungs- und Verifikationssystems des CTBT gestärkt werden. Hintergrund Radioaktive Xenonisotope sind die Edelgassignaturen, die bei unterirdischen und unterseeischen nuklearen Explosionen am wahrscheinlichsten zu beobachten sind. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Bestätigung, ob ein Ereignis nuklearer Art ist. Zur Überwachung radioaktiven Xenons wird hochsensible Technik eingesetzt, aber eine zuverlässige Interpretation der Nachweise hängt in hohem Maße von der Kenntnis und dem Verständnis des lokalen Untergrunds ab. Mehr als 500 kerntechnische Anlagen weltweit setzen während des Routinebetriebs regelmäßig radioaktives Xenon frei. In Kernkraftwerken, Forschungsreaktoren und Anlagen zur Produktion medizinischer Isotope entsteht Radioxenon auch im normalen Routinebetrieb. Die Emissionen aus diesen zahlreichen anthropogenen Quellen verursachen einen erheblichen Untergrund, durch den die aus nuklearen Explosionen stammenden Signale von Radioxenon verschleiert werden können. Die Unterscheidung zwischen Radioxenonuntergrund und Radioxenonsignalen aus Nuklearversuchen gestaltet sich daher als eine komplexe und schwierige Aufgabe. Dafür muss der Edelgasuntergrund, der in den verschiedenen Regionen der Welt zu erwarten ist, ausreichend untersucht werden, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Radioxenonnachweise an den IMS-Stationen der Unterzeichnerstaaten richtig und genau interpretiert werden. Auch wenn mit den Edelgassystemen der CTBTO ein einzigartiges Netz gebildet wird, ist nicht das gesamte Spektrum der möglicherweise auftretenden Untergrundmerkmale abgedeckt. Für die Weiterentwicklung, Verbesserung und Validierung der Aussortierungsmethoden sind spezifischere empirische Daten erforderlich. Gut konzipierte Feldmessungen sind der beste Weg, um zu den erforderlichen zusätzlichen Erkenntnissen über den Radioxenonuntergrund zu gelangen, insbesondere in Regionen, in denen es zwischen den potenziellen, für den CTBT relevanten Beobachtungen und dem normalen regionalen Untergrund zu Interferenzen kommen kann. Mit dem Beitrag der Europäischen Union im Rahmen des Beschlusses III des Rates der EU hat die Kommission zwei ortsbewegliche Systeme zur Messung von vier radioaktiven Xenonisotopen, die für die CTBTO von Interesse sind, entwickelt und erworben. Im Rahmen der Beschlüsse V, VI, VII und VIII des Rates der EU wurden in verschiedenen Teilen der Welt mehrere Radioxenon-Messkampagnen durchgeführt. Mit dem 2017 von der japanischen Regierung erhaltenen Beitrag hat die Kommission ein drittes ortsbewegliches System erworben. Zwei Systeme sind derzeit in Mutsu und Horonobe (Japan) in Betrieb. Diese Standorte wurden mit dem Ziel ausgewählt, vorübergehend ein kleineres, hochdichtes Netz in der Region des IMS-Edelgassystems JPX38 in Takasaki (Japan) zu betreiben. Zum ersten Mal befinden sich mehrere Systeme nah genug beieinander, um spezifische wissenschaftliche Studien zu Versuchsdaten durchführen zu können sowie 1) Methoden zur Verbesserung des Verständnisses des Untergrunds zu entwickeln und zu testen und 2) fortgeschrittene Aussortierungsmethoden zu konzipieren, zu testen und weiterzuentwickeln. Die japanische Regierung hat sich zuvor mit der Absicht der CTBTO einverstanden erklärt, ein drittes System in Fukuoka (Japan) in Betrieb zu nehmen, womit die vorübergehende Hochdichte-Konfiguration in Richtung Südwesten ausgedehnt wird. Die Inbetriebnahme dieses dritten Systems wird so bald wie möglich erfolgen. In der nachstehenden Veröffentlichung findet sich ein Überblick über die vergangenen Messkampagnen: https://doi.org/10.1016/j.jenvrad.2022.107053. Dieser Überblick verdeutlicht den Wert der im Laufe der Jahre gesammelten Messdaten zum Radioxenonuntergrund, legt wissenschaftliche Erkenntnisse dar und enthält Erwägungen für die Konzipierung künftiger Messkampagnen. Die auf diese Weise gesammelten wissenschaftlichen Daten bieten der Wissenschaftsgemeinschaft die seltene Chance, Messdaten aus einem kleineren Netz zu erhalten; dabei hat dieses Netz die richtige Größe, um die Genauigkeit ihrer hochauflösenden Modelle der atmosphärischen Ausbreitung zu messen. Dies wiederum hilft der Wissenschaftsgemeinschaft, wesentlich besser zu verstehen, wie unterschiedlich die an den Stationen gemessenen Radioxenonuntergrundwerte sind, was es dem PTS erheblich erleichtern wird, die Signifikanz der Radioxenonnachweise zu analysieren. Wenn die Vertragsstaaten darauf vertrauen, dass das Verifikationssystem in der Lage ist, zwischen Untergrundxenon und Xenon, das aus einem Ereignis von potenziellem Interesse stammt, zu unterscheiden, bedeutet dies eine Stärkung des Nichtverbreitungssystems. Die gesammelten Daten werden im unmittelbaren Interesse des PTS verwendet, um die bekannten Quellen in Eurasien, die sich häufig auf das Edelgassystem JPX38 auswirken, besser zu verstehen und näher zu beschreiben. Da diese kleinere Netzkonfiguration die Beobachtung desselben Ereignisses, bei dem Radioaktivität freigesetzt wird, an unterschiedlichen Standorten in der Nähe dieses Systems ermöglicht, wird es für folgende Zwecke eingesetzt: Erprobung und Optimierung fortgeschrittener Algorithmen zur Ortung der Quelle und Verbesserung des Verständnisses häufiger Vorkommnisse der Stufe C (wobei Stufe C für eine ungewöhnlich hohe Konzentration eines CTBT-relevanten radioaktiven Xenonisotops steht). Die aus dieser Kampagne resultierende Optimierung und Weiterentwicklung der Aussortierungsmethoden wird sich in der Analyse des IDC widerspiegeln, und zwar nicht nur in Bezug auf Daten der Station RN38, sondern auch auf Daten aller anderen Edelgassysteme des IMS. Dies wird wiederum erheblich zur Fähigkeit des PTS beitragen, die Signifikanz der Xenonnachweise zu analysieren, womit das Verifikationssystem gestärkt wird. Erwartetes Resultat — Ein besseres Verständnis des globalen Radioxenonuntergrunds, einschließlich seiner regionalen Variationen, und eine bessere Interpretation der CTBT-relevanten Nachweise. Dieses Ergebnis wird durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien erreicht, denen die gesammelten Daten zugrunde liegen und die vom PTS sowie generell von der Wissenschaftsgemeinschaft durchgeführt werden. Auf interner Ebene hat die CTBTO bereits mehrere wissenschaftliche Studien auf der Grundlage von Daten eingeleitet, die von den ortsbeweglichen Systemen stammen. Dazu zählen etwa Studien mit dem Ziel, — das Eintragsmuster bekannter Quellen an IMS-Stationen in Ostasien über den gesamten Zyklus der saisonalen Schwankungen besser zu verstehen und näher zu beschreiben, — das Wissen über die Emissionen bzw. Emissionsmuster der größten Produktionsanlagen für medizinische Isotope in Europa zu verbessern und ihre Auswirkungen auf den Radioxenonuntergrund zu bewerten, — zu untersuchen, wie zusätzliche Messungen eingesetzt werden können, um Instrumente zur genauen Schätzung des erwarteten Radioxenonuntergrunds aus bekannten Quellen zu entwickeln, — Assoziierungstechniken für Proben zu entwickeln, bei denen zur Untersuchung desselben Nachweisereignisses an mehreren Orten die Konsistenz des Zerfalls analysiert wird. Eine Fortsetzung der Messkampagne bezüglich des Radioxenonuntergrunds in Japan hat im Hinblick auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Entwicklungen noch viel Potenzial. An keinem anderen Ort der Welt wird eine Hochdichte-Konfiguration betrieben, was eine einzigartige Chance bietet. Um die Schlussfolgerungen aus den anfänglichen Studien zu untermauern, ist es von entscheidender Bedeutung, im Rahmen des hochdichten Netzes weitere Daten zu sammeln, indem die Durchführung der laufenden Kampagne in Japan fortgesetzt wird. Im Anschluss an die Messkampagne in Japan werden die Systeme dem PTS für Folgestudien zur Verfügung stehen. Etwaige Leitlinien der Vorbereitungskommission für die Nutzung der ortsbeweglichen Systeme werden gebührend berücksichtigt und der Projektumfang entsprechend angepasst. Alternativ können die Systeme auch vorübergehend als Backup oder zu Schulungszwecken verwendet werden. Erwartete Ergebnisse Die wichtigsten erwarteten Ergebnisse umfassen Folgendes: — Besseres Verständnis bzw. genauere Beschreibung des globalen Radioxenonuntergrunds, einschließlich seiner regionalen Variationen, insbesondere im Edelgassystem JPX38, — Vertiefung des derzeitigen Wissensstands zu bekannten Quellen in Eurasien und somit besseres Verständnis bzw. bessere Interpretation von Vorkommnissen der Stufe C, — Bessere Modellierung der atmosphärischen Ausbreitung, insbesondere hochauflösende ATM, — Entwicklung, Erprobung und Optimierung fortgeschrittener Algorithmen bzw. Aussortierungsmethoden zur Ortung der Quelle (die auf Daten aller anderen IMS-Edelgassysteme anzuwenden sind), — Bessere Nachweisbarkeit, Ortbarkeit und Beschreibbarkeit von Nuklearversuchen anhand des freigesetzten Radioxenons. Komponente 3: Instandhaltung zertifizierter seismologischer Hilfsstationen des IMS Wirkung Eine bessere Instandhaltung der seismologischen Hilfsstationen des IMS stärkt die Fähigkeiten des Überwachungs- und Verifikationssystems des CTBT und trägt zur globalen Sicherheit und zur Nichtverbreitung von Kernwaffen bei. Hintergrund Im Rahmen dieser Projektkomponente wird weiterhin das Problem des Ausfallens seismologischer Hilfsstationen und dringend instand zu setzender, leistungsschwacher Stationen angegangen, wobei Stationen in Ländern mit finanziellen Schwierigkeiten Vorrang eingeräumt wird. Darüber hinaus werden vorbeugende Wartungsmaßnahmen durchgeführt, wo dies erforderlich und gerechtfertigt ist. In diesem Rahmen werden Probleme im Zusammenhang mit veralteter Ausrüstung behoben sowie Ausrüstung konsequent aufgerüstet und die Verfügbarkeit von Backup-Ausrüstung verbessert werden. Zur Unterstützung der IMS-Hilfsstationen und Verbesserung der technischen Kenntnisse und Fähigkeiten ihrer Betreiber gehören auch notwendige und gerechtfertigte Besichtigungen der Stationen und Störungsbehebungen vor Ort, wobei auch praktische Demonstrationen und Schulungen geplant sind. Dies geschieht im Übrigen in Verbindung mit anderen Maßnahmen wie technischen Schulungen für die Stationsbetreiber, die regelmäßig im Internationalen Zentrum Wien stattfinden. Wie in früheren Programmen werden Vollzeitkräfte der Abteilung Wartung der Direktion Unterstützung von Überwachungseinrichtungen (IMS/MFS/M) verpflichtet, an den entsprechenden Hilfsstationen Projekte zur Störungsbehebung und Wartung zu planen und durchzuführen. Erwartetes Resultat — Behebung von Problemen an Stationen, die durch Funktionsstörungen, Ausfall von Ausrüstung, Ablauf eines Produktlebenszyklus, Obsoleszenz oder Mängel an Backup-Ausrüstung entstehen und zu lang anhaltenden Ausfällen oder Betriebsstörungen führen, die wiederum zu Leistungsminderungen und zum häufigen Ausfall von Einsatzfähigkeiten führen. — Beitrag zur globalen Sicherheit im Bereich Nichtverbreitung von Kernwaffen durch eine echte messbare Wirkung auf die Nachweisfähigkeit des IMS-Netzes und auf die Zuverlässigkeit des Netzsegments der Hilfsstationen. Mit diesem Projekt werden alle anvisierten Stationen durch eine bessere Instandhaltung der IMS-Hilfsstationen dauerhaft auf ein den technischen Anforderungen des IMS entsprechendes technisches Niveau gebracht. Dadurch wird sich an den Stationen, die aufgrund von Ausrüstungsreparaturen oder -modernisierungen oder Systemverbesserungen im Mittelpunkt des Programms stehen, voraussichtlich deutlich die Datenverfügbarkeit und die Datenqualität verbessern. — Verbesserung der kontinuierlichen Leistungsfähigkeit durch die Aufrüstung der Systeme und der Ausrüstung in den Stationen und durch den Ausbau der technischen Kenntnisse der betreffenden Stationsbetreiber. Erwartete Ergebnisse — Bessere Verfügbarkeit und Qualität der Daten von im Rahmen dieses Programms anvisierten Hilfsstationen: Dauerhafte Datenverfügbarkeit von über 95 % oder nach Möglichkeit nahezu 100 % an den anvisierten Stationen. Die Messgröße für dieses erwartete Ergebnis ist die Verfügbarkeit authentifizierter Daten, die nach Abschluss der Maßnahme an der Station steigen dürfte. — Bessere Instandhaltung und verbesserte Stabilität der anvisierten Stationen: Dazu gehört auch, dass im Laufe der Zeit eine höhere Leistungsfähigkeit erzielt wird und die Ausfallzeiten der Stationen abnehmen. Die Messgröße für dieses erwartete Ergebnis ist die verbesserte Verfügbarkeit authentifizierter Daten über einen Zeitraum von (mindestens) drei Monaten nach Abschluss der Maßnahme an der Station. Maßnahmen — Technische Maßnahmen: — Zusammenarbeit mit den Stationsbetreibern bei der Diagnose und Behebung von Störungen und Problemen. — Ermittlung von Lösungen auf der Grundlage von Ausrüstungsreparaturen, -modernisierungen oder -verbesserungen (auch in Kombination). — Umsetzung, Erprobung und Schulung: Feldkampagne, bei der Ausrüstung installiert und erprobt wird und Stationsbetreiber geschult werden. Gegebenenfalls Besichtigungen der Stationen durch Mitarbeiter des PTS. — Gewerbliche/technische Maßnahmen: — Beschaffung von Ausrüstung und/oder Dienstleistungen. Zusammenarbeit mit Auftragnehmern und Lieferanten. — Versand und Einfuhr (falls zutreffend). — Beauftragung und Überwachung. Kompon

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.