Europäische Union

2004/310/EG: Entscheidung der Kommission vom 26. Juli 2000 die einen Zusammenschluss für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar erklärt (Sache COMP/M.1806 — AstraZeneca/Novartis) — Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 2309) (Text von Bedeutung für den EWR)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32004D0310. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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chen [...]*. Novartis vergrößert ihren Marktanteil: Er lag bei [20-30]* % in 1997, [30-40]* % in 1998 und [30-40]* % in 1999. Der Marktanteil von AstraZeneca war stabil bei rund [10-20]* %. Auf die fusionierte Einheit würden somit etwa [40-50]* % des Marktes entfallen. (247) Die Steigerung bei Novartis ging auf Kosten von Dupont, das Unternehmen verlor [5-10]* % an Marktanteil (von [20-30]* % auf [10-20]* %). Für die übrigen [30-40]* % des Marktes konnte von den Parteien kein Hersteller festgestellt werden. Aus der Marktuntersuchung geht hervor, dass Bayer und Cyanamid jeweils über einen Marktanteil von zirka [0-5]* % verfügen. (248) Novartis plant für [...]* ebenfalls die Einführung ihrer Trifloxystrobinmischung in Spanien, es liegen jedoch keine Umsatzschätzungen vor. Man erwartet allerdings einen weiteren Erfolg der Produkte auf Dinenoconazlbasis des Unternehmens, auf die in [...]* den Erwartungen zufolge [20-30]* % Marktanteil entfallen sollen. Darüber hinaus würden die anderen vorhandenen Produkte in [...]* noch immer fast [5-10]* % Marktanteil ausmachen. Somit hielte Novartis nach eigenen Schätzungen ohne Berücksichtigung des Umsatzes mit Trifloxystrobin längerfristig einen Marktanteil von [30-40]* %. (249) Längerfristig hielte die fusionierte Einheit allein mit ihren bestehenden Produkten rund [40-50]* % des Marktes, nämlich [30-40]* % durch Novartis und den Rest mit dem bestehenden Produkt von AstraZeneca (auf das derzeit etwa [...]* entfallen). Darüber hinaus wird Novartis ihre Trifloxystrobinmischung einführen. Dies kann in Übereinstimmung mit den Erwartungen für die anderen Mitgliedstaaten zur Einnahme von mindestens [...]* des Gesamtmarktes führen. [...]* Ferner hätte die fusionierte Einheit die Möglichkeit, das Potenzial für Mischungen aus Azoxystrobin mit einem der erfolgreichen Moleküle von Novartis abzuschätzen. (250) Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die fusionierte Einheit in der Lage sein wird, ihren derzeitigen Marktanteil von etwa [50-60]* % aufrecht zu erhalten, ist die Kommission der Auffassung, dass der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem spanischen Zuckerrübenfungizidmarkt führen wird. Belgien (251) Der belgische Markt hat ein Marktvolumen von [...]* EUR und die Marktuntersuchung hat die Stärke der Fusionsparteien auf diesem Markt bestätigt. Den Schätzungen der Parteien zufolge hat Novartis einen Marktanteil von [30-40 %]* (1997), [40-50 %]* (1998) und [40-50 %]* (1999). AstraZeneca hat ihren Marktanteil von 1997 bis 1998 von [30-40]* % auf [30-40]* % erhöht. Die von Novartis für 1999 (für beide Parteien) vorgelegten Daten rechnen keinen belgischen Umsatz auf andere identifizierte Wettbewerber an (sämtliche Wettbewerber sind "unidentifiziert"). Von den Umsatzzahlen von AstraZeneca für 1999 kann ein Marktanteil von mindestens 20-30]* % abgezogen werden. Auf die fusionierte Einheit entfiele somit ein Marktanteil von [60-70]* % in 1997, [80-90]* % in 1998 und von mindestens [60-70]* % in 1999. (252) Die einzigen anderen Wettbewerber sind Aventis und Dupont mit jeweils rund [5-10]* % in 1998. (253) Die Stärke der fusionierten Einheit geht aus der Tatsache klar hervor, dass sie über fünf (4N+1AZ) von sieben auf dem Markt erhältlichen aktiven Wirkstoffen verfügt. Diese Stärke kann angesichts der Einführung der Trifloxystrobinmischung in Belgien in 2003 mit einem erwarteten Umsatz von [40-50]* % des Gesamtmarktes (!) für nachhaltig erachtet werden. Aus dem Vermarktungsplan von Novartis geht hervor [...]* (254) Die Kommission ist daher der Auffassung, dass der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem belgischen Zuckerrübenfungizidmarkt führen wird. FUNGIZIDE FÜR GEMÜSE (255) Es gibt etwa 30 Gemüsepflanzen, die Krankheiten, die diese Pflanzen befallen bzw. die Produkte zur Behandlung dieser Krankheiten sind weitgehend ähnlich. (256) Die Parteien schätzen, dass der gesamte Umsatz im EWR 1998 bei [...]* lag und Syngenta einen EWR-weiten Marktanteil von [...]* [20-30]* % (N [10-20]* % + AZ [5-10]* %) hat. Die größten nationalen Märkte sind dem Formblatt CO zufolge Spanien [...]*, Italien [...]*und Frankreich[...]*. (257) Dem Formblatt CO zufolge hat der französische Markt 1998 einen Wert von [...]* EUR, wobei auf Syngenta [30-40]* % entfallen (N [10-20]* % + AZ [10-20]* %) [...]* und auf Aventis [...]* [30-40]* %. Es kann angemerkt werden, dass die Wettbewerber erheblich abweichende Schätzungen für den Gesamtmarkt und die Marktanteile vorgelegt haben und dass die Schätzungen der Parteien für den Markt 1999 erheblich voneinander abweichen: Novartis schätzt den Umfang des französischen Marktes auf [...]* EUR (N [10-20]* % + AZ [5-10 %]*) und AstraZeneca schätzt das Marktvolumen auf [...]* EUR, wobei auf AstraZeneca [...]* [10-20]* % entfallen (für Novartis wird keine Schätzung vorgelegt). (258) Genauere Informationen zu diesem Markt liefert ein internes Dokument von AstraZeneca vom Januar 2000, das die Einführung von AstraZenecas Azoxystrobin auf dem französischen Gemüsemarkt (Markenname Ortiva) vorbereitet. Dieses Dokument bietet (auf Grundlage der Felddaten aus den Jahren 1996 bis 1998) folgenden Überblick über die "Wettbewerber nach Wert": [...]* (259) Diesem Dokument zufolge entfallen auf die zehn wichtigsten Marken [70-80]* % des Gesamtumsatzes und sieben dieser Marken werden von den Parteien vertrieben, vier durch Novartis und drei durch AstraZeneca. Die Marken von Novartis sind die führende Marke (Acylon) und die Nummern drei (Pulsan), sechs (Score) und sieben (Dithane). Die Marken von AstraZeneca sind die Nummern fünf (Sumisclex), acht (Orzin) und neun (Sumico). BASF hat die zweitwichtigste Marke (Ronilan) und Aventis die vierte (Rovral). In der Antwort erklären die Parteien, dass die der Schätzung für die Größe des Gesamtmarktes zugrunde liegenden Zahlen in diesem Dokument zu niedrig sind, was durch die Einschätzung eines unabhängigen französischen Unternehmens bestätigt wird. (260) Hinsichtlich Neueinführungen von Produkten wird AstraZeneca Azoxystrobin unter dem Markennamen Ortiva ab Februar 2000 bei mehr und mehr Gemüsepflanzen einführen. Das Unternehmen erwartet einen Marktanteil von [20-30]* % bei nahezu allen Gemüsepflanzenarten zu erreichen und [10-20]* % für die Pflanzenarten, die von Botrytis befallen werden. Insgesamt dürfte somit Ortiva einen Marktanteil von [20-30]* % erreichen. Wie bei allen Strobilurinen spielt das Resistenzmanagement eine Rolle. Dementsprechend muss Ortiva mit anderen Wirkstoffen abgewechselt werden (Ortiva kann höchstens für zwei Spritzungen verwendet werden). Das umfangreiche Portfolio der fusionierten Einheit erlaubt die Kombination der Stärke von Ortiva (breites Spektrum) mit den starken Triazolfungiziden von Novartis. Würde man den prognostizierten zukünftigen Umsatz als Prozentsatz des "berichtigten" aktuellen Marktumfangs ausdrücken, entfielen auf Ortiva in [...]* etwa [10-20]* %. (261) Das Potenzial von neu eingeführten Produkten der Wettbewerber ist relativ begrenzt. [Geschäftsgeheimnis der Wettbewerber]* (262) In den Vermarktungsplänen von Novartis schätzt man, dass die Produkte des Unternehmens in [...]* über einen Marktanteil von [20-30]* % verfügen werden. Durch AstraZeneca käme Ortiva hinzu (auf das etwa [10-20]* % entfallen würden) sowie das aktuelle Portfolio von AstraZeneca, für das von dem Unternehmen keine Prognose bezüglich des Umsatzpotenzials vorgelegt wurde. (263) Die Kommission braucht auf der Grundlage dieses Materials nicht zu entscheiden, ob die angemeldete Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung führen würde, da Wettbewerbsprobleme infolge der Einhaltung/Durchführung der Verpflichtungszusagen für den französischen Markt bezüglich der Behandlung von Botrytis bei Trauben beseitigt würden. DER SCHWEDISCHE KARTOFFELFUNGIZIDMARKT (264) Dem Formblatt CO zufolge wurde auf dem schwedischen Markt für Kartoffelfungizide 1997 ein Umsatz von [...]* EUR und 1998 von [...]* EUR erzielt. 1997 entfielen auf AstraZeneca [60-70]* % des Marktes mit Fluazinam und auf Novartis [20-30]* % mit Ridomil (Metalaxyl+Mancozeb). Aventis hatte [5-10]* % mit ihrem neu eingeführten Tattoo (Propamocarb+Mancozeb) und American Cyanamid führte ein neues Produkt ein, Acrobat MZ (Dimethomorph+Mancozeb), auf das [0-5]* % entfielen. (265) 1998 und 1999 hält Syngenta einen Marktanteil von [80-90]* % (AZ [50-60]* % + N [20-30]* %). Aventis und American Cyanamid haben je [5-10]* % Marktanteil in diesen beiden Jahren. Die Marktuntersuchung hat diese Schätzungen bestätigt. (266) Auch wenn der Marktanteil von AstraZeneca abgenommen hat, hat sich der Marktanteil von Novartis erhöht. Die Einführung der Produkte von Aventis und American Cyanamid in 1997 hatte somit keine Auswirkungen auf den Gesamtmarktanteil der Parteien. (267) Ferner hat Novartis in 2000 ein neues Produkt eingeführt, Epok, eine Mischung aus Fluazinam und Metalaxyl-M. Die Zulassung ihres anderen Produkts, Ridomil MZ (eine Mischung aus Metalaxyl und Mancozeb)[...]*. (268) Novartis hat angegeben, dass [...]*. Die Entscheidung wurde der Antwort von Novartis vom 28. März 2000 zufolge "vor einigen Wochen" getroffen, das heißt, nach der Bekanntgabe des Zusammenschlusses mit AstraZeneca. Es wird daher geschlossen, dass die Entscheidung [...]* auch durch die vorgeschlagene Transaktion beeinflusst gewesen sein kann, da die fusionierte Einheit durch [...]* keinen so großen Vorteil hätte als Novartis im Wettbewerb mit AstraZeneca. (269) Die Parteien haben angegeben, dass neue Produkte wie Famoxadon als Monowirkstoff oder gemischt mit Cymoxanil von Dupont und Fenamidon als Monowirkstoff oder in einer Mischung von Aventis ein ähnliches ökotoxikologisches Vorschriftenprofil wie Fluazinam aufweisen. Aus der Marktuntersuchung geht jedoch hervor, dass die Marktanteile der neuen Produkte, die die Wettbewerber bis 2003 auf den Markt bringen wollen, den Schätzungen zufolge in 2003 sämtlich unter [10-20]* % liegen werden. (270) Angesichts des hohen Gesamtmarktanteils der fusionierten Einheit [80-90 %]*; des beträchtlichen Zuwachses ([50-60]* %+[20-30]* %); der Einführung eines neuen Novartis-Produktes in 2000; den begrenzten Marktanteilsaussichten für zwischen heute und 2003 auf dem Markt eingeführte neue Produkte gelangt die Kommission zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem schwedischen Kartoffelfungizidmarkt führen wird. FUNGIZIDE GEGEN MEHLTAU, FALSCHEN MEHLTAU UND BOTRYTIS BEI TRAUBEN (271) Trauben werden mit sieben bis 15 Fungizidspritzungen pro Saison zur Bekämpfung von Traubenkrankheiten behandelt. Die wichtigsten Märkte für Fungizide, die bei Trauben zur Anwendung kommen, sind die Märkte für die Behandlung von falschem Mehltau (Umsatz in Europe [...]* EUR), Mehltau ([...]* EUR) und Grauschimmel ([...]* EUR). Falscher Mehltau (272) Bei falschem Mehltau ist Aventis der Marktführer im EWR mit [20-30]* %, Syngenta würde [10-20]* % erreichen (N [10-20]* % + AZ [5-10]* %). Auf nationaler Ebene liegt der Marktanteil von Syngenta 1999 unter [20-30]* % und die wichtigsten aktiven Wirkstoffe des Unternehmens (Metalaxyl von Novartis und Azoxystrobin von AstraZeneca) erzielen einen Umsatz, der erheblich unter dem von Formulierungen auf Cymoxanilbasis (Dupont) und Ethylphosphitalumuniumbasis (Aventis) liegt. Mehltau in Österreich (273) Bei Mehltau wäre Syngenta Marktführer im EWR mit [30-40]* % (N [20-30]* % + AZ [5-10]* %) in 1998 und [20-30]* % (N [20-30]* % + AZ [5-10]* %) in 1999. 1998 entfiel auf Atochem ein Anteil von [10-20]* % und Aventis, Dupont, Bayer und BASF lagen jeweils zwischen [5-10]* %. 1999 hatte Bayer [10-20]* %, Atochem [5-10]* %, Aventis [5-10]* % Marktanteil und BASF, Dow und Dupont lagen jeweils unter [0-5]* %. (274) Der einzige nationale Markt, auf dem Produkte von Syngenta einen Anteil von über [30-40]* % hätten, ist der Markt in Österreich mit [...]* EUR, der kleinste Mehltaumarkt. In Österreich erreichte Novartis 1999 einen Anteil von [30-40]* % ([20-30]* % mit dem Triazol Penconazol und [5-10]* % mit Schwefel) und Afaplant vertreibt Pyrenifox von Novartis mit einem Marktanteil von [5-10]* %. Kwizda vertreibt AstraZenecas Quadris (Azoxystrobin) und erreichte einen Marktanteil von [5-10]* %. Auf die Wirkstoffe von Syngenta entfallen somit [40-50]* % des Marktes. (275) Der dichteste Wettbewerber wäre den Parteien zufolge Agrolinz, ein Unternehmen, das die Produkte von BASF vertreibt (Discus, welches das Strobilurin Kresoxim-methyl enthält sowie Kumulus, das Schwefel enthält), mit einem Marktanteil von [10-20]* %. RAG hat [5-10]* % mit einem Schwefelprodukt, Cyanamid [5-10]* %, Bayer [5-10]* % (wovon [0-5]* % auf das Spiroxaminprodukt entfallen) und Aventis [0-5]* %. Afaplant vertreibt ein weiteres Produkt außer dem Pyrenifox von Novartis, mit dem das Unternehmen [0-5]* % erzielt. In der Antwort geben die Parteien an, dass der Marktanteil von Bayer mit ihrem Spiroxaminprodukt 1999 bei [10-20]* % lag. (276) Wie oben erwähnt finden zwischen sieben und 15 Behandlungen pro Saison statt. Im Interesse des Resistenzmanagements ist die Anzahl der Spritzungen für mehrere Klassen auf eine bestimmte Anzahl pro Saison beschränkt. Entsprechende Obergrenzenempfehlungen erteilt das FRAC. Hinsichtlich Mehltau bei Trauben liegen die Empfehlungen für den Einsatz von DMIs wie z. B. die Triazole bei vier Spritzungen pro Saison. Auch Strobilurine sollten den Empfehlungen zufolge auf höchstens zwei von sieben Spritzungen, drei von acht bis elf Spritzungen und vier von zwölf oder mehr Spritzungen beschränkt werden. Strobilurine sollten vorzugsweise mit Fungiziden einer anderen Klasse abgewechselt werden. (277) Die Parteien haben die einzigartige Stellung, dem Landwirt Schwefel, Triazole und Strobilurine anbieten zu können. Da sie über eine komplette Packung gegen Mehltau verfügen, können sie die Spritzobergrenzen für die Triazole und Strobilurine zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass die Stärke von Topaz von Novartis, mit [20-30]* % des Gesamtmarktes bei Weitem das erfolgreichste Triazol, genutzt wird, um Azoxystrobin nach vorne zu bringen, das allgemein als technisch schwächeres Mehltaustrobilurin im Vergleich zum Kresoxim-Methyl von BASF gilt. Dies ist insbesondere in Österreich durchführbar, da Azoxystrobin derzeit so "populär" ist wie Kresoxim-Methyl (Marktanteil von je [5-10]* %). Für die übrigen Spritzungen kann Schwefel angeboten werden. In der Antwort geben die Parteien an, dass aufgrund der Tatsache, dass Azoxystrobin technisch schwächer ist als die meisten Mehltauprodukte für Reben, es für Anbauer nicht die erste Wahl zur Vermeidung von Mehltauepidemien darstelle. Sie meinen, dass diese Strategie deshalb für Azoxystrobin keinen Erfolg brächte. Eine solche Strategie wird jedoch von Novartis bezüglich der Einführung ihres Trifloxystrobins [...]*, mit dem das Unternehmen bis 2005 einen Marktanteil von [20-30]* % erreichen will, ausdrücklich ins Auge gefasst. (278) Die Kommission ist der Auffassung, dass angesichts des hohen Marktanteils der fusionierten Einheit, der einmaligen Stellung, eine komplette Packung gegen Mehltau anbieten zu können, sowie angesichts der bevorstehenden Einführung von Trifloxystrobin der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem österreichischen Markt für Mehltau bei Trauben führen wird. Botrytis (279) Botrytis ist nach Wert der kleinste der drei Märkte für Traubenkrankheiten mit einem EWR-weiten Umsatz in 1999 von [...]* EUR. Syngenta wäre EWR-weit Marktführer mit [30-40]* % (N [20-30]* % + AZ [10-20]* %). Auf Aventis entfallen [30-40]* %. Die anderen (größeren) Wettbewerber sind Cyanamid ([5-10]* %), Bayer [5-10]* %) und BASF[5-10]* %). (280) Der bei Weitem größte nationale Markt ist Frankreich [...]* EUR, gefolgt von Italien [...]* EUR. Die anderen nationalen Märkte sind Deutschland [...]*, Spanien [...]*, Portugal [...]*, Griechenland [...]* und Österreich [...]*. Die Produkte beider Parteien werden in Frankreich, Portugal und Österreich verkauft. (281) Aus den in Ziffern 282 bis 288 angegebenen Gründen ist die Kommission der Auffassung, dass der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem französischen und dem österreichischen Markt führen wird. Der französische Botrytismarkt (282) Die fusionierte Einheit hätte einen Marktanteil von [50-60]* % (N [20-30]* % + AZ [20-30]* %) an diesem [...]* Markt. Der nächstgrößte Wettbewerber ist Aventis mit [30-40]* %. Philagro, BASF und Bayer haben jeweils [0-5]* % oder weniger. (283) Von den 10 Produkten auf dem Markt werden fünf von der fusionierten Einheit vertrieben. Novartis verkauft Fludioxonil als Monowirkstoff (Geoxe) und Fludioxonil gemischt mit Cyprodinil (Switch). AstraZeneca verkauft Wirkstoffe von Dritten, zwei von Sumitomo (Sumisclex und Sumico) und das Fluazinam von ISK, für das AstraZeneca weitreichende europäische Vertriebsrechte erworben hat. (284) Aventis verkauft zwei Wirkstoffe, den Marktführer Pyrimethanil (Scala) und Iprodione (Rovral). Die anderen Wettbewerber verkaufen jeweils ein Produkt. Die Parteien argumentieren, dass der Hauptvorteil von Pyrimethanil von Aventis ([20-30]* % Marktanteil) darin liegt, dass es einen Importtoleranzstatus in den USA genießt und dass der Umsatz noch immer wächst. Dieses prognostizierte Wachstum geht jedoch nicht auf Kosten des Portfolios von Novartis, da man in den internen Dokumenten des Unternehmens ebenfalls weiteres Wachstum prognostiziert. Darüber hinaus wird für das kürzlich eingeführte Fluazinam ebenfalls ein Marktanteil von [5-10]* % erwartet. Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass der Marktanteil der fusionierten Einheit längerfristig zu halten sein wird. (285) Der fusionierten Einheit wird ein großes Produktportfolio zur Verfügung stehen. Dadurch hat Syngenta umfassende Möglichkeiten, ihre Produkte ideal gegenüber den beiden Produkten von Aventis zu positionieren. Darüber hinaus wurden zwei ihrer Produkte erst kürzlich eingeführt. (286) Angesichts des gemeinsamen hohen Marktanteils der Parteien, dem großen Produktportfolio sowie aufgrund der Tatsache, dass zwei dieser Produkte erst kürzlich auf den Markt gebracht wurden und erhebliche Aussichten auf weiteres Wachstum haben, ist die Kommission der Auffassung, dass die angemeldete Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem französischen Botrytismarkt führen wird. Der österreichische Botrytismarkt (287) Novartis ist klare Marktführerin mit ihrer Marke Switch, auf die [50-60]* % entfallen. Auf den Umsatz mit AstraZenecas chlorothalonilbasiertem Produkt (Provin) durch den österreichischen Mischungshersteller/Vertreiber Kwizda entfallen weitere [5-10]* %. Die fusionierte Einheit hätte somit einen Marktanteil von [50-60]* %. Der nächste Wettbewerber wäre Bayer mit [10-20]* % sowie Agrolinz, Aventis und Cyanamid mit jeweils unter [5-10]* %. Ein Wettbewerber plant die Einführung eines neuen Produkts vor Ende 2003. Es wurden jedoch dazu keine Umsatzprognosen vorgelegt. (288) Deshalb ist die Kommission der Auffassung, dass die angemeldete Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem österreichischen Botrytismarkt führen wird. C.3 HERBIZIDE MAISHERBIZIDE Maisanbau und Unkrautbekämpfung (289) Der Maisanbau stellt in Europa eine wichtige landwirtschaftliche Aktivität dar. Ein Hauptfaktor beim Maisanbau ist der Umfang, in dem Landwirte den Unkrautbefall, der sich auf den Ernteertrag auswirkt, bekämpfen können. Nicht oder nur teilweise erfolgreiche Behandlungen beim Maisanbau könnten zu Ernteausfällen im Bereich von [20-30]* % führen. Es gibt einige für die Maispflanze spezifische Faktoren, die sich auf die Art und Weise der Unkrautbekämpfung auswirken. (290) Die Maispflanze entwickelt sich im Vergleich zu den sie umgebenden Unkrautpflanzen langsam. In den frühen Entwicklungsstadien des Mais haben diese Unkräuter deshalb eine besonders negative Auswirkung auf das Maiswachstum, da sie viele Nährstoffe und viel Sonnenlicht absorbieren und der jungen Maispflanze somit vorenthalten. Aus diesem Grund muss die durch Unkraut verursachte Konkurrenz um Nährstoffe und Sonnenlicht besonders in den frühen Entwicklungsstadien des Mais ausgeräumt werden. (291) Boden und klimatische Bedingungen beeinflussen den Anbau von Mais und die Situation, das Spektrum sowie die Dynamik der Unkrautpopulation und somit die Anwendung von Herbiziden. Im Süden Europas gewährleisten die Temperaturen vom Zeitpunkt der Aussaat an ein schnelleres Wachstum der Pflanze, so dass der Zeitraum kürzer ist, während dessen die Unkrautbekämpfung für den Landwirt wichtig ist. Unter solchen Umständen ist eine Behandlung vor Pflanzenaufgang die angemessene Art der Bekämpfung. Aus diesem Grunde praktiziert eine Mehrheit von Landwirten in Ländern wie Frankreich und Italien die Herbizidbehandlung vor Pflanzenaufgang, erforderlichenfalls gefolgt von einer Herbizidbehandlung nach Pflanzenaufgang. (292) Im Norden Europas ist die Situation etwas anders. In den nördlichen Regionen sind längere mittelwarme Perioden ab dem Zeitpunkt der Aussaat wahrscheinlich, was zu einem langsameren Pflanzenwachstum, längeren Zeiträumen bis die Pflanzen die Felder bedecken und einer höheren Wahrscheinlichkeit des "Nachwachsens" von Unkraut während dieser Zeiträume führt. Unter solchen Bedingungen sind frühe Behandlungen nach Pflanzenaufgang (vor dem Vorhandensein von vier bis fünf Maisblättern) optimal. Infolge dessen werden diese frühen Behandlungen nach Pflanzenaufgang in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden in erheblichem Umfang durchgeführt. Der Verlass allein auf spätere Behandlungen nach Pflanzenaufgang ist jedoch keine Option, da sie zu ausnehmend hohen Ernteverlusten beim Maisanbau führen würden. In den nördlichen Ländern verläuft die Haupttrennungslinie beim Mais zwischen frühen Produkten nach Pflanzenaufgang und Produkten nach Pflanzenaufgang im strengen Wortsinn(45). (293) Die Unterschiede zwischen Maisherbizidprogrammen in den Ländern des EWR stehen tatsächlich auch in Beziehung zum Zulassungsstatus der verschiedenen aktiven Wirkstoffe. Wo das traditionell wichtige und kostengünstige Breitspektrumherbizid Atrazin noch immer zugelassen ist (Frankreich und Spanien), wird es auf der Mehrheit der Maisfelder eingesetzt, entweder als Monowirkstoff oder in Mischungen, um die Wirkung des Behandlungsprogramms zu verbessern. Unter den traditionellen Graminiziden, dies sind die Acetalinide (Metolachlor, Alachlor, Dimethenamid, Acetochlor, Flufenacet), ist Alachlor in Deutschland und Italien verboten und Acetochlor ist lediglich in Spanien und Frankreich zugelassen. Überdies tendieren die Anbauer in den Ländern, in denen Atrazin verboten ist (Deutschland, Italien, Niederlande, Dänemark) dazu, mehr Produkte nach Pflanzenaufgang anzuwenden, insbesondere zur Bekämpfung von breitblättrigem Unkraut. (294) Im Allgemeinen scheint es, dass in sämtlichen großen Mais anbauenden Länder in Europa ein zunehmender Unkrautdruck besteht sowie eine wachsende Anzahl von Unkrautbefällen durch einjähriges Unkraut (Gräser und breitblättriges Unkraut) und mehrjähriges Unkraut. Infolge dessen werden die Unkrautbekämpfungsstrategien komplexer. Oftmals erfordern die Strategien den Einsatz sowohl von Produkten vor als auch nach Pflanzenaufgang, um Gräser und breitblättriges Unkraut zu bekämpfen. Folglich tendieren die Landwirte zum Einsatz einer breit angelegten unspezifischen Unkrautbekämpfungsstrategie auf der Basis von Breitspektrumprodukten und Mischungen verschiedener Produkte. Europäische Maisherbizidmärkte und Marktanteile der Parteien (295) Der europäische Maisherbizidmarkt ist ein großer Markt mit einem Umsatz von [...]* EUR. Im EWR ist er der nach dem Markt für Getreidefungizide der zweitwichtigste Herbizidmarkt. Innerhalb des EWR entfallen auf drei Länder rund [70-80]* % des Umsatzes an Maisherbiziden: Frankreich [...]

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.