Europäische Union

2004/310/EG: Entscheidung der Kommission vom 26. Juli 2000 die einen Zusammenschluss für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar erklärt (Sache COMP/M.1806 — AstraZeneca/Novartis) — Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 2309) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32004D0310. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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t sehr teuer wäre. Es wird argumentiert, dass ein Landwirt eine kostengünstigere Lösung aus Strobilurin+Prochloraz einsetzen würde. Darüber hinaus müsste ein Triazol hinzugefügt werden, um eine verlässliche Resistenzstrategie zu gewährleisten und den Nutzen der kurativen Wirksamkeit zu erhalten, wodurch sich die Kosten weiter erhöhen würden. Ferner gibt es Hinweise für eine Einschränkung der Wirksamkeit, wenn Mischungen aus Strobilurinen mit Cyprodinil formuliert werden. Diese Argumente können angezweifelt werden, da Novartis kürzlich eine Mischung aus Cyprodinil und ihrem Triazol Cyproconazol auf den Markt gebracht hat, wobei Cyprodinil nicht in "voller Dosierung" enthalten ist und wobei es sich mit dem Zusatz eines Strobilurins um ein geeignetes "Rundum"-T1-Produkt handeln würde. Es ist wahr, dass Prochloraz billiger ist als Cyprodinil und dass das ITCF, die Möglichkeit einer Mischung aus einer Hälfte Cyprodinil plus einer Hälfte Prochloraz untersucht. Andererseits basiert die gesamte Vermarktungsargumentation von Novartis auf dem Gedanken, dass Cyprodinil im Vergleich zu Prochloraz "guten Wert für Geld" (good value for money) darstellt (es kostet mehr, was jedoch durch den höheren Ertrag aufgrund einer besseren Krankheitsbekämpfung mehr als wettgemacht wird). (210) Wie oben festgestellt scheinen die Parteien lediglich in Bezug auf Fusarium Roseum eine Schwäche in ihrem Portfolio aufzuweisen. Für sämtliche anderen Krankheiten stellen ihre Produkte bereits die "Klassenbesten"-Mischung dar(40) und die Stellung der Produkte der anderen Parteien kann durch neue hauseigene Produktformulierungen sowie durch die Einführung der neuen Strobilurine geschwächt werden. Vertrieb (211) Die fusionierte Einheit hätte vor dem erwarteten neuen Produkt von BASF zwei Kampagnen. Somit kann die Schwäche des aktuellen Strobilurinportfolios von BASF voll ausgenutzt werden. Ferner würde die fusionierte Einheit gleichzeitig mit BASF ein noch wirksameres neues Produkt (Picoxystrobin) auf den Markt bringen. In dieser Situation könnte die fusionierte Einheit die Vertriebsmethode von AstraZeneca für Amistar in Frankreich oder ähnliche Mechanismen einsetzen. Dies könnte aus denselben Gründen wie in Frankreich für die Vertriebskette attraktiv sein (garantierte Marge, Zugang zu neuen Produkten, sich von der Konkurrenz abhebendes Element). Und mit zwei führenden Strobilurinen könnten die beiden führenden Vertreiber (in einem Land oder einer Region) jeweils über ein exklusives Produkt verfügen. Auch wenn keine Exklusivität für ein Strobilurinmolekülportfolio bestuende, würden es die zahlreichen Mischungen der fusionierten Einheit erlauben, den führenden Vertreibern in ihrer Region oder in ihrem Land jeweils ein "einzigartiges" Produkt anbieten zu können. (212) Ein ähnlicher Mechanismus könnte mit der von Novartis in Großbritannien verfolgten Strategie in Einklang stehen, den Vertreiber für das Erreichen beträchtlicher Mindestausgaben je Landwirt, den er mit Novartis-Produkten versorgt, zu belohnen. Derartige Mechanismen, die nicht notwendigerweise auf Fungizide beschränkt sein müssen, haben sämtlich das Potenzial, aufgrund des größeren Gesamtportfolios der fusionierten Einheit und ihrem weltweiten Marktgewicht erfolgreich zu sein. (213) Bei den Getreidefungiziden handelt es sich in sämtlichen Mitgliedstaaten um einen der wichtigsten Märkte hinsichtlich der Rentabilität der Vertreiber. Eine enge Zusammenarbeit mit der fusionierten Einheit wird es den Vertreibern erlauben, ihre Gewinnspanne aufrechtzuerhalten. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die Vertreiber, anstatt ihre möglicherweise vorhandene Gegenkraft in die Waagschale zu werfen, Preiserhöhungen an die Landwirte weitergeben werden. Konsequenzen für die anderen Wettbewerber (214) Die anderen Unternehmen, die nicht-strobilurinbasierte Produkte herstellen, werden über keine Stellung verfügen, aus der heraus sie die Stellung der Parteien angreifen könnten. Wie vorstehend aufgezeigt würde es der Zusammenschluss den Parteien erlauben, die diesen Unternehmen offen stehenden Marktgelegenheiten noch weiter einzuschränken, indem sie Strobilurinprodukte als Monowirkstoffe vom Markt nehmen und hauseigene Produktformulierungen entwickeln. Die Stellung von BASF (215) In dem oben genannten Vorstandsdokument zu Picoxystrobin vom September 1999 weist AstraZeneca bezüglich der Erörterung des Preises von Picoxystrobin darauf hin, dass: [...]* (216) Die zukünftigen Umsatzaussichten von BASF bestätigen [Geschäftsgeheimnis von BASF]* Es gibt jedoch einige Zweifel hinsichtlich des Umfangs des zukünftigen Erfolgs dieser neuen Produkte. Aus den hauseigenen Testergebnissen von AstraZeneca geht hervor, dass ihr neues Strobilurin dem Produkt von BASF überlegen ist. Andererseits [Geschäftsgeheimnis von BASF]* könnte bei dieser Prognose dieses Element nicht berücksichtigt worden sein. (217) Auf der Grundlage der eigenen Einschätzung von AstraZeneca und den vorstehenden Erörterungen hinsichtlich des zukünftigen Umsatzes von BASF kann der Schluss gezogen werden, dass es nicht im Interesse von BASF läge, die Stellung der fusionierten Einheit anzugreifen; vielmehr würde BASF der Preisführung der fusionierten Einheit folgen. Ferner hat die fusionierte Einheit mit zahlreichen Strobilurinoptionen die Chance, eine ihrer Strobilurinmischungen gegenüber den derzeitigen KM-basierten Produkten von BASF zu positionieren und sie könnte somit erforderlichenfalls wirksam zurückschlagen. Umgekehrt ist dies jedoch nicht direkt möglich. Fazit (218) Strobilurin-basierte Fungizide sind die Schlüsselprodukte auf den europäischen Getreidefungizidmärkten. Wie oben festgestellt, gibt es deutliche Hinweise darauf, dass sie sogar getrennte Märkte darstellen könnten. Auf Strobilurine entfällt die Hälfte des Umsatzes an sämtlichen Getreidefungiziden, eine weitere Zunahme ist zu erwarten. Vor 2000 gab es lediglich zwei Strobilurin-Wettbewerber: BASF und AstraZeneca. BASF büßt ihre Marktführung im gesamten EWR rapide ein. Während auf BASF in 1997 [60-70]* % des Marktes entfielen, verfügt das Unternehmen 1999 noch über [50-60]* %. Novartis bringt jetzt ihr neues Strobilurin auf den Markt. (219) Ohne den Zusammenschluss hätte sich der Wettbewerb zwischen den drei Unternehmen auf der Grundlage ihrer innovativen Produkte entwickelt. Infolge des Zusammenschlusses verschwindet einer dieser Innovatoren vom Markt, was zu einer Verringerung des Anreizes zu weiteren Innovationen führen kann. In jedem Fall vereinigt der Zusammenschluss zwei von nur drei Strobilurinherstellern und verringert somit den Wettbewerb, der sich andernfalls unter den bestehenden und unmittelbaren Nachfolgeprodukten entwickelt hätte. (220) Die Situation von 1999 ist nicht repräsentativ für die künftige Entwicklung. Bereits in 2000 wird der Umsatz der fusionierten Einheit den Umsatz von BASF übertreffen. Erstens ist 2000 das erste Jahr, in dem es bei den Strobilurinen von AstraZeneca keine Kapazitätsengpässe mehr geben wird. Zweitens ist angesichts der festgestellten Schwäche der Produkte von BASF ein weiterer Umsatzrückgang für diese Produkte zu erwarten. Drittens bringt Novartis ihre neuen Strobilurine auf den Markt und erwartet einen beträchtlichen Umsatz mit diesen Produkten. (221) Die fusionierte Einheit wird in der Lage sein, ihre Marktführung aufgrund der Einführung eines neuen Strobilurins (Picoxystrobin von AstraZeneca) auszubauen. Produkte, die auf diesem Wirkstoff basieren, werden den neuen Strobilurinprodukten von BASF technisch überlegen sein. Vor 2004 werden keine neuen Produkte von Wettbewerbern auf dem Markt erwartet. Auf der Grundlage der hauseigenen Marktschätzungen von AstraZeneca entfielen auf die fusionierte Einheit bis [...]* über [60-70]* % des Umsatzes an Getreidefungiziden auf Strobilurinbasis innerhalb der Gemeinschaft. Auf der Grundlage der Umsatzprognosen sämtlicher Unternehmen wäre dieser Wert jedoch niedriger. Der wichtigste Grund für den Unterschied zwischen diesen beiden Werten geht jedoch auf die hauseigenen Zahlen von AstraZeneca zurück. (222) Auf den gesamten Getreidefungizidmärkten war die fusionierte Einheit mit nahezu [30-40]* % bereits 1999 Marktführerin. Dies gilt auch für den französischen und den deutschen Markt. In Großbritannien behielt BASF eine sehr geringe Führung, es steht jedoch angesichts des geschätzten Umsatzes von Novartis' Strobilurin in Großbritannien außer Zweifel, dass die fusionierte Einheit in 2000 auch in Großbritannien Marktführerin sein wird. In Dänemark, Schweden und Finnland ist die fusionierte Einheit mit Marktanteilen von über [70-80]* % klare Marktführerin. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Getreidefungizide auf Strobilurinbasis auf dem gesamten Getreidefungizidmarkt und der daraus resultierenden Stellung der Parteien (siehe oben), wird die fusionierte Einheit der Schätzung von AstraZeneca zufolge bis [...]* innerhalb der Gemeinschaft einen Marktanteil von [50-60]* % erreichen. Auf der Grundlage der beiden anderen Methoden bezüglich Umsatzprognosen ergibt sich ebenfalls, dass die fusionierte Einheit klare Marktführerin sein wird. Nach einer Methode ergibt sich eine Führung zwischen 11 und 23 Prozentpunkten in [...]*, wobei diese Führung in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden wird. Nach einer anderen Methode werden für die fusionierte Einheit in [...]* Marktanteile von [40-50]* % in Deutschland, [40-50]* % in Frankreich und [50-60]* % in Großbritannien und eine Führung von etwa [10-30]* % gegenüber BASF prognostiziert. (223) Die fusionierte Einheit hat die Möglichkeit, ihre Stellung durch Strategien, die durchführbar und ökonomisch sinnvoll sind, weiter auszunutzen. Bei diesen Strategien handelt es sich zum Beispiel um das Zurückziehen von Produkten mit Strobilurin als Monowirkstoff (d. h. Produkte, die ausschließlich einen strobilurinaktiven Wirkstoff enthalten) und deren Ersetzung durch Produktformulierungen mit Wirkstoffen anderer chemischer Klassen aus dem Produktportfolio der fusionierten Einheit. Infolge davon verlieren andere Wettbewerber Möglichkeiten, die ihnen derzeit offen stehen, ihre nicht-strobilurinbasierten Produkte als Tankmischungspartner mit dem Strobilurin-Monowirkstoff von AstraZeneca zu verkaufen. Eine andere Strategie ist die Ausweitung AstraZenecas französischer Vertriebsstrategie auf andere Mitgliedstaaten, wobei es sich um eine Strategie des selektiven Vertriebs für das Strobilurinprodukt von AstraZeneca handelt, wodurch die Treue der Vertreiber gewährleistet wird. Aus der Marktuntersuchung geht auch hervor, dass BASF sich nicht in einer Stellung befände, aus der heraus das Unternehmen die fusionierte Einheit würde angreifen können; vielmehr würde BASF der Preisführung der fusionierten Einheit folgen. Die Kommission ist aus den vorbezeichneten Gründen der Auffassung, dass die angemeldete Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf den Getreidefungizidmärkten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Finnland führen würde. ZUCKERRÜBENFUNGIZIDE Technische Einzelheiten (224) Die Hauptkrankheiten bei Zuckerrüben sind Mehltau (Erisyphe), Rost (beide Krankheiten treten auch bei Getreide häufig auf), Cercospora (eine Krankheit, die nur bei Zuckerrüben auftritt) und Ramularia (eine Krankheit, die auch bei Gemüse auftritt). Diese Krankheiten nehmen während unterschiedlicher Zeiträume innerhalb der Anbausaison ihren Anfang; zuerst tritt Mehltau auf, dann folgen aufeinander Cercosporiose, Ramularia und Rost. Tritt Mehltau auf, sind normalerweise zwei Behandlungen erforderlich. Tritt er nicht auf, kann eine Behandlung ausreichend sein. Die meisten der zugelassenen Fungizide sind gegen sämtliche Krankheiten wirksam, der Grad ihrer Wirksamkeit kann jedoch unterschiedlich sein. (225) Die Fungizidbehandlung wird in hohem Ausmaß durch den technischen Rat seitens unabhängiger Institute wie das ITB in Frankreich und das KBIVB-IRBAB in Belgien beeinflusst. In Griechenland sind die Landwirte vertraglich verpflichtet, den Empfehlungen der Hellenic Sugar Industry Folge zu leisten, welche die Produkte aufgrund einer internationalen Ausschreibung aufkauft. EWR-Beschreibung (226) 1997 belief sich der Gesamtumsatz an Zuckerrübenfungiziden im EWR den Parteien zufolge auf [...]* EUR, wobei Novartis über einen Anteil von [40-50]* % verfügte und AstraZeneca über [10-20]* %. DuPont hatte [10-20]* % und Aventis [5-10]* %. Für 1998 schätzten die Parteien den Gesamtumsatz auf [...]* EUR. Novartis hatte [40-50]* %, AstraZeneca [10-20]* %, Dupont [10-20]* % und Aventis [0-5]* %. Der geschätzte Gesamtumsatz 1999(41) liegt bei [...]* EUR, wobei Novartis über einen Anteil von [40-50]* % verfügt, Dupont [10-20]* %, AstraZeneca [5-10]* %, Sipcam [0-5]* %, Aventis und BASF [0-5]* %. Es kann angemerkt werden, dass in den Marktschätzungen der Parteien rund [10-20]* % des Umsatzes den Unternehmen nicht zugerechnet wird. (227) Der wichtigste nationale Markt ist Frankreich mit einem Umsatz in 1998 von [...]* EUR und [...]* EUR in 1999, gefolgt von Italien (EUR [...]*), Spanien ([...]* Mio. EUR in 1998, [...]* Mio. EUR in 1999) und Deutschland ([...]* EUR). Zuckerrübenfungizide werden nicht angewendet in Finnland, Schweden, Norwegen und Island. In den anderen Staaten des EWR liegt der Umsatz unter [...]* EUR und erreicht in 1999 einen Niedrigststand von [...]* EUR in Dänemark). Die Produkte der Parteien (228) Das derzeitige Portfolio von Novartis besteht aus neun Markenprodukten; fünf von ihnen sind Monowirkstoffprodukte mit den aktiven Wirkstoffen Cyproconazol (Alto), Difenoconazol (Score/Bardos), Propiconazol (Tilt), Schwefel (Thiovit) und Thiabendazol (Tecto). Es gibt vier Mischungen, diese sind Cyproconazol + Carbendazim (Alto Combi), Cyproconazol + Fentinacetat (Alto Bs), Difenoconazol + Fenpropidin (Spyrale) und Difenoconazol + Propiconazol (Armure). Novartis verkauft ihre Produkte in sämtlichen "Zuckerrübenländern". Entgegen der Informationen im Formblatt CO, die besagen, dass "Novartis keine Produkte in Vorbereitung (pipeline products) für diesen Markt" hat, zeigt die Marktuntersuchung, dass Novartis die Einführung ihres neuen Strobilurins, Trifloxystrobin, in einer Mischung mit Cyproconazol plant. Der erste Umsatz wird für [...]* in Frankreich und Italien und für [...]* in Belgien, Griechenland, den Niederlanden und Spanien erwartet. Novartis gibt an, dass der "Gesamtertrag und der Zuckerertrag (der Mischung) ähnlich dem derzeitiger Standardbehandlungen ausfiel." Dennoch geht aus dem Trifloxystrobin-Vermarktungsplan klar hervor, dass ein beträchtlicher Umsatz erwartet wird, der rund [...]* des gesamten EWR-Marktwertes ausmachen soll. Ferner zeigt der Plan auf, dass Novartis ihre aktuelle Führungsstellung im EWR [...]* als langfristig haltbar erachtet, da das Unternehmen plant, [...]* zu haben(42). (229) AstraZeneca verfügt über vier Produkte, die Flutriafol enthalten (eines als Monowirkstoffprodukt sowie drei Mischungen aus verschiedenen Kombinationen mit Carbendazim), von denen mindestens jeweils eines in Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien verkauft wird. In Griechenland verfügt das Unternehmen über einen zusätzlichen geringfügigen Umsatz mit einem Produkt auf Chlorothalonilbasis. AstraZeneca wird Azoxystrobin (Amistar) für Zuckerrüben in Österreich, Italien, Deutschland und Griechenland in [...]* auf den Markt bringen (dem Formblatt CO zufolge) oder [...]* (einer Antwort auf einen Fragebogen zufolge). [...]* (230) Der Zusammenschluss begründet eine Überschneidung bei derzeit in Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland und Belgien verkauften Produkten. Aus den nachstehend aufgezeigten Gründen ist die Kommission der Auffassung, dass der Zusammenschluss in sämtlichen dieser Länder mit Ausnahme von Griechenland zur Begründung einer beherrschenden Stellung führen wird. Frankreich (231) Den Parteien zufolge hätte die fusionierte Einheit Marktanteile von [70-80]* % in 1997 (N [50-60]* % + AZ [10-20]* %), [70-80]* % in 1998 (N [60-70]* % + AZ [5-10]* %) und [60-70]* % in 1999 (N [50-60]* % + AZ [10-20]* %). Der nächstfolgende Wettbewerber ist Dupont mit einem geschätzten Marktanteil von jeweils [10-20]* %, [10-20]* % und [10-20]* %. Sipcam hat einen Anteil von [0-5]* % in 1999. Es darf angemerkt werden, dass den Schätzungen der Parteien für 1997 und 1998 zufolge etwa [0-5]* % des Gesamtmarktes als den Herstellern nicht zurechenbar erachtet werden. 1999 liegt der Wert der Parteien bezüglich des nicht zuordnungsfähigen Umsatzes bei [10-20]* %. (232) Laut ITB (Institut Technique Français de la Betterave Industrielle) hätte die fusionierte Einheit 1998 einen Marktanteil von [60-70]* % (N [50-60]* % + AZ [10-20]* %) und [50-60]* % in 1999 (N [50-60]* % + AZ [5-10]* %). 1998 hätte Dupont einen Marktanteil von [20-30]* % (für 1999 wurden keine Angaben gemacht). Diese Schätzungen basieren auf etwa 500 Antworten, die das Institut auf 2000 an französische Zuckerrübenlandwirte verschickte Fragebögen erhalten hat. (233) Die (höheren) Schätzungen der Parteien bezüglich ihrer eigenen Marktanteile wurden allerdings durch Wettbewerber bestätigt und es lohnt sich anzumerken, dass AstraZenecas eigenen Zahlen zufolge ihr Umsatz mit dem Produkt Anterès (für welches das ITB einen Marktanteil von 0 % veranschlagt) höher sind als der Umsatz mit Impact, auf das laut ITB AstraZenecas gesamter Marktanteil entfällt. (234) Die Stärkte der Parteien geht auch aus den vom ITB ausgesprochenen Empfehlungen hervor. Für die Saison 1999 empfahl das ITB fünf verschiedene Produkte für ein Einmal-Behandlungsprogramm (angewendet in etwa [10-20]* % der Fälle). Drei dieser Produkte kamen von Novartis, eines von AstraZeneca und eines von Dupont. Für das Zweifach-Behandlungsprogramm (angewendet in etwa [70-80]* % der Fälle) empfahl das ITB vier Produkte zur Auswahl für jede Behandlung und empfahl das Abwechseln der Produkte. Von diesen vier T1-Produkten kamen zwei von Novartis, eins von AstraZeneca und eins von Dupont. Von den T2-Produkten kamen drei von Novartis und eins von Sipcam. (235) Bei den Anwendungsempfehlungen im Jahr 2000 kommen von den fünf "Einmalbehandlungs"-Produkten zwei von Novartis, zwei von Dupont und eins von AstraZeneca. Für ein Zweifachspritzprogramm sind von den fünf T1-Produkten zwei von Dupont und jeweils eines von Novartis, AstraZeneca und BASF. Von den vier T2-Produkten kommen drei von Novartis und eins von Sipcam. Zwei Novartis-Produkte werden jedoch "mit Priorität" empfohlen. Andere Produkte auf dem Markt, die überhaupt nicht empfohlen werden, sind Castellan S von Aventis, Antarès (AstraZeneca), Schwefelprodukte (entsprechend [5-10]* % des Gesamtumsatzes laut ITB, angewandt als kostengünstige Mehltaubehandlung mit sehr guter Wirksamkeit, jedoch mit nur durchschnittlicher Haltbarkeit) und Microthiol spécial (TotalElf). (236) In den oben zusammengefassten Empfehlungen für 2000 wurden zwei neue Produkte aufgenommen, die auf dem Markt eingeführt werden. Bei diesen Produkten handelt es sich um Monnaie von BASF (Epoxiconazol + Fenpropimorph, in der Formulierung identisch mit einem Produkt namens "Opus Team" für Getreide) und Initial von Dupont (Flusilazol + Fenpropimorph, erhältlich für Getreide in verschiedenen Formulierungen, jedoch in denselben Anteilen). Man darf somit erwarten, dass Dupont an Marktanteil gewinnen wird und dass BASF erstmalig einen gewissen Umsatz auf dem französischen Zuckerrübenfungizidmarkt wird erzielen können. Es muss jedoch angemerkt werden, dass das Produkt von BASF das teuerste auf dem Markt ist, ohne dabei die beste Wirksamkeit gegen Mehltau aufzuweisen - die Schlüsselerkrankung im Rahmen der T1-Spritzung, für die dieses Produkt empfohlen wird. Die beste Wirksamkeit gegen Mehltau hat Spyrale von Novartis, das insgesamt das beste Produkt auf dem Markt ist. Im Vergleich mit den anderen T1-Empfehlungen ist Punch CS von ähnlicher Qualität, jedoch zum halben Preis erhältlich. Das neue Produkt von Dupont, Initial, hat exakt dieselbe Wirksamkeit und Haltbarkeit wie das ältere Produkt von Dupont, Punch CS. Es ist allerdings um [5-10]* % teurer, befindet sich jedoch noch immer im "Niedrigpreis"-Segment. (237) Das ITB ist der Ansicht, dass die KM+Epoxiconazol-Mischung von BASF das wichtigste Produkt ist, das vor 2005 auf dem französischen Markt eingeführt wird. In Tests zeigte es hervorragende Ergebnisse bei Mehltau und Rosten sowie eine gute Wirksamkeit gegen Cercosporiose (Ramularia wird in Frankreich selten). (238) Novartis erwartet, dass sie ihre Trifloxystrobin + Cyproconazol-Mischung in [...]* in Frankreich auf dem Markt bringen wird mit einem geschätzten Umsatz in diesem Jahr von [...]* Mio. EUR und [...]* Mio. EUR in [...]*, was dem Unternehmen einen Marktanteil von [10-20]* % sichern würde. Die Mischung liefert eine den derzeitigen Marktstandards vergleichbare Wirkung. AstraZeneca hat darauf hingewiesen, dass das Unternehmen nicht beabsichtigt, ihre Strobilurine in Frankreich zu entwickeln. [...]* Darüber hinaus könnte infolge des Zusammenschlusses Azoxystrobin mit einigen der anderen Triazole von Syngenta (zum Beispiel Cyproconazol) kombiniert werden. (239) Novartis hat somit einen anhaltend hohen Marktanteil (über [50-60]* %) und dieser Marktanteil ist den eigenen Dokumenten von Novartis zufolge angesichts des erwarteten Erfolgs der eigenen Trifloxystrobinmischung langfristig haltbar. (240) Die fusionierte Einheit wird somit die starke Stellung von Novartis mit dem drittgrößten Hersteller vereinigen (bei mehr als [5-10]* % Marktanteil), sie wird über gut auf dem Markt etablierte Produkte sowie über einen neuen aktiven Wirkstoff (Azoxystrobin) verfügen, der in Kombination mit einem der Triazole der fusionierten Einheit erwartungsgemäß ebenfalls ein starkes Produkt sein wird. Dies erlaubt es der fusionierten Einheit, hier ähnliche Vertriebstechniken zu entwickeln wie die oben für Getreidefungizide aufgezeigten. (241) Die Kommission ist daher der Auffassung, dass die Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem französischen Zuckerrübenfungizidmarkt führen wird. Italien (242) Wie oben ausgeführt ist Italien der zweitwichtigste nationale Markt mit einem Umsatz in 1997, 1998 und 1999 von jeweils [...]* EUR. Auf die Produkte von Syngenta entfielen für die Jahre 1997 bis 1999 jeweils [60-70]* % (N [20-30]* % + AZ [20-30]* % + [10-20]* % Produkte von Novartis, die durch Aventis vertrieben wurden), [50-60]* % (N [20-30]* % + AZ [20-30]* % + [5-10]* % Produkte von Novartis, die durch Aventis vertrieben wurden) und schließlich(43) [50-60]* % (N [30-40]* % + AZ [10-20]* %(44)). (243) Den restlichen Markt teilt sich eine Reihe verschiedener lokaler und internationaler Hersteller, darunter Sipcam mit [5-10]* %, Isagro [5-10]* %, Dow [5-10]* %, Bayer [0-5]* %, Siapa [0-5]* %, Dupont [0-5]* % und Caffaro [0-5]* %. (244) Den unternehmenseigenen Vermarktungsplänen von Novartis zufolge kann die starke Stellung der fusionierten Einheit durch die Einführung neuen Konkurrenzprodukte nicht angefochten werden. Novartis erwartet [...]* den italienischen Umsatz seiner Produkte auf Difenoconazolbasis zwischen 1999 und 2002 (von [...]*) auf über [10-20]* % des Gesamtmarktes. [...]* auf die Trifloxystrobinmischung von Novartis, die die Produkte auf Cyproconazolbasis ersetzt, werden weitere [10-20]* % entfallen. Deshalb wird Novartis ihren Marktanteil von [...]* aufrechterhalten können. Selbst wenn die Produkte auf Flutriafolbasis von AstraZeneca einen Teil ihres Marktanteils von [10-20]* % verlieren würden, kann dies, so darf man erwarten, durch die Einführung von Amistar und [...]* oder einem aktuellen Triazol von Novartis wettgemacht werden. (245) Die Kommission ist deshalb der Auffassung, dass der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem italienischen Zuckerrübenfungizidmarkt führen wird. Spanien (246) Den Parteien zufolge wies der spanische Markt in den Jahren von 1997 bis 1999 einen Wert auf zwis

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.