Europäische Union

2004/310/EG: Entscheidung der Kommission vom 26. Juli 2000 die einen Zusammenschluss für mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen vereinbar erklärt (Sache COMP/M.1806 — AstraZeneca/Novartis) — Verordnung (EWG) Nr. 4064/89 des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2000) 2309) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32004D0310. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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eneca), Terbuthyazin (Novartis/generisch), Dicamba (Novartis), Metosulam/Fluthiamid (Bayer) und Pyridat (Novartis). Eine erweitere Blattunkrautbekämpfungswirkung könnte für Foramsulfuron gewährleistet werden durch Mischung mit Mesotrion (AstraZeneca), Sulcotrion (AstraZeneca), Prosulfuron (Novartis), wiederum mit abnehmender Attraktivität aufgeführt. Die Produktreihe von Monsanto ist primär im Segment vor Pflanzenaufgang angesiedelt und verfügt über keine vergleichbare Präsenz bei den Herbiziden nach Pflanzenaufgang. Die Produktreihe von DuPont in Deutschland weist eine Lücke bei den Herbiziden nach Pflanzenaufgang mit Langzeitwirkung auf; in Italien würde DuPont profitieren, sofern das Unternehmen Zugang zu den Produkten vor Pflanzenaufgang und zu einer Verbindung für die Bekämpfung von breitblättrigem Unkraut nach Pflanzenaufgang mit einer von der aktuellen Produktreihe von DuPont verschiedenen Wirkungsweise hätte. (362) Derzeit bestehen verschiedene Entwicklungs- und Kooperationsvereinbarungen zwischen den Wettbewerbern und Novartis oder AstraZeneca. Desgleichen haben einige der Wettbewerber konkretes Interesse an einer Kombination ihrer Produkte mit Produkten von Novartis oder AstraZeneca in fertigen Mischungsformulierungen bekundet(79). Angesichts der "hauseigenen" äußerst vollständigen Produktreihe, über die Syngenta verfügen wird (Lösungen vor und nach Pflanzenaufgang, Graminizide, Breitspektrumherbizide und Herbizide gegen breitblättriges Unkraut, verschiedene Wirkungsweisen), ist es wahrscheinlich, dass die neue Einheit in erster Linie ihre eigenen Moleküle wird kombinieren wollen. Diese Entwicklung würde sich abträglich auf die Wettbewerbsfähigkeit derjenigen Wettbewerber auswirken, die derzeit über Kooperationsvereinbarungen mit den Parteien verfügen oder die ein Interesse am Abschluss solcher Vereinbarungen haben, da die Möglichkeiten zur Kombination mit Produkten von anderen Wettbewerbern nach Anzahl und Umfang begrenzt sind. Mehrere Wettbewerber haben Bedenken ausgedrückt, dass, sofern Syngenta den Zugang zu ihren wichtigsten Molekülen verweigert, dies die Marktstellung von Syngenta weiter verbessern würde. Tatsächlich wiesen einige der Wettbewerber darauf hin, dass der Zugang zu den aktiven Wirkstoffen von Syngenta für ihre Wettbewerbsfähigkeit von grundlegender Bedeutung ist(80). (363) Desgleichen ist es angesichts der Reihe von hochwirksamen Breitspektrumprodukten von Syngenta wahrscheinlich, dass eine Strategie des Zurückziehens von direkten Herbizidprodukten eine effektive und attraktive Strategie darstellt, um die Produkte der Wettbewerber, die zur Verwendung in den Tankmischungen der Landwirte dienen sollen, zu "isolieren" und weniger nützlich zu machen. Auch diese Strategie würde sich nachteilig auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wettbewerber auswirken. In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte behaupten die Parteien, dass diese Vorbringungen der Grundlage entbehren. Selbst in den Fällen, in denen eine Mischungsstrategie technisch durchführbar wäre, würde es sich um "wirtschaftlichen Wahnsinn" handeln, da die Mischungsprodukte teurer wären und Marktanteile durch die Aufgabe von Monowirkstoffen verloren gingen. Obgleich diese Argumente für Unternehmen mit normaler Wettbewerbsstellung gelten, gelten sie nicht notwendig für ein Unternehmen, das sich angesichts seiner starken Marktstellung und seines umfassenden Produktportfolios in einer Position befindet, aus der heraus es eine solche Strategie profitabel verfolgen kann. Obgleich den Wettbewerbern einige Kombinationsmöglichkeiten mit Produkten anderer Wettbewerber offen bleiben, sind diese begrenzt und bringen wirtschaftliche Transaktionskosten mit sich, die für die fusionierte Einheit entfallen. In dieser Hinsicht sollte in Erinnerung gerufen werden, dass der Anreiz für die fusionierte Einheit bezüglich des Einsatzes der Mischungsstrategie durch die Tatsache verstärkt wird, dass wie oben ausgeführt die Entwicklung von fertigen Mischungsprodukten eine wirksame Art der Verlängerung des Schutzstatus einzelner Produkte darstellt, die keinen Patentschutz mehr genießen. Vertrieb (364) Der Umfang und Stärke der Produktreihe von Syngenta in sämtlichen Segmenten wird unter den Unternehmen, die auf dem Maisherbizidmarkt miteinander in Wettbewerb stehen, einzigartig sein. Dieser Umstand wird es Syngenta ermöglichen, sehr starke Produktvermarktungskampagnen zu betreiben, mittels derer den Landwirten nahe gelegt wird, sämtliche ihrer Herbizide hauptsächlich oder sogar exklusiv von Syngenta zu beziehen. Ein Beispiel für dieses Vorgehen wäre der Einsatz der bereits starken Stellungen von Metolachlor (S-Metolachlor), Atrazin, Acetochlor, Sulcotrion (Mesotrion) und Nicosulfuron auf dem Markt zur Entwicklung von "Produktpackungen". In dieser Hinsicht spielen die strategischen Ersetzungen von Metolachlor durch S-Metolachlor und Sulcotrion durch Mesotrion ebenfalls eine klare Rolle(81). (365) Der Produktumfang wird die künftige Fähigkeit von Syngenta verbessern, sowohl den Vertreibern als auch den Anbauer verschiedene Produktreihen anbieten zu können, die tatsächlich sehr ähnliche agronomische Lösungen bieten. Ein Beispiel für dieses Vorgehen wäre das Angebot einer Marke mit Acetochlor und Atrazin an eine Gruppe von Vertreibern und einer Marke mit Metolachlor und Atrazin an eine andere. Die beiden Produkte bestehen aus unterschiedlichen aktiven Wirkstoffen, wodurch die Vertreiber ein "einzigartiges" Produkt anbieten können, obgleich das Feldergebnis nahezu identisch sein wird. Die Segmentierung des Marktes ist ein hochwirksamer Mechanismus zur Reduzierung des Preiswettbewerbs zwischen den Vertreibern, ein Vorgehen, das sowohl von großen als auch von kleinen Vertreibern geschätzt wird. Werden höhere Preise erzielt, erhöht dies die Gewinnspanne der Vertreiber und bietet eine weiter starke Motivation für die Bevorzugung der Verkaufsförderung von Syngenta-Lösungen zum Nachteil der anderen Unternehmen, die Maisherbizide anbieten. (366) Ein solches Vorgehen ist wahrscheinlich. Im Hinblick auf Preisstrategien [...]*(82). Es ist in dieser Hinsicht anzumerken, dass Vertreiber ebenso, da sie für gewöhnlich die Landwirte (aufgefordert oder unaufgefordert) hinsichtlich der zu verwendenden Produkte und Kombinationen beraten, einen wichtigen Einfluss ausüben. Eine anwendbare Preisstrategie ist die Preissegmentierung durch den Einsatz verschiedener Marken und/oder Etikettierungen oder verschiedener Formulierungen, um die Anbauer mit einem unterschiedlich wahrgenommenen wirtschaftlichen Wert anzusprechen. Während AstraZeneca behauptet, dass diese Preisstrategie es den Marken erlaubt, in individuelle Marktsegmente einzudringen bei gleichzeitiger Erzielung der besten wirtschaftlichen Rendite für den Kunden und AstraZeneca, ist es wahrscheinlich, dass ein Unternehmen mit einer nicht anzugreifenden Reihe an hervorragenden Unkrautbekämpfungsprodukten wie Syngenta in der Lage und versucht sein wird, Vermarktungsstrategien einzusetzen (Kombination, Warenzeichenpolitik, Preisgebung), die allein der Profitsteigerung dienen und den Kunden höhere Preise bescheren. Fazit zu den Maisherbiziden (367) Auf der Grundlage der vorgenannten Elemente, insbesondere angesichts der hohen Marktanteile, die die neue Einheit haben wird, des Umstands, dass die neue Einheit normalerweise mindestens [...]* mal so groß sein wird wie ihr nächster Wettbewerber, sowie vor dem Hintergrund der starken und allgegenwärtigen Präsenz der Produkte der Parteien in allen vier Segmenten des Maisherbizidmarktes (Behandlung vor und nach Pflanzenaufgang, Gräserunkrautbekämpfung und Bekämpfung von breitblättrigem Unkraut) gelangt die Kommission zu dem Schluss, dass die angemeldete Transaktion zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf dem Markt für Maisherbizide zumindest in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Belgien führen wird. GETREIDEHERBIZIDE (368) Der Markt für Getreideherbizide ist nach Wert der wichtigste Markt für selektive Herbizide. 1998 betrug der EWR-weite Umsatz an selektiven Herbiziden etwa [...]* EUR bei einer gesamten EWR-Marktgröße für selektive Herbizide von etwa [...]* EUR. Die drei wichtigsten nationalen Getreideherbizidmärkte sind Frankreich ([...]* EUR), Deutschland ([...]* EUR) und Großbritannien ([...]* EUR). (369) Die Parteien schätzen, dass sie bei Getreideherbiziden im EWR über einen Marktanteil von [10-20]* % verfügen (N [10-20]* % + AZ [0-5]* %) mit einem Umsatz von [...]* EUR, wobei es Abweichungen nach oben bei den nationalen Märkten bis zu [30-40]* % in Portugal und Griechenland und [30-40]* % in Italien gibt. Aventis ist derzeit Marktführer mit einem EWR-weiten Umsatz von [...]* EUR und einem EWR-weiten Marktanteil von [30-40]* % (zwischen [10-20]* % in Dänemark bis zu [50-60]* % in Portugal). Diese Zahlen werden in Zukunft abnehmen, da sich die fusionierenden Unternehmen (Rhône-Poulenc und Hoechst) zur Gründung von Aventis 1999 zur Erteilung einer Lizenz für ihren wichtigen IPU-aktiven Wirkstoff an einen anderen Hersteller verpflichtet haben (auf Produkte, die auf diesem Wirkstoff basieren, entfallen etwa [30-40]* % des gesamten Getreideherbizidumsatzes von Aventis)(83). (370) Die zuvor genannten Marktanteile, die für den Getreideherbizidmarkt insgesamt angegeben sind, stellen als solche keinen Hinweis auf ein Wettbewerbsbedenken dar. Es wurden jedoch im Verlauf der Marktuntersuchung eine Reihe von Bedenken erhoben. Eine ganze Reihe von Vertreibern gab an, dass die Parteien eine starke Stellung bei der Gräserbekämpfung nach Pflanzenaufgang bei Getreidepflanzen erlangen könnten, da die Parteien zwei der drei führenden Produkte, nämlich Grasp/Achieve von AstraZeneca (basierend auf dem aktiven Wirkstoff Tralkoxydim) und Topik von Novartis (basierend auf Clodinafop) zusammenbringen würden, das dritte Produkt auf dem Markt wäre hierbei Puma/Proper von Aventis (basierend auf Fenoxaprop). (371) Im Segment Grasbekämpfung (d. h. Graminizide und Breitspektrumherbizide kombiniert) wären die Länder, in denen die Parteien tatsächlich hohe Marktanteile hätten, Portugal mit [30-40]* % (N [30-40]* % + AZ [0-5]* %), Spanien mit [30-40]* % (N [20-30]* % + AZ [5-10]* %), die Niederlande mit [30-40]* % (jedoch keine Überschneidung), Griechenland mit [30-40]* % (N [30-40]* % + AZ [0-5]* %) und Italien mit [40-50]* % (N [40-50]* % + AZ [0-5]* %). Auf einer detaillierteren Ebene würden die Parteien starke Stellungen bei Graminiziden erreichen in Spanien ([30-40]* %; N [10-20]* % + AZ [10-20]* %), Portugal ([30-40]* %; N [30-40]* % + AZ [0-5]* %), Griechenland ([30-40]* %; N [30-40]* % + AZ [0-5]* %), Belgien ([40-50]* %; keine Überschneidung), Frankreich ([40-50]* %; keine Überschneidung), Niederlanden ([50-60]* %, keine Überschneidung) und Italien ([50-60]* %; N [50-60]* % + AZ [0-5]* %). (372) Aus der Marktuntersuchung geht hervor, dass innerhalb des Portfolios der neuen Einheit Topik von Novartis das Hauptprodukt sein wird; sein Umsatz ist weitaus größer als der Umsatz mit Grasp und nimmt weiter zu. Bei Grasp handelt es sich andererseits um ein Produkt, das rapide an Umsatz verliert. Von 1998 bis 1999 [...]* seines Umsatzes und es werden weitere Umsatzrückgänge prognostiziert. Ungeachtet der Tatsache, dass Grasp in einigen Ländern Überschneidungen mit sich bringen wird, ist es unwahrscheinlich, dass mit der Durchführung dieses Zusammenschlusses der Wettbewerbszwang auf Topik effektiv nachlassen wird. (373) Ferner wird Aventis das neue Graminizid nach Pflanzenaufgang Iodosulfuron in 2001/2 einführen, das Graminizid soll extrem wirksam gegen Lolium sein, eine der Schlüsselunkrautarten, gegen die Graminizide in Italien eingesetzt werden. Diese Verbindung hat eine bessere Wirksamkeit gegen Lolium als Clodinafop (Topik) und Tralkoxydim (Grasp). Es wird erwartet, dass Aventis Iodosulfuron in Monowirkstoffformulierungen und in Mischungen mit ihrem eigenen geschützten aktiven Wirkstoff Fenoxaprop einführen wird. (374) Letztlich gibt es im Bereich des Getreidepflanzenschutzes sehr wenige Produkte, die reine Herbizide vor Pflanzenaufgang sind; die meisten der Herbizide vor Pflanzenaufgang können auch nach Pflanzenaufgang angewendet werden und stellen insofern eine erhebliche Konkurrenz zu reinen Herbiziden nach Pflanzenaufgang wie Topik dar. (375) Auf der Grundlage der zuvor genannten Elemente ist es unwahrscheinlich, dass infolge des Zusammenschlusses eine beherrschende Stellung auf dem Markt für Getreideherbizide entstehen wird. KARTOFFELHERBIZIDE (376) 1998 lag der EWR-weite Umsatz an Kartoffelherbiziden bei rund [...]* EUR. Die vier wichtigsten nationalen Kartoffelherbizidmärkte sind Deutschland ([...]* EUR), Großbritannien ([...]* EUR), die Niederlande ([...]* EUR) und Frankreich ([...]* EUR). (377) Die Parteien schätzen ihren Marktanteil bei Kartoffelherbiziden im EWR in 1998 auf [30-40]* % (N [0-5]* % + AZ [20-30]* %) mit einem Umsatz von [...]* EUR bei Marktanteilen von über [20-30]* % in Irland ([20-30]* % - AZ [20-30]* % + N [0-5]* %), Spanien ([30-40]* % - AZ [20-30]* % + N [5-10]* %), Griechenland ([30-40]* % - AZ [20-30]* % + N [0-5]* %), Österreich ([30-40]* % - AZ [20-30]* % + N [5-10]* %), Deutschland ([30-40]* % - all AZ), den Niederlanden ([30-40]* % - AZ [30-40]* % + N [0-5]* %), Portugal ([40-50]* % - AZ [30-40]* % + N [5-10]* %), Belgien ([50-60]* % - AZ [40-50]* % + N [0-5]* %) und Frankreich ([50-60]* % - AZ [40-50]* % + N [5-10]* %). In einer späteren Einreichung gaben die Parteien Marktanteile für 1999 an. Sie hatten gemeinsame Marktanteile von über [20-30]* % und eine Überschneidung in Spanien ([20-30]* % - AZ [20-30]* % + N [5-10]* %), Österreich ([30-40]* % - AZ [20-30]* % + N [5-10]* %), den Niederlanden ([30-40]* % - AZ [30-40]* % + N [0-5]* %), Portugal ([20-30]* % - AZ [20-30]* % + N [0-5]* %), Belgien ([50-60]* % - AZ [40-50]* % + N [5-10]* %) und Frankreich ([50-60]* % - AZ [40-50]* % + N [5-10]* %)(84). (378) Der wichtigste Wettbewerber in 1998 war Bayer mit einem EWR-weiten Marktanteil von [20-30]* % und Marktanteilen von [40-50]* % in Griechenland, [40-50]* % in Österreich, [30-40]* % in Irland, [30-40]* % in Dänemark, Spanien und Schweden, [30-40]* % in Belgien, [20-30]* % in Italien, [20-30]* % in Frankreich, [20-30]* % in den Niederlanden, [20-30]* % in Portugal und [10-20]* % in Großbritannien. Andere wichtige Wettbewerber waren Aventis mit einem EWR-weiten Marktanteil von [5-10]* %, [30-40]* % in Dänemark, [10-20]* % in Spanien, [10-20]* % in Portugal, [10-20]* % in Frankreich, [10-20]* % in Griechenland, [10-20]* % in den Niederlanden, [10-20]* % in Großbritannien, sowie DuPont mit einem EWR-weiten Marktanteil von [5-10]* %, [10-20]* % in Deutschland, [10-20]* % in Österreich und den Niederlanden, und [5-10]* % in Großbritannien. (379) Bei den Produkten der Parteien auf diesem Markt handelt es sich entweder um Breitspektrumherbizide oder um Graminizide. Die Breitspektrumprodukte von Novartis basieren auf den aktiven Wirkstoffen Metobromuron, Terbutryn, Prometryn und Terbuthyazin. Auf diese Produkte entfallen [5-10]* % des gesamten EU-Umsatzes an Breitspektrumherbiziden für Kartoffeln in 1999. Bei den Graminiziden verfügt Novartis über Produkte (Agil/Falcon) auf Basis des aktiven Wirkstoffs Propaquizafop, auf die Novartis zufolge [0-5]* % des gesamten EU-Umsatzes an Graminiziden für Kartoffeln entfallen, da sie nur bei Kartoffeln in Italien eingesetzt werden (siehe jedoch unten). AstraZenecas wichtigstes Breitspektrumprodukt ist Boxer/Defi, basierend auf dem aktiven Wirkstoff Prosulfocarb. Auf dieses Produkt entfallen allein [20-30]* % des gesamten EU-Umsatzes an Breitspektrumherbiziden für Kartoffeln, zusammen mit fünf anderen Produkten, auf die weitere [5-10]* % des Umsatzes in diesem Segment entfallen. Bei den Graminiziden hat AstraZeneca ein Produkt (Fusilade), das auf dem aktiven Wirkstoff Fluazifop-P-butyl basiert. Auf Fusilade entfallen [10-20]* % des gesamten EWR-Umsatzes an Graminiziden für Kartoffeln. (380) Die Parteien haben in der Anmeldung argumentiert, dass der Großteil des Umsatzes von Novartis auf einem aktiven Inhaltsstoff basiere (Metobromuron), dessen Produktion 1999 ausgelaufen sei. In einer späteren Eingabe behaupten die Parteien jedoch, dass Metobromuron (und die auf Metobromuron basierenden Formulierungen) in 2000 auslaufen werden. Die auf Metobromuron basierten Produkte wurden 1999 in Österreich, Belgien, Frankreich, Italien und den Niederlanden verkauft. Dies führt dazu, dass die Parteien sehr hohe Marktanteile in Belgien und Frankreich haben ([50-60]* % und [50-60]* %). In beiden Ländern haben sowohl AstraZeneca als auch Novartis ausschließlich Produkte im Breitspektrumsegment verkauft, für das die Parteien ihren Marktanteil auf [60-70]* % in Belgien und [60-70]* % in Frankreich schätzen. Auf der Grundlage der sehr hohen Marktanteile, die überdies auf ein Segment des Marktes konzentriert sind, kann man zu dem Schluss gelangen, dass mit dem fortgesetzten Verkauf von Produkten auf Metobromuronbasis der Zusammenschluss zur Begründung einer beherrschenden Stellung auf den Kartoffelherbizidmärkten in Belgien und Frankreich führen würde. GRAMINIZIDE NACH PFLANZENAUFGANG FÜR KARTOFFELN (381) Ferner gibt es einen offenen Punkt bezüglich des Marktes für Graminizide nach Pflanzenaufgang zur Verwendung bei Kartoffeln in Dänemark. Das Novartis-Produkt Agil ist zur Anwendung in Dänemark zugelassen, doch Novartis gibt keinen Umsatz mit Agil für Kartoffeln an und legt stattdessen den gesamten Umsatz an Agil in Dänemark auf andere Pflanzen um (Ölsaaten und Zuckerrüben). Andererseits haben die Parteien angegeben, dass AstraZeneca mit Fusilade einen Umsatzanteil von [60-70]* % im Graminizidsegment in Dänemark hat. Die Parteien behaupten, dass die übrigen [30-40]* % auf das Dow-Produkt Gallant entfallen, das auf dem aktiven Wirkstoff Haloxyfop basiert. Gallant ist jedoch für die Verwendung bei Kartoffeln in Dänemark nicht zugelassen und es gibt kein anderes ähnliches Produkt (Graminizid nach Pflanzenaufgang), das in Dänemark zugelassen ist. Daher würde der vorgeschlagene Zusammenschluss, selbst wenn die Annahme von Novartis korrekt ist, dass die Landwirte in Dänemark bislang Agil nicht als Kartoffelherbizid eingesetzt haben, den Landwirten im Segment Graminizide nach Pflanzenaufgang keine andere Wahl lassen als die Produkte von Syngenta. (382) Aus AstraZenecas internen Dokumenten geht hervor, dass es auf dem Markt für Graminizide nach Pflanzenaufgang bereits weniger Wettbewerb geben könnte als auf vielen anderen Pflanzenschutzmärkten. [...]* (383) Die Parteien gaben an, welche Produkte am besten zur Bekämpfung bestimmter Gräser bei Kartoffeln geeignet sind. Novartis gibt an, dass für die Gräser Agropyron repens, Cynodon dactylon, Sorghum halepense, Digitaria sanguinalis und Echinochloa crus galli entweder Agil/Falcon oder Fusilade das beste Produkt sei. AstraZeneca gibt an, dass für die Gräser Sgropyron repens, Cynodon dactylon, Sorghum halepense, Avena fatua und Alepecurus myosuroides entweder Agil/Falcon oder Fusilade das beste Produkt sei. Agil/Falcon und Fusilade werden daher von den Parteien für technisch sehr gute Produkte im Vergleich zu den Produkten der Wettbewerber gehalten. (384) Ferner ist Fusilade das erfolgreichste Graminizid nach Pflanzenaufgang auf dem europäischen Markt. In internen Dokumenten schätzt AstraZeneca, dass Fusilade einen Anteil von [40-50]* % des Gesamtumsatzes an diesen Graminiziden in Europa hat. Die Marktuntersuchung der Kommission zeigt jedoch, dass der Anteil von Fusilade wahrscheinlich eher bei [20-30]* % liegt, während der Anteil von Agil/Falcon bei rund [10-20]* % liegt. [...]* (385) Mehrere Auskunftspersonen in verschiedenen Ländern, Vertreiber, Pflanzenschutzberater und Bauernverbände haben auf die sehr starke Stellung hingewiesen, die die neue Einheit auf den Märkten für Graminizide nach Pflanzenaufgang infolge der Kombination von Fusilade und Agil/Falcon hätte. (386) Aus sämtlichen der vorbezeichneten Gründe, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass die Produkte der Parteien die einzigen in Dänemark für den Einsatz als Kartoffelgraminizide zugelassenen sind, wird die angemeldete Transaktion zur Begründung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung auf dem dänischen Markt für Graminizide nach Pflanzenaufgang für den Einsatz bei Kartoffeln führen. ZUCKERRÜBENHERBIZIDE (387) 1998 lag der EWR-weite Umsatz an Zuckerrübenherbiziden bei zirka [...]* EUR. Die wichtigsten nationalen Zuckerrübenherbizidmärkte sind Deutschland ([...]* EUR), Frankreich ([...]* EUR) und Italien ([...]* EUR). (388) Die Parteien schätzen ihren Marktanteil bei Zuckerrübenherbiziden im EWR für 1998 auf bloße [0-5]* % mit einem Umsatz von [...]* EUR. Das einzige Land, in dem der gemeinsame Marktanteil der Unternehmen über [10-20]* % liegt, ist Griechenland ([20-30]* %). (389) Die Marktanteile der fusionierenden Parteien stellen als solche keinen Anlass für Bedenken dar. Dennoch würde Syngenta wie im Abschnitt über Kartoffelherbizide ausgeführt über zwei der drei führenden Produkte zur Behandlung von Gräsern nach Pflanzenaufgang bei verschiedenen Kulturpflanzen, darunter Zuckerrüben, verfügen (Fusilade von AstraZeneca und Agil/Falcon von Novartis). GRAMINIZIDE NACH PFLANZENAUFGANG ZUM EINSATZ BEI ZUCKERRÜBEN (390) Auf diesem Markt hätten die Parteien einen Anteil von [50-60]* % in Großbritannien und [50-60]* % in Belgien. Die Parteien gaben ferner an, dass sie in Dänemark über einen gemeinsamen Anteil von [60-70]* % (Fusilade [60-70]* %, Agil [0-5]* %) verfügen würden, wobei die übrigen [30-40]* % auf Gallant von Dow entfallen. (391) Die Parteien gaben an, welche Produkte sich am besten für die Bekämpfung bestimmter Gräser bei Zuckerrüben eignen. Novartis gibt an, dass für die Gräser Agropyron repens, Cynodon dactylon, Sorghum halepense, Digitaria sanguinalis und Echinochloa crus galli entweder Agil/Falcon oder Fusilade das beste Produkt sei. AstraZeneca gibt an, dass für die Gräser Agropyron repens, Avena fatua und Alepecurus myosuroides entweder Agil/Falcon oder Fusilade das beste Produkt sei. Agil/Falcon und Fusilade werden daher von den Parteien für technisch sehr gute Produkte im Vergleich zu den Produkten der Wettbewerber gehalten. (392) Wie oben angegeben, haben mehrere Auskunftspersonen in verschiedenen Ländern, Vertreiber, Pflanzenschutzberater und Bauernverbände auf die sehr starke Stellung hingewiesen, die die neue Einheit auf den Märkten für Graminizide nach Pflanzenaufgang infolge der Kombination von Fusilade und Agil/Falcon hätte. [...]* (393) Aus sämtlichen der vorbezeichneten Gründe wird die angemeldete Transaktion zur Begründung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung auf den Märkten für Graminizide nach Pflanzenaufgang für den Einsatz bei Zuckerrüben in Großbritannien, Belgien und Dänemark führen. ÖLSAATENHERBIZIDE (394) 1998 lag der EWR-weite Umsatz an Ölsaatenherbiziden bei zirka [...]* EUR. Die beiden wichtigsten nationalen Ölsaatenmärkte sind Frankreich ([...]* EUR) und Deutschland ([...]* EUR). (395) Die Parteien schätzen ihren Marktanteil bei Ölsaatenherbiziden im EWR in 1998 auf [20-30]* % (N [10-20]* % + AZ [5-10]* %) mit einem Umsatz von [...]* EUR, wobei die Marktanteile über [20-30]* % in Deutschland ([20-30]* %), Spanien ([20-30]* %), Italien ([20-30]* %) und Frankreich ([30-40]* %) liegen. (396) Die Produkte der Parteien auf dem Markt für Ölsaatenherbizide sind folgende. Novartis verfügt über Produkte gegen blättriges Unkraut basierend auf den aktiven Wirkstoffen Pyridat und Clomazon. Diese sind in Deutschland wichtig, wo 1999 auf sie [30-40]* % des Blattunkrautsegments entfielen. Auf EU-Ebene verfügten sie über einen Anteil von [20-30]* % am Segment breitblättriges Unkraut. Die Breitspektrumprodukte von Novartis basieren auf den aktiven Wirkstoffen Dimethachlor, Clomazon, Tebutam und Terbutryn. Auf diese Produkte entfallen in 1999 [10-20]* % des gesamten EU-Umsatzes an Breitspekt

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.