Europäische Union

Beschluss (EU) 2016/611 der Kommission vom 15. April 2016 über das Referenzdokument über bewährte Praktiken im Umweltmanagement, branchenspezifische einschlägige Indikatoren für die Umweltleistung und Leistungsrichtwerte für die Tourismusbranche gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2016) 2137) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32016D0611. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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tmanagementpraxis 3.3.2) 4. Prozentualer Anteil der Leistungen in der Destination, dessen Umweltleistung derzeit verbessert wird % Dieser Indikator bezieht sich auf den Anteil der Leistungen, zu deren Verbesserung der Reiseveranstalter in allen seinen wichtigen Destinationen beigetragen hat. Destination und Organisation Alle Der Reiseveranstalter fördert die Umweltverbesserung: i) durch Verbesserung der Leistung der Lieferkette; ii) durch Beeinflussung des Destinationsmanagements; iii) durch direkte Verbesserungsprogramme. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.3) 5. Prozentualer Anteil verkaufter ökologisch progressiver nachhaltiger Reisen (z. B. mit Umweltzeichen) (nach Wert) % Prozentualer Anteil der verkauften ökologisch progressiven nachhaltigen Reisen (z. B. ausgezeichnet durch das Österreichische Umweltzeichen für Reiseangebote) an den gesamten vom Reiseveranstalter verkauften Reisen (nach Wert). Organisation Alle Der Reiseveranstalter wirbt in seinem regulären Werbematerial für nachhaltige Tourismuspakete. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.4) Ökologisch progressive nachhaltige Tourismuspakete (z. B. versehen mit dem Österreichischen Umweltzeichen für Reiseangebote) machen einen Verkaufsanteil von mindestens 10 % aus. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.4) Der Reiseveranstalter nutzt wirksame Marketing- und Kommunikationstechniken zur Förderung nachhaltigerer Optionen bei der Auswahl von Tourismuspaketen. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.4) Der Reiseveranstalter stellt allen seinen Kunden destinationsspezifische Informationen zu Sensibilisierungszwecken bereit, um ein nachhaltiges Verhalten in der Destination zu fördern. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.4) 6. Papierverbrauch pro Kunde g/Kunde Die verbrauchte Papiermenge pro Kunde. Organisation Materialeffizienz Abfall Emissionen Büroausdrucke und gedrucktes Werbematerial: i) werden weitestmöglich vermieden; ii) verwenden zu 100 % Recyclingpapier oder Papier mit Umweltzertifizierung (z. B. Umweltzeichen, FSC, PEFC); iii) werden von Druckdiensten mit Umweltzertifizierung (z. B. EMAS, ISO 14001) gedruckt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.5) 7. Umweltzertifizierung von Papier und Druckdienstleistungen (j/n) Dieser Indikator gibt an, ob Papier umweltzertifiziert ist (z. B. mit EU-Umweltzeichen, FSC) und von Druckdiensten mit Umweltzertifizierung bedruckt wurde. Organisation Materialeffizienz Abfall Büroausdrucke und gedrucktes Werbematerial: i) werden weitestmöglich vermieden; ii) verwenden zu 100 % Recyclingpapier oder Papier mit Umweltzertifizierung (z. B. Umweltzeichen, FSC, PEFC); iii) werden von Druckdiensten mit Umweltzertifizierung (z. B. EMAS, ISO 14001) gedruckt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.5) 8. Bestimmte CO2-Emissionen aufgrund der Büro- und Verkaufsabläufe kg CO2/Kunde kg CO2/m2-Jahr Dieser Indikator misst die Menge der CO2-Emissionen aufgrund von Verkaufs- und Bürotätigkeiten. Dieser Wert kann als Emissionen pro Kunde oder Emissionen pro Verkaufs- und Bürofläche und Jahr ausgedrückt werden. Organisation Emissionen Pläne für das Energiemanagement und das Management von Treibhausgasen werden umgesetzt, und der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen aufgrund von Verkaufs- und Bürotätigkeiten werden gemeldet (ausgedrückt pro m2 Verkaufs- und Bürofläche und Jahr sowie pro Kunde). (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.5) 9. Jährlicher Wasserverbrauch in Bürogebäuden pro Mitarbeiter l/Mitarbeiterjahr Dieser Indikator bezieht sich auf den Jahreswasserverbrauch in Bürogebäuden geteilt durch die Zahl der Mitarbeiter, die in diesen Gebäuden arbeiten. Organisation Wasser Der Wasserverbrauch beträgt höchstens 2,0 m3 pro Mitarbeiter und Jahr. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.3.5) BEHERBERGUNGSBETRIEBE 1. Wasserverbrauch pro Gast und Übernachtung l/Übernachtung Der Wasserverbrauch auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten des Beherbergungsbetriebs wird über ein Jahr gemessen und durch die Zahl der Übernachtungen geteilt. Der Wasserverbrauch großer Schwimmbäder oder Restaurants, bei denen ein großer Anteil der Nutzer keine Übernachtungsgäste sind, kann für die Anwendung von Beherbergungsrichtwerten aus dem Indikator ausgenommen werden. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Einsatz von Zwischenzählern für verschiedene Bereiche von Beherbergungsbetrieben Wasser Umsetzung eines standortspezifischen Wassermanagementplans, der Folgendes umfasst: i) Einsatz von Zwischenzählern und Anwendung von Richtwerten für alle wasserintensiven Prozesse und Bereiche; ii) regelmäßige Inspektion und Wartung der „Leckagestellen“ und Geräte des Wassersystems. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.1) Der Gesamtwasserverbrauch beträgt höchstens 140 Liter pro Gast und Übernachtung in Hotels mit Zimmern mit eigenem Bad und höchstens 100 Liter pro Übernachtung in Beherbergungsbetrieben, in denen die meisten Badezimmer für mehrere Zimmer gemeinschaftlich benutzt werden (z. B. Jugendherbergen). (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.1) 2. Erzeugte Wäschemenge pro Gast und Übernachtung kg Wäsche/Übernachtung Gesamte erzeugte Wäschemenge pro Gast und Übernachtung. Dieser Indikator wird durch die Wiederverwendungsquote sowie die Menge, Größe und Dichte der Textilien beeinflusst. Pro Standort Wasser Energieeffizienz Eine Reduzierung der Wäschemenge wird durch eine Wiederverwendungsquote für Handtücher und Bettwäsche von mindestens 30 % erreicht. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.3) 3. Verbrauch chemischer Produkte für Reinigung und Geschirrspülen, ausgedrückt als Menge der aktiven Inhaltsstoffe pro Gast und Übernachtung g/Übernachtung Dieser Indikator umfasst alle chemischen Produkte für Reinigung und Geschirrspülen (ausgenommen Waschmittel, Spezialreiniger und Chemikalien für Schwimmbecken). Zu melden ist die Menge der aktiven Inhaltsstoffe. Pro Standort Abfall Der Verbrauch chemischer Produkte für Reinigung und Geschirrspülen (ausgenommen Waschmittel, Spezialreiniger und Chemikalien für Schwimmbecken) beträgt höchstens 10 Gramm aktiver Inhaltsstoffe pro Gast und Übernachtung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.3) 4. Prozentualer Anteil von chemischen Stoffen und Textilien mit Umweltzeichen nach ISO Typ I % Prozentualer Anteil verwendeter chemischer Stoffe (Reinigungsmittel, Seifen, Shampoos usw.) und Textilien mit Umweltzeichen nach ISO Typ I. Pro Standort Abfall Mindestens 80 % (nach Gewicht der aktiven Inhaltsstoffe oder nach Einkaufsvolumen) der im Touristenbeherbergungsbetrieb verwendeten Universalreiniger, Sanitärreiniger, Seifen und Shampoos sind mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen) versehen. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.3) 5. Wasserverbrauch pro kg Wäsche l/kg Wäsche Dieser Indikator misst den Wasserverbrauch für einen vollständigen Waschzyklus pro Kilogramm Wäsche. Pro vom Beherbergungsbetrieb genutzten Wäschedienst Wasser Bei Wäschereileistungen in kleinem Maßstab verfügen alle neuen Haushaltswaschmaschinen über ein EU-Energiekennzeichen der Effizienzklasse A+++, und gewerbliche Waschmaschinen weisen einen durchschnittlichen Wasserverbrauch von höchstens 7 l pro kg Wäsche auf. Der gesamte Wasserverbrauch für den vollständigen Waschzyklus bei großmaßstäblichen Wäschereileistungen beträgt höchstens 5 l pro kg Textilien für Wäsche aus Beherbergungsbetrieben und höchstens 9 l pro kg Textilien für Wäsche aus Restaurants. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.5) 6. Energieverbrauch pro kg Wäsche kWh/kg Wäsche Dieser Indikator misst den Energieverbrauch für einen vollständigen Waschzyklus pro Kilogramm Wäsche. Pro vom Beherbergungsbetrieb genutzten Wäschedienst Energieeffizienz Der Gesamtenergieverbrauch von internen kleinmaßstäblichen Wäschereileistungen beträgt für die getrockneten und fertiggestellten Wäscheteile höchstens 2,0 kWh pro kg Textilien. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.4) Der Gesamtenergieverbrauch für die Verarbeitung der getrockneten und fertiggestellten Wäscheteile beträgt bei großmaßstäblichen Wäschereileistungen höchstens 0,90 kWh pro kg Textilien für Wäsche aus Beherbergungsbetrieben und höchstens 1,45 kWh pro kg Textilien für Wäsche aus Restaurants. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.5) 7. Prozentualer Anteil von Waschmitteln mit Umweltzeichen % Prozentualer Anteil der eingesetzten Waschmittel, die mit Umweltzeichen versehen sind. Pro vom Beherbergungsbetrieb genutzten Wäschedienst Abfall Mindestens 80 % der in kleinem Maßstab verwendeten Waschmittel (nach Gewicht der aktiven Inhaltsstoffe oder nach Einkaufsvolumen) sind mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. Nordischer Schwan, Blauer Engel, EU-Umweltzeichen) versehen. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.4) Bei Wäschereileistungen in großem Maßstab werden ausschließlich für den gewerblichen Einsatz bestimmte Waschmittel verwendet, die mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen, Nordischer Schwan) versehen sind, und diese werden angemessen dosiert. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.5) 8. Wäschedienst mit Umweltzeichen (j/n) Dieser Indikator bezieht sich auf die Vergabe von Wäschereileistungen an externe Wäschedienste, die über ein Umweltzeichen nach ISO Typ I verfügen. Pro vom Beherbergungsbetrieb beauftragten externen Wäschedienst Wasser Energieeffizienz Sämtliche ausgelagerten Wäschereileistungen werden von einem Wäschedienst durchgeführt, der über ein Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. Nordischer Schwan) verfügt, und alle internen großmaßstäblichen Wäschereileistungen oder an nicht zertifizierte Anbieter ausgelagerten Wäschereileistungen halten die einschlägigen Richtwerte ein. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.5) 9. Umsetzung eines Umweltmanagementplans für das Schwimmbad (j/n) Die Umsetzung eines Umweltmanagementplans für das Schwimmbad umfasst die Überwachung des Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauchs. Pro Standort Wasser Energieeffizienz Materialeffizienz Umsetzung eines Effizienzplans für Schwimmbad- und Wellnessbereiche, der Folgendes umfasst: i) Anwendung von Richtwerten für den spezifischen Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauch in Schwimmbad- und Wellnessbereichen, ausgedrückt pro m2 Schwimmbecken-Fläche und pro Gast und Übernachtung; ii) Minimierung des Chlorverbrauchs durch optimierte Dosierung und Einsatz ergänzender Desinfektionsverfahren wie Ozon- und UV-Behandlung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.6) 10. Aufbereitung und Nutzung von Grau- oder Regenwasser (j/n) Dieser Indikator gibt an, ob ein System installiert wurde und eingesetzt wird, um Grauwasser für Anwendungen im Haus oder im Außenbereich (z. B. Bewässerung) oder Regenwasser für Anwendungen im Haus (z. B. Toilettenspülung) zu nutzen. Pro Standort Auf Organisationsebene: % der Standorte Wasser Installation einer Regenwasseraufbereitungsanlage, die einen Wasserbedarf für Innenanwendungen erfüllt, und/oder einer Grauwasseraufbereitungsanlage, die einen Wasserbedarf für Innen- oder Außenanwendungen erfüllt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.4.7) 11. Abfallaufkommen pro Gast und Übernachtung kg/Übernachtung Dieser Indikator bezieht sich auf die gesamte erzeugte Abfallmenge (sortiert und unsortiert). Der Zweck des Indikators besteht darin, die Wirksamkeit der Abfallvermeidungsmaßnahmen (z. B. durch Wiederverwendung) zu beurteilen. Mindestens pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Pro Abfallquelle (z. B. Küche, Housekeeping) Abfall Materialeffizienz Gesamte erzeugte Abfallmenge (sortiert und unsortiert): höchstens 0,6 kg pro Übernachtung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.5.1) 12. Prozentualer Anteil der Abfälle, der dem Recycling zugeführt wird % Dieser Indikator bezeichnet die Abfallmenge (nach Gewicht), die getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt wird. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Abfall Materialeffizienz Mindestens 84 % der Abfälle (nach Gewicht) werden dem Recycling zugeführt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.5.2) 13. Aufkommen unsortierter Abfälle pro Gast und Übernachtung kg/Übernachtung Dieser Indikator misst die Menge der erzeugten unsortierten Abfälle (die nicht dem Recycling zugeführt werden). Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Abfall Materialeffizienz Die Menge unsortierter Abfälle, die der Abfallentsorgung zugeführt wird, beträgt höchstens 0,16 kg pro Gast und Übernachtung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.5.2) 14. Wirkungsgrad der standortinternen Abwasseraufbereitung % BSB5-, CSB-, Gesamtstickstoff- und Gesamtphosphor-Entfernung BSB5-, CSB-, Gesamtstickstoff-, Gesamtphosphor-Konzentration im Ablauf (mg/l) Dieser Indikator bezeichnet die Leistung der standortinternen Abwasseraufbereitungsanlagen (soweit vorhanden). Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung Abfall Wasser Wenn eine Zuführung des Abwassers zu einer zentralen Aufbereitung nicht möglich ist, umfasst die standortinterne Abwasseraufbereitung eine Vorbehandlung (Sieb/Rechenrost, Vergleichmäßigung und Sedimentation), gefolgt von einer biologischen Behandlung mit > 95 % BSB5-Entfernung, > 90 % Nitrifikation und (externer) Verarbeitung des Überschussschlamms durch anaerobe Vergärung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.5.3) 15. Umsetzung eines standortspezifischen Energiemanagementplans (j/n) Dieser Indikator gibt an, ob ein standortspezifischer Energiemanagementplan umgesetzt wird, der den Einsatz von Zwischenzählern für alle energieintensiven Prozesse umfasst, und ob der Primärenergieverbrauch und die energiebezogenen CO2-Emissionen berechnet und gemeldet werden. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung und auf Organisationsebene (aggregierter Wert) Energieeffizienz Umsetzung eines standortspezifischen Energiemanagementplans, der Folgendes umfasst: i) Einsatz von Zwischenzählern und Anwendung von Richtwerten für alle energieintensiven Prozesse; ii) Berechnung und Meldung des Primärenergieverbrauchs und der energiebezogenen CO2-Emissionen. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.1) 16. Bestimmter Energieverbrauch kWh/m2-Jahr Gesamter Endenergieverbrauch pro Flächeneinheit und pro Jahr. Die auf dem Betriebsgelände erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen sollte nicht abgezogen werden. Wenn die für Heizung und Kühlung aufgewandte Energie von der für sonstige Prozesse aufgewandten Energie getrennt werden kann, wird empfohlen, diese Werte separat zu melden. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung und auf Organisationsebene (aggregierter Wert) Energieeffizienz Für bestehende Gebäude beträgt der Endenergieverbrauch für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Warmwasserbereitung höchstens 75 kWh bzw. der gesamte Endenergieverbrauch höchstens 180 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Fläche im Jahr. (Bewährte Umweltmanagementpraktiken 3.6.1, 3.6.2 und 3.6.3) Für neue Gebäude entspricht der Energiekennwert dem Passivhaus- oder Minergie-P-Standard oder vergleichbaren Standards. (Bewährte Umweltmanagementpraktiken 3.6.2 und 3.6.3) Anstelle herkömmlicher Heizungs- und Kühlungssysteme werden Wasserwärmepumpen und/oder Erdwärmeanlagen zum Heizen/Kühlen eingesetzt, soweit möglich, und die Wärmepumpen erfüllen die Kriterien des EU-Umweltzeichens. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.4) Der gesamte Stromverbrauch beträgt höchstens 80 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Bodenfläche im Jahr. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.5) 17. Stromaufnahme der installierten Beleuchtung W/m2 Stromverbrauch der installierten Leuchten zur Erfüllung des Beleuchtungsbedarfs pro Flächeneinheit. Ein guter alternativer technischer Indikator ist Lumen/m2, aber die Umweltleistung ist stärker mit der Stromaufnahme der installierten Beleuchtungseinrichtungen verbunden, die in W/m2 gemessen wird. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung Energieeffizienz Stromaufnahme der installierten Beleuchtung: höchstens 10 W pro m2. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.5) Der Stromverbrauch für die Beleuchtung beträgt höchstens 25 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Bodenfläche im Jahr. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.5) Der gesamte Stromverbrauch beträgt höchstens 80 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Bodenfläche im Jahr. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.5) 18. Prozentualer Anteil des Endenergieverbrauchs, der durch vor Ort erzeugte erneuerbare Energien gedeckt wird % Verhältnis zwischen der auf dem Betriebsgelände der Beherbergungseinrichtung erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen und dem gesamten Endenergieverbrauch der Beherbergungseinrichtung. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung und auf Organisationsebene (aggregierter Wert) Energieeffizienz Die Entsprechung von 50 % des Jahresenergieverbrauchs des Beherbergungsbetriebs wird auf dem Betriebsgelände aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.6) 19. Einsatz zertifizierter Gutschriften für erneuerbare Energien (j/n) Dieser Indikator gibt an, ob der Beherbergungsbetrieb extern erzeugte zertifizierte Energie aus erneuerbaren Quellen (z. B. Strom aus erneuerbaren Energieträgern) erwirbt. Die Zertifizierung muss gewährleisten, dass die erworbene Energie aus erneuerbaren Quellen nicht bereits von einer anderen Organisation angerechnet oder im Durchschnitt des nationalen Energieträgermixes für die Stromerzeugung berücksichtigt wurde. Pro Hotel oder vergleichbarer Beherbergungseinrichtung und auf Organisationsebene (aggregierter Wert) Energieeffizienz 100 % des Stromverbrauchs stammen aus rückverfolgbaren erneuerbaren Energiequellen, die nicht bereits von einer anderen Organisation angerechnet oder im Durchschnitt des nationalen Energieträgermixes für die Stromerzeugung berücksichtigt wurden oder die weniger als zwei Jahre alt sind. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.6.6) RESTAURANTS UND HOTELKÜCHEN 1. Prozentualer Anteil von Zutaten mit Umweltzertifizierung (nach Wert) % Dieser Indikator bezieht sich auf Zutaten, die nach einschlägigen Umweltstandards (z. B. für ökologische Produktion oder MSC-Siegel) zertifiziert sind. Pro erworbener Hauptzutat (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Alle Die Organisation kann für alle Hauptzutaten dokumentierte Informationen vorlegen, aus denen zumindest das Herkunftsland hervorgeht. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.7.1) Mindestens 60 % aller Lebensmittel und Getränke (nach Einkaufswert) verfügen über eine Umweltzertifizierung (z. B. für ökologische Produktion). (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.7.1) 2. Aufkommen organischer Abfälle pro Restaurantgast kg/Restaurantgast Gesamte erzeugte Menge organischer Abfälle geteilt durch die Zahl der servierten Gedecke (Restaurantgäste). Pro Küche oder Hotel (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Abfall Materialeffizienz Das Gesamtaufkommen organischer Abfälle beträgt höchstens 0,25 kg pro Restaurantgast und das Aufkommen vermeidbarer Abfälle höchstens 0,18 kg pro Restaurantgast. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.7.2) 3. Prozentuale Anteile der organischen Abfälle, die einer anaeroben Vergärung, einer alternativen Energierückgewinnung, einer Kompostierung auf dem Betriebsgelände oder einer externen Kompostierung zugeführt werden % Restaurants und Hotelküchen sollten die Mengen organischer Abfälle, die einer anaeroben Vergärung, einer alternativen Energierückgewinnung, einer Kompostierung auf dem Betriebsgelände oder einer externen Kompostierung zugeführt werden, separat als prozentuale Anteile am Gesamtaufkommen organischer Abfälle melden. Pro Küche oder Hotel (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Abfall Materialeffizienz Mindestens 95 % der organischen Abfälle werden getrennt und nicht in Deponien entsorgt, sondern anderweitig verwertet, sofern möglich durch anaerobe Vergärung oder eine alternative Energierückgewinnung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.7.2) 4. Wasserverbrauch in der Küche pro Restaurantgast l/Restaurantgast Gesamter Wasserverbrauch in der Küche geteilt durch die Zahl der servierten Gedecke (Restaurantgäste). Zahlreiche Prozesse tragen zum Wasserverbrauch bei, und die Überwachung sollte idealerweise auf Prozessebene (Geschirrspülen, Wasserhähne, Dampfgarer usw.) erfolgen. Mindestens pro Küche oder Hotel (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Pro Prozess Wasser Energieeffizienz Umsetzung eines Küchen-Wassermanagementplans, der die Überwachung und Meldung des gesamten Wasserverbrauchs in der Küche (ausgedrückt als Wasserverbrauch pro Restaurantgast) sowie die Ermittlung vorrangiger Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs umfasst. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 0) 5. Prozentualer Anteil von Geschirrspülmitteln und Küchenreinigungsmitteln mit Umweltzeichen % Dieser Indikator bezeichnet den prozentualen Anteil der chemischen Produkte für Geschirrspülen und Küchenreinigung, die mit Umweltzeichen nach ISO Typ I versehen sind. Pro Standort Abfall Mindestens 70 % des Einkaufsvolumens chemischer Reinigungsmittel zum Geschirrspülen und zur allgemeinen Reinigung (ausgenommen Backofenreiniger) sind mit einem Umweltkennzeichen (z. B. dem EU-Umweltzeichen) versehen. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 0) 6. Bestimmter Energieverbrauch pro Restaurantgast kWh/Restaurantgast Gesamtenergieverbrauch der Küche geteilt durch die Zahl servierter Gedecke. Dieser Indikator umfasst alle Energiequellen (z. B. Strom, Erdgas, Flüssiggas). Zahlreiche Prozesse tragen zum Energieverbrauch bei, und die Überwachung sollte idealerweise auf Prozessebene (Kochen, Lebensmittelkühlung, Geschirrspülen usw.) erfolgen. Mindestens pro Küche oder Hotel (kann auf Organisationsebene aggregiert werden) Pro Prozess Energieeffizienz Umsetzung eines Küchen-Energiemanagementplans, der die Überwachung und Meldung des gesamten Energieverbrauchs in der Küche (ausgedrückt als Energieverbrauch pro Restaurantgast) sowie die Ermittlung vorrangiger Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs umfasst. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.7.3) CAMPINGPLÄTZE 1. Umweltbezogene Informationen/Bildungsangebote für Gäste verfügbar (j/n) Dieser Indikator bezieht sich auf die Verfügbarkeit von Informationen, beispielsweise über umweltverträgliche Beförderungsoptionen (z. B. Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel, Elektrofahrzeuge), und auf das Angebot von Kursen über Umweltthemen oder von Naturwanderungen. Pro Campingplatz Alle Der Beherbergungsbetrieb bietet Anregungen und Unterstützung für ein ökologisch verantwortliches Verhalten und entsprechende Aktivitäten und stellt den Gästen ein umweltbezogenes Bildungsangebot durch Aktivitäten und Kurse vor Ort bereit. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.8.1) 2. Umsetzung eines Plans für das Management der biologischen Vielfalt (j/n) Dieser Indikator bezieht sich auf die Umsetzung eines Plans für das Management der biologischen Vielfalt auf dem Campingplatz. Pro Campingplatz Biologische Vielfalt Die biologische Vielfalt am Standort wird durch Anpflanzung einheimischer Arten, durch Schaffung von Rückzugsräumen für einheimische Tierarten und durch Installation begrünter oder spontan begrünter Dächer, sofern möglich, erhalten oder verbessert, ebenso durch Minimierung von chemischen Einträgen sowie von Licht- und Lärmbelastung. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.8.2) Die Lichtbelastung und die Störung von Wildtieren wird durch Installation von zeituhr- oder sensorgesteuerten, effizienten und angemessen ausgerichteten Leuchten so minimiert, dass die Außenbeleuchtung kein Licht nach oben abgibt. (Bewährte Umweltmanagementpraxis 3.8.2) Der Wasserverbrauch wird durch Anpflanzung einheimischer Arten und durch Mulchen sowie durch Installation gesteuerter, mit Grauwasser gespeister Bewässerungssysteme (soweit mögl

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.