Europäische Union

Beschluss (EU) 2016/611 der Kommission vom 15. April 2016 über das Referenzdokument über bewährte Praktiken im Umweltmanagement, branchenspezifische einschlägige Indikatoren für die Umweltleistung und Leistungsrichtwerte für die Tourismusbranche gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über die freiwillige Teilnahme von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2016) 2137) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32016D0611. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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bewährte Energiemanagementpraxis besteht darin, Wasser sparende Armaturen — einschließlich Wasser sparender Düsenkopfhähne und Thermostat-Duscharmaturen, Toiletten mit Sparspülung und Zweimengenspülung sowie wasserloser Urinale — zu installieren. Als Zwischenlösung können Strahlregler an vorhandenen Armaturen nachgerüstet werden. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Wenn erst vor Kurzem eine Renovierung durchgeführt wurde, sind Maßnahmen wie die Nachrüstung von Strahlreglern dennoch anwendbar. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i23) Wasserverbrauch pro Gast und Übernachtung (l/Übernachtung) (i24) Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung (kWh/Übernachtung) (i25) Durchflussrate von Duschen, Badezimmer-Wasserhähnen, Urinalen und Toilettenspülungen (l/min bzw. l/Spülvorgang) (b29) Wasserverbrauch und damit verbundener Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung: höchstens 100 l bzw. 3,0 kWh pro Übernachtung für zu einzelnen Gästezimmern gehörige Badezimmer. (b30) Durchflussrate für Duschköpfe höchstens 7 l/min, für Bad-Wasserhähne höchstens 6 l/min (höchstens 4 l/min bei neuen Wasserhähnen), Wasserverbrauch bei durchschnittlichen effektiven Toilettenspülvorgängen höchstens 4,5 l, Installation von wasserlosen Urinalen. 3.4.3.   Effizientes Housekeeping Für hauswirtschaftliche Tätigkeiten in Beherbergungsbetrieben (Housekeeping) besteht die bewährte Umweltmanagementpraxis darin, den Wäschebedarf durch umweltorientierten Einkauf von Bettwäsche und Handtüchern (hinsichtlich Größe, Dichte, Farbe und Material) zu minimieren und die Gäste zu bitten oder zu ermutigen, Bettwäsche und Handtücher mehrfach zu verwenden. Des Weiteren besteht die bewährte Umweltmanagementpraxis darin, die Mitarbeiter hinsichtlich Wasser und Reinigungsmittel sparender Reinigungsmethoden zu schulen und für Gästezimmer und Badezimmer Verbrauchsgüter mit Umweltzertifizierung zu erwerben. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Die Minimierung des Wäschereiaufwands durch Auswahl effizienterer Raumtextilien ist universell anwendbar, aber die Minimierung des Wäschereiaufwands durch Ermutigung der Gäste, Wäsche mehrfach zu verwenden, ist bei Beherbergungsbetrieben mit einem hohen Prozentsatz von Gästen mit Einzelübernachtungen eingeschränkt. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i26) Erzeugte Wäschemenge pro Gast und Übernachtung (kg/Übernachtung) (i27) Prozentualer Anteil mehrfach verwendeter Handtücher und Bettwäsche (%) (i28) Verbrauch chemischer Produkte für Reinigung und Geschirrspülen, ausgedrückt als Menge der aktiven Inhaltsstoffe pro Gast und Übernachtung (g/Übernachtung) (i29) Prozentualer Anteil von chemischen Stoffen und Textilien mit Umweltzeichen nach ISO Typ I (%) (b31) Mindestens 80 % der Bettwäsche bestehen aus einem Baumwoll-Polyester-Gemisch (15) oder Leinen. (b32) Mindestens 80 % der Textilien in den Gästezimmern haben ein Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen) oder stammen aus ökologischer Produktion. (b33) Der Verbrauch chemischer Produkte für Reinigung und Geschirrspülen (ausgenommen Waschmittel, Spezialreiniger und Chemikalien für Schwimmbecken) beträgt höchstens 10 Gramm aktiver Inhaltsstoffe pro Gast und Übernachtung. (b34) Eine Reduzierung der Wäschemenge wird durch eine Wiederverwendungsquote für Handtücher und Bettwäsche von mindestens 30 % erreicht. (b35) Mindestens 80 % (nach Gewicht der aktiven Inhaltsstoffe oder nach Einkaufsvolumen) der im Touristenbeherbergungsbetrieb verwendeten Universalreiniger, Sanitärreiniger, Seifen und Shampoos sind mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen) versehen. 3.4.4.   Optimierte Wäschereileistungen in kleinem Maßstab Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, die Wäscheschleudern mit dem geringsten Wasserverbrauch (und daher auch mit der höchsten Energieeffizienz) und die energieeffizientesten Wäschetrockner (z. B. Wäschetrockner mit Wärmepumpe) und Bügelmaschinen zu erwerben und das Wasser aus den Spülgängen — sowie in wasserarmen Gebieten das Wasser aus dem Hauptwaschgang — nach Mikrofiltration wiederzuverwenden. Eine weitere bewährte Praxis besteht darin, die Wärmeenergie aus Abwasser und Abluft zurückzugewinnen. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden, die Wäschereileistungen intern erbringen. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i30) Wasserverbrauch pro kg Wäsche (l/kg) (i31) Energieverbrauch pro kg Wäsche (kWh/kg) (i32) Prozentualer Anteil von Waschmitteln mit Umweltzeichen (%) (b36) Bei Wäschereileistungen in kleinem Maßstab verfügen alle neuen Haushaltswaschmaschinen über ein EU-Energiekennzeichen der Effizienzklasse A+++, und gewerbliche Waschmaschinen haben einen durchschnittlichen Wasserverbrauch von höchstens 7 l pro kg Wäsche. (b37) Der Gesamtenergieverbrauch von internen kleinmaßstäblichen Wäschereileistungen beträgt für die getrockneten und fertiggestellten Wäscheteile höchstens 2,0 kWh pro Kilogramm Textilien. (b38) Mindestens 80 % der in kleinem Maßstab verwendeten Waschmittel (nach Gewicht der aktiven Inhaltsstoffe oder nach Einkaufsvolumen) sind mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen, Nordischer Schwan, Blauer Engel) versehen. 3.4.5.   Optimierte großmaßstäbliche oder ausgelagerte Wäschereileistungen Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, einen effizienten Wäschedienst auszuwählen, der mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I zertifiziert ist oder die Kriterien solcher Umweltzeichen erfüllt, oder sicherzustellen, dass interne Wäschereileistungen in großem Maßstab diese Kriterien erfüllen. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf große Beherbergungsbetriebe mit internen Wäschereileistungen sowie auf gewerbliche Wäschereien anzuwenden. Sie ist auch auf sonstige Beherbergungsbetriebe aller Größen, einschließlich kleiner Unternehmen, anwendbar, sofern die Kriterien für umweltorientierte Beschaffung von Wäschereileistungen anzuwenden sind. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i33) Wäschedienst mit Umweltzeichen (j/n) (i30) Wasserverbrauch pro kg Wäsche (l/kg) (i31) Energieverbrauch pro kg Wäsche (kWh/kg) (i32) Prozentualer Anteil von Waschmitteln mit Umweltzeichen (%) (b39) Alle ausgelagerten Wäschereileistungen werden von einem Wäschedienst durchgeführt, der über ein Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. Nordischer Schwan) verfügt, und alle internen großmaßstäblichen Wäschereileistungen oder an nicht zertifizierte Anbieter ausgelagerten Wäschereileistungen halten die einschlägigen Richtwerte ein. (b40) Der gesamte Wasserverbrauch für den vollständigen Waschzyklus bei großmaßstäblichen Wäschereileistungen beträgt höchstens 5 l pro kg Textilien für Wäsche aus Beherbergungsbetrieben und höchstens 9 l pro kg Textilien für Wäsche aus Restaurants. (b41) Der Gesamtenergieverbrauch für die Verarbeitung der getrockneten und fertiggestellten Wäscheteile beträgt bei großmaßstäblichen Wäschereileistungen höchstens 0,90 kWh pro kg Textilien für Wäsche aus Beherbergungsbetrieben und höchstens 1,45 kWh pro kg Textilien für Wäsche aus Restaurants. (b42) Bei Wäschereileistungen in großem Maßstab werden ausschließlich für den gewerblichen Einsatz bestimmte Waschmittel verwendet, die mit einem Umweltzeichen nach ISO Typ I (z. B. EU-Umweltzeichen, Nordischer Schwan) versehen sind; diese Waschmittel werden angemessen dosiert. 3.4.6.   Optimiertes Management von Schwimmbädern Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, Häufigkeit und Zeitpunkt der Rückspülung auf Grundlage des Druckabfalls zu optimieren und nicht nach einem festen Zeitplan durchzuführen, eine Ozon- oder UV-Behandlung und eine sorgfältige Dosierungssteuerung zur Minimierung der Chlorierung durchzuführen und Wärme aus dem Abluftstrom zurückzugewinnen. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf Beherbergungsbetriebe, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden, die Schwimmbäder auf ihrem Gelände oder in ihren Räumlichkeiten haben. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i34) Umsetzung eines Umweltmanagementplans für das Schwimmbad (j/n) (i35) Anwendung von Ozon- oder UV-Behandlungen (j/n) (b43) Umsetzung eines Effizienzplans für Schwimmbad- und Wellnessbereiche, der Folgendes umfasst: i) Anwendung von Richtwerten für den spezifischen Wasser-, Energie- und Chemikalienverbrauch in Schwimmbad- und Wellnessbereichen, ausgedrückt pro m2 Schwimmbecken-Fläche und pro Gast und Übernachtung; ii) Minimierung des Chlorverbrauchs durch optimierte Dosierung und Einsatz ergänzender Desinfektionsverfahren wie Ozon- und UV-Behandlung. 3.4.7.   Aufbereitung und Nutzung von Grau- und Regenwasser Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, ein Grauwasserrückgewinnungssystem, in dem Grauwasser für Anwendungen im Haus (z. B. Toilettenspülung) nach einer Aufbereitung oder für Anwendungen im Außenbereich (z. B. Bewässerung) zurückgewonnen wird, oder ein Regenwassersammelsystem für die Nutzung von Regenwasser im Haus zu installieren. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Beherbergungsbetriebe anzuwenden. Wasseraufbereitungsanlagen können im Rahmen der Errichtung des Gebäudes oder im Rahmen größerer Renovierungen installiert werden. Die Anwendbarkeit auf kleine Unternehmen kann aufgrund der hohen Investitionskosten eingeschränkt sein. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i36) Aufbereitung und Nutzung von Grau- oder Regenwasser (j/n) (b44) Installation einer Regenwasseraufbereitungsanlage, die einen Wasserbedarf für Innenanwendungen erfüllt, und/oder einer Grauwasseraufbereitungsanlage, die einen Wasserbedarf für Innen- oder Außenanwendungen erfüllt. 3.5.   Abfall- und Abwassermanagement in Beherbergungsbetrieben 3.5.1.   Abfallvermeidung Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, die Erzeugung von Abfällen durch eine umweltorientierte Produktbeschaffung zu vermeiden; dabei sollten die Auswirkungen von Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus berücksichtigt werden, zum Beispiel durch Vermeidung von Einmalartikeln (Lebensmittel, Seife, Shampoo) und Einkauf von Reinigungsmitteln in konzentrierter Form und in Großgebinden, und es sollte ein sorgfältiges Management der Einkaufsvolumina erfolgen. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i37) Abfallaufkommen pro Gast und Übernachtung (kg/Übernachtung) (b45) Gesamte erzeugte Abfallmenge (sortiert und unsortiert): höchstens 0,6 kg pro Übernachtung. 3.5.2.   Abfallsortierung und Zuführung zum Recyclingsystem Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, im gesamten Betrieb getrennte Abfallbehälter aufzustellen, sicherzustellen, dass ein klares Verfahren für die Abfalltrennung besteht, und entsprechende Recyclingdienste für die Entsorgung mindestens der Abfallarten Glas, Papier und Pappe, Kunststoff, Metalle und organische Abfälle zu beauftragen. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i38) Prozentualer Anteil der Abfälle, der einer Wiederverwertung oder dem Recycling zugeführt wird (%) (i39) Aufkommen unsortierter Abfälle pro Gast und Übernachtung (kg/Übernachtung) (b46) Mindestens 84 % der Abfälle (nach Gewicht) werden dem Recycling zugeführt. (b47) Die Menge unsortierter Abfälle, die der Abfallentsorgung zugeführt wird, beträgt höchstens 0,16 kg pro Gast und Übernachtung. 3.5.3.   Abwasseraufbereitung Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, eine standortinterne Abwasseraufbereitungsanlage zu installieren, die das Abwasser mindestens einer sekundären, vorzugsweise jedoch einer tertiären Aufbereitung unterzieht und zumindest eine Vorbehandlung zur Aussiebung von Feststoffen und zur Absetzung von Schwebstoffen, gefolgt von einer effizienten biologischen Behandlung (z. B. in einem Sequencing Batch Reactor) zur Entfernung eines großen Anteils von CSB, BSB, Stickstoff und Phosphor aus dem aufbereiteten Ablaufwasser umfasst. Der Klärschlamm wird in umweltverträglicher Weise aufbereitet und entsorgt. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden, die nicht an ein Kanalisationsnetz angeschlossen sind. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i40) Wirkungsgrad der standortinternen Abwasseraufbereitung (z. B. % BSB, CSB) (i41) Konzentration im Ablauf (mg/l) (z. B. BSB, CSB, Gesamtstickstoff, Phosphor) (b48) Wenn eine Zuführung des Abwassers zu einer zentralen Aufbereitung nicht möglich ist, umfasst die standortinterne Abwasseraufbereitung eine Vorbehandlung (Sieb/Rechenrost, Vergleichmäßigung und Sedimentation) gefolgt von einer biologischen Behandlung mit > 95 % BSB5-Entfernung, > 90 % Nitrifikation und (externer) Verarbeitung des Überschussschlamms durch anaerobe Vergärung. 3.6.   Minimierung des Energieverbrauchs in Beherbergungsbetrieben 3.6.1.   Energieüberwachungs- und managementsysteme Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, ein Energieaudit durchzuführen und den Energieverbrauch für verschiedene energieintensive Prozesse und Bereiche zu überwachen (z. B. durch Zwischenzähler), um Möglichkeiten für Effizienzverbesserungen zu ermitteln, und durch angemessene regelmäßige Inspektionen (16) sicherzustellen, dass sich sämtliche Einrichtungen in gutem Zustand befinden. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Umfassende Lösungen für Zwischenzähler und Gebäudemanagementsysteme sind auf kleine Betriebe nicht anwendbar. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i42) Umsetzung eines standortspezifischen Energiemanagementplans (j/n) (i43) Bestimmter Energieverbrauch (kWh/m2-Jahr) (b49) Umsetzung eines standortspezifischen Energiemanagementplans, der Folgendes umfasst: i) Einsatz von Zwischenzählern und Anwendung von Richtwerten für alle energieintensiven Prozesse; ii) Berechnung und Meldung des Primärenergieverbrauchs und der energiebezogenen CO2-Emissionen. (b50) Für bestehende Gebäude beträgt der Endenergieverbrauch für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Warmwasserbereitung höchstens 75 kWh bzw. der gesamte Endenergieverbrauch höchstens 180 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Fläche im Jahr. 3.6.2.   Verbesserte Gebäudehülle Bei neuen Gebäuden besteht die bewährte Umweltmanagementpraxis darin, sicherzustellen, dass diese die höchsten erreichbaren Energieeffizienzstandards (z. B. die Standards für Passivhäuser oder Minergie-P) (17) erfüllen. Bei bestehenden Gebäuden besteht die bewährte Umweltmanagementpraxis darin, durch Nachrüstungen den Energiebedarf für Heizung und Kühlung zu minieren. (18) Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten von Beherbergungsbetrieben während der Errichtung der Gebäude oder während größerer Renovierungen sowie — für Unternehmen, die ihre Räumlichkeiten mieten — bei der Auswahl der Gebäude anzuwenden. Kleine Unternehmen haben aufgrund der hohen Investitionskosten möglicherweise nur eingeschränkte Möglichkeiten, diese bewährte Umweltmanagementpraxis durch Nachrüstung bestehender Gebäude umzusetzen. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i43) Bestimmter Energieverbrauch (kWh/m2-Jahr) (b50) Für bestehende Gebäude beträgt der Endenergieverbrauch für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Warmwasserbereitung höchstens 75 kWh bzw. der gesamte Endenergieverbrauch höchstens 180 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Fläche im Jahr. (b51) Für neue Gebäude entspricht der Energiekennwert dem Passivhaus- oder Minergie-P-Standard oder vergleichbaren Standards. 3.6.3.   Optimierte HLK-Anlagen Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, den Energieverbrauch von HLK-Anlagen (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen) durch Installation von Produkten mit Energiekennzeichen der besten Effizienzklassen (sofern zutreffend), von Systemen für Temperaturzonenregelung und kontrollierte Belüftung mit Wärmerückgewinnung (idealerweise gesteuert durch CO2-Sensoren) und von energieeffizienten Komponenten (z. B. drehzahlgeregelten Gebläsen) zu minimieren und die HLK-Technik in Bezug auf die Gebäudehülle und Energiequelle zu optimieren. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Eine umfassende Optimierung kann nur im Rahmen der Errichtung der Gebäude oder während größerer Renovierungen erfolgen, aber spezifische Maßnahmen können jederzeit durchgeführt werden. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i43) Bestimmter Energieverbrauch (kWh/m2-Jahr) (b50) Für bestehende Gebäude beträgt der Endenergieverbrauch für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Warmwasserbereitung höchstens 75 kWh bzw. der gesamte Endenergieverbrauch höchstens 180 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Fläche im Jahr. (b51) Für neue Gebäude entspricht der Energiekennwert dem Passivhaus- oder Minergie-P-Standard oder vergleichbaren Standards. 3.6.4.   Effizienter Einsatz von Wärmepumpen und Erdwärme-Heizung/Kühlung Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, effiziente Wärmepumpen (z. B. Produkte mit Umweltzeichen bzw. mit Energiekennzeichen der besten Effizienzklassen) für die Heizung und Kühlung oder, sofern möglich, Grundwasserkühlung zu installieren. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten von Beherbergungsbetrieben anzuwenden. In städtischen Gebieten ist die Installation von Grundwasserkühlungssystemen eventuell nur im Rahmen der Errichtung des Gebäudes oder im Rahmen größerer Renovierungen möglich. Luftwärmepumpen sind einfach nachrüstbar, für Regionen mit sehr kaltem Klima aber möglicherweise nicht geeignet. Die Anwendbarkeit dieser bewährten Umweltmanagementpraxis auf kleine Unternehmen kann aufgrund der hohen Investitionskosten eingeschränkt sein. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i43) Bestimmter Energieverbrauch (kWh/m2-Jahr) (b52) Anstelle herkömmlicher Heizungs- und Kühlungssysteme werden Wasserwärmepumpen und/oder Erdwärmeanlagen zum Heizen/Kühlen eingesetzt, soweit möglich, und die Wärmepumpen erfüllen die Kriterien des EU-Umweltzeichens und der Energiekennzeichen der besten Effizienzklassen. 3.6.5.   Effiziente Beleuchtung und elektrische Geräte Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, lichtzonengerechte und angemessen dimensionierte Kompakt-Leuchtstofflampen und LED-Lampen mit einer intelligenten Steuerung auf Basis von Bewegungen, Tageslicht und Uhrzeit zu installieren. Des Weiteren besteht die bewährte Umweltmanagementpraxis darin, die Gebäudegestaltung und die Innenraumaufteilung hinsichtlich der Tagelichtnutzung zu optimieren, wobei die energetischen Auswirkungen großer Glasflächen auf Heizung und Kühlung zu berücksichtigen sind. Was sonstige elektrische Geräte (z. B. Elektro-Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik) angeht, sollten weitestmöglich Produkte mit EU-Umweltzeichen oder mit Energiekennzeichen der besten Effizienzklassen gewählt werden. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist auf alle Arten und Größen von Beherbergungsbetrieben, einschließlich kleiner Unternehmen, anzuwenden. Glüh- und Halogenlampen können häufig direkt durch Kompakt-Leuchtstofflampen und LED-Lampen ersetzt werden. Die Möglichkeit einer Änderung der Gebäudegestaltung zur Optimierung der Tageslichtnutzung ist auf die Errichtung der Gebäude und auf Renovierungen beschränkt. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i44) Stromaufnahme der installierten Beleuchtung (W/m2) (i45) Beleuchtungsspezifischer Energieverbrauch (kWh/m2-Jahr) (i46) Gesamter Stromverbrauch (kWh/m2-Jahr) (b53) Stromaufnahme der installierten Beleuchtung: höchstens 10 W pro m2. (b54) Beleuchtungsspezifischer Stromverbrauch: höchstens 25 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Bodenfläche im Jahr. (b55) Gesamter Stromverbrauch: höchstens 80 kWh pro m2 beheizter bzw. gekühlter Bodenfläche im Jahr. 3.6.6.   Erneuerbare Energiequellen Die bewährte Umweltmanagementpraxis besteht darin, auf dem Betriebsgelände Anlagen zur Erzeugung von Erdwärme-, Solar- oder Windenergie zu installieren, sofern angemessen, und Strom von einem Anbieter von tatsächlich (d. h. nachweislich zusätzlich) aus erneuerbaren Energiequellen erzeugtem Strom zu beziehen. Anwendbarkeit Das Potenzial für die Nutzung einer spezifischen Technologie für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen auf dem Betriebsgelände hängt von verschiedenen geografischen und standortspezifischen Faktoren wie Klima, Licht-/Schattenverhältnissen, verfügbarem Platz usw. ab. Investitionen in standortexterne Programme für erneuerbare Energien können von allen Organisationen getätigt werden. Die Anwendbarkeit dieser bewährten Umweltmanagementpraxis auf kleine Unternehmen kann in Fällen langer Amortisationszeiträume eingeschränkt sein. Verbundene Indikatoren für Umweltleistung und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte (i11) Prozentualer Anteil des Endenergieverbrauchs, der durch vor Ort erzeugte erneuerbare Energien gedeckt wird (%) (i47) Einsatz zertifizierter Gutschriften für erneuerbare Energien (j/n) (b56) Die Entsprechung von 50 % des Jahresenergieverbrauchs des Beherbergungsbetriebs wird auf dem Betriebsgelände aus erneuerbaren Energiequellen oder standortextern aus nachweislich zusätzlichen erneuerbaren Energiequellen erzeugt. (b57) 100 % des Stromverbrauchs stammen aus rückverfolgbaren erneuerbaren Energiequellen, die nicht bereits von einer anderen Organisation angerechnet oder im Durchschnitt des nationalen Energieträgermixes für die Stromerzeugung berücksichtigt wurden oder die weniger als zwei Jahre alt sind. 3.7.   Restaurants und Hotelküchen 3.7.1.   Umweltorientierter Einkauf von Lebensmitteln und Getränken Die bewährte Umweltmanagement

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.