Europäische Union

2013/163/EU: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 26. März 2013 über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates über Industrieemissionen in Bezug auf die Herstellung von Zement, Kalk und Magnesiumoxid (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2013) 1728) Text von Bedeutung für den EWR

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det werden:   Technik (23) Anwendbarkeit a Elektrofilter Anwendbar an allen Ofensystemen b Gewebefilter Anwendbar an allen Ofensystemen c Nassabscheider Anwendbar an allen Ofensystemen d Zentrifugal-/Zyklonabscheider Zentrifugalabscheider eignen sich nur als Vorabscheider. Sie können zur Vorreinigung der Abgase aller Ofensysteme eingesetzt werden. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 8. Tabelle 8 Mit BVT verbundene Emissionswerte für Staubemissionen im Abgas der Ofenfeuerung: Technik Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde)) Gewebefilter mg/Nm3 < 10 Elektrofilter oder andere Filter mg/Nm3 < 20 (*1) 1.3.7   Gasförmige Verbindungen 1.3.7.1   Allgemeine primäre Maßnahmen/Techniken zur Minderung der Emissionen gasförmiger Verbindungen 44.   BVT zur Minderung der Emissionen gasförmiger Verbindungen (NOx, SOx, HCl, CO, TOC/VOC, flüchtige Metalle) im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Sorgfältige Auswahl und Kontrolle der dem Ofen zugeführten Stoffe Allgemein anwendbar b Begrenzung der Vorläuferschadstoffe in den Brennstoffen und möglichst auch in den Rohmaterialien durch: I. Auswahl von Brennstoffen mit geringem Gehalt an Schwefel (insbesondere bei langen Drehrohröfen), Stickstoff und Chlor, soweit sie verfügbar sind; II. Auswahl von Rohmaterialien mit einem niedrigen Organikgehalt, soweit es möglich ist; III. Auswahl von für den Prozess und den Brenner geeigneten Sekundärbrennstoffen. In Abhängigkeit von der lokalen Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Brennstoffen, dem Ofentyp, der gewünschten Produktqualität und den technischen Möglichkeiten, die Brennstoffe dem jeweiligen Ofen zuzuführen, in der Kalkindustrie allgemein anwendbar c Prozessoptimierung, um eine wirksame Absorption des Schwefeldioxids zu gewährleisten (z.B. ausreichender Kontakt der Ofengase mit dem Branntkalk) In allen Kalkanlagen anwendbar. Im Allgemeinen lassen sich aufgrund unkontrollierbarer Faktoren wie der unterschiedlichen Qualität des Kalksteins die Prozesse nicht vollständig automatisieren. 1.3.7.2   NOx-Emissionen 45.   BVT zur Minderung der NOx-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Primärmaßnahmen/-techniken   I. Auswahl geeigneter Brennstoffe mit einer Begrenzung ihres Stickstoffgehalts In der Kalkindustrie in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Brennstoffe, die von der Energiepolitik des Mitgliedstaates beeinflusst sein kann, und den technischen Möglichkeiten, einen bestimmten Brennstofftyp dem jeweiligen Ofen zuzuführen, allgemein anwendbar. II. Prozessoptimierung, einschließlich Ausgestaltung der Flammenform und Temperaturprofil Prozessoptimierung und Prozesssteuerung sind in der Kalkindustrie anwendbar, allerdings ist dies abhängig von der gewünschten Qualität des Endprodukts. III. Brennergestaltung (Low-NOx-Brenner) (24) Low-NOx-Brenner sind aufgrund des hohen Primärluftanteils in Drehrohröfen und Ringschachtöfen einsetzbar. In GGR-Öfen und anderen Schachtöfen, die mit flammenloser Verbrennung arbeiten, sind Low-NOx-Brenner deshalb nicht einsetzbar. IV. Gestufte Verbrennung (24) In Schachtöfen nicht anwendbar. Nur in Drehrohröfen mit Vorwärmer anwendbar, jedoch nicht bei der Herstellung von hartgebranntem Kalk. Einschränkungen können durch das gewünschte Endprodukt gegeben sein, weil es zu einer Überhitzung bestimmter Ofenbereiche und dadurch zum vorzeitigen Verschleiß der Ofenauskleidung kommen kann. b SNCR (24) In Lepol-Drehrohröfen einsetzbar. Siehe auch BVT 46. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 9. Tabelle 9 Mit BVT verbundene Emissionswerte für NOx im Abgas der Ofenfeuerung in der Kalkindustrie Ofentyp Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde), angegeben als NO2) GGRO, RSO, MSO, andere Schachtöfen mg/Nm3 100 – 350 (25)  (27) LDO, VDO mg/Nm3 < 200 – 500 (25)  (26) 46.   Wenn die SNCR-Technik zum Einsatz kommt, ist BVT das Erreichen einer wirksamen NOx-Minderung bei gleichzeitig möglichst geringem Ammoniakschlupf durch Anwendung folgender Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Einhaltung eines angemessenen und ausreichenden NOx-Minderungsgrads bei stabilem Betriebsablauf b Sicherstellung eines guten stöchiometrischen Verhältnisses und einer guten stöchiometrischen Verteilung des Ammoniaks, um eine maximale Wirksamkeit der NOx-Minderung zu erreichen und den NH3-Schlupf zu begrenzen c Den NH3-Schlupf im Abgas (bedingt durch nicht umgesetztes Ammoniak) unter Berücksichtigung der Wechselbeziehung zwischen dem NOx-Minderungsgrad und dem NH3-Schlupf so gering wie möglich halten Anwendbarkeit Nur in Lepol-Drehrohröfen anwendbar, in denen die ideale Temperaturspanne von 850 bis 1 020 °C erreicht werden kann. Siehe auch BVT 45, Maßnahme/Technik b). Mit BVT verbundene Emissionswerte Der mit BVT verbundene Emissionswert für den NH3-Schlupf im Abgas beträgt < 30 mg/Nm3, angegeben als Tagesmittelwert oder als Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde). 1.3.7.3   SOx-Emissionen 47.   BVT zur Minderung der SOx-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Prozessoptimierung, um eine effiziente Absorption von Schwefeldioxid sicherzustellen (z. B. wirksamen Kontakt des Ofengases mit dem Branntkalk gewährleisten) Die Optimierung der Prozesssteuerung ist in allen Kalkwerken möglich. b Auswahl von Brennstoffen mit niedrigem Schwefelgehalt Allgemein anwendbar je nach Brennstoffverfügbarkeit, insbesondere in langen Drehrohröfen (LDO) wegen der hohen SOx-Emissionen c Einsatz von Absorptionstechniken (z. B. Eindüsung von Absorbentien, trockene Abgasreinigung mit Filter, Nassabscheider oder Eindüsung von Aktivkohle) (28) Absorptionstechniken sind in der Kalkindustrie grundsätzlich anwendbar, doch 2007 wurden sie noch nicht eingesetzt. Insbesondere die Anwendbarkeit in Drehrohröfen muss genauer untersucht werden. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 10. Tabelle 10 Mit BVT verbundene Emissionswerte für SOx im Abgas der Ofenfeuerung in der Kalkindustrie Ofentyp Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (29)  (30) (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde), SOx, angegeben als SO2) GGRO, RSO, MSO, andere Schachtöfen, VDO mg/Nm3 < 50 – 200 LDO mg/Nm3 < 50 – 400 1.3.7.4   CO-Emissionen und CO-Trips 1.3.7.4.1   CO-Emissionen 48.   BVT zur Minderung der CO-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Auswahl von Rohmaterialien mit niedrigem Organikgehalt In der Kalkindustrie allgemein anwendbar je nach lokaler Verfügbarkeit und Zusammensetzung der Rohmaterialien, des Ofentyps und Qualität des Endprodukts b Prozessoptimierung, um eine stabile und vollständige Verbrennung zu erreichen In allen Kalkwerken anwendbar Aufgrund unkontrollierbarer Faktoren wie der Qualität des Kalksteins ist eine vollständige Prozessautomatisierung im Allgemeinen nicht zu erreichen. In diesem Zusammenhang sind auch BVT 30 und 31 in Abschnitt 1.3.1 sowie BVT 32 in Abschnitt 1.3.2 zu beachten. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 11. Tabelle 11 Mit BVT verbundene Emissionswerte für CO im Abgas der Ofenfeuerung Ofentyp Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (31)  (32) (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde)) GGRO, andere Schachtöfen, LDO, VDO mg/Nm3 < 500 1.3.7.4.2   Minderung von CO-Trips 49.   Bei Einsatz von Elektrofiltern ist BVT zur Minimierung der Häufigkeit von CO-Trips die Anwendung folgender Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Vermeidung von CO-Trips, um die Stillstandszeiten des Elektrofilters zu verringern b Kontinuierliche automatische CO-Messungen mithilfe eines Überwachungssystems mit kurzer Ansprechzeit nahe an der CO-Quelle Beschreibung Da Explosionsgefahr besteht, müssen Elektrofilter bei erhöhten CO-Werten im Abgas aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden. Mit folgenden Maßnahmen/Techniken werden CO-Trips vermieden und dadurch bedingte Ausfallzeiten des Elektrofilters verringert: — Kontrolle des Verbrennungsprozesses, — Kontrolle des Gehalts an organischen Stoffen im Rohmaterial, — Kontrolle der Qualität der Brennstoffe und der Brennstoffzufuhr. Störungen treten vor allem während der Inbetriebnahmephase auf. Für einen sicheren Betrieb muss der Gasanalysator zum Schutz des Elektrofilters in allen Betriebsphasen eingeschaltet sein. Filterausfälle lassen sich durch ein betriebsbereites Reserveüberwachungssystem reduzieren. Die Reaktionszeit des Systems zur kontinuierlichen CO-Überwachung muss optimiert werden. Das System sollte sich nahe der CO-Quelle, beispielsweise am Gasaustritt des Vorwärmerturms oder bei Nassöfen am Ofeneinlauf befinden. Anwendbarkeit Allgemein bei Drehrohröfen anwendbar, die mit Elektrofiltern ausgestattet sind. 1.3.7.5   Emissionen an gesamtem organischem Kohlenstoff (TOC) 50.   BVT zur Minderung der TOC-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Anwendung der allgemeinen Primärmaßnahmen/-techniken (siehe auch BVT 30 und 31 in Abschnitt 1.3.1 sowie BVT 32 in Abschnitt 1.3.2) b Vermeidung des Einbringens von Rohmaterialien mit einem hohen Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen in das Ofensystem (außer zur Erzeugung von hydraulischem Kalk) Anwendbarkeit Zur Anwendung der allgemeinen Primärmaßnahmen/-techniken siehe auch BVT 30 und 31 in Abschnitt 1.3.1 sowie BVT 32 in Abschnitt 1.3.2. Maßnahme/Technik b) ist in der Kalkindustrie allgemein anwendbar je nach Verfügbarkeit örtlicher Rohmaterialien und/oder Art des hergestellten Kalks. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 12. Tabelle 12 Mit BVT verbundene Emissionswerte für TOC im Abgas der Ofenfeuerung Ofentyp Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (33) (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde)) LDO, VDO mg/Nm3 < 10 RSO, MSO (34), GGRO (34) mg/Nm3 < 30 1.3.7.6   Emissionen an Chlorwasserstoff (HCl) und Fluorwasserstoff (HF) 51.   Bei Einsatz von Abfällen ist BVT zur Minderung der HCl- und HF-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung die Anwendung folgender Primärmaßnahmen/-techniken:   Maßnahme/Technik a Einsatz von konventionellen Brennstoffen mit geringem Chlor- und Fluorgehalt b Begrenzung des Chlor- und Fluorgehalts sämtlicher Abfälle, die im Kalkofen als Brennstoff verwendet werden sollen Anwendbarkeit Die Maßnahmen/Techniken sind in Abhängigkeit von der lokalen Verfügbarkeit geeigneter Brennstoffe in der Kalkindustrie allgemein anwendbar. Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 13. Tabelle 13 Mit BVT verbundene Emissionswerte für HCl und HF im Abgas der Ofenfeuerung bei Verwendung von Abfällen Emission Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde)) HCl mg/Nm3 < 10 HF mg/Nm3 < 1 1.3.8   PCDD/F-Emissionen 52.   BVT zur Vermeidung oder Minderung von PCDD/F-Emissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Primärmaßnahmen/-techniken:   Maßnahme/Technik a Auswahl von Brennstoffen mit geringem Chlorgehalt b Begrenzung des Kupfereintrags über die Brennstoffe c Minimierung der Verweilzeit der Abgase und Minimierung des Sauerstoffgehalts in Zonen mit Temperaturen zwischen 300 und 450 °C Mit BVT verbundene Emissionswerte Die mit BVT verbundenen Emissionswerte betragen < 0,05-0,1 ng PCDD/F I-TEQ/Nm3, angegeben als Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (6-8 Stunden). 1.3.9   Metallemissionen 53.   BVT zur Minderung der Emissionen von Metallen im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Auswahl von Brennstoffen mit geringem Metallgehalt b Anwendung eines Qualitätssicherungssystems, um die Eigenschaften der verwendeten Sekundärbrennstoffe zu gewährleisten c Begrenzung des Gehalts an relevanten Metallen in den Materialien, vor allem Quecksilber d Anwendung von effizienten Staubminderungsmaßnahmen/-techniken (siehe BVT 43) einzeln oder in Kombination Mit BVT verbundene Emissionswerte Siehe Tabelle 14. Tabelle 14 Mit BVT verbundene Emissionswerte für Metalle im Abgas der Ofenfeuerung bei Verwendung von Abfällen Metalle Einheit Mit BVT verbundener Emissionswert (Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde)) Hg mg/Nm3 < 0,05 Σ (Cd, Tl) mg/Nm3 < 0,05 Σ (As, Sb, Pb, Cr, Co, Cu, Mn, Ni, V) mg/Nm3 < 0,5 Anm.: Bei Anwendung der unter BVT 53 a) bis d) genannten Maßnahmen/Techniken wurden niedrige Werte gemeldet. Siehe hierzu auch BVT 37 (Abschnitt 1.3.5.1.1) und BVT 38 (Abschnitt 1.3.5.1.2). 1.3.10   Prozessrückstände/Abfälle 54.   BVT zur Reduzierung der fester Abfälle aus der Kalkherstellung und zur Einsparung von Rohmaterialien ist die Anwendung folgender Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Wiederverwendung der abgeschiedenen Stäube und anderer Partikel (Sand, Kies usw.) im Prozess Allgemein anwendbar, sofern die praktischen Voraussetzungen gegeben sind b Verwendung der Stäube und des nicht den Spezifikationen entsprechenden Brannt- und Löschkalks in ausgewählten Handelsprodukten In einigen ausgewählten Handelsprodukten allgemein anwendbar, wann immer machbar 1.4   BVT-Schlussfolgerungen für die Magnesiumoxidindustrie Sofern nichts anderes angegeben ist, können die BVT-Schlussfolgerungen in diesem Abschnitt auf alle Anlagen in der Magnesiumoxidindustrie (trockene Verfahrensroute) angewandt werden. 1.4.1   Überwachung 55.   BVT ist, die Überwachung und Messung von Verfahrensparametern und Emissionen regelmäßig durchzuführen und Emissionen anhand der maßgeblichen EN-Normen oder, falls keine EN-Normen vorliegen, anhand von ISO-Normen, nationalen oder anderen internationalen Normen zu überwachen, die Daten von gleichwertiger wissenschaftlicher Qualität gewährleisten:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Kontinuierliche Messungen von Prozessparametern, die die Prozessstabilität aufzeigen, beispielsweise Temperatur, O2-Gehalt, Druck und Durchflussrate Bei Ofenprozessen allgemein anwendbar b Überwachung und Stabilisierung kritischer Prozessparameter, d. h. Zufuhr von Rohmaterialien und Brennstoffen, ordnungsgemäße Dosierung und Sauerstoffüberschuss c Kontinuierliche oder periodische Messungen der Staub-, NOx-, SOx- und CO-Emissionen Bei Ofenprozessen allgemein anwendbar d Kontinuierliche oder periodische Messungen der Staubemissionen Bei allen Prozessen außer bei Ofenprozessen anwendbar. Bei kleinen Staubquellen (< 10 000  Nm3/h) sollte die Häufigkeit der Messungen oder Leistungskontrollen auf einem Wartungsmanagementsystem basieren. Beschreibung Ob die unter BVT 55 c) genannten Messungen kontinuierlich oder periodisch durchgeführt werden, hängt von der Emissionsquelle und dem zu erwartenden Schadstoff ab. Für periodische Messungen von Staub-, NOx-, SOx- und CO-Emissionen dient eine Häufigkeit von einmal monatlich bis zu einmal jährlich unter normalen Betriebsbedingungen als Anhaltspunkt. 1.4.2   Energieverbrauch 56.   BVT zur Reduzierung des Wärmeenergieverbrauchs ist die Anwendung einer Kombination folgender Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik Beschreibung Anwendbarkeit a Verbesserte und optimierte Ofensysteme und Gewährleistung eines reibungslosen und stabilen Ofenprozesses durch I. Optimierung der Prozesssteuerung; II. Wärmerückgewinnung aus dem Abgas von Öfen und Kühlern. Wärmerückgewinnung aus dem Abgas durch Vorwärmen des Magnesits kann den Brennstoffenergieverbrauch senken. Abwärme aus dem Ofen kann zum Trocknen von Brennstoffen, Rohmaterialien und einigen Verpackungsmaterialien genutzt werden. Eine Optimierung der Prozesssteuerung ist bei allen Ofentypen in der Magnesiumindustrie möglich. b Verwendung von Brennstoffen, die sich positiv auf den Wärmeenergiebedarf auswirken Brennstoffeigenschaften wie ein hoher Heizwert und ein geringer Feuchtigkeitsgehalt wirken sich positiv auf den Wärmeenergiebedarf aus. Allgemein anwendbar je nach Brennstoffverfügbarkeit, Ofentyp, gewünschten Produktqualitäten und den technischen Möglichkeiten für die Zufuhr der Brennstoffe in den Ofen. c Begrenzung des Luftüberschusses In der Praxis beträgt der Sauerstoffüberschuss zur Erreichung der gewünschten Produktqualität und für eine optimale Verbrennung normalerweise 1 bis 3 %. Allgemein anwendbar Mit BVT verbundene Energieverbrauchswerte Der mit BVT verbundene Wärmeenergieverbrauch beträgt in Abhängigkeit vom Prozess und den Produkten 6 bis 12 GJ/t (35). 57.   BVT zur Minimierung des Stromverbrauchs ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Einsatz von Energiemanagementsystemen b Einsatz von Zerkleinerungs- und anderen elektrischen Geräten mit hoher Energieeffizienz 1.4.3   Staubemissionen 1.4.3.1   Diffuse Staubemissionen 58.   BVT zur Minimierung/Vermeidung diffuser Staubemissionen aus staubenden Betriebsvorgängen ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken:   Maßnahme/Technik a Einfache, lineare Gestaltung der Anlage b In Ordnung Halten von Gebäuden und Straßen und eine ordnungsgemäße und umfassende Wartung der Anlage c Befeuchtung der Rohmaterialhalden d Einhausung/Kapselung von staubenden Vorgängen wie Mahlen und Sieben e Einsatz geschlossener Förderbänder und Höhenförderer, die als geschlossenes System konzipiert werden, wenn mit Staubemissionen aus staubhaltigem Material zu rechnen ist f Einsatz von Lagersilos mit ausreichender Kapazität, ausgestattet mit Filtern für die staubbeladene Luft, die während der Füllvorgänge verdrängt wird g Eine Kreislaufführung, die für pneumatische Fördersysteme bevorzugt wird h Reduzierung von Luftleckagen und Lecks, an denen Rieselgut austreten kann i Einsatz automatischer Apparaturen und Regeleinrichtungen k Einhaltung eines kontinuierlichen, störungsfreien Betriebs 1.4.3.2   Gefasste Staubemissionen aus staubenden Betriebsvorgängen außer der Ofenfeuerung 59.   BVT zur Minderung gefasster Staubemissionen aus staubenden Betriebsvorgängen außer der Ofenfeuerung ist eine Abgasreinigung mit Filter durch Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Maßnahmen/Techniken und die Anwendung eines Wartungsmanagementsystems, das speziell auf die Leistungsfähigkeit der Techniken ausgerichtet ist:   Technik (36) Anwendbarkeit a Gewebefilter In allen Einheiten in der Magnesiumoxidindustrie allgemein anwendbar, insbesondere bei staubenden Betriebsvorgängen wie Sieben, Mahlen und Zerkleinern b Zentrifugal-/Zyklonabscheider Aufgrund des systembedingt begrenzten Abscheidegrads werden Zyklonabscheider vor allem als Vorabscheider für Grobstaub und Abgase eingesetzt.. c Nassabscheider Allgemein anwendbar Mit BVT verbundene Emissionswerte Der mit BVT verbundene Emissionswert für gefasste Staubemissionen aus staubenden Betriebsvorgängen mit Ausnahme der Ofenfeuerung beträgt < 10 mg/Nm3, angegeben als Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessung über mindestens eine halbe Stunde). Bei kleinen Staubquellen (< 10 000 Nm3/h) sollte ein Prioritätsansatz, der hinsichtlich der Häufigkeit der Überwachung der Leistungsfähigkeit der Filter auf einem Wartungsmanagementsystem basiert, berücksichtigt werden (siehe BVT 55). 1.4.3.3   Staubemissionen aus der Ofenfeuerung 60.   BVT zur Minderung von Staubemissionen im Abgas der Ofenfeuerung ist, eine Abgasreinigung mit Filter durch Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Techniken vorzunehmen:   Technik (37) Anwendbarkeit a Elektrofilter Elektrofilter werden vor allem in Drehrohröfen eingesetzt. Sie sind für Abgastemperaturen über dem Taupunkt bis zu 370-400 °C geeignet. b Gewebefilter Gewebefilter zur Staubabscheidung aus Abgasen können grundsätzlich in allen Einheiten der Magnesiumoxidindustrie eingesetzt werden. Sie sind für Abgastemperaturen über dem Taupunkt bis zu 280 °C geeignet. Bei der Herstellung von kaustischer und gesinterter/totgebrannter Magnesia sind wegen der hohen Temperaturen, der korrosiven Eigenschaften und des großen Abgasvolumens im Ofenprozess spezielle Gewebefilter aus besonders hitzebeständigem Material erforderlich. Bei der Herstellung von totgebrannter Magnesia hat sich allerdings gezeigt, dass für Abgastemperaturen von ca. 400 °C bei der Magnesiumherstellung keine geeigneten Filter erhältlich sind. c Zentrifugal-/Zyklonabscheider Aufgrund des systembedingt begrenzten Abscheidegrads werden Zyklonabscheider vor allem als Vorabscheider für Grobstaub und Abgase eingesetzt. d Nassabscheider Allgemein anwendbar Mit BVT verbundene Emissionswerte Der mit BVT verbundene Emissionswert für Staub im Abgas der Ofenfeuerung beträgt < 20-35 mg/Nm3, angegeben als Tagesmittelwert oder Mittelwert über den Stichprobenzeitraum (Einzelmessungen über mindestens eine halbe Stunde). 1.4.4   Gasförmige Verbindungen 1.4.4.1   Allgemeine primäre Maßnahmen/Techniken zur Minderung der Emissionen gasförmiger Verbindungen 61.   BVT zur Minderung der Emissionen gasförmiger Verbindungen (NOx, HCl, SOx, CO) im Abgas der Ofenfeuerung ist die Anwendung einer oder einer Kombination der folgenden Primärmaßnahmen/-techniken:   Maßnahme/Technik Anwendbarkeit a Sorgfältige Auswahl und Kontrolle der dem Ofen zugeführten Stoffe, um den Gehalt an Schadstoffvorläufersubstanzen zu reduzieren: I. Auswahl von Brennstoffen mit geringem Gehalt an Schwefel (soweit verfügbar), Chlor und Stickstoff; II. Auswahl von Rohmaterialien mit geringem Gehalt an organischen Stoffen; III. Auswahl von Sekundärbrennstoffen, die für den Prozess und den Brenner geeignet sind. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Brennstoffen, dem eingesetztem Ofentyp, den angestrebten Produkteigenschaften und den technischen Möglichkeiten, die Brennstoffe dem jeweiligen Ofen zuzuführen, allgemein anwendbar. Man kann davon ausgehen, dass Abfälle in der Magnesiumoxidindustrie als Brennstoffe eingesetzt werden könnten, doch 2007 wurden sie noch nicht eingesetzt. b Prozessoptimierung, um einen gleichmäßigen und stabilen Ofenprozess nahe am stöchiometrischen Luftbedarf zu gewährleisten Eine Optimierung der Prozesssteuerung ist bei allen Ofentypen in der Magnesiumoxidindustrie möglich. Eventuell ist dazu ein hoch entwickeltes Prozesssteuerungssystem erforderlich. 1.4.4.2   NOx-Emissionen 62.   BVT z

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.