Europäische Union

2009/158/EG: Beschluss der Kommission vom 23. Februar 2009 zur Annahme des Arbeitsplans 2009 zur Durchführung des zweiten Aktionsprogramms der Gemeinschaft im Bereich der Gesundheit (2008—2013) und zu den Auswahl-, Vergabe- und sonstigen Kriterien für Finanzhilfen für die Aktionen dieses Programms ((Text von Bedeutung für den EWR))

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Quellenkennung: 32009D0158. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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schung zur Epidemiologie von nosokomialen Infektionen und zur Kostenwirksamkeit der Prävention und Bekämpfung von Infektionen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Bereitstellung von Instrumenten zur Messung und Verbesserung der Qualität und Sicherheit der gesundheitlichen Versorgung: Entwicklung von Leitlinien oder Instrumenten zur Bewertung der Qualität der gesundheitlichen Versorgung, die in verschiedenen Umfeldern geleistet wird, und Förderung vorbildlicher Verfahren; Entwicklung von Messsystemen, die eine bessere Einhaltung der Behandlungsprotokolle ermöglichen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Durchführung der Maßnahmen, die in der Mitteilung KOM(2008) 689 über den Nutzen der Telemedizin für Patienten, Gesundheitssysteme und die Gesellschaft vorgesehen sind, um die Zusammenarbeit zwischen den Beschäftigten des Gesundheitswesens und den Patienten in Schlüsselbereichen zu fördern, damit, wie in der Mitteilung dargelegt, die Telemedizin breitere Anwendung findet. Damit sollen spezifische Empfehlungen entwickelt werden, wie sich die Akzeptanz der Telemedizin und das entsprechende Vertrauen verbessern lassen, wobei auch Aspekte der Ethik und der Vertraulichkeit zu berücksichtigen sind. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.2.2.3.   Sicherheit von Nanomaterialien (Anhang — Nummer 1.2.1) — Gemeinsame Maßnahme zur Sicherheit von Nanomaterialien: i) Vertiefung, Erweiterung und Weitergabe der Erkenntnisse, die für die Bewertung von Gefahren, Exposition und allgemeinen Risiken von Nanomaterialien notwendig sind, ii) Beschleunigung der Auswertung vorliegender Daten und Austausch vorbildlicher Verfahren bei der Risikoabschätzung und dem Risikomanagement und iii) Förderung der Einführung solider Methoden in der gesamten EU. [Gemeinsame Maßnahme] 3.2.2.4.   Sicherheit von Blut, Geweben, Zellen und Organen (Anhang — Nummer 1.2.2) — Förderung der Verfügbarkeit spezifischer Methoden und entsprechender Schulungen zur Erhöhung der Organspendebereitschaft, insbesondere hinsichtlich Qualitätsverbesserungsprogrammen zur Organspende. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Erarbeitung von Verfahren und IT-Tools für den Austausch menschlicher Organe zwischen den MS, um anderen Ländern überzählige Organe anbieten zu können, unter besonderer Berücksichtigung des Organaustauschs für dringende und schwer behandelbare Fälle. [Ausschreibung] — Ad-hoc-Zusammenarbeit mit dem Europarat in bestimmten Fragen im Zusammenhang mit Substanzen menschlichen Ursprungs (Blut, Gewebe, Zellen, Organe). [Vereinbarung mit dem Europarat über eine direkte Finanzhilfe] — Zu Blut, Gewebe und Zellen bleiben noch spezifische Fragen offen hinsichtlich der Meldessysteme und der raschen Reaktion auf schwerwiegende unerwünschte Wirkungen und Reaktionen sowie zur Kodierung. Um die Entwicklung von Methoden in diesem Bereich zu fördern, erhalten die Projekte verschiedene Prioritäten. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Prinzip der unentgeltlichen Spende von Geweben, Zellen, Blut und Plasma: Analyse der alltäglichen Praxis. [Ausschreibung] 3.3.   Vorrangige Maßnahmen des zweiten Aktionsbereichs Gesundheitsförderung Die in diesem Abschnitt genannten Tätigkeiten sollen schweren Erkrankungen vorbeugen und gesundheitliche Benachteiligungen in der EU abbauen, indem sie die wichtigsten Gesundheitsfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Alkoholkonsum, Rauchen und Drogenkonsum ebenso wie soziale und Umweltfaktoren berücksichtigen. Im Jahr 2009 sollen die vorrangigen Maßnahmen dieses Ziels zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheiten innerhalb und zwischen den EU-Mitgliedstaaten und Regionen beitragen, den Ansatz zur Berücksichtigung der Gesundheit in allen Politikbereichen fördern, auf nationaler wie regionaler Ebene nachhaltige Investitionen in das Gesundheitswesen fördern und somit die in der gesundheitspolitischen Strategie der EU aufgeführten strategischen Ziele unterstützen. Nach der Annahme des Kommissionsvorschlags für eine Richtlinie über die Patientenrechte in der grenzübergreifenden Gesundheitsversorgung (32) sollen die im Vorschlag angesprochenen Grundsatzfragen erörtert werden. Was Gesundheitsfaktoren betrifft, stehen insbesondere solche Faktoren und Umfelder im Mittelpunkt des Interesses, die die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen betreffen. 3.3.1.   Förderung einer gesünderen Lebensführung und Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten (Anhang — Nummer 2.1) 3.3.1.1.   Förderung des Ansatzes zur Berücksichtigung der Gesundheit in allen Politikbereichen (Anhang — Nummer 2.1.1) — Förderung der Bewertung der Auswirkungen auf die Gesundheit: Maßnahmen zur Förderung des Einsatzes dieses Instruments für gesundheitsorientierte politische Entscheidungsfindung auf europäischer, nationaler und regionaler (lokaler) Ebene unter Berücksichtigung der Verteilungsgerechtigkeit. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Entwicklung von Methoden zur Durchführung des Ansatzes der Berücksichtigung von Gesundheitsfragen in allen Politikbereichen bei der Strategieerarbeitung und -durchführung. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Aufstellung einer Übersicht über die gesundheitsbezogenen Projekte und Maßnahmen, die seit 2003 von den europäischen Institutionen und relevanten internationalen Organisationen kofinanziert wurden. [Ausschreibung] — Studie über die Auswirkungen der EU-Politik auf das Gesundheitswesen und die Gesundheitssysteme. [Ausschreibung] 3.3.1.2.   Aufbau von Handlungskompetenzen im Bereich der öffentlichen Gesundheit (Anhang — Nummer 2.1.1) — Entwicklung von Instrumenten, Verfahren und Pilotprojekten zur Verbesserung der Interaktion zwischen Public-Health-Wissenschaftlern und der Strategieentwicklung auf EU-Ebene. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Entwicklung von Handbüchern zur Unterstützung der Einbeziehung von Gesundheitsförderung und Prävention in Bezug auf psychische Erkrankungen in die Ausbildung und den Arbeitsalltag der im Jugend- und Sozialbereich, in Schulen und im Arbeitsumfeld tätigen Fachleute unter Berücksichtigung der Maßnahmen im Rahmen des Europäischen Pakts für psychische Gesundheit und Wohlbefinden (33). [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Förderung der Aufnahme der Vorbeugung von Verletzungen in die Berufsausbildung im Bereich der öffentlichen Gesundheit: Entwicklung modularer Lehrpläne zur Anwendung im Gesundheitswesen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Unterstützung der Durchführung von EU-Strategien für die wichtigsten Gesundheitsfaktoren (Ernährung, Vernetzung von Stakeholdern — Gesundheitsforum). [Ausschreibung] — Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten der im Gesundheitswesen Beschäftigten, damit sie die Bedürfnisse der Patienten unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter und sonstigen sozioökonomischen und kulturellen Variablen besser erfüllen können: Erstellung einer Übersicht über das Kommunikationstraining für Angehörige der Gesundheitsberufe mit dem Ziel, Kommunikation in die Lehrpläne für Gesundheitsberufe aufzunehmen und möglicherweise ein Programm für einen Master-Studiengang zu erstellen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Aufbau von Kapazitäten im Bereich der öffentlichen Gesundheit: auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens in den Mitgliedstaaten sollen Lücken, Bedarf und Vorschläge für die Weiterentwicklung ermittelt werden, einschließlich der Prüfung des Vernetzungsbedarfs auf EU-Ebene. [Ausschreibung] 3.3.1.3.   Investitionen ins Gesundheitswesen (Anhang — Nummern 2.1.1 und 2.1.2) — Analytische Studie zur Bewertung der Korrelation zwischen Investitionen in bessere Gesundheit (einschließlich Gesundheitssysteme) und in Wirtschaftswachstum und -entwicklung. (Anhang — Nummer 2.1.1). [Ausschreibung] — Förderung von Investitionen ins Gesundheitswesen der EU-Mitgliedstaaten und -Regionen durch den Austausch vorbildlicher Verfahren und Zusammenarbeit mit den EU-Organen und -Institutionen (z. B. mit der Europäischen Investitionsbank), internationalen Organisationen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (Anhang — Nummer 2.1.2). [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Initiativen zur Ermittlung vorbildlicher Verfahren zur Verbesserung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit regionaler Investitionen ins Gesundheitswesen. (Anhang — Nummer 2.1.2). [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.3.1.4.   Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten (Anhang — Nummer 2.1.2) — Entwicklung und Verbreitung bewährter Verfahren bei Strategien zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten zwischen und in den Mitgliedstaaten und Regionen der Länder, die am Programm teilnehmen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Entwicklung und Weitergabe bewährter Verfahren der Gesundheitssysteme beim Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Studie über das Ausmaß und die Auswirkungen von Ungleichheiten des Gesundheitszustands und der gesundheitlichen Versorgung zwischen den Mitgliedstaaten. — Organisatorische und fachliche Unterstützung für die Vernetzung in der EU zum Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten. [Ausschreibung] 3.3.1.5.   Unterstützung der Zusammenarbeit in Fragen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung (Anhang — Nummer 2.1.2) — Beurteilung der Gleichwertigkeit von Behandlungen in den Gesundheitssystemen in der EU: Beurteilung der Vergleichbarkeit nationaler Kriterien und der Entscheidungsfindungsprozesse für die Kostenerstattung/Anerkennung medizinischer Interventionen. [Ausschreibung/Vereinbarung mit dem Europäischen Observatorium für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik über eine direkte Finanzhilfe] 3.3.2.   Förderung einer gesünderen Lebensführung und Verringerung schwerer Krankheiten und Verletzungen durch Berücksichtigung der Gesundheitsfaktoren (Anhang — Nummer 2.2) 3.3.2.1.   Kinder und Jugendliche (Anhang — Nummer 2.2.1) — Durchführung der Kommissionsinitiative für die Gesundheit von Jugendlichen: Unterstützung für die Zusammenarbeit von MS und Stakeholdern sowie für die Vernetzung. — Erhebung über Selbstverpflichtungsansätze im Bereich verantwortungsvoller Werbung unter besonderer Berücksichtigung des Jugendschutzes [Ausschreibung] — Auf Jugendliche abzielende Medienkampagne für gesunde Lebensführung, die sie befähigen soll, sich für einen gesunden Lebensstil zu entscheiden. [Gemeinsame Maßnahme] — Weiterentwicklung der Rolle von Jugendorganisationen, Jugendbetreuern, Schulen und Bildungseinrichtungen sowie Berufsausbildungsorganisationen in der Förderung der Gesundheit von Jugendlichen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Gesundheitsförderung und Verhütung von Verletzungen und Erkrankungen junger Menschen am Arbeitsplatz. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Gesundheitsförderungsmaßnahmen, die auf die Bedürfnisse junger Menschen (im Alter von 15-25) abzielen, die weder erwerbstätig noch in der Ausbildung sind. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.3.2.2.   Altern (Anhang — Nummer 2.2.1) — Studie zu den Auswirkungen des Alterns auf den Bedarf der Bürger an gesundheitlicher Versorgung, d. h. wie sich die europäischen Gesundheitssysteme anpassen müssen, um den Bedarf einer alternden Bevölkerung an gesundheitlicher Versorgung erfüllen zu können (aufbauend auf vorliegenden Daten und Analysen). [Ausschreibung] 3.3.2.3.   Gesundheit am Arbeitsplatz (Anhang — Nummer 2.2.1) — Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz, insbesondere durch die Förderung besserer Arbeitsorganisation und der Kontrolle über die Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.3.2.4.   Ernährung und körperliche Bewegung (Anhang — Nummer 2.2.1) Im Einklang mit dem Weißbuch über Ernährung und körperliche Bewegung (34) und der Arbeit der EU-Plattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit: — Durchführung und Austausch bewährter Verfahren in Bezug auf umfassende Initiativen zur Verringerung des Gehalts von Fertiglebensmitteln an gesättigten und Transfettsäuren, Salz und Zucker. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Förderung der körperlichen Bewegung durch Infrastruktur und gesunde Lebensführung, urbane/regionale Planung und bessere Nutzung der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen: Förderung und Weitergabe bewährter Verfahren auf lokaler/regionaler Ebene. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Erstellung eines EU-weiten Überblicks über die verschiedenen Arten lokaler Ansätze zur Verringerung der Adipositas im Kindesalter, einschließlich Initiativen in Schulen. — Bewertung der EU-Plattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit als Modell für effektive Zusammenarbeit bei der Adipositas-Bekämpfung auf EU-Ebene. [Ausschreibung] — Förderung der europäischen Vernetzung im Bereich der körperlichen Bewegung. [Vereinbarung mit der WHO über eine direkte Finanzhilfe]. 3.3.2.5.   Sexualgesundheit und HIV/Aids (Anhang — Nummer 2.2.1) Im Einklang mit der Mitteilung der Kommission über die Bekämpfung von HIV/Aids (35) und entsprechend der Entwicklung zu politischen Initiativen für junge Menschen und Sexualgesundheit sowie zur Förderung der Zusammenarbeit mit Drittländern in Osteuropa gemäß Artikel 12 des Beschlusses Nr. 1350/2007/EG über das Gesundheitsprogramm 2008-2013 erhalten folgende Maßnahmen besonderen Vorrang: Sexualgesundheit (Anhang — Nummer 2.2.1) — Beitrag zu einer größeren Wissensgrundlage über Sexualverhalten bei jungen Menschen in ganz Europa. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung und Verstärkung umfassender sexueller Aufklärung. [Betriebskostenzuschuss] — Beitrag zur Entwicklung und Förderung von Sexualgesundheitsstrategien. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Beitrag zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] HIV/Aids: — Tätigkeiten, deren Schwerpunkt auf der Durchführung von im HIV/Aids-Aktionsplan 2005-2009 aufgeführten Maßnahmen liegt, insbesondere auf dem Zugang zu Tests, Behandlung und Versorgung, auf Tätigkeiten zur Verbesserung der Lage in Osteuropa, auch im Hinblick auf intravenösen Drogenkonsum und auf Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und Risikogruppen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Verbreitung und Austausch bewährter Verfahren, Verstärkung der Sensibilisierungskampagnen und Beitrag zur künftigen europäischen Strategieentwicklung (unter besonderer Berücksichtigung von Strategien zur Sensibilisierung von Risikogruppen für HIV-Tests). [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Verbesserung der allgmeinen Lage in Osteuropa durch Strategieentwicklung und -durchführung. Verbesserung der Situation von HIV/Aids-Erkrankten unter Berücksichtigung von Prävention und Projekten, die auf die Verfügbarkeit bezahlbarer antiretroviraler Mittel abzielen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Unterstützung von Netzen und Gruppen, die HIV/Aids bekämpfen, vor allem bei Risikogruppen und in Osteuropa. [Betriebskostenzuschuss] — Aufklärung über HIV/Aids unter besonderer Berücksichtigung von Osteuropa: Unterstützung der Welt-Aids-Konferenz in Wien im Jahr 2010. [Vereinbarung mit der UNAIDS über direkte Finanzhilfe] 3.3.2.6.   Psychische Gesundheit (Anhang — Nummer 2.2.1) Im Einklang mit dem allgemeinen strategischen Ansatz für psychische Gesundheit (36), der auch im Europäischen Pakt für psychische Gesundheit und Wohlbefinden (37) zum Ausdruck kommt: — Entwicklung von Partnerschaften zum Einsatz der Medien und des Internets zur Förderung der psychischen Gesundheit, zur Vorbeugung von psychischen Störungen und zur Bekämpfung der Stigmatisierung unter besonderer Berücksichtigung junger Menschen und des Arbeitsumfelds und zum Aufgreifen der damit verbundenen Probleme wie suizidales und selbstzerstörerisches Verhalten sowie Essstörungen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Unterstützung der Durchführung von EU-Strategien im Bereich der psychischen Gesundheit — Zusammenfassung der wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Vorteile von Maßnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit für die EU, unter besonderer Berücksichtigung der Prioritäten des Europäischen Pakts für psychische Gesundheit und Wohlbefinden. [Ausschreibung] 3.3.2.7.   Suchtprävention (Anhang — Nummer 2.2.1) Tabak Es sollen Maßnahmen im Einklang mit dem allgemeinen EU-Ansatz zur Verringerung des Rauchens als auch mit dem Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakkonsums entwickelt werden. — Studie über Tabak und Produkthaftung: Die wirtschaftlichen Mittel zur Verstärkung der Produkthaftung und der entsprechenden Durchführungs- und Durchsetzungsmechanismen sind im Einzelnen zu überprüfen, um die Internalisierung der externen Kosten des Rauchens zu verbessern. — Studie über die Tabakvertriebsgesetze zwecks Jugendschutz. [Ausschreibung] — Aufbau von Handlungskompetenzen für Strategien zur Eindämmung des Tabakkonsums in allen Politikbereichen, vor allem in den Bereichen Steuer und illegaler Handel. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Entwicklung innovativer Strategien und vorbildlicher Verfahren, einschließlich Schulungsprogrammen für Angehörige der Gesundheitsberufe und Lehrer, für die Prävention und Entwöhnung vom Konsum aller Arten von Tabakprodukten. Bei der Entwicklung solcher Strategien und Programme sind die Geschlechterperspektive, gesundheitliche Benachteiligungen, die wichtigsten Umfelder und Zielgruppen angemessen zu berücksichtigen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Unterstützung bei der Durchführung der Tabakrichtlinien, insbesondere in Bezug auf Tabak-Inhaltsstoffe und Bildwarnhinweise: Nach der Annahme neuer Textwarnhinweise sollten auch die Bildwarnhinweise zur vollständigen Umsetzung der Tabakrichtlinie aktualisiert werden. [Angebot durch Verwaltungsvereinbarung mit der GFS und Ausschreibung] Alkohol (Anhang — Nummer 2.2.1) Im Einklang mit der Mitteilung der Kommission „Eine EU-Strategie zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden“  (38) und zur Weiterentwicklung von Strategien zur Verringerung alkoholbedingter Schäden erhalten Projekte besonderen Vorrang, die sich auf Folgendes konzentrieren: — Alkohol und Arbeitsplätze: Ermittlung und Zusammenstellung bewährter Verfahren für wirksame Maßnahmen in diesem Bereich, unter Einbeziehung von Arbeitgebern (und deren Verbänden), Gewerkschaften und Beschäftigten des Gesundheitswesens. Dabei sollten auch Möglichkeiten erarbeitet werden, wie sich bewährte Verfahren auf breiterer Ebene einführen lassen und welche Lücken die derzeitigen Ansätze aufweisen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Reduzierung des Alkoholkonsums Minderjähriger: Ermittlung und Zusammenstellung bewährter Verfahren beispielsweise für gezielte Aufklärung, die sich an Kinder, deren Eltern und Einzelhandelsbeschäftigte richtet. Von besonderer Bedeutung ist die Durchsetzung der gesetzlichen Altersbeschränkungen für den Alkoholverkauf. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Arbeiten über die Auswirkungen der Marketing-Information auf den Konsum, insbesondere bei jungen Menschen, und über die Überwachung der Wirksamkeit und Transparenz von Selbstverpflichtungsmechanismen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] Illegale Drogen (Anhang — Nummer 2.2.1) Im Einklang mit der EU-Strategie und dem Aktionsplan zur Drogenbekämpfung (39), dem Programm „Drogenprävention und -aufklärung“  (40) und der Empfehlung 2003/488/EG des Rates vom 18. Juni 2003 zur Prävention und Reduzierung von Gesundheitsschäden im Zusammenhang mit der Drogenabhängigkeit (41): Entwicklung, Durchführung und Bewertung von Maßnahmen zur Verringerung der Drogennachfrage, insbesondere — Prävention des Probe- bzw. Erstkonsums bei jungen Menschen in verschiedenen Umfeldern unter Berücksichtigung der Beziehung zu anderen Gesundheitsfragen (einschließlich psychischer Gesundheit) und sozialer Fragen (z. B. soziale Ausgrenzung). [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Prävention des Mehrfachkonsums, insbesondere des Drogenkonsums in Verbindung mit Alkohol, einschließlich der Prävention des Fahrens unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss unter Berücksichtigung früherer Arbeiten in diesem Bereich im Zusammenhang mit Straßenverkehrssicherheitsmaßnahmen. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Ausgewählte und innovative Präventionsansätze mit IT-Tools für Drogenkonsumenten mit problematischen Verhaltensweisen [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.3.2.8.   Bekämpfung schwerer und seltener Krankheiten (Anhang — Nummer 2.2.2) Krebs — Entwicklung von Indikatoren oder Indizes speziell für Krebs zur besseren Unterstützung von Maßnahmen zur EU-weiten Krebsbekämpfung. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] Seltene Krankheiten — Weiterentwicklung der europäischen Zusammenarbeit zur Bekämpfung seltener Krankheiten, insbesondere in Bezug auf deren Erkennung, den Informationsaustausch über sie und grenzübergreifende Zusammenarbeit bei Diagnose und Therapie durch europäische Referenznetze. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Durchführung der Mitteilung der Kommission KOM(2008) 679 endg. „Seltene Krankheiten — Eine Herausforderung für Europa“: — Bewertung der Praxis des bevölkerungsbezogenen Screenings Neugeborener in den Mitgliedstaaten, — Bestandsaufnahme der Informationen über seltene Krankheiten, deren Diagnose und Therapie mittels europäischer Initiativen (insbesondere Orphanet). [Ausschreibung] — Unterstützung für Pilotreferenznetze und Informationsnetze. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen/Betriebskostenzuschuss] 3.3.2.9.   Gesunde Umwelt (Anhang — Nummer 2.2.3) Im Einklang mit dem Europäischen Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (42): — Quantifizierung der Emission der wichtigsten Innenraum-Luftschadstoffe aus Konsumgütern wie Körperpflege- und Reinigungsmitteln sowie Tabakrauch in der Umgebungsluft und Informationen über die Gebrauchsmuster dieser Produkte in den EU-Mitgliedstaaten. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] — Studien über die erwarteten Auswirkungen von Maßnahmen zur Innenraumluftqualität, zu elektromagnetischen Feldern und zur Schulung von Beschäftigten des Umwelt- und Gesundheitsbereichs. [Ausschreibung] — Entwicklung europäischer gesundheitsbezogener Lüftungsleitlinien für Wohnräume, Büros und öffentliche Räume wie Schulen und Pflegeheime. Diese Leitlinien sollten den Mitgliedstaaten dabei helfen, die vorhandenen Bauvorschriften und -verfahren im Lichte der Energieeffizienz von Gebäuden zu überarbeiten. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.3.2.10.   Verhütung von Verletzungen (43) (Anhang — Nummer 2.2.4) Verstärkung der Vernetzung bewährter Verfahren in den sieben prioritären Bereichen, die in der Empfehlung des Rates vom 31. Mai 2007 zur Verhütung von Verletzungen und Förderung von Sicherheitsmaßnahmen (44) hervorgehoben werden, um gezielte Maßnahmen in allen Mitgliedstaaten zu fördern. [Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen] 3.4.   Vorrangige Maßnahmen des dritten Aktionsbereichs „Schaffung und Verbreitung von Informationen und Wissen zu Gesundheitsfragen“ 3.4.1.   Austausch von Wissen und vorbildlichen Verfahren (Anhang — Nummer 3.1.2) — Erleichterung des Austauschs von Erkenntnissen, vorbildlichen Verfahren und der Leistung

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.