Europäische Union

Beschluss (EU) 2015/218 der Kommission vom 7. Mai 2014 zur staatlichen Beihilfe SA.29786 (ex N 633/09), SA.33296 (11/N), SA.31891 (ex N 553/10), N 241/09, N 160/10 und SA.30995 (ex C 25/10) gewährt von Irland für die Umstrukturierung von Allied Irish Banks plc und EBS Building Society (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2014) 2638) Text von Bedeutung für den EWR

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ermittlung der endgültigen Fassung des Umstrukturierungsplans eine Vielzahl von Umstrukturierungsmaßnahmen mit Blick auf die Erreichung der Ziele der langfristigen Rentabilität, des Eigenbeitrags und der Lastenverteilung umgesetzt. Diese Maßnahmen umfassen die Veräußerung von Geschäftszweigen, die Verringerung des Fremdkapitalanteils, Passiva-Management (31) und Maßnahmen zur Kostensenkung, die nachstehend aufgeführt sind (32): — Veräußerungen von Geschäftszweigen haben Erträge in Höhe von 3,3 Mrd. EUR des harten Kernkapitals erbracht: September 2010 Verkauf von Goodbody Stockbrokers November 2010 Veräußerung der Beteiligung von 23,9 % an M&T Corporation Februar 2011 Übertragung der Einlagen der Anglo Irish Bank (9 Mrd. EUR) an AIB April 2011 Veräußerung der Beteiligung von 70,36 % an BZWBK (Polen) April 2011 Veräußerung der Beteiligung von 50,00 % an BZWBK-Vermögensverwaltung (Polen) Mai 2011 Veräußerung der Beteiligung von 49,99 % an der Bulgarian American Credit Bank August 2011 Verkauf von AIB International Financial Services August 2011 Verkauf von AIB Jersey Trust Januar 2012 AIB gibt die Entscheidung bekannt, das Gemeinschaftsunternehmen mit Aviva Life Holdings Ireland Ltd. zu beenden April 2012 AIB kündigt Einstellung der Tätigkeiten auf der Isle of Man und Jersey an April 2012 Verkauf der Tätigkeiten von AIB Baltics Juni 2012 Verkauf von AIB Investment Managers August 2012 Verkauf von Anteilen an polnischen Immobilienfonds — Übertragung von Vermögenswerten in Höhe von 21,3 Mrd. EUR auf die NAMA; — Verringerung des Fremdkapitalanteils aufgrund von PLAR 2011 in Höhe von 20,5 Mrd. EUR (abgeschlossen); — Das Passiva-Management/der Rückkauf von Schuldtiteln in den Jahren 2009, 2010 und 2011 trugen 5,4 Mrd. EUR zum harten Kernkapital bei: Juni 2009 Rückkauf von hybridem hartem Kernkapital + 1,1 Mrd. EUR Eigenkapitalbeitrag März 2010 Rückkauf von Ergänzungskapital i.F.v. Anleihen + 0,4 Mrd. EUR Eigenkapitalbeitrag Januar 2011 Rückkauf von Ergänzungskapital i.F.v. Anleihen + 1,5 Mrd. EUR Eigenkapitalbeitrag Juli 2011 Rückkauf von hartem Kernkapital und Ergänzungskapital in Form von Anleihen + 2,1 Mrd. EUR Eigenkapitalbeitrag Juni 2010 — Februar 2011 Reihe von Rückkäufen von hartem Kernkapital und Ergänzungskapital von EBS in Form von Anleihen + 0,3 Mrd. EUR Eigenkapitalbeitrag — Schließung von Zweigniederlassungen (68 in Irland, 22 Schließungen von EBS-Verkaufsstellen, 22 AIB-Zweigniederlassungen im Vereinigten Königreich); — Programm für vorzeitigen Ruhestand und freiwillige Abfindung: Verringerung um +/– 2 877 VZÄ (33) zum 31. Dezember 2013, weiterer Stellenabbau geplant; — vollständige Ersetzung des Vorstands und des Leitungsstabs (im Vergleich zur Situation vor September 2008); — Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit auf Irland mit einem Bankdienstleistungsangebot für Unternehmen und Privatkunden. 2.6.   DER UMSTRUKTURIERUNGSPLAN FÜR DIE BANK (AUS AIB UND EBS HERVORGEGANGENES UNTERNEHMEN) (51) Am 28. September 2012 legte Irland der Kommission einen Umstrukturierungsplan für die Bank für den Zeitraum 2012 bis 2015 vor. Dieser Plan wurde von Irland wiederholt geändert und ergänzt, und der Umstrukturierungszeitraum wurde letztendlich auf die Jahre 2014 bis 2017 festgelegt. (52) Um nachzuweisen, dass die Bank ihre langfristige Rentabilität wiederherstellen kann, übermittelte Irland der Kommission ein Basisszenario, ein alternatives Basisszenario auf der Grundlage vorsichtigerer Annahmen und ein Stressszenario. (53) Die Bank plant, bis zum Ende des Umstrukturierungszeitraums wieder zu einer soliden, rentablen und gut finanzierten Einrichtung mit soliden Eigenkapitalkoeffizienten und einem traditionelleren Geschäftsmodell zu werden. Der Plan enthält eine Geschäftsstrategie, nach der die Bank als kleinere Universalbank positioniert werden soll, die sich in erster Linie auf Irland konzentriert — im Gegensatz zu der international diversifizierten Finanzdienstleistungsgruppe, die sie in der Zeit vor der Krise war. Die betriebliche Struktur der Bank beruht auf drei Schwerpunkten: der Domestic Core Bank (inländische Kernbank), AIB UK (für das Geschäft im Vereinigten Königreich (Großbritannien und Nordirland)) und der 2012 gegründeten Financial Solutions Group. (54) Die Hauptfaktoren für die Wiederherstellung der Rentabilität der Bank sind: a) die Neuausrichtung der Bank als kleinere Bank mit einem verbesserten Finanzierungsprofil, die sich in erster Linie auf Irland konzentriert; b) eine bessere Rentabilität durch einen verstärkten Ausbau der nationalen Umsetzungsmaßnahmen (NIM), Maßnahmen zur Kostenreduzierung und wesentlich geringere Wertminderungsaufwendungen; c) ein hoher Eigenkapitalpuffer. 2.6.1.   Das Basisszenario 2.6.1.1.   Makroökonomische Annahmen und entscheidende Finanzprojektionen (55) Im Basisszenario wird davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Irland 2014 um 2,2 % wachsen und sich in den Jahren 2015, 2016 und 2017 auf 2,8 %, 3,2 % bzw. 3,2 % beschleunigen wird. Im Vereinigten Königreich dürfte das BIP folglich um 1,9 % im Jahr 2014, 2,1 % im Jahr 2015, 2,5 % im Jahr 2016 und 2,5 % im Jahr 2017 steigen. (56) Die Beschäftigung wird sich dem Basisszenario zufolge während des gesamten Umstrukturierungszeitraums verbessern, wobei mit Wachstumsraten von 0,8 % im Jahr 2014, 1,5 % im Jahr 2015, 2 % im Jahr 2016 und 2 % im Jahr 2017 gerechnet wird. (57) Ferner sollen das Wohnungs- und Bauwesen von einem sehr niedrigen Niveau aus wieder anziehen. Die Immobilienpreise dürften 2014 um 3 %, 2015 um 3 %, 2016 um 2,5 % und 2017 um 2,5 % steigen. (58) Der Umstrukturierungsplan der Bank führt beim Basisszenario zu folgenden Finanzprognosen: Tabelle 4 Finanzergebnisse und Finanzprognosen der Bank nach dem Basisszenario Finanzkennzahlen 2012 Ist-Zahlen 2013 Ist-Zahlen 2014 Soll-Zahlen 2015 Soll-Zahlen 2016 Soll-Zahlen 2017 Soll-Zahlen —   Kapital & risikogewichtete Vermögenswerte (RWA) — Koeffizient des harten Kernkapitals (Core Tier 1/„CT1“) oder (Common Equity Tier 1/„CET1“-Koeffizient) (%) 15,2 % 14,3 % [10-20 %] [10-20 %] [10-20 %] [10-20 %] — Kapitalpuffer (Mio. EUR) gegenüber 8 % CT1/CET1 5 133 3 934 [0-5 000 ] [5 000 -10 000 ] [5 000 -10 000 ] [5 000 -10 000 ] — Risikogewichtete Vermögenswerte (RWA) (in Mio. EUR) 71 417 62 395 [55 000 -65 000 ] [55 000 -65 000 ] [55 000 -65 000 ] [55 000 -65 000 ] —   Rentabilität — NIM — mit Ausnahme von ELG (%) 1,22 % 1,37 % [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] — Aufwand-Ertrag-Verhältnis („COST income ratio“ — CIR) 123 % 77 % [60-70 %] [50-60 %] [45-55 %] [45-55 %] — Gewinn nach Steuern (Mio. EUR) 3 557 (1 597 ) [0-750] [0-750] [250-1 250 ] [250-1 250 ] — Eigenkapitalrendite („Return on equity“ — ROE) (34) – 37,0 % – 21,5 % [0,5-10 %] [0,5-10 %] [5-15 %] [5-15 %] —   Finanzierung — Kredit-Einlagen-Verhältnis („Loan-to-Deposit Ratio“ — LDR) 115 % 100 % [95-120 %] [95-120 %] [95-120 %] [95-120 %] — EZB-Abhängigkeit — (in % der Gesamtverbindlichkeiten (35)) 20 % 12 % [10-20 %] [< 10 %] [< 10 %] [< 10 %] —   Sonstige — Bruttodarlehen und -forderungen an Kunden (in Mio. EUR) 89 872 82 851 [70 000 -80 000 ] [65 000 -75 000 ] [65 000 -75 000 ] [65 000 -75 000 ] — Gesamtvermögenswerte (in Mio. EUR) 122 501 117 734 [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] — Vollzeitäquivalente (Anzahl) 13 429 11 431 [10 000 -15 000 ] [8 000 -13 000 ] [8 000 -13 000 ] [8 000 -13 000 ] Quelle: Umstrukturierungsplan der Bank und ergänzenden Ausführungen vom 10. Januar 2014, AIB-Jahresbericht 2013. 2.6.1.2.   Hauptfaktoren für die Wiederherstellung der Rentabilität der Bank i)   Eine kleinere auf das Inland ausgerichtete Bank mit einem besseren Finanzierungsprofil (59) Durch eine erhebliche Verringerung des Fremdkapitalanteils (36) möchte die Bank ein wesentlich kleineres Institut als im Zeitraum vor der Finanzkrise werden. Die Bank hat ihren Fremdkapitalanteil bereits erheblich verringert, indem sie mehrere Geschäftszweige und Vermögenswerte veräußerte und risikoreiche Immobilienvermögenswerte auf die NAMA übertrug (21,3 Mrd. EUR). Dadurch konnte die Bilanzsumme der Bank erheblich gesenkt werden. Der Gesamtumfang der Vermögenswerte der AIB-Gruppe sank von 136,7 Mrd. EUR Ende 2011 auf 117,7 Mrd. EUR zum 31. Dezember 2013 (Rückgang um 14 %) (37). (60) Durch diese erhebliche Verringerung des Fremdkapitalanteils/Verkleinerung der Bank sowie eine wachsende Einlagenbasis (ab 2011) konnte das Finanzierungsprofil der Bank verbessert werden. Der Anteil der Kundeneinlagen am Gesamtumfang der Finanzierungsmittel (d. h. Gesamtpassiva (38)) erhöhte sich von 49,7 % Ende 2011 auf 61,2 % Ende 2013, während das Kredit-Einlagen-Verhältnis („Loan-to-Deposit Ratio“ — LDR) von 138 % Ende 2011 auf 100 % am 31. Dezember 2013 zurückging. (61) Während des Umstrukturierungszeitraums will die Bank den Anteil der Kundeneinlagen an ihren Gesamtfinanzierungsmitteln (d. h. Gesamtpassiva) weiter erhöhen, während der Anteil der EZB-Finanzierung während des Umstrukturierungszeitraums von 20 % im Jahr 2012 auf [< 10 %] im Jahr 2017 zurückgehen dürfte (dies entspricht einem Rückgang um 15 bis 25 Mrd. EUR). Grundlage dafür ist eine Kombination aus projizierten geringeren Kreditvolumina (39), der Rücknahme von NAMA-Schuldverschreibungen (40) und höheren Bankeinlagen. (62) Die Bank erhält allmählich wieder Zugang zum Interbankenmarkt. Im Januar und September 2013 gab die Bank zwei hypothekarisch besicherte Anleihen im Umfang von jeweils 500 Mio. EUR aus. Im Oktober 2013 emittierte die Bank eine Kreditkartenverbriefung im Umfang von 500 Mio. EUR — ein Novum für eine irische Bank. Im November 2013 gelang der Bank eine Platzierung vollständig unbesicherter Schuldtitel in Höhe von 500 Mio. EUR über drei Jahre. Dies war die erste nichtgarantierte Schuldtiteltransaktion seit 2009. Im März 2014 gab die Bank eine durch Vermögenswerte unterlegte Wertpapieranleihe mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Umfang von 500 Mio. EUR aus. Dabei handelt es sich um die längste als Benchmark dienende öffentliche, durch Vermögenswerte unterlegte Wertpapieranleihe von AIB seit 2007. (63) Was die prognostizierten Liquiditätsquoten unter Berücksichtigung der gegenwärtig verfügbaren Informationen über die Zusammensetzung der Mindestliquiditätsquote (LCR) betrifft, die auf Ebene der Europäischen Union (41) noch in der Konsultationsphase ist, so sieht die Bank während der Umstrukturierungsphase eine LCR-Quote vor, die deutlich über den Mindestanforderungen liegt (siehe Tabelle 5). Tabelle 5 Liquiditätsquoten der Bank (in %) Liquiditätsquoten 2014 Soll-Zahlen 2015 Soll-Zahlen 2016 Soll-Zahlen 2017 Soll-Zahlen Mindestliquiditätsquote (LCR) [75-150] [75-170] [75-170] [75-170] Mindestliquiditätsquoten (LCR) nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013   60 70 80 Strukturelle Liquiditätsquote [70-120] [70-120] [70-120] [70-120] Quelle: Umstrukturierungsplan der Bank. ii)   Verbesserung der Rentabilität (64) Die Bank will 2014 ihre Rentabilität mit einem prognostizierten Gewinn nach Steuern in Höhe von [0-750] Mio. EUR wiederherstellen, der 2017 bei [250-1 250] Mio. EUR liegen soll. Die Eigenkapitalrendite („ROE“) wird 2014 voraussichtlich bei [0,5-10 %] und 2017 bei [5-15 %] liegen. Dies soll folgendermaßen erreicht werden. (65) Erstens werden im Umstrukturierungsplan eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, um die NIM, ohne ELG-Kosten, von 1,22 % im Jahr 2012 auf [1,5-2,25 %] im Jahr 2017 aufzustocken. Zu diesen Maßnahmen gehören die Vergabe neuer Kredite im Umfang von [20-30] Mrd. EUR von 2014 bis 2017 zu höheren Zinssätzen, weitere Verbesserungen in Bezug auf die Preisgestaltung der „back-book“-Kredite (Altkredite) (42) und eine weitere Verringerung der Kosten für Einlageprodukte bis zum Jahr 2015 (siehe Tabelle 6). Darüber hinaus dürfte der Anteil der von der Bank gehaltenen renditeschwachen Vermögenswerte (d. h. indizierte Hypotheken und NAMA-Schuldverschreibungen) infolge der Rücknahme von NAMA-Schuldverschreibungen und der Amortisierung des indizierten Hypothekenportfolios, für das keine neue Kreditvergabe geplant ist, im Vergleich zur Gesamtsumme der Aktiva während der Umstrukturierungsphase von [20-30 %] im Jahr 2014 auf [10-20 %] im Jahr 2017 zurückgehen. Tabelle 6 Voraussichtliche Entwicklung der durchschnittlichen Renditen von Aktiva und Passiva (in %) Durchschnittliche Rendite 2013 Ist-Zahlen 2014 Soll-Zahlen 2015 Soll-Zahlen 2016 Soll-Zahlen 2017 Soll-Zahlen Durchschnittliche Rendite — Neue Kreditvergabe [3-7] [3-7] [3-7] [3-7] [3-7] Durchschnittliche Rendite — „Back-book“-Kredite (Altkredite) [2-5] [2-5] [2-5] [2-5] [2-5] Durchschnittliche Rendite — Alle Kredite 2,74 [2-6] [2-6] [2-6] [2-6] Durchschnittliche Rendite — Einlagen (einschließlich Girokonten) – 1,54 [– 0,5 bis – 2,5] [– 0,5 bis – 2,5] [– 0,5 bis – 2,5] [– 0,5 bis – 2,5] Quelle: Umstrukturierungsplan der Bank und ergänzende Angaben vom 20. März 2014. (66) Das Ende der ELG-Regelung zum 28. März 2013 wird zweitens eine Verbesserung der NIM nach ELG-Kosten bewirken, da die an den Staat entrichteten Garantiegebühren sinken werden. 2012 beliefen sie sich auf 0,4 Mrd. EUR und dürften 2017 lediglich 8 Mio. EUR betragen. (67) Im Hinblick auf die Erzielung nachhaltiger Betriebsgewinne vor Rückstellungen plant die Bank drittens eine weitere Verringerung ihrer Betriebskosten von 1,8 Mrd. EUR im Jahr 2012 auf [1,0-1,5] Mrd. EUR im Jahr 2015 und [1,0-1,5] Mrd. EUR im Jahr 2017. Als maßgebliche Initiativen für diese Betriebskostensenkung sind die Regelung für den vorzeitigen Ruhestand & freiwillige Abfindungen und die 2012 angekündigte Überprüfung der Arbeitsentgelte und Sozialleistungen vorgesehen. In diesem Zusammenhang sieht die Bank einen Personalabbau von [20-40] % bis 2015 und von [20-40] % bis 2017 gegenüber dem Stand von 2012 vor, d. h. eine Senkung der Mitarbeiterzahl um insgesamt [2 000 bis 5 000]. (68) Was schließlich das Betriebsergebnis nach Rückstellungen und vor außerordentlichen Posten betrifft, so plant die Bank eine drastische Senkung der Wertminderungsaufwendungen von 2,5 Mrd. EUR im Jahr 2012 auf [0-0,5] Mrd. EUR im Jahr 2014 und [0-0,5] Mrd. EUR im Jahr 2017, da der Plan von einer wirtschaftlichen Erholung in Irland ausgeht. AIB erwartet von dieser Erholung einen Rückgang des Neuaufkommens uneinbringlicher Darlehen. Der Plan sieht ferner wirksamere Kreditverwaltungstätigkeiten vor, die zur Einsetzung der Financial Solution Group und zur Umsetzung der „Mortgage Arrears Resolution Strategy“ (43) (im Folgenden „MARS“) führten. Mit diesen Tätigkeiten sollen die Einziehung der Kredite und die Effizienz der Umstrukturierung der Bank verbessert werden, wodurch sich die Zahl der bereinigten Kredite erhöhen dürfte. iii)   Aufrechterhaltung eines hohen Eigenkapitalpuffers (69) Die Bank geht davon aus, dass sie während des Umstrukturierungszeitraums mittels höherer einbehaltener Gewinne und geringerer risikogewichteter Vermögenswerte („RWA“) einen hohen Eigenkapitalpuffer aufrechterhalten wird. Die Bank beabsichtigt, ihre Gewinne mittels der in den Randnummern 65 bis 68 beschriebenen Maßnahmen zu steigern und in vollem Umfang einzubehalten. Die risikogewichteten Vermögenswerte sollen zwischen 2013 und 2016 um rund [5-10] Mrd. EUR sinken, und zwar vor allem dank der anhaltenden Kontraktion des Kreditportfolios (einschließlich Abschreibungen, umstrukturierter wertgeminderter Kredite, und Amortisierung von Krediten), der neuen Behandlung latenter Steueransprüche („Deferred Tax Assets“ — DTA) (44) und des von der Bank geplanten Rückgriffs auf a) einen auf internen Ratings basierenden Ansatz („IRB-Ansatz“) für das EBS-Kreditportfolio und b) aktualisierte IRB-Modelle für das AIB-Kreditportfolio. (70) Irland zufolge wird die CBI zudem bald das aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Mindestkapital (45) von 10,5 % auf […] % senken, so dass der Eigenkapitalpuffer der Bank 2014 bei ansonsten unveränderten Bedingungen um [0-5] Mrd. EUR steigen wird. Das von der CBI im November 2010 im Rahmen der PCAR festgelegte Ziel von 10,5 % wird daher nicht länger von Bedeutung sein. (71) In Anbetracht der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Eigenkapitalunterlegung von 8 % des Tier-1-Kernkapitals (im Folgenden „CET1“) während des gesamten Zeitraums dürfte der Kapitalpuffer der Bank 2014 voraussichtlich bei [0-5] Mrd. EUR und 2017 bei rund [5-10] Mrd. EUR liegen. Bei einer Kapitalschwelle von 5,5 % (46) würde der Kapitalpuffer 2014 bei [5-10] Mrd. EUR liegen. (72) Darüber hinaus hält die Bank bedingte Kapitalinstrumente (47) („CoCos“) im Umfang von 1,6 Mrd. EUR, die erforderlichenfalls in Stammaktien umgewandelt werden können. Unter Berücksichtigung der CoCos dürfte der Kapitalpuffer 2014 bei einem aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindesteigenkapital von 8 % [5-10] Mrd. EUR betragen und bei einer Kapitalschwelle von 5,5 % [5-10] Mrd. EUR. (73) Die CET1-Zahlen in den Randnummern 71 und 72 beinhalten den schrittweisen Abzug von DTA (48). Die von der Bank ausgewiesenen DTA aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf 3,9 Mrd. EUR. 2.6.2.   Das alternative Basisszenario (74) Am 11. Februar 2014 übermittelte die Bank der Kommission ein alternatives Basisszenario (im Folgenden das „alternative Basisszenario“), das sich auf vorsichtigere Annahmen als das Basisszenario stützt. Die vorsichtigeren Annahmen betrafen die RWA-Entwicklung, die Ergebnisse der Bilanz-Bewertung („Balance Sheet Assessment“ — BSA) (49), das Volumen neuer Kredite, eine andere Finanzierungsmischung, höhere Kosten für die Bereitstellung von Mitteln und höhere Rückstelllungen (siehe Zusammenfassung in Tabelle 7). Die makroökonomischen Annahmen, die diesem alternativen Basisszenario zugrunde liegen, sind dieselben wie beim Basisszenario (siehe die Randnummern 55 und 56). Tabelle 7 Alternatives Basisszenario: Hauptunterschiede bei den Annahmen im Vergleich zum Basisszenario Variable Alternatives Basisszenario (im Vergleich zum Basisszenario) Risikogewichtete Vermögenswerte (RWA) Umfasst die Ergebnisse der BSA und ignoriert vorsichtshalber die Auswirkungen des geplanten Rückgriffs auf das neue und das aktualisierte IRB-Modell, deren Genehmigung durch die CBI noch aussteht (50). Infolge dieser beiden Änderungen wuchsen die RWA für die Jahre 2014, 2015, 2016 und 2017 um [3-8] Mrd. EUR, [3-8] Mrd. EUR, [3-8] Mrd. EUR bzw. [3-8] Mrd. EUR im Vergleich zum Basisszenario. Rückstellungen für Wertminderungen im Kreditgeschäft Umfasst sämtliche BSA-Ergebnisse. Durch die BSA wurde ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf in Höhe von 1,1 Mrd. EUR ermittelt; im Basisszenario wurde lediglich […] Mio. EUR berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Rückstellungen im alternativen Basisszenario um […] Mrd. EUR höher liegen als im Basisszenario von 2013 und diese zudem linearer auf das Niveau von vor der Krise zurückzuführen sind. Im Vergleich zum Basisszenario ergibt sich daraus ein zusätzlicher Rückstellungsbedarf in Höhe von [500-1 000 ] Mio. EUR im Jahr 2014, [500-1 000 ] Mio. EUR im Jahr 2015, [0-500] Mio. EUR im Jahr 2016 und [0-500] Mio. EUR im Jahr 2017. Neue Ausleihungen Dabei ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass neue Ausleihungen für das Handels-, Unternehmens- und KMU-Portfolio für jedes prognostizierte Jahr auf das prognostizierte BIP-Wachstum beschränkt sind. Dies bedeutet, dass die neue kumulierte Kreditvergabe während des Umstrukturierungszeitraums [2-4] Mrd. EUR unter dem Basisszenario liegt. (Infolge der neuen Annahmen zu den Ausleihungen erhöhen sich die RWA für die Jahre 2014, 2015, 2016 und 2017 um [0-3] Mrd. EUR, [0-3] Mrd. EUR, [0-3] Mrd. EUR bzw. [0-3] Mrd. EUR). Finanzierungsmischung Umfasst im Vergleich zum Basisszenario einen (um 2 % bis 3 %) höheren Anteil an langfristigen Finanzierungen bis 2016 Kosten für die Bereitstellung von Mitteln Dabei wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung der Kosten für Einlagen auf Privatkunden-Terminkonten sowie für Einlagen auf KMU- und Unternehmenskonten im Vergleich zum Basisszenario stärker der Entwicklung des projizierten EZB-Basissatzes folgt. Quelle: Umstrukturierungsplan der Bank und ergänzende Angaben vom 11. Februar und 27. März 2014. (75) Diesen vorsichtigeren Annahmen zufolge würde die Bank die Rentabilitätsschwelle nicht vor dem Jahr 2016 erreichen, für das ein Gewinn nach Steuern in Höhe von [0-750] Mio. EUR zu erwarten wäre; 2017 dürfte er bei [250-1 250] Mio. EUR liegen. Die Eigenkapitalrendite („ROE“) wird 2016 voraussichtlich bei [0,5-10] % und 2017 bei [5-15] % liegen. (76) Der Eigenkapitalpuffer der Bank dürfte 2014 bei rund [2-6] Mrd. EUR und 2017 bei [2-6] Mrd. EUR liegen. Dabei wird einer Mindestkapitalanforderung von 8 % ausgegangen. Unter Berücksichtigung der CoCos dürfte der Eigenkapitalpuffer 2014 bei Mindesteigenkapitalanforderungen von 8 % bei [3-8] Mrd. EUR liegen (und bei einer Kapitalschwelle von 5,5 % bei [3-8] Mrd. EUR). Tabelle 8 Finanzprognosen der Bank nach dem alternativen Basisszenario Finanzkennzahlen 2014 Soll-Zahlen 2015 Soll-Zahlen 2016 Soll-Zahlen 2017 Soll-Zahlen —   Eigenkapital & risikogewichtete Aktiva (RWA) — CT1- oder CET1-Quote (%) [10-20 %] [10-20 %] [10-20 %] [10-20 %] — Kapitalpuffer (Mio. EUR) gegenüber 8 % CT1/CET1 [2 000 -6 000 ] [2 000 -6 000 ] [2 000 -6 000 ] [2 000 -6 000 ] — Kapitalpuffer (Mio. EUR) gegenüber 8 % CT1/CET1, einschließlich der Umwandlung von Cocos [3 000 -8 000 ] [3 000 -8 000 ] [3 000 -8 000 ] [3 000 -8 000 ] — RWA (Mio. EUR) [55 000 -65 000 ] [55 000 -65 000 ] [55 000 -65 000 ] [50 000 -60 000 ] —   Rentabilität — NIM — ohne ELG-Kosten (%) [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] [1,5-2,25 %] — Aufwand-Ertrag-Verhältnis („COST income ratio“ — CIR) [60-70 %] [60-70 %] [50-60 %] [45-55 %] — Gewinn nach Steuern (Mio. EUR) [0-750 EUR ve] [0-750 EUR ve] [0-750] [250-1 250 ] — Eigenkapitalrendite (ROE) [unbedeutend] [unbedeutend] [0,5-10 %] [5-15 %] —   Finanzierung — Kredit-Einlagen-Verhältnis/LDR [95-120 %] [95-120 %] [95-120 %] [95-120 %] —   Sonstige — Bruttokredite/-darlehen und Forderungen an Kunden (Mio. EUR) [70 000 -80 000 ] [65 000 -75 000 ] [65 000 -75 000 ] [65 000 -75 000 ] — Gesamtvermögenswerte (Mio. EUR) [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] [100 000 -150 000 ] Quelle: Umstrukturierungsplan der Bank und ergänzende Ausführungen vom 11. Februar und 27. März 2014. 2.6.3.   Das Stressszenario („adverse scenario“) (77) Dem Stressszenario der Bank zufolge wird das BIP in Irland voraussichtlich um 1 % im Jahr 2014, 1,5 % im Jahr 2015, 2,2 % im Jahr 2016 und 2,2 % im Jahr 2017 wachsen. Das Beschäftigungswachstum würde erst 2015 mit einem erwarteten Wachstum von 0,5 % wieder einsetzen. 2016 dürfte es bei 1 % und 2017 bei 1 % liegen. Die Immobilienpreise würden 2014 um 1,2 %, 2015 um 1,7 %, 2016 um 1,9 % un

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