Europäische Union

Beschluss (GASP) 2025/2565 des Rates vom 15. Dezember 2025 zur Unterstützung des Aktionsprogramms der Vereinten Nationen für Kleinwaffen und leichte Waffen unter allen Aspekten und des Globalen Rahmens für Munition

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gagement von Sachverständigen in anderen einschlägigen Friedens-, Sicherheits- und Entwicklungsforen wird dazu beitragen, die Kontrolle von SALW und konventioneller Munition zur Erreichung der Friedens- und Sicherheitsziele und der Ziele für nachhaltige Entwicklung, einschließlich der Ziele 5 (Geschlechtergleichstellung und Selbstbestimmung) und 16 (Friedliche und inklusive Gesellschaften), zu fördern. Die Beteiligung an Netzwerken wie dem Netzwerk der Anlaufstellen für Frauen und Frieden und Sicherheit und der Kampagne „Halving Global Violence“ (Halbierung der weltweiten Gewalt) von Pathfinders wird das UNODA in die Lage versetzen, Synergien zu nutzen, um umfassende Ansätze für Frieden und Sicherheit zu fördern und Möglichkeiten zu ermitteln, wie eine breitere Gemeinschaft für die Bedeutung der Kontrolle von SALW und Munition gewonnen werden kann, damit gemeinsame Ziele erreicht werden können. 3.4   Ergebnisse i. Ein Ressourcenpaket zur Integration der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in die Präventionsanstrengungen und Bemühungen zur Friedenskonsolidierung: a. eine Bestandsaufnahme der Initiativen und Akteure, die sich mit SALW/Munition sowie Prävention und Friedenskonsolidierung befassen b. Ausarbeitung eines Leitfadens zu bewährten Verfahren für die Verflechtung der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in den nationalen Präventionsmaßnahmen im Einklang mit dem Pakt für die Zukunft und der „Neuen Agenda für den Frieden“ des Generalsekretärs c. eine Liste individuell anpassbarer nationaler Ziele, die in nationalen Aktionsplänen und Strategien für SALW, Munition, Frauen, Frieden und Sicherheit und Jugend, Frieden und Sicherheit und in Präventionsrahmen verwendet werden können d. Entwicklung des MOSAIC-Moduls 02.10 „Kontrolle von Kleinwaffen und leichten Waffen im Kontext der Verhütung bewaffneter Gewalt“, das in mindestens zwei Sprachen zu übersetzen ist e. eine Sensibilisierungs- und Kommunikationskampagne mit Schwerpunkt auf der Verknüpfung der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung im Hinblick auf eine wirksamere Prävention und Friedenskonsolidierung f. eine Online-Website („Ressourcenportal“) für Staaten zum Zugang zu Instrumenten und Optionen für die Unterstützung bei der Integration der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in umfassendere Bemühungen um Prävention, Friedenskonsolidierung und nachhaltige Entwicklung ii. Veröffentlichung eines Instrumentariums zur Verbesserung der Datenerhebung in Bezug auf die Kontrolle von SALW und Munition, aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Alter und Behinderung iii. Veröffentlichung eines praktischen Leitfadens Afrikas/der Afrikanischen Union zu Gleichstellungsfragen, SALW und Munition iv. Schaffung eines informellen Netzwerks junger Menschen mit Fachwissen im Bereich der Prävention durch Kontrolle von SALW und Munition v. Initiative zur Verhinderung von Feuerwaffen in Schulen für Staaten in Lateinamerika und der Karibik, welche Sensibilisierungs-Webinare, die Bereitstellung von Lehrmaterial und/oder die Bereitstellung technischer Unterstützung für ein ausgewähltes Land für die Planung, Konzeption, Ausarbeitung und Fertigstellung von Leitlinien für Schulbehörden, wie diese das Vorhandensein und den Einsatz von Feuerwaffen in Schulen verhindern und darauf reagieren können, umfassen kann vi. ein Programm für Zuschüsse, mit dem einschlägige Organisationen der Zivilgesellschaft in die Lage versetzt werden sollen, Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene und das Engagement junger Menschen für die Kontrolle von SALW und die Munitionsverwaltung in den betroffenen Gemeinschaften zu stärken vii. anhaltendes Engagement im Rahmen des Netzwerks der Anlaufstellen für Frauen und Frieden und Sicherheit, der Informellen Sachverständigengruppe des Sicherheitsrats für Frauen und Frieden und Sicherheit und des VN-Aktionsnetzwerks gegen sexuelle Gewalt in Konflikten sowie der Kampagne „Halving Global Violence“ (Halbierung der weltweiten Gewalt) von Pathfinders 3.   ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND PARTNERSCHAFTEN Aufbauend auf der bisherigen Zusammenarbeit zwischen der EU und dem UNODA und der Fähigkeit der VN, alle globalen Beteiligten an einen Tisch zu bringen, wird das Projekt wichtige VN-Einrichtungen, Regierungen, regionale Organisationen, die Zivilgesellschaft und Forschungseinrichtungen miteinander verbinden. Das Projekt wird die Verbreitung von Informationen und Ergebnissen der vorgeschlagenen Maßnahmen an ein breites und vielfältiges Publikum unterstützen. Ferner wird im Rahmen aller relevanten Maßnahmen Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, und zwar über die Medien sowie durch Nebenveranstaltungen und Web-Tools. Das UNODA und seine Durchführungspartner werden anhand wirksamer Sensibilisierungsmaßnahmen sowie durch Mobilisierungsmaßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Partnerschaften eine nachhaltige Wirkung erzeugen. Das UNODA wird eine Reihe von Kommunikationsinstrumenten einsetzen, so unter anderem eine Website, eine neue Sensibilisierungskampagne, schriftliche Pressemitteilungen, das „Saving Lives Bulletin“, ausgewählte Instrumente der sozialen Medien, Nebenveranstaltungen und informelle Briefings. Die Umsetzung aller Maßnahmen wird durch Überwachungs- und Evaluierungsinstrumente verfolgt, zu denen unter anderem auch Teilnehmerbefragungen und regelmäßige Sitzungen der jeweiligen Arbeitsgruppen zählen. UNODA ergreift alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass dem Beitrag der Europäischen Union die seinem Umfang entsprechende Beachtung zuteilwird. Diese Maßnahmen werden im Einklang mit den Leitlinien der Kommission für die Kommunikation und die Sichtbarkeit des auswärtigen Handelns der Europäischen Union durchgeführt. Während der gesamten Projektdurchführung wird die Koordinierung mit einem breiten Spektrum von Partnern sichergestellt, einschließlich derjenigen, denen andere Beschlüsse des Rates der EU zugutekommen. Das UNODA wird den Einsatz technischer Instrumente für die Bewertung, Kennzeichnung, Rückverfolgung, physische Sicherung und Verwaltung von Lagerbeständen unter gebührender Berücksichtigung der von der EU finanzierten oder kofinanzierten Instrumente fördern. Das UNODA wird sich weiterhin für die Förderung des Projekts und seiner Ergebnisse einsetzen, indem es sich an einschlägigen Netzwerken, Foren und Gruppen beteiligt, und weiterhin den informellen Koordinierungsmechanismus für Gleichstellungsfragen und Maßnahmen gegen Kleinwaffen und leichte Waffen verwalten, der im Rahmen des vorangegangenen von der EU finanzierten Projekts im Jahr 2019 eingerichtet wurde. 4.   BEGÜNSTIGTE Dieses Projekt wird verschiedenen Interessenträgern im Bereich der Kontrolle von Kleinwaffen und leichten Waffen und der Munitionsverwaltung zugutekommen. Dazu zählen regionale Organisationen, nationale Behörden und/oder Sicherheitsdienste und Streitkräfte sowie die Zivilgesellschaft, die auf nationaler Ebene und auf Gemeinschaftsebene in Afrika, Asien und im pazifischen Raum, in Lateinamerika und der Karibik sowie in Nordafrika und im Nahen Osten tätig sind. Darüber hinaus wird im Rahmen dieses Projekts auch mit nationalen Behörden und der Zivilgesellschaft zusammengearbeitet, die sich für Prävention und Friedenskonsolidierung einsetzen, wodurch gemeinsame Bemühungen zur Verringerung bewaffneter Gewalt verstärkt werden. Im Rahmen des gezielten Schwerpunkts des Projekts auf inklusiveren Ansätzen für Frieden und Sicherheit werden auch Frauen, junge Menschen und andere marginalisierte Gruppen begünstigt. 5.   DAUER Die geschätzte Gesamtlaufzeit des Projekts, einschließlich aller Maßnahmen im Rahmen seiner drei Säulen, beträgt 36 Monate. 6.   BERICHTERSTATTUNG Das UNODA wird im Einklang mit der ausgehandelten Vereinbarung regelmäßig Berichte erstellen. (1)  Das Bewertungsinstrument ist ein Software-Tool zur Unterstützung der Bewertung auf der Grundlage von Kriterien bewährter Verfahren in Bereichen wie der Bestandsverwaltung sowie der Kennzeichnung und Rückverfolgung von SALW und wurde im Rahmen des Beschlusses (GASP) 2022/1965 des Rates der EU entwickelt. ELI: http://data.europa.eu/eli/dec/2025/2565/oj ISSN 1977-0642 (electronic edition)

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.