Europäische Union

Beschluss (GASP) 2025/2565 des Rates vom 15. Dezember 2025 zur Unterstützung des Aktionsprogramms der Vereinten Nationen für Kleinwaffen und leichte Waffen unter allen Aspekten und des Globalen Rahmens für Munition

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32025D2565. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

Zur amtlichen Quelle ↗

Originaldateien und Anlagen

Durchsuchbarer Text in vereinfachter Darstellung. Tabellen, Abbildungen und verbindliche Gestaltung bitte anhand der Originaldateien prüfen.

ranstaltungsort noch offen (zwei Tagungen) 1.3.2   Ausarbeitung maßnahmenorientierter Empfehlungen zur Unterstützung der ersten Tagung der Staaten zum Globalen Rahmen für Munition im Jahr 2027 Es wird eine Reihe von virtuellen Rundtischgesprächen mit Sachverständigen organisiert, und die Ergebnisse und Empfehlungen der einzelnen Rundtischgespräche werden übersetzt und online veröffentlicht, damit die Staaten sie im Vorfeld der Tagung der Staaten berücksichtigen können. Diese Berichte werden auch auf den regionalen Vorbereitungstagungen vorgestellt und erörtert und könnten als Beitrag zu den Beratungen der Staaten über die Themen künftiger Sitzungen der Regierungssachverständigen dienen. 1.3.3   Sachverständigen-Webinare zur Erstellung von materiellen Inhalten und zum Aufbau regionaler Kapazitäten für Entwicklungen bei der Herstellung, Technologie und Konstruktion von SALW Die OETEG zu Entwicklungen in den Bereichen Technologien, Herstellung und Konstruktion von SALW wird in der jeweiligen Woche der zweijährlichen Tagungen der Staaten in den Jahren 2026 und 2028 zusammentreten und damit beauftragt werden, einvernehmlich vereinbarte Empfehlungen auszuarbeiten, die von den Staaten im Rahmen des politischen Prozesses des VN-Aktionsprogramms bis 2030 geprüft werden sollen. Um den Bedürfnissen der Staaten und des Vorsitzes in der Zeit zwischen den Tagungen gerecht zu werden, werden regionale und globale Webinare für Sachverständige und Diplomaten abgehalten, um Wissen zu generieren, Kapazitäten aufzubauen und Inhalte für die Ausarbeitung von Empfehlungen bereitzustellen. 1.3.4   Sponsoring, um Teilnehmern aus Entwicklungsländern oder stark betroffenen Staaten die Teilnahme an wichtigen zwischenstaatlichen Tagungen über SALW und Munition zu ermöglichen Viele Entwicklungsländer oder Länder, die stark von SALW und Munition betroffen sind, sind häufig nicht in der Lage, an den Konferenzen in New York teilzunehmen. Ein Sponsoring-Programm für ausgewählte Länder wird eine vielfältigere Teilnahme ermöglichen, was die Beratungen auf der Tagung der Staaten zum Globalen Rahmen im Jahr 2027 und erforderlichenfalls auf anderen Tagungen im Rahmen des VN-Aktionsprogramms bereichert. Die Teilnehmer werden vom UNODA, einschließlich seiner Regionalzentren, auf der Grundlage festgelegter Kriterien ermittelt, um eine vielfältige Teilnahme zu gewährleisten. Das Sponsoring wird eine Komponente im Bereich Kapazitätsaufbau umfassen, um Wissen über den materiellen Inhalt der Beratungen aufzubauen und Fähigkeiten zur Teilnahme am politischen Prozess zu entwickeln, sowie eine Vernetzungskomponente, um die Teilnehmer zusammenzubringen. Gegebenenfalls wird im Rahmen des Sponsoring ein Zusammenspiel mit den Stipendien im Zusammenhang mit SALW und Munition, welche unter Federführung der VN stehen, in Betracht gezogen. Beim Sponsoring wird der gleichberechtigten, uneingeschränkten und wirksamen Teilhabe von Frauen Vorrang eingeräumt. 1.3.5   Verstärkte Beteiligung der Zivilgesellschaft an globalen zwischenstaatlichen Prozessen Im Vorfeld der Tagung der Staaten zum Globalen Rahmen und der zweijährlichen Tagung der Staaten zum VN-Aktionsprogramm, einschließlich der OETEG, wird das IANSA Materialien erstellen, einschließlich eines Leitfadens zur Koordinierung der Prioritäten und Strategien für die Bürgerbeteiligung. Ferner wird ein Sponsoring-Programm für die Teilnahme der Zivilgesellschaft, einschließlich Jugendvertretern, an den Tagungen durchgeführt. 1.4   Ergebnisse i. Es werden bis zu sechs (6) regionale Vorbereitungstagungen für den Globalen Rahmen organisiert. ii. Es werden bis zu vier (4) virtuelle Rundtischgespräche mit Sachverständigen zu Munition im Vorfeld der Tagung der Staaten zum Globalen Rahmen im Jahr 2027 abgehalten. iii. Es werden bis zu acht (8) globale und regionale Sachverständigen-Webinare in der Zeit zwischen den Tagungen der OETEG veranstaltet. iv. Sponsoring von bis zu fünfzehn (15) Teilnehmern aus Entwicklungsländern oder stark betroffenen Staaten, damit diese an den politischen Konferenzen teilnehmen können. v. Ein Sponsoring-Programm und ein Leitfaden für Organisationen der Zivilgesellschaft, um die Repräsentation bei den Prozessen des Aktionsprogramms und des Globalen Rahmens und den wesentlichen Beitrag dazu zu verbessern. Ziel 2: Die Unterstützung der Koordinierung und der verstärkten Umsetzung der internationalen Instrumente auf nationaler, subregionaler und regionaler Ebene 2.2   Ergebnisse — Verbesserte Durchführung des VN-Aktionsprogramms, des Internationalen Rückverfolgungsinstruments und des Globalen Rahmens durch nationale Unterstützung für Staaten sowie Entwicklung von verbesserten Instrumenten — Verstärkte regionale Koordinierung zur Verringerung unerlaubter SALW und Munition 2.3   Maßnahmen 2.3.1   Verbesserung des MOSAIC und Stärkung des MOSAIC-Bewertungsinstruments Die Bekanntheit und der Nutzen des MOSAIC-Bewertungsinstruments werden durch Ausbildungsmaßnahmen zur Einführung und für verschiedene Interessenträger sowie durch die Entwicklung zusätzlicher Bewertungskriterien und neuer Funktionen für die Softwarekomponente verbessert. Das Verzeichnis der Bewertungskriterien des MOSAIC-Bewertungsinstruments wird auf der Grundlage von Nutzerrückmeldungen erweitert, um zusätzliche MOSAIC-Module abzudecken, wodurch Bewertungen anderer relevanter Bereiche der Kontrolle von SALW ermöglicht werden. Diese Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit dem UNIDIR und den Mitgliedstaaten durchgeführt. 2.3.2   Unterstützung der Staaten, um die Durchführungsbemühungen und die Zusammenarbeit im Rahmen des VN-Aktionsprogramms/Internationalen Rückverfolgungsinstruments sowie des Globalen Rahmens für Munition zu stärken Im asiatisch-pazifischen Raum vom UNRCPD umgesetzt — Unterstützung der ASEAN-Erklärung zur Bekämpfung des Waffenschmuggels: Zur Verringerung der unerlaubten Verbreitung von Waffen und Munition in den ASEAN-Staaten wird eine Reihe von subregionalen Seminaren, Workshops und Arbeitssitzungen abgehalten, einschließlich thematischer Sitzungen, Peer-to-Peer-Austausch und Besuche, um die politischen Verpflichtungen der ASEAN-Erklärung in umsetzbare Ziele, Zielvorgaben und Indikatoren zu übersetzen und gleichzeitig andere einschlägige regionale Mechanismen zu unterstützen. Das UNRCPD wird während des gesamten Prozesses Beratung bereitstellen und dabei mit einschlägigen regionalen Interessenträgern, einschließlich Organisationen der Zivilgesellschaft und regionalen Gremien wie dem ASEAN, zusammenarbeiten. Die Initiative wird inhaltlich an die Tagung Hoher Beamter des ASEAN über grenzüberschreitende Kriminalität und andere einschlägigen regionalen Foren anschließen, um Synergien und die Integration mit bestehenden Mechanismen zu gewährleisten. An der Initiative werden Durchführungspartner und weitere Geber beteiligt sein, um den Prozess zu unterstützen, wodurch die Koordinierung und die sichere nachhaltige Unterstützung für die Umsetzung der ASEAN-Erklärung gewährleistet werden. Darüber hinaus werden die Maßnahmen Synergien mit anderen wichtigen Rahmen wie dem regionalen ASEAN-Aktionsplan für Frauen, Frieden und Sicherheit fördern, womit regionale politische Verpflichtungen mit umfassenderen Agenden für Frieden und Sicherheit in Einklang gebracht werden. — Stärkung der Rolle der nationalen Kontaktstellen und der Koordinierungsmechanismen im Rahmen des VN-Aktionsprogramms und des Globalen Rahmens: Aufbauend auf der bisherigen Arbeit des UNRCPD zur Einrichtung regionaler Kooperationsmechanismen, wie der Gemeinschaft der nationalen Kontaktstellen für den asiatisch-pazifischen Raum des VN-Aktionsprogramms und dem 2023 ins Leben gerufenen Regionalen Kooperationsmechanismus für konventionelle Waffen, zielt diese Initiative darauf ab, die Gemeinschaft der nationalen Kontaktstellen des VN-Aktionsprogramms auf Regierungsbeamte auszuweiten, die am Globalen Rahmen arbeiten. — Bewertungen und Unterstützung vor Ort in bis zu drei Ländern: Auf nationaler Ebene wird gezielte Unterstützung geleistet werden, um die Regelungsrahmen, die Konstruktion und die Verwaltung von Systemen zur Kontrolle von SALW und Munition zu unterstützen, sowie auf Anfrage operative Unterstützung. Diese Unterstützung könnte Ausbildungsmaßnahmen, Workshops, Sitzungen, Datenerhebungen, technische Unterstützung und/oder Forschungstätigkeiten umfassen und wird sicherstellen, dass alle Maßnahmen geschlechtergerecht und inklusiv sind. Die Initiative wird bis zu drei begünstigte Staaten, darunter ein Land im Nahen Osten, in Abstimmung mit anderen einschlägigen Akteuren unterstützen und als Katalysator fungieren, mit dem andere Finanzierungsquellen, einschließlich des SALIENT, des UNSCAR und des Freiwilligen Treuhandfonds des Vertrags über den Waffenhandel, ergänzt werden, die regionalen Kapazitäten ausgebaut werden und die Koordinierung bei der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung verbessert wird. In Afrika vom UNREC umgesetzt — Vier Maßnahmen zur Unterstützung vor Ort, einschließlich zwei Bewertungen: Das UNREC wird – aufbauend auf der Durchführung von Bewertungsmissionen und auf der Unterstützung vor Ort bei der Entwicklung nationaler Aktionspläne für SALW in Burundi und Gambia – seine Unterstützung für diese beiden Länder bei der Umsetzung ihrer nationalen Aktionspläne aufrechterhalten. Darüber hinaus wird das Zentrum zwei weitere ausgewählte Staaten beim Ausbau ihrer nationalen Kapazitäten für die Kontrolle von SALW und/oder die Munitionsverwaltung unterstützen. Ausgewählte Länder können über das MOSAIC-Bewertungsinstrument unterstützt werden und darüber technische Unterstützung und gezielten Kapazitätsaufbau zur Verfügung gestellt bekommen, um die Umsetzung der globalen Rahmen auf der Grundlage ihrer Bedarfsermittlungen zu stärken. Als Teil des Unterstützungsangebots deckt das UNREC neben der Kontrolle von SALW nun auch Munitionsverwaltung und die Unterstützung bei der Umsetzung des Globalen Rahmens, einschließlich der Unterstützung bei der Berichterstattung und der Vorlage erster Übersichten, ab. Mit der Unterstützung wird der Einsatz bestehender Bewertungsinstrumente für Munition gefördert. — Förderung einer kontinentalen Gemeinschaft von Fachleuten für die Kontrolle von SALW und Munition: Aufbauend auf der Zusammenarbeit des UNREC mit einem breiten Spektrum von Sachverständigen für SALW und Munition auf dem afrikanischen Kontinent wird die Initiative eine Reihe von Online-Veranstaltungen für nationale Behörden, technische Sachverständige, Organisationen der Zivilgesellschaft, die Wissenschaft, kontinentale und regionale Institutionen und einschlägige VN-Einrichtungen umfassen. Die Förderung der kontinentalen Gemeinschaft von Fachleuten für die Kontrolle von SALW und Munition wird eine Plattform für Überlegungen/Beiträge schaffen, um i) die Umsetzung internationaler, kontinentaler, regionaler und nationaler Instrumente zur Verwaltung von unerlaubten SALW und unerlaubter Munition zu fördern, ii) Erkenntnisse und bewährte Verfahren für die wirksame Umsetzung von Initiativen zur Rüstungskontrolle auszutauschen und iii) wichtige Empfehlungen für politische Maßnahmen und maßnahmenorientierte Empfehlungen zur Bekämpfung der raschen Verbreitung von SALW und Munition zu formulieren. So könnten beispielsweise wichtige Themen wie die Auswirkungen neu entstehender Technologien auf SALW und die Abrüstungserziehung unter Einbeziehung junger Menschen erörtert werden. In Lateinamerika und der Karibik vom UNLIREC umgesetzt — Unterstützung der Entwicklung eines Fahrplans „ANDEAN“: Ausarbeitung eines Fahrplans für die Anden-Staaten (Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Peru), um die Operationalisierung des „Plan de Acción Resolutivo de la Decisión 922 en materia de Seguridad“ (Aktionsplan des Beschlusses 922 im Bereich Sicherheit), der im Januar 2024 von der Andengemeinschaft angenommen wurde, zu unterstützen. Der Plan sieht, unter anderen Prioritäten, eine verstärkte Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Waffenhandels vor. Die Maßnahmen werden subregionale Seminare, Workshops und technische Arbeitssitzungen (einschließlich Treffen zur Ausarbeitung des Wortlauts und thematischer Sitzungen) umfassen. Die Entwicklung des Fahrplans wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung für öffentliche Sicherheit der Organisation Amerikanischer Staaten (Organization of American States – OAS) und dem Sekretariat der Andengemeinschaft (Comunidad Andina – CAN) erfolgen und die Maßnahmen im Rahmen des am 16. Juli 2025 angenommenen Beschlusses (GASP) des Rates der EU ergänzen. — Stärkung der Verfahren zur Munitionskennzeichnung in Lateinamerika und der Karibik zur Unterstützung der Umsetzung des Globalen Rahmens für Munition. Die Munitionskennzeichnung in Lateinamerika und der Karibik wird durch die Entwicklung einer regionalen Veröffentlichung bewährter Verfahren, aktualisierte Ausbildungsmaterialien und die Arbeit mit nationalen Behörden zur Verbesserung der Kennzeichnungsverfahren, unter anderem durch die Durchführung von Kennzeichnungs-Lehrgängen in ausgewählten Ländern, gestärkt. Die technischen Fähigkeiten von Ballistik-Labors und forensischen Labors werden durch spezielle Schulungen zur Wiederherstellung von Waffenkennzeichnungen verbessert. Gesondert davon können nationale Anstrengungen zur Bekämpfung und Unterbindung des unerlaubten Handels mit Waffen und Munition durch gezielte Lehrgänge zum Kapazitätsaufbau unterstützt werden. 2.3.3    Broschüre und gezielte Unterstützung der Zivilgesellschaft und der Parlamentarier in bis zu drei (3) Ländern in Bezug auf die wirksame Unterstützung der nationalen Behörden bei der Umsetzung des VN-Aktionsprogramms/Internationalen Rückverfolgungsinstruments und des Globalen Rahmens: Angesichts der hochentwickelten Fachkenntnisse einiger nationaler Organisationen der Zivilgesellschaft in Fragen im Zusammenhang mit dem VN-Aktionsprogramm, dem Internationalen Rückverfolgungsinstrument und dem Globalen Rahmen wird in bis zu drei Ländern eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen für Pilotorganisationen und Parlamentarier durchgeführt. Die Unterstützung umfasst eine Broschüre, die darauf abzielt, die Universalisierung des Globalen Rahmens unter dem Hauptaspekt „Was kann die Zivilgesellschaft tun?“ zu unterstützen, einschließlich der Frage, wie Materialien und Instrumente, die durch andere im Rahmen eines Beschlusses des Rates der EU eingerichtete Projekte, vom UNODA und von anderen Partnerorganisationen erstellt wurden, genutzt und die nationale Berichterstattung oder die Festlegung von Zielen unterstützt werden können. Die Unterstützung ist ein konkreter Beitrag zur Zielvorgabe 15 des Globalen Rahmens. 2.4   Ergebnisse i. Aktualisierung des MOSAIC-Bewertungsinstruments auf der Grundlage von Rückmeldungen der Nutzer mit zusätzlichen benutzerfreundlichen Funktionen und Kriterien ii. Ausbildungsmaßnahmen zum MOSAIC-Bewertungsinstrument und Nutzung des MOSAIC-Bewertungsinstruments durch verschiedenste Interessenträger (auch in Verbindung mit der Maßnahme 2.3.3, soweit möglich) iii. Im asiatisch-pazifischen Raum: a. Ausarbeitung eines Aktionsplans zur ASEAN-Erklärung zur Bekämpfung des Waffenschmuggels in Südostasien b. Veranstaltungen zur Erfassung des Bedarfs an Unterstützung und virtuelle Ausbildungsworkshops für die nationalen Kontaktstellen c. Entwicklung eines Instrumentariums für nationale Kontaktstellen d. Bewertungen und Unterstützung vor Ort in bis zu drei Ländern iv. In Afrika: a. MOSAIC-Bewertungen in bis zu zwei (2) Ländern b. Technische Unterstützung vor Ort in bis zu vier (4) Staaten zur Umsetzung des VN-Aktionsprogramms, des Internationalen Rückverfolgungsinstruments und des Globalen Rahmens sowie Förderung bestehender Instrumente c. Die kontinentale Gemeinschaft von Fachleuten für die Kontrolle von SALW und Munition veranstaltet vierteljährlich Tagungen für insgesamt 12 Online- und Hybridveranstaltungen. v. In Lateinamerika und der Karibik: a. Gemeinsam mit der Organisation Amerikanischer Staaten und dem Sekretariat der Andengemeinschaft wird ein Fahrplan für die Andenstaaten zur Verhütung des unerlaubten Handels mit Feuerwaffen, Munition und Explosivstoffen und deren unerlaubter Verbreitung ausgearbeitet und angenommen. b. Es wird ein (1) Papier über die Munitionskennzeichnung in Lateinamerika und der Karibik erstellt, in dem regionale Herausforderungen und wirksame Verfahren analysiert und praktische Empfehlungen ausgearbeitet werden. c. Der UNLIREC-Lehrgang zur Kennzeichnung von SALW und die zugehörigen Materialien werden überarbeitet und um zusätzliche Inhalte zur Munitionskennzeichnung erweitert. d. In Lateinamerika und der Karibik werden bis zu vier (4) Präsenzlehrgänge/-workshops zur Kennzeichnung von Munition oder SALW und/oder zur Verstärkung der Anstrengungen zur Bekämpfung des unerlaubten Handels mit SALW und Munition abgehalten. e. Durch einen praktischen Lehrgang über die Wiederherstellung von Waffenkennzeichnungen profitieren Ballistik-Labors und forensische Labors in der Region vom Kapazitätsaufbau. f. Kapazitätsaufbau für Ballistik-Labors und forensische Labors durch einen praktischen Lehrgang über die Wiederherstellung von Waffenkennzeichnungen, der in mindestens zwei (2) Ländern Lateinamerikas und/oder der Karibik durchgeführt wird vi. eine Broschüre für die Zivilgesellschaft und/oder Parlamentarier, um Regierungen auf Anfrage bei der Umsetzung des VN-Aktionsprogramms, des Internationalen Rückverfolgungsinstruments und des Globalen Rahmens mithilfe bestehender Instrumente zu unterstützen, die als Pilotprojekt in bis zu drei (3) Ländern eingeführt wird Ziel 3: Die Nutzung der Kontrolle von SALW und Munition in umfassenderen Friedens- und Sicherheitsbemühungen, um bewaffnete Gewalt wirksamer zu verhindern und Frieden und Entwicklung zu erhalten 3.2   Ergebnisse — Verstärkung der gemeinsamen Anstrengungen zur Verhütung bewaffneter Gewalt und zur Wahrung des Friedens durch die Kontrolle von SALW und Munition — Beitrag zur Umsetzung des Pakts für die Zukunft durch die Integration der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in die nationalen Bemühungen um Prävention, Friedenskonsolidierung und nachhaltige Entwicklung — Verstärkung der Bemühungen um eine geschlechtergerechte Kontrolle von SALW — Stärkung der Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft und jungen Menschen, um die Nachfrage nach unerlaubten SALW und unerlaubter Munition zu verringern und das VN-Aktionsprogramm, das Internationale Rückverfolgungsinstrument und den Globalen Rahmen umzusetzen 3.3   Maßnahmen 3.3.1   Entwicklung eines „Unterstützungspakets“ für die Integration der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in die Präventionsanstrengungen und Bemühungen zur Friedenskonsolidierung Es wird ein Paket zur Unterstützung der Staaten bei der Integration der Kontrolle von SALW und der Munitionsverwaltung in nationale Präventionsstrategien, friedensbildende Maßnahmen und Entwicklungspläne entwickelt. Das Paket wird eine Reihe von Produkten umfassen, wie eine Bestandsaufnahme der bestehenden Initiativen und Akteure im Bereich der Prävention und SALW/Munition, einen Leitfaden zu bewährten Verfahren zur Stärkung der Verbindungen zwischen diesen Bereichen, die Entwicklung anpassbarer Beispiele nationaler Ziele, die von den Staaten verwendet werden können, ein neues MOSAIC-Modul zur Verhütung bewaffneter Gewalt (übersetzt in mindestens zwei Sprachen) und eine weltweite Sensibilisierungs- und Informationskampagne. Diese Materialien werden zusammen mit anderen einschlägigen vorhandenen Ressourcen auf einer eigens eingerichteten Website für die Kontrolle von SALW, die Munitionsverwaltung und die Wahrung des Friedens veröffentlicht, die den Staaten bei ihren diesbezüglichen Bemühungen als Ressourcenportal dienen kann. 3.3.2   Instrumentarium zur Erhebung von Daten über SALW und Munition Es wird ein Instrumentarium für Staaten und einschlägige Organisationen entwickelt, um bewährte Verfahren und Leitlinien für Datenindikatoren und -variablen im Zusammenhang mit SALW und Munition bereitzustellen, die nach sozialem/biologischem Geschlecht, Alter und Behinderung aufgeschlüsselt sind. Das Instrumentarium wird auch Leitlinien für die ethische Datenerhebung und den Schutz der Privatsphäre enthalten, Verweise auf bestehende Arbeiten in diesem Bereich, einschließlich der Arbeiten im Rahmen des Vertrags über den Waffenhandel, enthalten und möglicherweise auf dem „Ressourcenportal“ verfügbar sein. 3.3.3   Entwicklung und Einführung eines praktischen Leitfadens Afrikas/der AU zu Gleichstellungsfragen, SALW und Munition Das UNREC und die Afrikanische Union werden einen praktischen Leitfaden zu Gleichstellungsfragen, SALW und Munition ausarbeiten. Dadurch wird die Operationalisierung der 2023 unterzeichneten Kooperationsmatrix des UNODA und der AU unterstützt werden und dadurch werden wichtige Empfehlungen der im Jahr 2025 abgehaltenen UNREC-Workshops zu Gleichstellungsfragen und Abrüstung umgesetzt, in deren Rahmen erste Konsultationen und Sondierungen zum Leitfaden stattgefunden haben. Der Leitfaden wird Leitlinien für die Entwicklung einer geschlechtergerechten SALW-Politikgestaltung und -planung, für die Unterstützung der uneingeschränkten, gleichberechtigten und wirksamen Beteiligung von Frauen an der Entscheidungsfindung im Bereich der Waffenkontrolle und für die Entwicklung nationaler Aktionspläne, die Geschlechter- und Jugendperspektiven und -bedürfnisse berücksichtigen, enthalten. Der Leitfaden wird auch Leitlinien zu bewährten Verfahren für die Datenerhebung, -überwachung und -bewertung zu geschlechtersensiblen SALW-Programmen enthalten (im Zusammenhang mit Maßnahme 3.3.2). 3.3.4   Unterstützung eines informellen Netzwerks von Jugendexperten im Bereich SALW und Munition, um ihre Arbeit zur Prävention von Gewalt und zur Umsetzung der einschlägigen globalen Rahmen zu fördern Mit dieser Initiative wird ein informelles, von jungen Menschen geleitetes Netzwerk von Sachverständigen im Bereich SALW und Munition gefördert, das den Wissensaustausch, die Koordinierung von Maßnahmen und die Verstärkung ihrer Vorbringen und Stimmen bei von den VN unterstützten Maßnahmen zum VN-Aktionsprogramm, zum Internationalen Rückverfolgungsinstrument und zum Globalen Rahmen ermöglicht, wobei der Schwerpunkt auf Beiträgen zur Gewaltprävention und zur Wahrung des Friedens liegt. Wo dies machbar ist, werden Jugendexperten zur Teilnahme an den Projektmaßnahmen im Rahmen der Säulen I und II eingeladen (z. B. Maßnahmen 1.3.1, 1.3.2, 1.3.3, 2.3.2 und 2.3.3). 3.3.5   Initiative zur Verhinderung von Feuerwaffen in Schulen Das Bewusstsein und die institutionellen Kapazitäten zur Bekämpfung des Vorhandenseins von Feuerwaffen in Schulen in Lateinamerika und der Karibik werden durch nationale Webinare, die Verbreitung von Lehrmaterialien und/oder maßgeschneiderte technische Unterstützung für Staaten, einschließlich der Entwicklung von Leitlinien für Schulbehörden zur Verhütung von Vorfällen im Zusammenhang mit Feuerwaffen und zur Reaktion darauf, gestärkt. 3.3.6   Programm für kleinere Zuschüsse für die Zivilgesellschaft Es wird ein Programm für kleinere Zuschüsse für die Zivilgesellschaft durchgeführt, um faktenbasierte Interessenvertretungsinitiativen einschlägiger Organisationen der Zivilgesellschaft zu unterstützen, damit die relevanten Behörden und die Öffentlichkeit konstruktiv einbezogen werden. Im Zusammenhang mit den regionalen Vorbereitungstagungen zu Munition (Maßnahme 1.3.1) werden einige kleinere Zuschüsse gewährt. 3.3.7   Engagement in umfassenderen Foren in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Entwicklung Das En

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.