Europäische Union

1999/167/EG: Entscheidung des Rates vom 25. Januar 1999 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet "Lebensqualität und Management lebender Ressourcen" (1998-2002)

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s Fachwissen in ausreichendem Maß zur Verfügung zu haben und greifbare und anhaltende Wirkungen zu erzielen. Ausbildung und sozioökonomische Forschung werden daher einen integralen Bestandteil dieses Programms bilden; hinzu kommen entsprechende Verbindungen zu dem horizontalen Programm "Ausbau des Potentials an Humanressourcen in der Forschung und Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage". Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen dieses Programms umfassen die Unterstützung für Stipendien, die in Form von "Marie-Curie-Stipendien" entsprechend den in dem horizontalen Programm festgelegten Definitionen und Regeln durchgeführt werden. a) LEITAKTIONEN i) Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist die Erarbeitung von Kenntnissen sowie die Entwicklung von Technologien und Verfahren - einschließlich pränormativer Aspekte - auf der Grundlage multidisziplinärer Ansätze, die es ermöglichen, unbedenkliche, gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Lebensmittel zu produzieren, wobei die gesamte Nahrungsmittelkette einbezogen wird; gleichzeitig wird der Verbraucherschutz gefördert und ein Beitrag zur Bekämpfung ernährungsbedingter Krankheiten und zur Eindämmung der damit verbundenen immensen Kosten für die Gesundheitssysteme geleistet. Dabei werden die folgenden wissenschaftlichen und technologischen Ziele verfolgt: - Entwicklung sicherer, flexibler, neuer und/oder besserer Herstellungsverfahren und -technologien Ziel ist die Erhöhung der Qualität und der Verbraucherakzeptanz von Lebensmitteln, wobei sichergestellt wird, daß sich die Herkunft der Ausgangs- und Endprodukte zurückverfolgen läßt. FTE-Prioritäten: bessere Nutzung von landwirtschaftlichen Rohstoffen und von Systemen für die Produktion, die Verarbeitung und die Haltbarmachung; Entwicklung von Nahrungspflanzenkulturen und Lebensmitteln mit bestimmten Verwendungseigenschaften sowie von sicheren Lebensmitteln; Nutzung von Nebenprodukten der Fischerei und der Aquakultur und von unterbenutzten Arten; Qualität und Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, einschließlich der Ausgangsprodukte, in der gesamten Lebensmittelkette; sanfte Technologien und Kontrolle der Verarbeitung; moderne Lebensmitteltechnologien und Verpackungssysteme; Qualitätskontrolle und -sicherung sowie Entwicklung von Verfahren zur Qualitätsmessung. - Entwicklung von Tests zur Erkennung von Infektionserregern und toxischen Stoffen in der gesamten Lebensmittelkette und von Verfahren zu deren Vernichtung Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die von den Kontaminationen ausgehenden Gefahren, auf die genaue Herkunft der Kontamination und auf die Strategien zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit. FTE-Prioritäten: Erforschung und Kontrolle der Bedingungen, die zur Kontamination führen; Tests zur schnellen Erkennung von Erregern, Xenobiotika und Hormonen; neue und sicherere Verfahren für die Lebensmittelproduktion; neue Verfahren zur Abschätzung von mikrobiellen und chemischen sowie Allergie-Risiken. - Erforschung der Rolle der Nahrung bei der Förderung und Erhaltung der Gesundheit im Hinblick auf folgende Punkte: Ernährung, Toxikologie, Epidemiologie, Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Umwelt, Verbraucherentscheidung sowie öffentliche Gesundheit Ziel ist die Verringerung ernährungsbedingter Risikofaktoren für chronische Krankheiten und die Entwicklung neuer Konzepte für eine nährstoffhaltigere und ausgewogenere Ernährung. FTE-Prioritäten: Rolle und Einfluß der Ernährung auf physiologische Funktionen sowie die physische und mentale Leistungsfähigkeit; besondere Ernährungsbedürfnisse bestimmter Bevölkerungsgruppen; Zusammenhänge zwischen Ernährung und chronischen Krankheiten und Dysfunktionen unter Einbeziehung genetischer Faktoren; Einstellung und Reaktionen der Verbraucher in bezug auf Lebensmittel, ihre Verarbeitung und Kennzeichnung. ii) Bekämpfung von Infektionskrankheiten Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist der Kampf gegen bekannte, neu oder wieder ausbrechende Infektionskrankheiten, einschließlich Zoonosen, die aufgrund alter, neuer oder mutierter Erreger bei Mensch und Tier auftreten. Hierzu gilt es, den Wissensstand sich ergänzender Fachrichtungen in interdisziplinären Projekten zusammenzuführen und Kontakte mit nationalen und internationalen Organisationen sowie zwischen der akademischen Forschung, politischen Entscheidungsträgern und den Anbietern medizinischer Dienstleistungen, einschließlich der Schnittstelle zwischen vorklinischer und klinischer Forschung, sowie den auf dem Gebiet der Human- und Veterinärmedizin tätigen Unternehmen zu fördern, um die folgenden wissenschaftlichen und technologischen Ziele zu erreichen: - Entwicklung von verbesserten oder neuartigen Einkomponenten-Impfstoffen, Mehrkomponenten-Impfstoffen und Kombinationsimpfstoffen, insbesondere gegen Viruserkrankungen; hierzu zählt auch die Unterstützung von klinischen Tests in verschiedenen Kliniken FTE-Prioritäten: Impfstoffe gegen neu aufgetretene und wiederauftretende Infektionskrankheiten und sonstige infektionsbedingte Krankheiten (z. B. einige Krebsformen) im Einklang mit der einschlägigen Gemeinschaftspolitik zur Reduzierung und etwaigen Ersetzung von Tierversuchen; Impfstoffe gegen tierpathogene Erreger; Aufbau eines europäischen Netzes für klinische und Feldstudien mit Impfstoffen und Arzneimitteln, wozu ggf. auch eine bessere Erforschung des Immunsystems zählt. - Neue und verbesserte, auf Therapie und Vorbeugung gerichtete Strategien zur Erkennung und Beherrschung von Infektionskrankheiten, die sich auf Studien über die Pathogenese, das Auftreten von Resistenzen und die immunologische Kontrolle stützen FTE-Prioritäten: Erforschung der Schutzmechanismen gegen infektiöse Erreger, der Arzneimittelresistenz und der Immunabwehr; Technologien zur Erhöhung der Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen und der Immunotherapie; Erforschung spezifischer Risikofaktoren, einschließlich des menschlichen Verhaltens und neuer Technologien wie Xenotransplantate, die die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und die Entwicklung neuer, resistenter Erregerstämme begünstigen können; Entwicklung und Validierung von Diagnosetests, Forschungsarbeiten zur Unterstützung der Entwicklung eines Frühwarnsystems und eines Netzes zur Überwachung übertragbarer Krankheiten; bessere Verfahren zur frühen und präzisen Erkennung unerwünschter Reaktionen auf Arzneimittel und Impfstoffe. - Aspekte im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen sowie den Gesundheits- und den Pflegesystemen, insbesondere Managementaspekte, Vorbeugung, Überwachung, Verhaltensweisen und Reaktion auf Infektionskrankheiten (einschließlich der Modellierung menschlicher Krankheiten) FTE-Prioritäten: organisatorische und wirtschaftliche Aspekte des Gesundheitswesens und der Gesundheitssysteme; Überwachungs-, Kontroll- und Bewertungsverfahren für Vorbeugung und Heilung; Verfahren zur Überwachung der Sicherheit der Produkte auf dem Markt. iii) Die Zellfabrik Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist es, etablierte oder neu gegründete Unternehmen der Gemeinschaft darin zu unterstützen, die Fortschritte in den Biowissenschaften und der Biotechnologie, insbesondere auf den Gebieten Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Agro-Industrie und hochwertiger Produkte, wie z. B. Chemikalien, zu verwerten. Angestrebt wird die Entwicklung multidisziplinärer Technologien, die sich vor allem die zellulären und subzellulären Eigenschaften von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren und ihres Gewebes zunutze machen. Ziel ist die Erforschung der Wandlungsfähigkeit der Zellfunktionen und die Entwicklung qualitativ hochwertiger Bioreaktoren, Biomoleküle und Bioprozesse, mit denen sich Lebensqualität und Gesundheit verbessern lassen. Voraussetzung für die Nutzung der Zelle als Miniaturfabrik ist die Erforschung ihrer Mechanismen und der Abläufe in natürlichem Maßstab, wofür Kenntnisse aus der strukturellen Biologie, der Physiologie, der Nanobiotechnologie, der Genom- und Proteomforschung sowie der physikalischen Chemie, der Bioinformatik und der Biochemie benötigt werden. Um die Sicherheit neuer Biomoleküle und Bioprozesse zu gewährleisten, werden Verfahren entwickelt, um ihre möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie ihren Beitrag zur Verbesserung der Umweltschutzstandards zu überwachen. Mit Hilfe der im Rahmen dieser Leitaktion durchgeführten Forschungsarbeiten sollte auch die pränormative Forschung gestärkt werden, indem Zellkulturen als Modelle für die Medizin, die Pharmakologie, die Toxikologie und das Umweltmonitoring als Ersatz für Tierversuche bereitgestellt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den folgenden wissenschaftlichen und technologischen Zielen: - Neue und innovative gesundheitsbezogene Prozesse und Produkte, die insbesondere aus der Molekulartechnik resultieren (z. B. Diagnostika, Antibiotika, Mittel zur Krebsbehandlung, einschließlich pflanzengenerierter Therapeutika) Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf Produkte der Biotechnologie, die zur Prävention, Erkennung, Behandlung und Heilung von Krankheiten bei Mensch und Tier sowie zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden können. FTE-Prioritäten: vertiefte Erforschung der Zelle, der Genfunktionen und Methoden zur Übertragung von Genen im Hinblick auf die Entwicklung neuer Stoffe und Strategien für Diagnose und Therapie - Arzneimittel gegen Krebs, Antibiotika, Antikörper und Therapeutika, Impfstoffe, neue Tests für In-vitro Diagnose und Screening als Alternative zu Tierversuchen; Zellen als Produktionseinheiten und als Werkzeuge für Diagnose und Erkennung. - Verfahren mit hohem energetischen Wirkungsgrad für die biologische Regenerierung und die biologische Behandlung von Abfällen Ziel ist die Vermeidung, Erkennung, Überwachung, Behandlung und Beseitigung von Verunreinigungen sowie die Maximierung des wirtschaftlichen Werts von Abfall FTE-Prioritäten: neue Bioverfahren zur Vermeidung industrieller Verunreinigungen, zur Behandlung, Veredelung und/oder Wiederverwertung bioakkumulierbarer Abfälle und industrieller Nebenprodukte; biologische Reihentests und Biosensoren; biologischer Abbau schwer abbaubarer Chemikalien mit Hilfe mikrobischer Katalysatoren, die entweder allein oder in Kombination mit Pflanzensystemen und/oder chemischen Katalysatoren eingesetzt werden; biologische Vielfalt und ökologische Dynamik natürlicher und neu eingeführter Populationen. - Neue biologische und biotechnologische Verfahren und Produkte, neue Verarbeitungstechniken unter Verwendung von Mikroorganismen, Pflanzen oder Tieren für die Lebensmittel- und Agrarindustrie sowie für Anwendungen qualitativ hochwertiger Chemikalien Angestrebt werden vor allem qualitativ hochwertige Biomoleküle und Bioverfahren, mit denen erneuerbare Ressourcen besser verwertet und die gewünschten Eigenschaften bioaktiver Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere gezielter exprimiert werden können. Diese Maßnahmen sind auf das Potential einer nachhaltigen industriellen Nutzung ausgerichtet und berücksichtigen sozioökonomische, agronomische, ökologische und/oder verbraucherbezogene Gesichtspunkte. FTE-Prioritäten: Nutzung der zellulären und subzellulären Eigenschaften verbesserter Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere, auch mit Ansätzen auf Gemeinschaftsebene; Entwicklung von Verfahren und Strategien für die Identifizierung rekombinanter Organismen und ihrer Rückstände in der Umwelt sowie Einschätzung ihrer möglichen Folgen für die Gesundheit von Mensch und Tier oder für die Umwelt; neue Biokatalysatoren, Verwendung terrestrischer und mariner Organismen als Quelle für neue hochwertige Produkte; Erforschung und nachhaltige Nutzung der metabolischen und genetischen Diversität. iv) Umwelt und Gesundheit Ziele und FTE-Prioritäten Das Ziel dieser Leitaktion besteht darin, die Wechselwirkungen zwischen den genetischen, physiologischen, umweltbezogenen und sozialen Faktoren bei der Aufrechterhaltung einer guten Gesundheit weiter zu klären und somit dazu beizutragen, die negativen Auswirkungen von Veränderungen der Umwelt und am Arbeitsplatz auf die Gesundheit und die hiermit verbundenen immensen Kosten für die Gesundheitssysteme zu verringern. Sie umfaßt insbesondere Fragen wie die gesundheitlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung, Schwermetallen, toxischen Stoffen, Lärm, Klimaänderungen und elektromagnetischer Strahlung und deren Vermeidung sowie die Auswirkungen von Umweltbelastungen am Arbeitsplatz. Die wissenschaftlichen und technologischen Ziele laufen wie folgt: - Erforschung umweltbedingter Krankheiten und Allergien sowie ihrer Behandlung und Prävention Der Schwerpunkt liegt dabei auf direkt durch Umwelteinfluesse verursachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie den Möglichkeiten ihrer Behandlung und Prävention, gestützt auf zuverlässige epidemiologische Daten und die Erforschung der Pathogenese. Es sollten auch die Auswirkungen von Umweltschadstoffen am Arbeitsplatz erforscht werden. FTE-Prioritäten: Analyse und Quantifizierung der Auswirkungen von Umwelteinfluessen auf die menschliche Gesundheit; Abschätzung der Bedeutung der einzelnen gesundheitsschädlichen Faktoren und ihren Wechselwirkungen; Intensivierung der Forschung über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheitsindikatoren im Hinblick auf die Erforschung einer wirksameren Behandlung und Prävention; Entwicklung eines integrierten Konzepts für die Risikoabschätzung unter Einbeziehung von Aspekten der Epidemiologie, der Umwelt und des Gesundheitswesens; Biomarker für Expositionen und etwaige Ersetzung von Tierversuchen. - Entwicklung neuer Verfahren zur Diagnose und Risikoabschätzung sowie von Verfahren zur Bekämpfung der Ursachen und Folgen gesundheitsschädlicher Umwelteinfluesse Angestrebt wird ein multidisziplinäres Konzept zur intensiveren Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen sozialem Umfeld, physischer Umwelt, genetischen Faktoren und Gesundheit sowie zur besseren Ermittlung von durch Umwelteinfluesse gefährdeten Gruppen und Präventivmaßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen und gesundheitsschädlichen Umwelteinfluesse auf die Gesundheit. FTE-Prioritäten: Biomarker bzw. Bioindikatoren für Expositionen, ihre Reaktionen und/oder Empfindlichkeiten auf Umweltschadstoffe einschließlich Mischexpositionen und kumulativer Wirkungen; Verbesserung von Tests zur Toxizitätsvorhersage und automatisierter Risikoabschätzung in Übereinstimmung mit dem allgemeinen Ziel, Tierversuche zu verringern, zu optimieren und schließlich zu ersetzen; bessere Verfahren und Technologien sowohl für die lang- als auch kurzfristige Expositions- und Wirkungsabschätzung; epidemiologische und biomedizinische Studien über mögliche Wirkungen im Zusammenhang mit nicht ionisierender Strahlung, insbesondere von Mobiltelefonen. v) Nachhaltige Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft und integrierte Entwicklung des ländlichen Raums, einschließlich der Berggebiete Ziele und FTE-Prioritäten Wissen und Technologien für die Produktion und Nutzung lebender Ressourcen einschließlich Wälder sollen unter Einbeziehung der gesamten Produktionskette weiter ausgebaut werden. Dies festigt nicht nur die Position im harten internationalen Wettbewerb und ermöglicht Anpassungen an die Entwicklung der gemeinsamen Agrar- und Fischereipolitik, sondern schafft auch die wissenschaftlichen Grundlagen für Rechtsvorschriften und Normen der Gemeinschaft. Ferner gilt es, die multifunktionale Rolle der Wälder sowie die nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung von Waldressourcen als integraler Bestandteil der ländlichen Entwicklung zu fördern. Hierunter fallen die folgenden Schwerpunktbereiche: - Neue und nachhaltige Produktions- und Nutzungssysteme, einschließlich Zuchtmethoden für Land- und Fischereiwirtschaft sowie Aquakultur, die den Anforderungen in bezug auf Rentabilität, nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen, Produktqualität und Beschäftigung sowie Tiergesundheit und Tierschutz Rechnung tragen FTE-Prioritäten: - in der Landwirtschaft: nachhaltige landwirtschaftliche Produktionssysteme und -verfahren, entsprechende Ex-ante- und Ex-post-Kontrollen und Analysen; Diversifizierung der Produktion und der Aktivitäten; Unterstützung der Gemeinschaftspolitik auf den Gebieten Gesundheit von Pflanzen (Prävention, Prognose und Schutz in bezug auf Pflanzenkrankheiten und Schadorganismen), Tiergesundheit (Prävention, Beherrschung und Bekämpfung von bedeutenden Krankheiten und Zoonosen), Wohlergehen der Tiere; Feststellung und Charakterisierung der Qualität von Agrar- und Ernährungsgütern sowie von im Betrieb verarbeiteten Erzeugnissen und der hierzu benötigten Technologien; Festlegung von Parametern, Spezifikationen, Verfahren, Organisationsformen und Technologien für die Qualitätssicherung; Systeme der biologischen Landwirtschaft; Züchtung von Pflanzen und Tieren, auch durch relevante anwendungsorientierte Genomforschung, und Vielfalt genetischer Ressourcen; - in der Fischerei: Unterstützung für den integrierten Fischfang unter Berücksichtigung des Schutzes der Bestände, der Fangmethoden, der Wechselwirkungen mit dem Ökosystem, der Anforderungen des Marktes sowie sozioökonomischer Überlegungen. Feststellung und Charakterisierung der Qualität von Fischen und anderen Meerestieren und der Technologien; Entwicklung neuer Konzepte zur nachhaltigen Nutzung mariner und aquatischer Bioressourcen; - in der Aquakultur: nachhaltige Produktionssysteme mit geringeren Auswirkungen auf das Ökosystem und mit Hilfe diversifizierter Züchtungen (von Tieren und Pflanzen); Verbesserung der Produktionstechniken; genetische Verbesserungen; Resistenz gegen Krankheiten und deren Beherrschung. - Integrierte Produktion und Nutzung von biologischem Material zur Verwendung außerhalb des Lebensmittelbereichs Hierunter fallen integrierte Produktions- und Verarbeitungsketten unter besonderer Berücksichtigung der endgültigen Nutzung und der Anforderungen des Marktes. FTE-Prioritäten: Industrieprodukte der integrierten Ketten der grünen Chemie, der Biopolymere und der Bioenergie. - Nachhaltige Mehrzwecknutzung von forstwirtschaftlichen Ressourcen; integrierte Produktionskette Forstwirtschaft/Holz Hierzu zählen die nachhaltige Bewirtschaftung und die Mehrfachnutzung europäischer Waldressourcen in Einklang mit den Bedürfnissen von Politik, Umwelt und Gesellschaft, wodurch es in ländlichen und Küstengebieten zu Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum kommt. FTE-Prioritäten: Unterstützung bei Grundsatzentscheidungen; multifunktionale und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder, bei der eine qualitativ hochwertige Produktion und neue und verbesserte Technologien mit dem Erhalt und dem Schutz der Umwelt im Einklang stehen, einschließlich des Schutzes der Waldböden und des Schutzes vor natürlichen Gefahren (z. B. Waldbrände); Diversifizierung (Nutzung zu anderen Zwecken als der Holzgewinnung, einschließlich Erholungszwecken, Agrar-Forst-Weide-Systeme). Biologische Vielfalt des Ökosystems Wald und genetische Verbesserungen. Strategien zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Mehrzwecknutzung der forstwirtschaftlichen Ressourcen; integrierte Holzkette; wirksame und umweltfreundliche Verfahren und Recyclingtechniken; vielfältige und qualitativ hochwertige Produkte, die die Bedürfnisse des Marktes und der Verbraucher erfuellen. - Entwicklung von Kontroll-, Überwachungs- und Schutzverfahren einschließlich Schutz gegen Uferabbrüche und Vorbeugung gegen Bodenerosion Ziel ist die Unterstützung der zufriedenstellenden Umsetzung der gemeinsamen Agrar- und Fischereipolitik und der entsprechenden Maßnahmen. Forschungen in diesem Bereich stellen auch einen sinnvollen Beitrag für internationale Wirtschaftsverhandlungen und bei der Regelung von Differenzen innerhalb der WTO im Bereich Landwirtschaft dar. FTE-Prioritäten: zuverlässige, transparente und kosteneffiziente Verfahren zur Überwachung, Bewertung und Kontrolle. - Pränormative Forschung zur Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für gemeinschaftliche Rechtsvorschriften Ziel ist es, durch pränormative Forschungsarbeiten Unterstützung für Gemeinschaftsvorschriften zu leisten. FTE-Prioritäten: pränormative Forschung, um wissenschaftliche Grundlagen für Rechtsvorschriften der gemeinsamen Agrar- und Fischereipolitik zu schaffen. - Neue Instrumente und Modelle für die integrierte und nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums und anderer relevanter Gebiete Mit diesem Konzept wird eine optimale Ausschöpfung des für jedes Gebiet spezifischen Potentials angestrebt, indem unter anderem auf regionaler Ebene eine Diversifizierung der Maßnahmen und der Bodennutzung sowie die Einbeziehung der Betroffenen gefördert wird. FTE-Prioritäten: Analyse der Situation und der bereits eingeleiteten Veränderungen unter Berücksichtigung der Beziehungen zwischen den Beteiligten und den Faktoren, die technologische und sozioökonomische Veränderungen beeinflussen; multifunktionale Raumordnung und Landschaftspflege in bezug auf bedeutende Ökosysteme und Biotope, auch unter Berücksichtigung von Aspekten, die das kulturelle Erbe betreffen. Diversifizierung und Beschäftigungsmöglichkeiten; Ausarbeitung eines Konzepts für die integrierte Entwicklung des ländlichen Raums und der Fischerei, einschließlich einer Untersuchung der Möglichkeiten und Grenzen, Ausarbeitung neuer Modelle und Instrumente, z. B. für die Raumplanung und organisatorische Verbesserungen für die Akteure vor Ort; Unterstützung für die Weiterverfolgung und Evaluierung von Programmen und Strategien für den ländlichen Raum und die Küstengebiete mit Hilfe von Instrumenten zur Überwachung, Bewertung und Prognose der sozioökonomischen und ökologischen Vorteile. vi) Alterung der Bevölkerung und Behinderungen Ziele und FTE-Prioritäten Mit dieser Leitaktion soll Europa in die Lage versetzt werden, die Herausforderung der zunehmenden Alterung der Bevölkerung zu meistern; Ziel der entsprechenden FTE-Arbeiten ist es, die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und zur zeitlichen Verlängerung der Unabhängigkeit von Senioren zu unterstützen und die Notwendigkeit einer Langzeitpflege sowie die sich daraus ergebenden Kosten zu verringern. Vorrang haben dabei multidisziplinäre FTE-Arbeiten über Prozesse, die ein Älterwerden bei guter Gesundheit ermöglichen, einschließlich demographischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte, sowie Maßnahmen, mit denen sich funktionelle Einschränkungen hinauszögern und besser bewältigen lassen. Die Leitaktion zielt ferner darauf ab, für ein breites Spektrum von gesundheitsbezogenen Branchen und Sektoren Wettbewerbsvorteile zu erbringen. Zu den vorrangigen Bereichen zählen: - FTE-Arbeiten zu Krankheiten, Behinderungen und Gesundheitsproblemen mit hoher Erkrankungsrate, bei denen echte Aussichten für eine signifikante Vorbeugung, Behandlung oder Hinauszögerung des Krankheitsbeginns bestehen FTE-Prioritäten: Erforschung altersbedingter Krankheiten und von Funktionsstörungen der älteren Bevölkerung (z. B. Parkinson- und Alzheimer-Krankheit); Physiologie und Physiopathologie des Alterns und der Behinderung; Studien zur Ko-Morbidität. - FTE-Arbeiten zu den biologischen, psychologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren, die ein Altern in Gesundheit bestimmen, sowie den Mechanismen, die zu Invalidität und zur Hinauszögerung von Invalidität führen FTE-Prioritäten: zelluläre und molekulare Grundlagen des Alterns; genetische Prädispositionen; Immunologie des Alterns, grundlegende biologische und psychologische Mechanismen altersbedingter Veränderungen (einschließlich beschäftigungsrelevanter und genetischer Folgen); Modellstudien und Modellkrankheiten für spezielle Alterungsprozesse; Biomarker; endokrine, neurokrine und metabolische Faktoren des Alterns, Psychologie des Alterns. - Demographische und epidemiologische FTE-Arbeiten zu Altersentwicklungen und Behinderungen, um damit, als Grundlage für Politik und Planung

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.