Europäische Union

2006/1005/EG: Beschluss des Rates vom 18. Dezember 2006 über den Abschluss des Abkommens zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Gemeinschaft über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32006D1005. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ebsbereitschafts-, Ruhezustand, Selbstabschaltung Zeit Aktiv1 6 Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen. Stromverbrauch Auftrag2 wie oben Zeit Aktiv2 7 Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). Stromverbrauch Auftrag3 wie oben 8 Betriebsbereit Schritt 5 wiederholen (ohne Messung der aktiven Zeit). Stromverbrauch Auftrag4 wie oben 9 Betriebsbereit Messgerät und Stoppuhr auf Null setzen. Abwarten, bis das Messgerät bzw. das bildgebende Gerät anzeigt, dass es in den Selbstabschaltungsmodus gegangen ist. Stromverbrauch Schluss Betriebsbereitschaft, Ruhezustand Zeit Schluss 10 Selbstabschaltung Messgerät auf Null setzen. Prüfzeitraum abwarten (mindestens fünf Minuten). Stromverbrauch Selbstabschaltung Selbstabschaltung Erläuterungen: — Vor dem Beginn der Prüfung sollten die voreingestellten Wartezeiten der Stromsparfunktionen überprüft werden, damit sichergestellt ist, dass diese im Lieferzustand sind. Außerdem ist das Vorhandensein von ausreichend Papier im Gerät zu gewährleisten. — Ein „Nullsetzen des Messgeräts“ kann auch erreicht werden, indem der bis zu diesem Zeitpunkt angefallene Stromverbrauch festgehalten wird, anstatt das Messgerät tatsächlich auf Null zu setzen. — Schritt 1 – Der im Aus-Zustand gemessene Zeitraum kann auch länger sein, wenn eine Verringerung des Messfehlers gewünscht wird. Der Stromverbrauch im Aus-Zustand wird für die Berechnungen nicht benötigt. — Schritt 2 – Wenn das Gerät über keine Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt herangezogen, zu dem sich der Stromverbrauch bei Betriebsbereitschaft stabilisiert. — Schritt 3 – Nach Aufzeichnung der Zeit Aktiv0 kann der verbleibende Auftrag abgebrochen werden. — Schritt 4 – Wenn das Gerät innerhalb dieser Stunde abschaltet, Stromverbrauch im Ruhezustand und Zeit zu diesem Zeitpunkt aufzeichnen. Mit Schritt 5 jedoch erst beginnen, wenn nach dem Eintritt in den endgültigen Ruhezustand eine volle Stunde vergangen ist. Der Stromverbrauch im Ruhezustand wird für die Berechnung nicht benötigt. Das Gerät darf innerhalb der vollen Stunde in den Selbstabschaltungsmodus übergehen. — Schritt 5 – Die 15 Minuten beginnen bei der Erteilung des Auftrags. Um anhand dieses Prüfverfahrens bewertet zu werden, müssen die Produkte den gewünschten Auftrag laut Auftragstabelle innerhalb des 15-minütigen Intervalls abschließen können. — Schritt 6 – Ein Gerät, das mit kurzen voreingestellten Wartezeiten geliefert wird, kann aus dem Ruhe- oder Selbstabschaltungsmodus mit Schritt 6–8 beginnen. — Schritt 9 – Wenn das Gerät schon vor dem Beginn von Schritt 9 in die Selbstabschaltung übergegangen ist, betragen die Werte für „Stromverbrauch Schluss“ und „Zeit Schluss“ Null. — Schritt 10 – Um die Genauigkeit zu erhöhen, kann ein längeres Prüfintervall für die Selbstabschaltung gewählt werden. Die Originalvorlagen können vor Beginn des Prüfvorgangs in den Vorlageneinzug gelegt werden. Produkte ohne Vorlageneinzug können alle Bilder aufgrund eines auf die Scanplatte gelegten Originals erstellen. iii) Zusätzliche Messung bei Produkten mit digitalem Front-End (DFE) Dieser Schritt ist nur auf Produkte mit DFE laut Abschnitt VII.A.29 anzuwenden. Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel verfügt, ist – unabhängig davon, ob sich Stromkabel und -regler innerhalb oder außerhalb des bildgebenden Produkts befinden – eine fünfminütige Stromverbrauchsmessung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende Produkt in Betriebsbereitschaft befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird. Wenn das DFE über kein separates Stromnetzkabel verfügt, muss der Hersteller den für das DFE benötigten Wechselstrom dokumentieren, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet. Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am Gleichstrom-Eingang des DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste im Netzteil erhöht wird. e) Berechnungsmethoden Der TSV-Wert gibt Annahmen darüber wieder, wie viele Stunden pro Tag das Produkt und nach welchen Mustern das Produkt in etwa verwendet wird und wie die voreingestellten Wartezeiten des Produkts vor dem Übergang in die Stromsparzustände genutzt werden. Alle Strommessungen erfolgen als aufgelaufener Stromverbrauch über die Zeit und werden mittels Division durch die Zeitdauer in Leistung umgewandelt. Die Berechnungen basieren auf Aufträgen, die pro Tag in zwei Gruppen abgewickelt werden. Dazwischen geht das Gerät wie in Abbildung 2 dargestellt in den niedrigsten Stromverbrauchszustand über (wie z. B. während einer Mittagspause). Es wird davon ausgegangen, dass die Geräte am Wochenende nicht in Betrieb sind und nicht manuell ausgeschaltet werden. Die Schlusszeit ist der Zeitraum zwischen dem letzten erteilten Auftrag und dem Eintreten in den niedrigsten Verbrauchszustand (Selbstabschaltung bei Kopierern, Digitalvervielfältigern und Mehrzweckgeräten ohne Druckfunktion bzw. Ruhezustand bei Druckern, Digitalvervielfältigern und Mehrzweckgeräten mit Druckfunktion sowie Faxgeräten) abzüglich des 15-minütigen Auftragsintervalls. Die beiden folgenden Formeln gelten für alle Produkttypen: Durchschnittlicher Stromverbrauch Auftrag = (Auftrag2 + Auftrag3 + Auftrag4) / 3 Täglicher Stromverbrauch Aufträge = (Auftrag1 × 2) + [(Aufträge pro Tag – 2) × Durchschnittlicher Stromverbrauch Auftrag)] Die Berechnung für Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte erfolgt außerdem nach folgenden drei Formeln: Täglicher Stromverbrauch Ruhezustand = [24 Stunden – ((Aufträge pro Tag / 4) + (Zeit Schluss × 2))] × Stromverbrauch Ruhezustand Täglicher Stromverbrauch = Täglicher Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher Stromverbrauch Ruhezustand TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) + (Stromverbrauch Ruhezustand × 48) Die Berechnung für Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion erfolgt außerdem nach folgenden drei Formeln: Täglicher Stromverbrauch Selbstabschaltung = [24 Stunden – ((Aufträge pro Tag / 4) + (Zeit Schluss × 2))] × Stromverbrauch Selbstabschaltung Täglicher Stromverbrauch = Täglicher Stromverbrauch Aufträge + (2 × Stromverbrauch Schluss) + Täglicher Stromverbrauch Selbstabschaltung TSV = (Täglicher Stromverbrauch × 5) + (Stromverbrauch Selbstabschaltung × 48) Die Spezifikationen der verwendeten Messgeräte und die für die Messungen verwendeten Bereiche sind anzugeben. Die Messungen sind so durchzuführen, dass sich ein potenzieller Gesamtfehler des TSV-Werts von maximal 5 % ergibt. In Fällen, in denen der potenzielle Fehler weniger als 5 % Prozent beträgt, braucht die Genauigkeit nicht festgehalten zu werden. Liegt der potenzielle Gesamtmessfehler nahe 5 %, ist es Aufgabe des Herstellers, Maßnahmen zu treffen, um zu gewährleisten, dass dieser Wert nicht überschritten wird. f) Verweise ISO/IEC 10561:1999. Informationstechnik – Büro- und Datentechnik – Drucker – Messung der Druckleistung für Drucker der Klasse 1 und Klasse 2. Tabelle 39 Vorberechnete Auftragstabelle Geschwindigkeit Aufträge/Tag Zwischenbilder/Tag Zwischenbilder/Auftrag Bilder/Auftrag Bilder/Tag 1 8 1 0.06 1 8 2 8 2 0.25 1 8 3 8 5 0.56 1 8 4 8 8 1.00 1 8 5 8 13 1.56 1 8 6 8 18 2.25 2 16 7 8 25 3.06 3 24 8 8 32 4.00 4 32 9 9 41 4.50 4 36 10 10 50 5.00 5 50 11 11 61 5.50 5 55 12 12 72 6.00 6 72 13 13 85 6.50 6 78 14 14 98 7.00 7 98 15 15 113 7.50 7 105 16 16 128 8.00 8 128 17 17 145 8.50 8 136 18 18 162 9.00 9 162 19 19 181 9.50 9 171 20 20 200 10.00 10 200 21 21 221 10.50 10 210 22 22 242 11.00 11 242 23 23 265 11.50 11 253 24 24 288 12.00 12 288 25 25 313 12.50 12 300 26 26 338 13.00 13 338 27 27 365 13.50 13 351 28 28 392 14.00 14 392 29 29 421 14.50 14 406 30 30 450 15.00 15 450 31 31 481 15.50 15 465 32 32 512 16.00 16 512 33 32 545 17.02 17 544 34 32 578 18.06 18 576 35 32 613 19.14 19 608 36 32 648 20.25 20 640 37 32 685 21.39 21 672 38 32 722 22.56 22 704 39 32 761 23.77 23 736 40 32 800 25.00 25 800 41 32 841 26.27 26 832 42 32 882 27.56 27 864 43 32 925 28.89 28 896 44 32 968 30.25 30 960 45 32 1013 31.64 31 992 46 32 1058 33.06 33 1056 47 32 1105 34.52 34 1088 48 32 1152 36.00 36 1152 49 32 1201 37.52 37 1184 50 32 1250 39.06 39 1248 51 32 1301 40.64 40 1280 52 32 1352 42.25 42 1344 53 32 1405 43.89 43 1376 54 32 1458 45.56 45 1440 55 32 1513 47.27 47 1504 56 32 1568 49.00 49 1568 57 32 1625 50.77 50 1600 58 32 1682 52.56 52 1664 59 32 1741 54.39 54 1728 60 32 1800 56.25 56 1792 61 32 1861 58.14 58 1856 62 32 1922 60.06 60 1920 63 32 1985 62.02 62 1984 64 32 2048 64.00 64 2048 65 32 2113 66.02 66 2112 66 32 2178 68.06 68 2176 67 32 2245 70.14 70 2240 68 32 2312 72.25 72 2304 69 32 2381 74.39 74 2368 70 32 2450 76.56 76 2432 71 32 2521 78.77 78 2496 72 32 2592 81.00 81 2592 73 32 2665 83.27 83 2656 74 32 2738 85.56 85 2720 75 32 2813 87.89 87 2784 76 32 2888 90.25 90 2880 77 32 2965 92.64 92 2944 78 32 3042 95.06 95 3040 79 32 3121 97.52 97 3104 80 32 3200 100.00 100 3200 81 32 3281 102.52 102 3264 82 32 3362 105.06 105 3360 83 32 3445 107.64 107 3424 84 32 3528 110.25 110 3520 85 32 3613 112.89 112 3584 86 32 3698 115.56 115 3680 87 32 3785 118.27 118 3776 88 32 3872 121.00 121 3872 89 32 3961 123.77 123 3936 90 32 4050 126.56 126 4032 91 32 4141 129.39 129 4128 92 32 4232 132.25 132 4224 93 32 4325 135.14 135 4320 94 32 4418 138.06 138 4416 95 32 4513 141.02 141 4512 96 32 4608 144.00 144 4608 97 32 4705 147.02 157 4704 98 32 4802 150.06 150 4800 99 32 4901 153.14 153 4896 100 32 5000 156.25 156 4992 Auftrag 1 Auftrag 2 Auftrag 3 Auftrag 4 Schluss Strom Zustand Aus Aktiv/Bereitschaft Ruhezustand Aktiv/Bereitschaft Aktiv/Bereitschaft Aktiv/Bereitschaft Aktiv/Bereitschaft Bereitschaft/ Ruhezustand Selbstab-schaltung Zeit (Min.) Variabel Variabel (nur Kopierer) Schritt Zeit (Min.) 5+ variabel 60 15 15 15 15 variabel 5+ (nur Kopierer) Schritt 1 2,3 4 5 6 7 8 9 10 Abbildung 2 enthält eine grafische Darstellung des Messverfahrens. Bei Produkten mit kurzen voreingestellten Wartezeiten können innerhalb der vier Auftragsmessungen Ruhezustand-Phasen bzw. innerhalb der Ruhezustands-Messungen in Schritt 4 Selbstabschaltungsphasen auftreten. Außerdem werden Produkte mit Druckfunktion, die über nur einen Ruhezustand verfügen, in der Schlussphase nicht in den Ruhezustand gehen. Schritt 10 ist nur auf Kopierer, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte ohne Druckfunktion anzuwenden. Strom Selbstabschaltung (Kopierer) Aufträge Schluss Aufträge Schluss Vormittag Nachmittag Abbildung 3 zeigt ein schematisches Beispiel eines Kopierers mit 8 ipm, der am Vormittag und am Nachmittag je vier Aufträge erledigt, zwei Schlussphasen und einen für den Rest des Arbeitstages und das gesamte Wochenende andauernden Selbstabschaltungszustand durchläuft. Eine „Mittagspause“ wird angedeutet, jedoch nicht eindeutig dargestellt. Die Abbildung ist nicht maßstabsgerecht. Wie dargestellt, besteht zwischen den Aufträgen ein Abstand von 15 Minuten und es handelt sich um zwei Gruppen. Unabhängig von der Dauer dieser Zeiträume gibt es immer zwei komplette Schlussphasen. Drucker, Digitalvervielfältiger und Mehrzweckgeräte mit Druckfunktion sowie Faxgeräte nutzen nicht den Selbstabschaltungszustand sondern den Ruhezustand als Ausgangsmodus, sind ansonsten aber so zu behandeln wie Kopierer. 3. Betriebsmodus-Prüfverfahren (BM-Prüfverfahren) a) Arten abgedeckter Produkte: Das BM-Prüfverfahren für die Messung von Standardformat-Produkten ist in Abschnitt VII.B Tabelle 16 ausgeführt. b) Prüfparameter Dieser Abschnitt beschreibt die Prüfparameter zur Messung des Stromverbrauchs eines Produkts laut BM-Prüfverfahren. Netzanbindung Produkte, die im Lieferzustand netzfähig sind (19), müssen während des Prüfvorgangs an mindestens ein Netz angeschlossen werden. Die Art der aktiven Netzverbindung kann vom Hersteller gewählt werden. Sie ist jedoch anzugeben. Das Produkt darf keinen Betriebsstrom über die Netzverbindung erhalten (z. B. über Power-over-Ethernet, USB, USB PlusPower oder IEEE 1394), es sei denn, dass dies die einzige Energiequelle für das Produkt ist (d. h. es ist keine Wechselstromquelle vorhanden). Produktkonfiguration Das Produkt muss so konfiguriert sein, wie es geliefert und zum Gebrauch empfohlen wird. Dies gilt insbesondere für wichtige Parameter wie voreingestellte Wartezeiten, Druckqualität und Auflösung. Ferner ist Folgendes zu beachten: Papierquellen und Vorrichtungen für die Papierendbearbeitung müssen wie im Lieferzustand angebracht und konfiguriert sein; ihre Verwendung bei der Prüfung bleibt jedoch dem Hersteller überlassen (z. B. kann jede Papierquelle verwendet werden). Hardware, die einen Teil des Modells bildet und zur Installation oder Anbringung durch den Benutzer gedacht ist (z. B. ein Papiereinzug), muss vor der Prüfung installiert werden. Feuchtigkeitsschutzfunktionen können, wenn dies durch den Benutzer möglich ist, abgeschaltet werden. Bei Faxgeräten ist eine Seite in den Vorlageneinzug des Geräts für Einzelblatt-Bedarfskopien einzulegen. Dies kann bereits vor dem Beginn der Prüfung erfolgen. Das Gerät muss nicht an eine Telefonleitung angeschlossen sein, es sein denn, dass für die Durchführung der Prüfung eine Telefonleitung erforderlich ist. Wenn ein Faxgerät beispielsweise keine Einzelblatt-Bedarfskopien erstellen kann, ist der laut Schritt 2 auszuführende Auftrag über eine Telefonleitung an das Gerät zu senden. Bei Faxgeräten ohne Vorlageneinzug ist die Seite auf die Scanplatte zu legen. Wenn ein Produkt mit aktiviertem Selbstabschaltungszustand geliefert wird, ist dieser vor der Prüfung zu aktivieren. Geschwindigkeit Bei der Messung des Stromverbrauchs im Rahmen dieses Prüfverfahrens muss das Produkt mit der im Lieferzustand voreingestellten Geschwindigkeit Bilder erzeugen. Bekannt zu geben ist jedoch die vom Hersteller angegebene Maximalgeschwindigkeit für die Erstellung von einfarbigen Bildern im Simplex-Modus auf Papier im Standardformat. c) Methode zur Messung des Stromverbrauchs Alle Stromverbrauchsmessungen sind gemäß IEC 62301 durchzuführen. Es gelten jedoch folgende Ausnahmen: Zur Ermittlung der bei der Prüfung zu verwendenden Spannungs-/Frequenzkombinationen siehe Prüfbedingungen und -geräte für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Produkte in Abschnitt VII.D.4. In Bezug auf Oberschwingungen während der Prüfung sind die Anforderungen der Prüfbedingungen für bildgebende Produkte zu erfüllen, die strenger sind als jene gemäß IEC 62301. Die für dieses BM-Prüfverfahren erforderliche Genauigkeit beträgt für alle Messungen mit Ausnahme des Stromverbrauchs in Betriebsbereitschaft 2 %. Für die Messung des Stromverbrauchs in Betriebsbereitschaft ist eine Genauigkeit von 5 % erforderlich, wie in den Prüfbedingungen für bildgebende Produkte vorgesehen. Der Wert von 2 % entspricht IEC 62301, wobei die IEC-Norm dies als Vertrauensniveau bezeichnet. Bei Produkten, die Batterien verwenden, wenn sie nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, verbleibt die Batterie während der Prüfung im Gerät. Bei der Messung sollte jedoch keine aktive Aufladung der Batterie erfolgen, die über die Wartungsladung hinaus geht (d. h. die Batterie sollte vor dem Beginn der Prüfung voll aufgeladen werden). Produkte mit externem Netzteil sind zu prüfen, während das Produkt an das externe Netzteil angeschlossen ist. Produkte mit einer normalen Gleichstrom-Niederspannungsversorgung (z. B. USB, USB PlusPower, IEEE 1394 oder Power-Over-Ethernet) müssen eine geeignete wechselstromgespeiste Gleichstromquelle verwenden. Für das zu prüfende Produkt wird der Stromverbrauch dieser Wechselstromquelle gemessen und angegeben. Bei USB-gespeisten bildgebenden Produkten ist ein Hub zu verwenden, der nur das zu prüfende bildgebende Geräte versorgt. Bei bildgebenden Produkten, die über Power-Over-Ethernet oder USB PlusPower mit Strom versorgt werden, ist es zulässig, den Verbrauch des Stromverteilers mit und ohne das angeschlossene bildgebende Gerät zu messen und die Differenz als Stromverbrauch des Geräts anzunehmen. Der Hersteller sollte jedoch bestätigen, dass diese Vorgangsweise den Gleichstromverbrauch des Geräts zuzüglich Toleranz für Netzgerät und Verteilungsverluste angemessen darstellt. d) Messverfahren Zur Zeitmessung genügt eine gewöhnliche Stoppuhr. Die Angabe der Zeit hat auf eine Sekunde genau zu erfolgen. Für die Leistungsangaben sind Watt (W) zu verwenden. Tabelle 38 gibt einen Überblick über die einzelnen Schritte des BM-Verfahrens. Service-/Wartungsmodi (einschließlich Farbkalibrierung) sollten generell bei der Messung nicht berücksichtigt werden. Änderungen des Verfahrens zum Ausschluss derartiger während der Prüfung auftretender Modi sind festzuhalten. Wie oben angegeben, sind alle Leistungsmessungen gemäß IEC 62301 durchzuführen. Je nach Betriebsmodus sieht IEC 62301 folgende Arten von Messungen vor: Momentanleistungsmessungen, Messungen des innerhalb von fünf Minuten aufgelaufenen Stromverbrauchs oder Messungen des aufgelaufenen Stromverbrauchs über einen Zeitraum, der lang genug für eine ordnungsgemäße Bewertung des zyklischen Verbrauchsmusters ist. Unabhängig von der Art der Messung sollten nur die Stromwerte angegeben werden. Tabelle 40 BM-Prüfverfahren Schritt Ausgangszustand Vorgang Aufzeichnen 1 Aus Messgerät am bildgebenden Gerät anschließen. Gerät einschalten. Anzeige der Betriebsbereitschaft abwarten. – 2 Betriebsbereit Ein Bild drucken, kopieren oder scannen. – 3 Betriebsbereit Stromverbrauch in Betriebsbereitschaft messen. Stromverbrauch Betriebsbereitschaft 4 Betriebsbereit Voreingestellte Wartezeit bis Ruhezustand abwarten. Zeit bis Ruhezustand 5 Ruhezustand Stromverbrauch im Ruhezustand messen. Stromverbrauch Ruhezustand 6 Ruhezustand Voreingestellte Wartezeit bis Selbstabschaltung abwarten. Zeit bis Selbstabschaltung 7 Selbstabschaltung Stromverbrauch im Selbstabschaltungsmodus messen. Stromverbrauch Selbstabschaltung 8 Aus Gerät manuell ausschalten. Abwarten, bis das Gerät ausgeschaltet ist. – 9 Aus Stromverbrauch im Aus-Zustand messen. Stromverbrauch Aus Erläuterungen: — Vor Beginn der Prüfung die voreingestellten Wartezeiten der Stromsparzustände überprüfen, um sicherzustellen, dass sich diese im Lieferzustand befinden. — Schritt 2 – Wenn das Gerät über keine Betriebsbereitschaftsanzeige verfügt, wird jener Zeitpunkt herangezogen, zu dem sich der Stromverbrauch bei Betriebsbereitschaft stabilisiert. Dieser Umstand ist festzuhalten. — Schritt 4 und 5 – Bei Produkten mit mehr als einem Ruhezustand werden die Schritte so oft wie nötig wiederholt, um sämtliche aufeinander folgende Ruhezustände zu durchlaufen und zu dokumentieren. Üblicherweise verfügen Großformat-Kopierer und Mehrzweckgeräte mit hitzeintensiven Druckverfahren über zwei Ruhezustände. Für Produkte, auf welche dies nicht zutrifft, Schritt 4 und 5 überspringen. — Schritt 4 und 6 – Messungen der voreingestellten Wartezeiten sind parallel und kumulativ ab Beginn von Schritt 4 vorzunehmen. Beispielsweise hat ein Produkt, das nach 15 Minuten in den ersten und nach weiteren 30 Minuten in den zweiten Ruhezustand wechselt, eine 15-minütige voreingestellte Wartezeit für den ersten und eine 45-minütige voreingestellte Wartezeit für den zweiten Ruhezustand. — Schritt 6 und 7 – Die meisten BM-Produkte verfügen über keinen eindeutigen Selbstabschaltungsmodus. Für derartige Produkte Schritt 6 und 7 überspringen. — Schritt 8 – Wenn das Gerät keinen Netzschalter besitzt, abwarten, bis es in seinen niedrigsten Verbrauchsmodus wechselt und dies bei der Einreichung der Prüfdaten angeben. i) Zusätzliche Messung bei Produkten mit digitalem Front-End (DFE) Dieser Schritt ist nur auf Produkte mit DFE laut Abschnitt VII.A.29 anzuwenden. Wenn das DFE über ein eigenes Stromnetzkabel verfügt, ist – unabhängig davon, ob sich Stromkabel und -regler innerhalb oder außerhalb des bildgebenden Produkts befinden – eine fünfminütige Stromverbrauchsmessung des DFE allein durchzuführen, während sich das bildgebende Produkt in Betriebsbereitschaft befindet. Das Gerät ist mit einem Netz zu verbinden, wenn es als netzfähig geliefert wird. Wenn das DFE über kein separates Stromnetzkabel verfügt, muss der Hersteller den für das DFE benötigten Wechselstrom dokumentieren, wenn sich das Gerät als Ganzes in Betriebsbereitschaft befindet. Dies wird meist bewerkstelligt, indem eine Messung der Momentanleistung am Gleichstrom-Eingang des DFE vorgenommen und der gemessene Wert um die Verluste im Netzteil erhöht wird. e) Verweise IEC 62301:2005. Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der Standby-Leistungsaufnahme. 4. Prüfbedingungen und -geräte für ENERGY STAR-gerechte bildgebende Produkte Die folgenden Prüfbedingungen sind für BM- und TSV-Prüfverfahren anzuwenden. Sie gelten für Kopierer, Digitalvervielfältiger, Faxgeräte, Frankiermaschinen, Mehrzweckgeräte, Drucker und Scanner. Nachfolgend sind die Umgebungsbedingungen aufgeführt, die für die Stromverbrauchs- oder Leistungsmessungen zu schaffen sind. Dadurch wird gewährleistet, dass sich unterschiedliche Umgebungsbedingungen nicht auf die Prüfergebnisse auswirken und die Prüfergebnisse wiederholbar sind. Die Spezifikationen für die Prüfgeräte entsprechen den Prüfbedingungen. a) Prüfbedingungen Allgemeine Kriterien: Versorgungsspannung (*3): Nordamerika/Taiwan: 115 Volt (±1 %) Wechselstrom, 60 Hz (±1 %) Europa/Australien/Neuseeland: 230 Volt (±1 %) Wechselstrom, 50 Hz (±1 %) Japan: 100 Volt (±1 %) Wechselstrom, 50 Hz (±1 %) / 60 Hz (±1 %)   Anmerkung: Bei Produkten mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW entspricht der Spannungsbereich ±4 %. Klirrfaktor (THD) (Spannung): < 2 % THD (< 5 % für Produkte mit einer maximalen Leistung > 1,5 kW) Umgebungstemperatur: 23 °C ± 5 °C Relative Luftfeuchtigkeit: 10 – 80 % (Siehe: IEC 62301 – Elektrische Haushaltsgeräte – Messung der Standby-Leistungsaufnahme, Abschnitt 3.2 und 3.3) Papierspezifikationen: Für alle TSV- und BM-Prüfungen, bei denen Papier benötigt

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.