Europäische Union

2004/304/EG: Entscheidung der Kommission vom 17. April 2002 zur Erklärung der Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.2547 — Bayer/Aventis Crop Science) (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2002) 1462)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32004D0304. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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igten Unternehmen haben argumentiert, dass mit Imidacloprid praktisch eine Marktsättigung erreicht wurde und ein weiterer signifikanter Zuwachs beim Umsatz nicht zu erwarten sei. Sie haben weiterhin ausgeführt, dass Imidacloprid nicht nur von anderen Neonicotinoiden, sondern auch von Insektiziden aus anderen chemischen Familien herausgefordert werde. Die beteiligten Unternehmen haben einen größeren Rückgang in den Verkaufszahlen für Imidacloprid nach der Markteinführung von Thiamethoxam durch Syngenta prognostiziert. (197) Die Untersuchung zeigt für Imidacloprid seit seiner Markteinführung einen stetigen Anstieg der Verkaufszahlen für jede Kultur und in jedem Mitgliedstaat. In ihren Umsatzprognosen gehen die beteiligten Unternehmen davon aus, dass sich der Absatz von Imidacloprid [...]. In Bezug auf Syngenta ist die Kommission im Lichte der Untersuchungsergebnisse der Ansicht, dass Syngenta mit einem etablierten, führenden Hersteller von Neonicotinoiden konfrontiert sehen wird, dessen Produktportfolio mit Acetamiprid und Fipronil (später auch mit Thiacloprid) noch beträchtlich gestärkt wird. Die Kommission hält es daher für eher unwahrscheinlich, dass Thiamethoxam für das fusionierte Unternehmen in nächster Zukunft zu einem lebensfähigen Konkurrenzprodukt werden wird und dass die Umsatzzahlen in dem von den beteiligten Unternehmen prognostizierten Ausmaß zurückgehen. (198) Bayer ist dabei, das Neonicotinoid Thiacloprid [...] in Verkehr zu bringen. Bayer hat erklärt, dass [...]. Bayer erwartet, dass der Imidacloprid-Umsatz von [...] für Obstkulturen und Nüsse (Blattsegment) im Jahre 2004 auf [...] Mio. EUR im Jahre 2006 zurückgehen wird. (199) Bayer hat das Argument vorgetragen, dass [...], während gleichzeitig [...]. Bayer hat beantragt, dass Imidacloprid [...]. Bayer hat erklärt, dass die zugrunde liegende Geschäftsidee [...]. (200) [...]. (201) Die Untersuchung der Kommission lässt erkennen, dass Bayer dabei ist, einen Teil der Imidacloprid-Umsätze im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Patentschutzes für Imidacloprid auf Thiacloprid-Umsätze zu verlagern. Dieser Transfer wird durch die Tatsache gestützt, dass Thiacloprid [...]. Der Patentschutz für Imidacloprid läuft noch bis 2006. Der Verlust des Patentschutzes für Thiacloprid ist [...], doch [...]. Die Kommission jedenfalls vertritt im Licht der Ergebnisse der Untersuchung und der von Bayer dazu gegebenen Erläuterungen die Ansicht, dass die angebliche Kannibalisierung auf einige spezielle Kulturen und Situationen beschränkt bleiben wird. Auf Märkten, auf denen die beteiligten Unternehmen eine starke Position haben, ist die Frage irrelevant, weil die Gesamtumsätze innerhalb des Unternehmens bleiben. In Segmenten, in denen Imidacloprid nicht wirksam ist, so z. B. bei [...], ist eine Steigerung der Thiacloprid-Umsätze zu erwarten. (202) Die Untersuchung zeigt auch, dass der Transfer eines Teils der Imidacloprid-Umsätze auf Thiacloprid als Absicherung vor der Konkurrenz der Generikahersteller nach Ablauf des Imidaclopridpatents entfällt. Mit einem neuen patentgeschützten Produkt auf dem Markt - so Vertreter der dritten Seite - werde es damit für Generikahersteller weniger attraktiv, generische Versionen von Imidacloprid auf den Markt zu bringen. Dies würde die Marktposition der beteiligten Unternehmen weiter stärken. (203) Dazu kommt, dass Bayer mit Thiacloprid die Möglichkeiten für den Verkauf von Rotationsprogrammen erweitern wird. Wie oben angemerkt, sind zwei bis drei Neonicotinoide per definitionem besser als nur eines und ermöglichen einen größeren Spielraum bei Angeboten für Spitzprogramme als nur eines. Daher steht zu erwarten, dass der Absatz von Imidacloprid und Thiacloprid zusammen zumindest gleich bleibt, sehr wahrscheinlich aber schon in naher Zukunft wachsen wird. Was Imidacloprid anbelangt, so hält es die Kommission für wahrscheinlich, dass die Umsatzzahlen auf Grund des Bekanntheitsgrades der Marke und eines ergänzenden Patentschutzes, z. B. für den Herstellungsprozess, auch nach Ablauf des Patentschutzes hoch bleiben. (204) Obwohl die beteiligten Unternehmen in ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte erklärt haben, dass Fipronil nach Umsatz und Marktdurchdringung auf dem europäischen Insektizidmarkt "nur eine geringe Rolle" spielt, ist es zusammen mit Deltamethrin und Aldicarb (vertrauliche Information von ACS). Fipronil ist unter dem Handelsnamen Regent auf dem Markt. Fipronil hat noch bis (vertrauliche Information von ACS) Patentschutz. (205) Die beteiligten Unternehmen haben behauptet, dass (vertrauliche Information von ACS). Die Kommission stellt dagegen fest, dass die Unternehmen erwarten, dass der Gesamtumsatz von Fipronil (vertrauliche Information von ACS). Weiter ist Fipronil (vertrauliche Information von ACS). (206) Die beteiligten Unternehmen haben während des gesamten frühen Teils der Untersuchung auf der Einschätzung beharrt, das neue Neonicotinoid Acetamiprid sei ein Konkurrenzprodukt. Sie haben argumentiert, dass die Vermarktungsrechte für Acetamiprid (vertrauliche Information von ACS). Die beteiligten Unternehmen haben deshalb in ihrer Würdigung und Marktprognose den Marktanteil von Acetamiprid Dritten zugeordnet. (207) Jedoch [vertrauliche Information von ACS). Daher ist die Kommission im Einklang mit der gängigen Praxis der Ansicht, dass der Marktanteil von Acetamiprid auf all diesen Märkten auf das fusionierte Unternehmen übergehe wird, auf denen der Wirkstoff derzeit oder in naher Zukunft vertrieben wird. Beobachtungen von dritter Seite (208) Von dritter Seite ist angegeben worden, dass die Realisierung des Vorhabens einen dominanten Akteur auf den Insektizidmärkten hervorbringen werde. Bei der Untersuchung der Kommission wurde von dritter Seite erklärt, das gemeinsame Insektizidportfolio des neuen Unternehmens sei besonders, da jede wichtige Insektizidkategorie vertreten sei. Es ist der Kommission gegenüber erklärt worden, dass im Allgemeinen für die Bekämpfung von beißend-kauenden Insekten mehrere Insektizide wirksam seien, für saugende Insekten jedoch nur wenige Produkte zur Verfügung stuenden. Dabei wurde ausgeführt, dass die beteiligten Unternehmen besonders stark im Segment der saugenden Insekten würden. In diesem Zusammenhang hat die Kombination der Neonicotinoide von Bayer mit dem Acetamiprid von ACS zu einer besonders starken Negativreaktion geführt. Es ist weiter behauptet worden, dass die Kombination von Neonicotinoiden von Bayer mit Fipronil von ACS negative Auswirkungen auf den Wettbewerb auslösen werde. Dritte haben dazu erklärt, dass die gemeinsame Stärke der beiden Unternehmen sowohl bei Neonicotinoiden als auch bei Pyrazolen zusammen mit der traditionell starken Marktpräsenz beider Unternehmen bei älteren Verbindungen wie Pyrethroiden, Organophosphaten und Carbamaten bedeutet, dass das neue Unternehmen eine konkurrenzlose Palette von Insektizidtechnologien im Angebot haben wird. Es ist auch gesagt worden, dass das große gemeinsame Produktangebot zu einer starken Position beim Resistenzmanagement führen und die Lage der Wettbewerber - insbesondere der Generikahersteller - verschlechtern werde. (209) Die Analyse der betroffenen Märkte zeigt, dass bei einer Anzahl von Kulturen auf jeweils nationaler Ebene eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt würde. Diese Märkte sollen nachstehend detaillierter analysiert werden. Allgemeine Überlegungen (210) Auf dem EWR-weiten Insektizidmarkt liegt der gemeinsame Marktanteil nach eigener Einschätzung von Bayer und ACS in einer Größenordnung von [30-40] % (Bayer [10-20] %; ACS [10-20] %). Auf Syngenta entfallen [20-30] % des Marktes und auf die BASF [0-10] %. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen haben eine Anzahl internationaler und nationaler Generikahersteller auf der Ebene des EWR einen gemeinsamen Marktanteil von [30-40] %. (211) Auf der nationalen Ebene überschneiden sich die Aktivitäten der beteiligten Unternehmen bei einer Vielzahl von Kulturen und Mitgliedstaaten. Nach den Informationen auf dem Formblatt CO gibt es 63 Insektizidmärkte, auf denen der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei 35 % oder darüber liegt. (212) Die Kommission ist auf Grund der Untersuchungsergebnisse zu dem Schluss gekommen, dass der Wettbewerb auf 31 Märkten, die in der Notifizierung als betroffene Märkte angesehen wurden, wahrscheinlich nicht beeinträchtigt wird. Die Kommission ist weiter der Ansicht, dass Bedenken wegen einer möglichen Wettbewerbsbeeinträchtigung auf diesen Märkten wahrscheinlich nicht aufkommen werden. Dafür gibt es einen oder mehrere der folgenden Gründe: Es kommt zu keiner Überschneidung zwischen den Aktivitäten der Unternehmen, entweder weil der Marktanteil falsch zugeordnet wurde oder die Überschneidung aus anderen Gründen verschwunden ist. Die Zunahme des Marktanteils ist sehr gering, und die Struktur des Marktes wird wahrscheinlich von dem Vorhaben überhaupt nicht berührt, da die preislichen Anreize für die Produkte der beteiligten Unternehmen nicht berührt werden. Die beteiligten Unternehmen haben ihre Marktposition stark überschätzt, und es gibt starke Wettbewerber, die wahrscheinlich zu einem funktionierenden Wettbewerb auf dem Markt führen werden. (213) Die Kommission ist der Ansicht, dass das geplante Vorhaben auf 32 nationalen Märkten zu einer beherrschenden Stellung führen oder eine solche weiter verstärken wird. Diese Märkte sollen im Folgenden ausführlicher untersucht werden. a) Insektizide für Bananenkulturen (214) Der Umsatz mit Bananeninsektiziden entspricht auf EWR-Ebene einem Gesamtmarktwert von 5 Mio. EUR. Auf dieser Ebene haben die beteiligten Unternehmen einen gemeinsamen Marktanteil von [40-50] % bei Bodenausbringung (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %) bzw. von [30-40] % bei Blattanwendung (Bayer: [30-40] %, ACS: [0-10] %). Bei Bodeninsektiziden ist FMC mit [20-30] % des Marktes der größte Wettbewerber. Bei Blattinsektiziden hält Syngenta einen Anteil von [20-30] % am EWR-Markt. Die Aktivitäten der beiden Unternehmen überschneiden sich bei Blatt- wie bei Bodeninsektiziden nur in Spanien. Allerdings kommt es zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs nur bei Bodeninsektiziden. (215) Auf Bodeninsektizide entfielen in Spanien im Jahre 2000 der größte Teil des Bananeninsektizidmarktes mit einem Marktwert von [...] Mio. EUR. Der gemeinsame Anteil beider Unternehmen an diesem Markt liegt nach eigenen Angaben bei [40-50] % (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %). Nach den von den beteiligten Unternehmen vorgelegten Informationen ist der Marktanteil von Bayer von [30-40] % im Jahre 1998 auf [20-30] % im Jahre 2000 zurückgegangen. ACS andererseits hat seinen Marktanteil von [10-20] % im Jahre 1998 auf [10-20] % im Jahre 2000 steigern können. Die Marktgröße hat sich bis zu einem gewissen Grade geändert; doch der Trend geht nach oben. Der größte Wettbewerber ist nach den Angaben der beteiligten Unternehmen FMC ([20-30] %), gefolgt von DuPont [0-10] %. Die Generikahersteller haben zusammen einen Marktanteil von [20-30] %. (216) [vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. (217) Bayer vertreibt vor allem das auf Fenamiphos-Basis beruhende Präparat Nemacur. Fenamiphos ist ein Organophosphat. ACS realisiert mit seinem Organophosphat Ethoprophos (unter den Markennamen Mocap und Sanimul). etwa [70-80] % seines Umsatzes auf dem spanischen Markt für Bodeninsektizide. Der andere Wirkstoff von ACS ist ein Carbamat mit der Bezeichnung Aldicarb (Temik). Beide Wirkstoffe sind patentfrei. (218) Die beteiligten Unternehmen haben versichert, dass auf diesem Markt keine Wettbewerbsbedenken aufkommen werden. Die Unternehmen gaben zu bedenken, dass [...]. Die Unternehmen rechneten deshalb mit einem Rückgang ihres gemeinsamen Marktanteils im Jahre 2004 auf [30-40] %. (219) Die beteiligten Unternehmen haben ferner mit dem Argument operiert, ihre zum Schutz von Bananen eingesetzten Produkte würden auch bei anderen Kulturen angewendet. So werde Fenamiphos auch bei Gemüse, Zitrusfrüchten und Tabak eingesetzt, während Ethoprophos bei Kartoffeln, verschiedenen Gemüsesorten und Tabak Anwendung findet. Aldicarb werde auch bei Zitrusfrüchten, Baumwolle, Kartoffeln, Tabak sowie Obst und Nüssen angewendet. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen können nur [0-10] % des mit Temik realisierten Umsatzes dem Bananensektor zugeordnet werden. Demzufolge haben die Unternehmen ausgeführt, dass die Preisbildung bei den zum Schutz von Bananen vorgesehenen Insektiziden nicht auf der Grundlage der Wettbewerbssituation auf dem Bananenmarkt selbst erfolge und jeder Versuch, bei den Bananenanbauern unterschiedliche Preise durchzusetzen, scheitern müsse. (220) Die Kommission stellt zunächst fest, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass [...]. Außerdem nimmt die Kommission zur Kenntnis, dass Bayer [50-60] % seines Umsatzes mit Fenamiphos (fast [...] Mio. EUR) und ACS [40-50] % seines Umsatzes mit Ethoprophos ([...] Mio. EUR) bei Bananenkulturen realisiert. Der Umsatz in den anderen Segmenten liegt für beide Produkte sehr viel niedriger. Deshalb zieht die Kommission aus der Argumentation der beteiligten Unternehmen den Schluss, dass die Preise beider Produkte weitgehend auf Bodenausbringung im Bananenanbau beruhen. Auf die beiden Produkte zusammen entfallen mehr als [40-50] % des gegenwärtigen Marktanteils der beiden Unternehmen. Sie gelten deshalb als deren wichtigste Produkte auf diesem Markt. (221) Die Kommission merkt an, dass der gemessene Marktanteil der beiden Unternehmen fast doppelt so groß ist wie der des stärksten Wettbewerbers. Die Kommission ist der Ansicht, dass das Vorhaben zu einer strukturellen Veränderung des Marktes führen wird und einen merklichen Einfluss auf die Preisbildung der beteiligten Unternehmen haben kann. Die Kommission stellt weiter fest, dass ACS seinen Marktanteil in den letzten Jahren steigern konnte. [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (222) Aus allen vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass die Realisierung des Zusammenschlussvorhabens in Spanien eine beherrschende Stellung auf dem Markt für Bodeninsektizide zur Anwendung in Bananenkulturen begründen oder verstärken würde. b) Insektizide für Rüben-Kulturen (223) Der Gesamtwert des Marktes für Insektizide in Rüben-Kulturen im EWR lag im Jahre 2000 bei 34,4 Mio. EUR. Dabei entfielen auf Bodeninsektizide annähernd [...] Mio. EUR und auf Blattinsektizide [...] Mio. EUR. (224) Im EWR würden die beteiligten Unternehmen führender Anbieter von Insektiziden für Rüben-Kulturen. Bei der Bodenausbringung erreicht ihr gemeinsamer Marktanteil [50-60] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [40-50] %) und bei Blattanwendungen [30-40] % (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %). Der größte Wettbewerber in beiden Segmenten ist mit [10-20] % bei den Bodenanwendungen und [20-30] % im Blattsegment Syngenta. Andere Wettbewerber (BASF, DuPont, Dow, FMC) haben auf der Ebene des EWR nur sehr kleine Marktanteile. Insektizide für Rüben-Kulturen (Blattanwendungen) (225) Auf dem Markt für Blattinsektizide für Rüben-Kulturen übersteigt der Marktanteil der beteiligten Unternehmen in Frankreich ([40-50] %) und in Griechenland ([70-80] %) die 40 %-Marke. (226) Der französische Markt für Blattinsektizide war 2000 mit [...] Mio. EUR der größte im EWR. Auf diesem Markt beträgt der gemeinsame Anteil der beteiligten Unternehmen nach eigenen Schätzungen [40-50] % (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %). Der Marktanteil der beteiligten Unternehmen lag über die letzten drei Jahre in der Region bei [40-50] % bzw. bei [50-60] %. Die Marktanteile der Wettbewerber sind über den gleichen Zeitraum mehr oder weniger stabil geblieben. Die beteiligten Unternehmen haben angegeben, dass der größte Wettbewerber die BASF mit [20-30] % des Marktes ist, gefolgt von Syngenta ([20-30] %). Die restlichen [0-10] % des Marktes entfallen dem Vernehmen nach auf lokale Unternehmen und Generikahersteller. Der Marktanteil der beteiligten Unternehmen liegt bei Präparaten gegen saugende Insekten bei [50-60] %. (227) [vertrauliche Information zur Marktstellung der Wettbewerber]. Die Kommission schließt daraus, dass die Marktstellung der beteiligten Unternehmen wahrscheinlich im Bereich [über 40] % liegt. (228) Bayer erzielt einen Umsatz [...] mit Enduro EC, einer Mischung aus den Wirkstoffen Oxydemeton-Methyl und dem Pyrethroid Beta-Cyfluthrin. Oxydemeton-Methyl ist ein Organophosphat und Beta-Cyfluthrin ein Pyrethroid. Auf Enduro EC entfallen [20-30] % des Gesamtumsatzes auf diesem Markt. Bayer vertreibt auch das Pyrethroid Cyfluthrin. ACS vertreibt hauptsächlich das Pyrethroid Deltamethrin sowie Endosulfan, zumeist als Mischformulierung mit anderen Wirkstoffen. Endosulfan, auf das gegenwärtig [0-10] % der Umsätze auf diesem Markt entfallen, hat eine neue Lizenz nur für Baumwolle und Tomaten erhalten und wird demzufolge nach 2003 nicht mehr bei Rüben eingesetzt. Aus diesem Grunde erwarten die beteiligten Unternehmen, dass der Marktanteil von ACS auf [10-20] % zurückgeht. Sie schätzen, dass der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen im Jahre 2004 lediglich [30-40] % erreicht. (229) Der von den beteiligten Unternehmen vorhergesagte Rückgang ihres Marktanteils beruht auf der Annahme, dass alle anderen Wettbewerber ihr Produktportfolio behalten werden. Wie oben diskutiert, ist dies hier nicht der Fall, und die Neuregistrierung wird auch die Wettbewerber treffen. (230) In der Marktuntersuchung wird angegeben, dass Deltamethrin und Beta-Cyfluthrin ähnliche Produkte sind und dass eine Kombination dieser beiden Stoffe dem neuen Unternehmen eine starke Stellung bei den Pyrethroiden garantiert. Sie würden auch ein drittes Pyrethroid, nämlich Cyfluthrin, in ihrem Portfolio haben. Dritte haben darauf hingewiesen, dass Deltamethrin angesichts seines breiten Wirkspektrums das beste Pyrethroid auf dem Markt ist. Es werden nur geringe Dosen benötigt, und im Vergleich zu Konkurrenzprodukten ist es preiswert. Beta-Cyfluthrin hat eine ähnliche Aktivität, ist aber teurer. Während die beteiligten Unternehmen [...] Umsätze mit diesen beiden Produkten angekündigt haben, wird erwartet, dass die Umsätze [...]. (231) Die beteiligten Unternehmen haben behauptet, dass Beta-Cyfluthrin und Deltamethrin auf dem französischen Markt gegen die gleichen Schädlinge bei Rüben eingesetzt werden und einander nicht ergänzen. Die Unternehmen haben ferner argumentiert, dass diese Produkte zur selben chemischen Kategorie gehören und nicht gleichzeitig in einem Rotationsprogramm für das Resistenzmanagement verwendet werden können. Außerdem haben die beteiligten Unternehmen angeführt, dass es keinen Grund gebe, weshalb eine Kombination von zwei Produkten, die zur gleichen chemischen Kategorie gehören und die die gleichen Schädlinge bekämpfen, die Stellung der Unternehmen auf dem Markt stärken sollte. Allerdings ist die Kommission angesichts des oben Gesagten der Meinung, dass sich Resistenz zwar gegen ein Pyrethroid entwickeln kann, jedoch nicht unbedingt auch gegen das andere. Die Unternehmen hätten drei Pyrethroide in ihrer Produktpalette, die ihnen im Vergleich zu den Wettbewerbern, die nur ein Pyrethroid in ihrem Portfolio haben, mehr Möglichkeiten eröffneten, ihren Kunden Spritzprogramme und Rabattpakete anzubieten. (232) [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (233) Aus all den oben genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der geplante Zusammenschluss auf dem französischen Markt für Blattinsektizide für Rüben eine beherrschende Stellung begründen oder verstärken würde. (234) Der griechische Markt hatte im Jahre 2000 einen Wert von [...] Mio. EUR. Er ist seit 1998 leicht um [...] Mio. EUR angestiegen. Der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen belief sich nach eigenen Schätzungen dieser Unternehmen auf [70-80] % (Bayer: [0-10] %, ACS: [60-70] %). Der größte Wettbewerber auf diesem Markt, die BASF, verfügt derzeit über [10-20] % des Marktes, während Syngenta nur [0-10] % hält. Die beteiligten Unternehmen haben hochgerechnet, dass ihr gemeinsamer Marktanteil bis 2004 nur geringfügig auf [60-70] % sinken wird. Bei Mitteln gegen saugende Insekten haben die beteiligten Unternehmen ihren Marktanteil auf [60-70] % geschätzt. Bei beißend-kauenden Insekten liegt ihr Marktanteil bei [90-100] %. (235) Die wichtigsten ACS-Produkte auf diesem Markt sind Deltamethrin (Decis) und Endosulfan (Thiodan). Auf Deltamethrin entfallen [30-40] % des gesamten Marktes, und [20-30] % des Marktanteils von ACS gehen auf Endosulfan zurück. Die beteiligten Unternehmen haben angegeben, dass [...]. Bayer vertreibt mehrere Produkte, darunter Fenthion (Lebaycid CD), Cyfluthrin (Baythroid EC) und als Produkte Dritter Parathion-Methyl (Folidol M-EC) und Azinphos-Methyl (Gusathion M EC). (236) Über die Preise für Deltamethrin und Endosulfan entscheidet weitgehend der griechische [...] Markt, an dem die beteiligten Unternehmen einen Anteil von [40-50] % haben. Wie nachstehend erörtert, ist die Kommission der Ansicht, dass die beteiligten Unternehmen auf diesem Markt eine beherrschende Stellung erhalten werden. Deltamethrin wird auch zum Schutz von Obst und Nüssen eingesetzt. Auch hier würden die beiden Unternehmen zur marktbeherrschenden Kraft. Angesichts dieser Sachlage, des hohen Marktanteils der beteiligten Unternehmen sowie des Fehlens starker Wettbewerber ist die Kommission der Ansicht, dass die beteiligten Unternehmen den Preis der Produkte anheben könnten, ohne eine Reaktion seitens der Wettbewerber auszulösen. (237) Die beteiligten Unternehmen haben mitgeteilt, dass [...]. [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (238) Aus all den oben dargelegten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der vorgesehene Zusammenschluss in Griechenland eine marktbeherrschende Stellung bei Blattinsektiziden zur Anwendung in Rüben-Kulturen begründen oder verstärken wird. Insektizide für Rüben-Kulturen (Bodenausbringung) (239) Im Segment der Insektizide für Rüben-Kulturen mit Bodenausbringung haben die beteiligten Unternehmen in drei Mitgliedstaaten sehr hohe Marktanteile: Belgien ([80-90] %), Frankreich ([70-80] %) und Vereinigtes Königreich ([70-80] %). In Italien entfallen auf die beteiligten Unternehmen [40-50] % des Marktes. (240) Der belgische Markt wurde im Jahre 2000 auf etwa [...] Mio. EUR geschätzt. Dieser Markt beläuft sich für beide Unternehmen zusammen nach eigenen Schätzungen auf [80-90] % (Bayer: [0-10] %, ACS: [80-90] %). Der Marktanteil jedes der beiden Unternehmen ist im Verlauf der letzten drei Jahre relativ stabil geblieben. Von den anderen Großherstellern hat Syngenta auf diesem Markt nur einen sehr geringen Umsatz. Auf Generikahersteller entfallen [10-20] % des Marktes. In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte der Kommission haben die beteiligten Unternehmen ihren geschätzten Marktanteil korrigiert. Sie haben dazu geltend gemacht, dass ein Produkt eines Drittherstellers (Force), dessen Wirkung auf dem Wirkstoff Tefluthrin beruht, versehentlich dem Bodenmarkt zugeordnet worden ist, obwohl es de facto in der Saatgutaufbereitung Anwendung findet. Eine Korrektur dieses Irrtums würde den Marktanteil von Bayer auf [0-10] % und den gemeinsamen Marktanteil auf [70-80] % senken. (241) [vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. Aus diesem Grunde ist die Kommission der Ansicht, dass die Schätzung der beteiligten Unternehmen hinsichtlich ihrer guten Marktposition richtig ist. (242) Mehr als [90-100] % ihres Marktanteils erzielt ACS mit Regent Plus, einer Mischformulierung der Wirkstoffe Fipronil (Pyrazol) und Aldicarb (Carbamat). Die restlichen [0-10] % vom ACS-Umsatz werden mit Fipronil (Syllit) realisiert. Beide ACS-Produkte werden zu [90-100] % in Rüben-Kulturen verwendet, so dass die Preisstellung der Produkte auf diesem Markt bestimmt wird. Bayer erzielt [90-100] % seine

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.