Europäische Union

2004/304/EG: Entscheidung der Kommission vom 17. April 2002 zur Erklärung der Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.2547 — Bayer/Aventis Crop Science) (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2002) 1462)

Amtliche Ursprungsfassung

Quellenkennung: 32004D0304. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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e beteiligten Unternehmen mit einem neueren Produkt trotzdem besser in der Lage sind, ihre Marktstellung zu verteidigen. (760) Diese große Zahl von Fungiziden stellt ein umfassendes Produktsortiment mit verschiedenen Wirkungsweisen dar. Das Fungizid Trifloxystrobin ist den Strobilurinen zuzuordnen, Pyrimethanil gehört zur Gruppe der Anilinopytimidine, Fluquinconazol und Tebuconazol sind Triazole und Dicholfluanid ist eine isozyklische Verbindung. Es wird darauf hingewiesen, die beteiligten Unternehmen dank dieser verschiedenen Wirkungsweisen in die Lage versetzt werden, sehr effektiv Mittel zur Vermeidung von Resistenzen auf den Markt für Gemüsefungizide zu bringen. (761) Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil in Österreich auf [30-40] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [20-30] %) und halten Syngenta ([30-40] %), BASF ([0-10] %), DuPont ([0-10] %) und Dow ([0-10] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Nach Aussage der beteiligten Unternehmen habe sich der Marktanteil von Syngenta während der letzten Jahre beträchtlich erhöht, während ihr eigener Marktanteil rückläufig sei. Die Marktuntersuchung der Kommission hat ergeben, dass der Marktanteil der beteiligten Unternehmen wahrscheinlich wesentlich höher ist als von diesen angegeben. Insbesondere die Schätzung in Bezug auf die Größe des Gesamtmarktes scheint zu hoch zu sein, was bedeuten würde, dass der Marktanteil der beteiligten Unternehmen deutlich über [40-50] % liegt(55). (762) ACS vertreibt Rovral (Iprodion) und Previcur (Propamocarb), während Bayer lediglich mit dem Produkt Bayfidan (Triadimenol) präsent ist. Es wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [0-10] % betragen und Flint (Trifloxystrobin) auf einen Marktanteil von [0-10] % kommen wird. Es sei darauf hingewiesen, dass Flint schon 2001 auf den Markt gebracht wurde und daher bereits jetzt auf dem Markt Fuß fassen dürfte. (763) In Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem österreichischen Markt für Gemüsefungizide begründen würde. (764) Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil in Belgien auf [30-40] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [20-30] %) und halten Syngenta ([20-30] %) und BASF ([20-30] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Die Marktuntersuchung der Kommission hat ergeben, dass der Marktanteil der beteiligten Unternehmen wahrscheinlich wesentlich höher ist als von diesen angegeben. Insbesondere die Schätzung in Bezug auf die Größe des Gesamtmarktes scheint zu hoch zu sein, was bedeuten würde, dass der Marktanteil der beteiligten Unternehmen deutlich über [40-50] % liegt. Darüber hinaus hatte Bayer im Jahre 2001 einen zusätzlichen Marktanteil von [0-10] % aus dem Vertrieb von Alto SL 100, einem auf Cyproconazol basierenden Produkt aus dem "Flint-Paket", das Bayer im Zuge der Veräußerungen im Zusammenhang mit der Syngenta-Fusion erworben hatte. (765) Das Produktportfolio von ACS besteht aus elf verschiedenen Produkten, während Bayer vor allem Horizon (Tebuconazol) und Baycor (Bitertanol) vertreibt. Es wird davon ausgegangen, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [0-10] % betragen wird, während Flint (Trifloxystrobin) [0-10] % sowie eine neue Formulierung auf der Basis von Iprodion voraussichtlich auf einen Marktanteil von [0-10] % kommen werden. Es sei darauf hingewiesen, dass Flint bereits 2000 auf den Markt gebracht wurde. (766) In Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem belgischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (767) In der Notifizierung schätzten die beteiligten Unternehmen ihren gemeinsamen Marktanteil in Frankreich auf [30-40] % (Bayer: [0-10] %, ACS: [30-40] %) und halten Syngenta ([30-40] %) und BASF ([20-30] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Sie nahmen später eine Korrektur vor und gaben den gemeinsamen Marktanteil mit [30-40] % an (Bayer: [0-10] %, ACS: [30-40] %), korrigierten diese Angabe jedoch erneut in der Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte auf [30-40] %. Die Marktuntersuchung hat ergeben, dass die beteiligten Unternehmen sehr wahrscheinlich die Größe des Gesamtmarktes stark überschätzen und dass ihr gemeinsamer Marktanteil wohl eher bei [50-60] % liegt(56). (768) ACS vertreibt vor allem Produkte auf der Basis von Iprodion in verschiedenen Formulierungen unter dem Markennamen Rovral, Fosetyl (unter den Markennamen Aliette und Rhodax), Pyrimethanil (unter den Markennamen Scala und Walabi), Propamocarb (unter dem Markennamen Previcur) und Chlorotalonil. Das wichtigste Produkt von Bayer ist Horizon (auf der Basis von Tebuconazol) sowie eine unter dem Markennamen Libero vertriebene Wirkstoffkombination aus Tebuconazol und dem von ACS hergestellten Carbendazim. (769) Es wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [0-10] % betragen und Flint (Trifloxystrobin) auf einen Marktanteil von [0-10] % kommen wird. Es sei darauf hingewiesen, dass Flint schon 2001 auf den Markt gebracht wurde und daher bereits jetzt auf dem Markt Fuß fassen dürfte. Darüber hinaus wurde vor kurzem auch das Produkt Teldor (Fenhexamid) auf diesem Markt eingeführt. (770) In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte haben die beteiligten Unternehmen darauf hingewiesen, dass Flint für Gemüse in Frankreich erst 2002 auf den Markt gebracht werde und dass dies der Kommission in einem Anhang zu einer früheren Stellungnahme mitgeteilt worden sei. In einem anderen Anhang zu derselben Stellungnahme heißt es jedoch, das Produkt sei 2001 auf den Markt gebracht worden. Die Frage, ob das Produkt 2001 auf den Markt gebracht wurde oder ob die Markteinführung 2002 erfolgen wird, hat jedoch keinen maßgeblichen Einfluss auf die Bewertung der entsprechenden Auswirkungen. Entscheidend ist, dass das Produkt sofort und nicht erst in einigen Jahren auf den Markt kommen wird. (771) Die beteiligten Unternehmen erklären, dass Bayer nur in sehr geringem Maße zum Marktanteil von ACS beitrage und die Marktstruktur in Frankreich sich daher durch das Zusammenschlussvorhaben nicht ändern werde. Mit Flint und Teldor wird jedoch die Marktpräsenz von Bayer verstärkt und durch die Verbindung von Flint mit dem Produktsortiment von ACS wird die Möglichkeit der beteiligten Unternehmen verbessert, auf dem Markt für Gemüsefungizide sehr wirksame Mittel zur Vermeidung von Resistenzen anzubieten. (772) In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte bringen die beteiligten Unternehmen vor, dass [...]. Daher verbessere die Einführung von Flint die Möglichkeit der beteiligten Unternehmen, ein Anti-Resistenz-Programm anzubieten. (773) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem französischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (774) Die beteiligten Unternehmen schätzten ihren gemeinsamen Marktanteil in Deutschland in der Notifizierung auf [30-40] % (Bayer: [30-40] %, ACS: [0-10] %) und bezeichneten BASF ([30-40] %) und Syngenta ([20-30] %) als die wichtigsten Wettbewerber. In der Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte korrigieren die beteiligten Unternehmen ihren gemeinsamen Marktanteil auf [30-40] %. Die Marktuntersuchung hat ergeben, dass die beteiligten Unternehmen die Größe des Gesamtmarktes höchstwahrscheinlich erheblich überschätzen und dass ihr gemeinsamer Marktanteil eher bei [60-70] % liegt(57). Diese Schlussfolgerung beruht auf einem Vergleich der von den Wettbewerbern übermittelten tatsächlichen Absatzzahlen und der von diesen Wettbewerbern geschätzten Größe des Gesamtmarktes. Jedenfalls ist der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen wesentlich größer als der Marktanteil jedes ihrer Konkurrenten. (775) Die Marktstellung der beteiligten Unternehmen beruht auf dem Vertrieb von Tebuconazol und Triadimenol (Bayer), Iprodion, Propamocarb und Pyrimethanil (ACS). (776) Es wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [10-20] % betragen und Flint (Trifloxystrobin) einen Marktanteil von [0-10] % erzielen wird. Es sei darauf hingewiesen, dass Flint schon 2001 auf den Markt gebracht wurde und daher bereits jetzt auf dem Markt Fuß fassen dürfte. (777) In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte haben die beteiligten Unternehmen vorgebracht, dass Flint für Gemüse in Deutschland erst 2002 auf den Markt gebracht werde und dass dies der Kommission in einem Anhang zu einer früheren Stellungnahme mitgeteilt worden sei. In einem anderen Anhang zu derselben Stellungnahme heißt es jedoch, das Produkt sei 2001 auf den Markt gebracht worden. Es sei in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die beteiligten Unternehmen erklärt haben, dass dasselbe Produkt (Flint 50 WG) 2001 in Deutschland für Hopfen vertrieben worden sei. Die Frage, ob das Produkt 2001 auf den Markt gebracht wurde oder ob die Markteinführung 2002 erfolgen wird, hat jedoch keinen maßgeblichen Einfluss auf die Bewertung der entsprechenden Auswirkungen. Entscheidend ist, dass das Produkt sofort und nicht erst in einigen Jahren auf den Markt kommen wird. (778) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem deutschen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (779) Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil in Griechenland auf [30-40] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [20-30] %) und halten Syngenta ([10-20] %), BASF ([10-20] %), DuPont ([0-10] %) und Dow ([0-10] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Die Marktuntersuchung hat ergeben, dass die beteiligten Unternehmen sehr wahrscheinlich die Größe des Gesamtmarktes überschätzen und ihr gemeinsamer Marktanteil wohl eher bei [50-60] % liegt. Außerdem haben die beteiligten Unternehmen der Marktuntersuchung zufolge bei weitem die stärkste Position inne, und ihr gemeinsamer Marktanteil liegt um ein Mehrfaches über dem des stärksten Konkurrenten(58). (780) Im Jahre 2000 waren Afugan (Pyrazophos), Previcur (Propamocarb) und Rovral (Iprodion) die wichtigsten Produkte von ACS. Die wichtigsten Produkte von Bayer sind Antracol (Propineb), Antracol-Kombi (Triademefon und Propineb), Baycor (Bitertanol) und Teldor (Fenhexamid). Bis 2004 sollen der Marktanteil des neuen Produkts [...] voraussichtlich [0-10] % und der Marktanteil anderer neuer Produkte 8 % betragen. Andererseits machen die beteiligten Unternehmen geltend, dass Afugan in Griechenland nach 2000 nicht mehr vertrieben wurde und dass es dort keine Bestände mehr gebe, die vertrieben werden könnten. (781) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem griechischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (782) Die beteiligten Unternehmen schätzten ihren gemeinsamen Marktanteil in den Niederlanden auf [40-50] % (Bayer [0-10] %, ACS [30-40] %) und bezeichneten Syngenta ([30-40] %) und BASF ([10-20] %) als die wichtigsten Wettbewerber. Die Marktuntersuchung hat ergeben, dass die beteiligten Unternehmen sehr wahrscheinlich die Größe des Gesamtmarktes überschätzen und dass ihr gemeinsamer Marktanteil wohl eher bei 50 % liegt. Außerdem haben die beteiligten Unternehmen der Marktuntersuchung zufolge bei weitem die stärkste Position inne, und ihr gemeinsamer Marktanteil liegt um ein Mehrfaches über dem des stärksten Konkurrenten(59). (783) In ihrer Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte haben die beteiligten Unternehmen darauf hingewiesen, dass sie von ihren Daten betreffend die Größe des Gesamtmarktes überzeugt sind, die auf Daten aus unabhängigen Panelerhebungen beruhen. Die Wettbewerber haben sich bei ihren Schätzungen der Größe des Gesamtmarktes jedoch ebenfalls auf Daten aus unabhängigen Panelerhebungen gestützt. In Bezug auf diesen Markt wird die Größe des Gesamtmarktes von sämtlichen Wettbewerbern wesentlich kleiner geschätzt als von den beteiligten Unternehmen. Daher ist die Kommission der Auffassung, dass der Gesamtumsatz insgesamt sehr wahrscheinlich wesentlich geringer ist als von den beteiligten Unternehmen angegeben. (784) Bayer vertreibt Baycor (Bitertanol) und Euparen (Tolylfluanid). Der Umsatz von ACS stammt hauptsächlich aus dem Vertrieb der Produkte Previcur (Propamocarb), Rovral (Iprodion), Sporgon und Sportak (beide Prochloraz). Es wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [10-20] % betragen wird, während Flint (Trifloxystrobin) voraussichtlich auf [0-10] % kommen und andere neue Produkte von Bayer weitere [0-10] % erzielen werden. (785) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem niederländischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (786) Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil in Portugal auf [30-40] % (Bayer: [0-10] %, ACS: [30-40] %) und halten Syngenta ([20-30] %) und BASF ([0-10] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Die Marktuntersuchung hat ergeben, dass die beteiligten Unternehmen sehr wahrscheinlich die Größe des Gesamtmarktes überschätzen und dass ihr gemeinsamer Marktanteil wohl eher bei [50-60] % liegt. Außerdem haben die beteiligten Unternehmen der Marktuntersuchung zufolge bei weitem die stärkste Position inne, und ihr gemeinsamer Marktanteil liegt um ein Mehrfaches über dem des stärksten Konkurrenten(60). (787) Die wichtigsten Produkte von ACS sind Rubigan (Fenarimol) und Baktane (Myclobutanil). Es wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [0-10] % betragen und Flint (Trifloxystrobin) auf einen Marktanteil von [0-10] % kommen wird. (788) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem portugiesischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. (789) Die beteiligten Unternehmen schätzen ihren gemeinsamen Marktanteil in Schweden auf [50-60] % (Bayer: [40-50] %, ACS: [10-20] %) und halten Syngenta ([30-40] %) und BASF ([0-10] %) für die wichtigsten Wettbewerber. Die Marktuntersuchung hat bestätigt, dass die beteiligten Unternehmen in Schweden eine einzigartige Stellung innehaben und ihr Anteil am Gesamtumsatz der Produkte von Unternehmen mit eigener FuE-Basis sehr groß ist. Außerdem haben die beteiligten Unternehmen der Marktuntersuchung zufolge bei weitem die stärkste Position inne, und ihr gemeinsamer Marktanteil liegt um ein Mehrfaches über dem des stärksten Konkurrenten(61). (790) ACS vertreibt hauptsächlich Produkte auf der Basis von Iprodion. Die beteiligten Unternehmen machen geltend, dass der Marktanteil von Bayer fast vollständig auf der Vermarktung von Produkten Dritter durch das Konzernunternehmen Gullviks beruht und dass Bayer von seinem Produkt Teldor (Fenhexamid) nur sehr geringe Mengen absetzt. Weitere von Gullviks vertriebene Produkte sind Amistar und Ridomil auf Basis von Azoxystrobin bzw. Metalaxyl, Wirkstoffen, die von Syngenta geliefert werden. Diese Argumente reichen jedoch nach Ansicht der Kommission nicht aus, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen, die das Vorhaben in Bezug auf den schwedischen Markt aufwirft. Tatsache ist, dass das Zusammenschlussvorhaben den Wettbewerb auf dem schwedischen Markt in erheblichem Maße beschränken wird und dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass die starke Position des aus dem Zusammenschluss hervorgehenden Unternehmens infrage gestellt wird. (791) Die beteiligten Unternehmen erklärten erneut, dass die Kommission den Einfluss von Gullviks in Schweden nicht richtig einschätze. Sie führen insbesondere an, dass das Produktportfolio von Gullviks im Gegensatz zu dem seiner Konkurrenten auf Pflanzenschutzmittel beschränkt sei, die den Gesamtbedarf der Landwirte nur in begrenztem Maße abdecken. Den beteiligten Unternehmen zufolge seien die Landwirte im Hinblick auf andere Produkte, wie zum Beispiel Landmaschinen, Baumaterial, Düngemittel und Saatgut, nach wie vor von den Konkurrenten der Firma Gullviks, den landwirtschaftlichen Genossenschaften, abhängig. (792) Die Kommission kann sich der Auffassung nicht anschließen, dass dadurch die Möglichkeit wettbewerbswidrigen Verhaltens auf einem Markt ausgeschlossen würde, auf dem die beteiligten Unternehmen eigenen Zahlen zufolge einen gemeinsamen Marktanteil von fast [50-60] % halten würden. Tatsächlich würden die beteiligten Unternehmen durch Gullviks über ein einzigartiges Produktsortiment an Gemüsefungiziden verfügen und nicht nur ihre eigenen Produkte, sondern auch die Produkte von Syngenta vertreiben. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass einem Landwirt letztendlich etwas anderes übrig bleibt als von Gullviks zu kaufen, unabhängig davon, wie viele Maschinen und welche Mengen an Baumaterial er von Genossenschaften erwirbt. (793) Darüber hinaus wird erwartet, dass der Marktanteil des neuen Produkts [...] bis 2004 [0-10] % betragen und ein anderes neues Produkt von ACS auf der Grundlage von Iprodion auf [0-10] % kommen wird. (794) An Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Unternehmen bereits eine starke Position innehaben, dass sie gemeinsam wesentlich größer sind als ihre stärksten Konkurrenten, des Wachstumspotenzials ihrer neueren und künftigen Produkte und der Tatsache, dass in naher Zukunft nicht mit einer neuen starken Konkurrenz zu rechnen ist, gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass das Vorhaben eine beherrschende Stellung auf dem schwedischen Markt für Gemüsefungizide begründen oder verstärken wird. Allgemeine Schlussfolgerung in Bezug auf Fungizide (795) In Bezug auf Fungizide ist die Kommission zu dem Schluss gelangt, dass das Vorhaben zur Begründung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung auf den Märkten für Fungizide für Getreide in Italien, für Obst- und Nüsse in Dänemark, Deutschland und Frankreich, für Erdbeeren in Schweden, für Rebenfungizide zur Bekämpfung von Botrytis in Deutschland, Frankreich, Griechenland und Portugal, für Hopfenfungizide in Deutschland, für Öl- und Eiweißsaatenfungizide in Deutschland sowie für Gemüsefungizide in Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Schweden führen wird. E. SAATGUTAUFBEREITUNG (796) Gefahr droht dem Saatgut durch saatgut- oder bodenbürtige Krankheiten oder durch bodenbewohnende bzw. in der frühen Wachstumsphase auftretende Insekten. Um eine gute Keimung zu sichern und den Keimpflanzenverlust und Schäden aufgrund von Pilz- und Insektenbefall zu verhindern, wird das Saatgut sowohl mit Fungiziden als auch mit Insektiziden behandelt, meist zur gleichen Zeit. Die Lieferanten von Erzeugnissen zur Saatgutaufbereitung bereiten das Saatgut normalerweise nicht selbst auf, sondern beliefern andere Unternehmen mit den entsprechenden Saatgutbeizmaschinen. (797) Der Markt der Saatgutaufbereitung wird als Markt von wachsender Bedeutung angesehen, da die Saatgutaufbereitung äußerst effizient und sehr umweltfreundlich ist. Viele der bei der Marktuntersuchung befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Bedeutung der Saatgutaufbereitung noch weiter zunimmt, weil die Nachfrage nach dem Schutz höherwertigen Saatguts und insbesondere genetisch verbesserten Saatguts steigen werde. Das kräftige Auflaufen der Keimpflanzen und ihr effektiver Schutz während des Anfangswachstums würden auf diese Weise gewährleistet. (798) Den Schätzungen von Bayer zufolge belief sich bei weiterem Wachstum der Gesamtumfang des Marktes der Saatgutaufbereitung im EWR im Jahr 2000 auf [...] Mio. EUR. 2000 betrug der EWR-Umsatz von Bayer im Segment der Saatgutaufbereitung [...] Mio. EUR und der Umsatz von ACS [...] Mio. EUR. (799) In ihren Stellungnahmen zur Entscheidung der Kommission gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe c) argumentieren die beteiligten Unternehmen, dass mit einem weiteren wesentlichen Anstieg des Marktwertes im Bereich Saatgutaufbereitung nicht zu rechnen sei, was auf das von scharfem Wettbewerb gekennzeichnete Umfeld, die steigende Präsenz von generischen Erzeugnissen geringen Wertes - besonders im Fungizidsegment - und den Wettbewerbsdruck von der Nachfrageseite her zurückzuführen sei, wobei es sich um national und international operierende Saatgut- und Saatgutaufbereitungsunternehmen handele, die in Verhandlungen eine starke Gegenmacht darstellten. (800) Die Mehrzahl der bei der Marktuntersuchung befragten Unternehmen widersprechen dieser Beschreibung der Marktentwicklung. Überdies steht sie offensichtlich im Widerspruch zu den von den beteiligten Unternehmen übergebenen internen Unterlagen. Beispielsweise wurde in einer internen ACS-Präsentation von Ende 1999 (vertrauliche Information von ACS). (801) Bayer nimmt im Bereich der Saatgutaufbereitung weltweit die Spitzenposition ein. Auf EWR-Ebene würden auf die beteiligten Unternehmen [60-70] % des Gesamtumsatzes von Erzeugnissen zur Saatgutaufbereitung (Bayer [40-50] %, ACS [20-30] %) entfallen. Auf dem Gebiet der Saatgutaufbereitung gibt es in Europa nur zwei weitere bedeutende Marktteilnehmer, Syngenta und das sehr viel kleinere Unternehmen Uniroyal. Unter den forschungsorientierten Herstellern von Agrochemikalien weisen BASF, Dow und DuPont im Bereich Saatgutaufbereitung praktisch keinen Umsatz auf, während Monsanto vor kurzem ein Erzeugnis gegen eine spezielle, jedoch bedeutende Krankheit, die Getreidearten befällt (Schwarzbeinigkeit), auf den Markt brachte. (802) Die Marktteilnehmer beschreiben die Saatgutaufbereitung als einen Markt, der an Unternehmen, die auf ihm aktiv werden wollen, besondere Anforderungen stellt. Natürlich muss das Unternehmen im Besitz eines Wirkstoffs sein, der speziell für die Saatgutaufbereitung geeignet ist. Bei den Insektiziden haben si

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.