Europäische Union

2004/322/EG: Entscheidung der Kommission vom 2. September 2003 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und mit dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.3083 — GE/Instrumentarium) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2003) 3156) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32004D0322. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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Nationale Marktanteile nach Wert >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. Tabelle 12 Einfache C-Bögen - Nationale Marktanteile nach Wert >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. (232) Die Marktuntersuchung der Kommission bestätigt weitgehend die von der anmeldenden Partei vorgelegten Marktanteile, insbesondere hinsichtlich des relativen Vertriebs der vier größten Anbieter GE, Instrumentarium, Siemens und Philips. (233) Im Bereich vaskuläre C-Bögen ergeben sich hohe Marktanteile, insbesondere in Österreich ([...]* %), Belgien ([...]* %), Deutschland ([...]* %), Frankreich ([...]* %) und in Italien ([...]* %). (234) Auf dem Markt für einfache C-Bögen wird das zusammengeschlossene Unternehmen hohe Marktanteile mit überlappenden Aktivitäten erhalten, beispielsweise in Belgien ([...]* %), Dänemark ([...]* %), Deutschland ([...]* %), Finnland ([...]* %), Frankreich ([...]* %) und Spanien ([...]* %). (235) Der durchschnittliche Marktanteil der Parteien im gesamten EWR beläuft sich ihren eigenen Zahlen zufolge auf [40-50]* % für vaskuläre C-Bögen bzw. [40-50]* % für einfache C-Bögen. (236) Während die Marktanteile auf den größeren Märkten zwischen 2000 und 2002 ziemlich stabil waren, schwanken sie beträchtlich in den kleineren Mitgliedstaaten, wo manchmal nur eine Handvoll Geräte pro Jahr verkauft werden und einzelne Aufträge große Schwankungen bei den Marktanteilen verursachen können. Beispielsweise hatten GE/ Instrumentarium im Jahr 2002 in Österreich einen gemeinsamen Marktanteil von [80-90]* %, aber nur [30-40]* % im Jahr 2000. In Belgien hatten die Parteien [50-60]* % im Jahr 2002 nach [10-20]* % ein Jahr zuvor. Ähnliche Schwankungen bei den Marktanteilen können bei einfachen C-Bögen beobachtet werden. (237) Der Großteil der im Rahmen der Marktuntersuchung Befragten erklärte, dass die Preise für C-Bögen in den vergangenen fünf Jahren stabil oder rückläufig waren. (238) Kapazitätsbeschränkungen scheinen eine relativ untergeordnete Rolle bei den Entscheidungen der Hersteller in Bezug auf Preis und Menge zu spielen. (239) Die Marktanteiltabellen zeigen darüber hinaus, dass vier Anbieter, GE, Instrumentarium (Ziehm), Siemens und Philips jeweils bedeutende Marktanteile in einer Reihe von EWR-Ländern erlangen. GE, Siemens und Philips stellen zusätzlich alle eine umfangreiche Palette medizinischer Ausrüstung her und verfügen über starke Vertriebsmöglichkeiten im gesamten EWR (und in der Tat weltweit). Instrumentarium verfügt gleichermaßen über starke Stellungen auf mehreren Märkten für medizinische Ausrüstung, obwohl sein Produktportfolio etwas enger ist. (240) Überdies hat die Marktuntersuchung der Kommission auch ergeben, dass die Kunden C-Bögen als relativ weniger differenziert ansehen als andere medizinische Geräte wie insbesondere Anästhesiesysteme und Patientenmonitore. Obwohl das Versagen eines C-Bogen-Geräts ernste Folgen haben kann, führt es normalerweise nicht unmittelbar zu lebensbedrohenden Situationen (wie beispielsweise bei Anästhesiegeräten oder Intensivbeatmung). Darüber hinaus sind die wichtigsten Qualitäts- und Leistungsparameter eines C-Bogen-Geräts (wie Bildqualität oder Handhabung) für einen potenziellen Kunden im Voraus erkennbar, wohingegen sie für andere Typen von Ausrüstung in die Erfolgsbilanz und den Ruf des Lieferanten "eingebettet" sind. (Anästhesiesysteme sind wiederum das wichtigste Beispiel für die letztere Produktkategorie.) Ein Wechsel zwischen den Hauptlieferanten von C-Bögen ist somit vergleichsweise einfacher. (241) Eine Reihe von Nischenanbietern, einschließlich Sias, Eurocolumbus, Apelem, Metaltronica und andere, erzielen bescheidene Marktanteile, hauptsächlich in Italien. Sie sind den Kunden außerhalb ihres Heimatlandes nicht allgemein bekannt und werden dem unteren Ende des Marktes zugewiesen. Die meisten Kunden halten sie nicht für glaubwürdige Konkurrenten von GE, Instrumentarium, Siemens oder Philips. (242) Dagegen sind die im Rahmen der Marktuntersuchung der Kommission betrachteten Krankenhäuser im Allgemeinen der Ansicht, dass GE, Instrumentarium, Siemens und Philips alle vaskuläre und einfache C-Bögen von vergleichbarer Qualität liefern und eine durchführbare Alternative als Reaktion auf sogar eine geringe relative Preiserhöhung wären. Nach der Fusion wird es folglich weiterhin drei Wettbewerber mit einem umfangreichen Portfolio an medizinischer Ausrüstung und starken Vertriebsmöglichkeiten in jedem der nationalen Märkte geben, wo sich die Aktivitäten der Parteien entweder bei vaskulären oder bei einfachen C-Bögen überlappen. Enge der Substitution (243) Die anmeldende Partei hat eine Analyse von Gewinn- und Verlustdaten vorgelegt, um ihre Behauptung zu bekräftigen, dass die Marktanteile von GE und Instrumentarium die Wettbewerbsauswirkungen der angemeldeten Transaktion nicht genau reflektieren und in der Tat überbewerten. Da die Studie nur eine begrenzte Anzahl von Datenpunkten enthält, bezieht sich die Analyse der anmeldenden Partei auf Angebote für alle Typen von mobilen C-Bögen während des Zeitraums 1998-2003. Sie untersucht, wie häufig Instrumentarium gegenüber anderen Wettbewerbern als Verfolger in Ausschreibungen ausgewählt wurde, die GE(148) gewonnen hat. Nur für Deutschland wird die gleiche Analyse auch für Ausschreibungen durchgeführt, die Instrumentarium(149) gewonnen hat. (244) Auf der Grundlage der Angebote, für die GE den Zuschlag erhalten hat, wird auf EWR-Ebene Siemens in [40-50]* % aller Fälle als Verfolger registriert, gefolgt von Philips ([30-40]* %) und Instrumentarium ([0-10]* %). Andere Wettbewerber, einschließlich SIAS, Eurocolumbus und Gilardoni, machen [0-10]* % aus. Sie treten nur in Italien bedeutsam auf, neben Finnland ([...]* von 1998 bis 2003) und Spanien ([...]*). Diesen Daten zufolge ist Instrumentarium wesentlich seltener der Verfolger als Siemens und Philips in allen Ländern, außer in [...]*, wo es [...]* mit Philips ist(150). Es tritt seltener als Verfolger auf als man erwarten würde, wenn alle Lieferanten gleichermaßen enge Substitute wären(151). (245) Auf der Grundlage der Angebote, für die Instrumentarium den Zuschlag erhalten hat (nur in Deutschland), war Philips in [50-60]* % der Fälle der Verfolger, gefolgt von Siemens ([20-30]* %) und GE ([10-20]* %). Keine anderen Unternehmen treten als Verfolger in diesem Land auf. GE wird wiederum seltener als Verfolger aufgelistet als man erwarten würde, wenn alle Lieferanten gleichermaßen enge Substitute wären. (246) Folglich deuten die von der anmeldenden Partei vorgelegten Angebotsdaten tendenziell darauf hin, dass die Marktanteile in diesem Fall die Auswirkungen der gemeinsamen Marktmacht von GE und Instrumentarium im Anschluss an die Fusion überbewerten. Preisauswirkungen (247) Was die Patientenmonitore betrifft, so hat die Kommission ihre eigene Analyse auf der Grundlage eines umfangreicheren Bestands an Angebotsdaten, die von den Parteien und den Hauptkonkurrenten(152) gesammelt wurden, durchgeführt Das Ziel bestand darin, die Auswirkungen zu ermitteln, die die gemeinsame Präsenz von GE und Instrumentarium auf die Preise in den vergangenen Angebotsrunden hatte, und darüber hinaus die möglicherweise vorhandenen Preisauswirkungen, die die Beseitigung von Instrumentarium als unabhängiger Wettbewerber haben würde. (248) Die Ergebnisse dieser umfassenden empirischen Bewertung waren, dass die Präsenz von Instrumentarium als ein unabhängiger Bieter in der Auktion und die Anzahl der Bieter keinen systematischen Einfluss auf die Höhe des von GE in seinen Angeboten angebotenen Rabatts gehabt zu haben schienen. In keinem der von der Kommission bewerteten Modelle war der Koeffizient der Dummy-Variable zur Erfassung der Präsenz von Instrumentarium in der Auktion statistisch bedeutsam. Derartige Ergebnisse gelten unabhängig davon, wie der Rabatt berechnet wird, oder der Vollmacht und unabhängig davon, ob die europäischen Schlüsselmärkte zusammen oder einzeln betrachtet werden (wo die Daten es ermöglichen), oder ob der Schwerpunkt nur auf Angeboten, für die der Zuschlag erhalten wurde, oder auf allen Angeboten (Angebote mit und Angebote ohne Zuschlag) liegt. Schlussfolgerung (249) Die angemeldete Transaktion wird zu relativ hohen Anteilen auf den Märkten für vaskuläre und einfache C-Bögen in mehreren Mitgliedstaaten führen. Dennoch werden nach dem Vorhaben drei glaubwürdige Konkurrenten auf beiden Märkten verbleiben, die alle über ein umfangreiches Portfolio medizinischer Produkte mit führenden Marktstellungen in mindestens einigen Märkten für medizinische Produkte und starke Vertriebsmöglichkeiten in allen EWR-Ländern verfügen. Die Macht der Marktanteile als ein Indikator für Marktmacht ist in diesem Fall begrenzt durch die hohe Volatilität der Marktanteile, insbesondere in den kleineren Mitgliedstaaten, die Tatsache, dass die Produkte der Parteien relativ entfernte Substitute sind, wie die Gewinn- und Verlustanalyse zeigt, und das niedrige Differenzierungsniveau zwischen den Produktpaletten der führenden Lieferanten. Schließlich hat die ökonometrische Analyse der Angebotsdaten durch die Kommission keine Preisauswirkungen der gemeinsamen Präsenz von GE und Instrumentarium in Ausschreibungen für C-Bogen-Ausrüstung gezeigt. (250) Die Analyse führt zu der gleichen Schlussfolgerung, wenn ein umfassenderer Produktmarkt, der alle mobilen C-Bogen-Geräte umfasst, als Grundlage verwendet wird. (251) In Anbetracht dieser Elemente kommt die Kommission zu der Schlussfolgerung, dass der Zusammenschluss der Marktstellungen der Parteien nicht zur Schaffung einer beherrschenden Stellung führen würde, durch die wirksamer Wettbewerb erheblich behindert würde, soweit mobile C-Bögen betroffen sind. 3. Mammographiegeräte A. Analoge Mammographie (252) Sowohl GE als auch Instrumentarium sind im Bereich analoge Mammographie tätig und das Vorhaben wird daher zu horizontalen Überlappungen führen. Als Ergebnis der Transaktion wird GE/Instrumentarium zum Marktführer für analoge Mammographiegeräte im EWR und in fast allen Mitgliedstaaten. Allgemeine Marktmerkmale (253) Die Marktuntersuchung hat gezeigt, dass sich der analoge Mammographiemarkt zu einem ausgereiften Markt entwickelt hat. (254) Was die Angebotsseite betrifft, so unterstreichen sowohl die Marktuntersuchung(153) als auch von der anmeldenden Partei zu Verfügung gestellte externe Studien(154), dass die analoge Technologie eine ausgereifte Technologie ist ("die Technologie hat ihre Grenzen erreicht") und Innovationen hauptsächlich auf Merkmale wie die Bildqualität begrenzt sind. (255) Die Hersteller analoger Mammographiegeräte sind hauptsächlich Montierer, da sie einen Großteil ihrer Inputs (rund [70-80]* %) von dritten Parteien, bei denen es sich um Komponentenhersteller handelt, beziehen. Der Wettbewerb in diesem Markt wird hauptsächlich gesteuert durch Investitionen in Ruf, Qualität und die mit diesen Produkten angebotenen Dienstleistungen sowie in Preise. (256) Was die Nachfrageseite betrifft, so ist der Vertrieb analoger Mammographiegeräte insgesamt rückläufig, sowohl in Bezug auf die Einheiten als auch den Wert, und der Hauptteil der Nachfrage ergibt sich aus dem Ersatz veralteter Ausrüstung. (257) Es wird erwartet, dass sich dieser rückläufige Trend bei der Nachfrage nach analoger Mammographieausrüstung in der Zukunft aufgrund des Übergangs zu digitaler Ausrüstung verstärkt. Die Marktuntersuchung hat gezeigt, dass eine beträchtliche Anzahl von Kunden beabsichtigt, analoge Mammographie auf digitale Mammographie aufzurüsten oder in den nächsten drei Jahren eine Vollfeld-Digitalausrüstung zu beschaffen. Alle Hersteller haben diesen Übergang zum digitalen Bereich bestätigt(155): Es wird erwartet, dass im Jahr 2004 40 % der Einnahmen für Mammographie aus dem digitalen Bereich kommen werden und sich auf 60 % im Jahr 2006 erhöhen werden(156). Marktanteile (258) In Bezug auf Monitore und C-Bögen weist die anmeldende Partei in der Anmeldung darauf hin, dass aufgrund des Mangels an zuverlässigen öffentlich verfügbaren Quellen für die Marktanteilsberechnungen ihre eigenen besten Schätzungen zugrunde gelegt wurden unter Verwendung ihres jeweiligen Vertriebs und der Vertriebsdaten, die vom European Coordination Committee of the Radiological Electromedical Industry ("COCIR"), einem Zusammenschluss von fünf Unternehmen im Bereich medizinische Ausrüstung (Instrumentarium, Dräger, GE, Philips und Siemens), zur Verfügung gestellt wurden(157). Die anmeldende Partei ist der Ansicht, dass diese Berechnung ihre Stellung überbewertet aufgrund der Schwierigkeit bei der Ermittlung des Vertriebs der kleineren Wettbewerber durch unabhängige Vertreiber. (259) Daher hat die Kommission ihre eigenen Marktanteilsberechnungen vorgenommen auf der Grundlage ihrer Auskunftsersuchen zu den Umsatzzahlen für Mammographiegeräte, die sie an die fusionierenden Parteien und an ihre Konkurrenten auf dem relevanten Markt gerichtet hat. (260) Auf der Grundlage der Antworten auf diese Auskunftsersuchen schätzt die Kommission, dass der Zusammenschluss zu einem gemeinsamen EWR-Marktanteil von [35-40]* % für analoge Mammographie führt. Der Hauptkonkurrent Siemens macht [20-25]* % des Marktes aus. Unter den anderen Anbietern macht Planmed rund [10-15]* % aus, während Hologic/Lorad, Giotto und Metaltronica weniger als [10-15]* % ausmachen. (261) Den gesammelten Daten zufolge würde das Vorhaben auf nationaler Ebene zu den folgenden Marktanteilen im Bereich analoge Mammographie nach Wert führen(158). In der untersten Reihe ist die insgesamte Marktgröße jedes Landes in Mio. EUR angegeben. Tabelle 13 Analoge Mammographie - Nationale Marktanteile 2002 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. Tabelle 14 Analoge Mammographie - Nationale Marktanteile 2001 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. Tabelle 15 Analoge Mammographie - Nationale Marktanteile 2000 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. (262) Die Kommission ist der Ansicht, dass Marktanteile einen ersten Hinweis für die Bestimmung der relativen Marktstellung der verschiedenen Wettbewerber aus Kundensicht liefern. Die Marktanteile enthalten wichtige Informationen, da sie echte Kaufentscheidungen der Kunden in einem bestimmten Jahr reflektieren. (263) Die Fusion würde zu beträchtlichen Überlappungen in vielen nationalen Märkten mit gemeinsamen Marktanteilen von über 40 % im Jahr 2002 in Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien führen. Nur in Griechenland werden die Parteien Marktanteile über 50 % und eine beträchtliche Überlappung erzielen (mindestens über 5 %) (zusammen: [...]* %), während die Parteien in Portugal Marktanteile von [70-75]* % erreichen werden, aber mit einer minimalen Überlappung (GE: [65-70]* %; Instrumentarium: [0-5]* %). (264) Bei der Betrachtung der Entwicklung der gemeinsamen Marktanteile von GE/Instrumentarium sind diese sowohl auf EWR-Ebene rückläufig ([35-40]* % im Jahr 2002 gegenüber [50-55]* % im Jahr 2001 und [45-50]* % im Jahr 2000) als auch in allen Ländern, in denen die Fusion zu einer beträchtlichen Überlappung führt. Beispielsweise in Frankreich gingen die gemeinsamen Marktanteile von [50-55]* % im Jahr 2000 auf [50-55]* % im Jahr 2001 und auf [40-45]* % im Jahr 2002 zurück, während in Italien der Marktanteil von [55-60]* % im Jahr 2000 auf [50-55]* % im Jahr 2001 und auf [45-50]* % im Jahr 2002 sank. (265) In Griechenland und Portugal, wo die Marktanteile der Parteien über 50 % betragen, sind die gemeinsamen Marktanteile im Jahr 2002 zurückgegangen. In Portugal sank der Marktanteil von [80-85]* % im Jahr 2001 auf [70-75]* % im Jahr 2002 und in Griechenland von [60-65]* % im Jahr 2001 auf [50-55]* % im Jahr 2002. (266) Darüber hinaus sind in allen Ländern mit beträchtlichen Überlappungen eine Reihe glaubwürdiger Konkurrenten weiterhin präsent. Neben Siemens, das der zweitgrößte Anbieter auf fast allen Märkten sein wird, werden Planmed, Hologic/Lorad, Philips, Giotto und Metaltronica weiterhin glaubwürdige Konkurrenten in vielen dieser Länder darstellen. Beispielsweise hatte Hologic/Lorad einen bedeutenden Marktanteil in Belgien und ist in Frankreich, Griechenland und Spanien vertreten, während Planmed einen beträchtlichen Marktanteil in Frankreich hat und in Italien und Portugal vertreten ist. Schließlich sind Giotto und Metaltronica bedeutend in Italien vertreten. Private/öffentliche Kunden und Kaufverfahren (267) Die Marktuntersuchung hat gezeigt, dass im Gegensatz zu Patientenmonitoren und C-Bögen die Nachfrage nach Mammographiegeräten in bedeutendem Umfang von privaten Organisationen kommt. Den Vertriebsdaten von GE zufolge waren fast [50-70]* %(159) seiner Kunden in den letzten fünf Jahren private Organisationen. Derselbe Anteil gilt auch für den Vertrieb durch Instrumentarium(160). (268) Darüber hinaus ist der Anteil der öffentlichen/privaten Nachfrage in jedem Mitgliedstaat unterschiedlich und hängt auch von der Existenz nationaler Screening-Programme und nationaler Vorschriften, die die Beteiligung privater Praktiker erlauben, ab. Während beispielsweise in Frankreich private Käufe fast [80-90]* % des Marktes ausmachen, werden in Italien [70-80]* % der Mammographiegeräte von öffentlichen Krankenhäusern erworben(161). (269) Im Gegensatz zu öffentlichen Organisationen, wo die Ausrüstung meistens durch Ausschreibungen erworben wird, erfordern private Käufe kein Ausschreibungsverfahren. Wenn auch einige private Praktiker Ausschreibungsverfahren verwenden mögen, so basieren die meisten Käufe auf Angeboten des lokalen Vertreters oder des lokalen Vertreibers der Lieferanten. (270) Auch für öffentliche Organisationen, die verpflichtet sind, Ausschreibungen einzuleiten, um teure Ausrüstung wie Mammographiegeräte zu kaufen, ist eine lokale Präsenz des Lieferanten oder seines Vertreibers notwendig. Aus der Marktuntersuchung hat sich ergeben, dass die Entscheidung für einen bestimmten Lieferanten auf dem Grundsatz des "wirtschaftlich vorteilhaftesten Angebots" anstatt auf dem "kostengünstigsten" Angebot basiert, wobei der Preis ein wichtiger Faktor neben den Spezifikationen, der Qualität, dem Kundendienst und der Wartung des Mammographiegeräts ist. Daher kann es sein, dass die potenziellen Lieferanten nach ihrer Antwort auf die Ausschreibung dem Radiologen, der der relevante Entscheidungsträger im Kaufverfahren ist, die verschiedenen Merkmale der angebotenen Ausrüstung demonstrieren müssen(162). (271) Die anmeldende Partei argumentiert außerdem, dass der Markt für Mammographiegeräte ein Bietermarkt ist, auf dem die Marktanteile nicht als ein Hinweis für Marktmacht angesehen werden können. Die anmeldende Partei hat darüber hinaus eine Analyse von Gewinn- und Verlustdaten vorgelegt, um ihre Behauptung zu bekräftigen, dass die Marktanteile von GE und Instrumentarium die Wettbewerbsauswirkungen der angemeldeten Transaktion nicht genau reflektieren und in der Tat überbewerten. (272) Der Markt für Mammographiegeräte unterscheidet sich nicht wesentlich von einem gewöhnlichen differenzierten Produktmarkt. Wenn die Produkte durch ein Ausschreibungsverfahren beschafft werden, werden die Kundenpräferenzen in den technischen Ausschreibungsspezifikationen reflektiert, die wiederum die Anzahl der in Frage kommenden Bieter bestimmen. Die Kunden haben individuelle Präferenzen für spezifische Geräte und würden den Wechsel zu einem anderen Modell nur als Reaktion auf eine mehr oder weniger bedeutende Preiserhöhung (auf die Wettbewerber bezogen) in Erwägung ziehen. Die relative Enge der Substitution zwischen den verschiedenen Produkten, selbst innerhalb ein- und desselben relevanten Produktmarkts, stellt somit einen bedeutenden Wettbewerbsparameter in diesen Märkten dar und hat einen wichtigen Einfluss auf die Marktmacht der Lieferanten. Die Marktanteile enthalten somit wichtige Informationen, da sie echte Kaufentscheidungen der Kunden in einem bestimmten Jahr reflektieren. Enge der Substitution (273) In Bezug auf Patientenmonitore und C-Bögen hat die anmeldende Partei eine statistische Analyse durchgeführt, um die Enge der Substitution der fusionierenden Parteien zu beurteilen, wobei als Hinweis die Häufigkeit verwendet wurde, mit der Instrumentarium im Vergleich zu anderen Konkurrenten als Verfolger in Angeboten, für die GE den Zuschlag erhalten hat, registriert wurde(163). (274) Siemens erweist sich als der Konkurrent, der auf EWR-Ebene sowie in jedem Land am häufigsten als Verfolger von GE registriert wird. Auf EWR-Ebene ist Siemens der Verfolger in [50-60]* % der Ausschreibungen, während Philips in [0-10]* % und Instrumentarium, Planmed und Hologic/Lorad in [0-10]* % der Fälle der Verfolger sind. Diese Ergebnisse sollten dennoch mit Vorsicht betrachtet werden, da die Verteilung von Ausschreibungen in den verschiedenen Ländern nicht die relative Größe der nationalen Märkte reflektiert. (275) Auf der nationalen Ebene ist Siemens der häufigste Verfolger mit Anteilen von [40-50]* % (Frankreich) bis [80-90]* % (Belgien). Dagegen wird Instrumentarium als Verfolger mit Anteilen von [0-10]* % (Italien) bis [30-40]* % (Spanien) der Fälle registriert. Es ist erwähnenswert, dass Instrumentarium in einigen Ländern bei Weitem nicht als der Konkurrent erscheint, der die stärkste Wettbewerbsbeschränkung für GE darstellt. Dies ist beispielsweise in Frankreich der Fall (Siemens: [40-50]* %; Planmed: [10-20]* %; Philips: [0-10]* %; Instrumentarium: [0-10]* %), in Deutschland (Siemens: [70-80]* %; Philips [10-20 %]*; Instrumentarium: [0-10]* %) oder im Vereinigten Königreich (Siemens: [80-90]* %; Hologic/Lorad: [0-10]* % Instrumentarium: [0-10]* %). (276) Daher zeigt die von der anmeldenden Partei vorgelegte Analyse tendenziell, dass Siemens eine stärkere Wettbewerbsbeschränkung für GE darstellt als Instrumentarium. Dies ist auch bei anderen Wettbewerbern auf nationaler Ebene der Fall. Preisauswirkungen (277) Die Kommission hat darüber hinaus ihre eigene Analyse der wahrscheinlichen Preisauswirkungen der Fusion auf der Grundlage eines umfangreichen Bestands an Angebotsdaten, die von den Parteien und den Hauptkonkurrenten gesammelt wurden, durchgeführt(164). Das Ziel bestand darin, die Auswirkungen zu ermitteln, die die gemeinsame Präsenz von GE und Instrumentarium auf die Preise in den vergangenen Angebotsrunden hatte, und darüber hinaus die möglicherweise vorhandenen Preisauswirkungen, die die Beseitigung von Instrumentarium als unabhängiger Wettbewerber haben würde. (278) Die Ergebnisse dieser empirischen Bewertung waren, dass die Präsenz von Instrumentarium als ein unabhängiger Bieter in der Auktion und die Anzahl der Bieter keinen systematischen Einfluss auf die Höhe des von GE in seinen Angeboten angebotenen Rabatts gehabt zu haben schienen. In keinem der von der Kommission bewerteten Modelle war der Koeffizient der Dummy-Variable zur Erfassung der Präsenz von Instrumentarium in der Auktion statistisch bedeutsam. Derartige Ergebnisse gelten unabhängig davon, wie der Rabatt berechnet wird, oder der Vollmacht und unabhängig davon, ob die europäischen Schlüsselmärkte zusammen oder einzeln betrachtet werden (wo die Daten es ermöglichen), oder ob der Schwerpunkt nur auf Angeboten, für die der Zuschlag erhalten wurde, oder auf allen Angeboten (d. h. Angebote mit und Angebote ohne Zuschlag) liegt. Schlussfolgerung (279) Angesichts aller oben aufgeführten Elemente, der allgemeinen Marktmerkmale, der Marktanteile und der wirtschaftlichen Analyse ist die Kommission der Ansicht, dass die Übernahme nicht zur Schaffung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung auf dem Markt für analoge Mammographiegeräte führen wird, durch die wirksamer Wettbewerb auf dem Gemeinsamen Markt oder in einem beträchtlichen Teil davon erheblich behindert würde. B. Digitale Mammographie Aufstrebender Markt - potenzieller Wettbewerb (280) Die Nachfrage nach digitaler Ausrüstung wird voraussichtlich stark stei

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.