Europäische Union

2004/322/EG: Entscheidung der Kommission vom 2. September 2003 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und mit dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.3083 — GE/Instrumentarium) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2003) 3156) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32004D0322. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ber stehen, dass die meisten Wettbewerber nur in einem oder zwei Mitgliedstaaten aktiv sind, dass eine lokale Vertriebs- und Servicestruktur von herausragender Bedeutung für den Markterfolg ist und dass Anästhesieausrüstung überwiegend über Ausschreibungen vertrieben wird, wobei Kundenpräferenzen eine wichtige Rolle bei der endgültigen Kaufentscheidung spielen. 3. Klinische Informationssysteme (CIS) (79) Wie oben erklärt, handelt es sich bei CIS hauptsächlich um IT-Lösungen, die als Zubehör zu medizinischer Ausrüstung verwendet werden, um deren Fähigkeiten zu verbessern. In der Tat ist CIS ein kompliziertes IT-System, das von Experten installiert werden muss. Die Installation kann bis zu 18 Monate dauern und ist auf die Bedürfnisse des Krankenhauses zugeschnitten. Der Installierer des CIS-Systems bietet außerdem Schulungen für die Krankenhausmitarbeiter an. Somit ist ein spezielles Vertriebs-, Installations-, Wartungs- und Servicenetzwerk auf nationaler Basis von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang deuten dieselben Argumente, die die nationale Marktdefinition für PO- und CC-Monitore unterstützen, darauf hin, dass der relevante geografische Markt für CIS ebenfalls national ist. Insbesondere sollte auch darauf hingewiesen werden, dass der Vertrieb von CIS durch die gleichen Vertriebskanäle erfolgt wie der Vertrieb für Patientenmonitore, auf nationaler Basis, und dass die Durchdringungsraten in den verschiedenen EWR-Mitgliedstaaten unterschiedlich sind. 4. Mobile C-Bögen Präsenz in den einzelnen Mitgliedstaaten (80) Laut den von der anmeldenden Partei vorgelegten Informationen variiert die Marktstellung der Parteien und die der Wettbewerber in den verschiedenen Mitgliedstaaten erheblich(55). (81) Beispielsweise hat Instrumentarium im Bereich einfache C-Bögen auf der Grundlage der Zahlen für 2002 eine starke Marktstellung in Finnland ([50-60]* %), Dänemark ([30-40]* %), Deutschland ([30-40]* %) und Belgien ([30-40]* %), während in einigen anderen Mitgliedstaaten die Marktanteile wesentlich geringer sind. Zum Beispiel ist die Stellung des Unternehmens in Italien ([10-20]* %), Norwegen ([10-20]* %) und Frankreich ([0-10]* %) wesentlich schwächer und in einigen Mitgliedstaaten hat es im Jahr 2002 überhaupt keine Produkte vertrieben ([...]*). Diese Unterschiede bei den Marktanteilen bestehen für die Hauptwettbewerber sowohl für einfache als auch für vaskuläre C-Bögen. Darüber hinaus ist eine Anzahl kleinerer Wettbewerber in einigen Mitgliedstaaten, insbesondere in Italien, Portugal, Spanien und Griechenland, vertreten.(56) Die folgende Tabelle zeigt einige dieser Unterschiede für die Parteien und ihre Hauptkonkurrenten. Tabelle 3 Einfache C-Bögen: Marktanteile 2002 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. Tabelle 4 Vaskuläre C-Bögen: Marktanteile 2002 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. Preisunterschiede in den Mitgliedstaaten (82) Die Untersuchung hat gezeigt, dass es beträchtliche Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten gibt, was auf nationale Märkte hindeutet. Die unter Ziffer (83) genannten Preise stammen von GE und sind durchschnittliche Nettopreise nach Land für den Direktvertrieb für mobile C-Bögen von GE für ein Grundmodell für das Jahr 2002. (83) Was beispielsweise das Produkt [...]* von GE betrifft, so reicht der Preis von [...]* EUR in Deutschland bis [...]* EUR in Norwegen (Preisunterschied von [15-20]* %). Bei Betrachtung der Grundkonfiguration des [...]*(57) liegt der Preis für das Produkt beispielsweise in Deutschland bei [...]* EUR und vergleichsweise in Italien bei [...]* EUR und in Norwegen bei [...]* EUR (Preisunterschied bis zu [25-30]* %). Ebenso bestehen erhebliche Preisunterschiede für [...]* von [...]* EUR in Deutschland bis zu [...]* EUR in Italien und [...]* EUR in Norwegen (Preisunterschied bis zu [40-45]* %)(58). Vertrieb und Kundendienst (84) Die Marktuntersuchung hat bestätigt, dass in Bezug auf vaskuläre und einfache C-Bögen Kundendienst, Wartung und Schulungen wichtige Faktoren beim Treffen einer endgültigen Kaufentscheidung sind. Dritte Parteien heben hervor, dass lokale Vertriebsmaßnahmen, einschließlich der Bereitstellung von Kundendienst, notwendig sind, damit ein Lieferant ein glaubwürdiger Lieferant in dem betreffenden Land ist(59). (85) Neben Produktspezifikationen und Qualität werden Kundendienst, dauerhafte Wartung, Schulungen und die Fähigkeit zur Bereitstellung von Wartung und Service während des gesamten Lebenszyklus des Produkts beim Treffen der endgültigen Kaufentscheidung als wichtig angesehen. Was Schulungen für das Personal betrifft, hat die Marktuntersuchung darauf hingedeutet, dass Schulungen als ein wichtiges Element angesehen werden und das geforderte Niveau variiert. Die anmeldende Partei räumt beispielsweise ein, dass in Schweden ein hohes Schulungsniveau für Inhouse-Techniker erforderlich ist(60). (86) Die Ergebnisse der Marktuntersuchung deuten darauf hin, dass der Service auf jährlich bis zu 10 % des Endpreises des Produkts geschätzt wird, wobei jedoch nennenswerte Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten bestehen(61). Daher stellt er auch einen nicht unbedeutenden Teil der Einnahmen des Lieferanten dar. In Italien, wo die Kosten des Kunden für den Service für C-Bögen von GE am höchsten zu sein scheinen (pro Jahr bis zu [10-20]* % des ursprünglichen Ausrüstungspreises), erbringt GE selbst Serviceleistungen für [40-60]* % seiner C-Bögen. Die internen Unterlagen von Instrumentarium deuten ebenfalls darauf hin, dass die Erbringung von Serviceleistungen etwa [10-20]* % des Vertriebs diagnostischer Bildgebung des Unternehmens in Europa ausmacht, und nennen [...]* als Schwerpunktmärkte für seine neue Strategie zum Servicevertragsgeschäft(62). GE vertreibt direkt in allen EWR-Mitgliedstaaten, wohingegen Instrumentarium auf Vertreiber in [...]* zurückgreift. (87) Zum Zwecke dieser Entscheidung stellt daher jeder Mitgliedstaat einen separaten relevanten geografischen Markt dar. 5. Mammographiegeräte Präsenz in den einzelnen Mitgliedstaaten (88) Die Marktuntersuchung der Kommission hat gezeigt, dass die Märkte für Mammographiegeräte von nationalem Umfang sind, da mehrere Faktoren, die allgemein als Indikatoren für eine nationale Dimension einer geografischen Marktdefinition akzeptiert werden, vorhanden sind. (89) Laut den von der anmeldenden Partei vorgelegten Zahlen(63) und der Berechnung der Marktanteile durch die Kommission variieren die relativen Marktstellungen von GE und Instrumentarium zwischen den verschiedenen Mitgliedstaaten erheblich. Die Marktdurchdringung der anderen wichtigen multinationalen Wettbewerber wie Siemens, Philips oder Planmed und Hologic/Lorad variiert ebenfalls je nach Mitgliedstaat. (90) Beispielsweise hatte GE im Jahr 2002 einen Marktanteil über [40-50]* % in Belgien, Deutschland, Griechenland und Portugal, aber nur [10-20]* % in den Niederlanden. Ebenso hatte Instrumentarium einen Marktanteil über [40-50]* % in Finnland und Norwegen, [10-20]* % in Italien, aber nur [0-10]* % in Deutschland. Darüber hinaus hatte GE keinerlei Umsatz in Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen, während Instrumentarium in Österreich, Deutschland, Irland und Portugal entweder nicht vertreten war oder Marktanteile unter [0-10]* % hatte. (91) Ebenso variiert die Präsenz der Konkurrenten der Parteien beträchtlich je nach Mitgliedstaat. Obwohl Siemens allgemein im gesamten EWR vertreten ist, wenn auch mit unterschiedlichen Niveaus von Marktpräsenz in einzelnen Mitgliedstaaten, sind alle anderen Wettbewerber wie Planmed, Hologic, Philips, Giotto und Metaltronica nur in ein paar Mitgliedstaaten tätig. Preisunterschiede in einzelnen Mitgliedstaaten (92) Die Marktuntersuchung der Kommission hat gezeigt, dass Käufe privater und öffentlicher Kunden auf lokaler Ebene erfolgen und dass die Hersteller in der Lage sind, verschiedene Preise auf nationaler Ebene anzuwenden. (93) GE hat nationale Preislisten für seine Produkte, die beträchtliche Preisunterschiede in verschiedenen Mitgliedstaaten aufweisen(64): Die GE-Listenpreise sind beispielsweise in [...]* beträchtlich höher als in [...]*, [...]*und [...]*. Sie sind sogar in Spanien niedriger. Instrumentarium hat EWR-weite Preislisten für die letzten Jahre verwendet, aber gewährt je nach Land unterschiedliche Rabatte für seine Vertreiber. Diese Rabatte reichen von [...]* % bis zu fast [...]* %(65). Regionale oder nationale Vertriebsnetze (94) Die von allen Parteien verfolgte Vertriebsstrategie unterscheidet sich ebenfalls von Land zu Land. GE und Instrumentarium verkaufen direkt an die Endkunden in bestimmten Ländern, während sie sich in anderen Ländern auf Vertreiber stützen. Beispielsweise verkauft Instrumentarium [90-100]* % seiner Mammographiegeräte durch Vertreiber(66) in [...]*, aber [...]* (nur [20-30]* % des Umsatzes durch Vertreiber erzielt) [...]* und [...]* ([80-90]* % durch Vertreiber), [...]* und [...]*. Diese Vertreiber sind unabhängige Unternehmen, die in einem bestimmten Mitgliedstaat oder in einer Region innerhalb eines Mitgliedstaates tätig sind. Dies verstärkt die lokalen Merkmale der Märkte für Mammographiegeräte. (95) GE verkaufte früher nur in [...]* durch Vertreiber. Es stellte den Verkauf durch seine [...]* Vertreiber im Jahr 2001 ein und übernahm seinen irischen Vertreiber Anfang 2003. Folglich verkauft GE seine Mammographiegeräte an die Endkunden derzeit durch sein eigenes Vertriebsnetz. Vertrieb und Kundendienst (96) Die Marktuntersuchung der Kommission hat gezeigt, dass die Beziehungen zwischen Kunden und Lieferanten hauptsächlich auf nationaler Ebene entstehen. Erfolgreicher Vertrieb und der Durchdringungsgrad jedes Mammographieherstellers auf einem bestimmten nationalen Markt hängen ziemlich entscheidend von der Vertriebsaktivität und der Verfügbarkeit und Bereitschaft von Kundendienstpersonal zur Bereitstellung von Unterstützung für Krankenhäuser und private Praktiker auf unmittelbarer Basis ab. Schulungen und Wartungsdienste werden im Allgemeinen von den Herstellern bereitgestellt und werden üblicherweise als Teil des Kaufs der Ausrüstung vereinbart(67). (97) In Bezug auf Kaufentscheidungen in Krankenhäusern oder in privaten Organisationen und in Bezug auf Entscheidungen zu Ausschreibungsspezifikationen sind die Vertrautheit und der Ruf jedes Herstellers von vorrangiger Bedeutung für die Entscheidungsträger. Die Kaufentscheidung wird in den meisten Mitgliedstaaten durch die Handelsabteilung der Krankenhausverwaltung oder durch private Organisationen in Koordinierung mit den entsprechenden medizinischen Mitarbeitern, die mit der Ausrüstung vertraut sind, den Radiologen, getroffen. Die von Ärzten definierten Spezifikationen und ihre Bedürfnisse in Bezug auf Produktspezifizität und Anwendungsprioritäten sind entscheidende Faktoren für Kaufentscheidungen. Aus diesem Grund präsentieren die Hersteller ihre Ausrüstung auf Handelsmessen und Medizinkongressen und unterhalten Kundenkontakte mit Praktikern. (98) Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen, dass die Kunden Unterstützung und Expertenwissen seitens des Vertriebs- und Kundendienstpersonals des Lieferanten verlangen. Die Kunden erachten es in der Tat als sehr wichtig, dass die Hersteller in der Lage sind, Kundendienst und dauerhafte Wartung während der Lebensdauer der Ausrüstung bereitzustellen. Lokale Vertriebsdienste sind insbesondere für Kunden von Mammographiegeräten notwendig, angesichts der Anzahl privater Praktiker und privater Kliniken, die auf lokaler Ebene tätig sind und zu den Kunden für diese Geräte gehören. (99) Darüber hinaus sind GE und Instrumentarium sowie andere Wettbewerber nicht in allen Mitgliedstaaten vertreten. Dies deutet darauf hin, dass es einige Schwierigkeiten beim Erhalt eines zuverlässigen Kundendienstnetzes selbst durch dritte Parteien gibt. Beispielsweise ist GE nicht tätig in [...]*, [...]*, [...]* und [...]*, während Instrumentarium in [...]* und [...]* nicht vertreten ist. Schlussfolgerung (100) Angesichts der oben aufgeführten Elemente, die durch die Marktuntersuchung der Kommission gestützt werden, werden die geografischen Märkte für Mammographiegeräte als national angesehen. C. VEREINBARKEIT DES ZUSAMMENSCHLUSSES MIT DEM GEMEINSAMEN MARKT A. Horizontale Effekte 1. Patientenmonitore 1.1. Perioperative Patientenmonitore Allgemeine Marktmerkmale (101) Von der anmeldenden Partei bereitgestellte externe Studien(68) unterstreichen, dass der Markt für perioperative Überwachung in den letzten paar Jahren in den verschiedenen europäischen Ländern mehrere Veränderungen durchgemacht hat. Der Markt hat sich zu einem stabilen und ausgereiften Markt entwickelt(69), in dem Preisstrategie, technologische Innovation und Konsolidierung zu entscheidenden Faktoren geworden sind. (102) Perioperative Patientenmonitore sind differenzierte Produkte. Die von den verschiedenen Lieferanten angebotenen Produkte haben abhängig von den Präferenzen der Kunden unterschiedliche Stärken und Schwächen. Dies ist auch der Fall, wenn Krankenhäuser ihren Bedarf an diesen Produkten durch Ausschreibungen decken. Ihre Produktpräferenzen kommen über ausführliche technische Spezifikationen zum Ausdruck und beschränken somit die in Frage kommende Produktpalette. Die Erhebungen der Kommission haben insbesondere ergeben, dass in den meisten Ländern der Anästhesist, der der Hauptnutzer dieser Ausrüstung ist, eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen perioperativen Patientenmonitor spielt. (103) Obwohl sie im Allgemeinen niedrigere Preise erzielen wollen, spielen die von den Krankenhäusern geforderten technischen Spezifikationen daher eine bedeutende Rolle bei ihren Kaufentscheidungen. Daher vergeben Krankenhäuser Beschaffungsverträge auf der Grundlage des "wirtschaftlich vorteilhaftesten" Verfahrens, das ihnen ermöglicht, die Produkte in erster Linie auf der Grundlage ihrer Qualität und Leistungsfähigkeit auszuwählen anstatt ausschließlich auf der Grundlage des "kostengünstigsten" Angebots. Darüber hinaus sind die von den Kunden geforderten technischen Spezifikationen zunehmend komplexer und anspruchsvoller für die Hersteller geworden. Multiparameter-Monitore sind inzwischen nicht nur Standardpraxis innerhalb des perioperativen Bereichs geworden, sondern die Hersteller haben ihren Monitoren aufgrund der Nachfrage der Krankenhäuser, und insbesondere der Anästhesisten, nach anspruchsvollen Messungen auch neue Merkmale und Fähigkeiten hinzugefügt(70). Zu den jüngsten innovativen Entwicklungen gehören neue Parameter zur Messung der Narkosetiefe und der Auswirkungen von Anästhetika auf das Gehirn, die für die Anwender zunehmend wichtiger werden(71). Computertechnologie ist ebenfalls ein wichtiges Merkmal dieser Produkte geworden angesichts der Aufrüstung oder Entwicklung neuer Software, die speziell an den Operationssaal angepasst ist, um die Qualität der Narkoseaufzeichnung zu verbessern. (104) Schließlich hat der Markt eine starke Konsolidierungsphase durchgemacht. Laut Frost & Sullivan ("F& S") "kontrollieren ein paar Marktteilnehmer tatsächlich den Großteil des Marktes und die anderen Anbieter tendieren dazu, ihre Ressourcen auf Länderebene zu verkaufen und zu konzentrieren oder sie tendieren sogar dazu, sich auf andere Märkte zu konzentrieren"(72). Allgemeiner stellt F& S fest, dass der europäische Markt für Anästhesie- und Beamtungsausrüstung (einschließlich des Markts für perioperative Überwachung) ein ausgereifter Markt ist, auf dem selbst ein kleiner Marktanteilsgewinn von bedeutendem Wert sein kann(73). Marktanteile (105) Laut den von der anmeldenden Partei in ihrem CO-Formular bereitgestellten Informationen würde der Zusammenschluss im Falle perioperativer Monitore zu folgenden Marktanteilen führen: Tabelle 5 Perioperative Patientenmonitore >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. (106) Die anmeldende Partei schätzt somit den gemeinsamen EWR-Marktanteil der fusionierenden Parteien im Jahr 2002 auf [40-50]* %, auf [40-50]* % im Jahr 2000 und auf [40-50]* % im Jahr 2001, wobei Randwettbewerber einen beträchtlichen Marktanteil ausmachen ([10-20]* %, aber [30-40]* % und darüber in einigen nationalen Märkten). (107) Die anmeldende Partei weist darauf hin(74), dass sie aufgrund des Mangels an zuverlässigen öffentlich verfügbaren Quellen diesen Marktanteilsberechnungen ihre eigenen Schätzungen zugrunde gelegt hat, wobei zwei Quellen verwendet wurden: ihr jeweiliger Umsatz im Bereich Patientenüberwachung und die Vertriebsdaten, die vom European Co-ordination Committee of the Radiological Electromedical Industry ("COCIR"), einem Zusammenschluss von fünf Unternehmen im Bereich medizinische Ausrüstung (Instrumentarium, Dräger, GE, Philips und Siemens), zur Verfügung gestellt wurden. Die anmeldende Partei ist jedoch der Auffassung, dass der COCIR den Umsatz kleiner Konkurrenten mit etwa [30-40]* % im perioperativen Markt zu niedrig angibt. Sie erklärt, dass sie daher die Daten entsprechend angepasst hat und dass dieses Verhältnis in einigen Ländern angepasst wurde, um nationale Unterschiede zu reflektieren. (108) Trotz des Hinweises der anmeldenden Partei, dass die Randhersteller rund [20-30]* % des EWR-Markts ausmachen (und [30-40]* % in einigen großen nationalen Märkten) geben externe Marktstudien(75) dennoch wesentlich niedrigere Marktanteile für kleine Wettbewerber und folglich höhere Marktanteile für die Parteien an. (109) In Anbetracht der Unterschiede zwischen den Schätzungen der Parteien und externen Marktstudien hat die Kommission ihre eigenen Marktanteilsberechnungen vorgenommen auf der Grundlage der Umsatzzahlen für perioperative Monitore, die sie während der Untersuchung von den Parteien erhalten hat sowie von Unternehmen, die von der anmeldenden Partei als Konkurrenten auf dem relevanten Markt benannt wurden(76). Die Kommission forderte die Parteien und deren Konkurrenten außerdem auf, eine Aufschlüsselung ihres Umsatzes zwischen Direktvertrieb an Endkunden und Vertrieb an Vertreiber sowie eine Schätzung der Gewinnspannen dieser Vertreiber bereitzustellen. Diese Zahlen wurden verwendet, um den Vertrieb perioperativer Monitore jedes Anbieters an die Endnutzer zu berechnen(77) (110) Der Zusammenschluss führt zu beträchtlichen Marktanteilserhöhungen in einigen nationalen Märkten. Das folgende Bild ergibt sich für die Jahre 2000, 2001 und 2002: Tabelle 6 Perioperative Monitore: Ergebnisse der Kommission* >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. Tabelle 7 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. Tabelle 8 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die Untersuchung der Kommission. (111) Die Marktanteilsschätzungen der Parteien im CO-Formular sind somit wesentlich niedriger als die Marktanteile, die von den Autoren von der Kommission bekannten externen Studien zum europäischen Markt und von der Marktuntersuchung der Kommission selbst geschätzt wurden. (112) Die Fusion würde daher zwei der vier größten Lieferanten für perioperative Patientenmonitore im EWR zusammenbringen. Auf Ebene des EWR würden die fusionierenden Parteien zum führenden Anbieter für perioperative Patientenmonitore mit nur zwei verbleibenden ziemlich großen Konkurrenten: Philips und Siemens. (113) Die anmeldende Partei argumentiert(78), dass ihre Marktstellung sogar auf der Grundlage der Zahlen der Kommission nicht zu einer beherrschenden Stellung führt, da die Überlappung minimal ist und GE rund [5-10]* % im Jahr 2002 auf EWR-Ebene hinter Philips und Siemens besitzt. Darüber hinaus hat Instrumentarium im Laufe der Marktuntersuchung gegen die vorläufige Schätzung der Kommission für die insgesamte Marktgröße des Markts für perioperative Patientenüberwachung Einspruch erhoben und argumentiert, dass diese nicht mit den Schätzungen der öffentlich verfügbaren externen Studien übereinstimmt. Die Schätzungen der Kommission stimmen jedoch mit den Prognosen von F& S überein(79). (114) Auf der Grundlage der Untersuchung der Kommission wird die Marktstellung der Parteien auf nationaler Ebene in der Tat zu einer minimalen Überlappung in einer bestimmten Anzahl von Ländern führen, in denen GE im Jahr 2002 nicht tätig war oder einen "de minimis"-Umsatz erzielte ([...]*(80)). (115) Die gemeinsamen Marktanteile der Parteien würden jedoch annähernd 50 % oder mehr betragen mit einer Überlappung von mindestens über 5 % in einer bestimmten Zahl von Ländern. Auf nationaler Ebene würde die Fusion zu beträchtlichen gemeinsamen Anteilen führen(81), insbesondere in Frankreich ([...]*), Deutschland ([...]*), Spanien ([...]*), Schweden ([...]*) und im Vereinigten Königreich ([...]*)(82). (116) Zumindest in Ländern, wo die gemeinsamen Marktanteile 50 % übersteigen (Frankreich, Spanien, Schweden und Vereinigtes Königreich), können sie selbst ein Nachweis für das Vorhandensein einer beherrschenden Stellung sein, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass das fusionierte Unternehmen zweimal so groß wie seine beiden Hauptkonkurrenten Philips und Siemens wäre. In Deutschland lässt der gemeinsame Marktanteil des fusionierten Unternehmens insofern auf eine beherrschende Stellung schließen, als er bei über 40 % und weit über den Marktanteilen seiner beiden Hauptkonkurrenten Siemens und Philips liegen würde. (117) Die anmeldende Partei ist der Ansicht, dass trotz dieses gemeinsamen Anteils die Eliminierung von Instrumentarium als unabhängiges Unternehmen aufgrund folgender Faktoren nicht zur Schaffung einer beherrschenden Stellung auf diesen Märkten führen würde(83): a) der Markt ist ein durch intensive Rivalität gekennzeichneter Bietermarkt, auf dem GE kein Hauptanbieter im perioperativen Bereich und kein enger Konkurrent von Instrumentarium ist; b) die Hauptrivalen sowie kleinere Anbieter würden jeden hypothetischen Versuch des fusionierten Unternehmens zur Erhöhung der Preise einschränken; c) der Wettbewerbsdruck wird durch die Krankenhäuser weiter gefördert, die als einflussreiche Käufer betrachtet werden müssen. Kaufverfahren (118) Die meisten Käufe perioperativer Patientenmonitore in Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich erfolgen durch ein Ausschreibungsverfahren. In diesen Ländern sind ein Großteil der Krankenhäuser öffentliche Einrichtungen(84), die als solche den öffentlichen Ausschreibungsvorschriften unterliegen. Wie Angebotsdaten der anmeldenden Partei und ihrer Konkurrenten zeigen, tendieren private Kliniken ebenfalls dazu, Ausschreibungen zu organisieren. Entsprechend schätzt die anmeldende Partei den Anteil des Umsatzes, der durch ein Ausschreibungsverfahren erzielt wird, auf etwa 60 % bis 100 % je nach betreffendem Mitgliedstaat(85). (119) Bei der Entscheidung zur Einleitung einer Ausschreibung für Patientenmonitore wird der Entscheidungsfindungsprozess von den Kunden im Allgemeinen wie folgt beschrieben. Die Kaufentscheidungen beziehen üblicherweise die Kliniker ein, die in den relevanten medizinischen Abteilungen, in denen die Monitore verwendet werden sollen, arbeiten. Sie beziehen außerdem in geringerem oder höherem Maße die biomedizinischen Techniker des Krankenhauses, die für die Wartung der Ausrüstung verantwortlich sind, sowie das Verwaltungspersonal, das die Verantwortung für die Geldgeschäfte des Krankenhauses trägt, ein. Der Bedarf an neuer Ausrüstung löst den Kauf von neuem Material aus. Was perioperative Patientenmonitore betrifft, so hat die Kundenerhebung bestätigt, dass dies größtenteils durch Anästhesisten erfolgt, die diese Ausrüstung primär, insbesondere im Operationssaal, nutzen. Sie sind daher hauptsächlich für die Bestimmung der technischen Spezifikationen, die die Monitore erfuellen müssen, verantwortlich. Je nach Land wird die Kaufentscheidung dann vom Generaldirektor(86) oder von einem Wirtschaftsausschuss(87) oder von einer Kommission medizinischer Spezialisten(88) ausgelöst, jedoch in allen Fällen nach Verhandlungen mit den Ärzten und den medizinischen Mitarbeitern, die die

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.