Europäische Union

2004/322/EG: Entscheidung der Kommission vom 2. September 2003 zur Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und mit dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.3083 — GE/Instrumentarium) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2003) 3156) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32004D0322. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ische Markt für Mini-C-Bögen etwa 10 % der Größe des US-Markts(23). Während sowohl GE als auch Instrumentarium normal große C-Bögen herstellen, stellt Instrumentarium keine Mini-C-Bögen her. Mögliche Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen mobiler C-Bögen (39) Die anmeldende Partei führt an, dass, selbst wenn sämtliche normal großen C-Bögen die gleiche Grundfunktion bei der Bereitstellung von Echtzeitbildern des untersuchten Körperteils erfuellen, eine mögliche Unterscheidung zwischen mobilen C-Bögen erfolgen kann, indem man die medizinische Anwendung, für die die Ausrüstung verwendet wird, unterscheidet, angesichts des unterschiedlichen Komplexitätsgrads der Behandlung, der notwendigen technischen Eigenschaften und des Preises des C-Bogens. (40) Daher schlägt die anmeldende Partei eine mögliche Segmentierung des Markts für mobile C-Bögen in folgende Bereiche vor: (i) einfache C-Bögen, (ii) vaskuläre C-Bögen und (iii) kardiale C-Bögen. Die anmeldende Partei ist jedoch der Ansicht, dass die Transaktion unabhängig von der angenommenen Marktdefinition, nämlich die gesamten normal großen mobilen C-Bögen oder die Segmentierung nach Anwendung, keine Wettbewerbsbedenken hervorrufen würde. Beide Parteien sind im Bereich vaskuläre und einfache C-Bögen tätig, aber nur GE ist im Bereich kardiale C-Bögen tätig. (41) Zu den medizinischen Anwendungen, für die sämtliche normal großen C-Bögen, einschließlich einfacher C-Bögen, verwendet werden können, gehören sämtliche orthopädischen Untersuchungen (Extremitäten, Hüfte und Wirbelsäule), allgemeine Fluoroskopie (Setzen von Kathetern, gastrointestinale Verfahren, Urologie, Lithotripsie), Schmerzbehandlungsverfahren, Laparoskopie (abdominale Bildgebung), Endoskopie, HNO-Verfahren, die Einpflanzung von Herzschrittmachern und Sprachpathologie. Die Anwendungen einer unteren Stufe von C-Bögen ("einfache C-Bögen") decken daher im Wesentlichen orthopädische Anwendungen und einfachere chirurgische Verfahren ab. (42) Die mittlere Stufe von C-Bögen ("vaskuläre C-Bögen") deckt zusätzlich grundlegende minimal-invasive und vaskuläre Diagnoseverfahren (Verfahren zu Blutgefäßen) einschließlich Phlebographie, Arteriographie und Lymphographie ab. (43) Die obere Stufe von C-Bögen ("kardiale C-Bögen") besteht aus Ausrüstung, die zusätzlich zu den Funktionen, die auch von einfachen und vaskulären C-Bögen ausgeführt werden, in den meisten Fällen(24) auch für fortschrittliche vaskuläre Verfahren und vaskuläre Chirurgie, einschließlich koronarer Angiographie, des Setzens von Stents bei abdominalen Aortenaneurysmen sowie Neurochirurgie und neurovaskulärer Untersuchungen, verwendet werden kann. (44) Die Marktuntersuchung der Kommission hat die obige Produktmarktsegmentierung größtenteils bestätigt(25). Eine Reihe von Marktteilnehmern(26) ist jedoch der Auffassung, dass eine Marktdefinition auf der Grundlage einer Unterscheidung von C-Bögen nach ihrer Anwendung nicht geeignet ist. Sie schlagen beispielsweise eine Unterscheidung zwischen Spitzen-C-Bögen und einfachen C-Bögen oder alternativ einen Gesamtmarkt für mobile C-Bögen vor. Die Kommission stellt jedoch fest, dass die Beurteilung sich nicht wesentlich ändern würde, selbst wenn eine andere Segmentierung oder ein umfassenderer Markt für mobile C-Bögen angewandt würden. Die von der anmeldenden Partei vorgebrachten Argumente für eine weitere Segmentierung des Markts für mobile C-Bögen, die größtenteils durch die Marktuntersuchung bestätigt wurden, werden jedoch nachfolgend ausführlicher beurteilt. (i) Erwägungen bezüglich der Nachfrageseite (45) Was die technischen Unterschiede betrifft, so bieten der anmeldenden Partei zufolge einfache C-Bögen, von denen etwa 500 Einheiten jährlich im EWR verkauft werden, üblicherweise eine geringe Generatorleistung (1,4-5 kW(27)), eine Festanoden-Röntgenröhre, grundlegende Bildgebungsmerkmale, minimale Bildverarbeitung und Bildspeicherkapazitäten sowie begrenzte Bildanzeigekapazität. Es wird festgestellt, dass einfache C-Bögen in ihrer Anwendung für vaskuläre Verfahren beschränkt sind, da ihre Leistung nicht ausreicht, um eine Bildgebung für die für das Verfahren benötigte Zeit zur Verfügung zu stellen. Der Preis für einen einfachen C-Bogen liegt üblicherweise bei unter 65000 EUR(28). In dieser Kategorie stellt GE die Modelle OEC 7700 und Instrumentarium die Modelle Ziehm Compact und Ziehm 8000 (früher Exposcop 8000 Compact und Exposcop 8000) her(29). (46) Vaskuläre C-Bögen der mittleren Stufe, von denen der anmeldenden Partei zufolge ebenfalls etwa 500 Einheiten jährlich im EWR verkauft werden, haben auch eine geringere Generatorleistung (1,3-5 kW(30)) als kardiale C-Bögen und verwenden üblicherweise eine Festanoden-Röntgenröhre. Dies soll die Verwendung vaskulärer C-Bögen auf grundlegendere vaskuläre Verfahren (wie orthopädische und gastrointestinale Untersuchungen) begrenzen und liefert nur eine geringere Durchdringungsfähigkeit. Der Preis für einen vaskulären C-Bogen liegt zwischen 60000 EUR und 100000 EUR(31). GE stellt die Modelle OEC Flexiview 8800 und Instrumentarium die Modelle Ziehm Vision, Ziehm Vista Vascular und Ziehm Vista Endo (früher Exposcop 8000 Endo) her(32). (47) Die anmeldende Partei führt an, dass kardiale C-Bögen der oberen Stufe, von denen ungefähr 300 Einheiten jährlich im EWR verkauft werden, über eine Drehanoden-Röntgenröhre verfügen, die die Kapazität des Geräts erhöht, sowie über eine hohe Generatorleistung (5-20 kW(33)), eine Bildverarbeitung mit hoher Auflösung und digitale Bildspeicherkapazität. Die Drehanode ermöglicht eine permanente Betrachtung während eines kardialen Verfahrens. Der Preis für einen kardialen C-Bogen soll zwischen 80000 EUR und 200000 EUR liegen(34). GE stellt die Modelle OEC 9800 her, die für kardiale Funktionen aufgerüstet warden können. [...]*(35). (48) Hinsichtlich der Substituierbarkeit zwischen den verschiedenen Typen von C-Bögen hat die Marktuntersuchung(36) größtenteils gezeigt, dass es aus Sicht eines Krankenhauses Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen von C-Bögen gibt, obwohl der Abgrenzungspunkt aus technischer und medizinischer Sicht nicht immer klar ist, da die Produktlinien in gewissem Maße ein Kontinuum bieten. Die Kommission stellt außerdem fest, dass der Preis der Ausrüstung und das geforderte Service-Niveau des Lieferanten sich je nach Komplexität des C-Bogens unterscheiden(37). (49) Es muss außerdem darauf hingewiesen werden, dass trotz technischer Unterschiede zwischen den vorgeschlagenen Segmenten zunächst einmal die Möglichkeit einer einseitigen Substitution bei der Verwendung von technisch ausgereifteren C-Bögen (kardiale und vaskuläre C-Bögen) zur Durchführung von Verfahren, die üblicherweise für die Anwendung der einfachen C-Bögen geeignet sind, besteht. Dies wird jedoch aufgrund anderer damit verbundener Faktoren wie dem Preisunterschied von den im Rahmen der Studie betrachteten Krankenhäusern nicht als ein Faktor empfunden, der die bevorzugte Wahl eines mobilen C-Bogens beeinflusst(38). Zweitens ist es einigen Marktteilnehmern zufolge möglich, einen einfachen C-Bogen zu einem vaskulären C-Bogen oder einen vaskulären C-Bogen zu einem kardialen C-Bogen aufzurüsten. Eine solche Aufrüstung würde unter anderem die Installation der nötigen Softwareoptionen beinhalten. Die zusätzlichen Kosten für die Aufrüstung eines einfachen C-Bogens zu einem vaskulären C-Bogen wurden im Allgemeinen mit 10000-20000 EUR veranschlagt und die Kosten für die Aufrüstung eines vaskulären C-Bogens zu einem kardialen C-Bogen wurden beträchtlich höher geschätzt. Letzteres würde außerdem Verbesserungen an anderen Spezifikationen des C-Bogens erfordern.(39) (50) Frost & Sullivan segmentiert den Markt in seinen Berichten über Fluoroskopie und C-Bogen-Märkte nicht weiter, sondern unterscheidet zwischen mobilen normal großen und Mini-C-Bögen und räumt in Bezug auf kleinere Lieferanten von C-Bögen auf dem europäischen Markt allgemein ein, dass diese hauptsächlich allgemeinere C-Bögen liefern anstelle von C-Bögen, die für bestimmte Anwendungen wie vaskuläre Chirurgie verwendet werden(40). Die Marktuntersuchung der Kommission deutet darauf hin, dass sich die kleineren Lieferanten im Allgemeinen tendenziell entweder auf die einfachen C-Bögen oder kardiale/vaskuläre C-Bögen konzentrieren, da sie über begrenztere Ressourcen für F& E, die Herstellung und Vermarktung einer gesamten Palette mobiler C-Bögen verfügen(41). (ii) Erwägungen bezüglich der Angebotsseite (51) Die anmeldende Partei führt an, dass es aus Sicht der Lieferanten glaubwürdige Konkurrenten wie Philips und Siemens auf dem Markt gibt, die über ein umfangreiches Produktangebot und eine weitreichende geografische Abdeckung verfügen, neben anderen Wettbewerbern, die in ihren gewählten Produkt- und geografischen Bereichen erfolgreich mit den großen Wettbewerbern konkurrieren. Es wird außerdem festgestellt, dass es keine bedeutenden Hemmnisse für eine Ausweitung von Produktion, Vertrieb oder Kundendienst gibt und dass alle Lieferanten von C-Bögen einfach auf eine erhöhte Nachfrage reagieren könnten. Eine Produktionserhöhung würde die Beschaffung von mehr Materialien und die Einstellung von mehr Personal mit sich bringen. Die anmeldende Partei ist der Ansicht, dass, obwohl Patente in der C-Bogen-Branche üblich sind, keiner der Wettbewerber über eine einzigartige Technologie verfügt, und dass sie einen Großteil ihrer Inputs von dritten Parteien, bei denen es sich um Komponentenhersteller handelt, beziehen. (52) Die Marktuntersuchung hat bestätigt, dass von den Hauptanbietern auf dem Markt (GE, Instrumentarium, Siemens und Philips) alle außer Instrumentarium stark in allen drei vorgeschlagenen Segmenten für mobile C-Bögen vertreten sind.(42) Auf EWR-Ebene ist GE der klare Marktführer bei kardialen C-Bögen, Siemens der Marktführer bei vaskulären C-Bögen und GE wiederum bei einfachen C-Bögen. Die Marktanteile der Parteien und ihrer Konkurrenten in jedem Segment variieren je nach Segment, was als Hinweis auf die Segmentierung des Marktes angesehen wird. Würden die C-Bögen für einfache, vaskuläre und kardiale Anwendungen zu einem Gesamtproduktmarkt gehören, so würde eine solche Abweichung bei den Marktanteilen in verschiedenen Segmenten nicht erwartet. Die Abweichung bei den Marktanteilen in verschiedenen Segmenten wird in der unten stehenden Tabelle angegeben (Jahr 2002). Tabelle 1 Marktanteile (in Wert) im EWR im Jahr 2002 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. (53) Darüber hinaus ist die Kommission der Ansicht, dass technische Unterschiede im Zusammenhang mit dem Komplexitätsniveau der medizinischen Verfahren und die notwendigen Kundendienstverpflichtungen den Eintritt in das Segment für kardiale C-Bögen besonders schwierig machen. [...]* (54) Daher erscheinen die Wettbewerbsbedingungen auf der Grundlage einer allgemeinen Bewertung der im Rahmen der Marktuntersuchung gesammelten Informationen ausreichend unterschiedlich und deuten darauf hin, dass diese drei Segmente mobiler C-Bögen separate relevante Produktmärkte darstellen. Die Frage der genauen Produktmarktdefinition kann jedoch offen gelassen werden, da, selbst wenn eine andere Segmentierung des Markts für C-Bögen oder ein umfassenderer Produktmarkt, der sämtliche mobilen C-Bögen umfasst, geeignet wären, wie von der anmeldenden Partei vorgeschlagen, der angemeldete Zusammenschluss nicht zur Schaffung oder Stärkung einer beherrschenden Stellung führen würde, durch die wirksamer Wettbewerb auf dem Gemeinsamen Markt oder in einem beträchtlichen Teil davon erheblich behindert würde. 5. Mammographiegeräte Allgemeine Beschreibung des Produkts (55) Mammographie ist ein spezifischer Typ von Röntgenbildgebungsvorrichtung, die ausschließlich für die medizinische Untersuchung der weiblichen Brust verwendet wird: Röntgenstrahlen erzeugen ein Bild des inneren Brustgewebes mit dem Zweck der Erkennung eines bösartigen Wachstums. Das Gerät kann sowohl zum Screening, das heißt der Früherkennung eines bösartigen Wachstums, als auch zu Diagnose- oder interventionellen Zwecken verwendet werden. Brustscreening-Kampagnen zielen auf die Erkennung eines bösartigen Wachstums bei einem Großteil der weiblichen Bevölkerung in einem frühen Stadium ab. (56) Das durch Röntgen erzeugte Bild der Brust kann unter Verwendung einer Röntgenkassette auf einem Film aufgezeichnet werden oder digital aufgezeichnet und durch einen digitalen Empfänger (Platte) und die Verwendung eines Computers angezeigt werden. Dieser Faktor unterscheidet die beiden Typen von Mammographieausrüstung: analoge Mammographie und digitale Mammographie. (57) Laut einem Bericht von Frost & Sullivan zum Weltmarkt für Röntgenmammographie(43) umfasste der europäische Markt für analoge Mammographie im Jahr 2001 1277 Einheitslieferungen und erwirtschaftete Einnahmen in Höhe von 106,8 Mio. USD, wohingegen der Markt für digitale Mammographie 27 Einheitslieferungen und 10,4 Mio. USD an Einnahmen umfasste. Unterschied zwischen analoger und digitaler Mammographie (58) Die analoge Technologie steht seit mehreren Jahrzehnten zur Verfügung und stellt die am stärksten verbreitete Technologie auf dem Markt dar. Die digitale Technologie wurde kürzlich auf den Markt gebracht und es wird erwartet, dass sie in den kommenden Jahren schnell wächst angesichts neuer Entwicklungen bei digitalen Detektoren mit höherer räumlicher Auflösung (kleinere Pixelgröße), Kontrastauflösung, schwachen Röntgenstrahlen und 3D-Bildgebung. (59) Beide Parteien sind im Bereich analoge Mammographiegeräte tätig, aber nur GE stellt derzeit digitale Mammographiegeräte her. Instrumentarium stellt derzeit keine digitalen Vollfeld-Mammographiegeräte her [...]*. (60) Die anmeldende Partei führt an, dass Faktoren wie der beträchtliche Preisunterschied zwischen analogen und digitalen Geräten darauf hindeuten, dass es verschiedene Produktmärkte für die zwei Kategorien von Mammographiegeräten gibt. Dennoch schlagen sie vor, dass die Definition für den relevanten Produktmarkt offen bleibt, da sich der Markt im Übergang befindet. (61) Die Marktuntersuchung hat bestätigt, dass es beträchtliche Preisunterschiede zwischen analogen und digitalen Mammographiegeräten gibt: Der durchschnittliche Preis für ein analoges Mammographiegerät beträgt rund 50000 EUR, wohingegen er sich auf rund 300000 für ein digitales Gerät beläuft. Derzeit haben digitale Geräte einen geringen Anteil am Gesamtumsatz von Mammographiegeräten im EWR. In Übereinstimmung mit diesen Zahlen hat der Großteil der Kunden, die auf die Marktuntersuchung der Kommission reagiert haben(44), angegeben, dass sie nicht von einem analogen auf ein digitales Mammographiegerät umstellen würden, wenn der Preis des analogen Geräts dauerhaft um 5-10 % steigen würde. (62) Darüber hinaus gibt es beträchtliche Unterschiede bei der technischen Leistungsfähigkeit (Bildqualität und -speicherung) zwischen den beiden Typen von Mammographiegeräten. Digitale Mammographiegeräte sollen eine bessere Kontrastauflösung und andere Bildmerkmale bieten, die die Fähigkeit zur Erkennung von Krebs im Frühstadium und zur Reduzierung von Fehlern bei der Erkennung (so genannte falsch-positive Ergebnisse) verbessern werden. Die Verbesserungen, die die digitale Technologie bietet, beziehen sich auch auf geringere Strahlungsdosen und die allgemeine Funktionalität der digitalen Technologie wie digitale Übertragung und Speicherung der Bildgebung. Darüber hinaus erwartet man, dass die digitale Technologie neue Anwendungen wie 3D-Anwendungen (Tomosynthese) oder eine Kombination mit Ultraschall(45) fördern wird. (63) Die anmeldende Partei stellt fest, dass digitale Mammographie effizienter als analoge Mammographie ist, da sie bis zu 20 % mehr des ursprünglichen Röntgensignals einfängt und die Produktivität, das heißt die Anzahl der Untersuchungen pro Tag, um etwa 40-50 % erhöht(46). Die Kommission stellt jedoch fest, dass eine gewisse Unsicherheit in Bezug auf die Schärfe der Bildauflösung der digitalen Mammographiegeräte und die Größe des geröntgten Bereichs im Vergleich zur analogen Ausrüstung besteht. Digitale Mammographiegeräte werden bisher in den nationalen Brustscreening-Programmen in einigen EWR-Ländern nicht akzeptiert, da das Screening ein präzises und effizientes Gerät in Bezug auf den Patientendurchsatz erfordert. Es ist jedoch bloß eine Frage der Zeit, bis diese technischen Beschränkungen überwunden sind. (64) Obwohl analoge und digitale Mammographiegeräte einige gemeinsame Merkmale aufweisen und auf der gleichen Produktlinie hergestellt werden können, gibt es keinen ausreichenden Grad an Angebotssubstituierbarkeit zwischen den zwei Segmenten. Es gibt beträchtliche Unterschiede zwischen den beiden Gerätearten. Die Entwicklung digitaler Mammographiegeräte erfordert seitens des Herstellers bedeutende Investitionen(47) in Forschung und Entwicklung, um spezifische Fragen im Zusammenhang mit digitalen Geräten, nämlich die Umwandlung des Röntgensignals in ein digitales Signal in Bezug auf Bildauflösung und -geschwindigkeit, anzugehen. Dies erfordert Innovationen bei der Technologie für Vollfeld-Strahlendetektoren sowie eine digitale Verarbeitung des Bildes zur Visualisierung kleiner Strukturen innerhalb dichter Brustgewebe. Infolge solcher Entwicklungen in der digitalen Mammographie besitzt GE über [...]* Patente(48) in diesem Bereich. Als halbe Lösung zwischen analogen und volldigitalen Geräten haben einige Unternehmen(49) Lösungen zur Aufrüstung analoger Geräte zur Herstellung digitaler Bilder entwickelt. (65) All diese Faktoren deuten auf eine Produktmarktunterscheidung zwischen analoger Mammographie und digitaler Mammographie hin. B. DIE RÄUMLICH RELEVANTEN MÄRKTE (66) Die anmeldende Partei ist der Ansicht, dass Faktoren wie ein gemeinsamer rechtlicher Rahmen für eine breite Palette medizinischer Geräte(50), ein bedeutendes Niveau von Angebotssubstitution, eine zentral organisierte Produktion, minimale Transportkosten und das Fehlen unüberwindbarer Schranken für den Eintritt in Bezug auf die Einrichtung eines Vertriebsnetzes darauf hindeuten, dass die geografischen Märkte für Patientenmonitore, C-Bögen und Mammographiegeräte sich zunehmend auf die Ebene des EWR erstrecken. (67) Die Marktuntersuchung der Kommission hat jedoch gezeigt, dass die Märkte für Patientenmonitore, C-Bögen und Mammographiegeräte von nationalem Umfang sind. 1. Patientenmonitore (68) Da der GW-Markt nicht betroffen ist (nur GE ist in diesem Markt tätig), konzentriert sich die relevante geografische Analyse nur auf den PO- und CC-Markt. Präsenz in den einzelnen Mitgliedstaaten (69) Die Marktdurchdringung der größten Monitorhersteller unterscheidet sich je nach Mitgliedstaat, insbesondere in Bezug auf perioperative Monitore. (70) Beispielsweise hat GE nicht über Umsätze mit solchen Produkten in Ländern wie [...]*, [...]* und [...]* berichtet, während das Unternehmen in benachbarten Ländern vertreten ist (Spanien: [10-20]* %; Dänemark: [10-20]* % und Deutschland [0-10]* %). Ebenso verfügt Instrumentarium, obwohl es auf allen Märkten vertreten ist, über höhere Marktanteile in Spanien ([60-70]* %) als in Frankreich ([40-50]* %) oder Portugal ([30-40]* %). Das Gleiche gilt für andere Hersteller: Siemens verfügt über einen Marktanteil von [5-10 %]* im Vereinigten Königreich, während es über [20-25 %]* in Irland und [5-10 %]* in Spanien sowie über [50-55 %]* in Portugal verfügt. Ähnlich verfügt Philips über einen Marktanteil von [20-25 %]* in Frankreich, aber nur über [5-10 %]* in Spanien und im Vereinigten Königreich. (71) Diese verschiedenen Marktstrukturen, selbst zwischen benachbarten Ländern, deuten darauf hin, dass die Wettbewerbsbedingungen unter den Mitgliedstaaten erheblich variieren. Insbesondere gibt es keinen Hinweis dafür, dass eine Gruppe von Mitgliedstaaten als ein unterschiedlicher geografischer Markt betrachtet werden kann. Diese Unterschiede bei den Marktanteilen in den Mitgliedstaaten sind auch beim Markt für CC-Monitore in ähnlichem Maße vorhanden. Preisunterschiede in den Mitgliedstaaten (72) Die anmeldende Partei führt an, dass die Unterschiede in ihren Listenpreisen auf die verschiedenen Rabattsysteme in den einzelnen Ländern zurückzuführen sind: Wo die Listenpreise verhältnismäßig höher in einem Mitgliedstaat sind, wird dies durch höhere Rabattniveaus ausgeglichen. (73) Die Kommission hat jedoch festgestellt, dass es Unterschiede bei den Transaktionspreisen gibt. Insbesondere wenn die von der anmeldenden Partei bereitgestellten Informationen analysiert werden(51), können sogar die verschiedenen Rabatte, die in jedem Land angewandt werden, diese Preisunterschiede nicht ausgleichen. Die unten stehende Tabelle, in der die Listenpreise und durchschnittlichen Rabatte von GE für einige Mitgliedstaaten zusammengefasst werden, zeigt, dass es Länder mit ähnlichen Listenpreisen, aber unterschiedlichen durchschnittlichen Rabatten gibt, was darauf hindeutet, dass die endgültigen Verkaufspreise unterschiedlich sind. Beispielsweise sind die Listenpreise für DASH 2000 in [...]*höher als in [...]*, während der durchschnittliche Rabatt niedriger ist, was zu einem höheren Endpreis führt. Das gleiche Muster ist für andere Produkte und Länder zu finden, was die Schlussfolgerung stützt, dass die endgültigen Verkaufspreise in den Mitgliedstaaten unterschiedlich sind. Tabelle 2 >PLATZ FÜR EINE TABELLE> Quelle: die anmeldende Partei. (*) Solar 8000. (74) Diese Endkundenpreisunterschiede werden auch von unabhängigen Studien bestätigt(52), in denen Durchschnittspreise für Multi-Parameter-Patientenüberwachungssysteme und für alle Marken in Europa berechnet werden. Die Ergebnisse zeigen beträchtliche Preisunterschiede von 16 % bis 32 % zwischen den einzelnen Ländern wie beispielsweise zwischen Frankreich oder Spanien und dem Vereinigten Königreich. Vertrieb und Kundendienst (75) Wie oben im Absatz Produktmarkt festgestellt, sind Aspekte wie Kundendienst, Wartung und Schulungen Schlüsselfaktoren für die endgültige Kaufentscheidung. Die anmeldende Partei hat außerdem die Bedeutung dieses Themas herausgestellt und festgestellt, dass die lokalen Vertriebsmaßnahmen, einschließlich der Bereitstellung von Kundendienst, notwendig erscheinen, um ein effektiver Wettbewerber in dem betreffenden Land zu sein. Dieses Dienstleistungserfordernis wird von der Marktuntersuchung der Kommission bestätigt, wo neben Spezifikation und Qualität Faktoren wie Kundendienst, dauerhafte Wartung, Schulungen und die Fähigkeit zur Bereitstellung von Wartung und Service während des gesamten Lebenszyklus des Produkts von den Kunden für die endgültige Kaufentscheidung am meisten geschätzt werden(53). (76) Darüber hinaus sind die meisten kleinen Wettbewerber in der Intensivpflege-Überwachung nicht in allen Mitgliedstaaten vertreten, was ein klarer Hinweis für die Schwierigkeiten beim Erhalt eines zuverlässigen Kundendienstnetzes selbst durch dritte Parteien ist. Dagegen sind die Hauptlieferanten zumindest auf allen großen Märkten vertreten(54). Ihre Vertriebsstruktur kann jedoch je nach Land unterschiedlich sein. Beispielsweise verkauft Instrumentarium direkt an Endkunden in Ländern wie [...]*, während es auf nationaler Basis durch Vertreiber in den Nachbarländern verkauft. In dieser Hinsicht hat die Kommission keinen Hinweis dafür gefunden, dass irgendeine Gruppe oder irgendein Cluster von Mitgliedstaaten einen unterschiedlichen geografischen Markt bilden könnte. (77) Angesichts dieser Faktoren kam die Kommission zu der Schlussfolgerung, dass jeder Mitgliedstaat einen separaten relevanten geografischen Markt darstellt. 2. Anästhesieausrüstung (78) In der Sache COMP/M.2861 - Siemens/Drägerwerk/JV kam die Kommission zu der Schlussfolgerung, dass der geografische Markt für Anästhesieausrüstung national ist. Wesentliche Argumente hierfür waren, dass die Parteien in den einzelnen EWR-Ländern sehr unterschiedliche Marktanteile haben und jeweils unterschiedlichen Wettbewerbern gegenü

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.