Sachsen

Sächsische Infektionsschutz-Meldeverordnung

Lesefassung aus dem Landesportal

Quellenkennung: 20989. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

Fundstelle und systematische Gliederungsnummer SächsGVBl. 2024 Nr. 9, S. 745 Fsn-Nr.: 250-6/3 · Gültigkeitszeitraum Fassung gültig ab: 17. August 2024

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Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz (Sächsische Infektionsschutz-Meldeverordnung – SächsIfSMeldeVO) Vom 19. Juli 2024 Auf Grund des § 15 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 3 Satz 2 in Verbindung mit Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), von denen – § 15 Absatz 1 Satz 1 zuletzt durch Artikel 57 Nummer 1 des Gesetzes vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, – § 15 Absatz 3 Satz 1 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 1d Buchstabe a des Gesetzes vom 29. März 2021 (BGBl. I S. 370) geändert worden ist, in Verbindung mit § 7 Absatz 1 der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung, der durch die Verordnung vom 4. Juni 2024 (SächsGVBl. S. 531) geändert worden ist, verordnet das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: § 1 Ausdehnung der Meldepflicht auf andere übertragbare Krankheiten (1) Über § 6 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes hinaus sind dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden die Erkrankung sowie der Tod an: 1. angeborener a) Cytomegalie, b) Listeriose, c) Syphilis, d) Toxoplasmose, 2. Fetalem Varizellensyndrom, 3. Borreliose, 4. Brucellose, 5. Clostridioides-difficile-Infektion mit toxinbildenden Stämmen, 6. Echinokokkose, 7. Gasbrand, 8. Herpes zoster, 9. Influenza, 10. Legionellose, 11. Lepra, 12. Leptospirose, 13. Listeriose, 14. Malaria, 15. Ornithose, 16. Q-Fieber, 17. Rückfallfieber, 18. Shigellose, 19. Skabies, 20. Tetanus, 21. Toxoplasmose, 22. Trichinose, 23. Tularämie. (2) Über § 6 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes hinaus ist dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden der Tod infolge jeder in § 6 des Infektionsschutzgesetzes und in Absatz 1 nicht genannten Infektionskrankheit, ausgenommen AIDS. § 2 Ausdehnung der Meldepflicht auf andere Krankheitserreger Über § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern, soweit nichts anderes bestimmt ist, der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist: 1. Adenovirus, 2. Astrovirus, 3. Borrelia burgdorferi species, 4. Clostridium tetani, 5. Cytomegalievirus, 6. Entamoeba histolytica, 7. Enterovirus species, 8. Mycoplasma species, 9. Parainfluenzavirus, 10. Parvovirus B19, 11. Pseudomonas aeruginosa mit erworbenen Carbapenemasen oder bei gleichzeitigem Vorliegen von phänotypischer Resistenz gegen Acylureido-Penicilline, Cephalosporine der dritten und vierten Generation, Carbapeneme und Fluorchinolone; Meldepflicht bei Infektion und Kolonisation, 12. Staphylococcus aureus, Methicillin-resistente Panton-Valentine-Leukozidin-Bildner; Meldepflicht bei Infektion oder Kolonisation, 13. Streptokokken der Gruppe B; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis bei Schwangeren und Neugeborenen. § 3 Erweiterung der Meldepflicht für Krankheitserreger (1) Über § 7 Absatz 3 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes hinaus ist bei folgenden Krankheitserregern der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt namentlich zu melden, soweit der Nachweis auf eine akute oder konnatale Infektion hinweist: 1. Echinococcus species, 2. Toxoplasma gondii. (2) Über § 7 Absatz 3 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes hinaus ist bei den Krankheitserregern „Treponema pallidum“ und „Chlamydia trachomatis“ der direkte oder indirekte Nachweis dem zuständigen Gesundheitsamt nichtnamentlich zu melden, soweit der Nachweis auf eine akute Infektion hinweist. § 4 Inkrafttreten, Außerkrafttreten 1Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz über die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz vom 3. Juni 2002 (SächsGVBl. S. 187), die zuletzt durch die Verordnung vom 9. November 2012 (SächsGVBl. S. 698) geändert worden ist, außer Kraft. Dresden, den 19. Juli 2024 Die Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.