Europäische Union

Delegierte Verordnung (EU) 2017/654 der Kommission vom 19. Dezember 2016 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/1628 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich technischer und allgemeiner Anforderungen in Bezug auf die Emissionsgrenzwerte und die Typgenehmigung von Verbrennungsmotoren für nicht für den Straßenverkehr bestimmte mobile Maschinen und Geräte

Konsolidierte Fassung

Konsolidierungsdatum: 2021-09-13

Quellenkennung: 32017R0654. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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x prod/intdry = Menge an trockenen stöchiometrischen Produkten pro Trockenmol Ansaugluft x dil/exhdry = Menge an Verdünnungsgas und/oder Luftüberschuss pro Mol trockenes Abgas x int/exhdry = Menge der zur Erzeugung tatsächlicher Verbrennungsprodukte benötigten Ansaugluft pro Mol trockenes Rohabgas oder verdünntes Abgas x raw/exhdry = Menge an unverdünntem Abgas ohne Luftüberschuss pro Mol trockenes Rohabgas oder verdünntes Abgas x O2intdry = Menge an O2 in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x CO2intdry = Menge an CO2 in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x H2Ointdry = Menge an H2O in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x CO2int = Menge an CO2 in der Ansaugluft pro Mol Ansaugluft x CO2dil = Menge an CO2 im Verdünnungsgas pro Mol Verdünnungsgas x CO2dildry = Menge an CO2 im Verdünnungsgas pro Mol trockenes Verdünnungsgas x H2Odildry = Menge an H2O im Verdünnungsgas pro Mol trockenes Verdünnungsgas x H2Odil = Menge an H2O im Verdünnungsgas pro Mol Verdünnungsgas x [emission]meas = Menge an gemessener Emission in der Probe am jeweiligen Gasanalysator x [emission]dry = Emissionsmenge pro Trockenmol der trockenen Probe x H2O[emission]meas = Wassermenge in der Probe am Ort der Emissionsbestimmung x H2Oint = Wassermenge in der Ansaugluft auf der Grundlage einer Feuchtigkeitsmessung der Ansaugluft 3.3.   Grundlegende Parameter und Beziehungen 3.3.1.   Trockenluft und chemische Spezies In diesem Abschnitt werden für die Zusammensetzung der Trockenluft die folgenden Werte verwendet: x O2airdry = 0,209445 mol/mol x Arairdry = 0,00934 mol/mol x N2airdry = 0,78084 mol/mol x CO2airdry = 375 μmol/mol In diesem Abschnitt werden die folgenden Molmassen oder effektiven Molmassen von chemischen Spezies verwendet: M air = 28,96559 g/mol (Trockenluft) M Ar = 39,948 g/mol (Argon) M C = 12,0107 g/mol (Kohlenstoff) M CO = 28,0101 g/mol (Kohlenmonoxid) M CO2 = 44,0095 g/mol (Kohlendioxid) M H = 1,00794 g/mol (atomarer Wasserstoff) M H2 = 2,01588 g/mol (molekularer Wasserstoff) M H2O = 18,01528 g/mol (Wasser) M He = 4,002602 g/mol (Helium) M N = 14,0067 g/mol (atomarer Stickstoff) M N2 = 28,0134 g/mol (molekularer Stickstoff) M NOx = 46,0055 g/mol (Stickstoffoxide(*)) M O = 15,9994 g/mol (atomarer Sauerstoff) M O2 = 31,9988 g/mol (molekularer Sauerstoff) M C3H8 = 44,09562 g/mol (Propan) M S = 32,065 g/mol (Schwefel) M HC = 13,875389 g/mol (sämtliche Kohlenwasserstoffe(**)) (**) Die effektive Molmasse von HC ist durch ein Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis α von 1,85 definiert. (*) Die effektive Molmasse von NOx ist durch die Molmasse von Stickstoffdioxid (NO2) definiert. In diesem Abschnitt wird die folgende molare Gaskonstante R für ideale Gase verwendet: R = 8,314472J (mol · K) In diesem Abschnitt werden die folgenden spezifischen Wärmeverhältnisse γ [J/(kg · K)]/[J/(kg · K)] für Verdünnungsluft und verdünntes Abgas verwendet: γ air = 1,399 (spezifisches Wärmeverhältnis für Ansaugluft oder Verdünnungsluft) γ dil = 1,399 (spezifisches Wärmeverhältnis für verdünntes Abgas) γ exh = 1,385 (spezifisches Wärmeverhältnis für Rohabgas) 3.3.2.   Feuchte Luft In diesem Abschnitt wird die Ermittlung der Wassermenge in einem idealen Gas beschrieben: 3.3.2.1.   Dampfdruck von Wasser Der Dampfdruck von Wasser p H2O [kPa] für bestimmte Sättigungstemperaturbedingungen T sat [K] ist mithilfe der Gleichung 7-77 oder 7-78 zu berechnen: a)  Für Feuchtigkeitsmessungen bei Umgebungstemperaturen von 0 bis 100 °C oder bei Feuchtigkeitsmessungen über unterkühltem Wasser bei Umgebungstemperaturen von – 50 bis 0 °C: (7-77) Dabei gilt: p H2O = Dampfdruck von Wasser bei Sättigungstemperaturbedingungen [kPa] T sat = Sättigungstemperatur von Wasser bei gemessenen Bedingungen [K] b)  Bei Feuchtigkeitsmessungen über Eis bei Umgebungstemperaturen von (-100 bis 0) °C: (7-78) Dabei gilt: T sat = Sättigungstemperatur von Wasser bei gemessenen Bedingungen [K] 3.3.2.2.   Taupunkt Wird Feuchtigkeit als Taupunkt gemessen, wird die Wassermenge in einem idealen Gas x H2O [mol/mol] mithilfe von Gleichung 7-79 berechnet: (7-79) Dabei gilt: x H2O = Wassermenge in einem idealen Gas [mol/mol] p H2O = Dampfdruck von Wasser am gemessenen Taupunkt, T sat=T dew [kPa] p abs = absoluter feuchter statischer Druck am Ort der Taupunktmessung [kPa] 3.3.2.3.   relative Feuchtigkeit Wird Feuchtigkeit als relative Feuchtigkeit RH % gemessen, wird die Wassermenge in einem idealen Gas x H2O [mol/mol] mithilfe von Gleichung 7-80 berechnet: (7-80) Dabei gilt: RH % = relative Feuchtigkeit [ %] p H2O = Wasserdampfdruck bei 100 % relativer Feuchtigkeit am Ort der Messung der relativen Feuchtigkeit, T sat=T amb [kPa] p abs = absoluter feuchter statischer Druck am Ort der Messung der relativen Feuchtigkeit [kPa] 3.3.2.4.   Bestimmung des Taupunkts aus relativer Feuchtigkeit und Trockentemperatur Wird Feuchtigkeit als relative Feuchtigkeit RH % gemessen, wird der Taupunkt T dew aus RH % und Trockentemperatur mithilfe von Gleichung 7-81 berechnet: (7-81) Dabei gilt: p H2O = Wasserdampfdruck im Verhältnis zur relativen Feuchtigkeit am Ort der Messung der relativen Feuchtigkeit, T sat = T amb T dew = Taupunkt wie aus Messungen der relativen Feuchtigkeit und der Trockentemperatur bestimmt 3.3.3.   Kraftstoffeigenschaften Die allgemeine chemische Formel des Kraftstoffs lautet CHαOβSγNδ, wobei α dem Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis (H/C), β dem Sauerstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis (O/C), γ dem Schwefel-Kohlenstoff-Atomverhältnis (S/C) und δ dem Stickstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis (N/C) entspricht. Auf der Grundlage dieser Formel kann die Kohlenstoffmassenfraktion des Kraftstoffs w C berechnet werden. Bei Dieselkraftstoff kann die einfache Formel CHαOβ angewendet werden. Für die Kraftstoffzusammensetzung können die Vorgabewerte aus Tabelle 7.3 verwendet werden: Tabelle 7.3 Vorgabewerte für das Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis, das Sauerstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis, das Schwefel-Kohlenstoff-Atomverhältnis γ, das Stickstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis δ und die Kohlenstoffmassenfraktion des Kraftstoffs w C für Dieselkraftstoffe Kraftstoff Wasserstoff-, Sauerstoff-, Schwefel- und Stickstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis CHαOβSγNδ Kohlenstoffmassenkonzentration w C [g/g] Diesel (nicht für den Straßenverkehr bestimmter Dieselkraftstoff) CH1,80O0S0N0 0,869 Ethanol für bestimmte Selbstzündungsmotoren (ED95) CH2,92O0,46S0N0 0,538 Benzin (E10) CH1,92O0,03S0N0 0,833 Benzin (E0) CH1,85O0S0N0 0,866 Ethanol (E85) CH2,73O0,36S0N0 0,576 LPG CH2,64O0S0N0 0,819 Erdgas/Biomethan CH3,78O0.016S0N0 0,747 3.3.3.1.   Berechnung der Kohlenstoffmassenkonzentration wC Als Alternative zu den Vorgabewerten aus Tabelle 7.3 oder wenn für den verwendeten Referenzkraftstoff keine Vorgabewerte angegeben sind, kann die Kohlenstoffmassenkonzentration w C mithilfe der Gleichung 7-82 aus gemessenen Kraftstoffeigenschaften berechnet werden. Die Werte für α und β sind für den Kraftstoff zu bestimmen und in jedem Fall in die Gleichung einzusetzen, γ und δ können jedoch auf null gesetzt werden, wenn sie in der entsprechenden Zeile der Tabelle 7.3 null entsprechen: (7-82) Dabei gilt: M C = Molmasse von Kohlenstoff α = Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs, gewichtet nach molarem Verbrauch M H = Molmasse von Wasserstoff β = Sauerstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs, gewichtet nach molarem Verbrauch M O = Molmasse von Sauerstoff γ = Schwefel-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs, gewichtet nach molarem Verbrauch M S = Molmasse von Schwefel δ = Stickstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs, gewichtet nach molarem Verbrauch M N = Molmasse von Stickstoff 3.3.4.   Berichtigung der Gesamt-HC/(THC)-Konzentration um anfängliche Verunreinigung ▼M2 Bei der Messung von HC wird x THC[THC-FID] unter Verwendung der anfänglichen Konzentration der THC-Verunreinigung x THC[THC-FID]init gemäß Anhang VI Nummer 7.3.1.3 mithilfe von Gleichung 7-83 berechnet: ▼B (7-83) Dabei gilt: x THC[THC-FID]cor = um Verunreinigung korrigierte THC-Konzentration [mol/mol] x THC[THC-FID]uncorr = nicht korrigierte THC-Konzentration [mol/mol] x THC[THC-FID]init = anfängliche Konzentration der THC-Verunreinigung [mol/mol] 3.3.5.   Nach Durchsatz gewichtete mittlere Konzentration In einigen Nummern dieses Abschnitts kann die Berechnung einer nach Durchsatz gewichteten mittleren Konzentration erforderlich sein, um zu ermitteln, ob verschiedene Bestimmungen anwendbar sind. Bei einem nach Durchsatz gewichteten Mittel handelt es sich um den Mittelwert einer Größe nach ihrer Gewichtung proportional zu einem entsprechenden Durchsatz. Wird beispielsweise im Rohabgas eines Motors kontinuierlich eine Gaskonzentration gemessen, ist die nach Durchsatz gewichtete mittlere Konzentration die Summe der Produkte jeder aufgezeichneten Konzentration multipliziert mit ihrem jeweiligen Abgasmoldurchsatz, geteilt durch die Summe der aufgezeichneten Durchsatzwerte. Ein anderes Beispiel: Die Beutelkonzentration eines CVS-Systems ist identisch mit der nach Durchsatz gewichteten mittleren Konzentration, weil das CVS-System selbst die Beutelkonzentration nach Durchsatz gewichtet. ►M2  Unter Umständen kann bereits eine bestimmte nach Durchsatz gewichtete mittlere Konzentration einer Emission beim Emissionsgrenzwert auf der Grundlage früherer Prüfungen ähnlicher Motoren oder mit ähnlichen Geräten und Instrumenten erwartet werden. ◄ 3.4.   Chemisches Gleichgewicht von Kraftstoff, Ansaugluft und Abgas 3.4.1.   Allgemeines Das chemische Gleichgewicht von Kraftstoff, Ansaugluft und Abgas kann zur Berechnung von Durchsätzen, der Wassermenge in den Durchsätzen und der Konzentration von feuchten Bestandteilen in den Durchsätzen verwendet werden. Ist ein Durchsatz — entweder von Kraftstoff, Ansaugluft oder Abgas — bekannt, können die anderen beiden Durchsätze anhand des chemischen Gleichgewichts bestimmt werden. Beispielsweise kann das chemische Gleichgewicht in Kombination mit Ansaugluft oder Kraftstoffdurchsatz zur Ermittlung des Rohabgasdurchsatzes herangezogen werden. 3.4.2.   Verfahren, für die das chemische Gleichgewicht benötigt wird Folgende Werte können mithilfe des chemischen Gleichgewichts ermittelt werden: a)  Wassermenge in Rohabgas oder verdünntem Abgas x H2Oexh, wenn die Wassermenge zur Berichtigung um die von einem Probenahmesystem abgeschiedenen Wassermenge nicht gemessen wird; b)  nach Durchsatz gewichtete mittlere Fraktion der Verdünnungsluft im verdünnten Abgas x dil/exh, wenn der Verdünnungsluftdurchsatz zur Berichtigung um Hintergrundemissionen nicht gemessen wird. Es ist festzuhalten, dass beim Einsatz des chemischen Gleichgewichts für diesen Zweck davon ausgegangen wird, dass das Abgas stöchiometrisch ist, selbst wenn dies nicht der Fall ist. 3.4.3.   Vorgehensweise im Zusammenhang mit dem chemischen Gleichgewicht Für Berechnungen im Zusammenhang mit dem chemischen Gleichgewicht dient ein iteratives Gleichungssystem. Die Ausgangswerte für bis zu drei Messgrößen sind zu schätzen: die Wassermenge im gemessenen Durchsatz x H2Oexh, die Verdünnungsluftfraktion im verdünnten Abgas (oder der Luftüberschuss im Rohabgas) x dil/exh und die Produktmenge auf C1-Basis pro Trockenmol des trockenen gemessenen Durchsatzes x Ccombdry. Im chemischen Gleichgewicht dürfen zeitlich gewichtete Mittelwerte der Feuchtigkeit der Verbrennungsluft und der Feuchtigkeit der Verdünnungsluft verwendet werden, vorausgesetzt, die Feuchtigkeit der Verbrennungs- und der Verdünnungsluft bewegt sich während des Prüfintervalls innerhalb der Toleranz von ± 0,0025 mol/mol des jeweiligen Mittelwerts. Für jede Emissionskonzentration x und Wassermenge x H2Oexh ist die Konzentration im vollkommen trockenen Bezugszustand x dry und x H2Oexhdry zu ermitteln. Das Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis α, das Sauerstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis β und die Kohlenstoffmassenfraktion des Kraftstoffs w C sind ebenfalls zu verwenden. Für den Prüfkraftstoff können α und β oder die Vorgabewerte gemäß Tabelle 7.3 verwendet werden. Das chemische Gleichgewicht ist anhand der folgenden Schritte zu berechnen: a)  Gemessene Konzentrationen wie x CO2meas, x NOmeas, und x H2Oint sind in den trockenen Bezugszustand umzurechnen, indem sie durch eins abzüglich der während der jeweiligen Messung vorhandenen Wassermenge dividiert werden; zum Beispiel: x H2OxCO2meas, x H2OxNOmeas und x H2Oint. Ist die Wassermenge während einer Messung im feuchten Bezugszustand identisch mit der unbekannten Wassermenge im Abgasdurchsatz x H2Oexh, muss dieser Wert iterativ im Gleichungssystem gelöst werden. Werden nur die Gesamt-NOx, aber NO und NO2 nicht getrennt gemessen, ist die Aufteilung der Gesamt-NOx-Konzentration in NO und NO2 für das chemische Gleichgewicht nach bestem fachlichen Ermessen zu schätzen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die NOx-Molkonzentration x NOx in 75 % NO und 25 % NO2 unterteilt. Bei NO2-Speicher-Nachbehandlungssystemen kann davon ausgegangen werden, dass sich x NOx in 25 % NO und 75 % NO2 unterteilt. Zur Berechnung der Masse der NOx-Emissionen ist die Molmasse von NO2 für die effektive Molmasse aller NOx-Spezies, ungeachtet der tatsächlichen NO2-Fraktion der NOx, heranzuziehen. b)  Die Gleichungen (7-82) bis (7-99) in Buchstabe d dieser Nummer sind zur iterativen Lösung für x H2Oexh, x Ccombdry und x dil/exh in ein Computerprogramm einzugeben. Ausgangswerte für x H2Oexh, x Ccombdry und x dil/exh sind nach bestem fachlichen Ermessen zu schätzen. Die Annahme einer anfänglichen Wassermenge, die etwa doppelt so hoch ist wie die Wassermenge in der Ansaug- oder Verdünnungsluft, wird empfohlen. Die Schätzung eines Ausgangswerts für x Ccombdry als Summe der gemessenen CO2-, CO- und THC-Werte wird empfohlen. Die Schätzung eines Ausgangswerts x dil zwischen 0,75 und 0,95 — zum Beispiel 0,8 — wird ebenfalls empfohlen. Die Werte im Gleichungssystem sind iterativ zu lösen, bis die zuletzt aktualisierten Schätzungen alle innerhalb von ± 1 % der jeweiligen zuletzt berechneten Werte liegen. c)  Im Gleichungssystem gemäß Buchstabe d dieser Nummer werden die nachstehenden Symbole und tiefgestellten Indizes verwendet, wobei die Einheit von x mol/mol ist: Symbol Beschreibung x dil/exh Menge an Verdünnungsgas oder Luftüberschuss pro Mol Abgas x H2Oexh Menge an H2O im Abgas pro Mol Abgas x Ccombdry Menge an Kohlenstoff aus Kraftstoff im Abgas pro Mol trockenes Abgas x H2Oexhdry Wassermenge im Abgas pro Trockenmol trockenes Abgas x prod/intdry Menge an trockenen stöchiometrischen Produkten pro Trockenmol Ansaugluft x dil/exhdry Menge an Verdünnungsgas und/oder Luftüberschuss pro Mol trockenes Abgas x int/exhdry Menge der zur Erzeugung tatsächlicher Verbrennungsprodukte benötigten Ansaugluft pro Mol trockenes Rohabgas oder verdünntes Abgas x raw/exhdry Menge an unverdünntem Abgas ohne Luftüberschuss pro Mol trockenes Rohabgas oder verdünntes Abgas x O2intdry Menge an O2 in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x O2intdry = 0,209445 mol/mol kann angenommen werden x CO2intdry Menge an CO2 in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x CO2intdry = 375 μmol/mol kann angenommen werden, doch die Messung der tatsächlichen Konzentration in der Ansaugluft wird empfohlen x H2Ointdry Menge an H2O in der Ansaugluft pro Mol trockene Ansaugluft x CO2int Menge an CO2 in der Ansaugluft pro Mol Ansaugluft x CO2dil Menge an CO2 im Verdünnungsgas pro Mol Verdünnungsgas x CO2dildry Menge an CO2 im Verdünnungsgas pro Mol trockenes Verdünnungsgas. Dient Luft als Verdünnungsgas, kann x CO2dildry = 375 μmol/mol angenommen werden, doch die Messung der tatsächlichen Konzentration in der Ansaugluft wird empfohlen x H2Odildry Menge an H2O im Verdünnungsgas pro Mol trockenes Verdünnungsgas x H2Odil Menge an H2O im Verdünnungsgas pro Mol Verdünnungsgas x [emission]meas Menge an gemessener Emission in der Probe am jeweiligen Gasanalysator x [emission]dry Emissionsmenge pro Trockenmol der trockenen Probe x H2O[emission]meas Wassermenge in der Probe am Ort der Emissionsbestimmung. Diese Werte sind gemäß Nummer 9.3.2.3.1 zu messen oder zu schätzen x H2Oint Wassermenge in der Ansaugluft auf der Grundlage einer Feuchtigkeitsmessung der Ansaugluft K H2Ogas Ausgleichskoeffizient der Wasser-Gas-Reaktion. 3,5 oder ein anderer Wert, der nach bestem fachlichen Ermessen berechnet wird. α Wasserstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs (CHαOβ), gewichtet nach molarem Verbrauch β Sauerstoff-Kohlenstoff-Atomverhältnis des verbrannten Kraftstoffgemischs (CHαOβ), gewichtet nach molarem Verbrauch d)  Die nachstehenden Gleichungen [(7-84) bis (7-101)] sind zur iterativen Bestimmung von x dil/exh, x H2Oexh und x Ccombdry anzuwenden: (7-84) (7-85) (7-86) (7-87) (7-88) (7-89) (7-90) (7-91) (7-92) (7-93) (7-94) (7-95) (7-96) (7-97) (7-98) (7-99) (7-100) (7-101) Am Ende der Ermittlung des chemischen Gleichgewichts wird der Moldurchsatz gemäß den Nummern 3.5.3 und 3.6.3 ermittelt. 3.4.4.   NOx-Feuchtigkeitskorrektur Alle NOx-Konzentrationen, einschließlich Verdünnungsluft-Hintergrundkonzentrationen, sind mithilfe von Gleichung 7-102 oder 7-103 einer Korrektur um die Feuchtigkeit der Ansaugluft zu unterziehen: a)  für Selbstzündungsmotoren x NOxcor = x NOxuncor · (9,953 · x H2O + 0,832) (7-102) b)  für Fremdzündungsmotoren x NOxcor = x NOxuncor · (18,840 · x H2O + 0,68094) (7-103) Dabei gilt: x NOxuncor = nicht korrigierte NOx-Molkonzentration im Abgas [μmol/mol] x H2O = Wassermenge in der Ansaugluft [mol/mol] ▼M2 3.5.   Messung von gasförmigen Emissionen im Rohabgas ▼B 3.5.1.   Masse der gasförmigen Emissionen Zur Berechnung der Gesamtmasse der gasförmigen Emission pro Prüfung m gas [g/test] muss die Molkonzentration mit ihrem entsprechenden Moldurchsatz und der Molmasse des Abgases multipliziert werden; anschließend erfolgt die Integration über den Prüfzyklus (Gleichung 7-104): (7-104) Dabei gilt: M gas = Molmasse der generischen gasförmigen Emission [g/mol] ṅ exh = momentaner Moldurchsatz des Abgases, feucht [mol/s] x gas = momentane generische Molkonzentration des Gases, feucht [mol/mol] t = Zeit [s] Da die Gleichung 7-104 durch numerische Integration zu lösen ist, wird sie in Gleichung 7-105 umgewandelt: ⇒ (7-105) Dabei gilt: M gas = Molmasse der generischen Emission [g/mol] ṅ exh i = momentaner Moldurchsatz des Abgases, feucht [mol/s] x gas i = momentane generische Molkonzentration des Gases, feucht [mol/mol] ƒ = Datenerfassungsfrequenz [Hz] N = Zahl der Messungen [-] Die allgemeine Gleichung kann nach Maßgabe des verwendeten Messsystems — also abhängig davon, ob Stichproben oder kontinuierliche Proben genommen werden und es sich um einen variablen oder kontinuierlichen Durchsatz handelt — angepasst werden. a)  Bei der kontinuierlichen Probenahme im Regelfall mit variablem Durchsatz ist die Masse der gasförmigen Emission m gas [g/test] mithilfe von Gleichung 7-106 zu berechnen: (7-106) Dabei gilt: M gas = Molmasse der generischen Emission [g/mol] ṅ exh i = momentaner Moldurchsatz des Abgases, feucht [mol/s] x gas i = momentane Molfraktion der gasförmigen Emission, feucht [mol/mol] ƒ = Datenerfassungsfrequenz [Hz] N = Zahl der Messungen [-] b)  Bei der kontinuierlichen Probenahme im Sonderfall mit konstantem Durchsatz ist die Masse der gasförmigen Emission m gas [g/test] mithilfe von Gleichung 7-107 zu berech

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.