Europäische Union

1999/170/EG: Entscheidung des Rates vom 25. Januar 1999 über ein spezifisches Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf den Gebieten Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung (1998-2002)

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Quellenkennung: 31999D0170. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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ung natürlicher und technologischer Risiken beitragen, Technologien und Methoden für die Umweltfolgenabschätzung, die Risikovorhersage, Verhütung, Evaluierung und die Schadensbegrenzung zu entwickeln. Ferner zielen die Tätigkeiten auf die Entwicklung von verbesserten Systemen zur Entscheidungsfindung sowie Evaluierungs- und Validierungsverfahren zur Gefahrenabschätzung und für das Krisenmanagement ab. FTE-Prioritäten: Ermittlung und Untersuchung der Faktoren, die das Risiko von Naturkatastrophen erhöhen; Entwicklung und Verbesserung von Methoden, Modellen und Verfahren zur Risikoabschätzung und der Bestimmung der Katastrophenanfälligkeit, einschließlich der Quantifizierung der bestehenden und künftigen Gefährdung; Entwicklung wirksamer Methoden und Verfahren zur Informationsverarbeitung; Entwicklung innovativer Verfahren und Technologien zur Bekämpfung von Katastrophen und zur Abmilderung ihrer Folgen; Verbesserung der Betriebssicherheit gefährlicher Anlagen. - Entwicklung satellitengestützter Technologien zur Erdbeobachtung (1) Ziele und FTE-Maßnahmen Strategisches Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften europäischen Kapazität zur Überwachung der Erde aus dem Weltraum, was zu einem besseren Verständnis des Geosystems, zur wirksamen Erhaltung unseres natürlichen Erbes, einer besseren Ressourcenbewirtschaftung und zu einer Verringerung der Hauptrisiken führen wird. Mit der FTE-Maßnahmen sollen Erdbeobachtungsanwendungen, -produkte und -dienste für die Umweltüberwachung und die Bewirtschaftung von Ressourcen und Ökosystemen sowie für die Raumplanung zur Verfügung gestellt werden. Schwerpunkt wird die Deckung des Bedarfs eines breiten Spektrums von Anwendern, insbesondere in den Behörden der Mitgliedstaaten, sein. Daher wird die Erdbeobachtung je nach Bedarf mit anderen Technologien, wie Fernerkundung aus der Luft, Weltraumfunkverkehr, Satellitennavigation und globalen Informationssystemen, verbunden sein. Die folgenden Forschungsmaßnahmen werden im Einklang mit den Zielen des geplanten "Zentrums für Erdbeobachtung" vorrangig durchgeführt: FTE-Prioritäten: innovative Pilotanwendungen und methodische Schwerpunktforschung zur Steigerung der Effizienz der Maßnahmen in den Schwerpunktbereichen der EU-Politik; Untersuchung der technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte; Bedarfs- und Durchführbarkeitsstudien zur Bestimmung des Bedarfs an neuen Diensten und Einsätzen; neue Szenarien zur Planung autonomer Einsatzdienste; Förderungs-, Aus- und Weiterbildungskampagnen, um vorhandene und künftige Erdbeobachtungsdaten und Informationsquellen besser nutzen zu können. - Sozioökonomische Aspekte von Umweltveränderungen im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung (Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Beschäftigung) Ziele und FTE-Maßnahmen Übergeordnetes Ziel ist die Entwicklung einer fundierten wissenschaftlichen Grundlage für nachhaltige Entwicklungsmodelle und die Förderung ihrer Anwendung und Nutzung. Ferner wird die Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspekts in den wichtigsten Politikbereichen der EU, z. B. Industrie, Verkehr, Tourismus, und in den Leitaktionen des Fünften Rahmenprogramms unterstützt. Voraussetzung für eine solche Integration ist die Ermittlung und Bewertung der grundlegenden Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Faktoren, d. h. den sozioökonomischen Triebkräften des technologischen Wandels, der wirtschaftlichen Globalisierung, des gesellschaftlichen Verhaltens und der Umweltveränderungen einerseits und deren sozioökonomischen Auswirkungen andererseits. Die wirksame Umsetzung dieser neuen Erkenntnisse bei der Formulierung politischer Konzepte hängt von der Entwicklung und Erprobung besserer Methoden und strategischer Instrumente ab. FTE-Prioritäten: Ermittlung und Bewertung der grundlegenden Wechselwirkungen zwischen der sozioökonomischen Entwicklung und den Umweltveränderungen; Bewertung der Triebkräfte und Auswirkungen im Hinblick auf Strategien, Einrichtungen und Demographie, auf Produktion und Verbrauch, technologische Entwicklung, Verteilung, Sicherheit, Kultur und Ethik; Entwicklung und Anwendung von Methoden und Instrumenten für die Integration und für die Förderung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ziele; Beschreibungsmethoden und Bewertungssysteme für die Nachhaltigkeit der Entwicklung und für Umweltbilanz, Schaffung von Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung, Analyse der "ökologischen Fußabdrücke"; Entwicklung und vergleichende Bewertung verschiedener Konzepte der Öko-Effizienz, insbesondere der rationellen Verwendung der Ressourcen und der Industrieökologie; nachhaltige Produktion und nachhaltiger Verbrauch; Grundsätze eines guten Umweltmanagements im Hinblick auf die Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung. c) FÖRDERUNG DER FORSCHUNGSINFRASTRUKTUREN Ziele Förderung der grenzüberschreitenden Nutzung öffentlicher oder privater Einrichtungen, die grundlegende Aufgaben erfuellen; hierdurch soll erreicht werden, daß diese Einrichtungen besser genutzt werden und gleichzeitig unnötige Doppelarbeit vermieden wird und daß auf neu entstehende prioritäre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Maßnahmen Zur Erhöhung des europäischen Mehrwerts und zur Optimierung der Maßnahmen wird die Gemeinschaft in erster Linie folgende Anstrengungen unterstützen: - Grenzüberschreitende Koordinierung, integriertes Management der spezifischen Aspekte des Betriebs und des Zugangs zu vorhandenen Einrichtungen sowie deren Verbesserung; - Koordinierung und Komplementarität der nationalen und multinationalen Initiativen zur Unterstützung der auf Ebene der Gemeinschaft nötigen Einrichtungen; - Vernetzung von Wissenschafts- und Nutzergemeinschaften durch Forschungsprojekte und spezielle Ausbildungsmaßnahmen im Rahmen geeigneter Infrastrukturen oder Zusammenschluß verschiedener Partner zu einem integrierten Diensteanbieter; - Förderung der Kompatibilität der verschiedenen Systeme mit dem Ziel, eine rasche und wirksame Integration der Einrichtungen und Ressourcen zu ermöglichen. Infrastrukturen Zu den unterstützenden Infrastrukturen zur Bewertung und Beobachtung der Geosysteme (z. B. der Meere), um die Vorhersage drohender Naturereignisse und globaler Veränderungen verbessern zu können, gehören: - Forschungseinrichtungen für das Klima und die globalen Veränderungen: Klimaforschungszentren, Großrechner; Archive; Zentren für die integrierte Auswertung; Datenbanken für Klima und globale Veränderungen; Simulierungskammern, Bodenstationen und Flugzeuge zur Beobachtung der Atmosphäre; Geräte und Netze zur Untersuchung der paläoökologischen Daten; Einrichtungen für die Taxonomie; - Meeresforschungseinrichtungen: Meeresdatenbanken und Sammlungen von Meeresproben; Einrichtungen für die Taxonomie; Versuchsbecken; Forschungsschiffe; Plattformen und Zentren zur Prognose des Seegangs; bemannte, robotergesteuerte und automatische Beobachtungssysteme; - Forschungseinrichtungen für natürliche Risiken: Einrichtungen und grundlegende operationelle Netze für Informationen über Erdbeben, Überschwemmungen, Flutwellen und Stürme, Erdrutsche, Vulkanausbrüche und Waldbrände. B. ENERGIE Das strategische Ziel dieses Teils des Programms ist es, nachhaltige Energiesysteme und -dienste für Europa zu entwickeln und zu einer nachhaltigeren Entwicklung weltweit beizutragen und somit eine größere Sicherheit und Diversifizierung der Energieversorgung sicherzustellen, hochwertige, kostengünstige Energiedienste bereitzustellen, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu verbessern und die Umweltauswirkungen zu verringern. Die FTE- und Demonstrationsprojekte werden sich in zwei Leitaktionen auf die Themen umweltfreundlichere Energiesysteme, einschließlich erneuerbarer Energiequellen, und wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa sowie auf generische Aktivitäten im Bereich der sozioökonomischen Aspekte der Energie im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung (Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Beschäftigung) konzentrieren. a) LEITAKTIONEN i) Umweltfreundlichere Energiesysteme, einschließlich erneuerbarer Energiequellen Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist die Entwicklung und Demonstration von Technologien und damit zusammenhängender Maßnahmen, die dazu beitragen, im Einklang mit den energiepolitischen Zielen, einschließlich der Verringerung der Abhängigkeit der Gemeinschaft von Energieeinfuhren, die Umweltauswirkungen der Produktion und des Energieverbrauchs in Europa zu verringern. Das trägt zur Erhaltung des Ökosystems bei, indem die Emissionen auf lokaler und globaler Ebene reduziert werden und der Anteil neuer und erneuerbarer Energieträger an der Energieversorgung erhöht wird. Entsprechend werden Maßnahmen ergriffen, um umweltfreundlichere, in erster Linie erneuerbare Energiequellen zu erforschen und um die Umweltauswirkungen des derzeitigen Verbrauchs fossiler Brennstoffe zu verringern. Schwerpunkte der Arbeiten sind: - Elektrizitäts- und/oder Wärmeerzeugung in Großanlagen mit niedrigem CO2 Ausstoß unter Einsatz von Kohle, Biomasse oder anderen Brennstoffen, einschließlich Kraft-Wärme-Kopplung Ziel: Erhebliche Verbesserung der Effizienz und zugleich Kostensenkung, geringere Abhängigkeit von Dritten und Verringerung der Umweltauswirkungen der Energieumwandlung auf der Grundlage fossiler Brennstoffe wie auch erneuerbarer Energieträger. FTE-Prioritäten: Verbrennung und andere thermochemische Umwandlungsverfahren (z. B. Vergasung, Pyrolyse); Elektrizitäts- und/oder Wärmeerzeugung mit geringer CO2 Emission aus Kohle, Biomasse, Abfall oder anderen Brennstoffen; Verbesserung der Effizienz von Gasturbinen; Kraft-Wärme-Kopplung. - Entwicklungs- und Demonstrationstätigkeiten - auch im Bereich der dezentralen Erzeugung - für die wichtigsten neuen und erneuerbaren Energieträger, insbesondere für Biomasse, Wind- und Sonnenenergietechnologien sowie Brennstoffzellen Ziel: Förderung der Verwendung von neuen und erneuerbaren Energieträgern für ans Netz angeschlossene und autonome Anlagen, wenn ein substantieller Beitrag zur Energieversorgung zu erwarten ist. FTE-Prioritäten: Brennstoffzellen für stationäre Anlagen sowie für Fahrzeuge; umweltschonende Umwandlung und wirtschaftliche Nutzung der Biomasse in Wärme- und Elektrizitätsenergieerzeugungssystemen; Windenergie in Onshore und Offshore-Anlagen; Solartechnologien, photovoltaische- und solarthermische Technologien; sonstige erneuerbare Energieformen, die einen signifikanten Beitrag zu den globalen Programmzielen leisten können. - Integration der neuen und erneuerbaren Energieträger in Energiesysteme Ziel: Lösung der Probleme im Zusammenhang mit der Integration der neuen Energieträger in vorhandene Energiesysteme, Entwicklung neuer Anwendungen und Beseitigung der Hindernisse für die intensivere Nutzung erneuerbarer Energieträger. FTE-Prioritäten: Lösung der technischen Probleme im Zusammenhang mit der Integration der neuen Energieträger in vorhandene Energienetze und Verfahren; Hybridsysteme, die verschiedene erneuerbare Energieträger oder erneuerbare und konventionelle Systeme verbinden; Verbesserung der Akzeptanz erneuerbarer Energieträger, z. B. Verringerung der Sicht- und Lärmbelästigung; Ermittlung von nicht technischen Hindernissen für die Integration erneuerbarer Energieträger und Erkundung von Maßnahmen zu deren Beseitigung. - Kostengünstige Umweltschutztechnologien für die Elektrizitätserzeugung Ziel: Verringerung der Umweltauswirkungen der Elektrizitätserzeugung unter besonderer Berücksichtigung der am stärksten emissionsbehafteten Energieträger. FTE-Prioritäten: Abgasreinigungstechniken für Kraftwerke (z. B. zur Verringerung des CO2 , SOx , NOx und des sonstigen Schadstoffausstoßes); Heißgasreinigung; Einbeziehung der wissenschaftlichen Erforschung grundlegender Phänomene. ii) Wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa Ziele und FTE-Prioritäten Ziel dieser Leitaktion ist es, die zuverlässige, umweltfreundliche, effiziente, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung Europas zum Nutzen seiner Bürger sowie im Interesse eines funktionierenden Gemeinwesens und der Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie sicherzustellen. Die Energieverwendung muß effizienter werden durch Technologien, mit denen eine substantielle Senkung der Gesamtkosten, eine Verringerung der Energieintensität und der Umweltauswirkungen sowie eine geringere Abhängigkeit von Dritten erreicht werden kann. Die Maßnahmen müssen auf jeder einzelnen Stufe des Energiezyklus (Produktion, Verteilung und Endverbrauch) ansetzen, um die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. Die Arbeiten werden sich auf folgende Punkte konzentrieren: - Technologien für rationellen und effizienten Endverbrauch von Energie Ziel: entscheidender Beitrag zu einem nachhaltigen Energiesystem durch die deutliche Verringerung der Energieintensität auf der Nachfrageseite und durch eine wesentlich effizientere und nachhaltigere Nutzung der Energie in Gebäuden, im Verkehr und in der Industrie (einschließlich der Landwirtschaft). Dazu müssen neue Technologien entwickelt und angewandt, vorhandene Technologien verbessert und durch bessere Wissensverbreitung und Technologiedemonstration eine Änderung des Verbraucherverhaltens bewirkt werden. Die FTE wird sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen die Möglichkeiten zu einer nachhaltigen Energienutzung am vielversprechendsten sind. FTE-Prioritäten: Besonderes Gewicht erhalten sektorübergreifende Technologien wie die Prozeßsteuerung und ein integriertes Konzept für die Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden, im Verkehr und in der Industrie, einschließlich der Landwirtschaft; Beleuchtung, Raumheizung und Klimatisierung sowie Integration erneuerbarer Energiequellen in Gebäuden; Verbesserung des Wirkungsgrads und der Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge und ihrer Infrastruktur, einschließlich der Treibstoffe, der Energiespeicherung und -umwandlung, der Verbrennungsvorgänge und Kraftübertragung; Verringerung der Energieintensität industrieller Verfahren, wobei der Schwerpunkt auf Prozeßintegration, Trennung und Trocknung liegen wird. - Technologien für Energieübertragung und -verteilung Ziel: Nutzung des gesamten Potentials intelligenter Energienetze, indem die Effizienz des gesamten Energiesystems durch die Erhöhung der Flexibilität, Zuverlässigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Energieübertragungs- und -verteilungssysteme bei gleichzeitiger Kostensenkung sowie Verringerung der Übertragungsverluste und der Umweltschädigung optimiert wird. Insbesondere soll die Integration neuer Versorgungsquellen in europäische Energienetze erleichtert werden, und Beiträge zum Management und zur technischen Unterstützung liberalisierter Energiemärkte sollen erbracht werden. FTE-Prioritäten: intelligente Energieübertragungs- und -verteilungssysteme; Erdgas- und Elektrizitätsfernleitungen; optimierte Netzverwaltung und -überwachung; optimale Systemeffizienz für Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- und Klimatisierungsnetze; Supraleitfähigkeit. - Technologien für die Energiespeicherung auf Makro- und Mikroebene Ziel: Verbesserung der Effizienz und Verringerung der Umweltauswirkungen der Energiespeicherung, auf Makroebene zur besseren Nutzung erneuerbarer, aber nur diskontinuierlich zu Verfügung stehender Energiequellen, auf mittlerer Ebene zur Entwicklung emissionsfreier Fahrzeuge und auf Mikroebene zur Ermöglichung weiterer Verkleinerung elektronischer Geräte. FTE-Prioritäten: zuverlässige und wirtschaftliche Energiespeichertechnologien, einschließlich Flüssigerdgas und Flüssiggas, H2, fortschrittliche Batterien (Makro- und Mikrobatterien) für stationäre und mobile Anwendungen. - Effizientere Explorations-, Gewinnungs- und Produktionstechnologien für Kohlenwasserstoffe Ziel: Verbesserung der Ermittlung der in der EU vorhandenen Energieressourcen und Optimierung ihrer Nutzung; Kostensenkung und Verringerung der Umweltauswirkungen der Produktion durch die Entwicklung von auf den Weltmärkten wettbewerbsfähigeren Technologien. FTE-Prioritäten: bessere Instrumente für die Erkundung und Bewirtschaftung von Kohlenwasserstoffvorkommen; Explorations- und Fördertechnologien für Kohlenwasserstoffe, besonders für schwer zugängliche Vorkommen im Meeresboden; Verringerung der Umweltauswirkungen und bessere Fördertechniken für Kohlenwasserstoffe, die auch für andere Anwendungen, wie z. B. für die Erdwärme, genutzt werden können; Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus Kohlelagerstätten. - Verbesserung der Effizienz von neuen und erneuerbaren Energiequellen Ziel: möglichst weitgehende Nutzung von erneuerbaren Energieträgern durch Senkung ihrer Gestehungskosten bei der Energieerzeugung, durch Erweiterung der Kenntnisse über die in Europa vorhandenen erneuerbaren Energieträger und durch die Verbesserung der Effizienz von Herstellungstechnologien und damit Reduzierung der Herstellungskosten. FTE-Prioritäten: Verwendung von Biomasse und Abfall als Brennstoff; Verbesserung der Effizienz von photovoltaischen Zellen und Windturbinen; Senkung der Herstellungskosten von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie (z. B. Turbinenschaufeln, Photovoltaikmodule). - Erarbeitung von Szenarien zu den Versorgungs- und Nachfragetechnologien in Wirtschafts-/Umwelt-/Energiesystemen und ihren Wechselwirkungen sowie die Wirtschaftlichkeitsanalysen (auf der Grundlage der Kosten des gesamten Produktzyklus) und die Analyse der Effizienz aller Energiequellen Ziel: Entwicklung von Strategien für die Erzeugung und Nutzung von Energie, für die Einführung neuer Energietechnologien und für die Entwicklung von energiepolitischen Konzepten. FTE-Prioritäten: Analyse lang- und kurzfristiger Szenarien für Angebot und Nachfrage im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung sowie mit den sozialen und ökologischen Anforderungen auf globaler Ebene, auf Gemeinschaftsebene und auf regionaler Ebene; Modellierung und Analyse der Auswirkungen politischer Konzepte; Gesamtbewertung der Energiemärkte und der Auswirkungen der Technologie unter Berücksichtigung liberalisierter Energiemärkte. b) GENERISCH AUSGERICHTETE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITEN - Untersuchung der sozioökonomischen Aspekte der Energie im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung (Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Beschäftigung) Ziele und FTE-Prioritäten Ziel ist die Entwicklung und Anwendung von Instrumenten zur Bewertung und Überwachung der sozioökonomischen Aspekte der Energietechnologien, -systeme und -dienste anhand von Technologiebewertungskonzepten auf Projektebene und Konzepten globaler Systemanalyse auf Makroebene. FTE-Prioritäten: für die Technologiebewertung: die soziale Dimension (z. B. Verhalten, Akzeptanz), die Dimension der Innovation, einschließlich "Regelungs- und Kontrollmaßnahmen" und Auswirkungen auf anderweitige Politikbereiche, Beurteilung der externen Faktoren und ihrer Internalisierung und schließlich vergleichende Bewertung; für die Systemanalyse: Verstehen der Beziehungen zwischen Energie, Umwelt, Technologien und Wirtschaftswachstum unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Werte und der natürlichen und gesellschaftlichen Ressourcen. (1) Die Aktivitäten im Bereich der Raumfahrt, die durch verschiedene Programme erfaßt werden, werden zentral koordiniert. ANHANG III SPEZIFISCHE MODALITÄTEN FÜR DIE DURCHFÜHRUNG DES PROGRAMMS Das spezifische Programm wird über die indirekten FTE-Aktionen durchgeführt, die in den Anhängen II und IV des Fünften Rahmenprogramms vorgesehen sind. Ferner gelten die folgenden programmspezifischen Modalitäten: 1. Begleitmaßnahmen Die Begleitmaßnahmen umfassen im einzelnen: - flankierende Studien zum spezifischen Programm, einschließlich der Vorbereitung künftiger Maßnahmen; - Informationsaustausch, Konferenzen, Seminare, Workshops sowie wissenschaftliche oder Fachtagungen; - Hinzuziehung externer Fachkompetenz, auch in Form der Konsultation wissenschaftlicher Datenbanken, insbesondere bei der in Artikel 5 Absatz 1 des Fünften Rahmenprogramms vorgesehenen Überwachung der Durchführung des spezifischen Programms sowie der in Artikel 5 Absatz 2 des Fünften Rahmenprogramms vorgesehenen externen Bewertung der indirekten FTE-Aktionen und der Überwachung ihrer Durchführung; - Maßnahmen im Bereich Verbreitung, Information und Kommunikation, einschließlich wissenschaftlicher Publikationen, und Maßnahmen zur Nutzung der Ergebnisse und für den Technologietransfer, Förderung der Innovationsfinanzierung und Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums; - Ausbildungsmaßnahmen im Zusammenhang mit FTE-Tätigkeiten des spezifischen Programms mit Ausnahme der Marie-Curie-Stipendien; - Förderung von Maßnahmen zur Unterrichtung und Unterstützung der Forschungsakteure, einschließlich der KMU, sowie auch zur Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit in der Wissenschaft; - Förderung gemeinsamer Datenstrukturen und der Datenkompatibilität, -standardisierung, -verarbeitung und -verwaltung sowie des Datenaustauschs; - Hinzuziehung externer Fachkompetenz bei der Einrichtung von Diensten und Netzen für Information, Unterstützung und Innovationsförderung sowie bei der Bereitstellung des Zugangs dazu. 2. Umfang der finanziellen Beteiligung Im Fall der FTE-Projekte, der Demonstrationsprojekte und der Verbundprojekte werden die Kosten für den Einsatz von Forschungsschiffen sowie von see- und von luftgestützten Plattformen gefördert. Die Kosten sind im Arbeitsprogramm aufgeschlüsselt. 3. Zusatzbestimmungen für die Teilnahme und Verbreitung der Ergebnisse An den einzelnen Projekten dieses Programms können sich auch in Drittstaaten ansässige Rechtspersonen und internationale Organisationen beteiligen, sofern ihre Teilnahme wirksam zur Durchführung des Programms beiträgt. Diese Rechtspersonen und internationalen Organisationen können in Ausnahmefällen finanzielle Unterstützung erhalten, wenn ihre Teilnahme von Vorteil ist und einen zusätzlichen Nutzen für die Verwirklichung der Programmziele bringt. 4. Koordinierungsmodalitäten Die Kommission bemüht sich, innerhalb des Programms die Komplementarität der indirekten FTE-Aktionen, insbesondere durch ihre Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, sicherzustellen und Doppelarbeit zu vermeiden, wobei jedoch die legitimen Interessen der Antragsteller für indirekte FTE-Aktionen gewahrt werden. Soweit erforderlich wird hierbei auch eine Koordinierung zwischen den beiden Programmausschüssen gewährleistet. Eine Koordinierung wird, soweit möglich, auch sichergestellt zwischen den Maßnahmen des spezifischen Programms und den Tätigkeiten im Rahmen - anderer spezifischer Programme des Fünften Rahmenprogramms; - der Forschungs- und Ausbildungsprogramme zur Umsetzung des Beschlusses 1999/64/Euratom des Rates vom 22. Dezember 1998 über das Fünfte Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) für Maßnahmen im Bereich der Forschung und Ausbildung (1998-2002) (1); - anderer europäischer Forschungsstrukturen, einschließlich Eureka und COST; - anderer Instrumente der Gemeinschaft im Forschungsbereich. Diese Koordinierung umfaßt i) die Ermittlung gemeinsamer Themen oder Prioritäten im Hinblick auf - den Informationsaustausch, - die Durchführung gemeinsam beschlossener Arbeiten, bei denen insbesondere eines der in Artikel 9 der Regeln für die Teilnahme und die Verbreitung der Ergebnisse vorgesehenen Verfahren zur Anwendung kommt; ii) die Umverteilung von Vorschlägen für indirekte FTE-Aktionen zwischen spezifischen Programmen oder zwischen einem spezifischen Programm und einem Programm für Maßnahmen im Bereich der Forschung und Ausbildung. (1) ABl. L 26 vom 1.2.1999, S. 34.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.