Europäische Union

96/177/EG: Entscheidung der Kommission vom 19. Juli 1995 zur Feststellung der Unvereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und der Funktionsfähigkeit des EWR-Abkommens (IV/M. 490 - Nordic Satellite Distribution) (Nur der englische Text ist verbindlich) (Text von Bedeutung für den EWR)

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räge auszuhandeln, die Muttergesellschaften daran, eigene Dienstleistungen anzubieten. (52) Zur Zeit herrscht darüber hinaus Wettbewerb zwischen NT und TD in einem wirtschaftlich unbedeutenden Markt, nämlich Betrieb der Aufwärtsstrecke zu Fernsehsatelliten (siehe Randnummer 56). Beide Muttergesellschaften bieten entsprechende Dienstleistungen von ihren Ländern aus an. Wegen der geringen wirtschaftlichen Bedeutung dieses Marktes ist es jedoch eindeutig weder Zweck noch Wirkung des Zusammenschlusses, die Dienstleistungen der beiden Muttergesellschaften zum Betrieb der Aufwärtsstrecke zu koordinieren. (53) Die Aktivitäten der NSD-Muttergesellschaften in vor- oder nachgelagerten Märkten werden wahrscheinlich nicht zu einer Koordinierung ihres Wettbewerbsverhaltens führen. NT konkurriert als Satellitenbetreiber nicht mit TD oder Kinnevik. Kinnevik wird die eigenen Pay-TV- und Werbefernsehprogramme zwar über NSD ausstrahlen, jedoch betreibt keines der anderen beteiligten Unternehmen einen Sender. (54) Dies führt zu dem Schluß, daß die NSD-Gründung eine Koordinierung des Wettbewerbsverhaltens der voneinander unabhängig bleibenden Unternehmen weder bezweckt noch bewirkt. Somit stellt das Vorhaben einen Zusammenschluß im Sinne des Artikels 3 der Fusionskontrollverordnung dar. VI. DIE RELEVANTEN PRODUKTMÄRKTE (55) Der Zusammenschluß betrifft die folgenden drei Produktmärkte: i) die Bereitstellung von Transponderkapazität für Satellitenfernsehen und zugehörige Dienstleistungen für Sender; ii) die Verteilung von Pay-TV- und anderen verschlüsselten Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte; iii) Betreiben von Kabel/TV-Netzwerken (siehe Randnummer 165). i) Bereitstellung von Transponderkapazität für Satellitenfernsehen und damit verbundene Dienstleistungen für Sender (56) Satellitentransponderkapazität wird von mehreren Unternehmen angeboten. Diese Unternehmen (Satellitenbetreiber) bringen Satelliten in die Umlaufbahn, betreiben diese und vermieten Transponder für die Übertragung von Fernsehsignalen an Sender. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen stehen etwa 250 Transponder für die Übertragung von Fernsehsignalen innerhalb Europas zur Verfügung (Umsatz etwa 625 Millionen ECU). Die für die nordischen Länder wichtigsten Satellitenfernsehprogramme werden zur Zeit über die Satelliten Astra, Thor, Intelsat 702 und Sirius ausgestrahlt. Die Transponder sind in der Regel an Sender vermietet, die ihre Programme aufgrund von Lizenzverträgen den Kabelfernsehanbietern und direktempfangenden Zuschauern andienen. (57) Die Verteilung von Fernsehsignalen über Satellit (Transponder) unterscheidet sich vom Markt der Verteilung von Fernsehprogrammen über terrestrische Verbindungen, da diese beiden Arten der Programmverteilung sowohl technisch als auch finanziell starke Unterschiede aufweisen (siehe Entscheidung IV/M 469 - MSG Media Service). Der NSD-Zusammenschluß wird zu einer Neuorganisation der vorhandenen Transponderkapazität, nicht jedoch zu einer Ausweitung der für Zuschauer in den nordischen Ländern geeigneten Satellitentransponderkapazität führen. ii) Verteilung von Pay-TV- und anderen verschlüsselten Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte (58) In diesem Markt (im folgenden als "DTH-Verteilung" bezeichnet) vertreibt der Anbieter von Pay-TV- und anderen verschlüsselten Programmen die Programme oder Programmpakete an direktempfangende Haushalte und bietet diesen die dazu erforderlichen Chipkarten an. In den nordischen Ländern vertreiben die meisten Anbieter die Programme in Paketen, von denen einige bis zu 25 Programme aller Art enthalten. In der Regel wird ein "Basispaket" angeboten, das gemischtfinanzierte Pay-TV-Programme und Werbefernsehprogramme umfaßt. Der Kunde kann zusätzliche Programme in das Paket aufnehmen. In den nordischen Ländern werden mehrere Pay-TV-Programme und andere verschlüsselte Programme angeboten. (59) Zur Zeit sind in den nordischen Ländern drei bedeutende Anbieter tätig: Multichoice (ein Vertriebsunternehmen im Besitz von FilmNet) und die Vertriebsgesellschaften von Kinnevik und NT. Es ist beabsichtigt, die DTH-Verteilung von Fernsehprogrammen durch NSD ausschließlich über die Vertriebsunternehmen der Muttergesellschaften vorzunehmen (siehe Randnummer 40, 41 und 42). (60) Der Markt für die DTH-Verteilung hat ein großes Wachstumspotential. Im Vergleich zur Übertragung in Kabelnetzen stellt der Direktempfang zur Zeit das kleinere Marktsegment dar (siehe Randnummer 62). (. . . . es gibt) etwa 720 000 direktempfangende Haushalte in den nordischen Ländern (360 000 in Schweden, 170 000 in Dänemark, 160 000 in Norwegen und 30 000 in Finnland). Die beteiligten Unternehmen gehen aber bis Ende 1998 von (. . . .) Millionen direktempfangenden Haushalten in den nordischen Ländern aus. iii) Betrieb von Kabelfernsehnetzen (61) Die Kabelnetzbetreiber bieten den angeschlossenen Haushalten Netzwartung, Vertrieb und Vermarktung der Fernsehprogramme als Dienstleistungen an. Außerdem bieten sie auch den an SMATV-Anlagen angeschlossenen Haushalten Fernsehprogramme an. Haushalte, die Pay-TV-Programme empfangen möchten, mieten in der Regel von den Kabelfernsehbetreibern einen Decoder. Diese unterhalten jedoch in der Regel ihr eigenes Abonnentenverwaltungs- und -autorisierungssystem, das auf einem eigenen Verschlüsselungssystem beruht, und sie bieten diese Dienstleistungen Sendern an, die Pay-TV- oder andere verschlüsselte Programme im Netz übertragen wollen. (62) Aus der Sicht des Zuschauers unterscheiden sich die angebotenen Übertragungswege (terrestrisch, Direktausstrahlung und Kabel) sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht erheblich voneinander. Während der Zuschauer für die terrestrische Übertragung und das Satellitenfernsehen lediglich eine terrestrische Antenne bzw. eine Satellitenempfangsantenne auf eigene Kosten installieren muß, setzt das Kabelfernsehen ein Kabelnetz voraus, das von den Zuschauern über Kabelgebühren finanziert wird (siehe die Entscheidung in der Sache IV/M. 469 - MSG/Media Service). Wie aus der untenstehenden Tabelle ersichtlich, sind etwa 4,3 der 10 Millionen Haushalte in den nordischen Ländern an Kabelfernsehnetze und etwa 0,7 Millionen an SMATV-Anlagen, von denen einige von Kabelfernsehbetreibern versorgt werden, angeschlossen. >PLATZ FÜR EINE TABELLE> (63) Satellitenfernsehen wird in den nordischen Ländern zur Zeit überwiegend über Kabelfernsehnetze übertragen. Der Kabelfernsehmarkt hat jedoch einen Sättigungspunkt erreicht und wächst gegenwärtig nur wenig. Schätzungen gehen davon aus, daß nicht mehr als 50 bis 60 % der 10 Millionen Fernsehhaushalte in den nordischen Ländern in absehbarer Zukunft an das Kabelnetz angeschlossen sein werden, hauptsächlich weil das schwierige Gelände und die geringe Bevölkerungsdichte in großen Gebieten die Verkabelung unwirtschaftlich machen. Man könnte nun einwenden, daß eine bestimmte Wettbewerbsbeziehung zwischen dem Kabelfernsehmarkt und dem Markt für Satellitendirektempfang besteht. Viele der zur Zeit nicht an das Kabelnetz angeschlossenen Haushalte in den nordischen Ländern werden jedoch in absehbarer Zukunft nicht die Wahl zwischen Kabelnetzanschluß und Satellitendirektempfang haben. Die Auswahl der Haushalte wird in einigen Fällen zusätzlich dadurch beschränkt, daß die Installation von Satellitenempfangsantennen aus Gründen des Erscheinungsbilds vom Hauseigentümer oder, bei Eigentumswohnungen, von der Wohnungseigentümergemeinschaft untersagt wird. Zudem ist ein Haushalt, der bereits an das Kabelnetz angeschlossen ist oder über eine Satellitenempfangsantenne verfügt, in der Regel nicht bereit, noch in eine andere Übertragungsart zu investieren (mobilitätshemmender Effekt). Aus diesen Gründen ist der Betrieb von Kabelnetzen daher als selbständiger relevanter Markt anzusehen. (64) Der nordische Kabelfernsehmarkt umfaßt eine Anzahl von Kabelnetzen unterschiedlicher Größe, die jeweils aus mehreren separaten Kabeleinheiten bestehen. Der Kabelnetzbetreiber verfügt in der Regel an den einzelnen Kopfstationen über Satellitenempfangsantennen, die auf alle relevanten Satelliten ausgerichtet sind. VII. DER RÄUMLICH RELEVANTE MARKT i) Bereitstellung von Transponderkapazität für die Satellitenübertragung von Fernsehprogrammen und damit verbundenen Diensten für Fernsehsender (65) Jeder Sender, der seine Programme in einem bestimmten Gebiet ausstrahlen möchte, braucht einen Transponder, dessen Ausleuchtzone - der Ausschnitt der Erdoberfläche, in dem die via Satellit übertragenen Fernsehsignale von direktempfangenden Haushalten mit Standardempfangsanlagen empfangen werden können - den entsprechenden geographischen Raum erfaßt. (66) Rein technisch gesehen können die Haushalte in den nordischen Ländern Signale von allen europäischen Satelliten empfangen. Die Empfangsqualität hängt von der Größe der Empfangsantenne und der Stärke des Transpondersignals ab. Da der Größe solcher Antennen jedoch aus wirtschaftlichen und ästhetischen Gründen grundsätzlich Grenzen gesetzt sind, dürften die direktempfangenden Haushalte in Nordeuropa in der Regel über Anlagen verfügen, mit denen sich nur Signale von ganz bestimmten Satellitenpositionen empfangen lassen. Ganz anders ist die Situation der Kabelnetzbetreiber, die weder den wirtschaftlichen noch den ästhetischen Beschränkungen der Direktempfänger unterliegen; sie dürften in der Lage sein, Signale von nahezu allen europäischen Satellitenpositionen zu empfangen. (67) Ein Kriterium für die Definition der geographischen Reichweite von Transpondern für die Übertragung von Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte ist die Frage, wie groß eine Antenne sein muß, um einen guten Empfang von Signalen der betreffenden Transponder zu gewährleisten. Den technischen Angaben der (. . . .) zufolge hat die Eigentümerin der Astra-Satelliten, die Société Européenne des Satellites (SES), ihre wichtigsten Märkte als Zonen definiert, in denen die Signale von Satellitenempfangsantennen mit einem Durchmesser von bis zu 60 cm empfangen werden können. Legt man diese Antennengröße zugrunde, dann sind für nordische Zuschauer die nordischen Satelliten (Intelsat 702, Thor und TV-Sat sowie Sirius und Tele X), die Astra-Satelliten und die Satelliten von Eutelsat maßgeblich. (68) Die Transponder der nordischen Satelliten haben Ausleuchtzonen, die es allen nordischen Haushalten mit 60-cm-Antennen erlauben, die ausgesandten Signale zu empfangen. Astra und Eutelsat spielen in Nordeuropa ebenfalls eine Rolle, da ihre Transpondersignale in ganz Dänemark, in Südnorwegen und in Südschweden von direktempfangenden Haushalten mit 60-cm-Antennen empfangen werden können. In Finnland ist der Empfang mit einer solchen Antenne nicht möglich. (69) Aus technischer Sicht sind Astra- und Eutelsat-Transponder für Fernsehsender, die nur den dänischen Markt abdecken möchten, sicher genauso wichtig wie die Transponder der nordischen Satelliten. Für Sender aber, die ganz Nordeuropa anvisieren, dürften Transponder, die lediglich Teile dieses Marktes abdecken, nicht attraktiv genug sein. Für sie dürften die Transponder auf NSD-Satelliten einerseits und auf Astra und Eutelsat andererseits nur beschränkt austauschbar sein. Dieser Befund wird gestützt durch Angaben der (. . . .), aus denen hervorgeht, daß es vor der Positionierung der nordischen Satelliten keine Transponderkapazität mit einer optimalen Ausleuchtzone für die nordischen Länder gab. (70) Es darf auch nicht außer acht gelassen werden, daß es sich bei Astra und Eutelsat anders als bei den nordischen Satelliten um internationale Unternehmungen mit Schwerpunkt in Zentraleuropa handelt. Nach Informationen der (. . . .) werden die Gebühren für die Miete eines Transponders auf Astra oder Eutelsat (. . . .) höher sein als auf den nordischen Satelliten. Erhält NSD einen entsprechend großen Preisabstand aufrecht, sind Astra- und Eutelsat-Transponder für Sender, die aktiv am Wettbewerb auf dem nordischen Markt teilhaben möchten, keine Alternative. (71) Im vorliegenden Fall jedoch sind technische Fragen in bezug auf Ausleuchtzone, Antennengröße oder Transponderpreis für die Eingrenzung des räumlich relevanten Markts insofern unerheblich, als mit dem Zusammenschluß für Anbieter von auf ein nordisches Publikum zugeschnittener Transponderkapazität so hohe Markteintrittsschranken errichtet werden, daß die Fusion selbst zur Schaffung eines getrennten nordischen Marktes führt. In der wettbewerblichen Würdigung wird nachgewiesen, daß NSD durch die Kontrolle über die Transponderkapazitäten und seine Verbindungen zur Kinnevik-Gruppe als wichtigem Anbieter und Verteiler nordischer Fernsehprogramme sowie durch seine Verbindungen zu den großen Kabelnetzbetreibern TD und NT in der Lage sein wird, andere Satellitenbetreibergesellschaften von der Vermietung von Transpondern an Sender, die ein nordisches Publikum ansprechen möchten, auszuschließen. ii) Verteilung von Satelliten-Pay-TV und anderen verschlüsselten Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte (72) DTH-Dienste sind Einzelkundengeschäfte mit Direktkontakt zum Zuschauer vor Ort; FilmNet, Kinnevik und NT unterhalten nationale Gesellschaften, die solche Dienste anbieten. Die Vermarktung erfolgt innerhalb des jeweiligen Landes. Außerdem wird der nordische Markt durch den Zusammenschluß gegen neue Verteilergesellschaften abgeschottet, da es in der Praxis für potentielle neue Anbieter im Markt unmöglich sein wird, eine Chipkarte mit einem attraktiven Programmpaket einzuführen (siehe Randnummern 138 bis 141). Räumlich relevant dürften einzelstaatliche Märkte sein, doch ist es für die wettbewerbliche Würdigung unerheblich, ob es sich hier um mehrere nationale Märkte oder einen nordischen Markt handelt, so daß diese Frage offengelassen werden kann. iii) Betrieb von Kabelnetzen (73) Der Wettbewerb zwischen Netzbetreibern um Anschlüsse wird, was die Absatzförderung betrifft, landesweit ausgetragen. Dies gilt insbesondere für Dänemark. Kabelnetzbetreiber verschiedener Länder arbeiten unter unterschiedlichen geographischen, absatzstrategischen und rechtlichen Marktbedingungen. Der Kabelfernsehmarkt ist somit ein nationaler Markt. VIII. WETTBEWERBLICHE WÜRDIGUNG (74) Der Zusammenschluß betrifft im wesentlichen folgende Einzelmärkte: A. Bereitstellung von Transponderkapazität für die Satellitenübertragung von Fernsehprogrammen und damit verbundenen Diensten für Fernsehsender; B. Betrieb von TV-Kabelnetzen; C. Verteilung von Satelliten-Pay-TV und anderen verschlüsselten Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte. Der Zusammenschluß wird sich auf die betroffenen Märkte sowohl horizontal als auch - durch die geschaffenen Verbindungen - vertikal auswirken. Er verschafft NSD die Kontrolle über eine komplette Infrastruktur für Fernsehangebote in Nordeuropa und das Recht zur Übertragung von einigen der wichtigsten Fernsehprogramme der Region. Die wettbewerbliche Würdigung befaßt sich zunächst mit den Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Markt für Transponderkapazitäten (Abschnitt A). Anschließend wird auf die Folgen der Fusion für den Kabelfernsehmarkt (Abschnitt B) und für die Verteilung von Satelliten-Pay-TV und anderen verschlüsselten Fernsehprogrammen an direktempfangende Haushalte (Abschnitt C) eingegangen. In Abschnitt D geht es um Fragen im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen und technischen Fortschritt, und Abschnitt E behandelt Zusagen, welche die Parteien vorschlagen. Die Schlußfolgerungen der Kommission finden sich in Abschnitt F. A. BEREITSTELLUNG VON TRANSPONDERKAPAZITÄT FÜR DIE SATELLITENÜBERTRAGUNG VON FERNSEHPROGRAMMEN UND DAMIT VERBUNDENEN DIENSTEN FÜR FERNSEHSENDER A.1. Marktstruktur und Kapazitäten a) Auf der nordischen Hot-Bird-Position verfügbare Transponderkapazitäten (75) Zur Zeit befinden sich fünf Satelliten auf der Position 1° West und 5° Ost: - Thor mit fünf Transpondern (. . . . Anzahl Transponder, die für NSD-Kanäle genutzt werden soll . . . .), - Intelsat mit zehn Transpondern (. . . . Anzahl Transponder, die für NSD-Kanäle genutzt werden soll . . . .), - TV-Sat mit fünf Transpondern (. . . . Anzahl Transponder, die für NSD-Kanäle genutzt werden soll . . . .), - Sirius, im Besitz des schwedischen öffentlichen Unternehmens NSAB, mit fünf Transpondern (. . . . Anzahl Transponder, die für NSD-Kanäle genutzt werden soll . . . .), - Tele-X, im Besitz von NSAB, mit fünf Transpondern (. . . . Anzahl Transponder, die für NSD-Kanäle genutzt werden soll . . . .). Telenor ist Eigentümer und Betreiber des Satelliten Thor mit der Orbitposition 1° West. Das Unternehmen hat ferner von der Deutschen Telekom den Satelliten TV-Sat gemietet und sich alle Transponder auf Intelsat reserviert; auch diese beiden Satelliten sind auf 1° West positioniert. Kinnevik und TD haben eine Vereinbarung mit der schwedischen Satellitenbetreibergesellschaft NSAB über die Miete von vier Transpondern auf Sirius und zwei Transpondern auf Tele-X getroffen; beide Satelliten befinden sich auf der Position 5° Ost. Die Vereinbarung soll noch vor der Aufnahme des Betriebs auf NSD übertragen werden. (76) Das Gemeinschaftsunternehmen und seine Muttergesellschaften werden direkt oder indirekt die meisten auf der nordischen Hot-Bird-Position verfügbaren Kapazitäten kontrollieren. Von den insgesamt 30 auf 1° West und 5° Ost positionierten Transpondern wird NSD 19 sofort anmieten. b) Von Astra und Eutelsat ausgehender Wettbewerb (77) Die beteiligten Unternehmen stehen auf dem Standpunkt, daß die Satelliten Astra und, in geringerem Maß, Eutelsat tatsächlich mit den nordischen Satelliten konkurrieren, weil die direktempfangenden Haushalte in den südlichen Teilen Skandinaviens Signale von einigen Eutelsat- und Astra-Transpondern mit Standardausrüstungen empfangen können. Den Unternehmen zufolge werden derzeit mehr als 50 Transponder auf Astra und Eutelsat für die Übertragung von Fernsehprogrammen verwendet, die sich an ein nordisches Publikum richten oder für dieses von Interesse sind. (78) Es trifft zu, daß gegenwärtig rund 70 % der direktempfangenden Haushalte in den nordischen Ländern ihre Antennen auf Astra ausgerichtet haben. Wahr ist auch, daß so gut wie alle Kabelnetzbetreiber ihre Antennen auf Astra und Eutelsat ausgerichtet haben. Dennoch ist zu bedenken, daß bis auf die vier Kinnevik-Kanäle und einen von Astra für nordische Zuschauer übertragenen Pay-TV-Kanal alle über Astra und Eutelsat laufenden Programme fremdsprachig und für nichtnordische Zielländer bestimmt sind. Einige dieser Kanäle wie Eurosport und MTV Europe mögen durchaus auch für nordische Haushalte interessant sein; ebensowenig ist auszuschließen, daß andere Kanäle - wie die deutschsprachigen Programme in Süddänemark - in bestimmten Gebieten populär sind. Trotzdem erfreuen sich die inländischen Programme noch immer der weitaus größten Beliebtheit. Die Landessprache gibt bei der Wahl eines Kanals den stärksten Ausschlag, und um im Fernsehen kosteneffektiv werben zu können, müssen die Unternehmen auf die inländischen Fernsehkanäle zurückgreifen. (79) Hinzu kommt, daß die zentraleuropäisch orientierten Betreibergesellschaften von Astra und Eutelsat bislang kein allzu großes Interesse am nordischen Raum gezeigt haben, der zudem nur zum Teil von ihren Satelliten ausgeleuchtet wird. Die Ausleuchtzonen der von NSD kontrollierten Satelliten haben dagegen vor allem das nordische Publikum im Visier. Sender, die Transponder von NSD-Satelliten benutzen, werden demnach gegenüber Wettbewerbern ohne entsprechenden Zugang im Vorteil sein. In jedem Fall jedoch dürften nach dem Zusammenschluß die Betreibergesellschaften von Astra und Eutelsat nicht ernsthaft als Transpondervermittler für Sender, die ein nordisches Publikum ansprechen wollen, um die Hot-Bird-Position von NSD konkurrieren. Die Gründe dafür sind: i) die Bedeutung des Kinnevik-Programmangebots Durch seine Verbindung zur Kinnevik-Gruppe und deren Sendertätigkeit wird NSD in der Lage sein, einige in Nordeuropa sehr beliebte Fernsehprogramme exklusiv anzubieten mit der Folge, daß die meisten direktempfangenden Haushalte ihre Antennen auf NSD-Satelliten ausrichten werden. ii) die Verbindung zu Kinnevik als großer Verteilergesellschaft Die Aufnahme in das Satellitenprogrammpaket von Viasat wird wegen der Popularität der darin enthaltenen Kinnevik-Kanäle für Sender, die den nordischen DTH-Markt im Visier haben, lebenswichtig sein. Nach der Fusion wird Viasat die über NSD-Satelliten empfangbaren Kanäle exklusiv vertreiben. Um in das Viasat-Programmpaket aufgenommen zu werden, müssen sich interessierte Sender daher einen Platz auf den NSD-Satelliten sichern. iii) die Verbindung zu den Gründerunternehmen als bedeutenden Kabelnetzbetreibern Aufgrund der Verbindungen zwischen NSD und den großen Kabelnetzbetreibern TD und NT muß jeder über Astra oder Eutelsat ausstrahlende Fernsehsender damit rechnen, zu weiten Teilen der nordischen Kabelnetze keinen Zugang zu erhalten. iv) der Preisunterschied (. . . .). v) die fehlende Kapazität auf Astra und Eutelsat Die gesamte Transponderkapazität auf Astra und Eutelsat ist derzeit belegt. zu i) Die Bedeutung des Kinnevik-Programmangebots (80) Die beteiligten Unternehmen nützen die Verbindungen, die zwischen der u. a. als Fernsehsender tätigen Kinnevik-Gruppe und NSD als Anbieter von Transponderdiensten bestehen, aus, um eine nordische Hot-Bird-Position zu errichten. NSD wird ein Paket mit rund (15-30) Programmen anbieten, das die TV3-Kanäle der Kinnevik-Gruppe einschließt. Diese Kanäle werden beim Aufbau der nordischen Hot-Bird-Position eine wichtige Rolle spielen. Ursprünglich wurden die TV3-Kanäle - in Schweden seit 1989, in Dänemark und Norwegen seit 1991 - über Astra ausgestrahlt. In diesen Ländern erfreuen sie sich inzwischen sehr großer Beliebtheit. Laut Aussage der beteiligten Unternehmen können die TV3-Kanäle von gut der Hälfte aller schwedischen, norwegischen und dänischen Haushalte empfangen werden. Nach Auskunft von Kabelgesellschaften sehen sich mehr als 70 % ihrer Kunden regelmäßig TV3 an, das in allen drei Ländern jeweils zu den vier beliebtesten Fernsehprogrammen zählt. Für die Kabelnetzbetreiber ist TV3 eigenen Angaben zufolge nach den nationalen, terrestrisch ausgestrahlten Kanälen grundsätzlich das wichtigste Programm. Die Verbraucher in den nordischen Ländern können die jeweiligen nationalen Kanäle empfangen, ohne eine Satellitenantenne erwerben oder einen Kabelanschluß abonnieren zu müssen. Antennen für den Satellitenempfang oder ein Kabelanschluß ist daher nur für Haushalte interessant, die zusätzliche Kanäle und vor allem TV3 empfangen möchten. (81) Ferner werden die beteiligten Unternehmen demnächst in der Lage sein, das Programmpaket um zusätzliche, attraktive Fernsehkanäle zu erweitern. Kinnevik verfügt mit TV6, TVG und Z-TV über drei weitere Kanäle, die ebenfalls exklusiv über Transponder auf NSD-Satelliten übertragen werden sollen. (82) Astra dürfte nach dem Zusammenschluß nicht zu den wichtigen Anbietern von Satellitenfernsehprogrammen auf dem nordischen Markt zählen. Derzeit werden über fünf Astra-Transponder nordische Programme übertragen, über Eutelsat dagegen kein einziges nordisches Programm. Kinnevik hat vier der fünf mit nordischen Programmen belegten Transponder auf Astra für seine drei TV3-Kanäle in Dänemark, Schweden und Norwegen sowie für den Kanal TV1000 gemietet. (. . . . . . .). (83) Die vier Astra-Transponder, die Kinnevik (. . . . . . .). (84) Mit Eurosport, Discovery, Children's Channel, CNN Int. und MTV Europe wird NSD in den nordischen Ländern überdies die beliebtesten fremdsprachigen Fernsehkanäle anbieten, die über Astra übertragen werden. Die (. . . . . . .) Kanäle sollen in einer für das nordische Publikum ansprechenderen Fassung im NSD-Programmpaket ausgestrahlt werden. (. . . . . . .) erwägen auch andere internationale Sender, ihre Programme in - mit Untertiteln versehenen oder synchronisierten - nordischen Fassungen auszusenden. Auch diese Kanäle w

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.