Europäische Union

2006/781/EG: Beschluss der Kommission vom 15. November 2006 zur Einstellung des Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Kathodenstrahlröhren für Farbfernsehempfangsgeräte mit Ursprung in der Volksrepublik China, der Republik Korea, Malaysia und Thailand

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% 61  % Index (2002 = 100) 100 104 97 75 (86) Die Kapazitätsauslastung bewegte sich in den Jahren 2002 und 2003 zwischen 80 % und 85 %, fiel im UZ aber plötzlich auf 61 %. c)   Lagerbestände (87) Von 2002 bis zum UZ gab es große Schwankungen bei den Lagerbeständen an Fertigerzeugnissen. Aufgrund der guten Konjunktur, die 2002 und 2003 noch für dieses Erzeugnis herrschte, wurden die Lagerbestände zunächst radikal abgebaut, nahmen aber Ende 2004 wegen des plötzlichen Nachfrageeinbruchs wieder stark zu. Im UZ wurde die Produktion heruntergefahren nach unten korrigiert und die Lagerbestände pendelten sich auf einem akzeptablen Niveau ein.   2002 2003 2004 UZ Endbestand (in Stück) 627 641 56 996 943 655 278 406 Index (2002 = 100) 100 9 150 44 d)   Verkaufsmengen (88) Die Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft aus eigener Produktion auf dem Gemeinschaftsmarkt an unabhängige Abnehmer stiegen 2003 zunächst um 6 % und 2004 um weitere 16 Prozentpunkte, gingen im UZ aber um 6 Prozentpunkte zurück. Insgesamt nahmen die Verkaufsmengen im Bezugszeitraum um 16 % zu. Die große Differenz zwischen den produzierten Mengen und den Inlandsverkäufen ist dadurch zu erklären, dass der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft rund zwei Drittel seiner Produktion außerhalb der Gemeinschaft absetzt.   2002 2003 2004 UZ Verkaufsmengen der Gemeinschaft an unabhängige Abnehmer (in Stück) 2 645 562 2 814 515 3 229 069 3 078 543 Index (2002 = 100) 100 106 122 116 e)   Marktanteil (89) Der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft nahm zwischen 2002 und dem UZ kontinuierlich zu, insgesamt um 10 Prozentpunkte. Konkret lag er 2002 bei fast 28 %, stieg 2003 auf 30 %, 2004 auf ca. 32 % und erreichte im UZ schließlich knapp 38 %. Der wachsende Marktanteil ist vor dem Hintergrund des unter Randnummer 69 beschriebenen zurückgehenden Gemeinschaftsverbrauchs zu sehen.   2002 2003 2004 UZ Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft 27,7  % 30,0  % 32,2  % 37,7  % Index (2002 = 100) 100 108 116 136 f)   Wachstum (90) Von 2002 bis zum UZ, als der Gemeinschaftsverbrauch um 14 % sank, stiegen die Verkaufsmengen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft auf dem Gemeinschaftsmarkt um 16 %. In diesem Zeitraum vergrößerte der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft seinen Marktanteil um rund 10 Prozentpunkte, während sich der Marktanteil der gedumpten Einfuhren um rund 2,4 Prozentpunkte erhöhte. g)   Beschäftigung (91) Die Beschäftigung im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft verringerte sich zwischen 2002 und dem UZ um 10 %. Von 2002 bis 2003 betrug dieser Rückgang 4 %, 2004 nahm die Beschäftigung dagegen um 6 Prozentpunkte zu, fiel aber im UZ, teilweise aufgrund des Produktionsrückgangs, wieder um 12 Prozentpunkte.   2002 2003 2004 UZ Beschäftigung (in Personen) 9 604 9 254 9 805 8 632 Index (2002 = 100) 100 96 102 90 h)   Produktivität (92) Die Produktivität im Wirtschaftszweig der Gemeinschaft, ausgedrückt als Output (Stückzahl) je Beschäftigten und Jahr, stieg 2003 um 12 %, legte 2004 um weitere 6 Prozentpunkte zu, bis sie im UZ wieder um 12 Prozentpunkte sank. Angesichts des plötzlichen Markteinbruchs im UZ wurde die Produktion unverzüglich gedrosselt, die Beschäftigtenzahlen wurden jedoch, wie allgemein zu beobachten ist, langsamer angepasst, was zu dem erwähnten Produktivitätsverlust führte.   2002 2003 2004 UZ Produktivität (in Stück je Beschäftigten) 1 013 1 131 1 192 1 075 Index (2002 = 100) 100 112 118 106 i)   Löhne (93) Der Durchschnittslohn je Beschäftigten im UZ veränderte sich gegenüber dem Wert von 2002 kaum. Im Einzelnen sank er 2003 um 11 %, 2004 um weitere 2 Prozentpunkte und stieg dann im UZ nochmals um 14 Prozentpunkte.   2002 2003 2004 UZ Jährliche Arbeitskosten je Beschäftigten (in 1000 EUR) 11 10 10 11 Index (2002 = 100) 100 89 87 101 j)   Verkaufspreise und Faktoren, die die Inlandspreise beeinflussen (94) Die Stückpreise für Verkäufe der Gemeinschaftsproduktion an unabhängige Abnehmer auf dem Gemeinschaftsmarkt gingen von 2002 bis zum UZ kontinuierlich um insgesamt 42 % zurück. Im Einzelnen sanken die Preise 2003 um 25 %, 2004 um weitere 9 Prozentpunkte und im UZ nochmals um 8 Prozentpunkte. Die Untersuchung ergab, wenn überhaupt, eine geringfügige Unterbietung der Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft durch die gedumpten Einfuhren. Bei bestimmten Modellen übertraf die Preisunterbietung die unter Randnummer 82 genannten durchschnittlichen Unterbietungsschwellen.   2002 2003 2004 UZ Stückpreis auf dem Gemeinschaftsmarkt (EUR/Stück) 66 49 44 38 Index (2002 = 100) 100 75 66 58 k)   Rentabilität und Kapitalrendite (RoI) (95) Während des Bezugszeitraums nahm die Rentabilität der Verkäufe der Gemeinschaftsproduktion auf dem Gemeinschaftsmarkt, ausgedrückt in Prozent der Nettoverkäufe, ständig ab. Die Rentabilität sank von 24 % im Jahr 2002 auf rund 18 % 2003 und auf ca. 10 % im Jahr 2004. Im UZ fiel die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft mit 3,6 % ins Minus.   2002 2003 2004 UZ Rentabilität der Gemeinschaftsverkäufe an unabhängige Abnehmer (in % der) 24,0  % 18,2  % 10,1  % –3,6  % RoI (Gewinn in % des Nettobuchwerts der Investitionen) 17,5  % 9,1  % 5,7  % –2,1  % (96) Die Entwicklung der Kapitalrendite (RoI), ausgedrückt als Gewinn in Prozent des Nettobuchwerts der Investitionen, folgte im Wesentlichen dem oben beschriebenen Rentabilitätstrend. Die Kapitalrendite sank von 17 % im Jahr 2002 auf -2,1 % im UZ. l)   Cashflow und Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten (97) Der Nettocashflow aus betrieblicher Tätigkeit ging im gesamten Bezugszeitraum ebenfalls zurück. Er fiel von 175 Mio. EUR 2002 auf rund 125 Mio. EUR 2003, stieg 2004 wieder auf 141 Mio. EUR, bevor er im UZ auf fast – 25 Mio. EUR einbrach. Die Lage verschlechterte sich so dramatisch, dass zwei Unternehmen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft in der ersten Hälfte 2006 Konkurs anmeldeten (vgl. Randnummer 67). Lediglich Thomson konnte bei seiner Muttergesellschaft Kapital beschaffen und so eine ernsthaftere Finanzkrise vermeiden. Ekranas und Ecimex gelang dies nicht. In Zukunft ist die Möglichkeit des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft zur Kapitalbeschaffung durch die schlechten Nachfrageperspektiven offensichtlich ernsthaft gefährdet.   2002 2003 2004 UZ Cashflow (in 1000 EUR) 175 468 124 804 140 548 –24 626 m)   Investitionen (98) Die jährlichen Investitionen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft in die Herstellung der betroffenen Ware ging von 2002 bis zum UZ ständig zurück. Sie sanken 2003 um 14 %, 2004 um weitere 25 Prozentpunkte und im UZ schließlich noch einmal um 40 Prozentpunkte.   2002 2003 2004 UZ Nettoinvestitionen (in 1000 EUR) 81 445 69 807 49 426 16 996 Index (2002 = 100) 100 86 61 21 n)   Höhe der Dumpingspanne (99) Die Auswirkungen der Höhe der tatsächlichen Dumpingspanne auf den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft können angesichts des Volumens und der Preise der Einfuhren aus den betroffenen Ländern nicht als unerheblich angesehen werden. o)   Erholung von früherem Dumping (100) Mit der Verordnung (EG) Nr. 2313/2000 des Rates (6) wurden Antidumpingmaßnahmen gegenüber Einfuhren bestimmter Kathodenstrahlröhren für Farbfernsehempfangsgeräte mit Ursprung in Indien und der Republik Korea eingeführt. Diese Maßnahmen liefen am 21. Oktober 2005 aus. Diese Maßnahmen betrafen jedoch lediglich eins der vier von diesem Verfahren betroffenen Länder und von den fünf unter Randnummer 12 genannten KN-Codes lediglich einen Teil des KN-Codes 8540 11 11 . Informationshalber sei angemerkt, dass unter KN-Code 8540 11 11 rund 20 % der Waren eingereiht werden, die unter die Warendefinition dieses Verfahrens fallen. Angesichts der unterschiedlichen Situationen ist es schwer, Schlussfolgerungen zur Erholung von früherem Dumping zu ziehen. 5.   Schlussfolgerung zur Schädigung (101) Von 2002 bis zum UZ sanken die gedumpten Einfuhren der betroffenen Ware mit Ursprung in den betroffenen Ländern um 3 %, ihr Anteil am Gemeinschaftsmarkt stieg dagegen um rund 2,4 Prozentpunkte. Die durchschnittlichen Einfuhrpreise für die gedumpten Waren aus den betroffenen Ländern lagen Eurostat-Daten zufolge im Bezugszeitraum im Allgemeinen unter den Preisen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft. Gleichwohl lagen die Preise der Einfuhren aus den betroffenen Ländern nicht wesentlich unter denen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft. Wie bereits unter Randnummer 82 erwähnt, betrug die Preisunterbietung gemessen an einem gewogenen Durchschnitt je nach betroffenem Land und Ausführer im Bezugszeitraum zwischen – 37 % und 13 %. Gleichwohl weisen Eurostat-Daten darauf hin, dass in den Jahren vor dem UZ die Preise der gedumpten Einfuhren aus den betroffenen Ländern erheblich niedriger waren als die Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft. (102) Die Untersuchung zeigte eine deutliche Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft während des Bezugszeitraums. Zunächst meldeten zwei der drei Unternehmen, die den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft bilden, in der ersten Jahreshälfte 2006 Konkurs an. Ferner entwickelten sich die meisten Schadensindikatoren von 2002 bis zum UZ negativ: die Produktionsmenge ging um 5 % zurück, die Kapazitätsauslastung sank um 25 %, die Beschäftigung nahm um 10 % ab, die Verkaufspreise pro Stück fielen um 42 %, Rentabilität, RoI und Cashflow verschlechterten sich deutlich und die Investitionen wurden um 79 % zurückgeschraubt. Die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft verschlechterte sich abrupt, vornehmlich im UZ. Vorher lag die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft noch bei komfortablen 10 %. (103) Einige Indikatoren entwickelten sich von 2002 bis zum UZ dem Anschein nach positiv. Die Produktionskapazität stieg um 28 %, die Verkäufe des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft auf dem Gemeinschaftsmarkt nahmen um 16 % zu, und der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft vergrößerte sich um 10 Prozentpunkte. Diese Entwicklungen konnten jedoch die Finanzkrise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft nicht verhindern, die letztlich zum Konkurs zweier Gemeinschaftshersteller führte. (104) Aus dieser Analyse zieht die Kommission daher den Schluss, dass der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft eine bedeutende Schädigung im Sinne des Artikels 3 Absatz 5 der Grundverordnung erlitt. E.   SCHADENSURSACHE 1.   Einleitung (105) Gemäß Artikel 3 Absätze 6 und 7 der Grundverordnung prüfte die Kommission, ob die gedumpten Einfuhren den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft in einem solchen Ausmaß schädigten, dass diese Schädigung als bedeutend bezeichnet werden kann. Neben den gedumpten Einfuhren wurden auch andere bekannte Faktoren, die gleichzeitig zu einer Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft geführt haben könnten, geprüft, um sicherzustellen, dass eine etwaige durch diese anderen Faktoren verursachte Schädigung nicht den gedumpten Einfuhren zugerechnet wurde. 2.   Auswirkungen der gedumpten Einfuhren (106) Im UZ hatten die gedumpten Einfuhren aus den vier betroffenen Ländern einen Marktanteil von 19,4 %. Von 2002 bis zum UZ sank das Volumen der gedumpten Einfuhren der betroffenen Ware mit Ursprung in den betroffenen Ländern um rund 3 %, ihr Anteil am Gemeinschaftsmarkt stieg dagegen um ungefähr 2,3 Prozentpunkte, weil der Verbrauch noch stärker abnahm als die Einfuhren. Es sei gleichwohl darauf hingewiesen, dass sowohl das Volumen der gedumpten Einfuhren als auch ihr Marktanteil 2003 ihren Höchststand erreichten, danach aber bis zum UZ stark zurückgingen. Im UZ war der Marktanteil der gedumpten Einfuhren gegenüber 2003 um 5,5 Prozentpunkte geschrumpft. (107) Die durchschnittlichen Einfuhrpreise für die gedumpten Waren aus den betroffenen Ländern lagen Eurostat-Daten zufolge im Bezugszeitraum im Allgemeinen unter den Preisen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und dürften diese gedrückt haben. Die Einfuhrpreise sanken ebenfalls deutlich zwischen 2002 und 2004, erholten sich aber, wie unter Randnummer 81 erwähnt, im UZ um 12 Prozentpunkte. Da auch der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft seine Verkaufspreise im Bezugszeitraum schrittweise gesenkt hatte, lagen die Preise der Einfuhren aus den betroffenen Ländern im Modellvergleich im UZ nicht wesentlich unter den Preisen des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft. Die Preise lagen gemessen an einem gewogenen Durchschnitt je nach betroffenem Land und Ausführer im Bezugszeitraum zwischen 37 % über und 13 % unter den Gemeinschaftspreisen. Auch wenn man kaum von Preisunterbietung sprechen kann, so liegt auf jeden Fall eine Zielpreisunterbietung vor. (108) Wie bereits unter Randnummer 102 erwähnt, gibt es eine große Diskrepanz zwischen der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft im Zeitraum 2002/2003 und seiner Lage im UZ. Die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft verschlechterte sich urplötzlich, nämlich vor allem im UZ. Vor dem UZ lag die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft noch über 10 %, und die meisten Schadensindikatoren zeigten eine positive Entwicklung. Im Einzelnen stellte sich die Lage wie folgt dar: Zwischen 2002 und 2004 wurde die Produktionskapazität um 23 % ausgebaut, das Produktionsvolumen nahm um 20 % zu, der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft steigerte sein Absatzvolumen auf dem Gemeinschaftsmarkt um 22 %, und zu einer Zeit, als der Markt noch weiter wuchs, vergrößerte sich der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft von rund 28 % auf ungefähr 32 %. Sogar als der Markt während des UZ in einem Jahr um 20 % einbrach, steigerte der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft seinen Marktanteil noch auf 38 %. (109) Ferner sei darauf hingewiesen, dass der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft 2002 und 2003 seine höchste Rentabilität verzeichnete, in einem Zeitraum, in dem die Verkaufspreise bereits deutlich fielen, sein Marktanteil auf den Tiefststand sank und die gedumpten Einfuhren ihren Höchststand erreichten. Die Rentabilität ging erst im UZ zurück, als der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft am größten war, die Menge der gedumpten Einfuhren abnahm und die Preise der gedumpten Einfuhren stiegen. (110) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die gedumpten Einfuhren von 2002 bis zum UZ die Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft unter Druck gesetzt und seine Gesamtsituationen negativ beeinflusst haben können. Wie bereits unter den Randnummern 108 und 109 festgestellt, trat im UZ eine plötzliche und dramatische Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ein, von dem in den Jahren vor dem UZ noch gemischte Signale ausgingen. Vor dem UZ lag die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft noch bei über 10 %. Ebenso zeigten die meisten anderen Schadensindikatoren bis zum UZ eine positive Entwicklung. Zwischen 2002 und 2004 wurde die Produktionskapazität um 23 % ausgebaut, das Produktionsvolumen nahm um 20 % zu, der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft steigerte seinen Absatz auf dem Gemeinschaftsmarkt um 22 %, und zu einer Zeit, als der Markt noch weiter wuchs, vergrößerte sich der Marktanteil des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft von rund 28 % auf ungefähr 32 %. Bekanntlich verzeichnete der Wirtschaftszweig der Gemeinschaft seine höchste Rentabilität 2002 und 2003, also in einem Zeitraum, in dem sein Marktanteil am kleinsten war und die gedumpten Einfuhren ihren Höchststand erreichten. Die Rentabilität des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft ging im UZ zurück, in einem Zeitraum, in dem er seinen größten Marktanteil innehatte und, nicht zu vergessen, in einem Zeitraum, in dem sowohl die Menge als auch der Marktanteil der gedumpten Einfuhren abnahmen (vgl. Randnummer 106), und die Preise der gedumpten Einfuhren anzogen. Der einzige neue Faktor für den Wirtschaftszweig der Gemeinschaft im UZ war der 20%ige Einbruch der Nachfrage. Da kein eindeutiges zeitliches Zusammentreffen zwischen der Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und den Auswirkungen der gedumpten Einfuhren festzustellen ist, bestehen ernsthafte Zweifel an der Wechselwirkung zwischen Einfuhrentwicklung und Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft. Es kann daher nicht der Schluss gezogen werden, dass die gedumpten Einfuhren an der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft einen entscheidenden Anteil hatten. 3.   Auswirkungen anderer Faktoren — Entwicklung des Verbrauchs (111) Mehrere interessierte Kreise wiesen darauf hin, dass die rückläufige Nachfrage nach CPT der Hauptgrund für die plötzliche Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft gewesen sei. (112) Wie unter Randnummer 69 bereits erwähnt, sank der Verbrauch von CPT im UZ unvermittelt um 20 %. Dieser Nachfrageeinbruch war der einzige Parameter im wirtschaftlichen Umfeld des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft, der sich entscheidend änderte. Und er fällt mit der drastischen Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft zusammen. Die Untersuchung ergab, dass der plötzliche Nachfragerückgang tatsächlich die Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft negativ beeinflusste, denn das unvermittelte Absinken der Rentabilität und des Cashflow waren über einen Kosteneffekt (der unter Randnummer 92 beschriebene Produktivitätsverlust im UZ und der Anstieg der Stückkosten bei der Produktion) und einen Preiseffekt (plötzliche Überkapazität) unmittelbar auf diesen Markteinbruch zurückzuführen. Die Tatsache, dass der erhebliche Preisrückgang von 2004 bis zum UZ nicht zu einer Absatzsteigerung führte, zeigt, dass sich im UZ die Nachfrage nach CPT völlig unabhängig von den Preisen gestaltete: Sie ging um rund 20 % zurück. (113) Die Untersuchung ergab, dass die rückläufige Nachfrage nach CPT zeitlich mit dem wachsenden Marktanteil von Fernsehempfangsgeräten mit Flachbildschirmen (Flüssigkristall- und Plasmabildschirmen) zusammenfiel, der von unter 1 % im Jahr 2002 auf 28 % im UZ sprunghaft anstieg. Diese Flachbildschirme konkurrieren direkt mit CPT und beide Waren sind austauschbar. Die LCD- und Plasmatechnologie ist zwar nicht völlig neu, aber erst im UZ sind die Preise für Flachbildschirme deutlich gesunken: von 2001 bis zum UZ um 44 %. Dadurch wurden sie einerseits für Verbraucher attraktiver, und die Nachfrage nach Fernsehempfangsgeräten mit CPT ging zurück, und andererseits gerieten die Verkaufspreise für Fernsehempfangsgeräte mit CPT unter Druck, um mit den neuen attraktiven Modellen mit Flachbildschirmen konkurrieren zu können. 2005 hatten beispielsweise Geräte mit Flachbildschirmen am Gesamtwert aller im Einzelhandel des Vereinigten Königreichs verkauften Fernsehgeräte einen Anteil von 63 %, 2004 waren es lediglich 37 % gewesen. Sowohl diese Untersuchung als auch Marktuntersuchungen deuten darauf hin, dass der Absatz von Fernsehgeräten mit CPT in der EU 2004 seinen Höhepunkt erreichte und die Nachfrage seitdem kontinuierlich zurückgeht. 4.   Schlussfolgerung zur Schadensursache (114) Den Daten zufolge übten die gedumpten Einfuhren Druck auf die Preise des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft aus und trugen wahrscheinlich auch zu seiner Schädigung bei. Gleichwohl konnte auch bei einer genauen Analyse, insbesondere der Entwicklung der Trends im Bezugszeitraum, kein ursächlicher Zusammenhang festgestellt werden, da zwischen der Verschlechterung der Lage des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und der Entwicklung der gedumpten Einfuhren kein eindeutiger zeitlicher Zusammenhang bestand. (115) Dagegen ergab die Untersuchung, dass es ein eindeutiges zeitliches Zusammentreffen der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und des starken unvermittelten Rückgangs der Nachfrage nach CPT in der Gemeinschaft gab. Die Folge waren ein Anstieg der Stückkosten bei der Produktion und ein weiteres Absinken der Preise. Diese Negativentwicklung fällt genau mit dem wachsenden Marktanteil der Flachbildschirme zusammen. (116) Es konnte daher nicht festgestellt werden, dass die gedumpten Einfuhren für sich genommen eine bedeutende Schädigung verursachten. Gemäß Artikel 3 Absatz 7 der Grundverordnung wurden andere Faktoren untersucht, und die Schädigung konnte im Wesentlichen den Auswirkungen eines unvermittelten und starken Nachfragerückgangs und dem zunehmenden Angebot an Flachbildschirmen zu wettbewerbsfähigen Preisen zugerechnet werden. F.   VORSCHLAG ZUR EINSTELLUNG OHNE MASSNAHMEN (117) Angesichts der Schlussfolgerungen unter den Randnummern 105 bis 114 zum unzureichenden ursächlichen Zusammenhang zwischen der Schädigung des Wirtschaftszweigs der Gemeinschaft und den gedumpten Einfuhren, ist die Kommission der Auffassung, dass das laufende Antidumpingverfahren gemäß Artikel 9 Absatz 2 der Grundverordnung eingestellt werden sollte — BESCHLIESST: Artikel 1 Das Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren von Kathodenstrahlröhren für Farbfernsehempfangsgeräte aller Bildschirmdiagonalen, einschließlich Kathodenstrahlröhren für Videomonitore, mit Ursprung in der Volksrepublik China, der Republik Korea, Malaysia und Thailand, die den KN-Codes 8540 11 11 , 8540 11 13 , 8540 11 15 , 8540 11 19 , 8540 11 91 und 8540 11 99 zugeordnet werden, wird eingestellt. Artikel 2 Dieser Beschluss tritt am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Brüssel, den 15. November 2006 Für die Kommission Peter MANDELSON Mitglied der Kommission (1)   ABl. L 56 vom 6.3.1996, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2117/2005 (ABl. L 340 vom 23.12.2005, S. 17). (2)   ABl. C 6 vom 11.1.2006, S. 2. (3)   ABl. L 253 vom 11.10.1993, S. 1. Verordnung zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 883/2005 (ABl. L 148 vom 11.6.2005, S. 5). (4)  Siehe Randnummer 59 der Verordnung (EG) Nr. 1531/2002 des Rates (ABl. L 231 vom 29.8.2002, S. 1). (5)  Siehe hierzu Randnummern 37 bis 49 des Beschlusses Nr. 283/2000/EGKS der Kommission (ABl. L 31 vom 5.2.2000, S. 15) zu warmgewalzten Coils. (6)   ABl. L 267 vom 20.10.2000, S. 1.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.