Europäische Union

2011/527/EU: Beschluss der Kommission vom 26. Januar 2011 über die staatliche Beihilfe Deutschlands C 7/10 (ex CP 250/09 und NN 5/10) „KStG, Sanierungsklausel“ (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2011) 275) Text von Bedeutung für den EWR

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h und tatsächlich zurückgefordert. (2)   Deutschland stellt sicher, dass dieser Beschluss binnen vier Monaten nach seiner Bekanntgabe umgesetzt wird. Artikel 6 (1)   Deutschland übermittelt der Kommission innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe dieses Beschlusses die folgenden Informationen: a) die Liste der Begünstigten, die aufgrund der in Artikel 1 genannten Regelung Beihilfen erhalten haben, sowie den Gesamtbetrag der Beihilfen, die jeder von ihnen aufgrund dieser Regelung erhalten hat; b) den Gesamtbetrag (Hauptforderung und Zinsen), der von jedem Begünstigten zurückzufordern ist; c) eine ausführliche Beschreibung der Maßnahmen, die ergriffen wurden bzw. beabsichtigt sind, um diesem Beschluss nachzukommen; d) Unterlagen, die nachweisen, dass die Begünstigten aufgefordert wurden, die Beihilfe zurückzuzahlen. (2)   Deutschland unterrichtet die Kommission über den Fortgang seiner Maßnahmen zur Umsetzung dieses Beschlusses, bis die Rückzahlung der Beihilfen, die im Rahmen der in Artikel 1 genannten Regelung gewährt wurden, abgeschlossen ist. Auf einfache Anfrage der Kommission legt Deutschland unverzüglich Informationen über die Maßnahmen vor, die ergriffen wurden bzw. beabsichtigt sind, um diesem Beschluss nachzukommen. Ferner übermittelt Deutschland ausführliche Angaben über die Beihilfebeträge und die Zinsen, die von den Begünstigten bereits zurückgezahlt wurden. Artikel 7 Dieser Beschluss ist an die Bundesrepublik Deutschland gerichtet. Brüssel, den 26. Januar 2011 Für die Kommission Joaquín ALMUNIA Vizepräsident (1)  Mit Wirkung vom 1. Dezember 2009 sind an die Stelle der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag die Artikel 107 und 108 AEUV getreten. Die Artikel 87 und 88 EG-Vertrag und die Artikel 107 und 108 AEUV sind im Wesentlichen identisch. Im Rahmen dieses Beschlusses sind Bezugnahmen auf die Artikel 107 und 108 AEUV als Bezugnahmen auf die Artikel 87 und 88 EG-Vertrag zu verstehen, wo dies angebracht ist. (2)   ABl. C 90 vom 8.4.2010, S. 8. (3)  Siehe Fußnote 2. (4)  Bundestagsdrucksache 16/4841, S. 74. (5)  Bundestagsdrucksache 16/4841, S. 76, Bezugnahme auf ein Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 27. März 2003; BStBl I S. 240. (6)  Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16. Juli 2009, BGBl. I Nr. 43 S. 1959. (7)  Sanierung ist eine Maßnahme, die darauf gerichtet ist, die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern oder zu beseitigen. Folglich kommen nur Körperschaften in Betracht, die zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs zahlungsunfähig oder überschuldet sind oder von Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bedroht sind. (8)  Die Begriffe „Zahlungsunfähigkeit“, „drohende Zahlungsunfähigkeit“ und „Überschuldung“ sind in der Insolvenzordnung (im Folgenden „InsO“) definiert: Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO): Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. Drohende Zahlungsunfähigkeit (§ 18 InsO): Der Schuldner droht zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen. Überschuldung (§ 19 InsO): Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. (9)  Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) vom 22. Dezember 2009 (BGBl. I S. 3950), § 2 Absatz 3 Buchstabe b. (10)  Vororganschaftliche Verluste, vgl. § 15 Nr. 1 KStG. (11)  Mitteilung der Kommission — Vorübergehender Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen zur Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise (ABl. C 83 vom 7.4.2009, S. 1). (12)  Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten (ABl. C 244 vom 1.10.2004, S. 2). (13)  Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung 2007-2013 (ABl. C 54 vom 4.3.2006, S. 13). (14)  Siehe Fußnote 2. (15)  BMF-Schreiben vom 30. April 2010 an die (für die Steuererhebung zuständigen) Steuerbehörden der Länder: http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/BMF_Startseite/Aktuelles/BMF_Schreiben/Veroffentlichungen_zu_Steuerarten/koerperschaftsteuer_umwandlungsteuerrecht/009.html (16)  Deutschland zitiert folgende Urteile: EuGH, Urteil vom 14. September 2004, Spanien/Kommission, Rechtssache C-276/02, Slg. 2004, I-8091, Randnrn. 15 und 26, sowie EuGH, Urteil vom 29. Juni 1999, Déménagements-Manutention Transport SA (DMT), Rechtssache C-256/97, Slg. 1999, I-3913, Rdnrn. 22 und 25. (17)  Mitteilung der Kommission über die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen auf Maßnahmen im Bereich der direkten Unternehmensbesteuerung (ABl. C 384 vom 10.12.1998, S. 3), Randnrn. 13 und 14. (18)  EuGH, Urteil vom 29. Juni 1999, Rechtssache C-256/97 Déménagements-Manutention Transport SA (DMT),, Slg. 1999, I-3913, Randnrn 26 bis 28. (19)  EuG, Urteil vom 11. Juli 2002, Rechtssache T-152/99, Hijos de Andrés Molina, S.A. (HAMSA)/Kommission, Slg. II-3049, Randnr. 157. (20)  EuGH, Urteil vom 22. Juni 2006, Belgien/Kommission, Rechtssache C-182/03 und C-217/03, Slg. 2006, I 5479, Randnrn. 86 bis 87. (21)  EuG, Urteil vom 17. Dezember 2008, Ryanair/Kommission, Rechtssache T-196/04, Slg. 2008, II-3643, Randnrn. 84 bis 85; EuGH, Urteil vom 29. April 2004, Deutschland/Kommission, Rechtssache C-334/99, Slg. 2003, I-1139, Randnrn. 133 bis 134. (22)  Siehe Fußnote 16. (23)  Siehe Fußnote 16. (24)  EuGH, Urteil vom 8.November 2001, Rechtssache C-143/99, Adria-Wien Pipeline, Slg. 2001, I-8365, Randnr. 41; EuGH, Urteil vom 29.April 2004, Rechtssache C-308/01, GIL Insurance und andere, Slg. 2004, I-4777, Randnr. 68; EuGH, Urteil vom 3.März 2005, Rechtssache C-172/03, Heiser, Slg. 2005, I-1627, Randnr. 40; siehe auch Mitteilung der Kommission über die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen auf Maßnahmen im Bereich der direkten Unternehmensbesteuerung. (25)  Sache C 2/09, MoRaKG, Bedingungen für Kapitalgesellschaften (ABl. L 6 vom 9.1.2010, S. 32). (26)  Siehe Fußnote 18. (27)  Siehe Fußnote 19. (28)  EuG, Urteil vom 29. September 2000 in der Rechtssache T-55/99, CETM, Randnr. 53. (29)  Siehe Bundestagsdrucksache 16/4841, S. 75 f. (30)  Rechtssache C-200/97; Schlussanträge vom 16. Juli 1998, Randnrn. 26–32. (31)  EuGH, Urteil vom 2.Juli 1974, Rechtssache 173/73 Italien/Kommission, Slg. 1974, S. 709, Randnr. 33; EuGH, Urteil vom 17.Juni 1999, Rechtssache C-75/97 Belgien/Kommission, Slg. 1999, I-3671, Randnr. 33; sowie Adria-Wien Pipeline und Wietersdorfer & Peggauer Zementwerke; zitiert in Fußnote 24, Randnr. 42; GIL Insurance, zitiert in Fußnote 24, Randnr. 72; Heiser, zitiert in Fußnote 24, Randnr. 43; EuGH, Urteil vom 15.Dezember 2005, Rechtssache C-148/04 Unicredito Italiano, Slg. 2005, I-11137, Randnr. 51; EuGH, Urteil vom 6.September 2006, Rechtssache C-88/03, Portugal/Kommission, Slg. 2006, I-7145, Randnr. 52. (32)  Portugal/Kommission, zitiert in Fußnote 31, Randnr. 81. (33)  Bundestagsdrucksache 16/4841., S. 30f (34)  Bundestagsdrucksache 16/13429, S. 50, und Bundestagsdrucksache. 16/12674, S. 10. (35)  Portugal/Kommission, zitiert in Fußnote 31, Randnr. 82, der auf „sozialen Zusammenhalt“ und „regionale Entwicklung“ als extrinsische politische Ziele Bezug nimmt. (36)  Sache C 57/02, Steuerbefreiung für die Übernahme von Unternehmen in Schwierigkeiten (ABl. L 108 vom 16.4.2004, S. 38). (37)  Sache N 553/04, Steuerbefreiung für die Übernahme von Unternehmen in Schwierigkeiten (ABl. C 242 vom 1.10.2005, S. 5). (38)  Verordnung (EG) Nr. 659/1999 des Rates vom 22. März 1999 über besondere Vorschriften für die Anwendung von Artikel 93 des EG-Vertrags (ABl. L 83 vom 27.3.1999, S. 1). (39)   ABl. L 379 vom 28.12.2006, S. 5. (40)  EuGH, Urteil vom 28. April 1993, Italien/Kommission, Rechtssache C-364/90, Slg. I-2097, Randnr. 20; EuG 15. Dezember 1999, Freistaat Sachsen, Volkswagen AG und Volkswagen Sachsen GmbH/Kommission, verbundene Rechtssachen T-132/96 und T-143/96, Slg. II-3663, Randnr. 140; EuGH 29. April 2004, Italien/Kommission, Rechtssache C-372/97, Slg. I-3679, Randnr. 81. (41)  EuGH, Urteil vom 21. März 1990, Belgien/Kommission, Rechtssache C-142/87, Slg. 1990, I-959, Randnr. 56; EuGH 11. Juli 1996, Syndicat français de l’Express international (SFEI) und andere/La Poste und andere, Rechtssache C-39/94, Slg. 1996, I-3547, Randnr. 36. (42)  EuGH, Urteil vom 24. März 1993, Comité international de la rayonne et des fibres synthétiques/Kommission, Rechtssache C-313/90, Slg. I-1125, Randnr. 36; EuGH, Urteil vom 15. Oktober 1996, IJssel-Vliet Combinatie BV/Minister van Economische Zaken, Rechtssache C-311/94, Slg. 1996, I-5023, Randnr. 43; EuGH, Urteil vom 26. September 2002, Spanien/Kommission, Rechtssache C-351/98, Slg. 2002, I-8031, Randnr. 53. (43)  Mitteilung der Kommission — Vorübergehender Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen zur Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise (ABl. C 83 vom 7.4.2009, S. 1). Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 wurde diese Mitteilung durch eine neue Fassung ersetzt (ABl. C 6 vom 11.1.2011, S. 5). Nach Kapitel 5 dieser neuen Fassung gilt diese jedoch nur für rechtswidrige Beihilfen, die nach dem 1. Januar 2011 gewährt wurden. Da Deutschland die Anwendung der Maßnahme ausgesetzt hat, wurde keine Beihilfe nach diesem Datum gewährt. (44)   ABl. L 214 vom 9.8.2008, S. 3. (45)  Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten (ABl. C 244 vom 1.10.2004, S. 2). (46)  Leitlinien für staatliche Beihilfen mit regionaler Zielsetzung 2007-2013 (ABl. C 54 vom 4.3.2006, S. 13). (47)  Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Umweltschutzbeihilfen (ABl. C 82 vom 1.4.2008, S. 1). (48)  Siehe insbesondere EuGH, Urteil vom 24. März 1993, Comité International de la Rayonne et des Fibres Synthétiques (CIRFS)/Kommission, Rechtssache C-313/90, Slg. 1993 I-1125. (49)  EuG, Urteil vom 14. Januar 2009, Kronoply/Kommission, Rechtssache T-162/06, Slg. 2009 II-1, insbesondere Randnr. 65, 66, 74, 75. (50)  EuG, Urteil vom 7. Juni 2001, Agrana Zucker und Stärke/Kommission, Rechtssache T-187/99, Slg. 2001 II-1587, Randnrn. 74; EuG, Urteil vom 14. Mai 2002, Graphischer Maschinenbau/Kommission, Rechtssache T-126/99, Slg. 2002 II-2427, Randnrn. 41-43; EuGH, Urteil vom 15. April 2008, Nuova Agricast Srl/Ministero delle Attività Produttive, Rechtssache C-390/06, Slg. 2008 I-2577, Randnrn. 68-69. (51)   ABl. L 83 vom 27.3.1999, S. 1. (52)  Siehe Fußnote 15. (53)  Verordnung (EG) Nr. 1998/2006 der Kommission vom 15. Dezember 2006 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag auf „De-minimis“-Beihilfen (ABl. L 379 vom 28.12.2006, S. 5). (54)  Siehe Fußnote 44. (55)  Leitlinien für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation (ABl. C 323 vom 30.12.2006, S. 1). (56)  Siehe Artikel 1 Absatz 6 Buchstabe c der allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung; Nummer; Randnr. 9 der Regionalbeihilfeleitlinien; Kapitel 2.1 (letzter Absatz) der Leitlinien für staatliche Beihilfen für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbeihilfen. (57)   ABl. L 140 vom 30.4.2004, S. 1.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.