Europäische Union

Beschluss (EU) 2026/1875 der Kommission vom 17. Dezember 2025 Über die Staatliche Beihilfe SA.51268 (2021/C) (ex 2018/FC) Frankreichs zugunsten des französischen Nationalen Instituts für archäologische Präventivforschung (INRAP) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2025) 8737)

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ctivités non économiques ne puisse pas être utilisé pour subventionner de manière croisée les activités économiques de l’entité. Cela peut notamment être assuré en limitant le financement public au coût net (y compris le coût du capital) des activités non économiques, à déterminer sur la base d’une séparation comptable claire.“ (43)  Verwaltungsgericht Amiens, 2. Juni 2022, EVEHA/Communauté d’agglomération du Beauvaisis, Nr. 2000766; Verwaltungsgericht Caen, 23. Dezember 2022, EVEHA/Syndicat mixte pour l'aménagement et la promotion du parc d’activités de Cerisé, Nr. 2202744; Verwaltungsgericht Caen, 23. Mai 2024, EVEHA/Communauté urbaine de Caen, Nr. 2201752; Verwaltungsgericht Caen, 27. Mai 2024, EVEHA/Communauté communes Argentan, Nr. 2201719. (44)  Europarat, Übereinkommen zum Schutz des archäologischen Erbes Europas (revidiert), Valletta, 16. Januar 1992, Sammlung der Europaratsverträge Nr. 143. (45)  Bekanntmachung der Kommission zum Begriff der staatlichen Beihilfe im Sinne des Artikels 107 Absatz 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ABl. C 262 vom 19.7.2016, S. 1). (46)  Im Zeitraum 2019-2021 belief sich der Betrag auf 21,72 Mio. EUR (7,24 Mio. EUR pro Jahr). Im Jahr 2019 entschied sich das INRAP jedoch dafür, alle vom Staat erhaltenen öffentlichen Mittel, einschließlich der Zuwendungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen, im Einklang mit den gegenüber der Wettbewerbsbehörde eingegangenen Verpflichtungen seinen strikt nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten zuzuweisen. Folglich wird seit 2019 für die vom INRAP durchgeführten präventiven Ausgrabungsarbeiten keine Zuwendung für gemeinwirtschaftliche Leistungen bezahlt. (47)  SA.42681 — Régime cadre exempté de notification relatif aux aides en faveur de la culture et de la conservation du patrimoine. (48)  In dem Vermerk wurde auf „Mängel in der laufenden Buchführung“ hingewiesen. (49)  Jahresbericht 2016 des Rechnungshofs, S. 566. (50)  Siehe Fußnote 29. (51)  Die Wettbewerbsbehörde erwähnt das Fehlen „uneingeschränkt zufriedenstellender Buchführungsinstrumente“ und verbleibende „Mängel“ in der Buchführung des INRAP. (52)  Nach Angaben der französischen Behörden wurden im Rahmen der nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten des INRAP im Zeitraum 2018-2020 Verluste in Höhe von 1,88 Mio. EUR erwirtschaftet. (53)  Urteil des Gerichts vom 14. Juli 2016, Bundesrepublik Deutschland/Kommission, T-143/12, ECLI:EU:T:2016:406, Rn. 59. (54)  Urteil des Gerichtshofs vom 17. September 2009, Kommission der Europäischen Gemeinschaften/MTU Friedrichshafen GmbH, C-520/07 P, ECLI:EU:C:2009:557, Rn. 56. (55)  Urteil des Gerichtshofs vom 10. Juni 2010, Fallimento Traghetti del Mediterraneo, C-140/09, ECLI:EU:C:2010:335, Rn. 50. (56)  Urteil des Gerichts vom 25. März 1998, FFSA u. a./Kommission, C-174/97 P, ECLI:EU:T:1998:130, Rn. 193. (57)  Beschluss der Kommission 2012/21/EU vom 20. Dezember 2011 über die Anwendung von Artikel 106 Absatz 2 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf staatliche Beihilfen in Form von Ausgleichsleistungen zugunsten bestimmter Unternehmen, die mit der Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse betraut sind (ABl. L 7 vom 11.1.2012, S. 3). (58)  Die operative Marge wird wie folgt berechnet: Operative Marge = (Einnahmen – Kosten)/Einnahmen. (59)  Urteil des Gerichtshofs vom 12. September 2000, Pavlov u. a., verbundene Rechtssachen C-180/98 bis C-184/98, ECLI:EU:C:2000:428, Rn. 74. (60)  Siehe das Urteil des Gerichtshofs vom 16. Juni 1987, Kommission/Italien, 118/85, ECLI:EU:C:1987:283, Rn. 7, das Urteil des Gerichtshofs vom 18. Juni 1998, Kommission/Italien, C-35/96, ECLI:EU:C:1998:303, Rn. 36, und das Urteil des Gerichtshofs vom 12. September 2000, Pavlov u. a., verbundene Rechtssachen C-180/98 bis C-184/98, ECLI:EU:C:2000:428, Rn. 75. (61)  Siehe hierzu die Erwägungsgründe 19 bis 20 des vorliegenden Beschlusses. (62)  Siehe Rn. 57 der Entscheidung der Wettbewerbsbehörde vom 1. Juni 2017: „[…] präventive archäologische Ausgrabungen, deren Ziele und Verfahren sich von denen der anderen Phasen des archäologischen Prozesses unterscheiden, stellen […] eine wirtschaftliche Tätigkeit dar, die durch das Gesetz von 2003 genau definiert und umschrieben ist.“ (63)  Stellungnahme Nr. 98-A-07 des Wettbewerbsgremiums vom 19. Mai 1998 zu einem Ersuchen um Abgabe einer Stellungnahme zur Anwendung der Vorschriften des nationalen und des EU-Wettbewerbsrechts auf präventive archäologische Ausgrabungen: „Die Durchführung präventiver archäologischer Ausgrabungen ist eine wirtschaftliche Tätigkeit.“ (64)  Siehe z. B. das Urteil des Gerichtshofs vom 16. Mai 2002, Frankreich/Kommission (Stardust), C-482/99, ECLI:EU:C:2002:294, Rn. 24, und das Urteil des Gerichts erster Instanz vom 5. April 2006, Deutsche Bahn AG/Kommission, T-351/02, ECLI:EU:T:2006:104, Rn. 103. (65)  Siehe Erwägungsgrund 35 dieses Beschlusses. (66)  Urteil des Gerichts vom 12. Dezember 1996, Air France/Kommission, T-358/94, ECLI:EU:T:1996:194, Rn. 56. (67)  Bekanntmachung der Kommission zum Begriff der staatlichen Beihilfe im Sinne des Artikels 107 Absatz 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ABl. C 262 vom 19.7.2016, S. 1, Rn. 51). (68)  Siehe das Urteil des Gerichtshofs vom 4. Juni 2015, Kommission/MOL, C-15/14 P, ECLI:EU:C:2015:362, Rn. 60. (69)  Urteil des Gerichtshofs vom 11. Juli 1996, SFEI u. a., C-39/94, ECLI:EU:C:1996:285, Rn. 60; Urteil des Gerichtshofs vom 29. April 1999, Spanien/Kommission, C-342/96, ECLI:EU:C:1999:210, Rn. 41. (70)  Z. B. Steuervergünstigungen oder Ermäßigungen der Sozialversicherungsbeiträge. (71)  Urteil des Gerichtshofs vom 15. März 1994, Banco Exterior de España, C-387/92, ECLI:EU:C:1994:100, Rn. 13, Urteil des Gerichtshofs vom 19. September 2000, Deutschland/Kommission, C-156/98, ECLI:EU:C:2000:467, Rn. 25, Urteil des Gerichtshofs vom 19. Mai 1999, Italien/Kommission, C-6/97, ECLI:EU:C:1999:251, Rn. 15, und Urteil des Gerichtshofs vom 3. März 2005, Heiser, C-172/03, ECLI:EU:C:2005:130, Rn. 36. (72)  Urteil des Gerichtshofs vom 2. Juli 1974, Italien/Kommission, C-173/73, ECLI:EU:C:1974:71, Rn. 13. (73)  Entscheidung 2004/339/EG der Kommission vom 15. Oktober 2003 über die Maßnahmen, die Italien zugunsten von RAI SpA durchgeführt hat (ABl. L 119 vom 23.4.2004, S. 1), Erwägungsgrund 69; Schlussanträge des Generalanwalts Fennelly vom 26. November 1998, Frankreich/Kommission, C-251/97, ECLI:EU:C:1998:572, Rn. 26. (74)  Urteil des Gerichts vom 25. März 2015, Belgien/Kommission, T-538/11, ECLI:EU:T:2015:188, Rn. 74 bis 78. (75)  Urteil des Gerichtshofs vom 24. Juli 2003, Altmark Trans, C-280/00, ECLI:EU:C:2003:415, Rn. 87-95. (76)  Urteil des Gerichtshofs vom 17. September 1980, Philip Morris, 730/79, ECLI:EU:C:1980:209, Rn. 11; Urteil des Gerichts erster Instanz vom 15. Juni 2000, Alzetta, verbundene Rechtssachen T-298/97, T-312/97 usw., ECLI:EU:T:2000:151, Rn. 80. (77)  Urteil des Gerichts erster Instanz vom 15. Juni 2000, Alzetta, verbundene Rechtssachen T-298/97, T-312/97 usw., ECLI:EU:T:2000:151, Rn. 141 bis 147; Urteil des Gerichtshofs vom 24. Juli 2003, Altmark Trans, C-280/00, ECLI:EU:C:2003:415. (78)  Siehe das Urteil des Gerichtshofs vom 14. Januar 2015, Eventech/The Parking Adjudicator, C-518/13, ECLI:EU:C:2015:9, Rn. 65, und das Urteil des Gerichtshofs vom 8. Mai 2013, Libert u. a., verbundene Rechtssachen C-197/11 und C-203/11, ECLI:EU:C:2013:288, Rn. 76. (79)  Urteil des Gerichtshofs vom 13. Juni 2024, Kommission/Niederlande, C-40/23 P, ECLI:EU:C:2024:492, Rn. 35. (80)  Siehe Fußnote 29. (81)  Siehe Rn. 212 der Bekanntmachung der Kommission zum Begriff der staatlichen Beihilfe. (82)  In demselben Erwägungsgrund der Bekanntmachung der Kommission heißt es: „Eine Einheit kann dann als ‚als öffentliche Hand handelnd‘ angesehen werden, wenn die betreffende Tätigkeit Teil der wesentlichen Aufgaben des Staates ist oder sie ihrem Wesen, ihrem Ziel und den für sie geltenden Vorschriften nach mit diesen Aufgaben verbunden ist. Sofern der betreffende Mitgliedstaat nicht beschlossen hat, Marktmechanismen einzuführen, stellen Tätigkeiten, die untrennbarer Teil der Vorrechte öffentlicher Gewalt sind und vom Staat ausgeübt werden, im Allgemeinen keine wirtschaftlichen Tätigkeiten dar.“ (83)  Erwägungsgrund 36 der Bekanntmachung der Kommission über den Begriff der staatlichen Beihilfe: „Ferner sind viele kulturelle oder für die Erhaltung des kulturellen Erbes bestimmte Tätigkeiten objektiv nicht substituierbar (etwa das Führen öffentlicher Archive, die einzigartige Dokumente umfassen), sodass kein echter Markt bestehen kann. Nach Ansicht der Kommission sind solche Tätigkeiten ebenfalls nichtwirtschaftlicher Natur.“ (84)  Die französischen Behörden haben angegeben, dass diese Zuwendung seit dem 1. Januar 2016 an die Stelle der direkten Erhebung der RAP durch das INRAP getreten ist, und seither in den allgemeinen Staatshaushalt eingezahlt wird. (85)  Die französischen Behörden haben angegeben, dass diese Beihilfe zur Finanzierung der Aufgaben des INRAP auf den Gebieten der Forschung und der Verbreitung kultureller Inhalte beitrug. (86)  Die französischen Behörden haben erklärt, dass diese Zuwendungen für die Durchführung gezielter, nicht wettbewerbsorientierter Maßnahmen, insbesondere im Rahmen von Ausschreibungen, in relativ geringen Beträgen gezahlt wurden. (87)  Siehe Erwägungsgrund 35. (88)  Siehe z. B. das Urteil des Gerichtshofs vom 22. März 1977, Steinike & Weinlig/Deutschland, C-78/76, Rn. 21-22. (89)  Siehe das Urteil des Gerichtshofs vom 4. Juni 2015, Kommission/MOL, C-15/14 P, ECLI:EU:C:2015:362, Rn. 60. (90)  Aus den in Erwägungsgrund 305 dargelegten Gründen ist die Kommission der Auffassung, dass die strittige Beihilfe nicht unter eine Freistellungsregelung wie die AGVO fällt und daher im Sinne des Artikels 108 Absatz 3 AEUV rechtswidrig ist. (91)  Die Ausnahmen nach Artikel 107 Absatz 3 AEUV betreffen: a) Beihilfen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung bestimmter Gebiete, b) Beihilfen zur Förderung wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse oder zur Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats, c) Beihilfen zur Förderung der Entwicklung gewisser Wirtschaftszweige oder Wirtschaftsgebiete, d) Beihilfen zur Förderung der Kultur und der Erhaltung des kulturellen Erbes und e) sonstige Hilfen, die durch einen Beschluss des Rates festgelegt werden. (92)  Siehe Erwägungsgrund 10. (93)  Artikel L. 523-10 des Städtebaugesetzes und Erwägungsgrund 147 dieses Beschlusses. (94)  Artikel L. 523-13 des Städtebaugesetzes und Erwägungsgrund 147 dieses Beschlusses. (95)  Artikel L. 523-10 des Kulturerbegesetzes, mit dem dem INRAP diese Verpflichtung auferlegt wurde, trat am 24. Februar 2004 in Kraft, d. h. vor dem Zeitraum, auf den sich die Klage bezieht. (96)  Siehe Fußnote 95. (97)  Nämlich die Zuwendungen für gemeinwirtschaftliche Leistungen und die Beihilfe aus einer möglichen Quersubventionierung. (98)  Siehe Erwägungsgrund 114. (99)  Zwischen 2009 und 2014 hielt das INRAP einen Marktanteil von [54-63] % und führte [48-58] % der Ausgrabungen durch, während der Marktanteil des INRAP von 2015 bis 2021 auf [50-58] % und die Zahl der durchgeführten Ausgrabungsarbeiten auf [46-53] % zurückging. (100)   https://webgate.ec.europa.eu/competition/transparency/public?lang=de. ELI: http://data.europa.eu/eli/dec/2026/1875/oj ISSN 1977-0642 (electronic edition)

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.