Europäische Union

Beschluss (EU) 2021/2054 der Kommission vom 8. November 2021 über das branchenspezifische Referenzdokument für bewährte Umweltmanagementpraktiken, Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte für den Sektor Telekommunikationsdienste und Informations- und Kommunikationstechnologiedienste (IKT-Dienste) für die Zwecke der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32021D2054. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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lanung des Neubaus oder der Renovierung von Rechenzentren umgesetzt haben In allen Rechenzentren wurden die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf die Nutzung, das Management und die Planung des Neubaus oder der Renovierung von Rechenzentren umgesetzt 3.2.7.2.   Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums Wie alle elektrischen Geräte benötigen auch IT-Geräte eine Stromversorgung und erzeugen im Betrieb Abwärme. Rechenzentren erzeugen eine große Menge an Abwärme, wodurch sich Möglichkeiten zur Wärmerückgewinnung bieten. Die bewährte Umweltmanagementpraxis umfasst folgende Maßnahmen: — Nutzung der Abwärme, die in einigen Räumen des Rechenzentrums erzeugt wird, um Industrie- oder Büroflächen (einschließlich anderer Bereiche des Rechenzentrums) mit Niedertemperaturwärme zu versorgen. Anwendbarkeit Diese bewährten Umweltmanagementpraktiken können allgemein in jedem Rechenzentrum umgesetzt werden, unabhängig von dessen Größe, Zweck oder Qualitätsstufe. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Energy Reuse Factor (ERF, Anteil der wiederverwendeten Energie) — Energy Reuse Effectiveness (ERE, Kennwert für die Effizienz der wiederverwendeten Energie) — Anteil der Standorte, die die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums umgesetzt haben — In allen Rechenzentren wurden die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf die Nutzung der Abwärme des Rechenzentrums umgesetzt 3.2.7.3.   Planung des Rechenzentrums und des physischen Grundrisses Der physische Grundriss des Rechenzentrums beeinflusst die Leistung des Kühlsystems erheblich, da sich gekühlte Bereiche (in denen sich Racks befinden) unter Umständen unnötigerweise in der Nähe interner Wärmequellen (wie mechanischer oder elektrischer Ausrüstung) oder in Bereichen befinden, die durch externe Quellen (z. B. Sonneneinstrahlung) erwärmt werden. Die bewährte Umweltmanagementpraxis umfasst folgende Maßnahmen: — Minimierung der Erwärmung durch direkte Sonneneinstrahlung der gekühlten Bereiche des Rechenzentrums, um den Kühlbedarf zu senken; — Positionierung von Kühlgeräten in geeigneten Bereichen des Rechenzentrums, z. B. in Bereichen mit freier Luftzirkulation, Bereichen mit ausreichend Platz zur Optimierung der Kühlleistung, Bereichen ohne Hindernisse und Bereichen, in denen sich keine Wärme erzeugenden Geräte befinden. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist beim Bau neuer Rechenzentren auf Unternehmensebene am relevantesten, da sie auf die Planung und die Struktur des neu gebauten Rechenzentrums abstellt und in der Umsetzung kostspielig sein kann. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Anteil der Standorte, die die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf den physischen Grundriss von Rechenzentren umgesetzt haben — In allen Rechenzentren wurden die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf den physischen Grundriss von Rechenzentren umgesetzt 3.2.7.4.   Auswahl des geografischen Standorts des neuen Rechenzentrums Der geografische Standort eines Rechenzentrums hat einen großen Einfluss auf seine künftigen CO2-Emissionen und Umweltauswirkungen. Die bewährte Praxis umfasst folgende Maßnahmen: — Bevorzugung von Brachflächen gegenüber Grünflächen; — Auswahl eines geografischen Standorts mit Umgebungsbedingungen, durch die die Leistung von Luftvorwärmern am Standort verbessert werden, sich Möglichkeiten für die Installation von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen bieten und Bedrohungen und Naturkatastrophen begrenzt werden; — Aufbau des Rechenzentrums in der Nähe von Energie-, Kühl- und Wärmequellen, um Energieverluste durch den Transport von Energie zu verringern und Möglichkeiten zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu schaffen (Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, von Abwärme oder von kühlender Luft); — Minimierung der Umweltauswirkungen des Gebäudes (Lärm, ästhetische Auswirkungen, Bedarf an Telekommunikationsnetzen und anderer Infrastruktur usw.). Anwendbarkeit Die bewährte Umweltmanagementpraxis kann allgemein von allen Arten von Unternehmen, die in dem Sektor tätig sind, angewendet werden, einschließlich KMU, aber sie ist am relevantesten für mittelgroße Rechenzentren und Rechenzentren auf Unternehmensebene. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Anteil neuer Einrichtungen mit Freikühllösungen (Seitenkühler, geothermische Kühlsysteme usw.) — Anteil neuer Einrichtungen mit Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen vor Ort (Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen usw.) — Anteil neuer Einrichtungen mit Wärmerückgewinnungssystem — Anteil der Standorte, die die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf den geografischen Standort des Rechenzentrums umgesetzt haben — In allen Rechenzentren wurden die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen und optionalen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf den geografischen Standort des Rechenzentrums umgesetzt 3.2.7.5.   Nutzung alternativer Wasserquellen Wasser wird in Rechenzentren für zwei Zwecke verwendet: zur Kühlung und zur Befeuchtung, und diese Bereiche sind eng miteinander verknüpft. Insbesondere Verdampfungskühler benötigen erhebliche Mengen an Wasser. Die bewährte Umweltmanagementpraxis umfasst folgende Maßnahmen: — Überwachung des Verbrauchs von Wasser aus allen Quellen in allen Bereichen des Rechenzentrums; — Begrenzung der Auswirkungen auf die Trinkwasserressourcen durch den Einsatz von Brauchwasserquellen (Regenwasser, Abwasser usw.). Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist für große Rechenzentren auf Unternehmensebene relevant. Die Wahl der Kühlsystemlösung hängt von der Größe des Rechenzentrums ab, die unmittelbar mit der Tätigkeit und der Größe des Unternehmens im Zusammenhang steht. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Anteil des in Rechenzentren verbrauchten Wassers nach Quellen, wie z. B. Leitungswasser, Regenwasser oder Brauchwasser — Wasserverbrauch des Rechenzentrums pro Fläche (m3 Wasserverbrauch/m2 Rechenzentrumsfläche) — Wassernutzungseffizienz (WUE) — Anteil der Standorte, die die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf Wasserquellen umgesetzt haben — In allen Rechenzentren wurden die empfohlenen Mindestpraktiken des EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren oder die empfohlenen Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 in Bezug auf Wasserquellen umgesetzt 3.3.   Bewährte Umweltmanagementpraktiken für elektronische Kommunikationsnetze In diesem Abschnitt werden Praktiken dargelegt, die auf die Netzkonfiguration der verschiedenen Elemente der elektronischen Kommunikationsinfrastruktur und elektronischer Kommunikationsnetze (12) ausgerichtet sind. 3.3.1.   Verbesserung des Energiemanagements bestehender Netze Aufgrund von Schwankungen bei der Nachfrage der Endnutzer variiert die Auslastung elektronischer Kommunikationsnetze erheblich über Zeit und Raum. Der Energieverbrauch moderner Telekommunikationsgeräte ist am höchsten, wenn die Geräte mit maximaler Auslastung betrieben werden, er sinkt — jedoch kaum —, wenn die Geräte nicht voll ausgelastet sind. Ein großer Teil des täglichen Energieverbrauchs durch Netze wird also für die Bereitstellung der vollen Netzkapazität aufgewendet, selbst wenn der tatsächliche Datenverkehr viel geringer ist. Die bewährte Umweltmanagementpraxis umfasst folgende Maßnahmen: — Messung des Energieverbrauchs von Netzelementen mithilfe intelligenter Stromzähler und automatisierter Analysen; — Nutzung intelligenter Standby-Betriebsmodi zur Umsetzung des Energiemanagements des Netzes und Umstellung möglichst vieler Geräte auf den Energiesparmodus, wenn der Datenverkehr gering ist, um die Gesamtkapazität des Netzes an den Bedarf anzupassen; — Nutzung der Möglichkeiten der dynamischen Leistungsskalierung, um den Betriebsmodus von Netzgeräten an Zeiten mit geringem oder mäßigem Datenverkehr anzupassen; — Nutzung der Vorteile des dynamischen Scheduling, um den Datenverkehr besser zu steuern und die Menge und den Zeitpunkt der Paketdatenübertragung zu steuern; — Bereitstellung energiesparender Dienste, um den Datenverkehr bei Spitzenlast sowie die Gesamtkapazität des Netzes zu verringern. Anwendbarkeit Die Anwendbarkeit der verschiedenen Maßnahmen dieser bewährten Umweltmanagementpraxis ist in Tabelle 3 dargestellt. Tabelle 3 Anwendbarkeit von bewährten Praktiken zur Verbesserung des Energiemanagements bestehender elektronischer Kommunikationsnetze Technik Netzabschnitt Netztechnologie Anforderungen der Endnutzer Akteur Messung des Energieverbrauchs Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze Nutzung intelligenter Standby-Betriebsmodi Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Nicht geeignet für Nutzer, die eine stabile Verbindung benötigen oder für die ein System innerhalb kürzester Zeit wieder betriebsbereit sein muss Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze Nutzung von Möglichkeiten der dynamischen Leistungsskalierung Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze Nutzung der Vorteile des dynamischen Scheduling Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Nicht geeignet für Nutzer, die schnelle Übertragungsraten benötigen Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze Bereitstellung energiesparender Dienste Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Nicht geeignet für Nutzer, die eine hohe Qualität der Dienstleistungen benötigen Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze und IKT-Dienstleister Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Durchschnittlicher Energieverbrauch pro Kunde oder Teilnehmer in kWh/Kunde oder Teilnehmer (13) — Energieeffizienz von Daten über Mobilfunk/Festnetz (übertragene Datenmenge/Energieverbrauch) in Bit/J — Anteil des Netzstromverbrauchs, für den der Energieverbrauch gemessen wird (in %) — Anteil der Netzwerkknoten, für die Lösungen des dynamischen Strommanagements (z. B. dynamisches Power-Management (DPM) oder dynamisches Scheduling) implementiert sind (in %) — 50 % oder mehr des Energieverbrauchs des Netzwerks werden in Echtzeit auf der Ebene der Telekommunikationsstandorte (Basisstationen und/oder Festnetzknoten) überwacht — Für Telekommunikationsnetze ist ein Energiemanagementsystem vorhanden 3.3.2.   Verbesserung des Risikomanagements für elektromagnetische Felder durch Bewertung und Transparenz der Daten Elektromagnetische Felder (EMF) sind im Zusammenhang mit der wachsenden Zahl drahtloser Netze ein öffentliches Anliegen. Es wurden strenge Vorschriften festgelegt und umfassende Forschungsarbeiten durchgeführt, um dieses Problem anzugehen. Die bewährte Praxis für Telekommunikationsbetreiber umfasst folgende Maßnahmen: — Verbesserung des Risikomanagements für EMF durch Bewertung und Transparenz der Daten zur EMF-Exposition. Anwendbarkeit Die Anwendung dieser bewährten Umweltmanagementpraxis hängt vom Inhalt nationaler Vorschriften im Zusammenhang mit EMF und vom lokalen Kontext ab (Verbände, die sich für den Schutz vor EMF-Expositionen einsetzen, Medienberichterstattung über Themen in Bezug auf EMF, Sichtbarkeit von Antennen usw.). Sie ist am relevantesten für Netzbetreiber. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Prozentsatz der Standorte, bei denen nach einer Messung nachgewiesen wurde, dass sie die EMF-Grenzwerte einhalten — Prozentsatz der Standorte, die regelmäßig oder kontinuierlich (auch mit einer Software) in Bezug auf die Einhaltung der EMF-Grenzwerte überwacht werden — Prozentsatz der Ergebnisse aus den beiden oben genannten Indikatoren, die auf transparente Weise öffentlich zugänglich gemacht werden (%) Entfällt 3.3.3.   Auswahl und Einsatz energieeffizienterer Geräte für elektronische Kommunikationsnetze Sowohl mobile als auch kabelgebundene Netzwerke verwenden IKT-Geräte, die Strom und bestimmte Umgebungsbedingungen benötigen, um ordnungsgemäß funktionieren zu können. Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze (14) haben bei der Auswahl und dem Einsatz solcher Materialien innerhalb ihrer Netze die Möglichkeit, die Energieeffizienz durch Auswahl und Konfiguration geeigneter Geräte zu verbessern. Die bewährte Praxis umfasst folgende Maßnahmen: — Auswahl und Einsatz der energieeffizientesten IKT-Geräte (Funk-, Telekommunikations-, Breitband- und IT-Geräte) in Telekommunikationsnetzen (energieeffizientere Technologie, Energiesparmodi usw.); — Einsatz von integrierten und Multistandardlösungen anstelle von mehreren parallel laufenden und nicht ordnungsgemäß konfigurierten einzelnen Standardsystemen; — Auswahl und Einsatz der energieeffizientesten Kühlsysteme in Basisstationen (z. B. passive Kühlung, einfache Ventilatoren, Wärmetauscher usw.) und in Zentralen (z. B. Blindplatten für Warmgang-/Kaltgangkonfigurationen, Warmlufteinhausung, Luftführung usw.); — Auswahl und Einsatz der energieeffizientesten USV-Systeme (z. B. hocheffiziente oder modulare USV-Systeme usw.) in Basisstationen und Zentralen; — Planung von Telekommunikationsstandorten, durch die die Energieeffizienz maximiert wird, indem verteilte Funktionen auf zentrale Server in kabelgebundenen Netzen übertragen werden, Funkgeräte näher an Antennen positioniert werden und ein geeignetes Konzept für USV-Systeme verwendet wird; — Nutzung von Software, die Energieeinsparungen im gesamten Netz ermöglicht, um die Virtualisierung (zur verstärkten gemeinsamen Nutzung von Geräten und zur Verringerung der benötigten Hardware-Geräte) oder Netzwerkfunktionen (zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz des Netzes) zu implementieren. Anwendbarkeit Die Anwendbarkeit der Maßnahmen dieser bewährten Umweltmanagementpraxis ist in Tabelle 4 dargestellt. Tabelle 4 Anwendbarkeit der Maßnahmen dieser bewährten Umweltmanagementpraxis Technik Netzabschnitt Netztechnologie Anforderungen der Endnutzer Akteur Auswahl energieeffizienterer IKT-Geräte (Funk-, Telekommunikations-, Breitband- und IT-Geräte) Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze und Technologieanbieter Einsatz von integrierten und Multistandardlösungen Zugangsnetze Mobile Netze Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze und Installateure Auswahl und Einsatz energieeffizienterer Kühlsysteme Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze, Technologieanbieter und Installateure Auswahl und Einsatz energieeffizienterer USV-Systeme Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze, Technologieanbieter und Installateure Planung energieeffizienterer Telekommunikationsstandorte Zugangsnetze Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze und Installateure Nutzung von Software, die Energieeinsparungen ermöglicht Vom Kernnetz zum Zugangsnetz Alle Arten von Technologie Alle Arten von Endnutzern Betreiber elektronischer Kommunikationsnetze Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Prozentsatz der Breitbandgeräte, die die Anforderungen des Breitband-Verhaltenskodex (15) hinsichtlich des Energieverbrauchs erfüllen — Prozentsatz der Geräte, bei denen ein dynamisches Energiemanagement möglich ist — Anteil der Basisstationen mit Multistandardlösungen — Anteil der Basisstationen mit einem Remote Radio Head (RRH) oder mit aktivem Antennensystem (AAS) — Anteil der Standorte, die mit Hardware ausgestattet sind, die der ETSI-Norm (16) entspricht — Anteil der Standorte mit nicht mechanischer Kühlung — Die Temperatur wird auf den höchstzulässigen Wert entsprechend der Ausrüstung vor Ort eingestellt (J/N) — Durchschnittlicher Wirkungsgrad des USV-Systems — Durchschnittlicher COP-Kennwert der Kühlsysteme — 100 % der neu installierten Breitbandgeräte erfüllen die Anforderungen des EU-Verhaltenskodex für Breitbandgeräte in Bezug auf den Energieverbrauch — Der Wirkungsgrad von Kraftwerken/Energieanlagen beträgt 96 % oder mehr — Auswahl von Geräten mit einem COP-Kennwert von 7 oder höher für Wasserkühler und von 4 oder höher für DX-Kühlsysteme 3.3.4.   Installation und Aufrüstung von Telekommunikationsnetzen Neben der Installation neuer energieeffizienter Geräte an den Netzwerkstandorten können auch organisatorische Lösungen zu erheblichen Energieeinsparungen führen, z. B. indem sichergestellt wird, dass nicht genutzte Geräte vom Stromnetz getrennt werden und die Versorgung mit Strom und Kühlung nicht über das erforderliche Maß hinausgeht, sondern optimal auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt wird. Die bewährte Praxis umfasst folgende Maßnahmen: — Nutzung der Vorteile des technologischen Wandels (z. B. Einsatz der 5G-Technologie in vorhandenen Basisstationen oder festen Stationen, die von Kupfer- auf Glasfasernetze umgerüstet werden), um Netzwerkstandorte zu optimieren, indem ungenutzte Geräte außer Betrieb genommen/abgeschaltet, veraltete Geräte ausgetauscht und Kühlsysteme richtig konfiguriert werden usw.; — Erarbeitung eines Plans für die Außerbetriebnahme, indem solche Praktiken in einem Managementprozess zur Aufrüstung von Basisstationen berücksichtigt werden. Anwendbarkeit Diese bewährte Umweltmanagementpraxis ist eher für große Mobilfunkunternehmen relevant, die über Tausende von Standorten verfügen, sowie für Betreiber von Netzen in ländlichen Gebieten (wo die Standorte weiter auseinander liegen). Die Hauptakteure, für die diese bewährte Umweltmanagementpraxis relevant ist, sind Betreiber von Telekommunikationsnetzen und ihre Lieferanten, die für die Installation von IKT-Ausrüstung zuständig sind. Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Energieeffizienz von Mobilfunkdaten (EEMN,DV) — Energieeffizienz der Mobilfunknetzabdeckung (EEMN,CoA) — Effizienz des kabelgebundenen Netzes (Energieverbrauch von IKT/Gesamtenergieverbrauch des Netzes) — Anzahl ungenutzter oder ineffizienter Geräte, die jedes Jahr außer Betrieb genommen und aus den Basisstationen entfernt werden (kg) — Umstellung von Kupfer- auf Glasfasernetze, d. h. Austausch der Kupferverteiler (%) — Ausarbeitung eines Plans und eines Managementprozesses zur Optimierung aller bestehenden Netzstandorte (um nicht genutzte und ineffiziente Geräte zu entfernen, Kühlsysteme richtig zu konfigurieren usw.) 3.3.5.   Verringerung der Umweltauswirkungen beim Bau oder der Aufrüstung von Telekommunikationsnetzen Telekommunikations- und Rundfunkinfrastrukturen verursachen Störungen in der Umgebung (ästhetische Auswirkungen, Lärm von Generatoren und Kühlsystemen usw.) und tragen zur Landnutzung bei (und führen möglicherweise auch zu Beeinträchtigungen für die biologische Vielfalt). Um solche Auswirkungen beim Bau neuer Infrastrukturen oder bei der Aufrüstung bestehender Infrastrukturen zu begrenzen, umfasst die bewährte Umweltmanagementpraxis folgende Maßnahmen: — Planung der Kapazität und Bedarfsprognose vor dem Bau oder der Aufrüstung; — Co-Location von IKT-Infrastrukturen, um die Anzahl der verschiedenen Infrastrukturen zu begrenzen; — Errichtung von Netzinfrastrukturen (Festnetzanlagen, Antennen, Gebäude usw.) in der Nähe bestehender Zufahrtsstraßen und außerhalb von Schutzgebieten; — Installation von lärmmindernden Lösungen wie Barrieren, absorbierenden Materialien oder Schalldämpfern. Anwendbarkeit Die Anwendbarkeit der Maßnahmen dieser bewährten Umweltmanagementpraxis ist in Tabelle 5 dargestellt. Tabelle 5 Anwendbarkeit der Maßnahmen dieser bewährten Umweltmanagementpraxis Technik Netzabschnitt Maßnahme Akteur Co-Location und gemeinsame Nutzung von IKT-Infrastrukturen Drahtloser Netzzugang (RAN) Neubau und Aufrüstung Netzbetreiber; Eigentümer anderer Infrastrukturen Errichtung in der Nähe bestehender Zufahrtsstraßen und außerhalb von Schutzgebieten Jede Netzinfrastruktur Neubau Netzbetreiber; lokale Behörden Installation lärmmindernder Lösungen Basisstationen und Zentrale (Generatoren und Kühlsysteme) Neubau und Aufrüstung Netzbetreiber; lokale Behörden Umweltleistungsindikatoren und Leistungsrichtwerte Umweltleistungsindikatoren Leistungsrichtwerte — Prozentualer Anteil der passiv genutzten Standorte (%) — Prozentualer Anteil der aktiv genutzten Standorte (%) — Angewandte Maßnahmen zur Verringerung der visuellen und ökologischen Auswirkungen, z. B. lärmmindernde Lösungen beim Bau neuer kabelgebundener Netze (J/N) — Mindestens 30 % der Standorte werden mit anderen Betreibern gemeinsam genutzt (sofern möglich, z. B. rechtlich) 3.4.   Verbesserung der Energie- und Umweltleistung in anderen Sektoren („umweltfreundliche Gestaltung durch IKT“) Dieser Abschnitt befasst sich mit Praktiken, durch deren Umsetzung der Sektor Telekommunikations- und IKT-Dienste bestmöglich zur Verbesserung der Umweltleistung anderer Sektoren beitragen kann. 3.4.1.   Umweltfreundliche Gestaltung durch IKT I

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.