Europäische Union

Beschluss (EU) 2015/1402 der Kommission vom 15. Juli 2015 zur Festlegung des Standpunkts der Europäischen Union in Bezug auf einen Beschluss der nach dem Abkommen zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für stromsparende Bürogeräte eingesetzten Verwaltungsorgane über die Änderung der Spezifikationen für Computer in Anhang C des Abkommens (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32015D1402. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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d Tabelle 14 angeschlossen werden. Tabelle 13 Eingangsstromanforderungen für Produkte mit laut Typenschild ausgewiesener Nennleistung bis höchstens 1 500 W Markt Netzspannung Spannungstoleranz Maximale Gesamt-Oberschwingungsverzerrung (THD) Frequenz Frequenztoleranz Europa, Australien, Neuseeland 230 V WS +/– 1,0 % 2,0 % 50 Hz +/– 1,0 % Tabelle 14 Eingangsstromanforderungen für Produkte mit laut Typenschild ausgewiesener Nennleistung über 1 500 W Markt Netzspannung Spannungstoleranz Maximale Gesamt-Oberschwingungsverzerrung (THD) Frequenz Frequenztoleranz Europa, Australien, Neuseeland 230 V WS +/– 4,0 % 5,0 % 50 Hz +/– 1,0 % B) Umgebungstemperatur: Die Umgebungstemperatur muss während der Prüfung zwischen 18 °C und 28 °C (einschließlich) betragen. C) Relative Luftfeuchtigkeit: Die relative Luftfeuchtigkeit muss während der Prüfung zwischen 10 % und 80 % (einschließlich) betragen. D) Lichtmessgerät: Alle Lichtmessgeräte müssen folgende Spezifikationen erfüllen: 1. Genauigkeit: ± 2 % (± 2 Stellen) des digital angezeigten Werts und 2. Akzeptanzwinkel: höchstens 3 Grad. Zur Ermittlung der Gesamttoleranz von Lichtmessgeräten wird die absolute Summe aus 2 % der angestrebten Leuchtdichte des Bildschirms und einer zweistelligen Toleranz der letzten maßgeblichen Dezimalstelle des angezeigten Messwerts gebildet. Beispiel: Wenn die Leuchtdichte 90 Candela pro Quadratmeter (cd/m2) und die letzte maßgebliche Dezimalstelle des Lichtmessgeräts ein Zehntel von 1 cd/m2 beträgt, so sind 2 % von 90 cd/m2 gleich 1,8 cd/m2 und eine zweistellige Toleranz der letzten maßgeblichen Dezimalstelle beträgt 0,2 cd/m2. Der angezeigte Wert muss daher 90 ± 2 cd/m2 betragen (1,8 cd/m2 + 0,2 cd/m2). Hinweis: Manchmal wird der Begriff ‚nit‘ anstelle der amtlichen SI-Einheit cd/m2 verwendet. 1 nit entspricht 1 cd/m2. E) Leistungsmessgerät: Leistungsmessgeräte müssen folgende Eigenschaften haben: 1. Scheitelfaktor: a) verfügbarer Stromscheitelfaktor von 3 oder mehr im Nennmessbereich und b) Begrenzung des Strombereichs von 10 mA oder niedriger. 2. Mindestfrequenzgang: 3,0 kHz. 3. Mindestauflösung: a) 0,01 W für Messwerte unter 10 W, b) 0,1 W für Messwerte von 10 W bis 100 W und c) 1,0 W für Messwerte über 100 W. 4. Messgenauigkeit: Messunsicherheit, verursacht durch das Instrument, das die Eingangsleistung zu dem zu prüfenden Gerät misst, einschließlich externer Nebenwiderstände. a) Bei Leistungsmessungen mit einem Messwert ab 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von 95 % höchstens 2 % betragen. b) Bei Leistungsmessungen mit einem Messwert unter 0,5 Watt darf die Messunsicherheit bei einem Vertrauensbereich von 95 % höchstens 0,01 W betragen. 5.   Prüfdurchführung 5.1.   Hinweise zur Anwendung der Norm EN 62623 Die Prüfung erfolgt nach den Anforderungen der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012) ‚Desktop- und Notebook-Computer — Messung des Energieverbrauchs‘ unter Beachtung der folgenden Hinweise. A) Small-Scale-Server, Thin-Clients und Workstations werden in gleicher Weise wie (nicht integrierte) Desktop-Computer konfiguriert, sofern nicht anders angegeben. Slates/Tablets werden in gleicher Weise wie Notebook-Computer konfiguriert, sofern nicht anders angegeben. Tragbare All-in-One-Computer werden in gleicher Weise wie integrierte Desktop-Computer konfiguriert, sofern nicht anders angegeben. 1. Auf Thin-Clients muss während aller Prüfungen geeignete Terminal/Remote-Verbindungssoftware laufen. B) Wake-on-LAN-Einstellungen (WOL) müssen sich zur Prüfung des Ruhe- und Aus-Zustands im Auslieferungszustand befinden. C) Bei Modellen, die keinen werkseitig aktivierten Ruhezustand haben, erfolgt die Leistungsmessung nach Abschnitt 6.2 in dem vom Benutzer veranlassten Zustand mit der kürzesten Wartezeit, der den Betriebszustand aufrecht erhält und werkseitig aktiviert ist. 1. Gibt es keinen solchen Zustand, der sich vom langen Leerlaufzustand oder vom Aus-Zustand unterscheidet, wird die Messung nach Abschnitt 6.2 ausgelassen. D) Für die Prüfung im langen Leerlaufzustand (Abschnitt 6.3) darf dem zu prüfenden Gerät keine Wartezeit von mehr als 20 Minuten nach der letzten Benutzereingabe eingeräumt werden, bevor die Messungen beginnen. Falls Standardeinstellungen bestehen, die das zu prüfende Gerät nach 20 Minuten in einen langen Leerlaufzustand versetzen, müssen die Messungen beginnen, sobald das Gerät die 20-Minuten-Marke erreicht. Das Anzeigegerät wird zur Prüfung im langen Leerlaufzustand auf die werkseitigen Einstellungen für den Ruhezustand gesetzt. E) Für die Prüfung im kurzen Leerlaufzustand (Abschnitt 6.4) darf dem zu prüfenden Gerät keine Wartezeit von mehr als 5 Minuten nach der letzten Benutzereingabe eingeräumt werden, bevor die Messungen erfolgen. Die Einstellungen für den Ruhezustand des Anzeigegeräts werden zur Prüfung im kurzen Leerlaufzustand deaktiviert. Falls andere Standardeinstellungen bestehen, die bewirken, dass das zu prüfende Gerät während der Messungen den kurzen Leerlaufzustand verlässt, verlängern Sie deren Wartezeit, sodass das zu prüfende Gerät für die Dauer der Messungen im kurzen Leerlaufzustand verbleibt. F) Desktop-Computer, integrierte Desktop-Computer, Notebook-Computer, tragbare All-in-One-Computer und Slates/Tablets werden im Leerlauf-, Ruhe- und Aus-Zustand mit vollständiger Netzschaltung (‚Proxying‘) in den im Auslieferungszustand bestehenden Einstellungen geprüft. G) Mobilfunkverbindungen müssen während der Prüfung deaktiviert sein. Die Bluetooth-Einstellungen müssen sich im Auslieferungszustand befinden. 5.2.   Einstellung der Leuchtdichte der Anzeigegeräte von Notebook-Computern, integrierten Notebook-Computern, Slates/Tablets und tragbaren All-in-One-Computern A) Bevor Sie mit einer Prüfung begingen, deaktivieren Sie in den Computereinstellungen die Helligkeitsverringerung und den Ruhezustand des Anzeigegeräts, den Ruhezustand des Computers und die automatische Helligkeitsregelung (ABC). Dokumentieren Sie alle gegenüber der werkseitigen Konfiguration geänderten Einstellungen. 1. Wenn die automatische Helligkeitsregelung nicht deaktiviert werden kann, platzieren Sie eine Lichtquelle so, dass mindestens 300 lux direkt auf den ABC-Sensor treffen. B) Zeigen Sie das Videosignal mit drei vertikalen Balken an, das in Abschnitt 3.2.1.3 der europäischen Norm EN 60107-1:1997 (identisch mit IEC 60107-1:1997) ‚Messverfahren für Empfänger von Fernseh-Rundfunksendungen — Teil 1: Allgemeine Vorschriften; Messungen bei Radio- und Videofrequenzen‘ festgelegt ist. Das 3-Balken-Testbild wird mit der Standard-Bilddarstellungsanwendung angezeigt. C) Geräte, mit Hintergrundbeleuchtung in Kaltkathodenröhren-Technik (CCFL) haben eine Aufwärmzeit von mindestens 30 Minuten. Andere Anzeigegeräte haben eine Aufwärmzeit von mindestens 5 Minuten. D) Messen Sie mit dem Lichtmessgerät die Leuchtdichte in der Bildschirmmitte. E) Kalibrieren Sie die Helligkeit des zu prüfenden Geräts auf die Helligkeitseinstellung, die bei Notebook-Computern mindestens 90 cd/m2 und bei integrierten Desktop-Computern, tragbaren All-in-One-Computern und Slates/Tablets mindestens 150 cd/m2 am nächsten kommt. Kann die Helligkeitseinstellung des zu prüfenden Gerätes die angegebene Helligkeit nicht erreichen, wählen Sie dessen höchste Helligkeitseinstellung. F) Das Anzeigegerät wird mit dem ENERGY-STAR-Testbild konfiguriert, das zu finden ist unter https://www.energystar.gov/ia/partners/images/ComputerTestingImage.bmp. Bei Desktop-Computern, integrierten Desktop-Computern, Notebook-Computern und tragbaren All-in-One-Computern kann es als Desktop-Hintergrund (Wallpaper) festgelegt oder in einer Bilddarstellungsanwendung angezeigt werden. Die Bildgröße wird so angepasst, dass das Bild die gesamte Anzeigefläche ausfüllt. Bei Slates/Tablets wird die Anzeige mit der Standard-Bilddarstellungsanwendung konfiguriert. G) Bei allen Prüfungen nach Abschnitt 6 darf das zu prüfende Gerät nicht erneut hochgefahren oder neu gestartet werden, bis die Leistungsmessungen für den langen und den kurzen Leerlaufzustand beendet sind. H) Slates/Tablets und tragbare All-in-One-Computer werden nur dann mit einer Dockingstation geprüft, wenn diese zum Lieferumfang des Produkts gehört und die einzige Möglichkeit darstellt, das Gerät mit Strom zu versorgen. 6.   Prüfverfahren für alle produkte 6.1.   Vorbereitung des zu prüfenden Geräts Die Vorbereitung des zu prüfenden Geräts erfolgt nach der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Abschnitt 5.2 ‚Prüfanordnung‘, unter zusätzlicher Beachtung der Hinweise in Abschnitt 5 dieser Anlage. 6.2.   Prüfung im Ruhezustand Die Messung der Leistungsaufnahme im Ruhezustand erfolgt nach der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Abschnitt 5.3.3 ‚Messung des Schlaf-Modus‘; unter zusätzlicher Beachtung der Hinweise in Abschnitt 5 dieser Anlage. 6.3.   Prüfung im langen Leerlaufzustand Die Messung der Leistungsaufnahme im langen Leerlaufzustand erfolgt nach der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Abschnitt 5.3.4 ‚Messung des langen Leerlauf-Modus‘, unter zusätzlicher Beachtung der Hinweise in Abschnitt 5 dieser Anlage. 6.4.   Prüfung im kurzen Leerlaufzustand Die Messung der Leistungsaufnahme im kurzen Leerlaufzustand erfolgt nach der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Abschnitt 5.3.5 ‚Messung des kurzen Leerlauf-Modus‘, unter zusätzlicher Beachtung der Hinweise in Abschnitt 5 dieser Anlage. 6.5.   Prüfung im Aus-Zustand Die Messung der Leistungsaufnahme im Aus-Zustand erfolgt nach der europäischen Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Abschnitt 5.3.2 ‚Messung des Aus-Modus‘; unter zusätzlicher Beachtung der Hinweise in Abschnitt 5 dieser Anlage. 6.6.   Zusätzliche Prüfungen für die Einstufung Bei Notebook-Computern wiederholen Sie die Prüfung im kurzen Leerlaufzustand mit der Helligkeitseinstellung des Anzeigegeräts, die mindestens 150 cd/m2 am nächsten kommt. 7.   Prüfverfahren für workstations 7.1.   Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme Die maximale Leistungsaufnahme von Workstations wird durch die gleichzeitige Anwendung von zwei Industriestandard-Benchmarks ermittelt: Linpack zur Belastung des Kernsystems (z. B. Prozessor, Speicher usw.) und SPECviewperf® (letzte verfügbare Version für das zu prüfende Gerät) zur Belastung des Grafikprozessors (GPU). Diese Prüfung muss dreimal an demselben zu prüfenden Gerät durchgeführt werden, und alle drei Messungen müssen sich innerhalb einer Toleranz von ± 2 % zum Durchschnittswert der drei gemessenen Maximalleistungswerte bewegen. Für die Einstufung und die TEC-Berechnungen wird die durchschnittliche Leistungsaufnahme verwendet. Weitere Informationen zu diesen Benchmarks, einschließlich kostenloser Downloads, finden Sie unter den in Tabelle 15 angegebenen Internetadressen. Tabelle 15 Benchmark-Informationen für die Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme Benchmark Website Linpack http://www.netlib.org/linpack/ SPECviewperf http://www.spec.org/benchmarks.html#gpc A) Vorbereitung des zu prüfenden Geräts: 1. Schließen Sie ein zur Messung der tatsächlichen Leistungsaufnahme geeignetes Messgerät, das für die Prüfung auf die passende Spannungs-Frequenz-Kombination eingestellt ist, an eine Wechselstromquelle an. Das Messgerät muss alle in Abschnitt 4.1 E) aufgeführten Eigenschaften haben. Das Messgerät muss die während der Prüfung gemessene maximale Leistungsaufnahme speichern und ausgeben oder die maximale Leistungsaufnahme auf andere Art und Weise ermitteln können. 2. Schließen Sie das zu prüfende Gerät an den Messstromausgang des Messgeräts an. Zwischen das Leistungsmessgerät und das zu prüfende Gerät dürfen keine Steckdosenleisten oder USV-Geräte (unterbrechungsfreie Stromversorgung) geschaltet sein. 3. Zeichen Sie die Wechselstromspannung auf. 4. Fahren Sie den Computer hoch und installieren Sie erforderlichenfalls Linpack und SPECviewperf wie auf den oben genannten Webseiten angegeben. 5. Nehmen Sie in Linpack alle Standardeinstellungen für die jeweilige Architektur des zu prüfenden Geräts vor und stellen die geeignete Array-Größe ‚n‘ für eine maximale Leistungsaufnahme während der Prüfung ein. 6. Stellen Sie sicher, dass alle Leitlinien der Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC), die für die Durchführung der Benchmarkprüfung mit SPECviewperf von Bedeutung sind, erfüllt werden. 7. Weitere Informationen über die Konfiguration von Linpack finden Sie in Abschnitt 9.1 Typische Linpack-Startparameter. B) Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme: 1. Stellen Sie das Messgerät so ein, dass es Messwerte der tatsächlichen Leistungsaufnahme mit einer Rate von mindestens einer Messung pro Sekunde aufzeichnet, und starten Sie den Messvorgang. 2. Öffnen Sie SPECviewperf und starten Sie daneben Linpack so oft gleichzeitig wie erforderlich, um das System vollständig auszulasten. Die empfohlene Konfiguration wird in Abschnitt 9.1 C) erläutert. 3. Zeichnen Sie die Leistungswerte auf, bis SPECviewperf und alle geöffneten Linpack-Anwendungen abgeschlossen sind. Zeichnen Sie die während der Prüfung erzielte maximale Leistungsaufnahme auf. 4. Dabei sind auch folgende Daten aufzuzeichnen: a) Wert der für Linpack verwendeten Array-Größe ‚n‘, b) Anzahl der während der Prüfung gleichzeitig geöffneten Linpack-Anwendungen, c) für die Prüfung verwendete Version von SPECviewperf, d) alle für Linpack und SPECviewperf verwendeten Compiler-Optimierungen und e) eine vorkompilierte Binärfassung von SPECviewperf und Linpack, die die Benutzer herunterladen und verwenden können. Diese können entweder durch eine zentrale Normungsstelle wie SPEC, den Originalausrüstungshersteller (OEM) oder einen verbundenen Dritten vertrieben werden. 7.2.   Benchmark-Prüfung Für diese Benchmark-Prüfung werden die beiden folgenden Benchmark-Tests separat durchgeführt. Das zu prüfende Gerät wird vor jedem Benchmark-Test neu gestartet. Weitere Informationen zu diesen Benchmarks, einschließlich Downloads, finden Sie unter den in Tabelle 16 angegebenen Internetadressen. Alle Prüfungen müssen mit der jeweils letzten verfügbaren Version der Benchmarks durchgeführt werden. Tabelle 16 Informationen zur Benchmark-Prüfung Benchmark Website Linpack http://www.netlib.org/linpack/ SPECviewperf http://www.spec.org/benchmarks.html#gpc A) Vorbereitung des zu prüfenden Geräts: 1. Das zu prüfende Gerät wird gemäß Schritt 1) bis Schritt 4) in Abschnitt 7.1 A) konfiguriert. 2. Falls noch nicht geschehen, installieren Sie die Benchmark-Programme entsprechend den Hinweisen auf den in Tabelle 16 angegebenen Webseiten. 3. Konfigurieren Sie den Benchmark-Test wie in Abschnitt 7.2 B) angegeben. 4. Zeitmessung: Zeitmessungen werden mit einer üblichen Stoppuhr oder mit einem anderen Zeitmessgerät mit einer Auflösung von mindestens 1 Sekunde durchgeführt. B) Benchmark-Konfigurationen: 1. Linpack a) Nehmen Sie die gleichen Linpack-Einstellungen vor wie für die Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme von Workstations (d. h. gemäß Schritt 5) und Schritt 7) in Abschnitt 7.1 A)). b) Starten Sie Linpack so oft gleichzeitig wie erforderlich, um das System vollständig auszulasten. Empfohlen wird, so viele gleichzeitige Linpack-Instanzen zu starten, wie logische und/oder physische CPU-Kerne im System vorhanden sind. 2. SPECviewperf a) Nehmen Sie die gleichen Einstellungen vor wie für die Prüfung der maximalen Leistungsaufnahme von Workstations (d. h. gemäß Schritt 6) in Abschnitt 7.1 A)). C) Benchmark-Prüfung: 1. Stellen Sie das Messgerät so ein, dass es Messwerte der tatsächlichen Leistungsaufnahme mit einer Rate von mindestens einer Messung pro Sekunde aufzeichnet, und starten Sie die Leistungs- und Zeitmessung. 2. Starten Sie den Benchmark-Test. 3. Beenden Sie die Zeitmessung und zeichnen Sie die Leistungswerte für die gesamte Dauer des Benchmark-Tests auf. 4. Folgende Daten sind anzugeben: a) Linpack i. Wert der für Linpack verwendeten Array-Größe ‚n‘, ii. Zahl der gleichzeitig im System laufenden Linpack-Instanzen, iii. alle für Linpack verwendeten Compiler-Optionen, iv. Gesamtstromverbrauch während der Prüfung und v. Linpack-Ausgabedatei im Textformat, die neben anderen Linpack-Parametern (z. B. Testanzahl, Problemgröße usw.) auch die Systemleistung in Gleitkomma-Operationen pro Sekunde (Flops) enthält. b) SPECviewperf i. verwendete SPECviewperf-Version, ii. alle für SPECviewperf verwendeten Compiler-Optimierungen, iii. Dauer der Prüfung, iv. Gesamtstromverbrauch während der Prüfung und v. alle Dateien und Ordner im Ergebnis-Ordner der SPECviewperf-Software. 8.   Verweise A) Europäische Norm EN 50564:2011 (übernommen von IEC 62301:2011), Elektrische und elektronische Haushalts- und Bürogeräte — Messung niedriger Leistungsaufnahmen. B) Europäische Norm EN 60107-1:1997 (identisch mit IEC 60107-1:1997), Messverfahren für Empfänger von Fernseh-Rundfunksendungen — Teil 1: Allgemeine Vorschriften — Messungen bei Radio- und Videofrequenzen. C) Europäische Norm EN 62623:2013 (identisch mit IEC 62623:2012), Desktop- und Notebook-Computer — Messung des Energieverbrauchs. 9.   Anlage: benchmark-parameter 9.1.   Typische Linpack-Startparameter Im Folgenden werden einige übliche Anfangswerte für den Einsatz von Linpack zur Prüfung von Workstations aufgeführt. Diese Werte sind lediglich Ausgangspunkte und keine verbindlichen Vorgaben. Den Prüfern steht es frei, die Einstellungen vorzunehmen, die für ihre Systeme am vorteilhaftesten sind. Die Anwendbarkeit dieser Anfangswerte hängt erheblich von der Plattform und dem Betriebssystem (OS) ab. Im Folgenden wird Linux als Betriebssystem für die Prüfungen vorausgesetzt. A) Zahl der Gleichungen (Problemgröße): siehe Gleichung. B) Führende Array-Dimensionen: siehe Gleichung. Die Matrixgröße (Kombination aus Zahl der Gleichungen und führenden Array-Dimensionen) ist die Maximalgröße, die der RAM-Speicher des Rechners aufnehmen kann. Dieses AWK-Skript berechnet die Matrixgröße für einen Linux-Rechner: awk ' BEGIN { printf ”Maximale Matrixgröße, die in den RAM dieses Rechners passt:” } /^MemTotal:/{ print int(sqrt(($2*1 000)/8)/1 000) ”K” } '/proc/meminfo Verwenden Sie dieses Ergebnis, um die Matrixgröße für die Eingabe von ‚Zahl der Gleichungen‘ und ‚Führende Array-Dimensionen‘ zu bestimmen. Die ‚Zahl der Gleichungen‘ entspricht dem ausgegebenen Ergebnis. Die ‚führenden Array-Dimensionen‘ entsprechen dem ausgegeben Ergebnis, gerundet auf das nächste Vielfache von acht. Um dies einfach zu berechnen, nehmen Sie die Speichergröße (in Byte) des zu prüfenden Geräts (als ‚m‘ bezeichnet) und ersetzen m in Gleichung 1. Gleichung 9: Berechnung der Speichergröße C) Anzahl der Versuche: c — 1, dabei ist c die Zahl der logischen und/oder physischen CPU-Kerne des Systems. Der Prüfer muss ermitteln, welcher Wert für das Gerät vorteilhafter ist. Durch den Abzug ‚- 1‘ wird ein CPU-Kern für die Nutzung durch SPECviewperf frei gelassen. D) Speicherausrichtungswert: in Linux-Systemen üblicherweise vier. Der beste Wert ist die vom Betriebssystem vorgegebene Begrenzung der Speicherseitengröße. “ (1)  Wenn der Ruhezustand werkseitig vom zu prüfenden Gerät unterstützt wird und zur Einstufung in der TEC-Gleichung die Leistungsaufnahme im Ruhezustand verwendet wird. (2)  Externe Netzteile müssen bei der Prüfung nach der Uniform Test Method for Measuring the Energy Consumption of External Power Supplies, Appendix Z to 10 CFR Part 430 (Einheitliche Prüfmethode für die Messung des Stromverbrauchs externer Netzteile) die dort vorgegebenen Anforderungen erfüllen. Interne Netzteile müssen bei der Prüfung nach EPRI 306 Generalized Internal Power Supply Efficiency Test Protocol, Rev. 6.6 (Prüfprotokoll für die allgemeine Leistungsaufnahme interner Netzteile) die dort vorgegebenen Anforderungen erfüllen. (3)  Der durchschnittliche Wirkungsgrad ist das arithmetische Mittel der bei 25 %, 50 %, 75 % und 100 % des Bemessungs-Ausgangsstroms ermittelten Wirkungsgrade. Externe Netzteile müssen bei der Prüfung nach der Uniform Test Method for Measuring the Energy Consumption of External Power Supplies, Appendix Z to 10 CFR Part 430 (Einheitliche Prüfmethode für die Messung des Stromverbrauchs externer Netzteile) die dort vorgegebenen Anforderungen erfüllen. (4)  Die Leistung von diskreter Grafik wird anhand der Bildspeicher-Bandbreite in Kategorien eingestuft, siehe Tabelle 7. (5)  P = [# der CPU-Kerne] × [CPU-Taktfrequenz (GHz)], dabei ist ‚# der CPU-Kerne‘ die Zahl der physisch vorhandenen Prozessorkerne und ‚CPU-Taktfrequenz‘ die maximale TDP-Kernfrequenz, nicht die (übertaktete) Turbo-Boost-Frequenz. (6)  Zusatzwert TECMEMORY: gilt pro im System installiertes GB. (7)  Zusatzwert TECGRAPHICS: gilt nur für die erste im System installierte dGfx und nicht für umschaltbare Grafik. (8)  FB_BW: ist die Bildspeicher-Bandbreite in Gigabyte pro Sekunde (GB/s). Dieser Parameter ist vom Hersteller anzugeben und sollte wie folgt berechnet werden: (Datenrate [MHz] × Bildspeicher-Datenbandbreite [Bit])/(8 × 1 000). (9)  TECSWITCHABLE-Zuschlag: gilt für automatische Umschaltung, die in Desktop-Computern und integrierten Desktop-Computern werkseitig aktiviert ist. (10)  TECEEE: gilt pro IEEE 802.3az-konformen Gigabit-Ethernet-Port (energieeffizientes Ethernet). (11)  Zusatzwert TECSTORAGE: gilt einmal, wenn das System mehr als ein zusätzliches internes Speicherelement enthält. (12)  Zusatzwert TECINT_DISPLAY: EP ist die nach Gleichung 3 berechnete Toleranz für ein leistungserweitertes Display; r ist die Bildschirmauflösung in Megapixel und A ist die sichtbare Bildschirmfläche in Quadratzoll.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.