Europäische Union

Beschluss (GASP) 2015/1837 des Rates vom 12. Oktober 2015 über die Unterstützung der Union für die Tätigkeiten der Vorbereitungskommission der Organisation des Vertrags für das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) zur Stärkung ihrer Überwachungs- und Verifikationsfähigkeiten sowie im Rahmen der Umsetzung der Strategie der EU gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen

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Quellenkennung: 32015D1837. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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sungen in Gebieten vorzunehmen, in denen der globale Radioxenon-Hintergrund nicht vollständig bekannt ist und nachvollzogen wird. Bevorzugte Standorte befinden sich auf Höhe des Äquators in Lateinamerika, Asien und Afrika. 3.   Vorteile und Ergebnis Die Vorteile bestehen in einem besseren Verständnis der Schwankungen des globalen Edelgas-Hintergrunds und in einer besseren Netzabdeckung der Edelgasüberwachung. Nach diesen Messkampagnen können die Systeme von der CTBTO für Folgestudien des Edelgas-Hintergrunds auf unterschiedlichen geografischen Ebenen, als Backup und/oder zu Schulungszwecken verwendet werden. Komponente 3: Verwaltung des vDEC und damit verbundene Tätigkeiten 1.   Hintergrund Das IDC unterhält das vDEC, das externen Forschern, nationalen Datenzentren (NDC) und PTS-Auftragnehmern den Zugang zu IMS-Daten, IDC-Produkten und IDC-Software ermöglicht. Das vDEC wurde mit dem Beschluss 2010/461/GASP eingerichtet. 2.   Projektumfang Ziel ist die Fortsetzung der Unterstützung des vDEC als Plattform für gemeinsame Forschung unter Verwendung von IMS-Daten und IDC-Produkten und -Software. 3.   Vorteile und Ergebnis Das vDEC unterstützt die Erforschung und Entwicklung fortschrittlicher Technologien für die Überwachung im Rahmen des CTBT. Damit eröffnet es jungen Wissenschaftlern und Ingenieuren sowie Forschern in weniger entwickelten Ländern, die über geringere Ressourcen verfügen, Forschungsmöglichkeiten. Komponente 4: Unterstützung der Phase 2 des Programms zur Neukonzeption von SHI des IDC 1.   Hintergrund Auf der Grundlage einer Einleitungsphase zur Neukonzeption ausgewählter Teile des SHI-Systems und unter Nutzung eines erheblichen Sachbeitrags der USA hat das PTS der Vorbereitungskommission eine sogenannte Phase 2 des Programms der Neukonzeption von SHI des IDC eingeleitet. Ziel dieses Programms ist die Entwicklung einer umfassenden Software-Architektur für die Durchführung von Projekten zur Neuentwicklung und Aktualisierung der vorhandenen Software in den nächsten fünf bis sieben Jahren. Das Programm zur Neukonzeption (Phase 2) ist nach dem Rational Unified Process (RUP) für Softwareentwicklung in mehrere kürzere Phasen unterteilt. Die Einleitungsphase von RUP, die sogenannte Anlaufphase, sollte 2014 mit der Fertigstellung der Unterlagen über die Systemanforderungen und die Systemspezifikationen abgeschlossen werden. Die nächste RUP-Phase — die Ausarbeitung — erstreckt sich über das gesamte Jahr 2016 und bis in das Jahr 2017 hinein und beinhaltet die Entwicklung einer Softwarearchitektur und eines ausreichenden Prototyps, um die größten Risiken, die bei der Konzeption ermittelt wurden, einzugrenzen. Ein zentrales Ziel der Spezifizierung einer übergeordneten Softwarearchitektur ist es, der PTS zu ermöglichen, Instandhaltungsmaßnahmen Vorrang einzuräumen. Zwar ist der Sachbeitrag der USA ein wesentlicher Teil des Projekts, doch ist es unerlässlich, dass alle CTBTO-Mitgliedstaaten in den Prozess eingebunden werden. Dies wird durch die regelmäßige Unterrichtung der Arbeitsgruppen und durch Fachtagungen erreicht. 2.   Projektumfang Zweck ist 1) die Unterstützung von zwei Fachtagungen für die Konzeption von Software und 2) die Bereitstellung vertraglich vereinbarter Dienstleistungen/die kurzfristige Einstellung von Mitarbeitern für die Entwicklung von Prototypen. 3.   Vorteile und Ergebnis Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht in der Bereitstellung eines moderneren und anpassungsfähigeren Rahmens für die Entwicklung und Pflege von Software in den nächsten 20 Jahren. Das Ergebnis sollte ein System und eine Organisation der Unterstützung sein, das bzw. die auf Änderungen weniger anfällig reagiert und kostengünstiger betrieben und instandgehalten werden kann. Komponente 5: Begrenzung von Xenon 1.   Hintergrund Die Vorbereitungskommission misst das Radioxenon in der Umwelt mit sehr empfindlichen Systemen für das Aufspüren von Edelgas; dies stellt ein wichtiges Element des CTBT-Verifikationssystems dar. Die derzeitigen Radioxenon-Emissionen aus radiopharmazeutischen Produktionsanlagen haben erhebliche Auswirkungen auf die Hintergrundwerte von Edelgas-Stationen des IMS der CTBTO. Mit dem Beitrag der Union im Rahmen des Beschlusses 2012/699/GASP hat die CTBTO eine Studie in Auftrag gegeben, um eine technische Lösung für die Minderung der Radioxenon-Emissionen aus radiopharmazeutischen Produktionsanlagen zu entwickeln. Diese Studie wurde von SCKߦCEN (Belgien) durchgeführt und ermöglichte die Entwicklung eines Prototyps für die Abscheidung von Xenon auf der Grundlage von Silberzeolith, der vielversprechende Resultate aufwies. 2.   Projektumfang Um die laufenden Bemühungen um eine Begrenzung von Xenon zu unterstützen und im Nachgang zu den im Rahmen des Beschlusses 2012/699/GASP erzielten Ergebnissen, werden Mittel benötigt, mit denen das System der Abscheidung von Xenon weiterentwickelt werden kann; vorrangige Ziele sind dabei: a) die Durchführung einer Studie zur Maßstabsvergrößerung des auf Silberzeolith basierenden Abscheidungsprototyps, der von SCKߦCEN (Belgien) im Rahmen des Beschlusses 2012/699/GASP entwickelt wurde, unter einer größeren Bandbreite von Betriebsbedingungen mit dem Ziel einer weiteren Bewertung der Systemleistung; b) die Ausweitung der Tests auf weitere radiopharmazeutische Produktionsanlagen mithilfe besonderer Planungsstudien und Demonstrationsübungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen. Die im Bau befindliche radiopharmazeutische Produktionsanlage KAERI in Busan (Korea) ist ein geeigneter Kandidat für die Durchführung derartiger Studien in Zusammenarbeit mit SCKߦCEN (Belgien); c) Beurteilung des langfristigen Verhaltens ausgewählter Materialien insbesondere im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber hoher Bestrahlung unter realen Betriebsbedingungen. Dies wird im Rahmen von Tests unter Betriebsbedingungen erfolgen; d) die Integration von leistungsstarken Stacküberwachungssystemen in radiopharmazeutischen Produktionsanlagen wird die Ausgabe und den Austausch hochwertiger Stackdaten mit der CTBTO und den Unterzeichnerstaaten des CTBT ermöglichen. Diese Nachweissysteme werden auf leistungsstarken Detektoren mit hochgradig reinem Germanium beruhen, die Analysen von Radioxenon bei unterschiedlicher Aktivität durchführen; e) die Entwicklung besserer Instrumente der ATM zur verlässlichen Bewertung von Radioxenon-Emissionen aus radiopharmazeutischen Produktionsanlagen durch Stationen des IMS. Diese Instrumente werden durch die CTBTO verwendet und den Unterzeichnerstaaten des CTBT zur Verfügung gestellt, um auf der Grundlage von Stacküberwachungsdaten eine unabhängige Bewertung zu ermöglichen. Darüber hinaus werden die Instrumente die konfigurierbare Ausgestaltung des Edelgas-Netzes des IMS unterstützen. 3.   Vorteile und Ergebnis Die Erprobung von Xenonminderungssystemen im großen Maßstab und unter verschiedenen Betriebsbedingungen wird die endgültige Gestaltung einer konkreten technischen Lösung für die Begrenzung von Xenon-Emissionen aus radiopharmazeutischen Produktionsanlagen ermöglichen. Die verbesserte Leistung des Edelgas-Netzes des IMS wird den Unterzeichnerstaaten des CTBT Überwachungsdaten liefern, die im Hinblick auf den CTBT-Verifikationswert eine höhere Qualität aufweisen. Komponente 6: Erhöhen der Testabdeckung der Anwendungen des IDC 1.   Hintergrund Im IDC stellen Modul-, Integrations- und Regressionstests im Rahmen der Pflege von Anwendungen für Wellenform- und Radionukliddaten eine immer wiederkehrende, sehr spezielle und zeitaufwendige Aufgabe dar. Bei der Einführung einer neuen Version des Betriebssystems, bei der eine neue Version einer Anwendung freigegeben oder die Konfiguration der bestehenden Software geändert wird, sind umfassende Tests erforderlich. Da die Software relativ komplex ist, in Tausenden verschiedenen Konfigurationen laufen kann und oft sowohl vom Zugang zur Festplatte als auch zur Datenbank abhängig ist, um die gewünschte Leistung zu erbringen, ist die Entwicklung von Tests ebenfalls kompliziert. Die meisten Tests wurden bisher so durchgeführt, dass ein Experte auf dem Gebiet die Software in gewöhnlichen Konfigurationen laufen lässt, die Ergebnisse untersucht und diese mit den bisherigen und den erwarteten Ergebnissen vergleicht. Dieser manuelle Vorgang ist selten reproduzierbar und hängt in hohem Maße von der Verfügbarkeit von Humanressourcen und einschlägigen Fachkenntnissen ab. Im November 2013 hat die Vorbereitungskommission zur Lösung dieses Problems ein Projekt für die Ermittlung und die Umsetzung eines quelloffenen Steuerungsrahmens für die Tests eingeleitet, mit dem sie laufend automatisierte Tests durchführen könnte. Hierbei handelt es sich um einen Dreijahresvertrag, der im November 2013 geschlossen wurde und im November 2016 auslaufen soll. Die Vorbereitungskommission hat bereits Dienstleistungsaufträge für Softwareentwicklung vergeben. Die Unionsmittel sollen für die letzte mögliche Verlängerung dieses bestehenden Vertrags von Januar bis November 2016 verwendet werden. Mit dem Rahmen für ein automatisiertes Dauertestverfahren soll außerdem das Entwerfen und die Pflege von Testfolgen erleichtert und eine erste Reihe von Integrationstests für die automatisierte Verarbeitung von Wellenformkomponenten entwickelt werden. Das Projekt verläuft derzeit wie geplant. Das Dokument für die Systemanforderungen wurde fertiggestellt, und es wurden zwei quelloffene Softwarepakete (Jenkins und FitNesse) bestimmt, die zusammen die Anforderungen der Vorbereitungskommission erfüllen. 2.   Projektumfang Ziel des Projekts ist die Weiterverfolgung der Umsetzung des Rahmens für ein automatisiertes Dauertestverfahren, indem die Testabdeckung durch die Entwicklung von Modul-, Regressions- und Integrationstests insbesondere in den Bereichen der Netzwerkverarbeitung von Wellenformdaten, Software für Radionuklide und der Produkt- und Datenverbreitung erhöht wird. 3.   Vorteile und Ergebnis Die Arbeit im Rahmen dieses Projekts wird dazu beitragen, wiederholbare Qualitätskontrollkontrollverfahren zu schaffen und die Effizienz der Softwareentwicklungsverfahren des IDC zu steigern. Auf diese Weise werden die Qualität der automatisierten Wellenform- und Radionuklid-Software und schließlich auch die Dienstleistungen für die CTBTO-Mitgliedstaaten insbesondere in Bezug auf die Verbreitung von Daten, Produkten und Software verbessert. Rubrik 2: Verbesserungen der Hard- und Software des MSIR-Systems für OSI 1.   Hintergrund Das vom PTS mit Mitteln im Rahmen des Beschlusses 2012/699/GASP entwickelte und durch einen Sachbeitrag für die IFE14 ergänzte MSIR-System kann Daten im Spektralbereich vom sichtbaren Spektrum bis hin zu thermischem Infrarot von einer luftfahrzeuggestützten Plattform aus erfassen. Das System besteht aus einer Anordnung von Sensoren auf einer stabilen Unterlage, unterstützenden Instrumenten und Verarbeitungswerkzeugen, die OSI-relevante Informationen herausfiltern. Darüber hinaus sind die Elemente des Systems, darunter Planungssoftware für die Mission, Trägheitsmessgerät, Systemkontrollmechanismus, zusätzliches Pilot- und Betriebsnavigationssystem sowie Videokamera, im Rahmen des luftfahrzeuggestützten Gamma-Spektrometersystems des PTS, das den Erhalt von Daten entlang vordefinierter Fluglinien ermöglicht, integriert und getestet worden. Diese Elemente stehen auch für weitere luftfahrzeuggestützte OSI-Einsätze einschließlich des ersten Überflugs und der luftfahrzeuggestützten magnetischen Überwachung zur Verfügung. 2.   Projektumfang Ziel ist es, die Leistung des MSIR-Systems zu erweitern und dadurch die Fähigkeit eines Inspektionsteams zur Aufdeckung OSI-relevanter Merkmale zu verbessern. Das MSIR-System ist als modulares System konzipiert worden, dem — wenn die Finanzmittel es zulassen — weitere Komponenten hinzugefügt werden können. Das PTS hat in Versuchen den Wert anderer MSIR-Sensoren, die das bestehende Sensorarray des Systems ergänzen könnten, nachgewiesen. Mit dem vorliegenden Vorschlag soll das System um spezielle Sensoren ergänzt werden. a)   Instrument mit multispektralen Sensoren Das PTS hat unter Verwendung eines Sachbeitrags den Wert der Gewinnung von Daten in diskreten Spektralbändern sowohl im nahen als auch im kurzwelligen Infrarot nachgewiesen. Darüber hinaus wurde von Teilnehmern auf zwei Fachtagungen für OSI-Experten 2011 und 2012 hervorgehoben, dass eine wesentliche Anforderung für ein luftfahrzeuggestütztes MSIR-System in dem Nachweisvermögen in diesem Teil des Spektrums besteht. Somit stellt dies ein wesentliches Element des Vorschlags dar. Die als Sachbeitrag zur Verfügung gestellte und während der IFE14 verwendete Hardware steht dem PTS nicht als langfristige Leihgabe zur Verfügung, und da diese Ausrüstung nahezu ganzjährig benötigt wird, bestehen wenig Aussichten darauf, ähnliche Geräte von einem Unterzeichnerstaat des CTBT im Rahmen einer Vereinbarung über die leihweise Verwendung zu erhalten. Daher wird der Ankauf eines handelsüblichen multispektralen Instruments vorgeschlagen, das vollständig in die vorhandenen Komponenten eingebunden wird und fähig ist, OSI-relevante Merkmale im nahen und kurzwelligen Infrarot aufzudecken. b)   Entfernungsmesser Wie in verschiedenen Feldversuchen nachgewiesen wurde, bietet ein auf einer luftfahrzeuggestützten Plattform installierter Laser-Entfernungsmesser mit Scannerfunktion einem Inspektionsteam erhebliche Vorteile. Derzeit ist das MSIR-System nicht in der Lage, Geländedaten zu generieren, ist aber gut aufgestellt, um derartige Daten durch das Hinzufügen eines Laser-Entfernungsmessers mit Scannerfunktion zu liefern. Ein derartiges Instrument würde — die schnelle Generierung von Oberflächen- und Geländeerhöhungsdaten ermöglichen, mit denen durch Vegetation verdeckte OSI-relevante Merkmale ermittelt werden können, — die Korrektur anderer MSIR-Daten und die Generierung entzerrter Bildprodukte erleichtern, — das Erstellen von 3D-Modellen ermöglichen, die den Entscheidungsfindungsprozess innerhalb des OSI-Inspektionsteams erleichtern und die Missionsplanung unterstützen. Ein derartiges Instrument nützt nicht nur dem MSIR-System, sondern kann darüber hinaus auch als Hilfskomponente für das Radionuklid-Messsystem verwendet werden, um genaue Bodenabstandsdaten zur Korrektur von bei Überflügen gewonnenen Gammadaten zu liefern. Dieses Instrument wäre vor allem in Gebieten mit Hochreliefs hilfreich (wie sich bei der IFE14 herausgestellt hat). 3.   Vorteile und Ergebnis Ein wirksameres und effizienteres MSIR-System wird die Arbeit von Inspektoren während einer OSI verbessern und somit die Politik und das entschlossene Eintreten der Union für das Inkrafttreten des Vertrags unterstützen. Außerdem kann mit dem Projekt die Industrie für luftfahrzeuggestützte Sensoren in Europa ergänzt und weiter ausgebaut werden. In der Union gibt es mehrere Unternehmen, die Produkte in diesem Bereich anbieten. Rubrik 3: Sensibilisierungsmaßnahmen und Kapazitätsaufbau auf nationaler Ebene Diese Rubrik umfasst die folgenden zwei Komponenten: Komponente 1 : Lehrgänge und Workshops in Südostasien, im Pazifikraum und im Fernen Osten sowie im Nahen Osten und Südasien, Kapazitätsaufbau zur Wartung des Systems und Sensibilisierungsmaßnahmen für Wissenschaftler und Politiker/Diplomaten Komponente 2 : „Extended NDC-in-a-box“ Komponente 1: Lehrgänge und Workshops in Südostasien, im Pazifikraum und im Fernen Osten sowie im Nahen Osten und Südasien, Kapazitätsaufbau zur Wartung des Systems, Sensibilisierungsmaßnahmen für Wissenschaftler und Politiker/Diplomaten 1.   Hintergrund Das PTS hat erfolgreich Kapazitäten aufgebaut, indem es die NDC und die berechtigten Nutzer in den Regionen Afrika, Lateinamerika und Karibik, Osteuropa sowie in Teilen von Südostasien, des Pazifikraums und des Fernen Ostens systematisch unterstützt hat. Die so erzielten positiven Ergebnisse sind durch die Unterstützung der Union erheblich aufgewertet worden. Die logische Folge wäre eine Ausweitung dieses Kapazitätsaufbaus auf nationaler Ebene auf weitere Länder in Südostasien, im Pazifikraum und im Fernen Osten sowie auf die Regionen des Nahen Ostens und Südasiens. Darüber hinaus sind die in zahlreichen Ländern installierten Systeme zum Kapazitätsaufbau (40 Systeme und 20 befinden sich in Vorbereitung) von grundlegender Bedeutung für die Kapazitätserhaltung, doch leiden diese Systeme häufig unter technischen Problemen, die oft auf raue Klimabedingungen oder schwierige Infrastrukturverhältnisse vor Ort zurückzuführen sind. Ein gewisses Maß an Wartung dieser Systeme ist erforderlich, um die Vorteile des Kapazitätsaufbaus auf nationaler Ebene uneingeschränkt nutzen zu können. Der Austausch auf Expertenebene mit der Vorbereitungskommission ist ein wichtiges Mittel, um sowohl die politische Unterstützung für alle Teilbereiche des CTBT als auch das diesbezügliche technische Fachwissen aufrechtzuerhalten. Regelmäßige Konferenzen und Informationsveranstaltungen für Akademiker, Diplomaten und Wissenschaftler (z. B. die zweijährliche CTBT-Konferenz über Wissenschaft und Technologie, regionale CTBT-Workshops und -Konferenzen, Kurse über die CTBT-Politik und Workshops von Wissenschaftlern für Wissenschaftler) haben dazu beigetragen, Vertrauen in das Verifikationssystem aufzubauen und aufrechtzuerhalten und die Bedeutung des CTBT als ein Eckpfeiler im weltweiten System der Nichtverbreitung und Abrüstung von Kernwaffen hervorzuheben. Diese Veranstaltungen sind auch eine gute Gelegenheit, die in Anhang 2 des CTBT aufgeführten Staaten, die den CTBT nicht ratifiziert haben, einzubinden, um das Inkrafttreten des CTBT voranzubringen. 2.   Projektumfang Mit dem Unterprojekt werden frühere Anstrengungen zum Aufbau technischer Kapazitäten auf nationaler Ebene ausgebaut, indem in den Regionen in Südostasien, im Pazifikraum und im Fernen Osten sowie in den Regionen des Nahen Ostens und Südasiens Lehrgänge und Workshops unterstützt werden, um eine wirksame Teilnahme dieser Länder am CTBT zu fördern. Hierbei wird der Schwerpunkt auf Lehrgänge für Radionuklid-Analysten gelegt, die auf der Software beruhen, die 2013 dem „NDC-in-a-box“ hinzugefügt wurde. Diese beiden Regionen werden bei der Auswahl der Begünstigten der Maßnahmen im Rahmen des neunten Projekts für das Software-Paket „Extended NDC-in-a-box“ und seine Kernkomponente „SeisComp3“ angemessen berücksichtigt. Eines der Hauptziele besteht darin, die Unterzeichnerstaaten des CTBT dabei zu unterstützen, die IMS-Datenverarbeitung in die nationalen und regionalen seismologischen Netze einzubinden und normale Routineverfahren wie die lokale und regionale Überwachung von Erdbebengefahren mit der Überwachung von Nuklearexplosionen durch die Einrichtungen, die das jeweilige NDC aufgenommen haben, zu verschmelzen. Dieses Unterprojekt soll mit den anderen beiden Unterprojekten dieses Vorschlags verknüpft werden, indem bei den Lehrgängen und Workshops das gleiche geeignete Material verwendet wird und gewonnene Erkenntnisse auf nationaler Ebene zusammengetragen werden. Scheitert die technische Unterstützung für Kapazitätsaufbausysteme, die auf nationaler Ebene wirksam eingesetzt werden, an geringfügigen technischen Hindernissen, wozu auch die Gewährleistung eines geeigneten Internetzugangs gehört, so werden technische Abhilfemaßnahmen geboten. Mit dem Unterprojekt sollen auch durch das Angebot an Lehrgängen und Schulungsprogrammen zu Fragen im Zusammenhang mit dem CTBT, vor allem zu seinen wissenschaftlichen und technischen Aspekten, Akademiker, politische Akteure und Entscheidungsträger, insbesondere aus den in Anhang 2 des CTBT aufgeführten Staaten, die den CTBT nicht ratifiziert haben, für den CTBT sensibilisiert und ihr Verständnis des CTBT verbessert werden. Im Einklang mit den Strategien des PTS für das Inkrafttreten und die weltweite Anwendung des CTBT gilt Entwicklungsländern und den in Anhang 2 des CTBT aufgeführten Staaten, die den Vertrag nicht ratifiziert haben, besonderes Augenmerk. 3.   Vorteile und Ergebnis Da durch die Sensibilisierung für den CTBT und die Verbesserung des Verständnisses des CTBT sowie die Stärkung des Gemeinsamen Standpunkts 2003/805/GASP eine bessere globale Sicherheit gefördert wird, stehen die Maßnahmen mit den Zielen der Union im Einklang und haben die Informationskampagnen gegenüber in Anhang 2 des CTBT aufgeführten Staaten und den Kapazitätsaufbau auf nationaler Ebene — auch durch Einführung in den Regionen Südostasien, Pazifikraum und Ferner Osten sowie in den Regionen Nahen Osten und Südasien — intensiviert. Komponente 2: „Extended NDC-in-a-box“ 1.   Hintergrund 2013 hat sich die Vorbereitungskommission darum bemüht, ihr derzeitiges Angebot für das „NDC-in-a-box“ um zusätzliche Software zu erweitern, um den Nutzern die Verknüpfung von Daten aus dem IMS-Netz mit Daten von den lokalen und nationalen Stationen zu erleichtern und um die Verarbeitungskapazität der NDC erheblich zu verbessern. Im Rahmen dieser Bemühungen wurde im Dezember 2013 mit dem Helmholtz-Zentrum Potsdam (Deutsches Geoforschungszentrum — GFZ) ein Lizenzabkommen unterzeichnet, das es der Vorbereitungskommission ermöglichte, die Software „SeisComp3“ als Teil des „NDC-in-a-box“-Angebots an die berechtigten Nutzer zur IMS Datenverarbeitung und -analyse zu verteilen. Zum Zeitpunkt der Abfassung des vorliegenden Dokuments war die Arbeit an der Softwareentwicklung für die erste Ausgabe des „Extended NDC-in-a-box“ an Alpha-Tester abgeschlossen, und die Erprobung durch die NDC war im Gange. Es wurde über den Rahmen für das „Extended NDC-in-a-box“ beraten, und es wurden Anforderungen präzisiert, die in den DPSS-Sitzungen der NDC-Workshops in Wien (12. bis 16. Mai 2014) von den Vertretern der NDC als akzeptabel eingestuft wurden. Zum Abschluss des Projekts werden diese NDC-Vertreter als Alpha-Tester fungieren und Gelegenheit haben, die neue Software in ihren Zentren zu erproben. Trotz der knappen Fristen und der hohen Anforderungen an die Ausrüstung der NDC-Vertreter, die an dem Projekt teilnehmen, haben die CTBTO-Mitgliedstaaten überwältigendes Interesse an der Festlegung der Anforderungen und den Tests gezeigt. 2.   Projektumfang Mit dem Unterprojekt wird auch das neue „Extended NDC-in-a-Box“ konsolidiert, wodurch seine Annahme bei den NDC erleichtert und die Kohärenz mit der Neukonzeption der IDC-Software gewahrt wird. Es setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: a) Bearbeitung der Rückmeldungen, die im Laufe des Alpha-Tests eingehen, indem die festgestellten Probleme gelöst und kleine, von den Alpha-Testern gewünschte Verbesserungen an der Software vorgenommen werden. Im Ergebnis könnte eine erste offizielle Ausgabe des „Extended NDC-in-a-Box“ verteilt werden; und b) Behandlung des Schulungsbedarfs in den NDC, insbesondere für neu entwickelte Instrumente, die in das „Extended NDC-in-a-Box“ eingebunden werden müssen, sowie für das Software-Paket „SeisComp3“. Dies erfolgt durch zwei Lehrgänge für Wellenformanalysten und zwei Lehrgänge für „SeisComp3“ sowie durch das Entsenden von Experten in die NDC, die vor Ort Unterstützung benötigen. 3.   Vorteile und Ergebnis Da durch die Sensibilisierung für den CTBT und die Verbesserung des Verständnisses des CTBT sowie die Stärkung des Gemeinsamen Standpunkts 2003/805/GASP eine bessere globale Sicherheit gefördert wird, stehen die Maßnahmen mit den Zielen der Union im Einklang und haben die Informationskampagnen gegenüber in Anhang 2 des CTBT aufgeführten Staaten und den Kapazitätsaufbau auf nationaler Ebene, einschließlich des Kapazitätsaufbaus zur Wartung des Systems sowie einer breiteren Anwendung der „Extended NDC-in-a-box“ Software, intensiviert. III.   LAUFZEIT Die Dauer der Durchführung der Projekte wird auf insgesamt 24 Monate geschätzt. IV.   BEGÜNSTIGTE Die Nutzer der Projekte dieses Beschlusses sind a

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.