Europäische Union

2004/134/EG: Entscheidung der Kommission vom 3. Juli 2001 zur Erklärung der Unvereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.2220 — General Electric/Honeywell) (Text von Bedeutung für den EWR.) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 1746)

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Quellenkennung: 32004D0134. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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Aufgabe es ist, die Wahlfreiheit für die Fluggesellschaften durch die Festlegung von Normen für Form, Passung und Funktion für Kunden-Avionik zu erleichtern. Dank vereinheitlichter Schnittstellen kann die Fluggesellschaft unter den Angeboten einer Vielzahl von Avioniklieferanten wählen. (89) Siehe Sache IV/M. 697 - Lockheed Martin/Loral Corporation, Entscheidung der Kommission vom 27. März 1996, Sache IV/M.290 - Sextant/BGTVDO, Entscheidung der Kommission vom 21. Dezember 1992. (90) Jedes Avionikprodukt stellt jedoch einen eigenen Markt dar. (91) Darin sind nicht der Kapitalwert künftiger Cashflows und damit die Nettokosten für die Fluggesellschaften enthalten. Der Anteil der Avionik an den Gesamtbetriebskosten eines Flugzeugs wird auf 20-25 % geschätzt. (92) Die Marktdaten in diesem Abschnitt beruhen in der Regel auf besten Schätzungen der Parteien nach dem Nettoabsatzwert (Jahr 2000) und entsprechenden Korrekturen anhand von Informationen Dritter. Eine Bewertung auf der Grundlage des Auftragsbestandes wird vom Markt als weniger genau angesehen, da hierbei noch Rabatte, Anreize und der Umstand zu berücksichtigen wären, dass Bestellungen bisweilen in einer späteren Phase des Beschaffungsvorgangs reduziert werden. (93) Die Unterscheidung zwischen Käufer- und Hersteller-Ausrüstungen ist nur für große Verkehrsflugzeuge relevant. Abgesehen von wenigen Ausnahmen werden alle Avionikprodukte und sonstigen Erzeugnisse für Regional-/Geschäftsflugzeuge als Käufer-Ausrüstungen verkauft. (94) [Beschreibung von Honeywells strategischer Vereinbarung zur Kooperation mit RACAL, von Honeywell als vertrauliche Information erachtet]* (95) Aircraft Information and Management System ("AIMS"). (96) Vor etwa drei Jahren haben einige europäische Firmen (darunter Thales und BAe) ein Projekt zur Konstruktion eines integrierten Cockpitsystems für den A380, das auch CMU-Funktionen einschließt, in Angriff genommen, doch konkrete Ergebnisse in Form von Produkten liegen bisher noch nicht vor. (97) In den USA ist anstelle von ACAS die Bezeichnung "Traffic Alert and Collision Avoidance System" bzw. TCAS gebräuchlich. (98) Diese Zahlen geben nicht den Kapitalwert künftiger Cashflows und damit die Nettokosten für die Fluggesellschaften wieder. Der Anteil der sonstigen Erzeugnisse an den Gesamtbetriebskosten eines Flugzeugs wird auf 20-25 % geschätzt. (99) Die wichtigsten unabhängigen Akteure auf dem Markt sind Timco, Haeco, Bedek Aviation, FLS Aerospace und in gewissem Umfang auch Unternehmen wie Sogerma und BF Goodrich Services. (100) [Siehe oben]*. (101) [Nach Angaben in einem vertraulichen internen Dokument von Honeywell]*. (102) Das Frühwarnsystem IHAS (Integrated Hazard Awareness or Avoidance System) ist eine Kombination mehrerer Komponenten. Beim IHAS können Produkte wie das TCAS und Wetterradargeräte, bei denen ein Wettbewerb besteht, mit dem EGPWS verbunden werden, bei dem Honeywell keine Konkurrenten hat. Außerdem wird jeder Wettbewerber, der IHAS anbieten will, von Honeywell abhängig sein, da letzteres über alle drei Produkte verfügt, die zum IHAS-System gehören. Rockwell Collins ist das einzige Unternehmen, das zwei der drei Produkte selbst herstellt; Thales verfügt über keins der drei. Honeywell ist auch der führende Anbieter bei der Systemintegration, der in der Lage ist, das IHAS weiterzuentwickeln [mögliche künftige Anwendung, von Honeywell als vertrauliche Information erachtet]*. (103) [Beschreibung des Konzepts, von Honeywell als vertrauliche Information erachtet]* (104) Honeywell befindet sich in einer günstigen Ausgangsposition [(40-50 %)]* bei integrierten Instrumentenreihen. Primus Epic, das alle wichtigen Funktionen einer Instrumentenreihe übernehmen und mehrere Einzelsysteme ersetzen soll, ist das Herzstück dieses Integrations-Know-hows bei Steuereinrichtungen und in der Raytheon Hawker Horizon, der Embraer ERJ-170 und der Fairchild Dornier 728JET zu finden. Ein Angebot für eine vollständige EPIC-Komplettentwicklung (die erste auf dem Markt) wurde Raytheon am 2.11.2000 für die PD 375/PD 383 vorgelegt. Für dieses Luftfahrzeug hat Honeywell sowohl den Zuschlag für die Triebwerke als auch für die komplette EPIC-Instrumentenentwicklung erhalten. Collins ist der andere Anbieter [(40-50 %)]* mit der Proline-4-Reihe vorwiegend für Bombardier. (105) Litton, Smiths, Teledyne und L3COM sind Nischenakteure mit technisch fortgeschrittenen Produkten, die bisweilen den Großteil ihrer Einnahmen auf anderen Märkten erzielen (z. B. Litton im Schiffbau). Diese Akteure verkaufen ihre Produkte in der Regel an die drei Großen, die über etablierte Positionen bei den Flugzeugherstellern und Fluggesellschaften sowie über das weltweite Kundendienstnetz zur Stützung dieser Positionen verfügen. In den meisten Fällen sind Produkte wie Littons IRS oder Smiths FMS in Lösungen von Thales oder Collins integriert. Für eine Reihe von Produkten besitzen Akteure wie L3 Com, Teledyne oder Universal etablierte Positionen bei weniger technologieorientierten Systemen wie Aufzeichnungsgeräten, Druckern, Instrumenten und Anzeigen. (106) Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung von Thales und all seinen Tochterfirmen, darunter auch Thales Avionics, liegt mit rund 8 Mrd. USD unter der von GE und Honeywell. (107) Wie bereits an anderer Stelle dargelegt, bietet Hamilton Sundstrand im Sektor Luft- und Raumfahrt folgende Produkte an: APU, ECS, Stromversorgung, Triebwerkskomponenten, Hydraulikanlagen und - in geringerem Umfang - Autopilotsysteme. (108) Siehe Sache IV/M.697 - Lockheed Martin/Loral Corporation, Entscheidung der Kommission vom 27. März 1996, oder Sache IV/M.290 - Sextant/BGTVDO, Entscheidung der Kommission vom 21. Dezember 1992. (109) Hamilton Sundstrand ist eine Tochter von United Technology Corporation (UTC) und damit eine Schwestergesellschaft von P& W. (110) [Siehe oben]*. (111) Nach Angaben in internen Dokumenten von Honeywell. (112) Idem. (113) Siehe Sache COMP/M.1601 - AlliedSignal/Honeywell, Entscheidung vom 1. Dezember 1999. (114) [Siehe oben]*. (115) [Siehe oben]*. (116) [Siehe oben]*. (117) [...]* (118) [...]* (119) Überholen ("leapfrogging") bedeutet, dass ein Anbieter den etablierten Lieferanten im Ergebnis einer technologischen Entwicklung ablöst. (120) Beispielsweise das Kundendienstnetz GE Engine Service (GEES). (121) Zu Triebwerken von großen Verkehrsflugzeugen, die mit Systemen und Zubehör von Honeywell ausgerüstet sind, gehören u. a. [...]* [Information von Honeywell als vertraulich erachtet]. (122) Hamilton Sunstrand ist bei einer Reihe ausgereifter Triebwerksprogramme, z. B. [...]*, Zweitlieferant für Starter. Diese Starterentwicklungen datieren aus der Zeit, als Hamilton Sunstrand noch nicht mit P& W verbunden war. P& W seinerseits ist bei einer Reihe von ausgereiften Triebwerken auf Honeywells Starter angewiesen. (123) Da der Starter mit dem Triebwerk verbunden ist, müssen Anbieter einen Nachweis für die erfolgreiche Anwendung ihrer Technologie in Triebwerken für die Luft- und Raumfahrt und eine angemessene Produkthaftung und -wartung vorlegen. (124) Zusätzlich zu den erheblichen Umstellungskosten in Verbindung mit der Modifizierung, Zulassung, Flugerprobung und den Zahlungen an den Flugzeughersteller für jede Maschine, für die das Triebwerk ausgewählt wird, räumt GE auch die Schwierigkeit ein, neue Lieferanten für die Triebwerkssteuerungen zu finden (vgl. internes Dokument mit einer Studie zu den Stärken von Honeywell). Weiter kommt GE zu dem Schluss, dass P& W- und RR-Triebwerke aufgrund der hohen Zertifizierungskosten vermutlich nicht zu anderen Anbietern wechseln werden ("it is likely that P& W and RR engines will not move [to other suppliers]* due to high certification costs"). (125) Der Triebwerksmarkt für große Regionalflugzeuge ist wie der für große Verkehrsflugzeuge der technischen Bündelung seitens des neuen Unternehmens und den damit verbundenen Folgen ausgesetzt. (126) [Marktbilanz eines P& W-Triebwerks, von P& W als vertrauliche Information erachtet]*. Da GE sein Dominanzinstrumentarium auf diesem Markt ausschöpft, konnte P& W dieses Triebwerk noch nicht auf diesem Markt platzieren. (127) Wie die anderen hier untersuchten Strahltriebwerksmärkte dürfte der Triebwerksmarkt für Geschäftsflugzeuge dann einer technischen Bündelung durch das neue Unternehmen mit den entsprechenden Auswirkungen ausgesetzt sein. (128) GECAS' "Nur-GE-"Politik, s. o. (129) [Siehe oben]*. (130) Allied Signal/Honeywell und Engine Alliance. (131) Siehe Sache IV/M.440 - GE/ENI/Nuovo Pignone (II) und Sache IV/M.1623 - AlliedSignal/MTU. (132) Siehe Sache IV/M.1484 - ALSTOM/ABB. (133) Bei von Flugtriebwerken abgeleiteten Gasturbinen wird ein bestimmtes Flugzeugtriebwerk mit einer Abgasturbine kombiniert, um die Energie vom Abgasaustritt in die Rotationsenergie einer Welle umzuwandeln. (134) Siehe Fußnote 131. (135) In ihrer Erwiderung auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte haben die Parteien vorgebracht, dass ausgehend von einem Markt für Schiffsgasturbinen bis 5 MW in den letzten fünf Jahren der Anteil von Honeywell [50-60 %]*, von GE [0-10 %]*, von RR [40-50 %]* und von P& W [0-10 %]* betrug. (136) [Beschreibung der Komponenten, von Honeywell als vertrauliche Information erachtet]*. (137) GE ist der Hauptwettbewerber für [Projekt, Bezeichnung von Honeywell als vertraulich erachtet]* und hat sich aktiv bemüht, [Projekt, Bezeichnung von Honeywell als vertraulich erachtet]* durch das [GE-Triebwerk, Bezeichnung von Honeywell als vertraulich erachtet]* zu ersetzen. (138) ADIRS/ADIRU ist ein Gerät, das die Funktionen des Flugdatenrechners und des Trägheitsmesssystems (IRS) miteinander verbindet. AHRS ist eine kostengünstige Alternative zum IRS auf dem Regionalflugzeugmarkt. SAARU ist ein Ergänzungssystem für ADIRS und wird nur in der Boeing 777 verwendet. (139) Siehe Fußnote 5. (140) ABl. C 68 vom 2.3.2001, S. 3. (141) ABl. L 61 vom 2.3.1998, S. 1. ANLAGE Entwicklung des Bestandes von Triebwerken bei großen Verkehrsflugzeugen, die noch hergestellt werden (1995-2000) >PIC FILE= "L_2004048DE.008502.TIF">

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.