Europäische Union

2006/1005/EG: Beschluss des Rates vom 18. Dezember 2006 über den Abschluss des Abkommens zwischen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Gemeinschaft über die Koordinierung von Kennzeichnungsprogrammen für Strom sparende Bürogeräte

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Quellenkennung: 32006D1005. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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den kann, müssen die Zusatzgeräte zur Aufrüstung auf dem Markt erhältlich sein, oder es muss vorgesehen sein, dass sie spätestens ein Jahr nach der Markteinführung des Grundgeräts angeboten werden. Digitalkopierer, die nicht für eine funktionale Aufrüstung vorgesehen sind, werden nach der Spezifikation für Kopierer als ENERGY STAR-gerecht eingestuft. B.   ENERGY STAR-Produktanforderungen 1. Technische Spezifikationen Der Programmteilnehmer erklärt sich bereit, ein oder mehrere spezielle Mehrzweckgeräte anzubieten, die den in nachstehenden Tabellen angegebenen Spezifikationen genügen. a) Normalformat-Mehrzweckgeräte: Für die ENERGY STAR-Einstufung müssen Mehrzweckgeräte, die hauptsächlich für Papier der Formate 8,5" × 11" oder A4 bestimmt sind, die Spezifikationen der Tabelle 11 erfüllen. Alle Gerätegeschwindigkeiten werden, wie in Abschnitt VI.A.2 beschrieben, in Bezug auf die Anzahl der Reproduktionen im Format 8,5" × 11" bzw. A4 pro Minute gemessen. Tabelle 11 Kriterien für ENERGY STAR-gerechte Mehrzweckgeräte Geschwindigkeit des Mehrzweckgeräts (Bilder pro Minute, ipm) Stromsparzustand (Watt) Wiederanlaufzeit 30 Sekunden Ruhezustand (Watt) Voreingestellte Zeit für den Übergang in den Ruhezustand Autoduplex-Modus 0 < ipm < 10 entfällt entfällt < 25 < 15 Min. nein 10 < ipm < 20 entfällt entfällt < 70 < 30 Min. nein 20 < ipm < 44 3,85 × ipm + 50 ja < 80 < 60 Min. optional 44 < ipm < 100 3,85 × ipm + 50 empfohlen < 95 < 90 Min. optional 100 < ipm 3,85 × ipm + 50 empfohlen < 105 < 120 Min. optional b) Großformatgeräte: ENERGY STAR-gerechte Großformat-Mehrzweckgeräte, die hauptsächlich für Papier der Formate 17" × 22" oder A4 bestimmt sind, müssen die Spezifikationen der Tabelle 12 erfüllen. Alle Geschwindigkeiten von Großformatgeräten werden, wie in Abschnitt IV.A.2 beschrieben, in Bezug auf die Anzahl der Reproduktionen im Format A4 pro Minute gemessen. Tabelle 12 Kriterien für ENERGY STAR-gerechte Mehrzweckgeräte – GROSSFORMATGERÄTE Geschwindigkeit des Mehrzweckgeräts (Bilder pro Minute, ipm) Stromsparzustand (Watt) Wiederanlaufzeit 30 Sekunden Ruhezustand (Watt) Voreingestellte Zeit für den Übergang in den Ruhezustand Autoduplex-Modus 0 < ipm < 40 entfällt entfällt < 70 < 30 Min. nein 40 < ipm 4,85 × ipm + 50 empfohlen < 105 < 90 Min. nein c) Aufrüstbare Digitalkopierer: Aufrüstbare Digitalkopierer, die nach der Spezifikation für Mehrzweckgeräte als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden und hauptsächlich für Papier der Formate 8,5" × 11" oder A4 bestimmt sind, müssen die Spezifikationen der Tabelle 13 erfüllen. Alle Gerätegeschwindigkeiten werden, wie in Abschnitt VI.A.2 beschrieben, in Bezug auf die Anzahl der Reproduktionen im Format 8,5" × 11" bzw. A4 pro Minute gemessen. Tabelle 13 Kriterien für ENERGY STAR-gerechte Mehrzweckgeräte – AUFRÜSTBARE DIGITALKOPIERER Geschwindigkeit des aufrüstbaren Digitalkopierers (Bilder pro Minute, ipm) Stromsparzustand (Watt) Wiederanlaufzeit 30 Sekunden Ruhezustand (14) (Watt) Voreingestellte Zeit für den Übergang in den Ruhezustand 0 < ipm ≤ 10 entfällt entfällt ≤ 5 ≤ 15 Min. 10 < ipm ≤ 20 entfällt entfällt ≤ 5 ≤ 30 Min. 20 < ipm ≤ 44 3,85 × ipm + 5 ja ≤ 15 ≤ 60 Min. 44 < ipm ≤ 100 3,85 × ipm + 5 empfohlen ≤ 20 ≤ 90 Min. 100 < ipm 3,85 × ipm + 5 empfohlen ≤ 20 ≤ 120 Min. Anmerkung: Die Kriterien für aufrüstbare Digitalkopierer sind identisch mit den Kriterien der Spezifikation für Kopierer. d) Aufrüstbare Großformat-Digitalkopierer: Aufrüstbare Digitalkopierer, die nach der Spezifikation für Mehrzweckgeräte als ENERGY STAR-gerecht eingestuft werden und hauptsächlich für Papier der Formate A2 oder 17" × 22" oder größer bestimmt sind, müssen die Spezifikationen der Tabelle 14 erfüllen. Alle Gerätegeschwindigkeiten werden, wie in Abschnitt VI.A.2 der Spezifikation beschrieben, in Bezug auf die Anzahl der Reproduktionen im Format A4 pro Minute gemessen. Tabelle 14 Kriterien für ENERGY STAR-gerechte Mehrzweckgeräte – AUFRÜSTBARE GROSSFORMAT-DIGITALKOPIERER Geschwindigkeit des aufrüstbaren Digitalkopierers (Bilder pro Minute, ipm) Stromsparzustand (Watt) Wiederanlaufzeit 30 Sekunden Ruhezustand (Watt) Voreingestellte Zeit für den Übergang in den Ruhezustand 0 < ipm ≤ 40 entfällt entfällt ≤ 65 ≤ 30 Min. 40 < ipm 4,85 × ipm + 45 entfällt ≤ 100 ≤ 90 Min. 2. Zusatzanforderungen Zusätzlich zu den in den Tabellen 11 bis 14 genannten Anforderungen müssen auch die folgenden Anforderungen erfüllt werden. a) Voreingestellte Zeit für den Übergang in den Stromsparzustand: Mehrzweckgerätemodelle und aufrüstbare Digitalkopierer werden vom Programmteilnehmer mit einer auf 15 Minuten voreingestellten Zeit für den Übergang in den Stromsparzustand ausgeliefert. Für den Übergang in den Ruhezustand muss er die Zeiten entsprechend den Tabellen 11 bis 14 voreinstellen. Die voreingestellten Zeiten für den Übergang in den Stromsparzustand und den Ruhezustand werden ab dem Zeitpunkt gemessen, zu dem die letzte Kopie gemacht oder die letzte Seite gedruckt wurde. b) Wiederanlaufzeit aus dem Stromsparzustand: Bei Geräten, die einen Stromsparzustand aufweisen, sind die tatsächlichen Wiederanlaufzeiten aus diesem Zustand in den Produktunterlagen anzugeben. c) Wochenschaltuhren: Wochenschaltuhren sind zulässig, dürfen aber das normale Funktionieren des Stromspar- und Ruhezustands nicht beeinträchtigen. Im Sinne des US-EPA sollen Zusatzeinrichtungen die Stromsparfunktionen ergänzen und nicht ihre Wirkung aufheben. d) Autoduplex-Funktion: Die beidseitige Reproduktion braucht bei Mehrzweckgeräten nicht voreingestellt zu sein. Sie muss aber optional für alle Normalformat-Mehrzweckgeräte mit einer Geschwindigkeit > 20 ipm angeboten werden. Weiter wird empfohlen, bei der Auslieferung von Mehrzweckgeräten die beidseitige Reproduktion für das Kopieren und andere mögliche Funktionen als Standard voreinzustellen und den Kunden bei der Installation zu erklären. 3. Ausnahmen und Erläuterungen: Nach der Auslieferung darf der Programmteilnehmer oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter das Mehrzweckgerätemodell nicht so ändern, dass die Fähigkeit des Mehrzweckgeräts, den genannten Spezifikationen zu entsprechen, beeinträchtigt wird. Bestimmte Ausnahmen werden für die Änderung der voreingestellten Zeiten und des Duplex-Modus zugelassen. Hierbei handelt es sich um folgende Ausnahmen: a) Voreingestellte Zeiten: Nach der Auslieferung darf der Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde die voreingestellten Zeiten für den Übergang in entweder den Stromspar- oder den Ruhezustand ändern, aber nur bis zu einem werkseitig eingestellten Höchstwert von 240 Minuten (d. h. die Summe der voreingestellten Zeiten für den Übergang in die beiden Stromsparzustände darf 240 Minuten nicht überschreiten). b) Feuchtigkeitsschutzeinrichtungen: In einigen Fällen muss der Programmteilnehmer, um die Anforderungen an die Leistungsaufnahme im Ruhezustand zu erfüllen, ein Mehrzweckgerätemodell gegebenenfalls mit abgekoppelter Feuchtigkeitsschutzeinrichtung ausliefern. Wenn dies bei einem bestimmten Kunden zu beträchtlichen Schwierigkeiten führt, darf der Programmteilnehmer (oder der von ihm benannte Kundendienstvertreter) die Feuchtigkeitsschutzeinrichtung anschließen. Stellt der Programmteilnehmer fest, dass es in einer bestimmten Region aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit chronische Zuverlässigkeitsprobleme gibt, kann er sich mit dem (in Anhang B genannten) US-EPA-Programmverantwortlichen (15) in Verbindung setzen und alternative Lösungen erörtern. Zum Beispiel kann das US-EPA dem Programmteilnehmer erlauben, die Feuchtigkeitsschutzeinrichtungen in Mehrzweckgerätemodellen anzuschließen, die in eine Region mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit geliefert werden. c) Deaktivierung des Ruhezustands: Führt der Ruhezustand im Einzelfall bei einem Kunden wegen seiner besonderen Verwendungsgewohnheiten zu beträchtlichen Schwierigkeiten, darf der Programmteilnehmer, der von ihm benannte Kundendienstvertreter oder der Kunde diesen Zustand deaktivieren. Konstruiert der Programmteilnehmer seine Geräte so, dass der Kunde den Ruhezustand deaktivieren kann, so darf die Deaktivierungsmöglichkeit nicht gleichzeitig mit der Einstellung der Zeiten angeboten werden. (Beispiel: Ein Programmmenü, in dem sich die Zeiten bis zum Übergang in den Ruhezustand von 15, 30, 60, 90, 120 und 240 Minuten einstellen lassen, darf keine Auswahlmöglichkeit wie „Deaktivieren“ oder „Aus“ enthalten. Diese Möglichkeiten müssen versteckt (oder weniger offensichtlich) oder in einem anderen Menü angeboten werden.) C.   Prüfleitlinien 1. Prüfbedingungen Bei der Durchführung der Stromverbrauchsmessungen müssen die nachstehenden Umgebungsbedingungen gegeben sein. Damit wird sichergestellt, dass die Prüfergebnisse nicht von externen Faktoren beeinflusst werden und wiederholbar sind. Leitungsimpedanz: < 0,25 Ohm Klirrfaktor (THD): < 3 % Umgebungstemperatur: 21 °C ± 3 °C Relative Luftfeuchtigkeit: 40 – 60 % Wandabstand: mindestens 2 ft. (ca. 60 cm) Sonstige marktspezifische Kriterien: Markt Papierformat Spannung/Frequenz USA 8,5" × 11" 115 V (effektiv) ± 5 V 60 Hz ± 3 Hz Europa A4 230 V (effektiv) ± 10 V 50 Hz ± 3 Hz Japan A4 100 V (effektiv) ± 5 V 50 Hz ± 3 Hz und 60 Hz ± 3 Hz 200 V (effektiv) ± 10 V 50 Hz ± 3 Hz und 60 Hz ± 3 Hz 2. Prüfgerät: Es gelten die Bestimmungen in Abschnitt I.C.2. 3. Prüfmethode: Es gelten die Bestimmungen in Abschnitt I.C.3. VII.   SPEZIFIKATIONEN FÜR BILDGEBENDE GERÄTE Ab 1. April 2007 gelten folgende Spezifikationen für bildgebende Geräte. A.   Begriffsbestimmungen Produkte 1. Kopierer: Ein handelsübliches bildgebendes Produkt, dessen einzige Funktion die Herstellung von Papierduplikaten einer grafischen Papiervorlage ist. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Kopierer oder aufrüstbare Digitalkopierer in Verkehr gebracht werden. 2. Digitalvervielfältiger: Ein handelsübliches bildgebendes Gerät, das als vollautomatisches Vervielfältigungssystem in Verkehr gebracht wird und mit Hilfe von Matrizen digitale Reproduktionen erstellt. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Digitalvervielfältiger in Verkehr gebracht werden. 3. Fernkopierer (Faxgerät): Ein handelsübliches bildgebendes Produkt, dessen Hauptfunktionen das Einscannen von Papiervorlagen zur elektronischen Übertragung an entfernte Geräte sowie das Empfangen solcher elektronischen Übertragungen und deren Ausgabe in Papierform sind. Die elektronische Übertragung geschieht hauptsächlich über ein öffentliches Telefonsystem, kann aber auch über ein Computernetz oder das Internet erfolgen. Das Produkt kann auch zur Herstellung von Papierkopien geeignet sein. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Faxgeräte in Verkehr gebracht werden. 4. Frankiermaschine: Ein handelsübliches bildgebendes Produkt zum Aufdrucken des Portos auf Postsendungen. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Frankiermaschinen in Verkehr gebracht werden. 5. Mehrzweckgerät (MZG): Ein handelsübliches bildgebendes Produkt, bei dem es sich um ein physisch integriertes Gerät oder eine Kombination funktional integrierter Komponenten handelt, das über zwei oder mehr der Hauptfunktionen Kopieren, Drucken, Scannen oder Faxen verfügt. Die in dieser Definition beschriebene Kopierfunktion unterscheidet sich von den Einzelblatt-Bedarfskopien, die mit Faxgeräten erstellt werden können. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Mehrzweckgeräte oder Mehrzweckprodukte in Verkehr gebracht werden. Anmerkung: Ist das Mehrzweckgerät kein integriertes Einzelgerät, sondern ein Satz funktional integrierter Komponenten, so muss der Hersteller für die ENERGY STAR-Einstufung bescheinigen, dass alle MZG-Komponenten einschließlich des Grundgeräts zusammen bei richtiger Installation nicht mehr Strom verbrauchen als in Abschnitt VII.C angegeben. 6. Drucker: Ein handelsübliches bildgebendes Gerät, das als Druckausgabegerät dient und Daten von Einzelplatzcomputern oder vernetzten Computern oder sonstigen Eingabegeräten (z. B. Digitalkameras) empfangen kann. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Drucker in Verkehr gebracht werden, einschließlich Druckern, die vor Ort zu einem Mehrzweckgerät aufgerüstet werden können. 7. Scanner: Ein handelsübliches bildgebendes Produkt, das als elektro-optisches Gerät zum Konvertieren von grafisch vorliegenden Informationen in elektronische Bilder dient, die vor allem in einer PC-Umgebung gespeichert, bearbeitet, konvertiert oder übertragen werden können. Das Gerät muss über eine Stromnetzsteckdose oder eine Daten- oder Netzverbindung mit Strom versorgt werden können. Diese Definition soll Produkte erfassen, die als Scanner in Verkehr gebracht werden. Druckverfahren 8. Thermodirektdruck (TD): Ein Druckverfahren, bei dem ein Thermodruckkopf ein Bild überträgt, indem er Punkte auf ein speziell beschichtetes Druckmedium aufbrennt. TD-Produkte benötigen keine Farbbänder. 9. Sublimationsdruck (SD): Ein Druckverfahren, bei dem Bilder durch das Aufbringen (Sublimieren) von Farbstoff auf das Druckmedium dargestellt werden, wobei das Druckbild von der Wärme abhängt, die von den Heizelementen erzeugt wird. 10. Elektrofotografie (EF): Ein Druckverfahren, bei dem ein Fotoleiter über eine Lichtquelle mit dem gewünschten Bild belichtet wird. Das Bild wird dann mit Tonerpartikeln entwickelt. Dabei definiert das unsichtbare Bild auf dem Fotoleiter, wo sich Toner ablagert und wo nicht. Schließlich wird der Toner auf das Druckmedium übertragen und durch Erhitzen fixiert, damit das Bild haltbar wird. Es gibt Laser-, LED- und LCD-EF. Farb-EF unterscheidet sich von einfarbiger Elektrofotografie (EF) dadurch, dass in einem Gerät gleichzeitig Toner in mindestens drei verschiedenen Farben verarbeitet wird. Nachstehend sind zwei Farb-EF-Technologien definiert: a) Parallele Farb-EF: Ein Druckverfahren, bei dem mehrere Lichtquellen und mehrere Fotoleiter verwendet werden, um die maximale Geschwindigkeit des Farbdrucks zu erhöhen. b) Serielle Farb-EF: Ein Druckverfahren, bei dem ein einzelner Fotoleiter mehrfach nacheinander und eine oder mehrere Lichtquellen verwendet werden, um einen mehrfarbigen Ausdruck zu erzeugen. 11. Anschlagdruck (Impact-Druck): Ein Druckverfahren, bei dem das gewünschte Bild dadurch erzeugt wird, dass Farbstoff durch ein mechanisches Anschlagverfahren von einem „Farbband“ auf das Druckmedium übertragen wird. Zwei wichtige Anschlagdruckverfahren sind der Nadeldruck und der Typendruck. 12. Tintenstrahldruck (TS): Ein Druckverfahren, bei dem durch matrizenartiges Aufbringen kleiner Farbstofftropfen unmittelbar auf das Druckmedium Bilder erzeugt werden. Farb-TS unterscheidet sich von einfarbigem TS dadurch, dass in einem Produkt gleichzeitig mehr als ein Farbstoff verarbeitet wird. Gängige Arten von TS sind piezoelektrischer (PE) TS, TS-Sublimation und Thermo-TS. 13. Festtinte (FT): Ein Druckverfahren, bei dem die Tinte bei Zimmertemperatur fest ist und sich durch Erwärmen auf Auftragstemperatur verflüssigt. Die Übertragung auf das Druckmedium kann direkt erfolgen, geschieht aber meist über eine Trommel oder ein Band. Das Medium wird dabei im Offsetverfahren bedruckt. 14. Matrizendruck: Ein Druckverfahren, bei dem Bilder über eine Matrize, die sich auf einer mit Tinte versehenen Trommel befindet, auf das Druckmedium übertragen werden. 15. Thermotransferdruck (TT): Ein Druckverfahren, bei dem der gewünschte Ausdruck erstellt wird, indem kleine Tropfen festen Farbstoffs (üblicherweise gefärbtes Wachs) in geschmolzenem/flüssigem Zustand matrizenartig direkt auf das zu bedruckende Material aufgebracht werden. TT unterscheidet sich von TS dadurch, dass der Farbstoff bei Zimmertemperatur fest ist und durch Erwärmen verflüssigt wird. Betriebsmodi, Aktivitäten und Stromversorgungszustände 16. Aktiv: Der Stromversorgungszustand, in dem das Produkt an eine Stromquelle angeschlossen ist und aktiv produziert oder andere Hauptfunktionen erfüllt. 17. Autoduplex-Modus: Die Fähigkeit eines Kopierers, Faxgerätes, Mehrzweckgerätes oder Druckers, automatisch Bilder auf beide Seiten eines Blattes zu drucken, ohne dass der Ausdruck in einem manuellen Zwischenschritt umgedreht werden muss. Ein Beispiel dafür ist das beidseitige Kopieren einseitiger und doppelseitiger Originalvorlagen. Ein Gerät hat nur dann einen Autoduplex-Modus, wenn das Modell alles Zubehör umfasst, das erforderlich ist, um die genannten Bedingungen zu erfüllen. 18. Voreingestellte Wartezeit: Die vom Hersteller voreingestellte Zeit, nach der das Produkt nach dem Abschluss seiner Hauptfunktion in einen Stromsparzustand (z. B. Ruhezustand, Aus-Zustand) übergeht. 19. Aus-Zustand: Der Stromversorgungszustand, in den das Produkt übergeht, wenn es manuell oder automatisch ausgeschaltet wurde, aber noch eingesteckt und an das Stromnetz angeschlossen ist. Dieser Zustand wird durch ein Signal, z. B. des Netzschalters oder einer Schaltuhr, beendet, durch den das Gerät in Betriebsbereitschaft versetzt wird. Wird dieser Zustand manuell durch den Benutzer herbeigeführt, wird er häufig als manueller Aus-Zustand bezeichnet. Ist er auf ein automatisches oder voreingestelltes Signal zurückzuführen (z. B. eine Wartezeit oder Schaltuhr) wird er oft automatischer Aus-Zustand genannt. 20. Betriebsbereit: Der Zustand, in dem das Gerät keine Ausdrucke erstellt, jedoch die Betriebsbedingungen erreicht hat und noch nicht in einen Stromsparzustand übergegangen ist. In diesem Zustand kann das Gerät mit minimaler Verzögerung in den aktiven Betriebszustand wechseln. Alle Produktfunktionen können in diesem Zustand aktiviert werden und das Gerät muss durch Reaktion auf integrierte Eingabeoptionen in den aktiven Betriebszustand zurück wechseln können. Mögliche Eingabeoptionen sind externe elektrische Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder Fernsteuerung) und unmittelbare physikalische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters oder Knopfs). 21. Ruhezustand: Der Zustand verminderter Leistungsaufnahme, in den das Gerät nach einer Zeit der Inaktivität eintritt. Zusätzlich zum automatischen Übergang in den Ruhezustand kann das Gerät auch in diesen Zustand übergehen: 1) zu einer vom Benutzer eingestellten Tageszeit, 2) als direkte Reaktion auf einen manuellen Eingriff des Benutzers, ohne wirklich abzuschalten, oder 3) durch andere, automatische Vorgänge, die vom Verhalten des Benutzers abhängen. Alle Produktfunktionen können in diesem Zustand aktiviert werden und das Gerät muss durch Reaktion auf integrierte Eingabeoptionen in den aktiven Betriebszustand zurück wechseln können, wobei es zu Verzögerungen kommen kann. Mögliche Eingabeoptionen sind externe elektrische Impulse (z. B. Netzimpulse, Faxanrufe oder Fernsteuerung) und unmittelbare physikalische Eingriffe (z. B. Betätigung eines Schalters oder Knopfs). Die Netzanbindung des Geräts muss im Ruhezustand aufrecht erhalten bleiben, so dass das Produkt bei Bedarf aufwacht. Anmerkung: Bei der Mitteilung von Daten und anforderungsgerechten Produkten, die auf mehrere Arten in den Ruhezustand versetzt werden können, sollten sich die Programmteilnehmer auf einen Ruhezustand beziehen, der automatisch erreicht werden kann. Wenn das Gerät über mehrere aufeinander folgende Ruhezustände verfügt, entscheidet der Hersteller, welche dieser Stufen er für die Einstufung des Geräts verwendet. Die angegebene voreingestellte Wartezeit muss jedoch der gewählten Ruhezustandsstufe entsprechen. 22. Standby-Zustand: Zustand mit der geringsten, vom Nutzer nicht ausschaltbaren (beeinflussbaren) Leistungsaufnahme, der unbegrenzt fortbesteht, solange das Gerät mit dem Stromnetz verbunden ist und entsprechend der Bedienungsanleitung des Herstellers genutzt wird (16). Anmerkung: Für bildgebende Produkte im Sinne der vorliegenden Spezifikation tritt die Standby-Leistungsaufnahme gewöhnlich im Aus-Zustand auf, ist jedoch auch in Betriebsbereitschaft oder im Ruhezustand möglich. Ein Gerät kann den Standby-Zustand nicht verlassen und in einen Zustand noch niedrigerer Leistungsaufnahme wechseln, es sei denn, dass es manuell von der Stromversorgung getrennt wird. Größenformate der Produkte 23. Großformat: Zu den als Großformat eingestuften Produkten zählen Geräte, die auf Medien im Format A2 und größer ausgelegt sind, einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite von mindestens 406 mm. Großformat-Produkte können sich auch zum Bedrucken von Standard- oder Kleinformaten eignen. 24. Kleinformat: Zu den als Kleinformat eingestuften Produkten zählen Geräte, die auf Medien ausgelegt sind, die kleiner als die Standardformate sind (z. B. A6, 4" × 6", Mikrofilm), einschließlich Geräten für Endlosmedien mit einer Breite von weniger als 210 mm. 25. Standardformat: Zu den als Standardformat eingestuften Produkten zählen Geräte, die auf Medien mit Standardgrößen ausgelegt sind (z. B. Letter, Legal, Ledger, A3, A4 und B4) einschließlich Geräten für Endlosmedien mit Breiten zwischen 210 mm und 406 mm. Standardformat-Produkte können sich auch zum Bedrucken von Kleinformaten eignen. Zusätzliche Begriffe 26. Zubehör: Ein optionales Zusatzteil, das für den Betrieb des Grundgeräts nicht notwendig ist, aber vor oder nach der Auslieferung hinzugefügt werden kann, um den Funktionsumfang zu erhöhen. Ein Zubehörteil kann getrennt, mit eigener Modellnummer, oder zusammen mit einem Grundgerät als Teil eines Pakets oder einer Konfiguration verkauft werden. 27. Grundgerät: Bei einem Grundgerät handelt es sich um das vom Hersteller ausgelieferte Standardmodell. Werden Produktmodelle in unterschiedlichen Konfigurationen angeboten, stellt das Grundgerät jene elementare Konfiguration des Modells dar, die über die Mindestanzahl von verfügbaren Funktionszusätzen verfügt. Nicht standardmäßig, sondern als Option angebotene Funktionskomponenten und Zubehör sind nicht Teil des Grundgeräts. 28. Endlosformat: Zu den als Endlosformat eingestuften Produkten zählen Geräte, die als Druckmedium keine zugeschnittenen Blätter verarbeiten und für Industrieanwendungen eingesetzt werden, z. B. den Druck von Strichcodes, Etiketten, Belegen, Frachtbriefen, Rechnungen, Flugtickets oder Preisschildern. 29. Digitales Front-End (DFE): Ein funktional integrierter Server mit Netz- oder Desktopanbindung, der als Host für andere Computer und Anwendungen und als Schnittstelle zu bildgebenden Geräten dient. Ein DFE besitzt ein eigenes Gleichstrom-Netzteil oder bezieht Gleichspannung von dem bildgebenden Gerät, mit dem es betrieben wird. Durch ein DFE werden die Funktionen des bildgebenden Produkts erweitert. Außerdem bietet ein DFE mindestens drei der folgenden zusätzlichen Eigenschaften: a) Netzanbindung in unterschiedlichen Umgebungen; b) Mailbox-Funktion; c) Auftragswarteschlange; d) Geräteverwaltung (z. B. Aufwecken des bildgebenden Geräts aus einem Zustand verminderter Leistungsaufnahme); e) Hochentwickelte grafische Benutzerschnittstelle; f) Fähigkeit zur Aufnahme der Kommunikation mit anderen Hostservern und Clientcomputern (z. B. Scannen in eine E-Mail, Abfragen von Druckaufträgen von entfernten

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.