Europäische Union

2004/304/EG: Entscheidung der Kommission vom 17. April 2002 zur Erklärung der Vereinbarkeit eines Zusammenschlusses mit dem Gemeinsamen Markt und dem EWR-Abkommen (Sache COMP/M.2547 — Bayer/Aventis Crop Science) (Text von Bedeutung für den EWR) (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2002) 1462)

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Quellenkennung: 32004D0304. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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lung befindlichen Produkt]. [...]. [Vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (369) Die Kommission ist im Hinblick auf Oliven der Auffassung, dass [...] Wettbewerb ermöglichen wird. Was die anderen Segmente des Marktes für Obst und Nüsse anbelangt, so stellt die Kommission fest, dass die bereits starke Position der beteiligten Unternehmen durch [...] noch weiter gestärkt wird. Die Kommission ist der Meinung, dass sich aus im Wesentlichen denselben Gründen wie auf dem Blattinsektizidmarkt für Obst und Nüsse in Belgien die Position der beteiligten Unternehmen verbessern wird [...], und zwar sowohl im Segment der saugenden wie dem der beißend-kauenden Insekten. In ihrer Bewertung hat die Kommission die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. Da jedoch die beteiligten Unternehmen [...] Neonicotinoide in ihrem Produktportfolio haben werden, kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Wettbewerber der beherrschenden Marktstellung der beteiligten Unternehmen nichts Adäquates entgegenzusetzen haben. (370) Aus all den vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass das geplante Vorhaben in Griechenland auf dem Gesamtmarkt für Blattinsektizide für Obst und Nüsse eine beherrschende Stellung begründet oder verstärkt. (371) In Portugal, einem Markt mit einem Wert in Höhe von [...] Mio. EUR, beläuft sich der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen ihrer eigenen Einschätzung zufolge auf [40-50] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [20-30] %). Der größte Wettbewerber ist Syngenta ([10-20] %), während die lokalen und Generikahersteller gemeinsam einen Marktanteil von [40-50] % innehaben. Die beteiligten Unternehmen haben ihren Marktanteil auf [40-50] % im Segment der Saugenden Insekten und auf [40-50] % im Segment der beißend-kauenden Insekten geschätzt. (372) [Vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. (373) Wie in Griechenland, vertreiben die beteiligten Unternehmen auch auf diesem Markt eine große Anzahl von Produkten: Bayer 10 und ACS 14. Die wichtigsten Produkte von Bayer auf diesem Markt sind Imidacloprid (Confidor) und Fenthion (Lebacyd). Auch ACS vertreibt eine Vielzahl von Produkten, darunter Amitraz (Mitac), Endosulfan (Thiodan), Phosalon (Zolon) und Deltamethrin (Decis). Beide beteiligten Unternehmen vertreiben außerdem Produkte von Drittherstellern. Die Hälfte des Marktanteils der beteiligten Unternehmen wird mit Produkten erwirtschaftet, die entweder in mehreren Kulturen oder nur für diese eine Kultur angewendet werden. Dies gibt Grund zu der Annahme, dass Entscheidungen zur Preisbildung vor allem auf der Grundlage dieser Kultur getroffen werden. (374) Nach Schätzung der beteiligten Unternehmen werde Bayer zwar seinen Marktanteil auf [20-30] % erhöhen, der gemeinsame Marktanteil des neuen Unternehmens werde allerdings auf [30-40] % schrumpfen. Die beteiligten Unternehmen haben argumentiert, dass der Marktanteil sinken werde, da das Produkt Clofentezin von ACS an [...] und [...] abgegeben worden ist. Im Jahre 2000 belief sich der Anteil dieser Produkte auf [0-10] % des Marktanteils von ACS. Die beteiligten Unternehmen haben ferner argumentiert, dass der Marktanteil wegen Einstellung der Lieferbeziehung von Drittherstellern zurückgehen werde. Als weiteres Argument führten sie an, dass ihr Marktanteil wegen erwarteter neuer Produkte der Wettbewerber rückläufig sein werde. (375) Die beteiligten Unternehmen haben keinerlei Beweise dafür vorgelegt, dass der Vertrieb auch nur eines einzigen Produkts von Drittherstellern eingestellt wird. In einer späteren Phase des Verfahrens haben die beteiligten Unternehmen ihre Erklärung zu Endosulfan korrigiert und erklärt, dass Endosulfan schließlich doch erneut eine Zulassung für alle Obstsorten und Nüsse erhalten wird, für die es bereits jetzt zugelassen ist. Im Hinblick auf die Markteinführung neuer Produkte stellt die Kommission fest, dass [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. Was die Behauptung der beteiligten Unternehmen angeht, nach der die neuen Akarizide Etoxazol und Milbemectin zugelassen werden sollen, so war die Kommission nicht in der Lage, diese Information zu überprüfen. (376) (vertrauliche Information von ACS). Die Kommission ist der Meinung, dass sich aus im wesentlichen den gleichen Gründen wie auf dem Blattinsektizidmarkt für Obst und Nüsse in Belgien die Position der beteiligten Unternehmen [...] verbessern wird, und zwar sowohl im Segment der saugenden wie dem der beißend-kauenden Insekten. In ihrer Bewertung der saugenden Insekten hat die Kommission die Tatsache zur Kenntnis genommen, dass [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. Weil jedoch [...] und [vertrauliche Information zu einem Wettbewerber], kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Wettbewerber der beherrschenden Marktstellung der beteiligten Unternehmen in der nächsten Zeit nichts Adäquates entgegenzusetzen haben. (377) Aus allen vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der vorgesehene Zusammenschluss in Portugal auf dem Markt für Blattinsektizide für Obst und Nüsse eine beherrschende Stellung begründen oder verstärken würde. g) Insektizide für Rebkulturen (378) Der EWR-weite Markt für Rebkulturen belief sich 2000 auf insgesamt 116 Mio. EUR. Zur Anwendung kamen fast ausschließlich Blattinsektizide (nur [...] Mio. EUR entfallen auf Bodeninsektizide). Im EWR-weiten Blattinsektizidsegment liegt der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen bei [20-30] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [10-20] %), gefolgt von BASF ([20-30] %) und Syngenta ([10-20] %) als größte Wettbewerber. Was das EWR-weite Segment für Bodeninsektizide angeht, so wären die beteiligten Unternehmen EWR-weit mit [50-60] % eindeutig Marktführer (Bayer: [30-40] %, ACS: [20-30] %). (379) Im Segment der Blattinsektizide würden die beteiligten Unternehmen einen relativ hohen Marktanteil in Deutschland ([50-60] %) erzielen. (380) Was Deutschland betrifft, so belief sich der Gesamtmarkt im Jahr 2000 auf [...] Mio. EUR. Dieser Markt dürfte bis 2004 auf [...] Mio. EUR schrumpfen. Der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen beträgt deren eigenen Schätzungen zufolge [50-60] % (Bayer: [40-50] %, ACS: [10-20] %). Auf diesem Markt hat Bayer traditionell eine starke Marktposition - mit [40-50] % des Marktes im Jahr 1998, [30-40] % im Jahr 1999 und [40-50] % im Jahr 2000. Der Marktanteil von ACS schwankte zwischen [20-30] % und derzeit [10-20] %. Die größten Wettbewerber sind BASF ([10-20] %) und Syngenta ([10-20] %). (381) [Vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. (382) Nach Schätzungen der beteiligten Unternehmen beträgt ihr Marktanteil bei saugenden Insekten [50-60] % und bei beißend-kauenden Insekten [50-60] %. Allerdings [vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber] dürften diese Marktanteile höher sein. (383) Bayer erwirtschaftet [90-100] % seines Umsatzes mit den Produkten Dritter, Parathion-Ethyl und Parathion-Methyl, von denen keines erneut zugelassen werden soll. Die beteiligten Unternehmen erklären, dass dies zu einem erheblichen Einbruch beim Marktanteil von Bayer führen werde. Die beteiligten Unternehmen argumentieren ferner, dass die Verschlechterung der Marktposition von Bayer durch die Einführung der neuen Konkurrenzprodukte Spinosad (Dow) und Indoxacarb (DuPont) noch weiter verschärft werde. Die beteiligten Unternehmen haben daher behauptet, dass der Marktanteil von Bayer bis 2004 auf lediglich [0-10] % und der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen auf [10-20] % absinken werde. (384) Die Kommission stellt fest, dass [vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. [...]. Die Kommission stimmt mit den beteiligten Unternehmen darin überein, dass der Marktanteil dieser Unternehmen in naher Zukunft aufgrund der Tatsache sinken dürfte, dass die wichtigsten Produkte von Bayer keine Neuzulassung erhalten. Auch angesichts der Markteinführung der Konkurrenzprodukte hält es die Kommission für unwahrscheinlich, dass die beteiligten Unternehmen in der Lage sein könnten, in naher Zukunft eine führende Marktstellung aufrecht zu erhalten. Für die Zwecke dieser Entscheidung stellt die Kommmission allerdings fest, dass die Überschneidung und der hohe Marktanteil mindestens bis 2003 anhalten werden, dass sie aber aufgrund der Möglichkeit der Verlängerung des Verkaufszeitraums um bis zu 18 Monate auch länger anhalten könnte. (385) Aus all den vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der vorgesehene Zusammenschluss in Deutschland auf dem Markt für Blattinsektizide für Rebkulturen eine beherrschende Stellung begründen oder verstärken würde. h) Insektizide für Zierpflanzen (386) Der Gesamtmarktwert für Insektizide für Zierpflanzen und Blumen belief sich im Jahr 2000 auf 24 Mio. EUR. Auf diesem EWR-weiten Markt würden die beteiligten Unternehmen mit einem Marktanteil von [30-40] % zum Marktführer (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %). Der größte Wettbewerber ist Syngenta ([30-40] %), gefolgt von BASF ([10-20] %) und DuPont ([0-10] %). Die Blattanwendung ist das größere der beiden Segmente ([...] Mio. EUR). Auf diesem Markt hätten die beteiligten Unternehmen einen Anteil von [20-30] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [10-20] %). Sie würden zum stärksten Wettbewerber mit einem Marktanteil bei Bodenausbringung in Höhe von [80-90] % (Bayer: [40-50] %, ACS: [30-40] %). (387) Bei Blattanwendungen wird es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken geben. Was die Bodenausbringung angeht, so würden die beteiligten Unternehmen in Italien zu Markführern ([90-100] %). (388) In Italien, wo sich der Gesamtmarkt im Jahr 2000 auf 0,5 Mio. EUR belief, hätten die beteiligten Unternehmen ihren eigenen Schätzungen zufolge einen Marktanteil von [90-100] % (Bayer: [10-20] %, ACS: [70-80] %). Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie diese Marktposition auch in naher Zukunft halten werden. Syngenta und DuPont haben jeweils einen Marktanteil von etwa [0-10] %. (389) [Vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. Der Marktanteil der beteiligten Unternehmen liegt daher offensichtlich näher bei [70-80] % [vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. (390) Auf diesem Markt vertreibt ACS nur Aldicarb, das unter dem Markennamen Temik im Handel ist. Bayer erwirtschaftet mehr als [70-80] % seines Umsatzes mit Fenamiphos, das unter dem Markennamen Nemacur GR gehandelt wird. (391) Die beteiligten Unternehmen haben eingewendet, dass ihr gemeinsamer Marktanteil sie nicht in die Lage versetze, die Preise für ihre Produkte entsprechend der Wettbewerbssituation auf dem Markt für Zierpflanzen festzulegen. ACS erwirtschaftet seinen gesamten Umsatz auf diesem Markt mit Aldicarb, das unter dem Markennamen Temik gehandelt wird. Nur [30-40] % des mit diesem Produkt in Italien getätigten Umsatzes können dem Insektizidmarkt für Zierpflanzen zugeordnet werden; das Mittel kommt darüber hinaus auch bei Kartoffeln, Gemüse, Tabak und anderen Kulturen zum Einsatz. Die Parteien haben auch damit argumentiert, dass das wichtigste Bayer-Produkt (Fenamiphos) seinen größten Markt bei Gemüse und nicht bei Blumen und Zierpflanzen hat. Die beteiligten Unternehmen haben ferner vorgetragen, dass Syngenta vor kurzem sein neues Produkt Fosthiazat auf dem italienischen Markt für Zierpflanzeninsektizide eingeführt hat. Die beteiligten Unternehmen sind dabei zu der Einschätzung gekommen, dass sich der Marktanteil von Syngenta auf [20-30] % erhöhen wird. (392) Die Kommission stellt fest, dass sich der Gesamtumsatz mit Aldicarb auf [...] EUR bei Insektiziden für Zierpflanzen belief, dagegen auf [...] EUR bei Kartoffeln, auf [...] EUR bei Gemüse und auf [...] EUR bei Tabak. Wie nachstehend noch näher ausgeführt werden soll, liegt der Marktanteil der beteiligten Unternehmen deutlich über deren Schätzungen bei Gemüse (fast [90-100] % des gemeldeten Umsatzes). Angesichts der Tatsache, dass der Umsatz mit Aldicarb bei Zierpflanzen und Blumen fast [70-80] % des Gesamtumsatzes ausmacht, hat die starke Marktposition bei Zierpflanzen mit einiger Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Preisentscheidungen. Die Kommission geht daher davon aus, dass das Vorhaben zu einer spürbaren Veränderung der Marktstruktur führen wird. (393) [Vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. Die beteiligten Unternehmen würden ihre beherrschende Marktstellung bei beißend-kauenden Insekten als den größten Bodenschädlingen immer noch behalten. (394) Aus all den vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der vorgesehene Zusammenschluss in Italien auf dem Markt für Bodeninsektizide für Zierpflanzen eine beherrschende Stellung begründen oder verstärken würde. i) Insektizide für Kartoffeln (395) Der EWR-Markt für Insektizide für Kartoffeln belief sich im Jahr 2000 auf 55,4 Mio. EUR. Auf Boden -und Blattinsektizide entfiel jeweils etwa die Hälfte des Umsatzes. (396) Die beteiligten Unternehmen würden EWR-weit zum Marktführer ([50-60] %) werden, gefolgt vor allem von Syngenta ([10-20] %), DuPont ([10-20] %) und BASF ([0-10] %). Die beteiligten Unternehmen würden außerdem zum stärksten Akteur bei Boden- und Blattanwendungen: bei Bodenausbringung läge ihr Anteil am Markt bei [60-70] % (Bayer: [0-10] %, ACS: [50-60] %). Auf diesem Markt ist DuPont mit [20-30] % der größte Wettbewerber. Bei Blattanwendungen läge der Marktanteil der beteiligten Unternehmen bei [40-50] % (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %), gefolgt von Syngenta ([30-40] %) und BASF ([0-10] %). Blattinsektizide (397) Bei Blattanwendungen würden die beteiligten Parteien einen gemeinsamen Marktanteil von ([60-70] %) in Portugal und von ([40-50] %) in Spanien erzielen. Der Gesamtmarkt in Portugal belief sich auf [...] Mio. EUR. Der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen liegt deren eigenen Schätzungen zufolge bei [60-70] % (Bayer: [40-50] %, ACS: [20-30] %). Zu den derzeit führenden Wettbewerbern gehören Syngenta ([10-20] %), BASF ([0-10] %) und eine Reihe von Generikaherstellern, auf die ein gemeinsamer Marktanteil von [20-30] % entfällt. (398) [Vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber). (399) Die beteiligten Unternehmen haben versichert, dass alle ihre Produkte auf diesem Markt auf beißend-kauende Insekten zielen. Ihren Marktanteil am Sektor Beißend-kauende Insekten haben die beteiligten Unternehmen auf [60-70] % geschätzt. [Vertrauliche Information zum Umsatz eines Wettbewerbers). (400) Bayer erwirtschaftet etwa [70-80] % seines Umsatzes auf diesem Markt mit Bacillus Thuringienses, dem Produkt eines Drittherstellers von [...], das unter dem Markennamen Biotrata vertrieben wird. Das zweitwichtigste Bayer-Produkt im Blattsegment ist Azinphos-Methyl (Gusathion-M), das Bayer von [...] geliefert wird. Bayer vertreibt auf diesem Markt auch Imidacloprid (Confidor) und Beta-Cyflotrin. ACS realisiert das Gros seiner Umsätze mit Deltamethrin, das in Mischungen mit anderen Wirkstoffen und als Einzelwirkstoff vertrieben wird. ACS hat auch den Vertrieb von Lindan (geliefert von [...]), von Chlorfenvinphos (geliefert von [...]) und Chlorpyriphos (geliefert von Dow) inne. Lindan und Chlorfenvinphos, auf die zusammen etwa [30-40] % der ACS-Umsätze auf diesem Markt entfallen, werden keine erneute Zulassung erhalten. Die beteiligten Unternehmen haben geschätzt, dass der Marktanteil dieser Produkte bis 2004 auf [50-60] % zurückgehen wird. (401) Die Parteien haben erklärt, dass auf diesem Markt keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken zu erwarten sind. Sie behaupten, dass Deltamethrin dem Wettbewerb durch Generika und andere Pyrethroide ausgesetzt ist, darunter Lambda-Cyhalothrin von Syngenta und Alpha-Cypermethrin von der BASF. Sie haben allerdings keinen nennenswerten Zuwachs des Marktanteils für diese Produkte prognostiziert und gehen, wie bereits erwähnt, davon aus, dass ihre eigene Marktposition auch in naher Zukunft stark bleiben wird. (402) Die beteiligten Unternehmen haben behauptet, dass das Neonicotinoid Imidacloprid von Bayer in einem heftigen Wettbewerb mit Acetamiprid von Nippon Soda stehen wird. Die Firma ACS, die Acetamiprid vertreiben wird, hat angedeutet, dass (vertrauliche Information von ACS). Die beteiligten Unternehmen haben erklärt, dass DuPont sein Produkt Indoxacarb bis 2002 auf dem portugiesischen Markt in Verkehr bringen wird. [Vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (403) Was das Segment Saugende Insekten angeht, so [vertrauliche Information zu einem in der Entwicklung befindlichen Produkt]. Beim Segment Beißend-kauende Insekten steht die Kommission auf dem Standpunkt, dass die Marktposition der beteiligten Unternehmen auch in naher Zukunft stark bleiben wird. Vor allem würde das geplante Vorhaben die Pyrethroide der beteiligten Unternehmen Deltamethrin und Beta-Cyfluthrin zusammenbringen. Von dritter Seite wurde darauf hingewiesen, dass diese Produkte in Rotationsprogrammen erfolgreich angewendet werden können. Da Imidacloprid auch bei einigen Arten von beißend-kauenden Insekten wirksam ist, würde die Kombination der drei Produkte die Position der beteiligten Unternehmen im Segment Beißend-kauende Insekten stärken. (404) Aus allen oben genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass der vorgesehene Zusammenschluss in Portugal auf dem Markt für Blattinsektizide für Kartoffeln eine beherrschende Stellung begründen oder verstärken würde. (405) Schließlich beläuft sich der gemeinsame Marktanteil der beteiligten Unternehmen in Spanien (Gesamtmarktwert [...] Mio. EUR) nach deren eigenen Schätzungen auf [40-50] % (Bayer: [20-30] %, ACS: [10-20] %). Auf Syngenta entfallen [20-30] % des Marktes und auf die BASF [0-10] %. Eine Reihe von Generikaanbietern hält zusammen einen Marktanteil von [20-30] %. Die beteiligten Unternehmen haben Informationen zur Stützung dieses Sachverhalts vorgelegt. (406) [Vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. Unter dieser Annahme geht die Kommission davon aus, dass der Marktanteil der beteiligten Unternehmen mit etwa [40-50] % wahrscheinlich geringfügig höher ist als in deren Schätzungen angegeben, [vertrauliche Information zur Marktposition der Wettbewerber]. (407) Nach Schätzungen der beteiligten Unternehmen würde sich ihr Marktanteil bei saugenden Insekten auf [50-60] % und bei beißend-kauenden Insekten auf [30-40] % belaufen. [Vertrauliche Information zum Umsatz eines Wettbewerbers]. Auf der Grundlage der obigen Darlegungen kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die von den beteiligten Unternehmen zur Ermittlung ihrer Marktposition vorgenommenen Schätzungen richtig zu sein scheinen. (408) Die beteiligten Unternehmen sind auf diesem Markt in erster Linie mit ihren Insektiziden der neuen Generation präsent: ACS erwirtschaftet seinen Umsatz hauptsächlich mit Fipronil (Regent), auf das [50-60] % des ACS-Anteils auf diesem Markt entfallen, Bayer dagegen mit Imidacloprid (Confidor), mit dem [20-30] % des Marktanteils von Bayer [20-30] % erzielt werden. (409) Die beteiligten Unternehmen haben den Standpunkt vertreten, dass auch nach Abschluss des Zusammenschlussvorhabens auf dem spanischen Markt Wettbewerb mit einer Reihe von auf diesem Markt tätigen internationalen und nationalen Anbietern stattfinde. Die beteiligten Unternehmen haben des Weiteren argumentiert, dass eine große Zahl von lokalen und Generikaanbietern ein breites Spektrum von Produkten vertreibt, die die gleiche Wirksamkeit haben wie die von Bayer und ACS. Daher haben die beteiligten Unternehmen vorgetragen, dass für den Fall, dass das fusionierte Unternehmen versuchen sollte, höhere Preise als die der Konkurrenz anzusetzen, es sofort seine Marktanteile an die kleineren Anbieter verlieren werde. (410) Die Kommission ist der Ansicht, dass die beteiligten Unternehmen heute die Insektizide mit der höchsten Wirksamkeit anbieten, wobei davon ausgegangen werden kann, dass die Umsatzzahlen schon in naher Zukunft weiter zunehmen werden. Was Imidacloprid angeht, so meint die Kommission, dass dieses Produkt EWR-weit bereits sehr gute Preise erzielt und alles in allem das führende Insektizid im EWR ist. Die beteiligten Unternehmen können daher den Preis für das Produkt unabhängig vom Wettbewerb auf allen EWR-Märkten festsetzen. Zu Fipronil stellt die Kommission fest, dass dieses Produkt fast ausschließlich auf diesem Markt in Spanien verwendet wird und dass daher die Preisbildung weitgehend auf diesem Markt bestimmt wird, auf dem die beteiligten Unternehmen eine führende Position haben werden. (411) Wie bereits erwähnt, ist von dritter Seite darauf hingewiesen worden, dass durch die Kombination von Imidacloprid und Fipronil im Portfolio der beteiligten Unternehmen das mit neuen Substanzen abgedeckte Schädlingsspektrum erweitert und ergänzt wird. Beide Verbindungen bieten eine hohe Wirksamkeit und eine erfolgreiche Bekämpfung des größten Schädlings (Kartoffelkäfer). Sie haben außerdem einen Wirkmodus, der in der Lage ist, eine vorhandene Resistenz gegenüber anderen chemischen Kategorien aufzubrechen. Damit verfügten die beteiligten Unternehmen über einmalige Möglichkeiten zur Bereitstellung technisch überlegener Behandlungsprogramme, gegen die kein Wettbewerber etwas Gleichwertiges aufzuweisen hätte. Wegen der Überschneidung der Zielschädlinge und des unterschiedlichen Wirkmodus von Imidacloprid und Fipronil eröffnen sich immense Möglichkeiten für das Resistenzmanagement durch eine Rotation zwischen beiden Produkten. (412) Die Untersuchung zeigt, dass es keine wirksamen Ersatzpräparate für Imidacloprid oder Fipronil gibt, so dass die Kommission nicht der Meinung ist, dass mit den Generika aus den älteren chemischen Kategorien jetzt oder in naher Zukunft ein wirksamer Wettbewerb gegen die Produkte der beteiligten Unternehmen geführt werden kann. (413) Die beteiligten Unternehmen haben erklärt, dass Imidacloprid mit der Markteinführung von Acetamiprid von Nippon Soda einem starken Wettbewerb ausgesetzt sein wird. Was Acetamiprid angeht, so erwarten die beteiligten Unternehmen Wettbewerb nicht nur von dem von Nippon Soda eingesetzten Großhandelsunternehmen, sondern auch durch ein bereits auf dem Markt befindliches Nachahmerpräparat von Acetamiprid, das bereits auf dem Markt ist, sowie durch Thiamethoxam von Syngenta. Nach Aussage der beteiligten Unternehmen wäre jeder Versuch des fusionierten Unternehmens, höhere Preise für Acetamiprid gegen die Wettbewerber durchzusetzen, zum Scheitern verurteilt. Nach Aussage der beteiligten Unternehmen werden Acetamiprid und dessen Generikaformen auch mit Fipronil und Imidacloprid konkurrieren. Die Umsätze mit Fipronil (vertrauliche Information von ACS). (414) [Vertrauliche Information zur Markteinführung von Konkurrenzprodukten]. (415) Die beteiligten Unternehmen haben Informationen vorgelegt, nach denen das chinesische Acetamiprid-Generikum illegal von Marokko nach Spanien geschmuggelt wird. Angesichts der Illegalität dieser Lieferungen und der damit verbundenen Unsicherheit ist die Kommission nicht der Auffassung, dass derartige Lieferungen zu einem wirksamen Wettbewerb auf dem Markt führen. (vertrauliche Information von ACS). (416) Durch das Vorhaben werden zwei chemische Spitzenverbindungen auf dem Markt - Imidacloprid und Fipronil - beim neu fusionierten Unternehmen zusammengeführt. Das Vorhaben wird auch die starken Pyrethroide Cyfluthrin, Beta-Cyfluthrin und Deltamethrin zusammenführen. Keiner der Wettbewerber kann diesem einmaligen Produktangebot, das den beteiligten Unternehmen neue Möglichkeiten zur Bereitstellung von wettbewerbsfähigen Spritzprogrammen für das Resistenzmanagement bieten wird, etwas Gleichwertiges entgegensetzen. (417) Aus allen vorstehend genannten Gründen ist die Kommission zu dem Schluss gekommen

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.