Kündigung per WhatsApp – Wie Sie auf die Nachricht reagieren

Arbeitsrecht · 1:21 Min.

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Eine Nachricht auf dem Handy: Sie brauchen morgen nicht mehr zu kommen. Ist damit Ihr Arbeitsverhältnis beendet? Eine Kündigung allein per WhatsApp genügt der gesetzlichen Form nicht.

Für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses verlangt das Gesetz grundsätzlich ein unterschriebenes Original auf Papier. Eine E-Mail, eine Sprachnachricht oder das Foto eines unterschriebenen Briefes ersetzt dieses Original nicht. Auch Ihre eigene Kündigung können Sie nicht wirksam allein per WhatsApp erklären.

Trotzdem sollten Sie die Nachricht ernst nehmen. Sichern Sie den vollständigen Verlauf mit Absender und Datum. Klären Sie, ob der Arbeitgeber Sie nur freistellen will oder tatsächlich eine Kündigung erklärt. Bleiben Sie nicht einfach eigenmächtig zu Hause. Wie Sie Ihre Arbeitsleistung anbieten und Ihren Vergütungsanspruch sichern, hängt von den konkreten Erklärungen ab.

Kommt anschließend ein unterschriebener Brief, beginnt für eine Kündigungsschutzklage grundsätzlich die Dreiwochenfrist mit dessen Zugang. Eine vorherige Diskussion im Chat ersetzt die gerichtliche Klärung nicht. Bewahren Sie daher auch später eingehende Schreiben auf.

Aus einer unwirksamen Nachricht kann schnell ein Streit über Arbeitspflicht und Gehalt werden. Wir prüfen bei STEINWACHS den Wortlaut und helfen Ihnen, gegenüber dem Arbeitgeber richtig zu reagieren. Am besten, bevor Sie Zusagen machen oder Ihre Arbeit einstellen.

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