Europäische Union

2009/886/EG: Entscheidung der Kommission vom 27. November 2009 zur Änderung der Entscheidung 2002/364/EG über Gemeinsame Technische Spezifikationen für In-vitro-Diagnostika (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2009) 9464) (Text von Bedeutung für den EWR)

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Quellenkennung: 32009D0886. Spätere Änderungen sind nicht automatisch in dieser Fassung enthalten.

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äzision, Genauigkeit, ‚linearer‘ Messbereich, ‚dynamischer Bereich‘. Reproduzierbarkeit bei verschiedenen Konzentrationsstufen ist nachzuweisen. Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)   Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)   Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1): mehrere Verdünnungsreihen bis zur Grenzkonzentration, statistische Analyse (z. B. Probitanalyse) ausgehend von mindestens 24 Replikaten, Berechnung des Cut-Off-Wertes (95 %)     Genotyp/Subtyp-Bestimmung/Effizienz der quantitativen Bestimmung Mindestens 10 Proben je Subtyp (sofern vorhanden) Verdünnungsreihen aller relevanten Genotypen/Subtypen, vorzugsweise von Referenzmaterialien, sofern vorhanden Mindestens 10 Proben je Genotyp (sofern vorhanden)   Sofern kalibrierte Referenzmaterialien für den Genotyp vorhanden sind   Sofern kalibrierte Referenzmaterialien für den Genotyp vorhanden sind     Zellkulturüberstände (könnten seltene HIV-1-Subtypen ersetzen) Mit geeigneten Verfahren quantifizierte Transkripte oder Plasmide dürfen verwendet werden.               Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1)soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative   Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1)soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative   Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1)soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative   Gemäß EP-Validierungsleitlinie (1)soweit kalibrierte Subtyp-Referenzmaterialien vorhanden, In-vitro-Transkripte mögliche Alternative     Diagnostische Spezifität negative Proben 500 Blutspender 100 Blutspender 500 Blutspender   500 Blutspender   500 einzelne Blutspenden     Marker mit möglicher Kreuzreaktion Durch Nachweis eines geeigneten Testdesigns (z. B. Sequenzvergleich) und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Retroviren (z. B. HTLV) positiv sind Wie bei qualitativen Tests Durch Testdesign und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Flaviviren (z. B. HGV, YFV) positiv sind   Durch Nachweis geeigneter Versuchskonzeption und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für andere DNA-Viren positiv sind   Durch Testdesign und/oder Tests an mindestens 10 Proben, die für humane Retroviren (z. B. HIV-) positiv sind     Robustheit   Wie bei qualitativen Tests               Kreuzkontaminierung Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben   Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben   Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben   Mindestens 5 Reihen mit abwechselnd hoch positiven (bekanntlich natürlich vorkommenden) und negativen Proben     Inhibition Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens   Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens   Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens   Interne Kontrolle, vorzugsweise während des gesamten NAT-Verfahrens     Zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben   Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben   Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben   Mindestens 100 mit der dreifachen Virenkonzentration des positiven Cut-Off-Wertes (95 %) angereicherte Proben   99/100 Tests sind positiv Anmerkung: Als Akzeptanzkriterium für die ‚zu falsch negativen Befunden führende Fehlerrate des Gesamtsystems‘ gilt 99 positive Befunde bei 100 Tests. Für quantitative NATs ist an mindestens 100 positiven Proben eine Studie durchzuführen, die den Routinebedingungen der Anwender entspricht (z. B. keine Vorauswahl der Proben). Parallel dazu sind Vergleichsdaten mit einem anderen NAT-Testsystem zu gewinnen. Für qualitative NATs ist die diagnostische Sensitivität an mindestens 10 Serokonversionspanels zu untersuchen. Parallel sind Vergleichsdaten von anderen NAT-Testsystemen zu erzeugen. Tabelle 3 Schnelltests für Anti-HIV 1 und 2, Anti-HCV, HBsAg, Anti-HBc, Anti-HTLV I und II     Anti-HIV1/2 Anti-HCV HBsAg Anti-HBc Anti-HTLV-I/II Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Serokonversionspanels Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Kriterien wie bei Screeningtests Diagnostische Spezifität Negative Proben 1 000 Blutspenden 1 000 Blutspenden 1 000 Blutspenden 1 000 Blutspenden 1 000 Blutspenden ≥ 99 % (Anti-HBc: ≥ 96 %) 200 klinische Proben 200 klinische Proben 200 klinische Proben 200 klinische Proben 200 klinische Proben 200 Proben von Schwangeren 200 Proben von Schwangeren 200 Proben von Schwangeren   200 Proben von Schwangeren 100 potenziell störende Proben 100 potenziell störende Proben 100 potenziell störende Proben 100 potenziell störende Proben 100 potenziell störende Proben Tabelle 4 Bestätigungs-/Ergänzungstests für Anti-HIV 1 und 2, Anti-HTLV I und II, Anti-HCV, HBsAg     Anti-HIV-Bestätigungstest Anti-HTLV-Bestätigungstest HCV-Ergänzungstest HbsAg-Bestätigungstest Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben 200 HIV-1 und 100 HIV-2 200 HTLV-I und 100 HTLV-II 300 HCV (positive Proben) 300 HBsAg Korrekte Bestimmung als positiv (oder unbestimmt), nicht negativ Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln   Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln. Genotypen 1-4: > 20 Proben (einschließlich Nicht-A-Subtypen von Genotyp 4); 5: > 5 Proben, 6: sofern vorhanden Darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien 20 hoch positive Proben (> 26 IE/ml); 20 Proben im Cut-Off-Bereich   Serokonversionspanels 15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels   15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels 15 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels   Analytische Sensitivität Standards       zweite Internationale Norm für HbsAg, Subtyp adw2, Genotyp A, NIBSC-Code 00/588   Diagnostische Spezifität Negative Proben 200 Blutspenden 200 Blutspenden 200 Blutspenden 10 falsch positive Befunde aus der Leistungsbewertung des Screeningtests (2) Keine falsch positiven Befunde/ (2) keine Neutralisierung 200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren 200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren 200 klinische Proben, darunter auch von Schwangeren     50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests 50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests 50 potenziell störende Proben, darunter auch Proben mit unbestimmten Befunden aus anderen Bestätigungstests 50 potenziell störende Proben   Tabelle 5 HIV-1-Antigen   HIV-1-Antigen-Assay Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben 50 HIV-1-Ag-positive Proben 50 Zellkulturüberstände, darunter auch verschiedene HIV-1-Subtypen und HIV-2 Korrekte Bestimmung (nach Neutralisierung) Serokonversionspanels 20 Serokonversionspanels/Niedrigtiterpanels   Analytische Sensitivität Standards HIV-1-p24-Antigen, erstes Internationales Referenzreagens, NIBSC-Code 90/636 ≤ 2 IE/ml Diagnostische Spezifität   200 Blutspenden 200 klinische Proben 50 potenziell störende Proben ≥ 99,5 % nach Neutralisierung Tabelle 6 Serotypisierungs- und Genotypisierungstest: HCV   HCV-Serotypisierungs- und Genotypisierungstest Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben 200 (positive Proben) darunter Proben aus verschiedenen Infektionsstadien und Proben, die verschiedene Antikörpermuster widerspiegeln Genotypen 1-4: > 20 Proben (einschließlich nicht-A-Subtypen von Genotyp 4); 5: > 5 Proben, 6: sofern vorhanden ≥ 95 % Übereinstimmung zwischen Serotypisierung und Genotypisierung > 95 % Übereinstimmung zwischen Genotypisierung und Sequenzierung Diagnostische Spezifität Negative Proben 100   Tabelle 7 HBV-Marker: Anti-HBs, Anti-HBc IgM, Anti-HBe, HBeAg   Anti-HBs Anti-HBc IgM Anti-HBe HBeAg Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben 100 Impflinge 200 200 200 ≥ 98 % 100 natürlich infizierte Personen darunter auch Proben aus verschiedenen Infektionsstadien (akut/chronisch usw.) Das Akzeptanzkriterium sollte nur auf Proben aus dem akuten Infektionsstadium angewandt werden. darunter auch Proben aus verschiedenen Infektionsstadien (akut/chronisch usw.) darunter auch Proben aus verschiedenen Infektionsstadien (akut/chronisch usw.) Serokonversionspanels 10 Verläufe oder Anti-HBs-Serokonversionen Sofern verfügbar       Analytische Sensitivität Standards 1. internationales WHO-Referenzpräparat 1977; NIBSC, Vereinigtes Königreich     HBe-Referenzantigen 82; PEI, Deutschland Anti-HBs: < 10 mIE/ml Diagnostische Spezifität Negative Proben 500 Blutspenden 200 Blutspenden 200 Blutspenden 200 Blutspenden ≥ 98 % darunter auch klinische Proben 200 klinische Proben 200 klinische Proben 200 klinische Proben 50 potenziell störende Proben 50 potenziell störende Proben 50 potenziell störende Proben 50 potenziell störende Proben Tabelle 8 HDV-Marker: Anti-HDV, Anti-HDV-IgM, Delta-Antigen   Anti-HDV Anti-HDV-IgM Delta-Antigen Akzeptanzkriterium Diagnostische Sensitivität Positive Proben 100 50 10 ≥ 98 % Spezifizierung HBV-Marker Spezifizierung HBV-Marker Spezifizierung HBV-Marker Diagnostische Spezifität Negative Proben 200 200 200 ≥ 98 % darunter auch klinische Proben darunter auch klinische Proben darunter auch klinische Proben 50 potenziell störende Proben 50 potenziell störende Proben 50 potenziell störende Proben Tabelle 9 Blutgruppen-Antigene in den Blutgruppensystemen AB0, Rh und Kell   1 2 3 Spezifizität Anzahl der Tests je empfohlenes Verfahren Für ein neues Produkt zu testende Gesamtprobenzahl Für eine neue Formulierung zu testende Gesamtprobenzahl, oder Verwendung klar charakterisierter Reagenzien Anti-AB01 (Anti-A), Anti-AB02 (Anti-B), Anti-AB03 (Anti-A,B) 500 3 000 1 000 Anti-RH1 (Anti-D) 500 3 000 1 000 Anti-RH2 (Anti-C), Anti-RH4 (Anti-c), Anti-RH3 (Anti-E) 100 1 000 200 Anti-RH5 (Anti-e) 100 500 200 Anti-KEL1 (Anti-K) 100 500 200 Akzeptanzkriterien: Alle vorstehenden Reagenzien müssen hinsichtlich der behaupteten Reaktivität des Produkts Testergebnisse aufweisen, die mit etablierten Reagenzien mit akzeptabler Leistung vergleichbar sind. Bei etablierten Reagenzien, deren Anwendungsbereich oder Verwendungsart geändert oder erweitert wurde, sind weitere Tests gemäß den in Spalte 1 (s. o.) aufgeführten Anforderungen durchzuführen. Die Leistungsbewertung von Anti-D-Reagenzien muss auch Tests an einer Reihe von schwachen und partiellen RH1-Proben (D) umfassen, je nach Verwendungszweck des Produkts. Eigenschaften: Klinische Proben : 10 % der Testpopulation Proben von Neugeborenen : > 2 % der Testpopulation ABNull-Proben : > 40 % von A, B positiv ‚D schwach‘ : > 2 % von RH1 (D) positiv Tabelle 10 Chargenfreigabekriterien für Reagenzien und Reagenzprodukte zur Bestimmung der Blutgruppen-Antigene in den Blutgruppensystemen ABO, Rh und Kell Testanforderungen an die Spezifität jedes Reagens 1.   Testreagenzien Blutgruppenreagenzien Mindestanzahl der zu testenden Kontrollzellen   Positive Reaktionen   Negative Reaktionen   A1 A2B Ax     B 0   Anti-ABO1 (Anti-A) 2 2 2  (*1)   2 2     B A1B     A1 0   Anti-ABO2 (Anti-B) 2 2     2 2     A1 A2 Ax B 0     Anti-ABO3 (Anti-A,B) 2 2 2 2 4       R1r R2r D schwach   r’r r’r rr Anti-RH1 (Anti-D) 2 2 2  (*1)   1 1 1   R1R2 R1r r’r   R2R2 r’r rr Anti-RH2 (Anti-C) 2 1 1   1 1 1   R1R2 R1r r’r   R1R1     Anti-RH4 (Anti-c) 1 2 1   3       R1R2 R2r r’r   R1R1 r’r rr Anti-RH3 (Anti-E) 2 1 1   1 1 1   R1R2 R2r r’r   R2R2     Anti-RH5 (Anti-e) 2 1 1   3       Kk       kk     Anti-KEL1 (Anti-K) 4       3     Anmerkung: Polyklonale Reagenzien sind an einem breiteren Zellpanel zu testen, um die Spezifität zu bestätigen und das Vorliegen einer unerwünschten Antikörperkontamination auszuschließen. Akzeptanzkriterium: Jede Charge eines Reagens muss im Einklang mit den Ergebnissen aus den Leistungsbewertungsdaten eindeutig positive oder negative Ergebnisse in allen empfohlenen technischen Verfahren aufweisen. 2.   Kontrollmaterialien (Erythrozyten) Der Phänotyp der Erythrozyten, die für die Kontrolle der vorstehenden Blutgruppenreagenzien verwendet werden, sollte unter Verwendung eines etablierten Produkts bestätigt werden.“ (1)  Leitlinie des Europäischen Arzneibuchs. (2)  Akzeptanzkriterium: keine Neutralisierung bei HBsAg-Bestätigungstest. (*1)  Nur mittels empfohlener technischer Verfahren, wenn Reaktivität auf diese Antigene angegeben ist.

Quellenbestand vom 5. Oktober 2026. Die Sammlung wird schrittweise erweitert. Dokumentfassungen sind nicht mit der Zahl eigenständiger Gesetze gleichzusetzen.